BDEF - REPORT

Der BDEF-REPORT  6/2008 in Ausschnitten:

Sie können den BDEF-REPORT (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 40.- Euro erhalten Sie neben dem REPORT und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
Fragen Sie bei unserer Geschäftsstelle nach einer "Einzelmitgliedschaft"! 

Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Wünsche . . .

Die legendäre WESA-Bahn

InnoTrans 2008

Bester Bahnhof Deutschlands 2008 - ausgezeichnet: Hauptbahnhof Schwerin

Tag der deutschen Einheit – Sonderausstellung im Miniatur Wunderland

Bester Bahnhof Deutschlands 2008 - ausgezeichnet: Hauptbahnhof Karlsruhe

Josef Binder verstorben

Jugendarbeit im Mehrgenerationenhaus

FAKUMA 2008

„modell - hobby - spiel“ in Leipzig

Impressumspflicht

Regionaltreffen 2008

25 Jahre Eisenbahn-Freunde Lichtenfels

Änderungen bei der Messe Sinsheim

25 Jahre Roßdörfer Eisenbahnclub

Änderungen bei „Eisenbahn-Romantik“

Unsere besten Wünsche . . .

An dieser Stelle möchte der gesamte Vorstand des Bundesverbandes allen Vereinigungen und Einzelmitgliedern des BDEF sowie deren Mitgliedern und Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2009 wünschen. Selbstverständlich gelten diese guten Wünsche auch unseren Partnern in der Industrie, bei der Bahn und bei den Verkehrsbetrieben, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit. Auch den Firmen der Modellbahnindustrie und den Zubehörherstellern sei Dank gesagt. Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den Fördermitgliedern des Bundesverbandes, die durch ihre ideelle und materielle Unterstützung wesentlich dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit des BDEF zu ermöglichen und zu zeigen, dass wir mit unserem Engagement für Eisenbahnfreunde und Modelleisenbahner weiterhin auf dem richtigen Weg sind.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen zu den bevor stehenden Feiertagen und zum Jahreswechsel

Ihr 
BDEF-Vorstand

zurück zum INHALT

InnoTrans 2008

Wer nennt die Aussteller, wer nennt die Produkte, die sich auf der weltgrößten Fachmesse für Verkehrstechnik vom 23. bis 26. September in diesem Jahr in Berlin präsentierten? Zumindest zur ersten Frage kann die Messe Berlin Auskunft geben: Es waren 1.912 Aussteller aus 41 Ländern, die auf 150.000 m2 Ausstellungsfläche und 3.500 m Gleis ihre Produkte offerierten. Mit dabei, und das ist inzwischen schon Tradition, war auch der BDEF, der auf dieser Messe als Mittler zwischen der Bahnindustrie und der Modelleisenbahn auftritt. Neben einer von der Modelleisenbahn GmbH ROCO dankenswerterweise zur Verfügung gestellte Modellbahnanlage, waren in den Vitrinen die Modelle der neusten Produkte der Schienenfahrzeugindustrie zu bewundern. 
So galt unser Stand als Ruhepunkt für gestresste Manager, die hier ein paar Augenblicke entspannen konnten, aber auch als Anlaufpunkt für eine große Zahl von Eisenbahnfreunden und Modelleisenbahner, die bei einem Kaffee neue Kraft für den Ausstellungstrubel sammeln konnten. Die Messe ist zwar nur für Fachbesucher zugänglich, aber es war hier offensichtlich wie in Nürnberg zur Spielwarenmesse, zu der auch immer eine große Zahl von eigentlich nicht Fachbesuchern Zugang findet. 
Was waren nun die Produkte, die hier präsentiert wurden? Um es kurz zu sagen, es war alles vertreten, was mit dem Thema der Messe irgendwie in Verbindung gebracht werden konnte. Es begann mit Bodenbearbeitungsmaschinen zur Herstellung des Planums sowie Gleisbaumaschinen und Gleisbautechnik allgemein. Verblüffend war die Anzahl der unterschiedlichen Schwellenformen, sogar Zahnstangen der unterschiedlichsten Systeme wurden vorgestellt. 
Neben den entsprechenden Befestigungssystemen und Oberbauformen, wurden auch neue Weichenformen für alle Geschwindigkeiten, elektrische und hydraulische Weichenantriebe in Kleinformat, Signal- und Sicherungssysteme sowie Oberleitungsanlagen gezeigt. Einen großen Raum nahmen Fahrzeugkomponenten ein: Beginnend von Radsätzen, Drehgestellen und Antriebstechnik über Türsysteme, Sitzgestühl und Führerstände, ja sogar Küchenmodule für Speise- und Bistrowagen, von vandalismusresistente WC-Zellen bis zu Stromabnehmern für die unterschiedlichen Einsätze und Geschwindigkeiten war alles vertreten. Bemerkenswert bei der Antriebstechnik war der Permanentmotor von Bombardier. Dieser Motor, er ist uns eigentlich nur als robuster Antrieb für Gleichstrommodelle bekannt, soll eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h erreichen. Leider waren von den Standbetreuern zur Leistung dieses Motors nur widersprüchliche Angaben zu bekommen, natürlich grundsätzlich auf Englisch. 
Das war übrigens auch ein Phänomen: Während die meisten Firmen ihre Produkte zweisprachig beschriftet hatten, meinten andere, darunter auch marktbeherrschende deutsche Konzerne, dieses nur in Englisch vornehmen zu müssen, was nicht nur durch den Berichterstatter als Arroganz aufgefasst wurde. 
Einen weiteren Raum nahmen Produkte zur Wartung und Unterhaltung von Fahrzeugen ein. Hier sei beispielsweise eine „mobile Drehvorrichtung zur Reprofilierung von Eisenbahnrädern“ genannt, also im normalen Sprachgebrauch eine mobile Radsatzdrehmaschine, die ein beschädigtes Eisenbahnrad vor Ort reparieren kann, ohne, dass der Waggon entladen werden muss. Die Ausrüstung lässt sich auseinander nehmen und kann einfach vom Werkstattauto zum Zug gebracht werden. Wobei niemand mehr das Radprofil vorher oder hinterher mit einer Lehre messen muss. Das gilt übrigens generell für alle Mess-, Überwachungs- und Analysetechniken, die auf dieser Messe gezeigt wurden, niemand muss mehr Hand anlegen, alle Werte und Maße werden berührungsfrei ermittelt und eine notwendige Reparatur wird auf Grund dieser Messungen automatisch vorgenommen. 
All die vorgenannten Produkte wurden dann noch ergänzt durch Informations- und Kommunikationssysteme für Fahrgast und auch Personal: GPS-Ortungs- und Überwachungssysteme, Planungssysteme für den optimalen Fahrzeugeinsatz, selbstverständlich Ticketautomaten mit automatischer Abrechnung. Kurz, es war eine schier unübersehbare Angebotspalette, wovon natürlich die einzelnen Produkte oftmals noch von einer Vielzahl von Herstellern angeboten werden, der Konkurrenzdruck in der Bahnindustrie ist offenbar hoch.
Auf dem Freigelände waren die den Eisenbahnfreund hauptsächlich interessierenden Produkte zu bewundern. Auf 3.500 m Gleisanlage, 1.500 m mehr als 2006, wurden 91 Fahrzeuge präsentiert. Die meisten davon sind bereits in der Fachpresse genannt worden, deshalb hier nur ein kurzer Überblick: Nachdem die Fa. Voith mit einem Paukenschlag 2006 die Maxima 30CC 2006, eine neue dieselhydraulische Lokomotive, der Weltöffentlichkeit präsentieren konnte, folgte nun die Gravita-Lokfamilie. Von der Gravita 10BB wurden bereits durch die DB AG 130 Lokomotiven als Baureihe 260 als Ersatz diverser Lokomotiven der BR 290 ff bestellt. Daneben stellte die Firma Vossloh seine Angebotsreihe von dieselelektrischen Lokomotiven aus. Natürlich waren auch der neue Talent 2 (BR 442) und die Nahverkehrsbaureihe 422 von Bombardier vertreten. Am neuen französischen AGV standen sich die Besucher die Beine in den Bauch, um einen Blick ins Innere des Triebzuges zu erhaschen. Die ÖBB präsentierte den neuen Luxuszug railjet erstmals der Öffentlichkeit. Der italienische Hersteller Ansaldo Breda stellte ein neues, etwas gewöhnungsbedürftiges Dessin eines Triebkopfes für einen Hochgeschwindigkeitszug, sowie einen dazugehöriger Mittelwagen vor. Bemerkenswert eine neue Mehrsystem-Ellok vom tschechischen Hersteller Skoda, irgendwie ähnlichen sich aber die Loks alle. Vorgestellt wurde auch eine neue Straßenbahn aus Polen. Dieser Niederflurwagen fällt durch ein durchgehendes Inneres auf. Hier sind nicht, wie gewöhnlich, alle möglichen Kisten mehr schlecht als recht mit Sitzen kaschiert. Aber natürlich stellte Bombardier auch seinen Flexity-Straßenbahntriebwagen aus, von dem bereits Berlin mehrere Züge geordert hat und der derzeit in der Stadt getestet wird. Aber auch hier versuchte man im Inneren vom Sitzkistenimage abzukommen, wenn auch der Fahrgast noch Probleme damit haben wird, wo er seine Beine hinstrecken kann. Weiterhin einen Metrozug von Siemens für Oslo, dessen Dessin von Porsche entwickelt wurde. Dazu waren noch vielfältige Sonderfahrzeuge zu bewundern: Ein doppelstöckiger Autotransportwagen, ein Feuerlöschzug und ein Schienenschleifzug.
Am Samstag und Sonntag mündete dann diese Messe in ein Bahnhofsfest für die Öffentlichkeit. Während die Hallen bereits geschlossen waren, konnten Interessierte die auf dem Freigelände ausgestellten Fahrzeuge bewundern.
Die nächste InnoTrans findet vom 21. bis 24. September 2010 in Berlin statt. 
Informationen im Internet unter: http://www.innotrans.de .

