BDEF - REPORT

Der BDEF-REPORT  4/2008 in Ausschnitten:

Sie können den BDEF-REPORT (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 40.- Euro erhalten Sie neben dem REPORT und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
Fragen Sie bei unserer Geschäftsstelle nach einer "Einzelmitgliedschaft"! 

Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Reisen mit der Bahn — Das Buch „senk ju vor träweling“

REGIONALTREFFEN 2008

Ein altes Herz hat aufgehört zu schlagen

modell-hobby-spiel Leipzig

25 Jahre Modelleisenbahnclub Bremerhaven e.V.

Zwei, die man nicht vergessen sollte! GEMA und GEZ

25 Jahre Modelleisenbahnverein Lehrte e.V.

Jubiläumslok „850 Jahre München“

Der Versicherungsbeauftragte informiert

70 Jahre Wagenbetriebswerk München-Pasing

Große Modellbahnschau in Königslutter

60 Jahre „MIGA“

Neu im BDEF-Shop

Förderertreffen der Allianz pro Schiene

HERPA-Sommerfest mit Besucherrekord

Ratgeber Landschaftsbau (NOCH)

20 Jahre Viessmann Modellspielwaren GmbH

Editorial

Liebe Eisenbahn- und Modellbahnfreunde und -freundinnen!

Wenn Sie diesen REPORT in den Händen haben sind die berühmten 100 Tage seit meiner Wahl zum Vorsitzenden des BDEF fast verstrichen und es ist schon mal an der Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen und vor allem in die Zukunft zu schauen. Die erste Erkenntnis ist ganz einfach. Der BDEF steht gut da und fast alle seine einzelnen Glieder arbeiten sehr gut. Leider muss ich das Wort „fast alle“ benützen, denn wir haben ein großes Sorgenkind in der Organisation. Dies ist leider der Arbeitskreis Verkehrspolitik (AKV). Seit einigen Jahren dümpelt dieses so wichtige Standbein des BDEF vor sich hin und meinem Vorgänger ist es – trotz intensiver Anstrengungen – nicht gelungen einen Referenten zu finden. Hier sind die Eisenbahnfreunde gefordert sich in ihren Reihen umzusehen und auch ihren Beitrag zu leisten. Unser stellvertretender Vorsitzender Klaus Kurpiers wird sich intensiv um dieses Problem kümmern und ist Ansprechpartner im Vorstand für den AKV. Es wäre sehr schön, wenn ich in den nächsten Monaten einen Referenten für diesen Arbeitskreis ernennen könnte.
Keine Probleme gibt es in den anderen Arbeitskreisen und die Fortschritte – wenn auch wie erwartet langsam aber stetig – im Arbeitskreis Frauen (AKF) lassen für die Zukunft auf eine sehr positive Entwicklung schließen. Doch ich möchte nochmals alle Vereine bitten, sich dieses Themas intensiv anzunehmen. Mehr Werbung und Aktivität in dieser Richtung hilft auch zurückgehenden Mitgliederzahlen in den Vereinen entgegenzuwirken. Wir haben ein herrliches Poster für die Werbung entwickelt und es kann über den BDEF-Shop bestellt werden. Dies ist eine gute Möglichkeit, interessierte Frauen bei Ausstellungen und anderen öffentlichen Tätigkeiten der Vereine für unser Hobby zu gewinnen. Ebenso bietet der AKF die Möglichkeit Aktionstage oder wie es auf „Neudeutsch“ heißt „Workshops“ in den Vereinen zu organisieren. Wenden Sie sich bitte deswegen an unsere Referentin Heidi Wolf. Der erste in Lippstadt abgehaltene Workshop war ein echter Erfolg.
Nach einigen Jahren des Darbens konnten wir auch wieder zwei vakante Referentenstellen besetzen. Gerhard Bayer hat sich – und das freut mich sehr, denn einen Besseren konnten wir nicht finden – bereiterklärt das Pressereferat zu übernehmen. Dieter Hohmann bekleidet ab sofort das Referat für Jugendarbeit und Junior College. Das Junior College® entwickelt sich zu einer sehr guten Werbeeinrichtung für die Nachwuchsgewinnung und etabliert sich zunehmend als wichtiger Bestandteil der Messeauftritte.
Im Bereich der Messeteilnahmen haben wir unsere Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Es wäre sowohl aus finanzieller Hinsicht, aber noch mehr aus Zeitgründen gar nicht möglich noch mehr Messetermine wahrzunehmen. Die bisher besuchten Messen werden wir jedoch ohne Einschränkungen weiter besuchen. Doch wir wollen auch unsere Vereine bei ihren öffentlichen Auftritten unterstützen. Unser Messereferent ist dabei einen „kleinen Ausstellungstand des BDEF“ vorzubereiten, der leicht verschickt werden kann, so dass ein in der Nähe befindliches Vorstandsmitglied den BDEF bei Ausstellungen und anderen Aktivitäten der Mitgliedsvereine oder Fördermitglieder auch repräsentativ vertreten kann. Dazu müssen wir natürlich so früh wie möglich die Termine für größere Ausstellungen erfahren um diese Einsätze zu koordinieren.
In Regionaltreffen und anderen Zusammenkünften wurde von unseren Mitgliedsvereinen vereinzelt ein Kritikpunkt genannt: Die fehlende Nähe des Vorstandes zu den Mitgliedsvereinen. Diesen Kritikpunkt nehmen wir im Vorstand sehr ernst und wir werden alles tun, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Doch ich bitte auch die Vereine daran zu denken, dass diese Zusammenarbeit auf Gegenseitigkeit beruht. Der gesamte Vorstand arbeitet ehrenhalber und ohne eine Aufwandsentschädigung für die eingesetzte Zeit. Diese Zeit ist – wie es sicherlich jeder ehrenamtliche Funktionär in jedem Verein selber kennt – beschränkt, denn wir haben alle zum Teil noch einen Beruf aber zumindest haben alle eine Familie und die fordert auch ihr Recht. Deshalb bitte ich alle Mitgliedsvereine dringend darum, Termine bei denen die Anwesenheit eines Vorstandsmitgliedes des BDEF gewünscht wird, rechtzeitig an den Vorsitzenden oder die Geschäftsstelle zu melden. Dann können wir im Vorstand koordinieren wer den Termin wahrnehmen wird. Im Regelfall wird diesen Termin das am Nächsten wohnende Mitglied des geschäftsführenden Vorstands wahrnehmen und nur in Ausnahmefällen werden wir einen Vertreter des erweiterten Vorstandes entsenden. Also sind Sie bitte nicht enttäuscht, wenn nicht immer der Vorsitzende oder ein Stellvertreter kommen kann. Auch bei den Reisekosten steht kostenbewusstes Handeln grundsätzlich an erster Stelle.
Bitte seien Sie versichert, der Vorstand des BDEF schwebt nicht in unzugänglichen Höhen, sondern wir sind „fast“ immer für Sie ansprechbar. Sei es über Telefon, Briefe oder E-Mail und natürlich erst recht auf Messen. Dort sind wir hauptsächlich für unsere Mitglieder. Also auch wenn es so aussieht als wenn wir in intensiven Gesprächen vertieft sind, zögern Sie bitte nicht den Nächsten mit einem BDEF-Namensschild anzusprechen. Wenn er/sie nicht sofort Zeit hat, dann wird er/sie sich so schnell wie möglich Ihres Anliegens annehmen. Sollte es doch wider Erwarten einmal vorkommen, dass Sie Grund zur Beanstandung haben, dann wenden Sie sich bitte direkt an mich. Entweder noch auf der Messe oder hinterher. Aber bitte notieren Sie sich den Namen dessen, der Sie nicht korrekt behandelt hat. Nur so ist es uns möglich den Service für unsere Mitglieder zu verbessern. 
In diesem Sinne hoffe ich weiterhin auf vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ihr

Peter Briegel
Vorsitzender des BDEF

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REGIONALTREFFEN 2008

Traditionsgemäß finden im Herbst die Regionaltreffen des BDEF statt. Diese Regionaltreffen bieten den Teilnehmern in „privaterer“ Atmosphäre die Möglichkeit, dem BDEF-Vorstand und den Clubs aus der Region ihre Ideen, Wünsche und Probleme darzulegen. Gerne nutzen viele auch die Möglichkeit, sich mit den Clubs aus der gleichen Region über spezifische Themen dieser Region zu unterhalten. 
Alle ausrichtenden Clubs bieten – abgestimmt auf die örtlichen Gegebenheiten – attraktive Rahmenprogramme an und passende Räumlichkeiten für die eigentlichen Gespräche. 
Versäumen Sie nicht, an diesen Regionaltreffen teilzunehmen! Zeigen Sie, dass Sie als Mitglied im BDEF Teil einer starken Gemeinschaft sind – genau gesagt der stärksten in Europa ! Wir freuen uns, Sie in großer Zahl auf den diesjährigen Regionaltreffen wiederzusehen.

11.10.2008: Regionaltreffen SÜD in Senden
Gastgeber: Modellbahnfreunde Senden e.V.,
11.10.2008: Regionaltreffen OST in Berlin 
Gastgeber: Pro Sport Berlin 24, Modellbahn-
abteilung
18.10.2008: Regionaltreffen SÜDWEST in Trossingen 
Gastgeber: Verein der Modelleisenbahnfreunde am oberen Neckar e.V.
25.10.2008: Regionaltreffen NORD in Bremerhaven 
Gastgeber: Modelleisenbahn-Club Bremerhaven e.V.,
25.10.2008: Regionaltreffen WEST in Lage/Lippe 
Gastgeber: Eisenbahnfreunde Lippe e.V.

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„modell - hobby - spiel“ 
Leipzig, 3. – 5. Okt. 2008

Für die Messe „modell-hobby-spiel“ vom 30. September bis 3. Oktober in Leipzig konnte der BDEF wieder eine attraktive Vergünstigung für seine Mitglieder verabreden. Durch das Entgegenkommen der Messeleitung wird bei Vorlage des gültigen BDEF-Ausweises an den Kassen eine Ermäßigung der Tageskarte von 9,-- auf 6,50 Euro gewährt. 
Gegenüber einer Lösung mit Gutscheinen hat dieses Verfahren den Vorteil, dass viele Mitglieder eines Vereins die Vergünstigung wahrnehmen können. 
Die modell-hobby-spiel wird 2008 zum 13. Mal veranstaltet und ist auch in diesem Jahr Treffpunkt für Modelleisenbahn-Begeisterte aus ganz Deutschland und Europa.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. stellen Modelleisenbahn-Clubs aus Deutschland, Polen und weiteren Europäischen Ländern detailgetreu gestaltete Anlagen zur Schau. 

