“Jülich, die alte Eisenbahner Stadt”, so lautet der Titel auf einem Buch, welches vom Eisenbahn-Amateur-Klub-Jülich einstmals veröffentlicht wurde. Vermutlich ist es daher nicht überraschend, dass sich eben in besagter alten Eisenbahner Stadt im Jahre 1976 der besagte Eisenbahn-Amateur-Klub-Jülich gegründet wurde. Bereits 1977 konnten die heutigen Vereinsräume unter dem Dach des Jülicher Bahnhofs bezogen und mit dem Bau der ersten Modellbahnanlage begonnen werden.
Allerdings sollte es nicht nur bei den “kleinen” Zügen im Maßstab H0 und N bleiben. Schon 1978 wurde die Dampflokomotive 50 1724 der DB-Eigentum des Vereins. Mit dieser als Ausstellungsstück hergerichteten Lokomotive war der EAKJ zu Gast auf den verschiedensten Ausstellungen in Deutschland. Einige Zeit später folgten auch die Ikonischen Schienenbusse des Typs VT95, mit welchen der Verein bis in die 90er Sonderfahrten sowohl auf dem Netz der DB als auch auf der heimischen ehemaligen Jülicher Kreisbahn unternahm.
Seit 2002 konzentriert sich der Verein ausschließlich auf die Modellbahn, da der Unterhalt und Betrieb der “großen” Fahrzeuge inzwischen zu kostspielig geworden war. So wurde auch die ursprüngliche Anlage 1989 komplett von Grund auf neu aufgebaut und besteht in dieser Form bis heute.
Mitte der 2010er Jahre kam das Bestreben nach einer Modulanlage auf, mit welcher man sich auf Ausstellungen präsentieren kann. Diese Anlage besteht zum Teil aus privaten und teils aus Klubmodulen, die von den Klubmitgliedern gebaut, betreut und immer wieder verfeinert werden. Inzwischen ist sogar eine Verbindung der Hauptanlage zu einigen aufgebauten Modulen am anderen Ende der Klubräume möglich. Der „Euregio Tunnel“, wie diese Verbindung getauft wurde war eines der größeren Projekte innerhalb der Vereinsräume in den letzten Jahren.
Natürlich macht die Zeit auch vor der Modellbahn nicht halt und so wird momentan die Elektronik und Steuerung der Anlage Stück für Stück aktualisiert und erneuert. Dies gilt besonders für den Abstellbahnhof Bitburg, welcher ein neues, digitales Schaltpult erhalten hat, von welchem auch der analoge Fahrbetrieb gesteuert werden kann.
Die Klubanlage kann sowohl digital als auch analog gesteuert werden. Hierzu ist eine Umschaltmöglichkeit zwischen den analogen Trafos und der Z21 installiert. Das neue Schaltpult in Bitburg läuft, genauso wie die Modulanlage über einen Raspberry Pi Minicomputer, mit einer Software, die von Vereinsmitgliedern selbst entwickelt und programmiert wird.
Auch bei den Veröffentlichungen des Vereins geht es stetig weiter. So konnte im Jahr 2025 das neue Buch “150 Jahre Eisenbahnen im Jülicher Land” Teil 1 in welchem auf die Eisenbahn Geschichte der Stadt Jülich von 1873 bis hin zum zweiten Weltkrieg und die Tagebau Bahnen im Braunkohle Revier Hambach/Weisweiler eingegangen wird veröffentlicht werden. Momentan befindet sich Teil 2 in der Bearbeitung und wird sich mit der Zeit nach 1945 bis 2023 und darüber hinaus beschäftigen.
Das 50-jährige Bestehen des Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich wird dementsprechend am 02. und 03. Mai 2026 groß in den Vereinsräumen und auf dem Gelände des Bahnhofs Jülich gefeiert und man blickt gespannt in die Zukunft.
Infos: www.eakj.de


