BDEF - REPORT

Der BDEF-REPORT  4/2007 in Ausschnitten:

Sie können den BDEF-REPORT (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 40.- Euro erhalten Sie neben dem REPORT und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Neu im BDEF: MEC „Müglitztalbahn“ Heidenau e.V.

BERLIN 2007: 50. Bundesverbandstag:
Unter den Brücken von Berlin . . .

15 Jahre Partnerschaft Eisenbahnmuseum Weiden und Modellbahnzirkel Tachov

Hauptbahnhof Berlin – Bahnhof der Superlative

60 Jahre Modell-Eisenbahn-Club Hannover e.V.

Besuch im Deutschen Technikmuseum

10 Jahre SAM - Sankt Augustiner Modellbahner

Modellbahnforum

Neues Fördermitglied: Modellbahnbörse Beindersheim

Fahrt mit Cabrio-U-Bahn

Messe-Standortfragen geklärt

Die große Rundfahrt

MIWULA: Das Prinzip der Unwirtschaftlichkeit

Abschlussabend des 50. Bundesverbandstages in Berlin

REGIONALTREFFEN 2007

Fahrt mit historischen Straßenbahnwagen

100. Tagung der Technischen Kommission

Besuch bei der Parkbahn in der Wuhlheide

 

Editorial

Liebe Eisenbahn- und Modellbahnfreunde!

Am 29. Juni hat der BDEF sein 50. „Lebensjahr“ begonnen, d.h., bis zu unserem „Fünfzigsten“ ist es nicht mal mehr ein Jahr. Höchste Zeit also, sich mit dem Jubiläum zu beschäftigen und schon in die genaue Planung einzusteigen. Es ist darüber zu entscheiden, ob eine Festveranstaltung – und wenn ja, wo und wann - vorgesehen wird. Wie könnte so eine Festveranstaltung aussehen? Ist es besser, das Fest zusammen mit dem Verbandstag oder unabhängig davon zu planen? Den Vorstandsmitgliedern „rauchen inzwischen die Köpfe“, um optimale Lösungen zu finden. Wir sind aber auf einem guten Weg, eine Lösung zu finden. Bis zu den Regionaltreffen im Herbst wird das Konzept so weit ausgegoren sein, dass wir es Ihnen vorstellen können. Ein Grund mehr, unbedingt zu einem der insgesamt sechs Regionaltreffen zu kommen.
Wo wir nicht richtig vorankommen, ist die Konzeption einer Festschrift, die unbedingt erscheinen sollte. Wie schon vor einiger Zeit aufgerufen, benötigen wir noch viele Informationen und Darstellungen aus den vergangenen 50 Jahren. Selbstverständlich haben wir detaillierte Chroniken mit allen wichtigen Daten. Auch alle je erschienenen Jahrbücher und Rundschreiben sind uns wertvolle Hilfe bei der Erforschung unserer Geschichte. Problem ist nur, dass es Jahrbücher erst seit Beginn der 1970er-Jahre gibt. Auch die Rundschreiben sind erst ab dieser Zeit vorhanden. Von Zeitzeugen der Gründung und der Folgejahre haben wir zwar interessantes Material bekommen, aber bei weitem nicht ausreichend. Untenstehendes Bild zeigt zum Beispiel den BDEF-Vorstand des Jahres 1960.
Wir sind uns sicher, dass in den Bibliotheken unserer Gründungs- und Mitgliedsvereinigungen noch manch interessantes Dokument oder Bild vorhanden ist, das einer Veröffentlichung in einer Festschrift harrt. Apropos Bilder: In den Jahrbüchern ab 1972 finden sich zwar viele schöne Bilder von Menschen und Ereignissen, die aber – da bereits gerastert - für einen erneuten Druck nicht geeignet sind. Haben Sie noch die Originalfotos?
Helfen Sie uns bitte, eine repräsentative Festschrift zu verlegen und stellen Sie uns – möglichst eilig! – Bildmaterial und Informationen aus der Zeit der Gründung bis etwa 1980 (leihweise!) zur Verfügung.
Als Verband und damit Gemeinschaft von einigen Tausend Mitgliedern sollten doch ALLE mitwirken „UNSERE“ Geschichte darzustellen. 
Wir freuen uns auf Ihre Hilfe.

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard A. Bayer, 
BDEF-Vorsitzender 

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BERLIN 2007: 50. Bundesverbandstag

Unter den Brücken von Berlin . . .

. . . hieß ein Veranstaltungspunkt, und es waren ganz viele: Jemand hat sie nachgezählt und kam auf 62 (ohne Gewähr!).
Im Hansaviertel ging es los, den Windungen der Spree folgend nach Osten. Vorbei am neuen, eindrucksvollen Hauptbahnhof (für die Nostalgiker: Lehrter Bahnhof), dem Regierungsviertel mit Bundeskanzleramt und Reichstagsgebäude, vorbei an prächtigen Neubauten und ansprechend renovierten Fassaden von Häusern aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts.
Während der Fahrt unter den Brücken durch machte es den Kindern und Jugendlichen aus anderen mitreisenden Gruppen einen Heidenspaß, zu überprüfen ob die Brückenbögen auch von unten staubgewischt waren.
Obwohl die Spree auf unserer Fahrt bis zum Osthafen immer in Sichtweite von der S-Bahntrasse verlief, die die meisten von uns bereits etliche Male befahren hatten, ergaben sich vom Wasser aus völlig neue Eindrücke.
Bei manchem schwimmendem Hotel und Restaurant fragte man sich unwillkürlich angesichts ihrer Höhe, wie die wohl ihren Liegeplatz erreicht hatten. Für den Modellbauer gibt es nur eine Erklärung: als Bausatz!
Nach der markanten Oberbaumbrücke schwenkten wir in Höhe des Osthafens in den Landwehrkanal durch den es dann beschaulich weiter ging, vorbei an dem Jüdischen Museum (einer ehemaligen Synagoge) und dem eindrucksvollen Neubautrakt des Technikmuseums.
Nach dreieinhalb Stunden und einem bemerkenswert reichhaltigen Restaurationsangebot erreichten wir nach unserer Rundfahrt, die auch wirklich eine war und nicht nur eine Hin- und Herfahrt, unseren Startplatz im Hansaviertel.

