BDEF - REPORT

Der BDEF-REPORT  1/2008 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

200 Jahre Bahn & Werbung „Go easy Go Bahn“

Schon angemeldet Bundesverbandstag in Mülheim?

Arge Eisenbahn Königslutter auf der 25. IMA in München

Neu im BDEF: IG Spur II

Märklin: Faszinierende Funktionen auf engstem Raum

Neu: AGD - Arbeitsgruppe Dampfbahn von BDEF und DBC-D

Spiellandschaft „Circus“ von NOCH

Messe Sinsheim unter Dampf

75 Jahre Baureihe ET 65 „Roter Heuler“

Wir trauern um Detlef Bräuniger

Umweltminister bei der Allianz pro Schiene

Gemeinnützigkeit von Modellbahn-Vereinen

Ohne Verkehrswende kein Klimaschutz

Neu im BDEF: H0-Modellbahnclub Pinneberg

Versuche mit Monstertrucks gehören sofort gestoppt

10 Jahre Modelleisenbahnfreunde Wangen e.V.

Regionaltreffen 2007 Süd – Landsberg

10 Jahre „FKBG“

Regionaltreffen 2007 Ost – Berlin

25 Jahre Modelleisenbahnfreunde Angerland

Regionaltreffen 2007 West – Kerpen

40 Jahre Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte

Faszination Modellbau Bremen 23.11. – 25.11.2007

Abschied vom Intercity „Alpenland“

Faszination Modellbau Sinsheim 2008 in neuer Optik

Rettungsübung im Berliner Hauptbahnhof

 

Editorial

Liebe Eisenbahn- und Modellbahnfreunde und -freundinnen!

„Dampfbahn“, „personenbefördernde Gartenbahn“ – zwei unscheinbare Begriffe für ein besonders faszinierendes Eisenbahn-Hobby. Gemeint sind damit Modelleisenbahnen bestimmter Baugröße und Bauweise, bei denen der Lokführer entweder auf dem Tender der Lokomotive oder dem Bedienwagen sitzt und gegebenenfalls auch Fahrgäste auf weiteren Wagen mitfahren können. Und wieso so faszinierend? Ganz einfach: Bei keinem Modellbau-Hobby bildet der Mensch mit seinem Fahrzeug eine solche Symbiose, ist nicht mehr nur Zuschauer seines Flug- oder Schiffsmodells oder seiner Modellbahnanlage. Nein, direkter Körperkontakt, ganz nah dran sein, jeden Schienenstoß spüren: Ta-tack, ta-tack, ta-tack. Und da rührt sich was, wenn solche Maschinen von dreißig Kilogramm aufwärts bis zu zwei Tonnen unter einem arbeiten. Ein einmaliger Genuss, aber auch eine Herausforderung, denn als Lokführer hat man das Leistungsvermögen des Fahrzeugs direkt zu beherrschen und die Dampftechnik ist die zentrale Aufgabe. Vereinfacht ausgedrückt: Jetzt dafür sorgen, dass man in fünf Minuten auch noch genug Dampf hat — das ist herrlich. Ansonsten ist nämlich „Wasser kochen“ auf der Strecke angesagt, womöglich mit einem Dutzend Passagieren hinten drauf. 

Um bundesweit die Bedürfnisse der Dampfbahner zu unterstützen, wurde jetzt die „Arbeitsgruppe Dampfbahn“ AGD als Arbeitsgruppe der beiden Dachverbände Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF) und Dampfbahn-Club Deutschland (DBC-D) gegründet. Die Zusammenarbeit des DBC-D und des BDEF fing mit der Normung der „Großen Spuren“, vornehmlich 5, 7¼ und 10¼ Zoll, an. In der AGBM (Arbeitsgruppe Basisnormen und Mechanik) unter der Leitung von Bernhard Rieger trafen und treffen sich die fünf bedeutendsten deutschen Dachverbände, um die Vorarbeit für die NEM-Normen des europäischen Dachverbands MOROP von deutscher Seite aus zu leisten und gegenseitig abzustimmen. Naheliegend, dass man sich auch über die gemeinsame Verbandsarbeit unterhält und merkt, dass man eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten hat. Eine Arbeitsgruppe Dampfbahn kann für die zentralen Aufgaben die Möglichkeiten der beiden Dachverbände BDEF und DBC-D nutzen und sich so voll auf die speziellen Bedürfnisse der Dampfbahn konzentrieren. Mehr zur AGD im Inneren dieses BDEF-REPORTS. 

Mit freundlichen Grüßen, 

Thomas Pohl 
Initiator und Leiter der „Arbeitsgruppe Dampfbahn“ im BDEF und DBC-D

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Schon angemeldet ?
Bundesverbandstag in Mülheim

Keine Region bietet auch heute noch ein dichteres Eisenbahn- und Straßenbahnnetz als das Ruhrgebiet. Obwohl viele Strecken stillgelegt wurden, die letzte Zeche in Mülheim bereits 1966 schloss und die Landschaft an der Ruhr heute ein beliebtes Freizeitrevier ist, lohnt sich für alle Modell- und Eisenbahnfreunde ein Besuch.

Die Eisenbahnfreunde Mülheim haben ein attraktives Programm zusammengestellt, was aber trotzdem dank vieler Sponsoren aus der Region bezahlbar ist. Besucht werden viele Industriebetriebe mit eigenen Werkbahnen, ein Straßenbahndepot auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks Mülheim-Speldorf, dessen Gebäude unter Denkmalschutz stehen, aber auch Modellbahnen. Exklusiv für Verbandstagsteilnehmer werden die ersten fertigen Teile der Ruhrgebietsanlage aus den 1960 Jahren sein, die im Herbst eröffnen soll. Hier wird auf über 400 m² gezeigt wie das Erz am Rhein ankommt und über das Schienennetz quer durchs Ruhrgebiet nach Dortmund transportiert wird. Zwischendurch erlebt man die Herstellung, Förderung bzw. Verarbeitung der verschiedenen Zusatzstoffe wie Kohle oder Koks. Die Anlagen der Zeche Zollverein, der Hüttenwerke oder des Gasometers Oberhausen werden exakt in 1:87 umgesetzt. Aber auch Museumsbahnen oder das bekannte Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen liegen nur wenige Bahnstationen von Mülheim an der Ruhr entfernt. Da viele Plätze, auch in den älteren Straßenbahnen, knapp sind, sollte man mit einer Anmeldung nicht allzu lange zögern, zumal die Stadt Mülheim 2008 ihren 200. Geburtstag feiert. Die einzelnen ehemals selbständigen Stadtteile, das Kloster und die zwei Schlösser können aber zum Teil auf eine über 1100-jährige Geschichte zurückblicken. Für Partner und Kinder bietet die Region ebenfalls reichlich Abwechslung, wobei das Vereinshaus der Eisenbahnfreunde Mülheim mit der attraktiven H0-Ruhrtalbahn in der Innenstadt immer als Treffpunkt der Familien dienen kann. Erleben Sie schöne Tage im herrlichen Ruhrtal oder genießen Sie es per Bahn oder mit einem Schiff der Weißen Flotte.

Die Teilnahme ist nicht an eine Mitgliedschaft im BDEF gebunden.

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Neu im BDEF: IG Spur II

Bereits 

Seit Anfang Januar 2008 ist die bereits 1985 gegründete Interessengemeinschaft Modelleisenbahn Spur II e.V. Mitglied im Bundesverband. Die schon längere Zeit erfolgreiche Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe für Basisnormen AGBM findet dadurch eine noch breitere Basis. Als überregionale Vereinigung gliedert sich die IG Spur II in mehrere Regionalgruppen. Allen Mitgliedern gemeinsam ist das Interesse an Modelleisenbahnen im Maßstab 1:22,5, einer Baugröße, die besonders für den Selbstbau von Modellen ideal ist.
Wir begrüßen die Interessengemeinschaft Modelleisenbahn Spur II herzlich im Bundesverband.
Kontakt: Interessengemeinschaft Modelleisenbahn Spur II e.V.,
Vors. Fritz Eisenhuth, Rhönstraße 24,
36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621 2952,
e-Mail: vorstand@spur-ii.de,
Internet: http://www.spur-ii.de

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Neu: AGD - Arbeitsgruppe Dampfbahn von BDEF und DBC-D

Die beiden Dachverbände BDEF und Dampfbahn-Club Deutschland DBC-D gründen die gemeinsame „Arbeitsgruppe Dampfbahn“ (AGD). Was ist „Dampfbahn“ überhaupt? Mit welchen Gleisen und Spurweiten fährt man denn da, damit das sicher ist und man nicht zusammen mit dem Fahrzeug, auf dem man sitzt, umkippt? Und wofür soll diese „Arbeitsgruppe Dampfbahn überhaupt gut sein? Zusätzlich zu den einleitenden Worten auf der Titelseite dieses BDEF-REPORTS stellen sich einem Eisenbahninteressierten, der noch nie mit Dampfbahn zu tun hatte, sofort solche Fragen. 

Zuerst einmal sei angemerkt, dass der Begriff „Dampfbahn“ (und „Dampfbahner“) nicht nur für die dampf- & kohlebetriebenen Fahrzeuge (und deren Lokführer) verwendet wird, sondern genauso für die elektrisch oder auf andere Weise betriebenen Fahrzeuge. Man spricht auch von der „personenbefördernden Gartenbahn“. 

Elektrischer Betrieb wird eigentlich ausschließlich mit 12 Volt oder 24 Volt gemacht, meist aus Autobatterien. Zugegebenermaßen stellt allerdings der Dampfbetrieb für die meisten die Königsdisziplin dar. Die „großen Spuren“, wie sie der Dampfbahner im Vergleich zu den anderen Modellbahnspurweiten (Z, N, H0 usw.) nennt, sind — neben einigen weniger verbreiteten Spurweiten — vorwiegend die 5 Zoll (127 mm), die 7¼ Zoll (184 mm) und die 10¼ Zoll (260 mm). Auf jeder dieser Spurweiten fahren Fahrzeuge unterschiedlichster Maßstäbe. Beispielsweise benutzt der eine Dampfbahner das 5-Zoll-Gleis für eine Schmalspurlok, die im Original auf einem Metergleis gefahren ist. Er sollte seine Fahrzeuge somit im Maßstab 1:8 (laut Norm, theoretisch 1:7,87) bauen. 

Bei Spur 5 werden allerdings vorwiegend Normalspurfahrzeuge gebaut, die also im Original auf den bekannten 1435 mm fahren und somit dem Maßstab 1:11 (laut Norm) entsprechen. Der Lokführer sitzt meist auf dem Triebfahrzeug oder Tender oder Bedienwagen. 