Für die Modellbahn-Jugend wird wieder das bekannte „Junior College Europa®“, bei dem Kinder und Jugendliche spielerisch an das Hobby herangeführt werden, von unseren Freunden der Sächsischen Modellbahner Vereinigung SMV in Zusammenarbeit mit dem BDEF organisiert und betreut.

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Zwei, die man nicht vergessen sollte!

GEMA und GEZ – zwei Gebührenbereiche, die im Vereinsleben nicht vergessen werden dürfen. Als kleine Hilfe bieten wir Ihnen die nachstehenden Beiträge:

GEMA
Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte

Die Interessen und Rechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlegern, also Musikurhebern, werden von der GEMA vertreten. Sie verfügt nahezu über das gesamte Musikrepertoire der Welt, da sie durch Verträge mit ähnlichen Gesellschaften im Ausland auch die Rechte ausländischer Musikurheber vertritt.
Unabhängig davon welche Musik öffentlich (oder im privaten Kreis ab 30 Personen) läuft, unabhängig davon wer diese Musik aufführt, die GEMA kann die betreffende Veranstaltung mit Ihren fest geregelten Vergütungssätzen belegen. Rechtlich abgestützt ist dies über das Urheberrechtsgesetz (§§ 97 und 106).
Für die Forderungen der GEMA haftet nicht nur der Verein §§ 31, 831 BGB, sondern auch der Verein und der Vereinsvorstand gesamtschuldnerisch nach §§ 840 BGB.
Wurde es versäumt die GEMA mit einzukalkulieren, können Veranstaltungen von Vereinen zu einem finanziellen Problem werden.
Die Kriterien für die Bemessung der Gebühren sind z.B. die Raumgröße, die Höhe des Eintrittspreises, sowie Art und Dauer der Veranstaltung.
Das Gebührenwerk der GEMA ist sehr umfangreich, so gibt es unterschiedliche Vergütungssätze für Tonfilm, Rundfunk, Fernsehen, Videos, ernste Musik, Unterhaltungsmusik, Musikeinlagen in Bühnenwerken und Bühnenmusik (Kabarett, Theater, Kleinkunst), Wiedergabe von Tonträgern in Kursen etc. Selbst für die Wartemusik in Telefonanlagen (music-on-hold) gibt es Gebührentabellen.
Die Vergütungspflicht entfällt für Veranstaltungen der Jugendhilfe, der Sozialhilfe, der Alten- und Wohlfahrtspflege, der Gefangenenbetreuung sowie für Schulveranstaltungen, sofern sie nach ihrer sozialen oder erzieherischen Zweckbestimmung nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen zugänglich sind. Dies gilt nicht, wenn die Veranstaltung dem Erwerbszweck dient (§ 52).
Anmeldung GEMA vergessen?
Kommt die GEMA dahinter (über Pressemeldungen/Anzeigen u.ä.), dass die Anmeldung der Veranstaltung bei der GEMA vergessen wurde, darf sie die doppelte Vergütung verlangen. Bei einer erstmaligen Nichtanmeldung einer Veranstaltung von Vereinen, Altenclubs und anderen sozial engagierten Organisationen verzichtet die GEMA aus Kulanz meist auf die Verdoppelung des Normaltarifs. Diese Regelung gilt allerdings nicht im Wiederholungsfalle.
Auf Messen und Ausstellungen finden sich häufig Kontrolleure, die nach unangemeldeten Videovorführungen suchen!
Details zu den Gebühren, zur Anmeldeprozedur und zu weiteren Verpflichtungen finden sich im Internet unter www.gema.de .

Diese Information basiert auf einer Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft eingetragener Vereine (AGEV) – www.agev.info 

GEZ
Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten)

Manche unserer Mitgliedsvereinigungen haben in ihren Clubräumen die Möglichkeit geschaffen, Eisenbahnvideos anzusehen. Oft ist auch ein Radiogerät vorhanden, da man ja in der Lage sein möchte, auch während der Clubabende eventuell wichtige Nachrichten zu hören.
Mehrfach haben diese Situationen zu Streitigkeiten mit der GEZ, der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, geführt, die absolut kein Pardon kennt, wenn es um die „Rundfunkgebühren“ geht. Auch die logische Begründung, dass die im Club anwesenden Personen ja zuhause eine Rundfunkanmeldung haben, die zum Empfang berechtigt, und man anstelle von zuhause nun nur im Club das Gleiche hört oder ansieht, findet bei der GEZ kein Verständnis. Auch die Argumentation, dass man im Club wöchentlich nur 3 oder 4 Stunden sei und dafür dann wohl nicht die vollen Gebühren fällig werden könnten, verpufft bei der GEZ völlig. Die Rundfunkgebühren sind fällig. Auch wenn im Vereinsheim ein (funktionsfähiges) Radiogerät nur steht, das nachweislich NIE genutzt wird – das Gerät wird in der Terminologie der GEZ „bereitgehalten“ und ist damit gebührenpflichtig.
Es geht noch schlimmer: Ein Verein hat in seinem Heim in einem Raum einen CD-Player. Als Verstärker wird ein Radio verwendet. Und damit die Kollegen im anderen Anlagenraum auch ein wenig Musikberieselung erhalten sind dort noch zwei Lautsprecher aufgestellt. Gebührenpflicht? Selbstverständlich ja, und zwar für den Radio und für die Lautsprecher im zweiten Raum!!!

Um zu verdeutlichen, dass hier keine Märchen erzählt werden, im Folgenden einige relevante Absätze aus den Originalinformationen der GEZ:

„In Deutschland gibt es eine gesetzliche Gebührenpflicht für den Empfang von Rundfunksendungen: Nach der gesetzlichen Definition ist derjenige Rundfunkteilnehmer, der ein Rundfunkgerät zum Empfang bereithält. Für das Autoradio gilt derjenige als Rundfunkteilnehmer, auf den das Kraftfahrzeug zugelassen ist. 
Rundfunkempfangsgeräte sind alle Geräte, mit denen Rundfunkprogramme (Radio- oder Fernsehprogramme) unabhängig vom Empfangsweg empfangen oder aufgezeichnet werden können.
Dazu gehören neben herkömmlichen Radios und Fernsehgeräten (unter anderem Radiowecker, Autoradios, Navigationsgeräte mit Empfangsteil, Mobiltelefone mit Rundfunkempfangsteil, PCs mit Radio- oder Fernsehkarte, DVD-/Video-Rekorder mit Empfangsteil) auch neuartige Rundfunkgeräte (zum Beispiel Rechner, die Rundfunkprogramme ausschließlich über Angebote aus dem Internet wiedergeben können, PDA und Mobiltelefone mit UMTS- oder Internetanbindung).
Ebenso gebührenpflichtig sind an Radios und Fernsehgeräte angeschlossene Lautsprecher oder Monitore, wenn sie als gesonderte Hör- oder Sehstellen betrieben werden.
Was bedeutet „zum Empfang bereithalten“?
Rundfunkgeräte werden dann zum Empfang bereitgehalten, wenn der Rundfunkempfang ohne erheblichen technischen Aufwand möglich ist. Dabei kommt es nicht darauf an, ob und in welchem Umfang Sie Ihr Rundfunkgerät tatsächlich nutzen. Es spielt auch keine Rolle, auf welche Art der Empfang der Sendungen zu Stande kommt (Antenne, Kabel, Satellit, DVB-T oder aus dem Internet) und ob Leistungen öffentlich-rechtlicher oder privater Programmanbieter genutzt werden.
Was sind „neuartige Rundfunkgeräte“?
Unter dem Begriff „neuartige Rundfunkgeräte“ sind – im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Rundfunkgeräten – solche Geräte zu verstehen, mit denen ohne Rundfunkempfangsteil und unabhängig vom Empfangsweg Rundfunkprogramme empfangen werden können. Dies sind zum Beispiel Rechner, die Angebote aus dem Internet wiedergeben können, PDA (Personal Digital Assistant) und Mobiltelefone mit UMTS- oder Internetanbindung.
Gebührenpflicht für „neuartige Rundfunkgeräte“
Der neunte Änderungsstaatsvertrag vom 31.7. bis 10.10.2006 zum Staatsvertrag im vereinten Deutschland regelt in Art. 4, § 11 Abs. 2 die Frage der Gebührenpflicht von Internet-PCs. Danach ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Internet-PCs zum Empfang von Rundfunksendungen geeignet sind. Dennoch erwächst daraus für die Internet-Nutzer keine unmittelbare Gebührenpflicht. Ist der PC jedoch mit einer TV-/Radio-Karte ausgerüstet, ist das Gerät – unabhängig von einem Internet-Zugang – grundsätzlich anmelde- und gebührenpflichtig, da die TV-/Radio-Karte ein Rundfunkempfangsteil und der PC somit ein Rundfunkempfangsgerät ist.
Ich nutze mein Fernsehgerät nur zum Anschauen von DVDs und Videos. Muss ich mein Fernsehgerät trotzdem bei der GEZ anmelden?
GEZ: Ja. Die Anmelde- und Gebührenpflicht ist an das Bereithalten eines Rundfunkgeräts geknüpft, unabhängig davon, ob die Leistungen der Rundfunkanbieter genutzt werden.
Ich habe ein Rundfunkgerät an meinem Arbeitsplatz stehen. Muss ich das Rundfunkgerät anmelden und Gebühren zahlen, obwohl ich für die Geräte in meiner Wohnung bereits Gebühren entrichte? 
GEZ: Ja. Für Ihr Rundfunkgerät am Arbeitsplatz besteht Anmelde- und Gebührenpflicht, unabhängig von den bereits in Ihrer Privatwohnung angemeldeten Geräten. Das gilt auch, wenn Sie das Gerät nur ab und zu an Ihren Arbeitsplatz mitnehmen.
Wir haben eine Rundfunkempfangsanlage. Daran sind mehrere Monitore / Lautsprecher angeschlossen. Wie viele Rundfunkgeräte müssen von uns angemeldet werden?
GEZ: Es besteht Gebührenpflicht für die Rundfunkempfangsanlage und zusätzlich für die an Radios und Fernsehgeräte angeschlossenen Lautsprecher und Monitore, wenn sie als gesonderte Hör- oder Sehstelle betrieben werden. Selbstständige Bedeutung haben Lautsprecher, die in verschiedenen Räumen installiert sind – z. B. im Falle von mehreren Kantinenräumen –, da die Reichweite der Lautsprecher auf die einzelnen Räume beschränkt ist. In einem Raum können jedoch auch mehrere Lautsprecher eine selbständige Bedeutung haben, wenn z.B. nur dadurch eine angemessene Beschallung des gesamten Raumes erreicht werden kann. In diesen Fällen ist jeder Lautsprecher einzeln gebührenpflichtig. Allerdings gelten mehrere Lautsprecher nur dann als ein einziges Rundfunkgerät, wenn sie zur Verbesserung oder Verstärkung des Empfangs einander zugeordnet sind und damit eine einheitliche Hörstelle bilden (z. B. Stereoanlage).