zurück zum INHALT

Tag der deutschen Einheit – Sonderausstellung im Miniatur Wunderland

Das Miniatur Wunderland wird jedes Jahr von hunderttausenden Kindern und Jugendlichen besucht. Die meisten lassen sich für Stunden von der atemberaubenden Ausstellung begeistern. Ein wesentlicher Teil des Erfolges beruht auf der Fähigkeit der Modellbauer, die Anlagenoberfläche verspielt und liebevoll auszugestalten. Zukünftig soll genau diese Fähigkeit eingesetzt werden, um verstärkt mit wechselnden Ausstellungen Inhalte zu vermitteln und den Besuchern ein nachhaltigeres Erlebnis zu ermöglichen. 
„Im Miniatur Wunderland haben wir die Möglichkeit, jedes Jahr viele Kinder und Jugendliche anzusprechen. In erster Linie wollen wir unseren kleinen Besuchern einen erlebnisreichen Aufenthalt in einer Traumwelt verschaffen. Sollte es uns zukünftig aber auch noch gelingen, Ihnen spielerisch Inhalte zu vermitteln, würde mich das persönlich sehr stolz machen. Als wir vor einigen Monaten hörten, dass die Festlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in Hamburg stattfinden, stand für mich sofort fest, dass dies der ideale Anlass für eine Sonderausstellung ist“, erklärt Frederik Braun, Geschäftsführer des Miniatur Wunderlandes, über die geplante Sonderausstellung. 
Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung hat das Miniatur Wunderland anlässlich der Feierlichkeiten rund um den „Tag der deutschen Einheit“ eine Ausstellung unter dem Titel „Die geteilte Stadt — eine bebilderte Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“ konzipiert, die die innerdeutsche Nachkriegsgeschichte an Hand von sieben Dioramen darstellt. Jedes Diorama ist einer Epoche gewidmet und zeigt das Leben, die Geschehnisse und die Auswirkungen der Teilung im Osten und Westen Deutschlands. Schauplatz ist eine fiktive Straßenkreuzung in Berlin im Wandel der Zeit. „Oberflächlich betrachtet ist jedes Diorama nur ein Abbild der Epoche. Beim zweiten und dritten Hinsehen wird der Betrachter zahlreiche kleine Szenen entdecken, die symbolisch für Ereignisse der jeweiligen Zeit stehen“, erzählt Sebastian Drechsler, Projektleiter der Sonderausstellung. 
Die Zusammenarbeit zwischen dem Miniatur Wunderland und der Landeszentrale für politische Bildung ergänzte sich perfekt. Die fundierten wissenschaftlichen Kenntnisse der Landeszentrale, gepaart mit der Kreativität der Modellbauer, ließen eine einzig- und neuartige Ausstellung entstehen, die gleichermaßen unterhält, als auch bildet und anregt. „Die Idee des Miniatur Wunderlandes zu einer Ausstellung zur deutschen Einheit hat uns von Anfang an begeistert“, sagt Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg. „Wir haben hier gemeinsam die Chance genutzt, ein zentrales politisches Thema anschaulich und historisch detailreich im wahrsten Sinne des Wortes ‚ins Bild zu setzen‘. Die politische Bildung in Deutschland braucht solche Ideen und Initiativen, um ihre zentrale Aufgabe zu erfüllen: politische Bildung auch an Jugendliche, junge Erwachsene und Menschen mit einem nicht-akademischen Bildungsgang zu vermitteln. Hier können sich alle Besucherinnen und Besucher von den Szenen gefangen nehmen lassen — das Wissen und die Erkenntnis um die dargestellten Fakten wird mit spürbarer Freude an der Sache präsentiert und kommt nicht didaktisch nachdrücklich — und damit vielleicht einschüchtern oder gar abschreckend - daher.“ 
Die Sonderausstellung wird allen Miniatur Wunderland Besuchern bis zum 31. Dezember 2008 ohne Aufpreis zugänglich sein. Ob danach eine neue Ausstellung kommt ist noch nicht geklärt, aber auf Grund der Begeisterung der Modellbauer nicht ganz unwahrscheinlich. „Für uns war es etwas komplett Neuartiges, abstrakt aber trotzdem wissenschaftlich korrekt zu bauen. Anfangs hatten wir alle großen Respekt vor diesen Rahmenbedingungen. Im Laufe des Bauprozesses hat sich dieses aber gewandelt. Unser Team fing an, Bücher zu wälzen, sich leidenschaftlich mit unserer Vergangenheit auseinander zu setzen und untereinander, teilweise sehr kontrovers, über ihre Wahrnehmung der gemeinsamen Geschichte zu diskutieren. Das Resultat war mehr Verständnis gegenüber der Vergangenheit, aber auch gegenüber Kollegen aus dem jeweils anderen Teil Deutschland. Das war schön zu beobachten“ resümiert Gerhard Dauscher, Leiter der Modellbauabteilung. 