Bei der Spur 7 und bei der Spur 10 sind es überwiegend Schmalspurfahrzeuge. Dann erreicht man größere Maßstäbe als bei der Normalspur mit 1:8 bei Spur 7, respektive 1:5,5 bei Spur 10. Da kann man sich dann oft schon in die Fahrzeuge hineinsetzen. Mit der Normung der „großen Spuren“ in der NEM 010 fing übrigens die intensivere Zusammenarbeit des Dampfbahn-Club Deutschland und des BDEF an. 
Um bundesweit die Bedürfnisse der Dampfbahner zu unterstützen, wurde auf Betreiben von Thomas Pohl nun die Arbeitsgruppe Dampfbahn als Arbeitsgruppe des DBC-D und BDEF gegründet. Sie kann somit für die zentralen Aufgaben auch die Möglichkeiten der beiden Dachverbände BDEF und DBC-D nutzen: 
* Beispiel Versicherungsfachmann für gute Konditionen bei Haftpflichtversicherung, Transportversicherung. 
* Beispiel Messereferat: Hilfe, um als Mitveranstalter / Mitorganisator von Messen für Dampfbahnveranstaltungen aufzutreten. Oder Unterstützung für die Idee eines vielleicht mal gemeinsamen Messestands von BDEF und DBC-D auf einer der Messen. Die AGD kann sich auf die speziellen Bedürfnisse der Dampfbahn / personenbefördernden Gartenbahn konzentrieren: 
* Unterstützung der Dampfbahnvereine und von vereinsunabhängigen Dampfbahnern bei übergreifenden Themen, 
* Einbringung der „großen Spuren“ in alle relevanten NEM-Normen, 
* „Planungshilfen“ für den Fahrzeugselbstbau und für Betreiber von Dampfbahn-Anlagen, wie zum Beispiel „Übersicht Mehrspurgleis-Systeme“, oder „Wo bekomme ich welche Materialien, Bauteile usw.“, 
* Unterstützung beim Einstieg in das Hobby Dampfbahn (in der Art der „Grünen Blätter“ des BDEF), 
* Jugendliche für das Hobby Dampfbahn gewinnen; hierzu Unterstützung der Dampfbahn-Vereine, 
* Sammlung von Bauplänen, die konstruktiv in die Dampfbahn-Maßstäbe umgesetzt wurden; und Erweiterung einer solchen Sammlung, 
* Zentrale Organisation für die Vermittlung von Bauteilen. Wenn ein Modellbauer vier Puffer Maßstab 1:11 für einen Güterwagen bayerischer Bauart selbst baut, dann könnte er gleich mehr bauen und sie über die AGD anderen Interessenten zur Verfügung stellen. Umgekehrt baut ein anderer Modellbauer vielleicht mehr als die von ihm benötigten Zughaken & -kupplungen bayerischer Bauart, woran wieder der erste Modellbauer interessiert sein könnte, 
* Archiv über die Geschichte der Dampfbahn und die Pioniere der Dampfbahn in Deutschland, 
* ein eigener Internetauftritt, unter anderem mit Dampfbahn-Neuigkeiten, ein Dampfbahn-Newsticker, eine enge Zusammenarbeit mit dem Dampfbahnerforum, Umfragen mittels Web, Übersicht und Vorstellung von Dampfbahnanlagen, eventuell eine Fahrzeug-Datenbank mit Bild. 
* Messebericht und Neuheitenvorstellung vom „Echtdampftreffen Sinsheim“, 
* Erweiterung der Übersicht über TÜV-Bestimmungen und Sicherheitsvorschriften, die relevant sind für Bahnen mit und ohne Personenbeförderung. 

Wenn Sie eine Dampfbahn-Interessierte oder ein Dampfbahn-Interessierter sind und sich vorstellen können, in der Arbeitsgruppe Dampfbahn aktiv mitzuwirken, so kontaktieren Sie uns bitte! Im Internet finden Sie Infos zur Arbeitsgruppe Dampfbahn unter www.ag-dampfbahn.de . Per e-Mail erreichen Sie die AGD unter agd@bdef.de.

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Messe Sinsheim unter Dampf 

Viel zu schnell ging für Aussteller, Teilnehmer und Besucher das 12. Echtdampf-Hallentreffen zu Ende. 

Das Highlight des Dampfmodellbaus zeigte drei Tage lang über 1000 Dampfmodelle in Aktion. Das Echtdampf-Hallentreffen ist das jährliche Highlight der internationalen Echtdampfszene. 450 Teilnehmer aus Europa und Japan, 96 Aussteller und knapp 22.000 Besucher kamen zur 12. Auflage des berühmten Dampftreffens und erlebten das besondere Flair in den Sinsheimer Messehallen, als über 1.000 Dampfmodelle unter Dampf genommen wurden. Auf der 5,5 Kilometer langen Gleisanlage und auf der kombinierten 7 1/4 Zoll und 5 Zoll Anlage fuhren Dampflokomotiven und Dampfzüge, auf den Podesten dampften und fauchten stationäre Dampfmodelle um die Wette, auf dem Wasserbecken zogen Dampfboote gemächlich ihre Runden und immer wieder stellten sich die Straßendampfmodelle auf, um durch die Messehallen zu fahren. 

Das Hobby Dampfmodellbau kennt keine Grenzen. Aus Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Japan, Luxemburg, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Ungarn waren die Aussteller und Teilnehmer angereist und sorgten für internationales Flair in den Sinsheimer Messehallen. Die mit mehr als 5 Kilometern Länge weltweit größte Gleisanlage in der Halle bot für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen ein einmaliges Fahr- und Zuschauererlebnis. 

Im Rahmen des Projektes „Modellbahnwelt“ konnten zahlreiche liebevoll gefertigte Bauten im Maßstab 1:10 gezeigt werden. Die Abläufe auf einem Feldbahn-Betriebshof mit Fahrbetrieb der Loren, eine Kirche sowie Stadthäuser stellten eine Miniaturwelt und maßstabsgetreue Landschaft für die imposante 5 Zoll Anlage dar. Zufriedene Gesichter gab es auch bei den 96 gewerblichen Ausstellern aus ganz Europa, die gute Geschäfte verzeichnen konnten. Mit einer einzigartigen Produktvielfalt von Bausätzen, Fertigmaschinen, Bauplänen, Metallen für die Bearbeitung, Metallverarbeitungsmaschinen, Drehbänken, Fräsmaschinen, Schleifmaschinen bis hin zur Abkantbank und Lötstation konnten die Aussteller nahezu alle Wünsche der anspruchsvollen Teilnehmer und fachkundigen Besucher des Treffens erfüllen. Auf vielfachen Wunsch der Besucher wurden Seminare und Workshops in das Echtdampf-Hallentreffen aufgenommen. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene profitierten von den abwechslungsreichen Themen, die sich die Referenten vorgenommen haben. Die Gewinner des Besuchergewinnspiels erhielten wertvolle Preise und freuen sich beispielsweise über Fahrkarten für die Furka Dampfbahn und über Bausätze für ein Dampfmodell. Mit zahlreichen Originalen wartete das 12. Echtdampf-Hallentreffen auf. Ein Dampfboot in Originalgröße, das die Themse befahren hat, eine Dampfstraßenwalze sowie ein Steinbrecher verbreiteten Nostalgie. 

Die Fortsetzung des Echtdampf-Hallentreffens steht bereits fest. Das 13. Echtdampf-Hallentreffen 2009 findet vom 9. bis 11. Januar 2009 in der Messe Sinsheim statt.

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Wir trauern um Detlef Bräuniger

Völlig überraschend erreichte uns die Nachricht, dass Herr Detlef Bräuniger von ROCO verstorben ist. 
Wir konnten die Nachricht kaum fassen, zumal Herr Bräuniger noch beim MOROP-Kongress in Ilmenau (Anfang September) voll aktiv und lebhaft war. 
Der Tod von Detlev Bräuniger ist ein herber Verlust. In der Technischen Kommission TK des MOROP waren nicht nur seine Sprachkenntnisse sehr nützlich, noch viel mehr seine umfassenden Fachkenntnisse nicht nur bei der Modellbahntechnik, sondern auch bei der Vorbildtechnik; er vertrat aber auch auf sehr konziliante Art die Interessen der Industrie (nicht nur von Roco), wenn es darum ging, gewisse Fantasten auf den Boden der Realität zurückzuholen. Entsprechendes Gewicht hatten seine Wortmeldungen. Sein künftiges Fehlen wird einiges in der Arbeit der TK schwieriger machen.
Auf Entscheidung des MOROP Präsidenten ist Herr Bräuniger posthum zum Ehrenmitglied des MOROP ernannt worden.
Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken erhalten.

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Gemeinnützigkeit von Modellbahn-Vereinen

Die Diskussion um das Problem der Gemeinnützigkeit von Modelleisenbahnvereinen ist so alt wie das Vereinsförderungsgesetz vom 19.12.1989. Mit diesem Gesetz wurde dem § 52 Abgabenordnung (AO) eine Aufzählung angefügt, wonach (man beachte die Reihenfolge!) „die Förderung der Tierzucht, der Pflanzenzucht, der Kleingärtnerei, des traditionellen Brauchtums einschließlich des Karnevals, der Fastnacht und des Faschings, der Soldaten- und Reservistenbetreuung, des Amateurfunks, des Modellflugs und des Hundesports“ als gemeinnützig anzuerkennen sind (§ 52 II Ziff. 4 AO). Die Modelleisenbahner, aber auch die Modellschiff- und Modellautobauer waren aus unerfindlichen Gründen außen vor geblieben und wurden von den Finanzämtern bis etwa 1995 nicht als gemeinnützig anerkannt. Dem Modellbahnclub Sassnitz und dem MEC Neu-Isenburg kommen der bleibende Verdienst zu, in mehrjährigen Auseinandersetzung mit den Steuerbehörden eine Bresche in deren Ablehnungsfront geschlagen zu haben, mit dem Ergebnis, Anfang der 1990-er Jahre als gemeinnützig anerkannt zu werden. Der rechtliche Durchbruch war geschafft!

Die umstrittene Formulierung wurde dennoch in Ziffer 23 im neuen „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ vom 15.10.2007 unverändert übernommen.

Als Antwort auf eine Petition des BDEF an den Deutschen Bundestag vom Oktober 2007 erteilte das Bundesministerium der Finanzen mit Schreiben vom 15.11.2007 (GZ IV C4-S 2000/07/0001, Dok 2007/ 0519871) folgenden Bescheid:
„Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ist die Förderung von Freizeitaktivitäten außerhalb des Bereichs Sport als Förderung der Allgemeinheit anzuerkennen, wenn die Freizeitaktivitäten hinsichtlich der Merkmale, die ihre steuerrechtliche Förderung rechtfertigen, mit den in § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO a.F. genannten Freizeitgestaltungen identisch sind (BFH-Urteil vom 14.9.1994, BStBI 111995 S. 499). Die Finanzämter wurden aufgrund dieser Rechtsprechung angewiesen, die Förderung des Baus und Betriebs von Eisenbahn-, Schiffs-, Drachenflug- und Automodellen sowie weiterer als identisch im Sinne des BFH-Urteils anzusehender Freizeitbetätigungen als gemeinnützig anzuerkennen (Anwendungserlass zur Abgabenordnung, zu § 52, Nr. 9).“ 

Vereine, die an der Erlangung der Gemeinnützigkeit interessiert sind, können beim zuständigen Finanzamt einen entsprechenden Antrag stellen. Dazu folgender Formulierungsvorschlag:
Wir beantragen unter Bezugnahme auf § 52 AO die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit. Ein Exemplar unserer Satzung ist beigefügt. 