Mit diesen Informationen versteht man den „Werbespruch“ der GEZ nun sichtlich besser, der da heißt:„Schon GEZahlt?“

Details zu den Gebühren, zur Anmeldeprozedur und zu weiteren Verpflichtungen finden sich im Internet unter www.gez.de .

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Jubiläumslok „850 Jahre München“

30. Mai 2008, Hauptbahnhof München, Gleis 17, 09:45 Uhr. Der Bahnsteig ist abgesperrt, freundliche DB AG-Hostessen fragen neugierig nach dem Namen!! Auf der elektronischen Anzeigentafel steht: 10:45 RE 32087 Sonderzug „850 Jahre München“. Hier bin ich also richtig!
Auch die Deutsche Bahn AG hat für das Jubiläum 850 Jahre München der Stadt ein Geschenk machen wollen und hat deshalb heute Ehrengäste und Pressevertreter zur Übergabe an den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude eingeladen. Am Gleis 17 steht ein außer-gewöhnlicher 4-Wagenzug mit einer Ellok der BR 111 an der Spitze, die aber noch durch eine graue, seitliche Abdeckung „verhüllt“ ist. Ein Glas Sekt zur Begrüßung lässt die ohnehin schon heißen 28° noch wärmer fühlen und die gute Stimmung steigen. 

Langsam sammeln sich die Geladenen um ein Podest mit Mikrofon, der OB erscheint mit der entsprechenden Begleitung der DB AG-Oberen. Der Kaufmännische Geschäftsleiter und Sprecher DB Regio Oberbayern, Christoph Grimm, begrüßt als Gastgeber dieses Festaktes mit einer kurzen, humorvollen Rede die Anwesenden. Dann bedankt sich der „Empfänger“ des Jubiläumsgeschenkes, der Oberbürgermeister der Stadt München, Christian Ude, für den Botschafter auf Schienen als attraktiven Beitrag der DB AG zum Gelingen des Jubelfestes. Anschließend erinnert Klaus-Dieter Josel, der Konzernbevollmächtigte der DB AG für Bayern, an die langen und vielfältigen Beziehungen zwischen der Bahn und Bayern und ganz besonders zu München. 


Mit einem Tusch der anwesenden Blaskappelle wurde jetzt gemeinsam von Christian Ude, Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel und dem Vorsitzenden der Regionalleitung DB Regio Oberbayern, Norbert Klimt, die Lokomotive enthüllt. Zum Vorschein kam ein von allen Anwesenden als gelungen bewerteter Werbeträger für die Stadt München. 
Diese Stadt ist auch der Geburtsort der Jubiläumslok, denn 1976 wurde das heutige „Arbeitstier“ von Regio Oberbayern bei dem traditionsreichen Lokomotivhersteller Krauss-Maffei gebaut. Die 111 027-9 trägt auf einem silbernen Untergrund mit blauer Schrift bzw. Zeichnung auf beiden Seiten das Bild des Münchner Kindls und die Silhouette der Stadt mit den Türmen der Frauenkirche sowie das offizielle Logo des Stadtgeburtstages, das goldene Herz mit der Zahl 850. DB Regio Bayern wird die Lokomotive in den kommenden Monaten in ganz Bayern einsetzen, um die Botschaft des Stadtgeburtstages zu verbreiten.
Am Führerstand, jeweils in Fahrtrichtung links, prangt das Logo von ROCO, der Modelleisenbahn GmbH. Der Modellbahnhersteller hat die Lackierung der „Werbelok“ gesponsert und sich gleichzeitig die Lizenz für eine gelungene Nachbildung im Modell gesichert. Unter der Artikelnummer 63695 (=) UVP 178,- €, 69695 (~) UVP 217,- € wird das Modell in einer limitierten Auflage von 1200 Stück im Herbst beim Fachhandel zu erwerben sein.

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70 Jahre Wagenbetriebswerk München-Pasing

Im Anschluss an die festliche Enthüllung der Münchner „Jubiläumslok“ wurden die anwesenden Gäste und die Presse eingeladen, in dem „Sonderzug“ Platz zu nehmen und sich zu einer geführten Besichtigung der größten Werkstatt für Reisezugwagen nach München-Pasing fahren zu lassen. Die Besonderheit dieses einmalig zusammengestellten Sonderzuges war nicht nur die soeben enthüllte 111er, sondern die von vier unterschiedlichen Eigentümern gestellten Wagen als Gruß an München. In der Folge eingereiht waren ein IC-Restaurant WRmz 134.1 (61 80 88-90500-4) der DB AG, ein direkt aus der Revision (21.5.08) entsandter Restaurantwagen WRm (61 85 88-94113-7) der SBB, ein „Konferenzwagen“ ASmz (61 81 89-90100-1) der ÖBB sowie ein Bistrowagen (ehem. Speisewagen der DB) WRmz 135 (61 80 88-94309-6) von Regio DB Südostbayernbahn, frisch lackiert in verkehrsroter Farbe.
Auch die Anfahrt nach Pasing war außergewöhnlich, denn sie führte nicht auf dem direkten Weg dorthin, sondern in „Schleichfahrt“ am für die Öffentlichkeit nicht einsehbaren Teil des Bw1 des Münchener Hauptbahnhofes, dem IC-Werk, über den aufgelassenen Laimer Güterbahnhof, am Bahnhof Pasing vorbei in die Abstellgruppe vor dem Wagenwerk. Dort wurde die Lok an das andere Ende rangiert, ein Rangierdiesel (BR 363) setzte sich vor die Ellok und schob die ganze Garnitur über den stromlosen Bereich in die große Halle. 
Erst hier wurden die gewaltigen Ausmaße dieses Bauwerkes (350 m lang und 70 m breit) sichtbar. Ebenso ausgedehnt sind die dazugehörigen Gleise, von denen 9 direkt in die Halle und durch sie hindurch führen. Untersuchungsgruben (2.600 m), Radsatzsenken, Hebestände, ein Hochregallager für Ersatzteile, Schlosserei, Schreinerei und eine Lehrwerkstatt, eine WC-Werkstatt für geschlossene WC-Anlagen und vieles mehr komplettieren die Werkstatteinrichtung. 

Das Werk mit seinen Außenanlagen war bereits mit einer großartigen Fahrzeugausstellung für den Event am folgenden Tag vorbereitet. 40 nostalgische und moderne sowie internationale Schienenfahrzeuge, z.B. Aussichtswagen des Rheingold, Lok E 44, E 18, E 101 und der neue VT 648 für Nürnberg erwarteten die Besucher. 
Auch Sonderfahrzeuge, wie z.B. eine von deutschlandweit nur zwei vorhandenen Groß-Schneefräsen, die hier in Pasing betreut werden, zeigten sich mit ihren verschiedenen Funktionen. 
Die Unterflur-Drehbank zur „Behandlung“ der unausgebauten, am Fahrzeug befindlichen Radsätze - sozusagen am rollenden Rad - wird auch für ICE, Lokomotiven, Triebwagen, Güter- und Gleisbauzüge etc. angewendet.
Rund 850 Reisezugwagen des Nah- und Fernverkehrs der DB AG sind in Pasing beheimatet, die von 240 Mitarbeitern gewartet, repariert und gereinigt werden. Im Durchschnitt passieren 170 Wagen täglich die Werkstattanlagen. Da dieses Werk erstmals in seiner 70-jährigen Geschichte zur Besichtigung für die Öffentlichkeit geöffnet wurde, bestand großes Interesse bei Eisenbahnliebhabern und solchen, die es erst noch werden möchten. Denn auch für die „Kleinen“ waren entsprechende Attraktionen vorbereitet.
Ein in diesen Tagen herausgegebenes Buch „Bahn-Betriebswerk München –Pasing“ von den Autoren Karl-Heinz Dix und Michael Werner beschreibt die Aufgaben von den Anfängen bis heute, auch mit historischen Fotos bebildert. Erschienen im DiSt-Verlag München, ISBN 978-3-9811659-1-3 zum Preis von 13,80 Euro.

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60 Jahre „MIGA“

Schon viele Jahre vor der Gründung der MIGA trafen sich Modellbahnfreunde, um gegenseitig Erfahrungen und Meinungen über den Bau von Eisenbahn- und Straßenbahnmodellen auszutauschen. Für Bastelmaterial wurden Bezugsquellen ausfindig gemacht, denn es waren ja Kriegs- und erste Nachkriegszeiten, wo es fast nichts zu kaufen gab. So war die eigene Anfertigung der Modelle eine Notwendigkeit. Der Kreis der Interessierten wurde größer und so entschloss man sich am 11. Juni 1948 eine Vereinigung mit dem Namen MODELLBAHN-INTERESSEN-GEMEINSCHAFT AUGSBURG (abgekürzt MIGA) zu gründen.
Noch 1949 trat die MIGA mit Modellen der größeren Spurweiten in Selbstbauweise an die Öffentlichkeit. Gleichfalls 1949 wurde der „Verband Deutscher Modell-Eisenbahn-Clubs“ (VDMEC) gegründet (der 1959 in den BDEF überging), mit der MIGA als Gründungsmitglied mit der Mitgliedsnummer 001.
Bereits bald nach der Gründung entstand der Wunsch, eine eigene Vereinsanlage zu erbauen. Die Voraussetzung hierzu schuf die damalige Bundesbahndirektion (BD) Augsburg, die 1950 Räumlichkeiten im 2. Kellergeschoss zur Verfügung stellte; gleichzeitig bekam der junge Verein eine große Anlagenplatte und Gleismaterial von amerikanischen Modellbahnfreunden geschenkt. Mit Feuereifer begann der Aufbau einer ersten Modellbahnanlage: Ein viergleisiger Bahnhof mit selbstgebauten Weichen und Lichtsignalen auf einer Signalbrücke und Landschaftsgestaltung.