zurück zum INHALT

Josef Binder verstorben

Josef Binder, Mitbegründer der Pressevereinigung FERPRESS, Ehrenmitglied des europäischen Bahn- und Modellbahn-Dachverbandes MOROP und des Verbandes österreichischer Modelleisenbahnclubs VOEMEC, von Freunden und guten Bekannten liebevoll „Pepperl“ genannt, verstarb bereits am 5. September 2008 in seinem 86. Lebensjahr in Reintal in Österreich. 
Josef Binder betreute ab Mitte der 50er-Jahre über viele Jahre den Modellbauteil der österreichischen Fachzeitschrift "EISENBAHN", gestaltete deren Modellbahnseiten und zeichnete sich aus durch profunde Beiträge und Zeichnungen zur kleinen wie zur großen Bahn. Neben seiner Tätigkeit als Berufseisenbahner fand er auch immer noch die Zeit für Berichte über das Clubleben des österreichischen Verbandes VOEMEC. 
Als Mitbegründer der Internationalen Eisenbahn-Presse-Vereinigung FERPRESS am früheren Sitz in Österreich und als erster und langjähriger Geschäftsführer von 1955 bis 1988 war er Seele und treibende Kraft des Verbandes. Die lange Tätigkeit in den Medien hinterließ überall positive Spuren und mit seiner ruhigen und aufgeschlossenen Art brachte er vielen unserer Kollegen erst das „richtige“ Schreiben bei.
Seinen Lebensabend, immer noch geprägt vom Interesse an „seiner“ Eisenbahn und dem Tierschutz, der ihm sehr am Herzen lag, verbrachte Josef Binder bis zu seinem Tode mit seiner Familie in seinem Geburtsort Reintal in Österreich.

zurück zum INHALT

FAKUMA 2008

„Messe FAKUMA“ ist eigentlich kein Begriff, der bei Modelleisenbahnern oder Eisenbahnfreunden besondere Schwingungen erzeugt. Diese Fachmesse für Kunststoffverarbeitung ist die zweitgrößte Spezialmesse auf diesem Gebiet weltweit und fand Mitte Oktober bereits zum 19. Mal auf der Neuen Messe in Friedrichshafen statt. Veranstaltet wird die FAKUMA von der SCHALL-Gruppe, die auch die uns wesentlich besser bekannten Messen „Faszination Modellbau“ in Sinsheim, Friedrichshafen und Bremen bietet.
Ein Besuch dieser Spezialmesse bot sich an, um die Technologien und Verfahren, die auch bei der Herstellung von Modellbahnen und Zubehör genutzt werden, ein wenig besser zu verstehen. Leider muss man gestehen, dass man nur sehr grobe Eindrücke sammeln kann, da sich die vielen Details auf dem Gebiet der Kunststoffverarbeitung dem Laien voll entziehen. Beeindruckend waren auf jeden Fall die Spritzgussmaschinen in allen Größen und Varianten, die zum Teil in vollautomatischen Abläufen Teile spritzen, bedrucken und verpacken. Die größten Exemplare konnten ca. 50 Teile in einem Spritzvorgang herstellen – und dies mehrmals in einer Minute. Für manchen mittleren Modellbahnhersteller wäre damit die Gesamtauflage eines Lok- oder Wagengehäuses in wenigen Minuten fertig.
Interessant war auch die Mächtigkeit dieser Messe. Die über 1.700 Aussteller aus 35 Ländern der Welt belegten in Friedrichshafen alle 12 Hallen – die „Faszination Modellbau“ kommt in Friedrichshafen mit 5 Hallen aus. Wie alle Hallen, war auch „unsere“ Modellbahn-Halle A4 dicht mit großen Ausstellern gefüllt und in den Gängen mit durchgehenden, roten Teppichläufern belegt.
Apropos Modellbahn: Auf mehreren Ständen fanden sich in Schaukästen als Referenzobjekte auch Modelleisenbahnteile.
FAKUMA 2008 – ein Besuch der sich gelohnt hatte.

zurück zum INHALT

Impressumspflicht

Einer Information der Arbeitsgemeinschaft eingetragener Vereine (AGEV) entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung folgenden Hinweis:
Gemäß § 5 TMG (TeleMedienGesetz) haben Diensteanbieter für geschäftsmäßig angebotene Telemedien eine Kennzeichnungspflicht. Insbesondere um das Merkmal „geschäftsmäßig“ wurde und wird in der juristischen Literatur gestritten. Für die Erfüllung des Merkmals geschäftsmäßig ist es danach ausreichend, wenn eine auf Nachhaltigkeit gerichtete Tätigkeit entfaltet wird. Somit ist der Begriff geschäftsmäßig inhaltlich nicht deckend mit dem Begriff gewerblich. Jede Webseite die nicht nur vorübergehend eingerichtet ist, fällt somit potentiell unter die Kennzeichnungspflicht.
Durch Gesetzesänderung mit der Einführung des neuen TMG wurde aber auch ein weiteres Merkmal bei der Anbieterkennzeichnungspflicht eingeführt. Neben der Geschäftsmäßigkeit sollten die Telemedien in der Regel gegen Entgelt angeboten werden müssen. Da die Telemedien jedoch nur „in der Regel“ gegen Entgelt angeboten werden müssen, kann keine Abgrenzung in dem Sinne vorgenommen werden, dass alle unentgeltlichen Telemedien der Kennzeichnungspflicht nicht unterfallen.
Neben der Regelung im TMG ist eine Anbieterkennzeichnungspflicht in § 55 Abs. 1 Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien (Rundfunkstaatsvertrag) festgelegt. Hiernach unterliegen Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, ebenfalls einer Kennzeichnungspflicht. Die Reichweite der Anwendbarkeit des § 55 Abs. 1 RfStV sowie Ihr Verhältnis zu § 5 TMG ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Aufgrund der dargestellten Schwierigkeiten, die bei der Prüfung der Impressumspflicht anfallen, sollte in jedem Fall „vorsorglich“ ein Impressum auf der Internetpräsenz des Vereins eingerichtet werden. 
Inhaltlich sollte das Impressum über folgende Punkte Auskunft geben:
Name und postalische Anschrift des Vereins unter Angabe der Rechtsform z.B. „eingetragener Verein“ (e.V.), einen Vertretungsberechtigten (Vorname und Nachname) mitsamt elektronischer Kontaktadresse und Telefonnummer, wobei bezüglich der Angabe von Adressen darauf zu achten ist, dass eine sog. ladungsfähige Adresse angegeben wird. Ein Postfach reicht somit nicht aus. Vereinsregister/Registernummer. Falls vorhanden die Umsatzsteueridentifikationsnummer.