Selbstverständlich muss die Satzung auch gewisse formelle Voraussetzungen erfüllen. Hierüber informieren Broschüren, die bei den Finanzämtern kostenlos erhältlich sind (z.B. in Baden-Württemberg: „Das Finanzamt und die gemeinnützigen Vereine“). Von großem Nutzen ist erfahrungsgemäß das persönliche Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter des Finanzamts, am besten natürlich vor der schriftlichen Antragstellung. Sollte es sich danach als notwendig erweisen, die Satzung zu ändern bzw. zu ergänzen, müsste dies auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geschehen, wenn man nicht bis zur ordentlichen MV warten will. 
Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen das Finanzamt nach erfolgter Anerkennung besonders genau auf die Finger schaut.

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Neu im BDEF: H0-Modellbahnclub Pinneberg

Zwei der Gründungsväter lernten sich im Jahr 2002 bei einem Modelleisenbahnclub kennen. Da der Verein in DC baute und wir 
Wechselstromfahrer waren, suchten wir im Raum Pinneberg nach einem Verein der in AC Digital baut. Da es so einen Verein bisher nicht gab oder uns die Alternativen nicht zusagten und aufgrund des bereits vorhandenen Wagenparks ein Wechsel in DC nicht in Frage kam, suchten wir weitere Gleichgesinnte, um einen eigenen Verein zu gründen. 

Hier zeigte es sich, wie nützlich ein kompetenter Modellbahnfachhändler sein kann. Durch die Unterstützung und Vermittlung wurden schnell zwei weitere Modellbahnenthusiasten gefunden. Mitte 2004 wurde der Verein H0-Modellbahnclub Pinneberg gegründet, leider noch ohne eigene Räumlichkeiten. Im Jahr 2005 kamen dann noch zwei weitere Mitglieder dazu. Im November 2005 hatten wir dann unsere erste öffentliche Ausstellung im Autohaus Barmstedt, zu der über 700 Besucher kamen, die uns ein sehr positives Feedback gaben. Für uns ein Ansporn so weiterzumachen, um im November 2006, bei unsere nächsten öffentlichen Veranstaltung in Barmstedt, viele Verbesserungen und Verfeinerungen zu präsentieren, nebst neuen Modulen. Unser Motto lautet: Klasse statt Masse oder weniger fein detaillierte Module sind besser alles viele halbfertige Module. 

Gebaut wird in Modulform. Es handelt sich um eine eingleisige Nebenbahn in Norddeutschland. Unsere Epochen sind III bis V und Privatbahnverkehr, aber immer epochenrein. Gesteuert wird die Anlage mit der IB, da wir Digital fahren. Wir besitzen z.Zt. einen Kopfbahnhof, einen Kreuzungsbahnhof, einen HP und einen Trennungsbahnhof. Darüber hinaus haben wir noch zehn Meter Streckenmodule, z.Zt. befinden sich weitere acht Meter im Bau. Seit April 2006 hat der Verein eigene Räumlichkeiten, wo wir uns regelmäßig mittwochs und freitags zum Bauen und Basteln treffen. Hier sind ein Schattenbahnhof mit 12 Abstellgleisen und ein BW sowie eine Kehrschleife fest eingebaut. Auch diese Festeinbauten sind digitalisiert und werden mit IB und der Roco-Multimaus bedient. Da diese mit Adapter an der IB über Loconet angeschlossen ist, kann man mit ihr Loks fahren und auch Weichen stellen. Geplant ist die Steuerung zu einem späteren Zeitpunkt mit PC vorzunehmen. 

Kontakt: H0-Modellbahnclub Pinneberg, Vors. Manuel Wendt, Neuer Luruper Weg 2, 25469 Halstenbek, Tel. 04101 46845, e-Mail: 
Manuel@h0-modellbahnclub.de, Internet: http://www.h0-modellbahnclub.de 

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10 Jahre Modelleisenbahnfreunde Wangen e.V. 

Im Frühjahr 1998 trafen sich ein paar Modelleisenbahner nach einem Aufruf in der örtlichen Presse einmal wöchentlich in einer Gaststätte in Wangen, um sich über ihr Hobby, die Modelleisenbahn, auszutauschen. Von zu Beginn nur ein paar Modellbahnern wurden es von Woche zu Woche mehr. Schnell wurde beschlossen, einen Verein zu gründen, es wurde eine Satzung ausgearbeitet und die Vorstandschaft wurde gewählt. 

Leider war unser größtes Problem die Suche nach geeigneten Vereinsräumen, um unsere eigene Anlage aufzubauen. Schließlich bekamen wir von der Stadt Wangen die Möglichkeit, in Niederwangen die Räume der alten Sparkassenfiliale kostengünstig anzumieten. Anlässlich einer Ausstellung im Badstuben-Museum in Wangen wurde von uns ein Modell des Bahnhofs Wangen im Maßstab 1:87 in einer Bauzeit von knapp 4 Monaten erstellt. Nach Ende der Ausstellung überließ uns die Stadt diese Anlage und mit diesem Modell sind wir dann auf verschiedenen Ausstellungen anderer Vereine und Modellbahnmessen zu Gast gewesen. 
Nachdem die Gemeinde Niederwangen die Räumlichkeiten für eigene Zwecke benötigte, mussten wir uns leider nach einer anderen Bleibe umschauen. Die Suche gestaltete sich als sehr schwierig und erst nach Monaten fanden wir letztendlich einen Raum. Auch musste die inzwischen gebaute Vereinsanlage mit umziehen. Nach einer gründlichen Renovierung des heute noch genutzten Vereinsraumes bauen wir derzeit an unserer neuen Anlage in H0-Wechselstrom (ca. 8 m x 1,50 m) nach eigener Fantasie. 
Für das Frühjahr 2008 ist eine Modulanlage in Nordmodulbauweise geplant. Auch wird bei uns im Verein die Jugendarbeit sehr gefördert; die Jugendgruppe hat zurzeit acht Mitglieder im Alter zwischen 9 und 17 Jahren. Diese bauen eine eigene Anlage und sind sehr aktiv, auch bei der Gestaltung. Leider platzt unser Vereinsheim aus allen Nahten und wir wären für kostengünstige, neue Räumlichkeiten sehr dankbar. 

Im Herbst 2008 feiern wir unser 10-jähriges Vereinsjubiläum am 27. und 28.9. mit einer großen Ausstellung bei der Vereine mit ihren 
Anlagen verschiedener Spurweiten bei uns zu Gast sein werden. 

Kontakt: Modelleisenbahnfreunde Wangen e.V., Vors. Thomas Hestner, Internet: http://www.mef-wangen.de 

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10 Jahre „FKBG“

Carsten Recht, der Leiter der Feld- und Kleinbahn Betriebsgesellschaft gemeinnützige GmbH berichtet vom Jubiläum der FKBG und von 40 Jahren Feldbahnmuseumsgeschichte

1967 begann der Einstieg in die Droge „Museumsbahn“. Auf 600 mm – die anderen Spurweiten waren einfach zu groß und zu „unhandlich“, um damit eine neue Strecke zu errichten – fing in meinem Geburtsort Holm-Seppensen und dem Nachbarort Wörme die Geschichte des ersten Feldbahnmuseums in Deutschland an. Aus der damals gegründeten SKBG (Schmalspur- und Kleinbahn Betriebsgesellschaft e.V.) wurde mit dem Umzug nach Deinste bei Stade das DFKM (Deutsches Feld- und Kleinbahnmuseum e.V.), bei dem ich aus dem Vorstand ausschied.
Nach mehreren Aktivitäten in Sachen Bahnerhalt in Niedersachsen und Museumsbahnen im Ausland zog es mich dann 1990 wieder nach Deinste, um beim 25-jährigen Jubiläum mitzufeiern.
1997 hatte ich die Eigentümer zweier Heeresfeldbahnwagenkästen in Hamburg überzeugen können, die Wagen mit je einem Bauwagen zu tauschen. Ich ließ die Wagen nach Wörme auf einen Bauernhof transportieren. Die EXPO 2000 stand vor der Tür und gemeinsam mit den Hofbesitzern entwickelten wir den Plan, mit einer historischen Bahn die Felder zu bewirtschaften und gleichzeitig die Verbindung zum ÖPNV herzustellen. 
Anreise zum Hofladen mit der Feldbahn, das war doch was! Unter dem Namen „Wilde Erika“ wurde die Idee in die Tat umgesetzt.
Also musste eine GmbH gegründet werden – nach den Erfahrungen mit Vereinen eine logische Überlegung. Und gemeinnützig sollte sie auch werden. 30 Jahre nach der Vereinsgründung wurde dann die FKBG ins Dasein gehoben. Zwei weitere Gesellschafter fanden sich, die allerdings keine großen Summen einbrachten. Zusammen mit den MPSB-Freunden e.V., zu deren Gründungsmitgliedern ich ebenso zählte, bauten wir die Ziegeleifeldbahn in Fleetmark bei Salzwedel ab. Die Hälfte des Materials schenkten wir den Schwichtenbergern, damit sie ihre Strecke aufbauen konnten. Parallel dazu wurden Loren gesammelt und zwei Deutz OMZ 122 F erworben, von der eine jetzt in Schwichtenberg eingesetzt wird. 
1998 konnte der erst Teil der Strecke eröffnet werden (Alter Schafstall – Wörme) und gegen die Erweiterung in Richtung DB-Haltestelle 
Büsenbachtal kämpften einige Nachbarn. Die Baugenehmigung mit allen erforderlichen Gutachten verschlang 25.000 DM, womit das Grundkapital aufgebraucht war. 
Vom VVM kamen zwei Reserveloks zeitweise nach Wörme und bei der Eröffnungsfahrt mussten wir auch auf eine VVM-Lok zurückgreifen. Der Betrieb entwickelte sich in den folgenden Jahren sehr zufrieden stellend. Eine Lkm Ns 2f fand den Weg ebenso nach Wörme, als auch einer der beiden in Gütersloh gebauten zweiachsigen Personenwagen, die in seinerzeit Lauenburg der Aufarbeitung harrten. Über 100 Personen mussten in einzelnen Zügen transportiert werden. Aus Polen gelangten dann vier Wagenkästen zur Bahn. Für einen 257 ex Ostpreußen gelang es sogar, ein Fahrwerk zu beschaffen und den Wagen aufzuarbeiten.
Der Kabarettist Dieter Hildebrandt setzte der Bahn mit einem Text in einem seiner Bücher ein Denkmal – auf der Homepage unter www.fkbg.de befindet sich die Hörprobe.
Der Bürgermeister und Förderer des Projektes Eisenberg starb überraschend und vom Gemeinderat war nichts Gutes mehr zu erwarten. Die Erweiterung der Bahn wurde blockiert und der Verpächter verlor langsam das Interesse an dem Torso. 2002 kam dann die Kündigung des Pachtvertrages ins Haus geflattert und wir mussten die Anlage entfernen. Noch im letzten Betriebsjahr suchte die FKBG nach einem geeigneten anderen Projekt. Auch Malente-Lütjenburg kam dabei in die engere Wahl. Jedoch hatten die Bürgermeister von Zorge und Walkenried derart große Unterstützung zugesagt, die alte deutsch-deutsche Kleinbahn Ellrich – Zorge als Feldbahn wieder aufzubauen, dass wir einige Wagen – unter anderem den 257 nach Zorge transportieren ließen. In dem dortigen Kurhaus sollten wir eine neue Bleibe finden und die Pläne für die Strecke waren bereits fertig und von der Aufsichtsbehörde abgesegnet. Nachforschungen ergaben, dass die alte Eisenbahn-AG noch existierte und mittels eines bestellten Notvorstandes eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen werden konnte. Die Stadt Ellrich nahm zwar an der Sitzung teil, hatte jedoch einen Ratsbeschluß im Gepäck, was die Übernahme der Aktien ausschloss. Nicht nur alle Arbeit vergebens, sondern diese Entscheidung gab den Gegnern enormen Auftrieb. Als „Dank“ ließ die Stadt Ellrich die FKBG auch noch auf den Planungskosten sitzen, nachdem die bereits zugesagten Zuschüsse für das Projekt im letzten Augenblick gekippt wurden. Nutznießer des ganzen Procedere ist die Stadt Ellrich, die jetzt die Grundstücke der alten Eisenbahn-AG von der DB AG übertragen bekam!
2005 wurde die Anschlussweiche in Malente zur Strecke Malente-Lütjenburg ausgebaut. Für den Förderverein war eine Kleinbahn „Spielerei“ und er löste sich trotz unserer Intervention auf. Wir hätten gern mit ihm gemeinsam das Projekt vorangebracht. Die Strecke ist von der Mittenwalder Eisenbahn Immobilien-GmbH & Co. KG gekauft worden und wir schlossen einen Nutzungsvertrag ab. Seit 2006 wird eine dritte Schiene eingebaut und Pfingsten 2006 feierten wir mit dem aus Zorge zurückgeholten und in Hamburg-Finkenwerder restaurierten 257 nebst zweier aus Polen beschaffter Hochbordwagen Eröffnung. Anfang 2007 gaben wir den 1894 bei Weyer in Düsseldorf gebauten 381 an die Gemeinde Malente ab. Diese ließ ihn in Finkenwerder komplett mit Hilfe aus dem Leader+ - Programm der EU restaurieren. Zu den Feierlichkeiten im September anlässlich des 10-jährigen Jubiläums – was mit 40 Jahren Feldbahnmuseumsgeschichte in Deutschland zusammenfiel – war der Wagen einsatzfähig. Mit der Leihlok des Frankfurter Feldbahnmuseums e.V. „Dimitrias“, die auf einer mir alten Bekannten, der Pilionbahn in Griechenland, im Straßenbahnverkehr 20 Jahre lang eingesetzt war, wurden dann die Jubiläumszüge bespannt. Das Lindenberger Marion-Etten-Theater führte das „Eisenbahnmärchen“ auf (Pollo lässt grüßen), was leider nur für sechs Kinder zum Erlebnis wurde.
Inzwischen ist die Strecke auf 2 km angewachsen und Schienen für weitere 2 km liegen bereit. Bis zum Juni 2008 muss der Bahnhof 
Bruhnskoppel erreicht werden, um die Gäste der „Immenhof-Festspiele“ dorthin gelangen zu lassen. Und 2009 soll Lütjenburg erreicht werden.
Eine Idee allein hilft oftmals nicht viel, wenn nicht die entscheidenden Personen dahinterstehen und sie unterstützen. Hier in 
Schleswig-Holstein fühlen wir uns wohl, was sich in der Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und der guten Laune unseres Personals wieder 
spiegelt.
Dem BDEF gehört die FKBG natürlich genauso an, wie seinerzeit die SKBG.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.hein-luettenborg.de  (Fördervereinsadresse) und www.fkbg.de  zu finden.
In einer kleinen Broschüre „Vom „Sputnik“ zu „Hein Schüttelborg“ Erlebnisbericht eines Weggefährten“ wird das Jubiläum reich bebildert ausführlich beschrieben.