1952 und 1953 wurde auf Einladung des Augsburger Tiergartens jeweils im Herbst an einem Wochenende eine Anlage in Spur I im Freien aufgebaut. Parallel dazu wurde 1954 im neu gebauten Affenhaus – natürlich vor dem Bezug durch die späteren Bewohner – eine Anlage in Spur H0 gezeigt, deren Gleise und Weichen im Selbstbau entstanden waren.
1959 war es dann soweit: In der großen Eingangshalle des Direktionsgebäudes konnte die MIGA ihre erste größere Modellbahnausstellung eröffnen. Gezeigt wurden die neue Vereinsanlage, erweitert durch den Bahnhof eines Mitglieds, und Eisenbahn- und Straßenbahnmodelle in Spur I. Mit ca. 6000 Besuchern war die Ausstellung ein voller Erfolg. Das größte Lob spendete ein 10-jähriger Bub, als er zu seinem Vater sagte: „Die wo des baut ham, san fei a keine blöden Hund.“
Ausstellungen zu machen, wo sich eine Gelegenheit bietet, gehörte von Anfang an zum aktiven Vereinsleben. Daneben gab es immer wieder (bis heute) öffentliche Modellbautage mit praktischer Anleitung zum Anlagenbau, die geradezu von Interessierten überrannt wurden. 
1965 war ein weiterer Höhepunkt die Ausrichtung des BDEF-Bundesverbandstags zusammen mit dem Modelleisenbahnclub München. 600 Eisenbahnfreunde, auch aus dem Ausland, waren für 4 Tage Gäste in Augsburg und München. Das umfangreiche Besichtigungsprogramm in beiden Städten wurde mit einer Ausstellung von Fahrzeugen im Direktionsgebäude abgerundet.
Nach vielen kleineren Ausstellungen bekam die MIGA 1970 größere Räumlichkeiten im 1. Kellergeschoss. So wurde es möglich, den inzwischen begonnenen Bau einer größeren Anlage mit dem Bahnhof Augsburg-Hochzoll als Mittelpunkt zu vollenden. Dieser Bahnhof bildet auch heute noch einen markanten Teil der großen Vereinsanlage, insbesondere das dazugehörige Stellwerk. Mit seiner Funktionsweise wie im Großbetrieb (DR-Technik und original Tischfelder) arbeitet es 40 Jahre fast störungsfrei und ist stets ein Besuchermagnet.
1971 zogen dunkle Wolken über der MIGA auf – die BD Augsburg wurde aufgelöst, aber das Gebäude blieb im Besitz der DB und wir konnten bleiben. So rückte nach verschiedenen kleineren Ausstellungen das Jahr 1973 mit dem 25-jährigen Jubiläum an. Das sollte natürlich groß gefeiert werden. Es gelang uns die nun zuständige BD München für einen Tag der offenen Tür zu gewinnen. Unsere genauen Vorstellungen für eine solche Präsentation fielen auf fruchtbaren Boden: Im Bahnhofsbereich gab es eine große Fahrzeugschau (moderne und alte Fahrzeuge), Besichtigung des neuen DR-Stellwerks und Mitfahrt auf dem Führerstand einer Lok. Im ehemaligen BD-Gebäude, vor dem Lichtsignale der Bahn um Aufmerksamkeit warben, wurde der moderne Fernmeldedienst dargestellt und für neue Bahnmitarbeiter geworben. In der zentralen Eingangshalle fand unsere Jubiläumsausstellung ihren Platz: Erstmals wurde die neue Vereinsanlage in Spur H0 mit dem Bahnhof Augsburg-Hochzoll, der imposanten Lechbrücke und dem neuen DR-Stellwerk der Öffentlichkeit gezeigt. Es war für alle Mitglieder ein toller Augenblick, als der Oberbürgermeister von Augsburg und der Präsident der BD München per Knopfdruck am Stw den Eröffnungszug auf die Reise schickten. Das Echo in der Öffentlichkeit, begeisterte Besucher und Zeitungsberichte ließen alle Anstrengungen der Mitglieder – teilweise bis in die Nächte hinein - vergessen.
Doch kaum zwei Jahre später drohten wir wieder heimatlos zu werden, denn die Bundesbahnschule Augsburg, die zwischenzeitlich im Direktionsgebäude untergebracht war, wurde geschlossen und das Gebäude verkauft. Nach eifrigem Suchen wurden leerstehende Räume im ehemaligen Betriebsstoffhauptlager des Bahnbetriebswerks (Bw) in der Firnhaberstraße 10a im Hochfeld entdeckt, die uns nach längeren Verhandlungen mit der BD München zu günstigen Bedingungen überlassen wurden. Nach größeren Restaurierungsarbeiten erfolgte der Umzug. Die Eröffnung wurde mit einem Empfang gefeiert. Die Vereinsanlage wurde wieder in Betrieb genommen und eine Spur-0-Anlage erstmals im Club präsentiert. Anschließend gab es gut besuchte Tage der offenen Tür. Für die MIGA war das sozusagen das Geschenk zum 30. Geburtstag 1978.
Anschließend wurde mit der Erweiterung der Vereinsanlage durch einen großen Rangierbahnhof und mit dem Bau einer Modulanlage auf Märklin-Basis begonnen.
Zum 40-jährigen Jubiläum fanden auf der nunmehr mit einer elektrischen Oberleitung versehenen großen Vereinsanlage Epochentage statt, d.h. an jedem Tag fuhren andere Zuggarnituren nach den Epochen I bis V. Der Publikumsandrang war erfreulich groß. 
1989 wurde eine weitere Modulanlage in H0 in Zusammenarbeit mit der Firma Roco begonnen; sie ist inzwischen auf 54 Module, zwei Bahnhöfe und eine Abzweigstelle angewachsen. Im gleichen Jahr waren wir mit dieser Anlage auf der Messe HAFA in Stuttgart und mit der Märklin-Modulanlage auf der Modellbaumesse in Dortmund vertreten. Mit den eleganten, zerlegbaren Ständern und unserem ausgefeilten, mehrstöckigen Transportsystem lassen sich die Module in nur einem Lkw transportieren und schnell auf- und abbauen, was immer wieder bestaunt und bewundert wird.
1990 war wiederum ein erfolgreiches Jahr für die MIGA: Diesmal mit der Roco-Anlage in Dortmund und Tage der offenen Tür anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Strecke Augsburg-München und 140 Jahre Bw Augsburg“.
1998 brachte die Feier des 50-jährigen Bestehens:
Dazu bekam unsere Roco-Anlage einen neuen großen Kopfbahnhof (9 Haupt- und mehrere Rangiergleise mit Bw), die Eisenbahnfreunde Kaufbeuren zeigten eine Spur-N-Anlage und der Modelleisenbahnclub Oberallgäu-Kempten erfreute die Kinder mit einer Garteneisenbahn zum Mitfahren. Eine Attraktion für Groß und Klein aber war eine Riesentombola mit tollen Preisen und Gewinnchancen. Die Resonanz bei Besuchern und Medien war erfreulich groß, es kam sogar das Bayerische Fernsehen.
Neben mehreren Ausstellungen in kleinerem Rahmen wurde die Roco-Anlage 1999 auf der Internationalen Modellbahnausstellung während der „Messe Heim und Handwerk“, 2006 auf der Messe „Modellbau Bodensee“ in Friedrichshafen und 2007 bei der 25. Internationalen Modellbahnausstellung in München gezeigt.
Inzwischen hatte sich in nächster Nachbarschaft der „Bahnpark Augsburg“ etabliert, der seit 2004 unter dem Stichwort „Rundhaus Europa“ regelmäßig Wochen über ausländische Eisenbahnen veranstaltet, an denen die MIGA teilnahm und entsprechende Züge auf ihrer Anlage rollen ließ.
Ein besonderes Jahr war 2005 für die Modellbahntage in unseren Räumen. Der Zuspruch und die Resonanz in den Medien über die Ausstellung übertrafen unsere Erwartungen bei weitem. Sogar der Oberbürgermeister mit Gattin beehrten uns mit ihrem Besuch. Die Augsburger Allgemeine nahm eine zugegebenermaßen flapsige Antwort auf die Frage, was ein Modellbahner alles können muß, zum Anlaß einer großen Überschrift: „Ein bisschen den lieben Gott spielen“. 
Ein Stockwerk tiefer ist eine riesige private Märklinanlage mit Digitalbetrieb im Bau. Sie kann zeigen, was heute technisch von der Modellbahnindustrie geboten und möglich gemacht wird. 
Zum aktiven Vereinsleben gehören außer Basteln und Bauen und dem Herzeigen des Erreichten auf Ausstellungen, auch immer wieder Ausflüge zu benachbarten Vereinen, Fortbildungstage mit Besichtigung von Anlagen der großen Eisenbahn, mit Filmen und Vorträgen über technische Grundlagen eisenbahnspezifischer Dinge. Denn das Verständnis für den schienengebundenen Verkehr mit seinen überzeugenden Vorteilen zu wecken, ist eines der Ziele unseres Vereins. Dazu trägt auch unsere inzwischen umfangreiche Bibliothek bei, die neben antiquarischen Schriften auch moderne Literatur über das Vorbild und die Modellbahn beherbergt.
Für das Verständnis der Clubmitglieder untereinander und das persönliche Kennenlernen sind unsere „außerdienstlichen“ Treffen wie ein Brunch oder Grillfest sehr förderlich. Nicht unerwähnt dürfen in diesem Zusammenhang die Frauen bleiben, die bei den Veranstaltungen – ob intern oder extern – für das leibliche Wohl und eine familiäre Atmosphäre sorgen.
Mit diesem Rückblick erhofft sich die MIGA einen guten und erfolgreichen Verlauf des 60-jährigen Jubiläums und eine weitere gedeihliche Zukunft, werden doch u.a. nicht weniger als 4 große Anlagen mit Fahrbetrieb gezeigt. Alle Mitglieder des BDEF sind zu unserer Jubiläumsveranstaltung vom 3. bis 5. und vom 10. bis 12. Oktober 2008 herzlich eingeladen.