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„Hauptbahnhof Berlin“ – Bahnhof der Superlative

Am südlichen Eingang des Berliner Hauptbahnhofs, dort wo ein Dinosaurier-Skelett in Originalgröße für eine sicherlich interessante Museumsausstellung warb, trafen sich die Interessenten zu einer Führung durch den Bahnhofsneubau. Der Konzernbevollmächtigte der DB für das Land Berlin, Ingulf Leuschel, ließ es sich nicht nehmen, die Führung höchstpersönlich zu übernehmen. Wegen der großen Teilnehmerzahl begleitete ihn sein Assistent Jens Brückner. Die Führung erfolgte dann in zwei Gruppen. 
Die klare Gliederung des Bahnhofs in fünf Ebenen mit jeweils eigener Funktion erklärt sich von selbst. Wegen der Hochlage der Stadtbahn und der Tieflage der neuen Nord-Süd-Verbindung hat der Bahnhof zwei Eingangszonen: Washingtoner Platz 1 auf der Südseite und Europaplatz 1 auf der Nordseite lauten die Straßenadressen. Welcher Bahnhof kann von sich behaupten, über zwei Adressen zu verfügen? Beide Zugänge sind über die mittlere Ebene des Bahnhofs miteinander verbunden. Aufzüge und Rolltreppen führen über Zwischenebenen mit Geschäften zu den Bahnsteigebenen der Stadtbahn (oben) und der neuen Nord-Süd-Verbindung (unten). Die Räume in den so genannten Bügelbauten quer zu den Gleisen sind für die DB-Verwaltung vorgesehen und werden bezogen, wenn der Mietvertrag im Bahntower am Potsdamer Platz ausläuft. Möglicherweise reicht der Platz nicht aus, so dass auf der Nordseite des Bahnhofs noch ein weiteres Gebäude errichtet werden muss.
54 Aufzüge, 48 Rolltreppen, 83 Geschäfte … Zahlenfetischisten erhielten von Ingulf Leuschel reichlich Nahrung. Er kennt den Bahnhof in- und auswendig, das war seinen erläuternden Worten deutlich zu entnehmen. Leider durfte er nicht alles zeigen, z. B. den fertigen U-Bahnhof an der Ost-Seite, mit dem einst der Potsdamer Platz an den Bahnhof angeschlossen werden soll. Dahinter wird dann der Bahnsteig der S-Bahn-Nord-Süd-Linie 21 liegen. Eine Straßenbahnanbindung ist von der Invalidenstraße her geplant, aber nicht vor 2009 fertig. Das ist eben alles noch Zukunftsmusik. Bisher ist der Bahnhof aus der Stadt nur über die Straße zu erreichen. Dafür stehen außer der Busstation 960 Parkplätze in einem Parkhaus neben dem Bahnhof zur Verfügung. Und obwohl diese Plätze unmittelbar von der Tunneldurchfahrt der B 96 erreichbar sind, werden sie bisher kaum angenommen. 
An Kritik mangelt es dem Berliner Verkehrsknoten nun gar nicht. Leuschel ging auf verschiedene Punkte ein und entkräftete sie mit einem Lächeln. Kritik 1: Der Bahnhof liegt nicht mitten in einem Einkaufsviertel! Leuschel hält dem entgegen: Wer in Berlin einkaufen will, kommt mit den Zügen des Nahverkehrs und kann z.B. am Bahnhof Zoo aussteigen und kommt unmittelbar zum Ku-Damm. Welcher Reisende aus dem Fernverkehr geht mit seinen Koffern gleich ins Kaufhaus? Kritik 2: Die Toiletten sind zu klein! Leuschels Antwort: Kurz nach Eröffnung des Bahnhofs fand die Fußball-WM statt, draußen vor dem Bahnhof sammelten sich Hunderttausende von Fans dieses Ereignisses. Wer von diesen Menschen eine Toilette benötigte, suchte sie im Bahnhof. Musste die DB auf diesen Andrang – zusätzlich zu den Benutzern des Bahnhofs – vorbereitet sein? Kritik 3: Die Scheiben des Hallendaches zerbrechen häufig und fallen herunter! Leuschel: Bisher ist noch nicht eine einzige Scheibe zerbrochen, geschweige denn heruntergefallen. Während der Führung über einen der oberen Stadtbahnsteige war jemand damit beschäftigt, die Scheiben des Hallendachs zu reinigen. Auf die Frage, was dort oben geschehe, lächelte Ingulf Leuschel: „Den haben wir für heute bestellt, damit sie sehen, dass hier auch gearbeitet wird.“

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Besuch im Deutschen Technikmuseum