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25 Jahre Modelleisenbahnfreunde Angerland

1982 taten sich einige Eisenbahnfreunde aus dem Großraum Ratingen zusammen und gründeten einen Verein, der sich später 
„Modelleisenbahnfreunde Angerland“ nennt. Die ersten Treffen fanden noch in der Bahnhofsgaststätte in Lintorf statt; seither befinden sich die Vereinsräume im Keller der Eduard-Dietrich-Schule. Da es nicht mehr genau nachvollziehbar ist, ab welchem Treffen man sich als Verein betrachtete, wurde der 1.1.1983 als offizielles Gründungsdatum festgelegt.

Nachdem zunächst begonnen wurde, eine Anlage nach dem Märklin-Wechselstromsystem zu bauen, wurde schon sehr bald auf das international übliche Zweileiter-Gleichstromsystem umgestellt. Diese Anlage befindet sich derzeit im Umbau; ein Teilbereich wird auf Digitalbetrieb umgestellt, an dem Rest müssen immer noch die Nachwehen der Schulerweiterung beseitigt werden. Wir hatten während der Bauphase mehrere Wassereinbrüche; auch wenn wir keine allzu großen direkten Schäden zu beklagen hatten, hat sich doch das Holz, das in recht großem Umfang in der Anlage verbaut ist, an vielen Stellen durch die Luftfeuchtigkeit verzogen und muss nun ersetzt werden. Auch wenn die Reparaturen noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, können wir doch schon wieder Züge laufen lassen.
Die Aktivitäten unseres Vereins beschränken sich aber nicht allein auf den Bau und Betrieb unserer Anlage. 1987 wurden über unseren damaligen Bürgermeister die ersten Kontakte mit den Eisenbahnfreunden aus unserer Partnerstadt Maubeuge geknüpft. Die Initiative ging damals von unseren französischen Freunden, der Association Ferroviaire Sambre-Avesnois (AFSA), aus. Ein erstes Treffen fand im Frühjahr 1988 anlässlich einer Modellbahnausstellung in Maubeuge statt. Daraus hat sich mittlerweile eine enge Freundschaft, nicht nur auf Vereinsebene, entwickelt.

Offizielle Treffen finden meist zweimal im Jahr statt (je eins in Ratingen und eins in Maubeuge), darüber hinaus natürlich noch private Besuche. In Maubeuge finden in einem Rhythmus von 1 bis 1½ Jahren Modellbahnausstellungen statt, an denen wir regelmäßig teilnehmen. Dort treffen sich Vereine aus weiteren französischen Städten sowie aus der belgischen Nachbarstadt Mons.
Bei den Vereinstreffen stehen meistens auch Besichtigungen von Eisenbahnanlagen auf dem Programm. So haben wir beispielsweise schon die Bahnbetriebe der Ruhrkohle, der Rheinbraun, von E+H und Wülfrather Kalk besucht. Aber auch Stellwerke und ein Betriebshof der Rheinbahn standen schon auf dem Programm. Von Maubeuge aus haben wir damals die Baustelle des Eurotunnels bei Calais besichtigt. Als gemeinsame Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen unserer Freundschaft haben wir eine Museumsbahn mit öffentlichem Verkehr im südlichen England besucht.

Der Höhepunkt unserer gemeinsamen Aktivitäten war zweifellos die Taufe einer französischen Lokomotive auf die Namen Ratingen und Maubeuge im Jahre 1997. Die Idee hierzu wurde zwei Jahre zuvor bei einem Mittagessen in Lintorf geboren. Wir saßen damals mit einigen Maubeuger Freunden und unserem damaligen Bürgermeister Wolfgang Diedrich zum Abschluss eines Veranstaltungswochenendes zusammen. Der Bürgermeister überreichte der Maubeuger Delegation als Gastgeschenk der Stadt Ratingen ein Keramikwappen. Da in Frankreich schon lange Lokomotiven mit Stadt- und Regionswappen geschmückt herumfuhren, kam dabei die Idee auf, eine Lokomotive mit den Wappen zweier Partnerstädte zu dekorieren. Unser Bürgermeister sagte spontan seine Unterstützung zu, so dass auch der Kontakt zwischen den beiden Rathäusern funktionierte. Die Hauptarbeit lag dann bei unseren französischen Freunden, von denen einige selbst Eisenbahner sind und auch über die entsprechenden Kontakte innerhalb der Verwaltung der SNCF verfügen. Sie organisierten dann die Veranstaltung zusammen mit der Stadt Maubeuge und der SNCF. Mit dieser Aktion haben wir eine Art Vorreiter gespielt, denn mittlerweile haben weitere Städte nachgezogen. Gekrönt wurde die ganze Sache mit dem Erscheinen der getauften Lok als Modell, von dem selbstverständlich in beiden Vereinen etliche im Einsatz sind.

Eine besondere Herausforderung für uns stellte die Präsentation der französischen Modulanlage im Rahmen der 725-Jahr-Feier der Stadt Ratingen in der Turnhalle der Eduard-Dietrich-Schule dar. Da der Schulbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt werden sollte, mussten wir mit extrem kurzen Auf- und Abbauzeiten auskommen. Bei nur 15 Mitgliedern waren wir da auf tatkräftige Unterstützung aus Maubeuge angewiesen. Demzufolge mussten wir zeitweise bis zu 21 Personen beherbergen und versorgen, was dank der Mithilfe unserer Frauen auch reibungslos funktionierte. Hier machte es sich bezahlt, dass wir in die Partnerschaft zwischen den Vereinen immer unsere Familien (auf beiden Seiten) mit einbezogen haben.

Kontakt: Modelleisenbahnfreunde Angerland, 40885 Ratingen, Vors. Dieter Piefky, Am Sägewerk 35, Tel. 02102 39380 oder mobil 0173 2045569
Clubabend: Mittwochs 19 Uhr in der Eduard-Dietrich-Schule, Duisburger Str. 14, 40885 Ratingen

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40 Jahre Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte e.V.

Der MEH wurde am 20. Januar 1968 von ca. 15 interessierten Modellbahnfreunden als Arbeitsgemeinschaft 6/29 des Deutschen 
Modelleisenbahn-Verbandes (DMV) gegründet. Zurzeit hat der Verein etwa 35 Mitglieder zwischen 18 und 80 Jahren. Gebaut wird abwechselnd an Anlagen der Nenngrößen I, 0, S, H0, TT, N und Z.

Der Verein musste bereits mehrmals die Räumlichkeiten wechseln. Zuerst setzten die Modellbahner im Graseweg 3b eine leerstehende feuchte Erdgeschosswohnung instand und bauten dort ihre ersten Anlagen. Es wurden damals mehrere Ausstellungen im ehemaligen Kino Schauburg im Haus des Lehrers und bei der deutschen Reichsbahn durchgeführt.

Da der Zustand des Hauses im Graseweg sich immer mehr verschlechterte und auch der Platz für die gewachsene Anzahl der Modellbahner und Anlagen nicht mehr ausreichte wurden neue Räume gesucht. Von der Stadt Halle erhielt der Verein 1985 die Möglichkeit sich in der Kleinen Märkerstraße, in einem Haus welches durch die Stadt genutzt wurde, die Bodenräume auszubauen. So wurden wieder Lötkolben und Feinmechanikerwerkzeug gegen Maurerkelle und Pinsel eingewechselt, um aus einem alten Gerümpelboden ordentliche Vereinsräume zu machen. Nach dem Umzug und dem Aufbau einer neuen großen H0-Anlage erfolgten in der Kleinen Märkerstraße mehrere sehr erfolgreiche Ausstellungen mit bis zu 8000 Besuchern. Dazu wurden dann auch immer die Räume des im gleichen Haus befindlichen Jugendklubs genutzt, so dass die verschiedensten Anlagen gezeigt werden konnten. 1988 wurde zu den Modelleisenbahnfreunden aus Halles Partnerstadt Karlsruhe Kontakt aufgenommen, der aber erst nach der Wende richtig aktiv werden konnte. So wurde die Albtal-Anlage aus Karlsruhe schon dreimal in Halle gezeigt und auch die Hallenser fuhren mit ihrer Anlage in die Partnerstadt.