Kontakt: Modellbahn-Interessengemeinschaft Augsburg e.V., Vors. Hugo Lesjak, Postfach 10 20 10, 86010 Augsburg, Tel. 0906 4950, e-Mail: miga.augsburg@web.de, Internet: http://www.miga-augsburg.de 

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Förderertreffen der Allianz pro Schiene

Viel verheißend klang die ursprüngliche Einladung zum Treffen der Fördermitglieder der Allianz pro Schiene am 27. Mai: Minister Peer Steinbrück sollte über Eisenbahnpolitik aus Sicht des Bundesfinanzministers sprechen und sich anschließend den Fragen der Teilnehmer stellen. Das versprach ein spannender Nachmittag zu werden! Doch wenige Tage vor der Veranstaltung traf eine weitere Einladung mit einer veränderten Tagungsordnung ein, der Bundesfinanzminister hat abgesagt, Termindifferenzen als Grund genannt. So stellte dann auch eingangs der scheidende Sprecher des Förderkreises, Peter Witt, bei seiner Begrüßung fest, er hoffe, dass der Minister mit seinen Finanzen sorgfältiger umgehe, als mit seinen Terminen.
Da Peter Witt nicht mehr für die Funktion des Sprechers kandidierte, wurde Dr. Ing. Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung Bombardier Transportation Deutschland, als neuer Sprecher des Förderkreises gewählt.
Als Ersatz für den Bundesfinanzminister sollte nun Lutz Bücken (DB AG, Generalbevollmächtigter Systemverbund Bahn) über die Beschaffungsstrategie der Deutschen Bahn und Hans Leister (Geschäftsführer Keolis Deutschland GmbH) zum Thema www.deutschland-takt.de  sprechen.
Wer sich vom Vortrag von Lutz Bücken Aussagen über die Beschaffung neuer Fahrzeuge erhoffte, wurde enttäuscht. Seine Ausführungen waren rein kaufmännischer Art und bezogen sich vorrangig zu Ersatzteilbeschaffung. Der Zuhörer konnte nur erfahren, dass der Konzern über ein Gesamtauftragsvolumen von 21 Mrd. € für das Jahr 2008 verfügt, davon bezogen auf das System Bahn 10,1 Mrd. €. Für den Eisenbahnfreund war dieser Vortrag wenig informierend.
Interessant wurde es erst beim Vortrag von Hans Leister. Bekanntlich verkehren beim Taktfahrplan die Züge in regelmäßigen Abständen, z.B. im Stunden- oder Halbstundentakt. Ein integrierter Taktfahrplan (ITF) ist ein Taktfahrplan, bei dem die Züge sich immer zur selben Zeit in wichtigen Knotenbahnhöfen treffen, und zwar in Richtung und Gegenrichtung, er erfordert eine Nullsymmetrie. Der Fahrplan ist so getaktet, dass die Fahrzeit von Knoten zu Knoten immer zur Stunde /Minute 0 gewährleistet ist. In der Schweiz ist dieses bereits Realität und hat damit die Attraktivität im Eisenbahnpersonenverkehr erheblich gesteigert. Dort treffen sich in den Taktknoten die Züge immer zur Minute 0 oder 30. Aber auch einzelne deutsche Bundesländer, wie Baden-Württemberg und Bayern haben bereits den ITF im Nahverkehr teilweise eingeführt. Leider nur teilweise, da einmal in die Infrastruktur erhebliche Mittel investiert werden müssen – z.B. ist die die Lage der Bahnsteige in den Bahnhöfen ausschlaggebend. Zum anderen muss der durch die Länder betriebenen SPVN mit dem durch die DB betriebenen Fernverkehr optimaler abgestimmt werden. Die Infrastruktur ist auch so auszubauen, dass auch der Güterverkehr keine zusätzlichen Trassen erfordert, sondern im Taktfahrplan berücksichtigt wird, auch durch ausreichend Kreuzungs- und Überholmöglichkeiten. Wer sich hierzu weiter informieren möchte, dem sei auf den „Eisenbahn-Kurier“ 6/2008 verwiesen oder kann dies unter www.deutschland-takt.de tun.
Abschließend informierte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, noch darüber, dass Norbert Hansen mit dem Ausscheiden aus der Gewerkschaft Transnet auch die Funktion des Vorsitzenden der Allianz pro Schiene aufgegeben hat. Die Wahl eines neuen Vorsitzenden wird dann im Juli erfolgen.

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Ratgeber Landschaftsbau

Schritt für Schritt zum Erfolg! 
In einem über 60-minütigen Film zeigt eine neue DVD von NOCH die Entstehung der hübschen H0-Anlage St. Johann. Der Aufbau der gesamten Anlage wird in übersichtlichen Kapiteln präsentiert. Von Anlagenplanung und Trassenbau, Tunnel- und Brückenbau, Geländebau und Felsgestaltung über Landschaftsbegrünung und Gewässergestaltung bis hin zur Dekoration und Ausschmückung erfährt der Zuschauer in leicht nachvollziehbaren Schritten alles Wissenswerte über den Bau dieser eindrucksvollen Modellbahnanlage. Der anschauliche Film wurde von Elch-Media aus Erfurt produziert. Frank Buttig der Produzent erläutert alle Bauschritte. 
Die Anleitungen zum Bau der 220 cm x 120 cm großen und 60 cm hohen Anlage liegen auf der DVD zusätzlich als PDF zum Ausdrucken bereit. 
Die DVD mit der Artikelnummer 71914 ist für nur 9,99 € im Fachhandel oder direkt von NOCH (zuzüglich 2,50 € Versandkosten pauschale innerhalb Deutschlands) erhältlich. 

Mehr Information über die neuen Produkte von NOCH findet man unter www.noch.de oder www.noch.com.

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Reisen mit der Bahn — Das Buch

„senk ju vor träweling“ Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen.
Mark Spörrle, Lutz Schumacher. – Freiburg i. Br.: Verlag Herder GmbH, 2008. – 192 S., - ISBN 978-3-451-29809-7, 12,00 €

„…wiss se Deutsche Bahn“, möchte man unwillkürlich den Titel fortsetzen, aber nein, die Autoren stellen schon im Prolog fest, dass natürlich nicht die Deutsche Bahn AG gemeint ist, entstandene Ähnlichkeiten sind rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt. Aber trotzdem kommen einen in dieser Anleitung zum Bahnfahren viele Episoden sehr bekannt vor. Wollen Sie mit der Bahn fahren und tatsächlich ankommen, dann sollten Sie diesen Überlebensführer unbedingt lesen. Schon als Einstieg sollten Sie feststellen, welcher Bahntyp Sie sind, das erleichtert ungemein die weitere Reiseplanung. Dabei ist gute Planung das Wichtigste. Oder gehören Sie auch zu den nimmermüden Optimisten, die eine Reise so planen: Abfahrt z.B. ab München 6.35 Uhr, Ankunft Hamburg 11.55 Uhr, Abfahrt Hamburg 12.02 Uhr, Ankunft Rostock 13.49 Uhr, Abfahrt Rostock 13.51 Uhr, Ankunft Ribnitz-Damgarten West 14.35 Uhr, Abfahrt Bus nach Ostseebad Prerow 14,01 Uhr… Sie schaffen es, bestenfalls können Sie Ihr Gepäck zurücklassen, aber es war ja auch nicht der Tag gesagt, an dem Sie ankommen werden. Also, Sie müssen ja auch nicht unbedingt nach Ribnitz-Damgarten fahren, suchen Sie sich doch ein Ziel aus, das direkt erreichbar ist! Aber schön, Sie wollen unbedingt an IHR Reiseziel. Dann sollten Sie sich damit vertraut machen, wie Sie zu einer Fahrkarte kommen. In Großstädten kein Problem meinen Sie? In dem Warenhaus mit Gleisanschluss finden Sie sicherlich ein Reisezentrum, das gerade geöffnet hat. Aber wie verhalten Sie sich nun angesichts der 62 anderen Wartenden? Und wenn Sie es geschafft haben bis zum Counter vorzudringen, da kann ein falsches Wort, ein unbescheidener Wunsch z.B. nach einer Direktverbindung alles zunichte machen. Aber es gibt ja auch noch Automaten. Mit deren Umgang sollten Sie sich durch die Lektüre dieses Buches auch schulen. Was aber tun, wenn diese auf kleinen Stationen nicht vorhanden oder wieder mal durch Vandalen unbrauchbar gemacht? Sie können ja auch die Hotline in Anspruch nehmen, hier ist aber unbedingt ein Sprechtraining, insbesondere für Hysteriker erforderlich. Haben Sie diese Hürden genommen, dann sollten Sie unbedingt die praktischen Tipps zum pünktlichen Erscheinen auf dem Bahnhof beachten. Wann das ist? Sie werden sich wundern! Wenn dann der Zug doch noch kommt, sollten Sie sich darauf konzentrieren, wie Sie es trotzdem noch in den Zug schaffen und einen oder besser DEN Sitzplatz zu ergattern. Was, Sitzplatz ist Sitzplatz? Lesen Sie zuerst die Tipps im Umgang mit dem einen oder anderen (manchmal auch unliebsamen) Mitreisenden. Aber auch die Klassenwahl kann einem vor unlösbare Schwierigkeiten stellen. Des Weiteren wichtig zu lesen: Die Liste zum Überleben (Notgepäck), zum richtigen Umgang mit dem Zugbegleiter, wie Sie den Service überlisten und zu einem Kaffee kommen, aber Sie können ja auch in den Bistro- oder Speisewagen gehen – viel Glück!
Auch der Vielfahrer kann aus diesem Buch noch eine Menge lernen. Es sei deshalb empfohlen und kann z.B. auch auf der Fahrt von Frankfurt nach Hamburg leicht gelesen werden. Aber nur, wenn Sie sich im Reisezentrum oder durch die Hotline nicht ein zweifaches Umsteigen in Köln und in Münster haben aufschwatzen lassen. Für diesen Fall sollten Sie lieber als Reiselektüre die Geschichte Preußens (896 Seiten) einpacken. Was der Rezensent vermisste, ist ein Sprachkurs, um so den Titel oder auch andere Bezeichnungen bei der Deutschen Bahn besser verstehen zu können.