zurück zum INHALT

25 Jahre Eisenbahn-Freunde Lichtenfels

Am 18.03.1983 wurde der Verein Eisenbahn-Freunde Lichtenfels (EFL) mit 19 Mitgliedern gegründet. Als Vereinsheim wurde 1984 das Stellwerk Nr. 5 in Lichtenfels gekauft, das in den folgenden Jahren umgebaut und saniert wurde.
Von 1983 an haben wir Modellbahn-Ausstellungen ausgerichtet, beginnend mit 100 m² Ausstellungsfläche bis zum Jahr 1992 mit ca. 500 m². Dann kam der große Sprung in die Stadthalle von Lichtenfels im Jahr 1993, beginnend mit ca. 1500 m² Ausstellungsfläche und ab dieser Zeit Nordbayerns größte Modellbahn-Ausstellung. Die letzte Ausstellung war im Jahr 2002 sie umfasste 2500 m². Wir hatten nur Schauanlagen, Dioramen und Zeitgeschichtliches, und keine Modellbahnbörse um die Ausstellungsfläche zu füllen. Zum Beispiel unsere Lieblingsanlage, die BLS-Anlage von Brig bis Außerberg und die Strecke Därligen am Thunersee, hatte die Ausmaße von 23m x 4,50 m in Modulbauweise wie unsere anderen Anlagen auch. 
Aus Alters- und Gesundheitsgründen haben wir im Jahr 2000 beschlossen ab 2002 keine Ausstellungen in dieser Größenordnung zu machen, dafür haben wir unser Stellwerk in Eigenleistung an- und umgebaut, um im Mittelstockwerk unsere BLS-Anlage einzubauen mit den Maßen 22 m x 4,50 m. Im Erdgeschoss haben wir noch unsere Schneeanlage eingebaut und erstellen gerade eine Hochofenanlage mit BW mit den Maßen 19m x 1,50 m. 
In der Weihnachtszeit 2007 haben wir in unserem Stellwerk mit sehr gutem Erfolg drei Ausstellungstage abgehalten. Im obersten Stockwerk genießen die Besucher den Blick auf den Bahnhof Lichtenfels mit den abzweigenden Strecken nach Coburg – Sonneberg, nach Kronach – Leipzig/Berlin, nach Hof und Bayreuth, nach Bamberg - Nürnberg und Würzburg. ICE-Halt alle Stunde. Dieser Ausblick ist mit nichts zu bezahlen. 
Vor 2 Jahren hat sich eine Jugendgruppe gebildet, die bei der letzten Ausstellung noch zwei Zugänge erhielt. Wir sind ein relativ kleiner aber aktiver Verein. Jeden Freitag ab 18 Uhr wird an den Anlagen gebaut oder Stellwerksunterhalt ausgeführt. Jeden 1. Freitag im Monat ist unser Sitzungsabend. Außerdem haben wir unsere Vereinsfeste, Dreikönigstreffen, Fasching, Wander- oder Grill-Nachmittag, Korbmarkttreffen, Vereinsfahrt (Schweiz, Italien usw.), Weinfest, Weihnachtsfeier, Besuch von Ausstellungen.
Kontakt: Eisenbahn-Freunde Lichtenfels e.V., Vors. Werner Keidel, Hirtenstraße 4, 96215 Lichtenfels, Tel. 09571 2254, Fax: 09571 72522

zurück zum INHALT

25 Jahre Roßdörfer Eisenbahnclub

Der Roßdörfer Eisenbahnclub wurde im Herbst des Jahres 1983 gegründet, um dem drohenden Abbau der damaligen Bahnstrecke von Darmstadt-Ost über Roßdorf und Gundernhausen nach Groß-Zimmern entgegenzuwirken. Leider konnte dieses ehrgeizige Ziel nicht erreicht werden. Stattdessen widmete sich der Verein neben der großen Eisenbahn hauptsächlich der Modellbahn in verschiedenen Maßstäben. Die Jugendgruppe baut im Roßdörfer Sportzentrum an der Nachfolgeanlage einer stark in die Jahre gekommenen H0-Anlage. 
Daneben betreibt der Club am Alten Bahnhof in Roßdorf eine Gartenbahnanlage der Spurweite 5 Zoll. Hier finden in den Sommermonaten regelmäßig öffentliche Fahrtage statt. Dabei wird pro gefahrener Tour eine Fahrtstrecke von etwa 560 m zurückgelegt. Eine Bereicherung der Gartenbahn sind seit einigen Jahren die Mitglieder eines befreundeten Modellbauclubs mit ihren maßstabsgetreuen ferngesteuerten LKW, Bussen und Baumaschinen.
Am 21. Oktober 1983 gegründet, wurde das Jubiläum schon am 20. und 21. September 2008 vorgefeiert. Der Samstag war als interne Feier nur für Mitglieder und für Gäste aus Los Angeles vorgesehen. Am Sonntag folgte dann ab 11 Uhr der offizielle Teil des Jubiläums im Rahmen des monatlichen öffentlichen Fahrtags der Gartenbahn. In Anwesenheit mehrerer Honoratioren eröffnete der 1. Vorsitzende des Roßdörfer Eisenbahnclubs, Jürgen Neuhaus, die Veranstaltung mit der Begrüßung aller Anwesenden und einem Vortrag über die Vereinsgeschichte. Er hob einige besonders verdiente Mitglieder hervor und verwies auf die neu erschienene Vereinschronik von 1983 bis 2008, welche zum Preis von 4,- Euro erworben werden kann. Danach wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht.
Landrat Alfred Jakoubek, der ehemalige Bügermeister Manfred Pfeiffer und die amtierende Bürgermeisterin Christel Sprößler lobten in ihren Ansprachen unisono die Arbeit und das Wirken des Vereins.
Anschließend wurde von Jürgen Neuhaus die Verschwisterung mit dem Los Angeles Live Steamer Railway Museum (LALSRM) durch Überreichen einer auch vom Landrat unterzeichneten Urkunde vorgenommen. Einer der acht Direktoren des LALSRM überreichte ebenfalls eine stilvoll vom Bürgermeister von Los Angeles City unterzeichnete Urkunde und berichtete in einwandfreiem Deutsch (er ist gebürtiger Berliner), dass der Verein LALSRM bereits 1956 in einem großen Parkgelände gegründet wurde. Einer der Gründerväter war Walt Disney, bis zu seinem Tode 1966 selbst begeisterter Hobby-Eisenbahner.
Danach wurde mit der „Grasshopper“-Lok, eine Dampflok mit Stehkessel „Made in USA“ mit den Ehrengästen eine Ehrenrunde auf der Gartenbahn gefahren.
Im Anschluss an das Jubiläumswochenende rundete eine eineinhalbwöchige Deutschland-Rundreise den Besuch der dreizehnköpfigen Delegation aus USA ab.
Kontakt: Roßdörfer Eisenbahnclub e.V., Vors. Heinz-Jürgen Neuhaus, Steinweg 20, 64807 Dieburg, Tel. 06071 1798, http://www.rossdorfer-eisenbahnclub.com   

zurück zum INHALT

Die legendäre WESA-Bahn

1945, also zu der Zeit wo bei uns so ziemlich alles in Schutt und Asche lag, und in den USA die ersten Modellbahnen in TT auf den Markt kamen, begann in einem kleinen Örtchen mit dem Namen Inkwil im schweizerischen Oberaargau die Firma WESA AG mit der Produktion einer Modelleisenbahnen mit 13 mm Spurweite. Die ersten Loks und Wagen hatten einen Maßstab von ca. 1:110 und wurden mit Wechselstrom betrieben. Ab 1950 erfolgte dann die Umstellung auf Maßstab 1:100 als Modelleisenbahn mit Fernsteuerung (Gleichstrom). Bemerkenswert war für die damalige Zeit, dass die WESA-Bahn bereits 1949 in über 70 Länder exportiert wurde. Für den Export wurde ab 1958 das Rollmaterial auch für Spurweite TT (12 mm) angeboten. Daher auch der Name WESA-TT. (Schweizer TT Bahn). In erster Linie wurden Modelle nach Schweizer Vorbildern gebaut. Allerdings findet sich auch eine Lokomotive nach französischem Vorbild. Ebenfalls gelangten zwei belgische Güterwagen auf den Markt. Highlight aber war eine mehrteilige amerikanische Diesellok mit Domliner-Wagen. Auch je ein Speise- und ein Schlafwagen der ISG wurden angeboten. Der letztere war dann ab etwa 1960 auch noch im roten DSG-Anstrich erhältlich. 
Dieser blieb jedoch das einzige Modell nach deutschem Vorbild. 
Um die engen Kurvenradien zu meistern, wurden viele Modelle stark verkürzt. Längen mäßig waren sie oftmals näher am Maßstab 1:120 als bei 1:100. Dies galt auch bereits 1952/1953 für den roten Pfeil, der statt der erforderlichen 22,4 cm gerade mal 21 cm lang war. Millimetergenaue 1:100-Länge wies bei den Lokomotiven eigentlich nur die Ae 6/6 auf. Wie auch alle andern Loks war sie zudem etwas überhöht (höhere Fensterpartie), damit der Motor unter dem Dach Platz fand. 
Im Zeitraum von 1948 bis 1961 stellte KIBRI sogar Zubehör für die WESA-Bahn her. Ansonsten ist kein weiterer Hersteller für diese doch einmalige 13-mm-Spur bekannt.
Die Produktion und der Vertrieb der Modelleisenbahnen dauerten bis 1966. Mitte der 60er-Jahre verlor sich, aufgrund der gerade neu eingeführten Spurweite N (1:160 / 9 mm), langsam das Interesse vieler Modellbahner, was zur Einstellung der Produktion führte. Ab diesem Jahr begann man bei WESA mit der Produktion von kleinen präzisen Teilen für die Elektro-, Uhren- und Apparate-Industrie. Heute entwickelt und produziert die WESA AG Kunststoffspritzteile aller Art für Kunden in der Schweiz und im EU-Raum. 
Doch die Produktion der WESA-Bahn lief – bis auf eine Lücke von 1973 bis 1975 – weiter. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Wesa-Bahnern, fand sich immer wieder jemand, der die Formen und die Produktion übernahm. So werden auch heute noch WESA-Bahnen produziert und sogar neue Modellvarianten bzw. verbesserte Modelle hergestellt.
In der Schweiz gibt es derzeit ca. 400 bis 500 Wesa-Bahner. Dabei handelt es sich bei den meisten um Sammler und nur ca. 100 Wesa-Bahner haben auch eine richtige Anlage mit Fahrbetrieb. Ferner gibt es über den Globus verstreut rund 80 bis 100 Sammler von WESA-Modellen .
Weitere Informationen zur WESA-Bahn und Bezugsquellen findet man im Internet unter www.wesa-bahn.ch.vu 