Im Jahr 1990 wurde die AG 6/29 des DMV dann in den eingetragenen Verein Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte, oder kurz MEH, umgewandelt. Leider konnten die Modellbahnfreunde sich in ihrer neuen Räume nicht lange erfreuen, denn schon kurz nach der Wende bekam der frühere Besitzer das Haus in der Kleinen Märkerstraße zurück. Da die nun geforderte Miete nicht aufgebracht werden konnte, blieb schweren Herzens nur der Auszug. Für ein Jahr ruhte nun leider die Vereinstätigkeit, da vorerst keine neuen Räume gefunden werden konnten. 

Für die Anlagen, Material und Werkzeug fand sich in einem Halle-Neustädter Kindergarten ein Kellerraum, in dem alles eingelagert werden konnte. Mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Halle wurde es dann 1992 möglich, in genau diesem Kindergarten, wo das ganze Material eingelagert war, mehrere Kellerräume zu den heutigen Vereinsräumen auszubauen. Seit 1993 wird dort nun auch jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit eine Ausstellung durchgeführt. Seit 1995 kann dafür auch der Theatersaal des soziokulturellen Zentrums Pusteblume mit genutzt werden, welches nunmehr in die Räume des ehemaligen Kindergartens eingezogen ist.

Weiterhin veranstaltet der MEH seit 2001 auch die große Winterferien-Ausstellung (Anfang Februar) im Halloren- und Salinemuseum die jedes Jahr weit über 4.000 Besucher anzieht, sowie seit 2004 die Ausstellung zum Weihnachtsmarkt (Anfang Dezember) im Stadthaus am Markt.

Seit 2002 ist der MEH Mitglied im Bundesverband.
Kontakt: Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte e.V., SKZ Pusteblume, Zur Saaleaue 51a, 06122 Halle (Saale), Tel. 0345 6902033, Vorsitzender: Peter Grobe

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Abschied vom Intercity „Alpenland“

Am Samstag, dem 8. Dezember 2007 verkehrte der IC 2429 „Alpenland“ das letzte Mal als durchgehende Verbindung von Dortmund nach Berchtesgaden. Die Mitglieder des Modelleisenbahnclub Bad Reichenhall-Freilassing e.V., die sich nicht nur mit der Modelleisenbahn, sondern auch intensiv mit dem großen Vorbild beschäftigen, nahmen dies zum Anlass, eine Abschiedsfahrt mit dem Zug zu unternehmen, der traditionell seit Jahrzehnten das Berchtesgadener Land mit dem Ruhrgebiet verbunden und zahlreiche Feriengäste bequem und umsteigefrei in die Region gebracht hat. Zur Fahrt am letzten Tag des Fahrplanes 2006/2007 von Freilassing nach Berchtesgaden und zurück wurde der Bistrowagen genutzt, wo die teilnehmenden Mitglieder bei musikalischer Unterhaltung bestens mit Brotzeit und Getränken versorgt wurden.

Die jetzt eingestellte Zugverbindung weist eine jahrzehntelange Tradition auf: Wirft man einen Blick in die Kursbücher der Deutschen Bahn bzw. ehemaligen Deutschen Bundesbahn, so verkehrte der Zug im Jahr 1967 als D 1203/1204 mit dem klangvollen Namen „Glückauf“ zwischen Dortmund und Berchtesgaden. Zehn Jahre später, im Jahr 1977, war er ohne jeglichen Namen im Kursbuch verzeichnet; er hatte nur eine Zugnummer D 1522/1523. Doch wiederum nach zehn Jahren, 1987, wurde der damalige FD 722/723 nach dem eigentlichen Zielgebiet, dem Berchtesgadener Land, benannt. 1997 fand man dann denselben Zug wieder unter dem Namen „Berchtesgadener Land“, aber aufgewertet als IC 724/725. In dieser Zeit verkehrte der Zug an bestimmten Tagen über Dortmund hinaus sogar bis Hamburg-Altona. Zuletzt, bis zu seiner Einstellung, erhielt der Zug IC 2428/2429 den Namen „Alpenland“. Auf seinem Laufweg wurde er jetzt in München Hbf getrennt, wobei der zweite Teil des Zuges das Werdenfelser Land, mit Zielbahnhof Garmisch-Partenkirchen, ansteuerte. 

Der IC „Alpenland“ wird nach seiner Einstellung zwar auch nicht mehr nach Garmisch-Partenkirchen fahren, jedoch wird hier ein attraktiver ICE die Verbindung auf dieser Relation umsteigefrei erhalten. Nach dem Verlust des IC 2428/2429 „Alpenland“ kann man nur hoffen, dass der noch verbleibende IC 2082/2083 „Königssee“ von Hamburg Altona nach Berchtesgaden vom gleichen Schicksal verschont bleibt und unsere Ferienregion nicht ganz vom Fernverkehr der Deutschen Bahn abgehängt wird.

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Rettungsübung im Berliner Hauptbahnhof

Das Innerste des Berliner Hauptbahnhofs birgt ein Labyrinth von Gängen und Schächten, begleitet von einem Gewirr von Rohren, Leitungen und Kabeln.

Sich hier während des normalen Dienstablaufes zu Recht zu finden, scheint für den Nichteingeweihten ganz schön schwierig. Nicht so für die Mitarbeiter des Technischen Facility Managements (TFM) von der DB Services Nordost GmbH: Sie kennen jeden Gang, jeden Schacht (und sei er noch so tief!), jede Einstiegsluke. Und sie kennen sämtliche technischen Anlagen darin, sind versiert, diese bestens zu bedienen. Auch für den Notfall sind die TFM-Mitarbeiter bestens gerüstet, wissen jederzeit, was zu tun ist.

Und damit dies weiterhin so bleibt, fand am 18.12.2007, ganztägig, die diesjährig zweite und letzte Rettungsübung in einem Instandhaltungsbereich des Berliner Hauptbahnhofs statt. Gemeinsam mit Christian Meyer, dem Trainer von der Sicherungsfirma Skylotec aus Neuwied, absolvierten die TFM-Mitarbeiter ihr Trainingssoll: Bergung und Erstversorgung eines unfallverletzten Kollegen aus einem Installationsgang in dem sich Sandfänge, Fettabscheider und Pumpen etc. befinden - und das auf engstem Raum und aus knapp 10 Meter Tiefe.

Wie die verantwortlichen Organisatoren, Rudolf Pulkenat (Operationsmanagement Immobilien), Mathias Nowak (Vertragsverantwortlicher Systemdienstleistung) und Thomas Hellwig (Servicebereichsleiter), im Nachgespräch berichteten, "zeigte sich während dieser Rettungsübung erneut die Kompetenz bei der Lösung von Zugangs- und Sicherungsproblemen". 

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200 Jahre Bahn & Werbung „Go easy Go Bahn“

DB Museum eröffnet Sonderausstellung : Reklameklassiker dokumentieren Zeitgeist und Zeitgeschehen • Wandel des Reisenden vom Beförderungsfall zum umworbenen Kunden

Das DB Museum in Nürnberg hat eine Sonderausstellung mit dem Titel „Go easy Go Bahn“ eröffnet. Der Slogan aus den 1970er-Jahren, mit dem Jugendliche als Fahrgäste gewonnen werden sollten, ist Bestandteil einer intensiven Rückschau auf 200 Jahre Werbung für die Bahn. Über tausend Exponate, wie Plakate, Prospekte, Werbegeschenke und Filme, sind das Spiegelbild von Zeitgeist und Zeitgeschehen. Die Werbung hat eine Entwicklung vollzogen und wurde mit der aufkommenden Konkurrenz von Auto und Flugzeug in den 1920er-Jahren stark intensiviert. In der Zeit des Nationalsozialismus geriet die Werbung unter politische Vorgaben.

Während die DDR-Reichsbahn es aufgrund fehlender Transportressourcen kaum nötig hatte, um Fahrgäste zu werben, musste die Bundesbahn im Westen alle Register ziehen. Die Konkurrenz anderer Verkehrsträger wuchs. Besonders typisch waren Plakate zur Imagewerbung. Einprägsame Slogans „Alle reden vom Wetter – wir nicht“ oder „Unsere Loks gewöhnen sich das Rauchen ab“ sind noch heute weithin bekannte Klassiker.

„Go easy Go Bahn“ war eine der Popkultur folgende Kampagne der Bundesbahn, in der das Unternehmen neben Plakaten auch T-Shirts und Getränkedosen einsetzte, um auf sich aufmerksam zu machen. Auf Schallplatte gab es den passenden Song, und Schulklassen wurden zu Gratisfahrten in Diskozügen eingeladen. Neben dem historischen Rückblick bietet die Schau auch einen Überblick über die aktuelle Werbung der Bahn. 
Die Sonderausstellung ist im DB Museum Nürnberg, Lessingstraße 6, zu sehen. Sie läuft vom 30. November 2007 bis 30. März 2008 und ist dienstags bis freitags von 9 bis 17, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro (ermäßigt 2 Euro). Ein reich bebilderter Begleitband ist zum Preis von 19,90 Euro im Museumsshop erhältlich.

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Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter auf der 25. IMA in München

Die Modellbahner aus Königslutter sind zurück von der – laut Aussage der Veranstalter - weltweit größten Modellbahnmesse, der „25. Int. Modellbahn-Ausstellung“ in München. An vier Messetagen strömten die Besucher, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Scharen in die Messehalle B4, auf der „Neuen Messe“ in München. In dieser Messehalle standen die Modellbahner der Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter e.V. (ARGE) mit ihrer LGB-Modulanlage, neben weiteren ausgewählten Modellbahnanlagen aus vier Ländern. 
Hauptaugenmerk der Besucher waren neben dem Fahrbetrieb und den LGB-Fahrzeugen, die Eigenbau-Häuser aus der eigenen Werkstatt, sowie einige technische Spielereien wie ein flackernder und rauchender Grill, ein Wasserspeiender Brunnen, wippende Kinder auf dem Spielplatz und Modellautos mit Funktionen. Ein absolutes Highlight war jedoch, nicht nur bei den Kindern, die Weihnachtsmanndraisine mit dem beleuchteten Weihnachtsbaum. 
Da die Landschaft der Anlage, der passionierten Modellbahner aus Königslutter, dem Harz nachempfunden ist und auch der Fahrbetrieb nach dem Vorbild der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) durchgeführt wird, waren wir so etwas wie die Vertretung der HSB auf der Münchner Messe. Hierfür hatten die Harzer Schmalspurbahnen reichlich Informationsmaterial und auch Teile aus ihrem Merchandise-Sortiment mitgegeben. Diese und auch Informationsmaterial der Stadt Königslutter fanden reißenden Absatz, berichtet der Vorsitzende der ARGE Hans-Georg Saffert. 
Selbst einige Königslutteraner hatten den Weg nach München gefunden und einmal an der Anlage „Hallo“ gesagt.