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Ein altes Herz hat aufgehört zu schlagen

In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 2008 verstarb Adolf-Heinrich von Arnim in Eberswalde bei Berlin. Er wurde am 21. Mai 1916 in Charlottenburg bei Berlin geboren. Nach dem Arbeitsdienst 1934, einer Militärzeit 1935/36 und dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Königsberg und München von 1936 bis 1939 wird er mit Beginn des 2. Weltkrieges erneut einberufen und leistet als Offizier der Reserve Kriegsdienst in Russland, Frankreich und Dänemark. Nach einer schweren Verwundung in Russland schließt er sein Studium mit dem Assessor-Examen ab und wird 1943 in den Dienst der Deutschen Reichsbahn aufgenommen – ab Anfang 1946 auf Dienstposten des gehobenen Dienstes der Reichsbahndirektion Hamburg (Güterabfertigung Hamburg-Harburg, Wilhelmsburg, Verkehrsamt Altona).
Für seine inzwischen 7-köpfige Familie fand er eine bescheidene Dienstwohnung von zwei Zimmern zur Untermiete im Bahnhof Ahrensburg bei Hamburg, so dass auch seine Kinder frühzeitig mit der Liebe zur Eisenbahn geimpft wurden. Seit August 1949 erste Verwendung im höheren Dienst im Verkehrsamt der Reichsbahndirektion Köln.
1952 wurde er an die Hauptverwaltung der neu gegründeten Deutschen Bundesbahn versetzt, zunächst nach Offenbach, dann nach Frankfurt/M., wo er als persönlicher Referent des Vorstandsmitglieds Dr. Schelp fungierte. Diese interessante Zeit ließ ihn an wichtigen Weichenstellungen der Verkehrspolitik teilhaben.
1955 bewarb er sich auf den Posten eines wissenschaftlichen Mitarbeiters in der Verkehrsabteilung des DIHT (Deutscher Industrie- und Handelstag) in Bonn, wodurch er seine Perspektiven um die Bedürfnisse der Wirtschaft erweitern konnte.
1958 wurde er von der Bundesbahn an das Bundesverkehrsministerium (BVM) abgeordnet, wo er die Aufgabe erhielt, die Mitarbeit der Bundesrepublik in der ECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) wahrzunehmen. Verkehrspolitisch war dies eine zusätzliche Erweiterung seines Horizonts. Hierbei kam ihm sein lupenreines Englisch zugute, auf das seine amerikanische Großmutter bei seiner Erziehung stets Wert gelegt hatte. 
Nach Ablauf seiner dreijährigen Abordnung an das BVM stellte sich eine echte Gewissensfrage: Zurück zur Bahn oder Mitarbeit am Aufbau neuer Verwaltungen in Bonn. Normalerweise hätte seine Liebe zur Bahn gesiegt, er musste sich aber eingestehen, dass er kaum je Aussicht hatte, seine Traumstellung zu erreichen, nämlich Fahrplanreferent zu werden. Nach einem ungeschriebenen Gesetz der Bahn ist dies eine der Stellen, die Ingenieuren vorbehalten sind weil Juristen angeblich nicht rechnen können. So hat er sich im März 1961 überreden lassen, als Personalreferent in das neu gegründete Bundesgesundheitsministerium zu gehen. 
Für seine verkehrspolitischen Interessen fand er aber neue Betätigungsmöglichkeiten. Er engagierte sich in der sog. Zivilgesellschaft, z.B. im Fahrplanausschuss des DIHT, bei der Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft, aber zunehmend auch im Öffentlichen Personennahverkehr. Dazu bot sich vor allem seine Tätigkeit in der Bonner Stadtverordnetenversammlung an, der er über 28 Jahre angehörte. So zeichnete er verantwortlich für die Entflechtung des Bonner Innenstadtverkehrs sowie für die Entwicklung eines bürgerfreundlichen Nahverkehrs. In dem Zusammenhang ist auch seine Tätigkeit als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Köln-Bonner Eisenbahnen AG zu nennen. 
1981 musste er altersbedingt als Bundesbeamter in den Ruhestand treten, seine kommunalen Funktionen konnte er jedoch bis 1989 fortsetzen. Seine unermüdliche Schaffenskraft hat er dann noch intensiver der Zivilgesellschaft zugute kommen lassen. Er nahm wichtige Stellungen in Vereinigungen wie „Horber Schienentage“, „Pro Bahn“, „Verkehrsclub Deutschland“ (VCD) u.a. ein. 
Als er sich nach dem Fall der Mauer als Eigentümer einer kleinen Futtermühle in Gerswalde, dem Stammsitz seiner Vorfahren, im nördlichen Brandenburg wiederfand, wurde er notgedrungen noch in seinem 75. Lebensjahr zum Unternehmer, blieb jedoch gleichwohl der Bahn treu. Dabei lag ihm besonders die Erhaltung eines funktionierenden Schienennetzes in den neuen Bundesländern am Herzen.
Seit der Gründung des Arbeitskreises Verkehrspolitik im BDEF war Adolf-Heinrich von Arnim auch dort ein unschätzbarer Ideenbringer und Motor. Viele Erfolge des AKV hatten ihren Ursprung in seiner Person. 
Als zu seinem 90. Geburtstag am 21. Mai 2006 der Freundeskreis Eisenbahn Köln ihm mit viel persönlichem Einsatz und Opfer eine schöne Reise mit dem Rheingoldzug von Köln nach Berlin organisierte, so war das Beweis, dass Adolf-Heinrich von Arnim in der großen Familie der Eisenbahner anerkannt war als einer, der sein Leben lang für das System Schiene eingetreten war.
Adolf-Heinrich von Arnim wurde am 7. Juli 2008 in Bonn beigesetzt. Wir sprechen seiner Frau Ditte und seiner ganzen Familie unsere herzliche Anteilnahme aus.

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25 Jahre Modelleisenbahnclub Bremerhaven e.V.

Der Modelleisenbahnclub Bremerhaven e.V. feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Hervorgegangen aus einer Interessengemeinschaft war bald der Wunsch nach Gründung eines Vereins mit einer Großanlage vorhanden.
Auch Dank der Hilfe der damaligen DB konnten Räume im Obergeschoß der Güterabfertigung im Fischereihafen in Bremerhaven übernommen werden. Diese mussten aber zunächst saniert werden. Es entstand eine H0-Großanlage mit über 70qm. Die Mitgliederzahl wuchs kontinuierlich. Mit Feuereifer wurde kräftig gewerkelt. Um dem Wunsch der meisten Mitglieder gerecht zu werden, wurde es möglich gemacht, dass entweder im Dreileiter-Wechsel- oder Zweileiter-Gleichstromsystem gefahren werden konnte. Auch die Landschaftsgestaltung hatte schon gute Fortschritte gemacht, als uns die enttäuschende Meldung erreichte, dass sich die Bundesbahn von dem Gebäudekomplex trennen wollte und ein Auszug unvermeidbar war. Nun war guter Rat teuer; denn eine entsprechend geeignete Ersatzimmobilie konnte uns nicht angeboten werden. Das mühsam Aufgebaute musste nun wieder demontiert werden. Nach dem Abbau der Anlage und Einlagerung in einem wenig geeigneten Lagerraum im Bahnbetriebswerk Bremerhaven traf sich die Gruppe einmal im Monat wieder zum Erfahrungsaustausch „Thema Modelleisenbahn“. Die Mitgliederzahl ging in dieser Zeit kräftig zurück.
Als fast schon die letzten Aufrechten den Glauben an neue Räumlichkeiten für eine Clubanlage verloren hatten, meldete sich ein Vermieter, dessen großes Steckenpferd die Modelleisenbahn ist. Im Hinterhaus seines Wohngebäudes bot er uns Räume an, die bisher als Gaststätte und später als Werkstatt und Lager genutzt wurden. Obwohl es erheblichen Aufwands bedurfte, machten wir uns wieder ans Werk. Erfahrungen beim Bau der ersten Clubanlage flossen in die Arbeit ein. Es entstand eine Anlage, jetzt aber nur noch für das Zweileiter-Gleichstromsystem. 
Von der bisherigen alten Anlage konnte leider nur wenig Material weiter verwendet werden, da die ungeeignete Lagermöglichkeit irreparable Spuren hinterlassen hatte.
In der Zwischenzeit wurden mehr als 700 m Gleis verlegt, Es wurde eine eigens von unseren Elektronikern entwickelte Blockstellensteuerung geschaffen. Vom großen Durchgangsbahnhof „Grenzburg“ mit Bahnbetriebswerk für alle Traktionsarten geht es aus der gläsernen Bahnhofshalle heraus, entweder über die zweigleisig elektrifizierte Paradestrecke mit selbst entworfenen Brücken und Dämmen oder über Gleiswendeln hinab in zwei unterirdische Schattenbahnhöfe. Zudem gibt es noch eine eingleisige Nebenbahnstrecke nach „Neuffen“, ein Ort mit romantisch anmutenden Fachwerkhäusern. Von hier hat der Reisende die Möglichkeit mit der Zahnradbahn hinauf nach „Henkelsdorf“ zu fahren. Nicht weit vom dortigen Bergbahnhof entfernt haben die Preiserfiguren von der Freifläche der Hotelgaststätte eine herrliche Aussicht auf die Landschaft in reinster Bergluft.
Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns auch mit dem Car System der Firma Faller. Linienbusse und LKW fahren schon spurgeführt in Grenzburg und Neuffen. Im Aufbau befindet sich derzeit eine LKW-Harfe für die wirklichkeitsgetreue Auffahrt zur „Rollenden Landstraße“.
Neben der beschriebenen H0-Anlage gibt es noch eine transportable N-Spur-Anlage mit Motiv Bremerhaven Hauptbahnhof Epoche 3, die wir schon auf mehreren Veranstaltungen in Bremerhaven und zuletzt beim100. BSW-Jubiläum in Schwerin gezeigt hatten. Die Anlage ist zurzeit als Dauerleihgabe in der Modellstadt Bremerhaven zu sehen.
Aus nah und fern besuchen uns regelmäßig Gäste an unseren Fahrbetriebstagen. Jeweils am Karfreitag und an den Wochenenden des 1. und 3. Advents, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr laden wir in unsere Clubräume in der Grenzstraße 7 Bremerhaven alle großen und kleinen Eisenbahnfreunde ein.
Während der Sommerferien präsentieren wir unseren Club im Rahmen der städtischen Ferienpassaktion und zeigen dabei den ganz jungen Bahnfans so manchen Trick, wie man die heimische Modellbahn noch perfektionieren kann. Oftmals sind die jungen Menschen und die meist begleitenden Erwachsenen so begeistert, dass sie es kaum abwarten können, wieder zu kommen. Das ist dann der schönste Dank, den sich die Mitglieder eines Modellbahnclubs vorstellen können.
Kontakt: Modelleisenbahnclub Bremerhaven e.V., Clubheim Grenzstraße 7, 27568 Bremerhaven, Tel. 0471 75455, Internet: http://www.mecbremerhaven.de 

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25 Jahre Modelleisenbahnverein Lehrte e.V.

