Intermodellbau: Sebastian Litters (H0)

Intermodellbau: Sebastian Litters (H0)

Die Lauterbahn 1924, Anschluss Basaltwerk – Gebrüder Leimbach

An der Strecke Rotwangen (Berg) – Lauterthal (Wald) liegt am gleichnamigen Bach die beschauliche Ortschaft Buchenbach. Die von Land- und Holzwirtschaft geprägte Gegend in Oberbayern profitiert seit der Fertigstellung der Lauterthalbahn im Jahr 1916 von dem Transportmittel auf der Schiene. Der Betrachter wird in eine Zeit versetzt, in der Reichtum und Armut dicht beieinander lagen und der Aufschwung eines Landstrichs im Wesentlichen durch den Gütertransport auf der Schiene bestimmt wurde.

Die Lauterthalbahn verläuft von Rotwangen (Berg) nach Lauterthal (Wald) und stellt eine eingleisige Nebenbahn im Jahr 1924 in Oberbayern dar. Obwohl die Lauterthalbahn eine fiktive Strecke ohne Vorbildbezug darstellt, wurde dennoch viel Wert auf eine vorbildgerechte Umsetzung eines typisch ländlichen Charakters gelegt. Gezeigt wird das beschauliche Landleben der 1920er Jahre mit all seinen Facetten.

Die als Stichstrecke ausgelegte Lauterthalbahn beginnt in Rotwangen (Berg) und führt durch das Tal der Lautasch. Der Streckenverlauf wird überwiegend durch ländliche Szenen dominiert. So wechseln sich Wiesen und Felder mit den für diese Region charakteristischen Fichtenwäldern ab. Auf den Feldern ist im Spätsommer Hochbetrieb uns so ist häufig die ganze Familie beim Einbringen der Ernte eingebunden. Hier und da wird die Lauterthalbahn von der Lautasch gekreuzt, wodurch einige Kunstbauten in Form von Brücken, Viadukten und Tunneln entstanden sind.

Unmittelbar hinter Rotwangen liegt der Haltepunkt Osterwaal. Er ist für die Bewohner der umliegenden Dörfer das „Tor zur weiten Welt“. Obwohl er nur als Haltestelle ausgelegt ist, wird er neben dem Personenverkehr auch rege durch die örtlichen Bauern genutzt, um täglich Milch und kleinere Stückgüter abzufahren. Im weiteren Verlauf der Lauterthalbahn liegt eine kleine Küferei direkt an einem unbeschrankten Bahnübergang. Die Auftragslage scheint gut zu sein und so wartet auf dem Hof der Küferei eine beachtliche Anzahl an Fässern auf ihren Versand.

Kurz vor Lauterthal (Wald) liegt der Anschluss Basaltwerk der Gebrüder Leimbach. Das florierende Geschäft, des über die Jahre gewachsenen Schotterwerks, sorgt für einen umfangreichen Güterverkehr mit intensivem Warenaustausch. Das Basaltwerk wird täglich durch eine Übergabe bedient, die den gebrochenen Schotter abfährt. Neben Schotter werden in dem Werk auch andere Produkte, wie beispielsweise Pflastersteine und Steinsäulen, aus dem für die Region, charakteristischen Gestein gewonnen. Entsprechende Steinhauer verrichten ihre Tätigkeit bei Wind und Wetter, lediglich geschützt durch kleine Holzunterstände. Die Arbeit zu dieser Zeit ist hart, gibt es doch wenig technische Unterstützung.

Das Betriebskonzept
Bei dem vorliegenden Layout handelt es sich um eine eingleisige Nebenbahn der Epoche II, die als Punkt-zu-Punkt Anlage mit den Betriebsstellen Rotwangen (Berg) (Fiddleyard) – Haltepunkt Ostewaal – Anschluss Basaltwerk – Lauterthal (Wald) (Fiddleyard) ausgelegt ist. Zentrales Element der Anlage stellt die Anschlussstelle des Basaltwerks der Gebrüder Leimbach dar. Dieses verfügt über eine funktionsfähige Verladeanlage aus insgesamt 8 Lagerstellen.

Neben dem umfangreichen Güterbetrieb in der Anschlussstelle Basaltwerk, ist auf der Strecke ein abwechslungsreicher Fahrbetrieb möglich. So verkehren zwischen Rotwangen (Berg) und Lauterthal (Wald) regelmäßig Personenzüge, die die Reisenden aus dem entlegenen Lauterthal an die große weite Welt anbinden. Die ländliche Region profitiert gerade durch den Güterverkehr von dem Anschluss an die Bahn. So werden auf der gesamten Lauterthalbahn land- und forstwirtschaftliche Produkte auf die Bahn verladen und in die Großstädte gebracht. Vor allem der Holztransport mit den imposant wirkenden Fichtenstämmen auf den für diese Epoche typischen Drehschemelwagen, ist ein alltägliches Bild.

In den beiden Fiddleyards werden die Güter- und Personenzüge zusammengestellt und von dort aus auf die Strecke gebracht. Der Güterverkehr erfolgt wie beim Vorbild mit Wagenkarten und Frachtanforderungen, die den Bestimmungsort des jeweiligen Wagens anzeigen.

Diese und viele weitere Anlagen könnt ihr während der Intermodellbau Dortmund vom 16. bis 19. April 2026 sehen.