Zum geführten Besuch des Deutschen Technikmuseums (früher Museum für Verkehr und Technik) am Gleisdreieck hatten sich insgesamt 18 Personen angemeldet. 17 davon hatten sich wenige Minuten vor Beginn im Foyer des Museums eingefunden, als ein weiterer Herr eiligen Schrittes auf die Gruppe zuging. Er stellte sich als unser Führer vor und bekannte gleich zu Beginn, dass die vorgesehene eine Stunde nicht ausreichen würde, bat um Verlängerung, die ihm spontan gewährt wurde. 
Das Museum befindet sich zum Teil auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks (Bw) Berlin Anhalter Bahnhof. Ein großer Teil der eisenbahntechnischen Sammlung ist in der historischen Lokschuppenanlage von 1874 untergebracht. Dabei ist nicht der vollständige Bau wieder aufgerichtet worden. So wurde beispielsweise ein Schuppenstand als Ruine belassen, die sich die Natur langsam zurück erobert. Überhaupt passt es nicht zum Konzept des Museums, die Exponate in einem Hochglanzzustand zu zeigen. Stattdessen befinden sich die Ausstellungsstücke in einem Gebrauchszustand, an dem man sich u.U. schmutzig machen könnte. Wichtig ist auch, dass die Ausstellungsstücke authentisch sind. 
In der Eisenbahn-Abteilung sind auf 34 Gleisen nicht weniger als 40 originale Schienenfahrzeuge zu sehen. Der erste Lokschuppen enthält „Stationen“ von 1800 bis 1914, der zweite Lokschuppen zeigt die „Stationen“ von 1918 bis 1980. Am Ende des Rundgangs steht der Rohbau einer Modellbahnanlage (Maßstab 1:87), mit der die Anlagen des Anhalter Bahnhofs und des zugehörigen Betriebswerkes sowie des Güterbahnhofs maßstäblich dargestellt werden. Da der Bau dieser großen Anlage von wenigen Personen in ihrer Freizeit erfolgt, ist der Baufortschritt naturgemäß relativ langsam. 
Die Außenanlagen des Bw sind in ein Parkkonzept rund um das Museum einbezogen, wo auch Ausstellungsstücke aus anderen Technikbereichen stehen. Seit einiger Zeit wird den Besuchern gestattet, in Rucksäcken Verpflegung mitzubringen und den Museumspark bei einem Picknick zu genießen. 
Die Führung setzte sich fort mit einem Überblick über Schifffahrt, Straßen- und Flugverkehr, deren Exponate über mehrere Etagen des Neubaus verteilt sind. Ausgesprochenes Highlight ist ein exzellent erhaltenes Exemplar eines Rumpler Tropfenwagens, von dem weltweit nur zehn Fahrzeuge erhalten sind. (Die Leser mögen mir die Begeisterung für ein Automobil verzeihen.)
Am Ende hatte die Führung zwei volle Stunden in Anspruch genommen und fand auf der Dachterrasse des Neubaus mit dem großartigen Ausblick auf den Landwehrkanal den krönenden Abschluss. Die Teilnehmer der Stadtrundfahrt auf dem Schiff konnten den Museums-Neubau an dem Original-„Rosinenbomber“ erkennen: An der Fassade des Gebäudes ist ein Flugzeug des Typs DC 3 angebracht, mit dem seinerzeit die Luftbrücke von den drei Westzonen nach Berlin aufrecht erhalten worden war.

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Modellbahnforum

Auch zum 50. Bundesverbandstag wurde für unsere Modelleisenbahner ein Modellbahnforum angeboten. Nachdem man die herrliche Aussicht bei der Delegiertenversammlung aus dem 21. Stock im Bahn-Tower genießen konnte, ging es im Anschluss einige Stockwerke tiefer in einen kleineren Tagungsraum, der uns ebenfalls von der DB AG kostenfrei – einschließlich der Tagungsgetränke – zur Verfügung gestellt wurde. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!
Diesmal gaben wir wieder einem Fördermitglied des BDEF die Gelegenheit, sich den Modellbahnern mit seinem Programm und den Produkten vorzustellen. Es war die Fa. Hornby, einer der größten Modellbahnhersteller Europas. In Deutschland vertreten durch Knut R. Heilmann, Coburg (Fa. Heiko). Die Fa. Hornby International hat vor einigen Jahren die in Konkurs gegangene Lima-Gruppe mit den Marken Arnold, Jouef, Lima u. Rivarossi übernommen.
Der Brand-Manager der Fa. Hornby International, Hartmut Krepp, zuständig für Entwicklung und Produktkontrolle in Europa, ist persönlich nach Berlin angereist um das Modellbahnforum zu leiten. Krepp gab zunächst einen Überblick über die Strukturen und den Firmensitz der Fa. Hornby in England. Danach erläuterte er die Produktpalette und das Modellbahnprogramm für die nächsten Jahre.
Seit 2006 werden einige Modelle der früheren Marken Arnold, Jouef, Lima und Rivarossi wieder angeboten. Alle Modelle sind überarbeitet, mit neuen Motoren, KK-Kinematik nach NEM 362 und mit NEM-Radsätzen ausgestattet. Einige der neuen TEE-Wagenmodelle konnten bereits bei der Modellbaumesse in Dortmund auf dem BDEF-Stand begutachtet werden. Herr Krepp hatte auch einige Modelle mitgebracht, welche die Modellbahner unter die Lupe nehmen konnten. 
In diesem Jahr 2007 sind auch einige Elloks und Dieselloks überarbeitet und bereits ausgeliefert worden. Auch das Arnold-N-Gleis ist bereits wieder lieferbar.
Nach etwa 2 Stunden haben wir uns mit neuen Kenntnissen und Erkenntnissen von Herrn Krepp verabschiedet und wünschen der Fa. Hornby, dass die Modelle bei den Modellbahnern ankommen und natürlich auch gekauft werden. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist in Ordnung und stimmt uns Modellbahner wieder etwas optimistischer.

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Fahrt mit Cabrio-U-Bahn

22:30 Uhr kurz vor Mitternacht war die „U-Bahnfahrt ungewöhnlicher Art durch den Untergrund von Berlin“ angesetzt. Wir kamen Punkt 22:15 Uhr und staunten nicht schlecht als wir die Plattformwagen, mit einer Mittelbank und Sitzflächen nach beiden Seiten, voll besetzt vorfanden. Am Rand waren gerade noch zwei Plätze frei.
Jeder Teilnehmer wurde mit Kopfhörer und Helm ausgestattet und konnte zunächst flotte Musik genießen. Dann kamen noch flotter die Sprüche und Erläuterungen aus der Berliner Schnauze unseres Begleiters. Die Diesellok startete mit ihren drei Plattformwagen und 150 Teilnehmern. 
Wir fuhren „durch“ die Regelzüge, teils auf Stichgleise und lernten Aufstellgleise und die verschiedenen Tunnelbauweisen der Berliner U-Bahn kennen. Bevorzugt wurde die offene Bauweise, auf die als Abschluss die Straße als „Deckel“ gesetzt wurde. Wir passierten einige Sehenswürdigkeiten der Stadt – allerdings im Untergrund- und erfuhren, wo sich die Berliner am Ende des 2. Weltkrieges in Sicherheit gebracht hatten.
Aufsehen erregten wir bei Durchfahrt der hell beleuchteten Bahnhöfe, wo die Verlorenen der Nacht uns bestaunten. Überraschte Gesichter mit staunend offenem Mund, freundliche Menschen, die zurückwinkten, und apathische ungläubige Blicke kamen uns entgegen, Kopfschütteln, um sich dann wieder der Bierflasche hinzugeben.
Insgesamt eine nicht ganz alltägliche Stadtbesichtigung der besonderen Art, die wir munteren Zeitgenossen – wegen der späten Stunde und der anschließend kurzen Nacht – gerne weiterempfehlen …