zurück zum INHALT

Bester Bahnhof Deutschlands 2008 - ausgezeichnet: Hauptbahnhof Schwerin

„Ein Bahnhof in der Schlosskategorie“, so urteilte die Allianz pro Schiene anlässlich der Auszeichnung des Schweriner Hauptbahnhofs als bester Bahnhof 2008 in der Kategorie „Stadt unter 100.000 Einwohner“, die die Auszeichnung am 17. Oktober vornahm. Allianz pro Schiene-Geschäftsführer, Dirk Flege, überreichte die Urkunde feierlich dem Schweriner Bahnhofsmanager Peter Balzer unter Beisein zahlreicher Gäste. Anschließend enthüllten sie mit Verkehrsminister Volker Schlotmann, André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station und Service AG, und Wolfram Friedersdorff, 1. Stv. Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, am Eingangsportal die Siegertafel.
Außen fast so schmuck wie das Schweriner Schloss, innen ein serviceorientierter Treffpunkt für Reisende und Besucher – diese Mischung hat es auch der „Bahnhof des Jahres“-Jury der Allianz pro Schiene angetan „Hier ist alles hell, einladend und übersichtlich. Auch wer nur selten Bahn fährt oder ortsfremd ist, findet sich in Schwerin Hauptbahnhof schnell zurecht“, fasste die fünfköpfige Jury, bestehend aus Vertretern der Fahrgastverbände Pro Bahn, Verkehrsclub Deutschland, Deutscher Bahnkunden-Verband sowie des ACE Autoclub Europa und der Allianz pro Schiene, die wichtigsten Gründe für die Auszeichnung zusammen. Dazu kommen noch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Service-Personals, intelligente Fahrgastinformationen und ein einladender Bahnhofsvorplatz, der in Schwerin „beispielhaft" sei. Die Auszeichnung ist nicht nur ein Lob für die Bahnhofsmitarbeiter, sondern auch für die gute Kooperation von Stadt, Land und der Deutschen Bahn AG. So teilten sich die Gelder für die Neugestaltung auch die DB AB, die Stadt und das Land Mecklenburg-Vorpommern, aber auch der Bund soll sein Scherflein beigetragen haben.. 
In der Tat präsentiert sich das 1890 errichtete Empfangsgebäude der Mecklenburgischen Friedrich-Franz-Eisenbahn äußerlich noch weitgehend im Ursprungszustand. Im Inneren wurden moderne Dienstleistungseinrichtungen gestaltet, Reisezentrum der DB AG, Imbiss und Bahnhofsbuchhandlung. Statt eines Restaurants leuchtet ein großes M, wohl auch dem Zeitgeist geschuldet. Der Weg zu den Bahnsteigen ist barrierefrei. Der Bahnhofsvorplatz wurde neu gestaltet, eine großzügige Grünanlage mit Brunnen und Denkmal, Busbahnhof und Parkplätze für PKW in der Nähe. Das ist zum einen wichtig, da das Umfeld der Stadt vorwiegend ländlich geprägt ist und auf den PKW oftmals nicht verzichtet werden kann. Schwerin hatte als Großstadt vor der Wiedervereinigung 125.00 Einwohner, die sich bedingt durch den Strukturwandel auf heute nur noch knapp 96.000 reduziert haben. So ist wohl auch nun auch die Verkehrsanbindung Schwerins entsprechend reduziert. Die Bahnsteige sind in den letzten Jahren auch modernisiert worden und auf ICE-Länge ausgebaut, aber mit dem ICE ist Schwerin mitnichten zu erreichen. Auch aus der Bundeshauptstadt besteht eine Verbindung nur per Regionalexpress, bis oder ab Ludwigslust kann man partiell den IC benutzen, aber durch die Umsteigezeit ist dabei kaum einen Zeitgewinn erreichbar. 
Der BDEF gratuliert das Bahnhofsmanagement und der Stadtverwaltung zu dieser Auszeichnung und hofft, dass dieser schöne Bahnhof in dieser Umgebung immer auf diesen guten Standard gehalten wird.

zurück zum INHALT

Bester Bahnhof Deutschlands 2008 - ausgezeichnet: Hauptbahnhof Karlsruhe

Im schon gewohnten Rahmen fand die Verleihung des Titels Großstadt-Bahnhof des Jahres 2008 am 13.10.2008 im Hauptbahnhof Karlsruhe statt. Leider konnten der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene Dirk Flege und der Präsident des Fahrgastverbandes ProBahn Karl-Peter Naumann nicht an der Zeremonie teilnehmen, da ihr Flugzeug wegen Nebels nicht landen konnte. Diese Mitteilung erzeugte bei den Anwesenden doch ein etwas hämisches Gelächter.
So übernahm das Jurymitglied Frau Prof. Monika Ganseforth vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Moderation. Im Beisein von Oberbürgermeister Heinz Fenrich, Innen- und Verkehrsminister Heribert Rech sowie dem Vorstandsvorsitzenden der DB Station und Service AG, André Zeug, enthüllten die Jury-Mitglieder im Bahnhof die Siegertafel und übergaben Bahnhofsmanager Leonhard Reiß feierlich die Urkunde. „Der Charme des Bahnhofs erschließt sich erst auf den zweiten und dritten Blick“, sagte Jury-Mitglied Prof. Monika Ganseforth während der Feier. „Aber die entspannte Lebendigkeit in der Bahnhofshalle und auf dem Vorplatz, die gute Anbindung an die Stadt, der hervorragende Service sowie die durchdachten und klug verteilten Informationsangebote haben uns überzeugt“, so Ganseforth. In Karlsruhe Hauptbahnhof sind die Kundeninformation und die Anbindung an die Stadt so gut organisiert, dass Hektik und Orientierungslosigkeit an diesem Bahnhof Fremdworte zu sein scheinen. Der Bahnhof bietet alles und verströmt gleichzeitig eine absolut entspannte Atmosphäre.
Bei einem anschließenden Imbiss ergab sich auch für den anwesenden BDEF-Vorsitzenden Peter Briegel noch die Gelegenheit mit den Mitgliedern der Karlsruher Vereine zu reden.