Kontakt: Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter e.V., 
Vors. Hans-Georg Saffert, Hassestraße 4, 38154 Königslutter, Telefon 05353 1666 oder 0171 2712375, 
e-Mail: H-G.Saffert@t-online.de 

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Faszinierende Funktionen auf engstem Raum

Im jetzt lieferbaren H0-Funktionsmodell eines Turmtriebwagens vereint Märklin die vielfältigen Möglichkeiten der Mikroelektronik und Mikromechanik. Der 16 cm kurze Triebwagen im Maßstab 1:87 kann mit Hilfe von drei Piezo-Miniaturmotoren realistisch seinen Stromabnehmer und seine Schwenk-Hebebühne bewegen. Zudem lässt sich das Modell auch sehr feinfühlig fahren und verfügt synchron dazu über einen verblüffend echt klingenden Dieselmotor-Sound nebst zahlreichen Zusatzgeräuschen. Im Bestreben um eine vorbildgerechte Nachbildung des Zugbetriebs arbeitet Märklin intensiv und kontinuierlich an der Erweiterung der Spielfunktionen. Das Vorbild dieses Hightech-Multifunktionsmodells in Baugröße H0 (Maßstab 1:87) wurde erstmals 1955 für Installations- und Wartungsarbeiten an Oberleitungen des Streckennetzes der Deutschen Bundesbahn eingesetzt und ist auch heute noch vereinzelt anzutreffen. 
Obwohl das Modell nur 16 cm lang ist, konnte Märklin neben einem komfortablen mfx-Sounddecoder einen Funktionsdecoder und drei Miniaturmotoren für die vorbildgerechte Bewegungsanimation integrieren. Dank moderner Piezo-Motorentechnologie lässt sich sowohl der Prüfstromabnehmer als auch die Arbeitsbühne absolut realistisch in Szene setzen. Über eine handelsübliche Digitalzentrale (Märklin-mfx- oder Motorola-Datenformat) kann der „Pantograf“ ganz einfach per Tastendruck gehoben oder abgesenkt werden – sanft schnurrend setzt er sich mit Hilfe einer fast unsichtbaren hauchdünnen Nylonschnur in Bewegung. Nach ca. zwei Sekunden hat er jeweils seine Endposition erreicht. Die auf dem Dach des Triebwagens sitzende 52 mal 17 Millimeter kleine Arbeitsbühne wurde ebenfalls maßstabsgerecht ins Modell umgesetzt. Die im Vorbild hydraulisch angetriebene Arbeitsbühne lässt sich elektrisch ausfahren und in beide Richtungen um 90° schwenken. 

Dank fein dosierbarer Piezomotoren können diese beiden Funktionen realistisch langsam ablaufen. Der Hubweg beträgt 12 Millimeter. Je nach Fahrreglerstellung der Digitalzentrale lässt sich die Hub- und Drehbewegung in einem sehr weiten Geschwindigkeitsbereich einstellen. Beispielsweise dauert eine Drehbewegung der Arbeitsbühne um 90 Grad, je nach Einstellung, zwischen ca. 10 Sekunden und mehr als einer Minute. Neben diesen drei faszinierenden Bewegungsfunktionen hat Märklin auch die Motorisierung des Turmtriebwagens sehr aufwändig realisiert – zum Einsatz kommt der erst seit Sommer 2007 lieferbare SoftdriveSinus-Motor mit innovativer Schrägstellung des Magnetfelds im 12-poligen Rotor des Motors. Dieser bürstenlose Motor arbeitet nahezu verschleißfrei und hat einen seidenweichen und geräuscharmen Lauf. Angetrieben werden beide Achsen. Eines der vier Räder ist zusätzlich mit einem Haftreifen ausgestattet. Zudem rollt das Modell selbst bei extremer Langsamfahrt mit mehr als zwei Minuten pro Meter (maßstäblich umgerechnet ca. 2,3 Stundenkilometer) ruckelfrei übers Gleis. 

Märklin hat bei diesem neuen Modell aber auch für eine eindrucksvolle Geräuschkulisse gesorgt. Der an Bord befindliche mfx-Digital-Decoder produziert auf Knopfdruck einen sehr realistischen Dieselmotor-Sound des Triebwagens, der sich synchron zur jeweiligen Fahrsituation und Geschwindigkeit anpasst. Beim Abbremsen ertönt kurz vor dem Stillstand das Dröhnen der Bremsscheiben. Natürlich lässt sich per Tastendruck auch noch das typische Signalhorn des Triebwagens aktivieren. Aber damit nicht genug, Märklin hat dem Modell fünf typische Baustellengeräusche spendiert. 
Unabhängig voneinander können eine Metallsäge, das Hämmern, ein Winkelschleifer, das Elektroschweißen und Arbeiten am Schleifbock eingespielt werden. Fast schon selbstverständlich ist schließlich, dass der Turmtriebwagen eine zuschaltbare Stirnbeleuchtung besitzt, die fahrtrichtungsabhängig zwischen zwei roten und drei weißen Lichtern umschaltet. 
Das Modell des Turmtriebwagens wiegt 344 Gramm. Das Gehäuse ist weitgehend aus Metall gefertigt. Verfeinert wurde es mit zahlreichen filigran umgesetzten Details aus Kunststoff. So erhielt das Dach beispielsweise Lautsprecher, Scheinwerfer, Antennen, Trittrostflächen und den für dieses Fahrzeug typischen verglasten Ausguck zur Begutachtung der Fahrleitung nebst davor angebrachtem Fangbügel. Zudem wurden sogar die beiden Führerstände detailliert nachgebildet und zu guter Letzt das Schutzgeländer der Arbeitsbühne vorbildgerecht mit einer manuell zu betätigenden Absenkmechanik ausgestattet. Abschließend ist zu bemerken, dass sich für die umfassende feine Bedruckung des Fahrzeugs durchaus ein Blick durch eine Lupe lohnt. 

Mit dem Turmtriebwagen hat Märklin wieder einmal eindrucksvoll demonstriert, welch hoher technischer Spielwert heute in einem H0-Modell machbar ist. Das Vorbild mit der Betriebsnummer 701 033-3 wurde 1958/59 gebaut. Es wurde erst am 1.4.2005 ausgemustert. Nicht zuletzt deshalb eignet sich das Märklin-Modell ideal für den Anlageneinsatz in Kombination mit den verschiedensten Fahrzeug-Epochen ab den späten 50er-Jahren bis in die Gegenwart. Das Multifunktionsmodell mit der Artikelnummer 39970 hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 Euro und ist ab sofort im Modellbahn-Fachhandel erhältlich. 

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Spiellandschaft „Circus“ von NOCH

Die neue Spiellandschaft “Circus“ von NOCH ist der ideale spielerische Einstieg in das Modellbahnhobby. Die aufgebaute Spiellandschaft ist 166 cm x 95 cm groß, 22 cm hoch und ist im Gleisplan speziell auf die Startpackung Circus-Mondolino von MÄRKLIN zugeschnitten. Sie kann aber auch für die H0-Startpackungen der anderen bekannten Modellbahnhersteller verwendet werden. “Circus“ ist im Handumdrehen aufgebaut: 
Einfach die Landschaftselemente mit den beiliegenden Klemmen verbinden, Schienen drauflegen – und schon kann es losgehen! Modellbahn, Bauklötze, Konstruktionsspielzeug, Bausteine, Modellhäuser und Spielzeugautos, alles kann zum Spielen auf der Landschaft verwendet werden und lädt ein zu bauen, zu gestalten und mit Fantasie die eigene Landschaft zu bestücken. Auf der grau lackierten Spielfläche in der Mitte können mit der beiliegenden Kreide Straße und Wege aufgemalt und – falls der Junior-Landschaftsbauer eine neue Idee hat – einfach mit einem feuchten Schwamm wieder entfernt werden. 

Die Pluspunkte der “Spiellandschaft Circus“: Eine Modellbahn gehört nicht auf den Boden. Mit der Spiellandschaft bekommt eine Startpackung und das Spiel der Kinder eine Basis. Nur im Kreis fahren wird schnell langweilig. Deshalb sorgen ein Tunnel, ein Tiergehege, ein Elefantengehege mit bespielbarem Berg, ein Teich und eine Verladerampe für Abwechslung. Kinder — Mädchen und Jungen ! — wollen die Modellbahn spielend erleben. Spielzeugautos, Holzklötze, Modellhäuschen, Bausteine, Konstruktionsspielzeug – alles hat Platz auf der stabilen Spiellandschaft.

Der große und stabile Karton bietet nach dem Spielspaß genug Platz, um nicht nur das Gelände, sondern auch eine ganze Menge weiteres Spielzubehör zu verwahren. 
Die “Spiellandschaft Circus“ ist für 89,99 Euro (uvP) im Fachhandel erhältlich. Mehr von NOCH erfahren Sie im Internet unter www.noch.de
NOCH GmbH & Co. KG, Postfach 14 54, 88230 Wangen im Allgäu, e-Mail: info@noch.de, Tel.: 07522 9780-0, Fax: 07522 9780-80

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75 Jahre Baureihe ET 65 „Roter Heuler“

Die Jubiläumsfahrt mit beiden ET 65 am Samstag, 15. März 2008

Vor 75 Jahren wurde in Württemberg die erste Eisenbahnstrecke elektrifiziert. Auch der Vorortverkehr rund um Stuttgart fuhr ab Mai 1933 bereits auf einigen Strecken „unter Strom“ statt „unter Dampf“. Die Maschinenfabrik Esslingen (ME) hat speziell für den Vorortverkehr auf den Strecken der Region Stuttgart einen neuen Trieb- und Steuerwagen entwickelt, der als Vorläufer der seinerzeitigen Einheitstriebwagen gilt. Bis Oktober 1978 waren die „Roten Heuler“ in Stuttgart im Einsatz. Am 15. März 2008 wird die Baureihe ET 65 („Roter Heuler“) 75 Jahre alt.

Zusammen mit den Verkehrsfreunden Stuttgart e.V. feiern die Freunde zur Erhaltung historischer Schienenfahrzeuge e.V. (FzS) dieses Jubiläum mit den letzten beiden erhaltenen Fahrzeugen dieser Baureihe. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden ET 65 005 und ET 65 006 (beide ausgeliefert am 15.03.1933) durch die FzS wieder betriebsfähig aufgearbeitet. Die Jubiläumsfahrt mit beiden Fahrzeugen verläuft auf historischen Strecken Württembergs. Eingeplant sind Fotohalte, Scheinanfahrten und Ansprachen zwischen Stuttgart, Bad Cannstatt, Esslingen, Geislingen/Steige und Ludwigsburg. Beginn ist um 9 Uhr in Stuttgart (Ende ca. 17 Uhr). Die Fahrt kostet 33 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren 15 Euro.

Anmelden kann man sich über die Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. bei Markus Robold, Telefon 07195-952010 oder per Internet unter http://75jahre.et65.de .
Als Besonderheit wird für die Fahrtteilnehmer ein Foto-Begleitbus über die Geislinger Steige angeboten (max. 80 Plätze) und für nicht mitreisende Fotografen und Videofilmer stellen wir Autobegleitunterlagen zusammen, die am 15. März 2008 dann am Zug erworben werden können. 