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Die große Rundfahrt

Zu einem 50. Bundesverbandstag sollte die Große Rundfahrt natürlich etwas Besonderes werden. So hat sich die Vorbereitungsgruppe schnell geeinigt, dass die Reise über die ehemalige preußische Ostbahn, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen begeht, führen soll. Mit dem Eisenbahnunternehmen ODEG – Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft – wurde schnell ein kompetenter Partner gefunden. Jörg Kiehn, Eisenbahnbetriebsleiter und Geschäftsführer war von unserem Anliegen begeistert und organisierte die Fahrt professionell.
So konnten wir dann am Sonnabendmorgen von Berlin-Lichtenberg aus mit unserem Sonderzug, bestehend aus „Donnerbüchsen“ der Berliner Eisenbahnfreunde e.V. und bespannt mit der Lok 216 003, unsere Große Rundfahrt antreten. Schnell erreichten wir den Stadtrand von Berlin und passierten bekannte Vororte wie Hoppegarten mit seiner bekannten Pferderennbahn oder Strausberg, wo es heute noch ein Eisenbahnunternehmen gibt, welches eine lange Geschichte aufzuweisen hat. Leider ließ der enge Zeitplan einen längeren Aufenthalt in Strausberg nicht zu, so dass wir nur eine Zugkreuzung erleben durften. Danach ging es in schneller Fahrt weiter bis zu unserem ersten Etappenziel, dem Oderstädtchen Küstrin-Kietz. Kietz gehörte bis zum Ende des unseligen Zweiten. Weltkrieges zur Festungsstadt Küstrin, die heute in Polen liegt. Die Fahrtteilnehmer durften in Kietz erstmals aussteigen, um ihrer Fotolust zu frönen. Unsere Zuglok, die Lollo, war ja auch eine attraktive ältere Dame, die sich in bestem Zustand präsentierte. Sie hat ihre Aufgabe bis zum Ende der Fahrt auch problemlos bewältigt. Das ist ein Zeichen für ihren guten Pflege- und Erhaltungszustand. 
In Kietz musste erst wieder eine Zugkreuzung abgewartet werden, dieses Mal mit einem Güterzug, der nach Polen unterwegs war. Eine weitere Zugkreuzung in Gorgast, wieder mit einem in Richtung Polen fahrenden Güterzug, brachte unserem Sonderzug eine saftige Verspätung ein. Aber unsere brave „Lollo“ machte diese fast wieder wett. Wir konnten dann zügig bis zu unserem nächsten Ziel durchfahren. Auf diesem Abschnitt lernten die Teilnehmer der Rundfahrt die Schönheiten des Oderbruches kennen. 
Vielleicht hat der eine oder andere hier sein nächstes Urlaubsziel gefunden. 

Unsere zweite Station war Niederfinow. Der größte Teil der Reisenden stieg aus, um per Bus zum ehemals größten deutschen Schiffshebewerk zu fahren. Dieses technische Wunderwerk aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts nötigt dem Betrachter noch heute gehörigen Respekt ab. 
Der Betriebshof des Eberswalder Verkehrsbetriebe war ein weiteres Zwischenziel für diese Gruppe. 
Eberswalde ist eine von drei deutschen Städten, in welchem der Nahverkehr mit Oberleitungs- oder Trolleybussen gestaltet wird. So einen Betriebshof bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Es hat sich gelohnt. 
Diejenigen, die im Zug blieben, konnten in Eberswalde miterleben, wie ein Wagen unseres Zuges wegen eines Bremsschadens umrangiert werden musste. Inzwischen waren die Ausflügler wieder im Zug und wir fuhren mit nun leeren Mägen, denn die Mittagszeit war längst schon angebrochen, unserem dritten Etappenziel entgegen. 
Der Höhepunkt der Fahrt erwartete uns auf dem Kaiserbahnhof Joachimsthal. Nicht nur Seine Majestät gab sich die Ehre. Auch ein deftiges Mittagessen aus der Gulaschkanone erwartete die Fahrtteilnehmer. Der Koch kannte sich offenbar mit Verköstigungen unter freiem Himmel aus, die Suppen waren gut gelungen. Gestärkt, satt und entsprechend müde fuhren wir weiter über Friedrichswalde mit kurzem Aufenthalt in Templin und Zehdenick, wo uns eine aufgeregte Bahnerin erwartete, bis zum nächsten Halt in Löwenberg wieder auf einer Hauptbahn. Von hier aus ging es zügig und fast ohne Verspätung zu unserem Ausgangsbahnhof Berlin-Lichtenberg zurück. Auf der Hauptstrecke von Löwenberg bis zum Berliner Außenring und dort selbst hätte „Lollo“ zeigen können, was in ihr steckt. Die Donnerbüchsen ließen aber bekanntermaßen nur 90 km/h zu. Aber was machte das, jeder hatte eine Fülle von Eindrücken zu verarbeiten oder mit seinem Nachbarn Erlebnisse auszutauschen. Auch konnte man sich noch im Speisewagen ausgiebig stärken. Da kam die Fahrtzeit gerade recht. Nach der glücklichen Rückkehr gab es Beifall für die Organisatoren und das Zug- und Begleitpersonal. Dieses Dankeschön soll hier noch einmal wiederholt werden. Man kann die Bereitschaft der Mannschaft, etwas Gutes auf die Beine zu stellen, nicht oft genug hervorheben. So trug die Große Rundfahrt zum guten Gelingen des 50., Verbandstages nicht unwesentlich bei.
Leider fiel doch ein Wermutstropfen in das schöne Erlebnis. Da unser Zug über keine Beschallung verfügte, konnte die Rundfahrt nicht moderiert werden. So blieb nichts weiter übrig, als einige Exemplare mit der Routenbeschreibung in den Wagen auszulegen. Das hat natürlich nicht für alle gereicht. Wer nun noch eine Ausfertigung haben möchte, kann diese unter Angabe der Teilnehmernummer per Email bei h-jewald@gmx.de anfordern.