zurück zum INHALT

Jugendarbeit im Mehrgenerationenhaus

Im Rahmen eines Kinderferienprogramms beschäftigt sich der BDEF-Jugendreferent Dieter Hohmann in seinem Heimatort Waldmünchen an diversen Tagen etwa 2 bis 3 Stunden mit Kindern und Jugendlichen. Im Wechsel sind das die Arbeitsplätze: Häuser bauen; Figuren anmalen; Bäume bauen; Bausatz löten; Gartenbahn aufbauen; Gleisplan auf PC erstellen. Das Angebot nehmen jeweils zwischen 10 und 20 Kinder, meist von Urlaubern, an. 
Bisher fanden die Veranstaltungen in Räumen der Gemeinde bzw. im Hobbyraum oder im Garten des Jugendreferenten statt. Eltern, Kinder und Fremdenverkehrsamt wissen diese Arbeit zu schätzen.
Am 2. September wurde das Mehrgenerationenhaus Waldmünchen eingeweiht. Dort werden in Zukunft diese Aktionen angesiedelt. Zum Festakt war eines, von fünf ausgewählten Projekten „Löten/Modellbau“.
Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, war zur Eröffnung gekommen und unterhielt sich sehr angeregt etwa zehn Minuten mit den am Projekt beteiligten Personen.

zurück zum INHALT

„modell - hobby - spiel“ in Leipzig

3. – 5. Oktober: Erstmalig präsentierte sich der BDEF in zwei Hallen. In Halle 3 waren wir - wie immer - im Mittelpunkt des Modelleisenbahn-Hobbys. Zusätzlich hatten wir die Chance bekommen, in Halle 2 "Kreatives Gestalten" mit einem eigenen Stand die Aktivitäten und Ziele des Arbeitskreises Frauen im BDEF, dem AKF, darzustellen, wobei die dort intensiv von Besucherinnen genutzten Workshops zeigten, dass damit auch bei Jugendlichen und Kindern das Interesse am Hobby Modelleisenbahn wachgerufen wird.
Innerhalb kürzester Zeit waren nach der Eröffnung am Freitag – der 3. Oktober war auch Feiertag – die Gänge in allen Hallen mit Besuchern gefüllt. Es war nur noch schwer durchzukommen – zwanzig Minuten von unserem Stand in der Halle 3 zum AKF-Stand in der Halle 2 waren eine fast normale Zeit. 
Mit Blechmodellen aus den 30er-Jahren bis zum Supermodell in Spur 1 aus neuester Produktion präsentierte unser Modellbahnreferent Bernd Waterholter in bewährter Qualität eine Sonderschau anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des „Fliegenden Hamburger“. 
Unter der Schirmherrschaft des BDEF zeigten Modelleisenbahner aus Belgien, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland wieder viele exklusiven Anlagen. Die gute Mischung von N bis 1 und sogar eine Spur-0-Blechanlage auf der Echtdampf gezeigt wurde, fand bei allen Besuchern rege Zustimmung.
Erstmalig hatte die Messeleitung eine Seminarreihe für Pädagogen ausgeschrieben. Der BDEF-Vorsitzende Peter Briegel bekam dabei die Gelegenheit vor interessierten Lehrern aus verschiedenen Schulen Sachsens einen Vortrag zu halten mit dem Thema „Schule und Modellbahn“. Der Vortrag kam vor dem nicht allzu großen Kreis sehr gut an und lässt hoffen, neue Modellbahn-Arbeitsgruppen in Schulen initiiert zu haben.
Mit einem Rekordergebnis ging die modell-hobby-spiel 2008 zu Ende. 103.000 Besucher kamen in drei Tagen auf das Messegelände (2007: 98.000 Besucher). Das ist das beste Ergebnis der modell-hobby-spiel bei einer Laufzeit von drei Tagen. Projektdirektorin Annette Schmeier betonte vor allem die neu gewonnene Bedeutung des Spiels: „Die Messe hat gezeigt: Das traditionelle Spielen und die traditionellen Hobbys erleben gerade eine Renaissance. Die Besonderheit an Leipzig dabei: Hier auf der Messe treffen sich alle Generationen - von neun bis 99“.
Die nächste modell-hobby-spiel findet vom 2. bis 4. Oktober 2009 auf dem Leipziger Messegelände statt.

zurück zum INHALT

Regionaltreffen 2008

Traditionsgemäß fanden im Herbst die Regionaltreffen des BDEF statt. Diese Regionaltreffen bieten den Teilnehmern in "privaterer" Atmosphäre die Möglichkeit, dem BDEF-Vorstand und den Clubs aus der Region ihre Ideen, Wünsche und Probleme darzulegen. Gerne nutzen viele auch die Möglichkeit, sich mit den Clubs aus der gleichen Region über spezifische Themen dieser Region zu unterhalten. 
Alle ausrichtenden Clubs boten – abgestimmt auf die örtlichen Gegebenheiten – attraktive Rahmenprogramme an und passende Räumlichkeiten für die eigentlichen Gespräche.
Wir danken allen Ausrichtern für ihr Unterstützung und ihr Engagement.

Regionaltreffen Ost in Berlin

Zum Regionaltreffen Ost trafen sich am 11. Oktober Eisenbahn- und Modellbahnfreunde aus der Region in den Clubräumen beim Verein Pro Sport Berlin 24, die vom Vereinsvorsitzenden, Norbert Suchmüller, herzlich begrüßt wurden. Am Vormittag stand natürlich erst einmal die ca. 80 qm große Modellbahnanlage im Mittelpunkt des Geschehens. Eine ausführliche Beschreibung findet man auf der Homepage des Vereins unter www.modellbahnpsb24.de , wo auch viele Fotos zu sehen sind. 
Nach einem stärkenden Mittagessen beim Griechen um die Ecke folgte dann der offizielle Teil. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde berichtete das anwesende BDEF-Vorstandsmitglied Hans-Werner Bürkner von der Arbeit des neuen Vorstandes. Diese Arbeit soll in Zukunft transparenter gestaltet und die Ergebnisse der Vorstandssitzungen sollen öffentlich gemacht werden. Bürkner berichtete auch aus der Arbeit der Arbeitskreise und -gruppen und warb um Mitarbeit in diesen. Ferner stellte er die auf den MOROP-Kongress in Antwerpen neu verabschiedeten Modellbahnnormen NEM vor und warb an hand des vorläufigen Programms zur Teilnahme am 52. Verbandstag 2009 in Ilmenau. Ein Bericht vom Auftritt des BDEF auf der Innotrans in Berlin und auf der Messe Modell Hobby und Spiel in Leipzig leitete dann zur Diskussion über. Hier wurde einmal durch die anwesenden Freunde die Berichterstattung aus den Arbeitskreisen als sehr positiv vermerkt, leider würde hierzu zu wenig bei den Mitgliedern bekannt. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die mangelnde Ausstrahlung des „BDEF-REPORT“, hier wünschen sich die Freunde weniger langatmige Berichte aus den Leben der Clubs sondern viel mehr Informationen aus der Arbeit des Vorstandes und zu Themen, die nicht in der allgemeinen Fachpresse besprochen werden.
Das Regionaltreffen wurde dann mit einem allgemeinen Gedankenaustausch beendet.
Als Gastgeber des Regionaltreffens Ost 2009 konnten die Freunde des Eisenbahnwesens – Verkehrsmuseum Dresden e.V. gewonnen werden.