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Umweltminister bei der Allianz pro Schiene

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel von der SPD hat sich dafür ausgesprochen, Wettbewerbsnachteile für den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene abzubauen. „Besonders wichtig ist mir die vorgesehene Überprüfung der Stromsteuer im Schienenverkehr. An diesem Punkt, den wir seit geraumer Zeit diskutieren, müssen wir endlich vorankommen“, sagte Gabriel auf einer Veranstaltung der Allianz pro Schiene in Berlin. „Allerdings müsse die angedachte Entlastung des Schienenverkehrs als Preissignal dauerhaft bei den Kundinnen und Kunden der Bahn ankommen. Wie dies sichergestellt werden kann, sollten wir verbindlich vereinbaren.“ Fast alle EU-Mitgliedsstaaten machen von der Möglichkeit Gebrauch, den umweltfreundlichen Schienenverkehr im Bereich der Energiesteuern zu entlasten. „Wir begrüßen, dass Umweltminister Gabriel die Schiene bei der Stromsteuer entlasten will“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Derzeit werden allein die elektrisch betriebenen Schienenbahnen sowohl durch die Stromsteuer als auch durch den Emissionshandel belastet. „Das sind Klimaschutzinstrumente, die wir grundsätzlich begrüßen – sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass ausgerechnet der Verkehrsträger mit der besten CO2-Bilanz durch die Doppelbelastung am stärksten zur Kasse gebeten wird.“ Allein bei der Deutschen Bahn AG macht die Stromsteuer nach Angaben des Konzerns über ein Drittel der Abgaben und Steuern auf Energie in Höhe von rund 380 Millionen Euro aus. Diese Belastung werde sich durch die veränderte Ausgestaltung des Emissionshandels ab 2008 um mehr als 30 Millionen Euro erhöhen. U-Bahnen und Straßenbahnsysteme sind von den Steuern und Abgaben auf Strom in gleicher Weise betroffen. Dirk Flege: „Es kann nicht sein, dass Fahrgäste durch die daraus resultierenden steigenden Fahrpreise letztlich vom Staat in umweltschädlichere Verkehrsmittel gelenkt werden.“

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Ohne Verkehrswende kein Klimaschutz

Die Bundesregierung rechnet mit einem dramatischen Anstieg des Lkw-Verkehrs bis 2025. Dies geht aus einer vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Verkehrsprognose hervor, die Grundlage für den neuen Bundesverkehrswegeplan 2009 sein soll. Demnach steigt die Fahrleistung des Lkw-Verkehrs in den kommenden 17 Jahren um 40 Prozent und die Verkehrsleistung (beförderte Tonnen mal zurückgelegte Wegstrecke) sogar um 84 Prozent. Die Gutachter prognostizieren einen Anstieg der Kohlendioxidemissionen des Lkw-Verkehrs um 19 Prozent von derzeit jährlich 49 Millionen Tonnen auf 57 Millionen Tonnen im Jahr 2025. „Klimapolitisch ist die Prognose ein Horrorszenario“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Er forderte von der Bundesregierung „im neuen Jahr einen Kurswechsel in der Verkehrspolitik“, um das nationale Klimaschutzziel einer CO2-Minderung um 40 Prozent bis 2020 erreichen zu können. Flege: „Wie Deutschland seine zugesagte CO2-Reduzierung mit steigenden Emissionen im Lkw-Verkehr erreichen will, ist völlig schleierhaft. Ohne Verkehrswende und stärkere Förderung des umweltverträglichen Schienenverkehrs wird es keinen Klimaschutz geben.“
Bereits jetzt ist der Verkehr verantwortlich für mehr als ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen Klimagase. Die Gutachter der Bundesregierung prognostizieren für den gesamten Straßenverkehr (inklusive Pkw-, Motorrad- und Busverkehr) zwar einen Rückgang der CO2-Emmissionen um 8 Prozent bis 2025, dennoch ist der Verkehr bislang klimapolitisch hinter anderen Sektoren zurückgeblieben.

„Nachdem die Bundesregierung eine Energie- und eine Agrarwende eingeleitet hat, muss jetzt die Verkehrswende folgen. Ein ‚Weiter so‘ und die ausschließliche Fixierung auf Kraftstoffstrategien im Straßenverkehr führen klimapolitisch in die Sackgasse. Wir müssen Straßenverkehr verstärkt auf die Schiene verlagern und unnötigen Verkehr vermeiden“, so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer.

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Versuche mit Monstertrucks gehören sofort gestoppt

In Thüringen sollen ab dem 1. Februar erstmals 25 Meter lange Riesen-Lkw auf den Autobahnen rollen. „Ein klarer Verstoß gegen geltende Beschlusslage und gegen den Mehrheitswillen der Thüringer“, kritisierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Eigentlich sollte Deutschland Anfang dieses Jahres „Monstertruck-frei“ sein. So wollte es jedenfalls die Mehrheit der Länderverkehrsminister, als sie am 10. 

Oktober vergangenen Jahres in Übereinstimmung mit dem Bundesverkehrsminister für ein Ende der damals in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen laufenden Versuche mit so genannten „Gigalinern“ stimmte. Gekommen ist nun alles ganz anders. Flege: „Baden-Württemberg hat unmittelbar vor der sich abzeichnenden Abstimmungsniederlage die Pilotversuche bis Sommer 2008 verlängert, Nordrhein-Westfalen hat noch nach der Abstimmungsniederlage laufende Versuche eigenmächtig bis Sommer 2008 ausgedehnt und nun besitzt Thüringens Verkehrsminister Trautvetter sogar die Dreistigkeit, völlig neue Versuche zu starten.“

In einer repräsentativen forsa-Meinungsumfrage vom September 2007 hatten sich 76 Prozent der Thüringer gegen die Zulassung von Gigalinern ausgesprochen. Warum Thüringens Verkehrsminister Andreas Trautvetter (CDU) sich über den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz und die Bevölkerungsmehrheit hinwegsetzt, liegt nach Ansicht des Schienenbündnisses auf der Hand: „Ebenso wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben in Thüringen Monstertruckhersteller ihren Firmensitz. Minister Trautvetter macht genau wie seine beiden Amtskollegen aus den westdeutschen Bundesländern Klientelpolitik gegen die eigene Bevölkerung“, sagt Dirk Flege.

In Thüringen haben die beiden Hersteller Fliegl Fahrzeugbau GmbH (Triptis) und ein Gothaer Tochterunternehmen der Schmitz Cargo Bull AG ihren Sitz. In Baden-Württemberg baut Daimler Riesen-Lkw, in NRW die Schmitz Cargo Bull AG. Die Verkehrsminister der Bundesländer hatten sich am 10. Oktober 2007 mit 10 zu 6 Stimmen dafür ausgesprochen, „bestehende Modellversuche planmäßig zu Ende zu führen und neue Versuche mit langen Fahrzeugen unabhängig von der Gesamtmasse nicht zuzulassen“.

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Regionaltreffen 2007 Süd – Landsberg

Am 27. Oktober fand das Regionaltreffen Süd in Landsberg am Lech statt. Anwesen waren 38 Mitglieder, die 16 Vereine vertraten. Die Teilnehmer trafen sich am Bahnhof bei den drei Eisenbahn-Wagen des MEV Landsberg, die das Vereinsheim des MEV bilden. Die Segmente Anlage „Bahnhof Landsberg ca. 1929“ wurde vorgeführt und die Großanlage konnte besichtigt werden. Diese ist wegen der Vorbereitung auf die Weihnachtausstellung im Moment nicht fahrfähig. Nach Eintreffen der meisten Teilnehmer ging es zu Fuß von den Eisenbahnwagen des MEV Landsberg zur Tagungsgaststätte in der Altstadt. 

Nach kurzer Vorstellung ergab sich eine sehr interessante Diskussion warum es einigen Vereinen gelingt, große Jugendgruppen zu haben (Beispiel: Windischeschenbach) und andere überhaupt keine. Fazit: Es liegt primär am einzelnen Verein und dem Jungendbeauftragten, aber auch die örtlichen Gegebenheiten sind sehr einflussreich (Großstadt / ländliche Gemeinden, Angebot an Jugendliche oder Vielzahl an Angeboten durch große Städte, Ansehen des Hobbys bei den Gleichaltrigen meistens sehr niedrig usw.)

Anschließend wurde er Arbeitskreis Frauen im BDEF vorgestellt und es ergab eine sehr interessante Diskussion. Nach erstem „Schlucken“ und Verdauen der Tatsache stimmte die große Mehrheit der Anwesenden mit den Zielen überein. Natürlich half dabei sicher die Anwesenheit des weiblichen Vorstandsmitglieds der EF Kaufbeuren.

Es wurde auch intensiv über das Thema diskutiert: „Was passiert mit meiner Eisenbahnsammlung/-anlage nach meinem Tode?“ Einige sehr aufschlussreiche Beispiele von Anwesenden vorgetragen unterstrichen, dass sich jeder darüber wohl Gedanken machen sollte und seine Eisenbahn im Testament nicht vergessen sollte. 
Angesprochen wurden außerdem:
Die BDEF Verbandstagsplanungen für die nächsten Jahre und die Suche nach Bewerber für die zu wählenden Vorstandsmitglieder 2008.
Als Ausrichter kommender Regionaltreffen bewarben sich für das Regionaltreffen Süd 2008 die Modelleisenbahnfreunde Senden und für das Regionaltreffen Süd 2009: der Modellbahn-Club Bad Kohlgrub.
Nach Beendigung des offiziellen Teiles sind wir wieder gemütlich zu den Eisenbahnwagen des MEV zurückgegangen und Peter Briegel hat an interessanten Stellen über die Stadt Landsberg und deren Geschichte erzählt. 
Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Brotzeit und Getränken ging das sehr harmonische Treffen zu Ende. 

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Regionaltreffen 2007 Ost – Berlin

55 Freunde aus nah und fern trafen sich am 5. November 2007 zur Regionaltagung Ost in Berlin bei Loxx. Loxx, eine der größten stationären Modellbahnanlagen der Welt in der Nenngröße H0, ist in einer bespiellosen Aktion mit der gesamten Anlage aus ihren alten Räumen in Nähe des Bahnhof Zoologischer Garten an den Alexanderplatz umgezogen und nennt sich folgerichtig nun Loxx am Alex. Gut drei Monate hat dieser Umzug gedauert und so war es nahe liegend zu sehen, was den Modellbahn- und auch Eisenbahnfreund nun dort in den neuen Räumen erwartet. 
Ausstellungsleiter Jörg Wreh begrüßte die Teilnehmer am Regionaltreffen und gab zuerst einige Erläuterungen zur Anlage und zum Umzug. So bieten die nun im Einkaufscenter „Alexa“ angemieteten 3000 m2 Fläche ausreichend Platz für die 600 m2 große Modellbahnanlage, lassen aber auch das eine oder andere Projekt erwarten. So deutete Herr Wreh schon an, dass demnächst auch der neue Berliner Hauptbahnhof im Modell zu bewundern sein wird. Auf der Anlage ist die Berliner Eisenbahnlandschaft vom Abstellbahnhof Rummelsburg bis zum Bahnhof Zoo in Miniatur dargestellt, eine Ergänzung um den Hauptbahnhof wäre dann folgerichtig. Aktuell mit der Wiedereröffnung der Schau wurde auch der Flugplatz eröffnet, auf dem nun alle 30 Minuten Flugzeuge starten und landen. Während sich eine Gruppe dann schon mal der Anlage widmen konnte, durfte die andere Gruppe die hinteren Betriebsräume besichtigen: Die „Häuserwerkstatt“, wo uns Jörg Wreh erläuterte, wie durch Lasertechnik aus Karton vorbildgerechte Häuser entstehen; die Computerzentrale, durch die die Anlage gesteuert wird; die Lokwerkstatt, wo wir dann etwas vom Betriebseinsatz, aber auch über das Verschleißverhalten der eingesetzten handelsüblichen Fahrzeuge erfuhren und dann natürlich auch den unter der Anlage untergebrachte Schattenbahnhof. Jörg Wreh beantwortete dabei unermüdlich die Fragen der Teilnehmer. Im Anschluss erhielt natürlich dann auch die zweite Gruppe die Möglichkeit, diese Räume zu besichtigen. 