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Abschlussabend des 50. Bundesverbandstages in Berlin

Der Abschlussabend des 50. Bundesverbandstages fand dieses Jahr nicht im Saale statt, sondern auf einem Schiff mit einer Kreuzfahrt auf der Spree. 
Pünktlich um 20 Uhr legte die „Spree Comtesse“ vom Anleger Märkisches Ufer an der Jannowitzbrücke ab und nahm Kurs die Spee aufwärts. Begleitet mit mitreißender Musik eines Alleinunterhalters ging es in Richtung Köpenick. Im Namen der veranstaltenden Berliner Clubs begrüßte Hans-Werner Bürkner die Fahrtteilnehmer und übergab auch gleich das Mikrophon den Vorsitzenden des BDEF, Gerhard A. Bayer, der seinerseits alle Freunde auf das herzlichste begrüßte und eine kurze Auswertung der am Vortag stattgefundenen Delegiertenversammlung vornahm. Gerhard A. Bayer nahm dabei auch gleich die Gelegenheit war, Hans-Werner Bürkner für seine besonderen Verdienste für den BDEF die Ehrennadel in Gold des Verbandes zu verleihen. Als dann auch das reichhaltige Büffet freigegeben wurde, bemerkten nur wenig Fahrtteilnehmer, dass das Schiff an der legendären Oberbaumbrücke, die jahrelang ein Sinnbild der geteilten Stadt war, das Schiff eine Drehung unternahm, kurz anlegte und noch einen Passgier an Bord nahm, bevor es seinen Kurs fortsetzte. 
An Backbord (links) glitt das alte Fischerdorf Alt Strahlau mit seinem schiefstehenden Kirchturm und an Steuerbord (rechts) der Treptower Park vorbei. Wir passierten Oberschöneweide, ein ehemaliges ausgedehntes Industriegebiet, bis schließlich vor uns die Silhouette von Alt Köpenick mit dem Turm des berühmten Rathauses, wo im Jahre 1906 der Schuster Wilhelm Voigt als Hauptmann von Köpenick die Stadtkasse requirierte, auftauchte. In der einsetzenden Dämmerung war das vom Oberdeck der „Spree Comtesse“ bei lauer Luft ein herrlicher Anblick. Wir fuhren durch die Brücken von Köpenick, am Schloss vorbei in das Köpenicker Becken, wo sich die Dahme mit der Spree vereint. Dort wendete das Schiff und nahm wieder Kurs in Richtung Innenstadt. 
Das nahm dann auch Gerhard A. Bayer zum Anlass, alle Fahrtteilnehmer noch einmal ins Unterdeck zu bitten, um dort den später an Bord gekommenen Passagier, den Konzernbeauftragten der DB AG, Ingulf Leuschel, zu begrüßen. Für sein besonderes Engagement um den 50. Verbandstag verlieh Gerhard A. Bayer im Namen des BDEF dem BKL dabei ebenfalls die Ehrennadel in Gold des Verbandes. 
Bei beswingter Musik und herrlichen Wetter klang dann der Abend gegen 23 Uhr aus, als das Schiff wieder am Märkischen Ufer anlegte. 

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Fahrt mit historischen Straßenbahnwagen

Zum Abschluss des Bundesverbandstages hatten die Teilnehmer am Sonntag noch Gelegenheit, mit historischen Straßenbahnen zu fahren und das historische Straßenbahndepot Nordend in Niederschönhausen zu besichtigen.
Im Halbstundentakt fuhren Oldtimerbahnen verschiedener Baujahre von der Bornholmer Brücke über Pankow nach Niederschönhausen. Vom Wagen 10 im Erscheinungsbild der Städtischen Straßenbahn Cöpenick um 1905, über den T24 und den Rekowagen, bis hin zum Tatrawagen im nicht modernisierten Ursprungszustand, welcher inzwischen auch schon ein historisches Fahrzeug darstellt, konnten alle Fahrzeuggenerationen der Berliner Straßenbahn im Einsatz erfahren werden. Zusätzlich pendelten zum Bahnhof Pankow auch historisch Doppeldeckerbusse aus den 30er- und 50er-Jahren.
Im Betriebshof Niederschönhausen konnte die komplette Sammlung historischer Straßenbahnen der BVG besichtigt werden. Dies sind aber nicht alle in Berlin erhaltenen Oldtimerstraßenbahnen. In der „Monumentenhalle“ des Deutschen Technikmuseums in Berlin-Kreuzberg befinden sich noch mehr davon. Diese Halle ist jedoch nur an bestimmten Wochenenden im September der Öffentlichkeit zugänglich.
Als weitere Attraktionen gab es eine Pferdebahn, Draisinenfahrten und eine große Modellbahnanlage mit Eigenbaumodellen von Berliner Straßenbahnen im Maßstab 1:22,5.
Natürlich hatte diese große Publikumsveranstaltung auch einen Anlass, genauer gesagt deren sogar zwei: 
Der Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V. feierte seinen 40. Geburtstag. Da es sich um einen Verein aus dem ehemaligen Ostteil Berlins handelt, wurde er allerdings erst 1990 als eingetragener Verein unter diesem Namen gegründet. Vorher handelte es sich um eine Arbeitsgruppe im Deutschen Modelleisenbahn Verband der DDR, welche 1967 damit begann, historische Berliner Straßenbahnwagen zu restaurieren. 1969 war mit Cöpenick 10 der erste Oldtimer einsatzbereit. In unermüdlicher Freizeitarbeit wurden seither viele weitere historische Straßenbahnen, Busse und O-Busse erhalten und restauriert.
Neben seinen Aktivitäten in Berlin betreut der DVN auch die historischen Straßenbahnen in Potsdam, sowie die betriebsfähiger historischer O-Busse in Eberswalde. Letztere konnten auf der Großen Rundfahrt am Samstag besichtigt werden. 
Der zweite Grund zum Feiern war die feierliche Inbetriebnahme des Beiwagens 339 des Typs B24. Von diesem stadtbildprägenden Wagentyp gab es einst 500 Triebwagen und 500 Beiwagen. Als in den 60er-Jahren die Straßenbahn in West-Berlin stillgelegt wurde, verkaufte die BVG diesen Wagen an private Interessenten nach Holland, wohin er 1964 abtransportiert wurde. Nach mehreren Stationen in den Niederlanden gelangte er schließlich zur Museumstram in Amsterdam. Von dort gelangte er 1991 wieder zurück in seine Berliner Heimat. In der Werkstätte Schmöckwitz, welche leider seit Ende 2006 nicht mehr ans Gleisnetz angeschlossen ist, wurde er in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit restauriert. Diese Restaurierung kam beinahe einem Neuaufbau gleich. Der dazu passende Triebwagen 5984 wurde bereits 1997 fertiggestellt. Somit steht nun wieder ein typenreiner Straßenbahnzug der Bauart 1924 betriebsfähig zur Verfügung.