Am 30. Oktober 1983 gründeten sieben Lehrter den Modelleisenbahnverein Lehrte e.V. (MEV). Ihrer Meinung nach musste das Interesse groß sein in einer Stadt, die seit 140 Jahren von der Eisenbahn geprägt wurde. Über die lokale Presse wurde zu einer ersten öffentlichen Versammlung am 11. Dezember 1983 in die „Lehrter Bierstuben“ eingeladen. Gekommen waren 23 Personen, von denen fast alle dem Verein sofort beitraten. Damit startete der MEV in wenigen Monaten zu seiner heutigen Erfolgsgeschichte!
Von Beginn an gab es zwei Vereinsziele: Der Erhalt des 1896 erbauten Stellwerks Lpf als Museum und darin der Nachbau des Lehrter Personenbahnhofs um 1960 als H0-Modell.
Gerhard Riechers, der stellvertretende Leiter der Bundesbahndirektion Hannover, war offen für Gespräche und der damalige Bürgermeister Helmut Schmetzko, signalisierte grundsätzliche Bereitschaft der Stadt Lehrte zum Erhalt des Stellwerks Lpf. Während der zähen Verhandlungen fand der junge Verein eine Unterkunft in einem Schulpavillon. Auf Einladung des Modellbauclubs Lehrte e.V. (MBC) fand am 28. und 29. April 1984 bereits eine Ausstellung in Lehrte statt. Es sollte das erste große Auftreten des Modelleisenbahnvereins Lehrte in der Öffentlichkeit sein. Durch die BDEF-Mitgliedschaft nahm der junge Verein auf der INFA 1986 in Hannover teil. Auf der großen Verbrauchermesse konnten bereits die H0-Modelle des Lehrter Empfangsgebäudes und des Stellwerks Lpf der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Ebenfalls 1986 wurde das neue Stellwerk Lf in Betrieb genommen, jedoch war der Mietvertrag für das Stellwerk Lpf noch nicht unterzeichnet. Erst ein Jahr später konnte der MEV den Erhalt des Stellwerks in Angriff nehmen, bis endlich 1990 auch ein Mietvertrag unterschrieben werden konnte. Weitere Ausstellungen wurden besucht und das Bahnhofsmodell wuchs langsam. 1991 fand die erste Ausstellung im Stellwerk Lpf statt und das Museum und die Modellbahn wurden zum Publikumsmagneten.
Eine schwere Zeit kam mit der Wiedervereinung Deutschlands und der geplanten Expo2000 in Hannover. Die Bahn hatte gigantische Pläne zum Umbau des Lehrter Personenbahnhofs an der Ost-West-Magistrale und des Aufbaus eines S-Bahn-Netzes. Der Abriss des Stellwerks Lpf drohte, weil das Gebäude mitten im Lehrter Bahnhof direkt an den Gleisen liegt. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Module gebaut und wiederum Ausstellungen besucht. Erst 1996 gab es Entwarnung, denn die Deutsche Bahn AG plante „um das Gebäude herum“. So konnten der Aufbau der H0-Modellbahnanlage mit DCC-Digitalsteuerung und der Erhalt der mechanischen Stellwerktechnik (Bauart „Jüdel“9 kontinuierlich weitergehen. Seit mehreren Jahren öffnet der MEV das Stellwerk an jeden 4. Sonntag im Monat von 10-13 Uhr für Besucher und ist eine bekannte Attraktion in der Region Hannover.
Am Sonntag, dem 7. September 2008 findet in Lehrte ab 13:00 Uhr aus Anlass des 25 jährigen Vereinsjubiläums ein „Eisenbahnfest“ statt. Geplant sind Sonderfahrten mit dem Dampfzug aus Vienenburg und dem Schienenbus aus Seelze. An diesem verkaufsoffenen Sonntag finden in Lehrte eine Oldtimerrallye, eine Straßengalerie und weitere Aktionen zum Thema „Eisenbahn“ statt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mev-lehrte.de .
Kontakt: Modelleisenbahnverein Lehrte e.V., Postfach 15 70, 31255 Lehrte, E-mail: info@mev-lehrte.de

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Der Versicherungsbeauftragte informiert

Leider kommt es immer wieder vor, dass Schadensregelungen erschwert oder sogar verhindert werden, weil im Schadensfall Fehler gemacht werden. Deshalb möchte ich nochmals alle Vorstände der Vereine bitten, diese Hinweise genau zu lesen und im Schadensfalle danach zu handeln. 

Es ist erst mal sehr wichtig um was für einen Schadensfall es sich handelt. Dabei unterscheiden wir zwei Hauptgruppen:
Ein Schadensfall in der Haftpflichtversicherung.
Ein Dritter ist durch eine Unachtsamkeit oder durch einen Fehler zu Schaden gekommen und der Schaden soll geregelt werden.
- das geschädigte Teil sofort fotografieren und auf jeden Fall aufbewahren.
- den Versicherungsbeauftragten des BDEF so schnell wie möglich anrufen und mit ihm das weitere Vorgehen absprechen. 
Ein Schadensfall durch Diebstahl, Einbruch, Vandalismus oder andere Ereignisse, die Vereinseigentum oder Eigentum im Gewahrsam des Vereines betreffen:
- sofort bei der zuständigen Polizeidienststelle (Ort des Vorfalles) Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Das ist absolut wichtig und unumgänglich. Ohne Anzeigeerstattung bei der Polizei und Kopie der Anzeige ist eine Schadensregelung nicht möglich. Das betrifft sowohl die Inhaltsversicherung des Vereins als auch eine extra abgeschlossene Ausstellungsversicherung.
- Bei Beschädigungen jeglicher Art Fotos machen, soviel wie möglich, von allen Beschädigungen und Spuren. 
- Unterlagen über die gestohlenen oder beschädigten Teile besorgen, z.B. die Originalrechnung oder Katalogauszug des Herstellers.
- den Versicherungsbeauftragten des BDEF so schnell wie möglich anrufen und mit ihm das weitere Vorgehen absprechen. 

Egal was auftritt, niemals zögern SOFORT den Versicherungsbeauftragten des BDEF verständigen. NICHT die Versicherung. 

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Große Modellbahnschau in Königslutter

Die Eisenbahnfreunde Königslutter e. V. veranstalten nach der sehr erfolgreichen Großbahn-Schau zu ihrem 35-jährigen Bestehen im Jahr 2005 in diesem Jahr am 18. und 19. Oktober wieder eine Schau der Großbahn in der Pausenhalle der Wilhelm-Bode-Schule in Königslutter am Elm. Bei der letzten Veranstaltung waren die Schmalspurbahnen der Harzer Schmalspurbahnen und der Rhätischen Bahn das Thema.
Da in diesem Jahr in Königslutter der Tag der Braunschweigischen Landschaft mit dem Motto „Altes bewahren – Neues gestalten“ gefeiert wird, wenden wir uns nun der Eisenbahn im Raum Helmstedt / Königslutter / Braunschweig in der Regelspur zu. Wir wollen auch Altes bewahren und Neues gestalten. Deshalb werden auf der etwa 25 m x 6 m großen Anlage historische und moderne Bahnen aus dem Braunschweiger Raum verkehren. Mittelpunkt der Anlage wird unser sehr schönes Modell des Bahnhofs Königslutter sein. Außerdem wird auf einem Anlagenteil ein Bahnbetriebswerk mit großem Lokschuppen und der dazugehörigen Drehscheibe das Bahnbetriebswerk Braunschweig symbolisieren. Für das ganz Neue bzw. das Zukünftige stehen Postervorträge über den Stand der Planung für die RegioBahn Braunschweig auf dem Programm.
Die Ausstellung wird an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr für die Besucher aus nah und fern geöffnet sein. Am Montag (20.10.) wollen wir die Kinder der verschiedenen Kindergärten aus Königslutter und den umgebenden Gemeinden begrüßen.

Kontakt: Eisenbahnfreunde Königslutter e.V., 1. Vors. Dieter Hauschild, Samuel-Hahnemann-Str. 21, 38154 Königslutter, Tel. 05353 3509, Fax: 5353 910715, e-Mail: hauschild-koenigslutter@t-online.de

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Neu im BDEF-Shop

Mit großem Interesse werden allseits die Aktivitäten des BDEF-Arbeitskreises Frauen verfolgt. Sei es auf Ausstellungen, Messen, Treffen mit Vereinsvorständen und -mitgliedern – stets wird dieses Thema angesprochen und hinterfragt. Bereits stattgefundene Workshops des AKF fanden große Beachtung bei den Teilnehmerinnen, die voraussichtlich dadurch zu Modelleisenbahnerinnen wurden.
Häufig wurden wir schon von Mitgliedsvereinigungen angesprochen, ob das vom BDEF auf Messen gezeigte Werbeplakat erhältlich sei. Man möchte im eigenen Verein auch so ein Poster aufhängen, um bei der nächsten Veranstaltung Frauen für unser Hobby zu interessieren – oder um die eigenen Mitglieder von dieser Idee zu begeistern.
Gerne sind wir dieser Idee gefolgt und bieten ab sofort an:
Poster „Das kreative Hobby für Frauen“, farbig, Format DIN A2 (also 59,4 cm x 42 cm) zum Stückpreis von 7,- €. Der Versand erfolgt in einer stabilen Papprolle, so dass Verpackungs- und Versandkosten in Höhe von 6,50 Euro hinzuzurechnen sind. In diese Papprolle können aber bis zu 5 Poster eingelegt werden, ohne dass sich die Versandkosten ändern.
Bestellen Sie entweder im BDEF-SHOP im Internet, oder über die Geschäftsstelle.