Regionaltreffen Süd in Senden

Ab 9:30 Uhr am 11. Oktober trafen im Vereinsheim der Modelleisenbahnfreunde Senden nach und nach die Teilnehmer ein und konnten die Anlagen und das schöne Heim des Vereins besichtigen. 
Gegen 12 Uhr begaben sich alle in das Möbelhaus Inhofer um im Restaurant Culinarium das Mittagessen einzunehmen. Nach einem sehr guten und vor allem preisgünstigen Essen fand in einem Nebenraum das Treffen statt. Fritz Schau, der Vorsitzende der Modelleisenbahnfreunde Senden eröffnete als Gastgeber das Treffen und stellte die Tätigkeit des Vereins vor, dessen Jahreshöhepunkt am 21. November wieder mit der großen Modellbahnausstellung im Möbelhaus Inhofer erreicht wird. Es wird die 10. Ausstellung sein – verbunden mit dem zehnjährigen Jubiläum des Vereins.
Peter Briegel begrüßte als Vorsitzender des BDEF alle anwesenden Vereine und gab einen kurzen Abriss über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und einen Ausblick auf die Zukunft mit Schwerpunkt Arbeitskreis Frauen, Schule und Modellbahn und die direkte Jugendarbeit in den Vereinen. 
Die anwesenden Vereine stellten sich kurz vor und schon ging es in eine sehr informative und gut geführte Diskussion über das Hauptthema. In diesem Zusammenhang waren die Ausführungen der Modelleisenbahnfreunde Windischeschenbach sehr aufschlussreich, die mit 15 Jugendlichen eine besonders starke Jugendgruppe haben. Ebenso Westerstetten mit 9 Jugendlichen. Fazit der Diskussion: In den Vereinen ist das Denkschema zu ändern, da es ohne Jugendliche und Frauen für die Vereine keine Zukunft mehr geben wird. Es ist bei einigen Mitgliedern immer noch tief verwurzelt, dass Modellbahn nur Männersache sei. 
Es sind alle Möglichkeiten durch Aktivitäten mit Schulen, Kindergärten und auch Betrieben (Betriebsfreizeitgruppen) auszunutzen um für das Hobby Modellbahn zu werben. Der BDEF unterstützt die Vereine mit Unterlagen über Modellbahn in Schulen und Vorlagen für Vorträge vor interessierten Lehrern. Der Vortrag des BDEF-Vorsitzenden vor Pädagogen auf der Messe Leipzig wird entsprechend umgeschrieben und kann von den Vereinen angefordert werden (PowerPoint-Präsentation). 
Der BDEF Vorsitzende informierte noch über den bevorstehenden Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der DEVK, der JEDEM Mitglied des BDEF Vorteile beim Abschluss von Versicherungen für die Modelleisenbahn, wie auch im privaten Bereich bringen wird. Die Verhandlungen sind im Endstadium und sollten bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein. Nach dem offiziellen Treffen wurde noch die Segmentanlage der MBF Senden – die sich schon im Dachgeschoss des Möbelhauses befindet – besichtigt.
Bei Kaffee und Kuchen endete ein von den Modelleisenbahnfreunden Senden hervorragend geplantes und ausgerichtetes Regionaltreffen. Leider ließ die Beteiligung mit nur neun Vereinen etwas zu wünschen übrig. Schade, dass so wenige Vereine die direkte Möglichkeit nutzen, sich mit dem BDEF und mit Vereinen aus der Region auszutauschen.
Das Regionaltreffen Süd 2009 findet bei der Modellbahn-Interessengemeinschaft Augsburg MIGA statt.

Regionaltreffen Südwest in Trossingen

Bei strahlendem Herbstwetter trafen sich am 18. Oktober Mitgliedvereinigungen aus der Region Südwest in den Räumen des Vereins der Modelleisenbahnfreunde am oberen Neckar e.V. in Trossingen. 
Der Vorsitzende Jürgen Hauser stellte den angereisten Vertretern das Clubheim und die im Aufbau befindliche H0-Anlage vor. Alle waren beeindruckt von der Leistung des Vereins in den letzten Jahren nach dem Umzug aus dem Bahnhof.
Danach besichtigten wir das kleine aber sehr feine Museum der Trossinger Eisenbahn, der kleinsten Eisenbahngesellschaft in Deutschland, die mit einer Streckenlänge von 4,2 km seit 1898 im Betrieb ist. Mehr Informationen im Internet unter http://www.trossinger-eisenbahn.de .
Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir uns in den Räumen der Trossinger Stadtwerke zum Treffen versammeln. Nach der Vorstellung der einzelnen Vereine und ihrer Tätigkeiten war in der Diskussion eigentlich nur ein Thema vorherrschend: Wie kommt es, dass einige Vereine sehr gute, aktive Jugendgruppen haben und andere nicht. Es stellte sich heraus, dass jene Vereine Erfolg mit Jugendlichen haben, welche die Jugendlichen eigene Anlagen oder Module bauen lassen und die Betreuer nicht zu alt sind. Der Konsens ging dahin, dass der BDEF Mitglieder- und Nachwuchswerbung als erste Priorität behandeln soll. Nachdem dieses Thema erschöpfend behandelt worden ist, kamen noch mehrere Fragen zu den Versicherungen, deren Beantwortung zum allgemeinen Verständnis der Komplexität dieses Themas beitrug und einige Missverständnisse ausräumen konnte.
Das Regionaltreffen Südwest 2009 wird in Wurmlingen bei den Eisenbahnfreunden Tuttlingen e.V. stattfinden.

Regionaltreffen Nord in Bremerhaven

Reinhard Müller, Vorsitzender des MEC Bremerhaven begrüßte die 32 Teilnehmer aus 10 Vereinen zum Regionaltreffen Nord am 25. Oktober in Bremerhaven. Nach der kurzen Begrüßung übernahm Wolfgang Schacht das Wort mit einem Nachruf für den am 18. Oktober plötzlich und unerwartet verstorbenen Klaus Kurpiers. In einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer unserem Freund und stellvertretenden BDEF-Vorsitzenden. Anschließend übergab Wolfgang Schacht das Wort an Heidi Wolf, die als Referentin des Arbeitskreis Frauen stellvertretend für Klaus Kurpiers den BDEF-Vorstand beim Treffen vertrat. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung wurde das Thema „Nachwuchs, Jugend und Frauen“ als Leitthema für das kommende Jahr vorgestellt.
Aufgrund der Tatsache, dass sehr viele Vereine über zu wenig Nachwuchs klagen, wurde eine sehr belebte Diskussion geführt. Alle anwesenden Vereine vertraten die Ansicht, dass es einen großen Bedarf gibt, die Jugendarbeit zu forcieren. Auch die Initiative mehr aktive Frauen für unser Hobby zu gewinnen wurde uneingeschränkt begrüßt.. Die Eisenbahnfreunde Friesland und der MEC Bremen konnten von Erfahrungen im Bereich der Jugendarbeit berichten. Während der MEC Bremen mit Workshops erfolgreich für Nachwuchs aus der Jugend wirbt, unterhält der MEC Friesland an einer Wilhelmshavener Schule eine Modellbahn AG.
Wie auch das Junior College des BDEF zeigt, sind es häufig die Mütter, die dort mit ihren Jungen und Mädchen begeistert teilnehmen. „Heute gelangen die Jugendlichen nicht über ihre Väter zum Hobby Modellbahn. Vielmehr sind es die Mütter, die ihre Kinder zu solchen „Events“ begleiten. Dies verbirgt ein großes Potential für einen Möglichen Nachwuchs für unser Hobby. Durch die Jugend kommen die Mütter und durch die Mütter die Jugend in die Vereine“, so Heidi Wolf. Diese Einschätzung wurde von vielen Teilnehmern geteilt.
Den Vereinen ist es ein großes Anliegen, mehr für den Nachwuchs zu unternehmen und dabei intensiv mit dem BDEF zusammen zu arbeiten.