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Besuch bei der Parkbahn in der Wuhlheide

Zum Ausklang konnte am Sonntag noch eine Exkursion zur Parkbahn Wuhlheide unternommen werden. Diese Bahn auf 600 mm Spurweite wurde 1956 als Pioniereisenbahn Berlin gegründet und fährt nunmehr seit über 50 Jahren durch das Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide im Berliner Südosten, ein beliebtes Ausflugsziel. Ursprünglich straff in die ideologische Erziehung der damaligen Machthaber eingebunden, diente sie zur Rekrutierung für den Nachwuchs der Deutschen Reichsbahn. Nach der politischen Wende firmierte sie zuerst als Berliner Parkbahn, nun als Parkbahn Wuhlheide GmbH. Auch heute wird sie von Kindern und Jugendlichen unter Anleitung zahlreicher ehrenamtlicher Parkeisenbahner betrieben. Sie bietet den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und der Gedanke, sie dabei an Technik und Eisenbahn heranzuführen, steht nach wie vor unverändert im Mittelpunkt. Man kann das Engagement der Parkeisenbahner nicht genug schätzen. Obwohl erst vor kurzem ein Brandanschlag auf die Betriebswerkstatt verübt wurde, bei dem mehrere Wagen und Geräte dem Feuer zum Opfer fielen, stand trotzdem fest, dass unsere Besichtigung stattfinden kann. 
Direkt neben dem S-Bahnhof Wuhlheide erwartete uns ein Sonderzug, bestehend aus einem offenen Wagen und einen umgebauten Schmalspurpersonenwagen der MPSB. Der Zug zwar war leider nur mit einer Diesellok bespannt, da sich für unsere kleine Gruppe das Anheizen einer Dampflok nicht lohnte. Das machte aber unserem Spaß keinen Abbruch. Der Zug fuhr mit uns erst einmal den Rundkurs ab, bis wir dann auf einem Abzweig zur Betriebswerkstatt abbogen. Hier wurde wir begrüßt und uns ein allgemeiner Einblick in die Organisation und dem Betrieb dieser Bahn erteilt. Wir erfuhren, dass die Bahn auf einer Streckenlänge von 7,5 Kilometern betrieben wird. Für die Betriebsführung stehen 5 Stellwerke unterschiedlichster Bauformen sowie 6 Bahnhöfe zur Verfügung. Sie muss als nichtbundeseigene Eisenbahn den Forderungen einer Bau- und Betriebsordnung entsprechen. Anschließend teilten wir uns dann in zwei Gruppen auf. Während eine Gruppe ausführlich die Betriebswerkstatt besichtige, konnte die zweite Gruppe in einem historischen Schlüsselstellwerk, was aus einem alten Stellwerk der Deutschen Reichsbahn geborgen wurde, der unter Anleitung Weichen stellen und Signale ziehen. Wer wollte, konnte auch auf einer Hebeldraisine mehrere einhundert Meter die Strecke abfahren. In der Betriebswerkstatt dann selbst konnten wir einen reichhaltigen Lokomotivpark bewundern. Für den Fahrbetrieb stehen 4 Diesellokomotiven der Typen V10C, Ns4 und Ns2 zur Verfügung. An ausgewählten Wochenenden im Jahr werden die Züge auch mit Dampfloks bespannt. Eine der Dampflokomotiven ist u.a. die Lok Nr. 44 der Berliner Trümmerbahnen von 1950. Die Lok MERAPI, die einst auf indonesischen Zuckerrohrplantagen fuhr, wurde 1925 von Hanomag gebaut. Die Lok LUISE war von 1952 bis 1978 bei einer Zuckerfabrik in Polen eingesetzt. Die Personenwagen stammen zum Teil von der in den 1960er Jahren stillgelegten Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn (MPSB). Einige Wagen wurden in den 1970er Jahren für die damalige Pioniereisenbahn Berlin neu gebaut. Außerdem waren dort noch viele Bahndienstfahrzeuge zur Unterhaltung der Strecke zu besichtigen. Bemerkenswert ist, unter welchen Umständen in der kleinen Werkstatt der Fahrzeugpark unterhalten und auch repariert wird, was bis zu einem Neuaufbau geht.
Doch bald traf unser Sonderzug wieder ein und brachten uns zurück zum S-Bahnhof Wuhlheide. Ein schöner Abschluss eines bewegten Verbandstages.
Zum Abschluss noch ein Hinweis: Der Fahrbetrieb findet ab Mitte März an den Wochenenden und von Ostern bis Mitte Oktober täglich (außer montags und freitags) statt, ein Besuch lohnt sich.

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Neu im BDEF: MEC „Müglitztalbahn“ Heidenau e.V.