Für den nach dem Mittagessen anschließenden offiziellen Teil des Treffens war dann leider nur wenig Gelegenheit. Für die große Teilnehmerzahl war bei Loxx kein separater Raum vorhanden, sodass wir uns in einem etwas abgelegenen Teil des öffentlichen Ausstellungsraumes versammelten. Mit fortgeschrittener Tageszeit hat sich dann aber der Besucherandrang dermaßen verstärkt, dass selbst dort keine ungestörte Tagung mehr stattfinden konnte. Viele Freunde konnten sich auch nicht von der Modellbahn losreißen. So war den interessierten Teilnehmern letztendlich nur noch ein informeller Austausch in kleinen Gruppen möglich.

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Regionaltreffen 2007 West – Kerpen

Das Regionaltreffen West fand am 24. November 2007 in Kerpen statt. Wer mit der Eisenbahn angereist war, wurde von Mitgliedern der Modelleisenbahn-Gemeinschaft Kerpen (Erft) e. V. vom Bahnhof Kerpen/ Horrem abgeholt. Die Fahrt ging zum benachbarten Ort Frechen-Habbelrath, wo weitere Eisenbahnfreunde vor den Toren zur Hauptwerkstatt der RWE Power warteten. Nicht nur älteren Eisenbahnfreunden sind die Gesellschaft und ihre Eisenbahn noch als „Rheinbraun“ bekannt. Auch der Name „Hauptwerkstatt“ ist heute nicht mehr gültig, die korrekte Bezeichnung lautet jetzt „Technikzentrum Tagebaue“.

Zwei hochrangige Mitarbeiter des Zentrums hatten es sich nicht nehmen lassen, die Besuchergruppe persönlich zu empfangen und zu informieren. In einem Gebäude, das u. a. auch Sozial- und Schulungsräume beherbergt, erhielten die Besucher zunächst Schutzhelme und Schutzbrillen, deren Benutzung in den Werkshallen Pflicht ist. Erfreulicherweise gab es für Brillenträger eine Variante des Augenschutzes, die sich über der regulären Brille tragen lässt. 
In einem Einführungsvortrag über Daten und Fakten der Werkseisenbahn stellten die Führer deren Streckennetz und die Fahrzeuge vor. Das Netz besteht im Wesentlichen aus zwei Strecken: der Nord-Süd-Bahn und der Hambachbahn. Vor allem das rollende Material weicht schon auf den ersten Blick vom gewohnten Bild der Eisenbahn ab. Der Grund dafür liegt in der Aufgabe der Bahn, die große Mengen schweren Massengutes über eine relativ kurze Distanz transportieren muss: die im Tagebau geförderte Braunkohle muss zu den nahe gelegenen Kraftwerken gefahren werden. Dementsprechend sind die Fahrzeuge und Gleise für höhere Radsatzlasten ausgelegt. Die elektrifizierten Strecken werden mit Einphasen-Wechselstrom von 6 kV/50 Hz versorgt. Außer Elektrolokomotiven werden auch Diesellokomotiven vorgehalten. Der Wagenpark besteht zum größten Teil aus den so genannten Einseitenkippern. Die früher befahrenen Schmalspurgleise mit 900 mm Spurweite sind inzwischen alle auf Regelspurweite umgerüstet. 

Die in Habbelrath befindliche Hauptwerkstätte dient nicht nur für alle Arbeiten zur Instandsetzung und Wartung der Schienenfahrzeuge - nur kleinere Reparaturen werden vor Ort ausgeführt -, auch alle anderen beweglichen Maschinen des Unternehmens werden von der Werkstatt betreut. Zur Auslastung der Kapazitäten können auch Aufträge an Fremdfahrzeugen in Habbelrath ausgeführt werden. Bei der Besichtigung kamen die Besucher voll auf ihre Kosten: In der Halle konnten zahlreiche Lokomotiven auf den Ständen aus nächster Nähe betrachtet werden. Auch ein Führerstand konnte besichtigt werden. Auf der Gleis-seite ist die Halle über eine Schiebebühne an die Gleisharfe angebunden, die gut zwei Dutzend Gleise berührt. Dort waren auch einige der ausgemusterten Lokomotiven abgestellt. Zur besonderen Freude des Autors standen auf den Gleisen auch drei Wagen, die der Gattung KKd(s) 55, später als Uac(s) 946/947 bezeichnet, sehr ähnlich sehen. Leider standen sie für ein Foto zu ungünstig. Immerhin war das Fotografieren für den privaten Gebrauch ausdrücklich erlaubt. 

Am gemeinsamen Mittagessen im Kolpinghaus nahmen auch die Witwe unseres verstorbenen Stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Schmitz und deren Sohn teil. 
Anschließend ging es mit einigen Schritten Fußweg zum Haus der Geschichte in Kerpen, wo die MEG Kerpen am Tag zuvor eine Ausstellung über die Eisenbahnen in Kerpen eröffnet hatten. Dazu hatten die Kerpener Modellbahnfreunde neben der Zusammenstellung von Dokumenten und Bildern auch H0-Module der Betriebsstellen angefertigt. Jeder Besucher erhielt die Reproduktion einer Sonntagsrückfahrkarte zum Nachbarort Oberbolheim aus dem Jahr 1959. Preis für die neun km damals: 3,00 DM!
In einem Raum dieses Hauses trafen sich dann 22 Mitglieder aus neun Vereinen und zwei Einzelmitglieder zum Gedankenaustausch in lockerer Runde. Bei der Vorstellung des Arbeitskreises Frauen (AKF) durch deren Leiterin Heidi Wolf zeigte sich breite Zustimmung zu den Zielen des Kreises. 

Weniger einverstanden war die Mehrheit der Anwesenden mit den Kontakten innerhalb des Verbands. So sollten die Mitglieder des Bundesvorstands auf Ausstellungen den Gesprächen mit Vereinsmitgliedern mehr Beachtung schenken. Auch die zeitliche Lage des Verbandstags und der Regionaltreffen sollte überdacht werden. Als Lösung bot sich an: Im Frühjahr wird ein informatives Regionaltreffen West stattfinden, als reines Diskussionsforum ohne Besichtigungsteil (siehe hierzu gesondertes Einladungsblatt). Das Thema für den 29. März 2008 in Weilerswist soll „Versicherungen“ sein. Dazu hat der Versicherungsreferent des BDEF (und dessen Stellvertretender Vorsitzende), Peter Briegel, sein Erscheinen zugesagt. Das Regionaltreffen im Oktober 2008 wollen die EF Lage-Lippe ausrichten. 

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Faszination Modellbau Bremen 23.11. – 25.11.2007

Die 2. Faszination Modellbau Bremen hat an den Erfolg der Premiere im Jahr 2006 angeknüpft und erneut über 25.000 Besucher begeistert. 173 Aussteller aus sieben Ländern haben teilgenommen und Modellbau vom Feinsten geboten. 
Wunderschöne Modelleisenbahn-Schauanlagen in allen Spurweiten fanden ihre Bewunderer. Bereits am Freitag besuchten über 300 Schüler und ihre Lehrer die Faszination Modellbau Bremen, um sich beim Projekttag für Schulen im Thema Modellbau zu üben.

Der BDEF war auf der 2. Faszination Modellbau Bremen mit einem großen, attraktiven Stand direkt am Besucher-Eingang der Halle 4 von der Messe Sinsheim platziert. Die aufgebaute Spielbahn für Kinder mit einem LGB-ICE ließ den Eltern Zeit, sich zu orientieren. Thema der Präsentation in den Schau-Vitrinen des BDEF war „70 Jahre Doppelstockzüge“. Unser Modellbahn-Referent Bernd Waterholter hatte hierfür Modelle aus den 30er Jahren bis heute zusammengetragen. 

Die von der Messe bereitgestellte Fläche für das Junior College Europa® des BDEF ist unter der Leitung von Dieter Hohmann auf allen elf Bastelplätzen von den angemeldeten Schülern und den jugendlichen Besuchern mit großer Freude ständig besetzt worden. Der MEC Bremen hatte – neben der wertvollen Unterstützung am BDEF-Stand – auch das Betreuungs-Team des JCE zusammengestellt, so dass das Junior College Europa ein voller Erfolg wurde. Besonders hervorzuheben sind auch die Sponsoren des JCE mit kompletten Zugpackungen, Personen- u. Güterwagen, Bausätzen, Auto-Modellen, Häuser-Bausätzen, Figuren zum Anmalen und vieles andere mehr. 

Der Dank des BDEF geht an die Firmen Auhagen, Bachmann/Lilliput, Brawa, EK-Verlag, Erbert, Faller, Heki-Kittler, Heris, Herpa, Märklin, Noch, Piko, Preiser, Revell, Roco, Smt, Tams, Trix, und Viessmann.
Strahlende Kinderaugen beim JCE haben die oft vertretende Meinung des BDEF eindrucksvoll bestärkt, dass wir uns eigentlich um die Zukunft des Modellbahnhobbys nicht so viel Sorgen machen müssen.

Die 3. Faszination Modellbau Bremen findet vom 21. bis 23. November 2008 statt.

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Faszination Modellbau Sinsheim in neuer Optik

In ihrem 14. Jahr wird die Faszination Modellbau Sinsheim vom 13. bis 16. März 2008 von einer neuen Optik durch eine optimierte Hallenaufteilung bestimmt. Die thematische Einteilung der Hallen wird verändert und bietet den Besuchern damit ein neues Bild.

In der Halle 1, bisher Reich der Trucks, RC-Cars und des Plastikmodellbaus, gibt in diesem Jahr der Eisenbahnmodellbau den Ton an. Durch die Verlegung des Eisenbahnbereiches aus den Hallen 4 und 5 in die 10.000 qm große Halle 1 rückt das beliebte Thema Eisenbahnmodellbau näher zusammen und muss nicht mehr auf zwei Hallen aufgeteilt werden. 
Der BDEF richtet erneut den beliebten Treff aller Freunde amerikanischer Modelleisenbahnen – die Sonderschau „american railroads“ – aus. 

Mehrere ausgewählte Anlagen nach US-Vorbild zeigen die attraktiven Besonderheiten dieses Zweiges des Modellbahnhobbys. Zusätzlich „verführt“ der BDEF wieder mit seinem bekannten „Junior College Europa®“ die Jugend zum Einstieg in das attraktive Hobby Modelleisenbahn. 

Die 14. Faszination Modellbau findet vom 13. bis 16. März 2008 in der Messe Sinsheim statt. Weitere Informationen und Bilder stehen unter www.faszination-modellbau-messe.de  zum Download bereit. 

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© BDEF 2008
Letzte Änderung: 06. Mai 2008 (GB)