Regionaltreffen West in Lage 

Das Regionaltreffen West 2008 fand am 25. Oktober im Ziegeleimuseum Lage statt. In dieser „Filiale“ des Westfälischen Industrie Museum betreuen die Eisenbahnfreunde Lage/Lippe (EFL) die zugehörige Feldbahn. Leider hatten außer den Mitgliedern der EFL nur zwölf Eisenbahnfreunde von neun Vereinen den Weg dorthin gefunden. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Uwe Genz erhielten sie von Heinz Beermann eine Führung durch das Museum, das anschaulich die handwerkliche Produktion von Ziegelsteinen darstellt. Den krönenden Abschluss bildete dann eine Fahrt mit der Feldbahn zum Gelände der ehemaligen Tongrube. Zum Mittagessen kamen die Teilnehmer in einem Raum des Museums zusammen. Vor der anschließenden Gesprächsrunde gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der Verstorbenen des Verbandes. Namentlich genannt wurden der Stellvertretende BDEF-Vorsitzende Klaus Kurpiers und Heribert Schmitz vom MEC Neuß. 
Zu Beginn der Diskussion stellten die EFL ihre Jugendarbeit vor. Dabei stellte Hans-Jörg Horn, Leiter der Jugendgruppe der EFL, fest, es gäbe keinen Mangel an jugendlichen Interessenten, eher einen Mangel an Betreuern. Dabei ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen selbstständiges Arbeiten an eigenen Projekten zuzugestehen und ihnen Anerkennung zu gewähren. In dieser Hinsicht gibt es bei den EF Lage Kontinuität seit 30 Jahren. Die intensive Jugendarbeit birgt aber auch Nachteile: Sie bindet beispielsweise Kapazitäten, die anderen Projekten verloren gehen. 
Zu den Aktivitäten des Verbandes fiel Kritik an der Effektivität und Außendarstellung des Arbeitskreises Verkehrspolitik. Für den Verbandstag wurde der Wunsch nach Kombination der verkehrspolitischen Fahrt mit dem verkehrspolitischen Forum geäußert. Zu einem Dauerbrenner hat sich die Raumnot vieler Vereine entwickelt. Der Wunsch an den Verband nach einem Vorschlag zur Hilfe bei der Lösung dieser Probleme kann leider nicht erfüllt werden. Einziger Vorschlag bleibt, sich von der Bahn weg zu den Kommunen zu orientieren. 
Zum Schluss luden die EFL die Teilnehmer des Treffens zur Besichtigung ihrer Räume im (privaten) Bahnhof Lage ein. 
Herzlichen Dank an die Lipper Eisenbahnfreunde für eine sorgfältige Vorbereitung und Gestaltung dieses Treffens.

zurück zum INHALT

Änderungen bei der Messe Sinsheim 

Die Messe Sinsheim GmbH wird in Sinsheim zukünftig nur noch auf 10.000 qm Hallenfläche agieren. Die Hallen 1 bis 5 werden neuen Verwendungen zugeführt; die Halle 6 ist Eigentum der Messe Sinsheim und dort werden weiterhin kleine aber feine eigene Messen und publikumswirksame Events veranstaltet. Die Messe Sinsheim GmbH bleibt somit Messeveranstalter und verlegt ihren Schwerpunkt auf die Organisation von Messen an verschiedenen Standorten in Deutschland. Damit ist die Existenz der Messe Sinsheim GmbH als Unternehmen gesichert. Der Firmensitz in Sinsheim und die Arbeitsplätze des Unternehmens bleiben in vollem Umfang erhalten. 
Das Echtdampf-Hallentreffen z.B. wechselt ab 2010 von Sinsheim nach Karlsruhe. Die Vereinbarung hierfür hat eine Laufzeit von zunächst zehn Jahren. Mit dieser neuen Zusammenarbeit setzten beide Messegesellschaften die Empfehlungen des vom baden-württembergischen Wirtschaftsminister Pfister in Auftrag gegebenen aktuellen Messegutachtens für Baden-Württemberg um, das angesichts des weltweiten Wettbewerbsdrucks dringend eine stärkere Zusammenarbeit der Messestandorte in Baden-Württemberg empfiehlt.
Neben der Faszination Motorrad und dem Echtdampf-Hallentreffen plant die Schall-Gruppe, zu der die Messe Sinsheim GmbH zählt, weitere Messen zukünftig in Karlsruhe durchzuführen und gemeinsam mit der KMK neue Themen für den Standort Karlsruhe zu entwickeln.
Einer FERPRESS-Mitteilung ist zudem zu entnehmen, dass die beliebte Frühjahrsmesse „Faszination Modellbau Sinsheim“ der Schall-Gruppe – nach ihrer letzten Veranstaltung im Frühjahr 2009 in Sinsheim – überraschend an den neuen Standort auf der Neuen Messe in Stuttgart umziehen wird. Wie auf Anfrage die Messe Sinsheim GmbH bestätigte, werde diese Veranstaltung ab 2010 jährlich in Stuttgart durchgeführt.
Ob die für 2009 anstelle von München in Stuttgart geplante „Internationale Modellbahn-Ausstellung“ unter diesen Umständen in Stuttgart stattfindet, ist noch offen. Fest steht, dass Köln auch weiterhin alle zwei Jahre die Messe „Modellbahn“ beherbergen wird.

zurück zum INHALT

Änderungen bei „Eisenbahn-Romantik“ 

Die beliebte und absolut führende Fernsehreihe „Eisenbahn-Romantik“ unter Leitung von Hagen von Ortloff wird sich in Zukunft den Sendeplatz mit der Sendereihe „Rasthaus“ teilen müssen. Diese Entscheidung der SWR-Geschäftsleitung bedeutet, dass nur noch in den Winter- und in den Sommermonaten neue Folgen von Eisenbahn-Romantik ausgestrahlt werden.
Die Schemaumstellung trat zum 13. Oktober 2008 in Kraft. Eisenbahn-Romantik und Rasthaus werden dann in Staffeln ausgestrahlt. Die Monate Dezember bis Februar sind Eisenbahn-Romantik vorbehalten, März bis Mai und September bis November sind die „Rasthaus-Monate“. Im Sommer, von Juni bis August, laufen weitere neue Folgen von Eisenbahn-Romantik. Sendebeginn ist jeweils 16 Uhr. Von Mitte Oktober bis Mitte November 2008 wurde bereits das Rasthaus ausgestrahlt, seit dem 23. November ist nun Eisenbahn-Romantik am Zug.
Das Eisenbahn-Romantik Team produziert seit knapp 18 Jahren diese Sendereihe mit großem Engagement und viel Herzblut. Die Resonanz der Zuschauer zeigt, dass Eisenbahn-Romantik eine der bekannten Marken des SWR ist, die in ganz Deutschland und im angrenzenden Ausland sehr viele Freunde und einen guten Namen hat.
Wir bedauern diese Entscheidung der Fernsehanstalt sehr, da damit die umfassendste Spezialsendung für unser Hobby praktisch halbiert wird.
Die Redaktion Eisenbahn-Romantik hat sich beim Sender in aller Deutlichkeit gegen die Kürzung und gegen die Zusammenlegung mit einer anderen Sendereihe ausgesprochen. Der BDEF schließt sich diesem Widerspruch vorbehaltlos an.

zurück zum INHALT
© BDEF 2008
Letzte Änderung: 16. Februar 2009 (GB)