Der heutige MEC „Müglitztalbahn“ Heidenau e.V. wurde bereits im Dezember 1949 als „Modellbahnbaugemeinschaft“ im damaligen VEB Elbtalwerk Heidenau gegründet. Die Mitstreiter und Begründer dieser Arbeitsgemeinschaft waren Angehörige und Lehrlinge des Elbtalwerkes, wo sich auch bis 1996 die Arbeitsräume befanden. Von Beginn an wurde sich mit der Spurweite 0 beschäftigt. So entstanden alle Gleise, Weichen, Fahrzeuge und Zubehör im Eigenbau.
Im Jahre 1961 wurde die Arbeitsgemeinschaft Mitglied im „Deutschen Modelleisenbahnverband der DDR“ DMV und erhielt die Nr. 3/2.
Seit dem Jahre 1964 veranstaltet der Club jedes Jahr eine Modelleisenbahnausstellung in der Stadt Heidenau. Diese fanden meistens in den großen Sälen der ehem. Kultur- bzw. Klubhäusern statt. Leider wurde die Regelmäßigkeit der bekannten Ausstellungen wegen Raumproblemen einige Male unterbrochen, es fanden trotzdem sogenannte „Mini-Ausstellungen“ in den Räumen des ehem. Kulturbundes bzw. der Volkssolidarität statt. Im Jahre 2003 konnte der 250.000. Besucher begrüßt werden.
Im Jahre 1978 erhält der Club den Beinamen „Müglitztalbahn“ und erforscht seitdem die Geschichte der „Müglitztalbahn“ Heidenau – Altenberg. Im Jahre 1984 erfolgte dann die Herausgabe einer Broschüre mit der Geschichte der „Müglitztalbahn“.
Seit dem Jahre 1986 ist der Club auch mit Instandhaltungsarbeiten an Gebäuden der „Müglitztalbahn“ beteiligt. So war von 1987 bis 2005 das Bahnhofsgebäude von Weesenstein in unserer Pflege, Wartung und Nutzung.
In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsmuseum Dresden, DMV und DR wurde das 100-jährige Jubiläum der „Müglitztalbahn“ vorbereitet und durchgeführt.
Im Jahre 1991 entstand aus der alten Arbeitsgemeinschaft der heutige MEC „Müglitztalbahn“ Heidenau e. V. In den Jahren 1992 bis 1995 fanden mehrere Bahnhofsfeste auf dem Gelände des Haltepunktes in Weesenstein statt, welche durch den MEC organisiert wurden.
Unsere alte Modellbahnanlage (102m²) konnte der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden da sich die Anlage im Betriebsgelände des Elbtalwerkes befand. So konnten wir unsere Arbeit nur anderen Arbeitsgruppen oder Modellbahnfreunden zeigen. Im Jahre 1990 begann der Aufbau einer Modulanlage, da wir ja jetzt Material aus dem Modellbahnladen zur Verfügung hatten. So konnten wir mit unseren Eigenbaufahrzeugen- und Modellen auch bei Modellbahnausstellungen oder anderen Festlichkeiten, wie dem Brunnenfest bei „Margonwasser“, teilnehmen.
Im Jahre 1994 begann der Abriss der alten Anlage im Elbtalwerk, da die weitere Nutzung der Räume ungeklärt war und das Regenwasser den Rest erledigte. 
So bauten wir uns dann 1996/97 Räume im Dachgeschoss der Goethe-Schule in Heidenau aus. Dort entstand dann aus den vorhandenen und weiteren Modulteilen eine neue Anlage. Leider war uns der Aufenthalt in diesen Räumen nicht lange gewährt, da immer neue Brandschutzauflagen gestellt wurden. So packten wir Ende 2004 wieder unsere „Koffer“ und zogen in die Erlichtmühle. 
Wir hoffen dort eine endliche Bleibe gefunden zuhaben. Vom Grunde her haben wir hier nun die optimalsten Bedingungen. Die Einweihung der neuen Clubräume 2005 wurde mit der 38. Heidenauer Modelleisenbahnausstellung vorgenommen. Aus den Modulteilen der Anlage aus der Goethe-Schule entstand nun wieder eine transportable Anlage. 
Mit Beendigung der Ausstellung wurde mit dem Aufbau der neuen stationären Anlage in Spur 0 begonnen. Der Aufbau ging und geht zugig voran, da die Grundrahmen bereits vorgefertigt waren. 
Zum „Tag der offenen Tür“ im Mai 2006 konnte der Fahrbetrieb auf einem ersten Teil in Betrieb genommen werden. 
Auf der Anlage entstehen nur Motive aus dem Müglitztal, so die Bahnhöfe Altenberg, Geising, Bärenstein und der Hp. Weesenstein und deren Umgebung. 
Kontakt: Modelleisenbahnclub „Müglitztalbahn“ Heidenau e.V., Vors. Lutz Rossig, Postfach 100 131, 01801 Heidenau, Tel. 03529 520008, Fax: 0351 8571271, e-Mail: info@mec-heidenau.de, Internet: http://www.mec-heidenau.de 

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15 Jahre Partnerschaft: Eisenbahnmuseum Weiden und Modellbahnzirkel Tachov

ADie beiden Vereine aus Weiden und Tachov haben schon kurz nach der Grenzöffnung Kontakt miteinander aufgenommen und vor 15 Jahren die erste grenzüberschreitende Patenschaft beschlossen. Die Initiative ging von der tschechischen Seite, Miroslav Pansky, Frantisek Soukup und Frantisek Dach aus, die zu einem ersten Treffen ins Eisenbahnmuseum nach Weiden kamen. Schon bald darauf folgte ein Gegenbesuch in der Hauptschule in Tachov, wo die dortigen Eisenbahnfreunde eine Modelleisenbahnanlage mit Schulkindern aufgebaut haben und sie zu verschiedenen regionalen Anlässen auch der Öffentlichkeit zeigen. Viele weitere Treffen, gemeinsame Fahrten und Exkursionen zu Eisenbahneinrichtungen folgten.
Die erste große Zusammenarbeit war eine mehrmonatige Gemeinschaftsausstellung im Bezirksmuseum Tachov, die zu einem großen Erfolg wurde. Ebenso die Ausstellungen im Westböhmischen Museum in Pilsen und im Klostermuseum Kralovice. Gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung, liebenswerter Umgang miteinander und die gleiche Wellenlänge zum gemeinsamen Hobby „Eisenbahn“ haben die Freundschaft gefestigt. 
Am 30. Juni wurde das erfreuliche Jubiläum in Weiden gefeiert.
Planmäßig und ohne Verspätung kam der neu gewählte Stellvertretende BDEF-Vorsitzende Peter Briegel in Weiden an und gleich gab es ein großes Ereignis. Ein Sonderzug mit Doppeltraktion der 01 533 und 01 1066 fuhr durch Weiden und hatte ca. 2 Minuten Aufenthalt. Ein Erlebnis für alle, die zufällig am Bahnhof waren.
Nachdem diese „Aufregung“ überstanden war, begann das offizielle Programm mit einem Empfang im Stadtmuseum durch den 1. Bürgermeister Höher. Danach gab es einen kleinen Bummel unter sachkundiger Führung durch die Stadt und anschließend für „Neulinge“ durch das Museum. Fast pünktlich wurden um 17 Uhr die Festreden gehalten, angeführt von den beiden Vorsitzenden Plansky und Scheiner, die abwechselnd die Chronik verlasen und ein Dolmetscher übersetzte jeweils in die andere Sprachen. Danach kamen die Grußbotschaften von Bürgermeister Höher aus Weiden, Bürgermeister Macak aus Tachau und die Grußbotschaft des BDEF. Die Reden wurden jeweils von Herrn Plansky jun. - der in Dresden studiert hat - übersetzt. 
Im Anschluss wurde nochmals ein Rundgang durch das Museum gemacht und danach gab es einen deftigen Imbiss. Viele interessante Unterhaltungen ließen die Zeit schnell verfließen und es wurde viel Eisenbahngarn gesponnen.