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HERPA-Sommerfest mit Besucherrekord

Über 8.000 Besucher aus der ganzen Welt haben am 28. Juni den Tag der offenen Tür des Miniaturmodellherstellers Herpa in Dietenhofen besucht. „Das ist neuer Rekord“, freut sich Oliver Kaschel aus der Herpa-Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Jahr zogen vor allem die 17 Showtrucks aus dem ganzen Bundesgebiet die Fans in das mittelfränkische Dorf. Diese von Airbrushkünstlern nach Themen wie „Die Raubritter“ oder „Geschichte der Menschheit“ künstlerisch gestalteten Trucks sind imposante Erscheinungen die man sonst kaum zu Gesicht bekommt. Zum Tag der offenen Tür platzierten auch große Automobilmarken ihre aktuellsten Fahrzeughighlights wie den Audi R8 oder den BMW X6 vor dem Hauptgebäude in der Leonrodstraße – schließlich ist Herpa seit vielen Jahren Partner der Autohersteller und produziert parallel zur Entwicklung der „großen“ Fahrzeuge die kleinen Modelle - unter strenger Geheimhaltung natürlich.
Neben der Fahrzeugausstellung und den Showtrucks konnten die Herpa-Fans das Firmenareal und die Dietenhofener Umgebung mit dem Hubschrauber von oben betrachten. Für das leibliche Wohl wurde im Festzelt gesorgt und mit Livemusik unterhalten. Im Mittelpunkt stand jedoch der Firmenrundgang durch die Abteilungen und die Ausstellungsräume des Herstellers. Laut Kaschel hat Herpa im Gegensatz zur Spielwaren- und Modellbranche weiterhin eine komplette Modellautoentwicklung und -produktion in Deutschland. Die Besucher konnten so eine komplette Modellautoentwicklung und -produktion „made in Germany“ erleben und Einblick in die vielen aufwendigen Arbeitsschritte der Modellherstellung gewinnen.
Tag der offenen Tür als Gratis-Video
Für alle diejenigen, die in diesem Jahr nicht nach Dietenhofen kommen konnten, zeigt das firmeneigene Video-Magazin „Herpa.TV“ eine 30-minütige Sondersendung, die unter www.herpa.tv als Download zur Verfügung steht.
Natürlich ist das Miniaturenmuseum in Dietenhofen auch außerhalb des „Sommerfestes“ geöffnet – immer Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 14.30 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr.
Die Herpa Miniaturmodelle GmbH ist weltweit führender Markenhersteller von Auto- und Flugzeugmodellen für Sammler, Modellbauer und für Werbezwecke. Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Auto- und Nutzfahrzeugmarken, Flugzeugherstellern und fast allen Airlines der Welt schafft Herpa eine einzigartige Produktvielfalt und Aktualität. Jährlich werden über drei Millionen Herpa-Modelle überwiegend in Deutschland hergestellt und über ein internationales Händlernetz vermarktet. Herpa steht als Branchenführer für höchste Ansprüche an Produktdesign und innovatives Marketing. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dietenhofen, Deutschland, beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von rund 19 Millionen Euro. Herpa wurde 1949 von Wilhelm Hergenröther gegründet, 1965 von Fritz Wagener (RIWA) übernommen und ist seitdem im Besitz der Familie Wagener.

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20 Jahre Viessmann Modellspielwaren GmbH

Vorsprung durch Innovation – nach diesem Grundsatz arbeitet Viessmann nun schon seit 20 Jahren. Aus einem kleinen Betrieb wurde dank qualitativ hochwertiger und günstiger Produkte innerhalb weniger Jahre ein mittelständisches Unternehmen, das sich einen festen Platz in der Modellbahnbranche erarbeitet hat. Allein acht Patente und vier Marken sind der Beweis für die Liebe zur Konstruktion und somit zum Detail.
Mit der Markteinführung des Commanders im Jahr 2007 hat Viessmann die Weichen in Richtung digitale Zukunft gestellt. Als Systemhaus bietet Viessmann künftig alle Komponenten für die digitale Modellbahn an. 
Die Viessmann-Story
Firmengründer Wieland Viessmann hatte den richtigen Riecher. Auf der Suche nach einem Bereich, in dem er sich selbstständig machen konnte, fiel die Wahl auf Modellbahnzubehör – erste Modellbahnerfahrungen in der Kindheit hatten ihren Anteil daran. Doch vor der eigenen Firmengründung schlug er zunächst einen anderen Weg ein und erlernte den Beruf des Werkzeugmachers. Nach einigen Jahren Berufserfahrung legte er 1980 die Handwerksmeisterprüfung ab. Weitere zwei Jahre Technikerschule folgten mit dem Abschluss zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker. Von 1982 bis 1987 war er als Konstrukteur für Produktionsmaschinen und als Leiter der Lager- und Fördertechnik bei den Heizkesselwerken Viessmann tätig. Ein Berufsweg, der dem Praktiker Wieland Viessmann entgegen kam, tauscht er doch auch heute gern mal seine Schreibtischtätigkeit mit handfester Konstruktionsarbeit.
In Hatzfeld-Reddighausen begann 1988 die Fertigung mit zunächst 7 Mitarbeitern. Die ersten H0-Modelle – die klassischen Parklaternen, Peitschen- und Bogenleuchten – erschienen.
1989 konnten die Produktionskapazitäten, bedingt durch die hohe Nachfrage, erstmals erweitert werden.
1991 kamen die ersten TT-Produkte auf den Markt. Auch hier wurde der Mut zum Risiko belohnt, denn Markterfahrungen mit der überwiegend auf die ehemalige DDR beschränkte Baugröße TT hatte niemand.
1992 waren bereits 27 Mitarbeiter bei Viessmann beschäftigt.
1993 wurde lange vor der EU-Osterweiterung eine hochmoderne Produktionsstätte in Ungarn eröffnet.
2000 erhielt das Stammunternehmen in Hatzfeld eine neue Lagerhalle mit über 300 m² Fläche, im ungarischen Werk wurde eine neue Produktionshalle mit 1.500 m² Fläche ihrer Bestimmung übergeben.
2004 arbeiten 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an beiden Standorten.
2006 überrascht Viessmann die Modellbahnwelt mit der Digitalzentrale Commander mit Farbdisplay und einem dazu passenden Gleisbildstellpult.
2007 Markteinführung des Viessmann Commander auf einem umkämpften Markt.
2008 feiert Viessmann sein 20-jähriges Bestehen.
Eine stete Innovationskultur sowie motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter in Deutschland und Ungarn bieten die Gewähr, auch in einem schwieriger werdenden Marktumfeld weiter zu wachsen. Viessmann wird auch in den nächsten 20 Jahren für interessante, intelligente und attraktive Produkte stehen und die Fachwelt mit spannenden Neuheiten überraschen. Das diesjährige Jubiläum wird Viessmann mit interessanten Aktionen, Angeboten und Veranstaltungen feiern! 
Wir alle freuen uns darauf und gratulieren zum Firmenjubiläum.

Viessmann Commander mehrfach preisgekrönt

Drei erste Preise konnte der Commander bereits einheimsen: Auszeichnung zum „Modell des Jahres“ in der Kategorie „Bemerkenswerte Technik“ durch den alba-Verlag anlässlich der Spielwarenmesse 2008. Im April Auszeichnung zum „Modell des Jahres“ in der Kategorie „Technische Innovationen“ durch die Leser der Modellbahn Illustrierten und zuletzt Auszeichnung mit dem „Goldenen Gleis“ in der Kategorie „Technik“ durch die Leser der Eisenbahn-Zeitschriften des VGB-Verlages.
Geschäftsführer und Inhaber Wieland Viessmann ist sichtlich stolz: „Wir freuen uns sehr über diese wichtigen Preise der Branche. Sie zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit dem Commander setzen wir Maßstäbe und beweisen erneut unsere Innovationskraft! Das alles ist nur möglich dank einem starken Team und einem gemeinsamen Traum.“
Die Preise sind für Viessmann Anerkennung und Ansporn zugleich! Daher sagt Viessmann Danke allen Leserinnen und Lesern, die dem Commander ihre Stimme und ihr Vertrauen geschenkt haben. Besonders stolz ist das Unternehmen darauf, dass es mit gleich zwei Produkten auf einem Siegertreppchen steht: In der Umfrage der Modellbahn Illustrierten konnte der Commander bei über 1000 Einsendungen und 10 Kandidaten mehr als 30 % der Stimmen der Kategorie „Technische Innovationen“ auf sich vereinen. In derselben Kategorie hat Viessmann den zweiten Platz gleich mit erobert: Die Schlanken Straßenleuchten H0 haben ebenfalls kandidiert und sind Zweiter geworden!
Ein solcher Doppelsieg kommt laut MBI nicht alle Tage vor!

Der Viessmann Commander repräsentiert eine völlig neue Generation von Modellbahnsteuerung – Digitalzentrale und komplette Anlagensteuerung in einem kompakten Gerät! 

Die entscheidenden Vorteile des Commanders in Schlagworten:
? Hochauflösendes Farbdisplay (800 x 480 Pixel) mit extrem weitem Sichtwinkel,
? Grafische Darstellung des Gleisplanes,
? Schnelles Bussystem für Zubehörgeräte, abwärtskompatibel zu bestehenden Systemen,
? Intuitive Bedienung für bequemes Fahren und komfortables Schalten.
Weitere Informationen im Internet:
http://www.viessmann-modell.de 

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Letzte Änderung: 08. Oktober 2008 (GB)