Zugpferd des Eisenbahnmuseums Weiden

(HS): Für eine Überraschung beim 67-jährigen „Geburtstagskind“ und Präsidenten des Eisenbahnmuseums Weiden, Horst Scheiner, sorgte Bürgermeister Lothar Höher.
Gemeinsam mit Kulturamtsleiter Bernhard M. Baron und Studiendirektor a.D. Dr. Gerhard Koß überreichte er Scheiner für seine jahrzehntelangen Leistungen und besonderen Verdienste im Bereich der Weidener Kultur, die silberne Bürgermedaille der Stadt Weiden. Als sichtbares Zeichen heftete er ihm zudem die neue geschaffene Ehrennadel ans Revers.
Aus der Laudatio Höhers ging auch der Werdegang des Sudetenländers hervor. Nach der Vertreibung aus Znaim, der bekannten „Gurkenstadt“ nördlich von Wien, landete Scheiner mit seiner Familie in Pressath und machte als Fernmeldetechniker lange Jahre Dienst am Fernsehsender Rotbühl.
Der verheiratete Vater zweier Kinder ist inzwischen Opa dreier Enkel (die alle eine Eisenbahn haben). 
Sein Steckenpferd ist, neben Briefmarken- und Münzensammeln, die Eisenbahn, mit der er sich seit über 50 Jahren beschäftigt und sein unheimliches Wissen darüber seit nunmehr 35 Jahren als 1. Vorsitzender und Leiter des Museums einbringt und dabei wahrhaft Großes geschaffen hat. 
„Die Eisenbahn hat unsere Stadt groß gemacht, doch seit 20 Jahren zieht sie sich rigoros und unaufhaltsam aus der Region zurück. Es ist nur zu hoffen, dass die Firma Stadler als einziger Schienenfahrzeugbauer in Bayern, die letzten Reste dieser Tradition erhält.“ Mit dem Weidener Eisenbahnmuseum habe Scheiner die Geschichte der Bahn und ihrer Beschäftigten bewahrt, ihre Bedeutung für die ganze Region dokumentiert und der Bevölkerung und besonders der Jugend zugänglich gemacht. Mit seinen Vereinskollegen und den Museumsmitarbeitern arbeitet er in vielen städtischen Arbeitskreisen, beim Heimatring und in der Weidener Kulturszene aktiv mit. 
Kulturamtsleiter Baron unterstrich die seit über 20 Jahren enge persönliche Verbindung zu Scheiner und zu den Literaturtagen. Das Museum habe schon viele Events mit Schulen am Bahnhof organisiert und so manche Autorenlesung zu Eisenbahnthemen erlebt. Er bezeichnete diese Einrichtung als unverzichtbar für die Eisenbahnerstadt Weiden und die ganze Region.
Prof. Dr. Koß erinnerte an seine einst guten Erfahrungen mit der Eisenbahn, als er 13 Jahre täglich mit dem Zug zur UNI Regensburg pendelte und an seinen ersten Museumsbesuch, wo er auch mit einem Exponat, einer DDR „Transportpolizei-Mütze“ verewigt ist. 
Bei einem anschließenden Weißwurstfrühstück schwelgten alle noch weiter in Erinnerungen. 

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60 Jahre Modell-Eisenbahn-Club Hannover e.V.

Am 15. September 2007 besteht der Modell-Eisenbahn-Club Hannover e.V. 60-Jahre. Die ersten Bemühungen um einen Modellbahnclub in Hannover fielen somit in eine Zeit, in der sich die Gedanken hauptsächlich um Lebensmittelkarten, Zigarettenwährung und ähnliche Dinge bewegten und kaum jemand an Modelleisenbahnbau dachte. Entsprechend war auch das Milieu bei der Gründungsversammlung am 15. September 1947 im Bäckeramtshaus zu Hannover. Die Mitgliederzahl stieg in der ersten Zeit stark an, so dass bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1948 schon 57 Herren dem Verein angehörten. Als Versammlungslokal wurde das Bäckeramtshaus beibehalten. An ein eigenes Clubheim war unter den damals gegebenen Verhältnissen noch nicht zu denken.
In der Mitte des Jahres 1952 bot sich die Möglichkeit, in dem Bunkersystem unter dem Hauptbahnhof einen großen Bunkerraum zu bekommen. Diesen Raum im Bunker V konnte der MEC auch beziehen. Hier war endlich der Platz vorhanden, um eine Modellbahnanlage aufzubauen. Pläne waren schon erstellt, so dass bald mit dem Bau begonnen werden konnte. Im Jahre 1963 wurde allen Mietern der Bunkerräume von der DB gekündigt, weil der Bunker unter dem Ernst August Platz (Hbf) mit in die U-Bahn-Planung einbezogen und voraussichtlich umgestaltet werden sollte. Da in den nächsten zwei Jahren keine anderen Räume gefunden wurden und die DB darauf drängte, dass die Mitglieder des Clubs sich entscheiden, zog der MEC am 15. Oktober 1965 nach Herrenhausen um.
Die Jahre im Clubheim im Bahnhof Hannover-Herrenhausen waren in der Vereinsgeschichte die bisher erfolgreichste Zeit. Die Clubanlage wurde fertiggestellt und ein reger Fahrbetrieb wurde abgewickelt. An der Ausrichtung vieler Veranstaltungen in Hannover war der MEC Hannover e.V. beteiligt. Die markantesten waren: 1966 der erste BDEF-Verbandstag, 1980 der MOROP-Kongresses 1987 das vierzig jährige Jubiläum und 1997 der zweite BDEF-Verbandstag.
Nach 31 Jahren wiederholt sich fast die Geschichte. Der Club muss seinen Werkstattraum wegen des geplanten Ausbaus der S-Bahn aufgeben. Unsere langjährigen Nachbarn, die Schießsportabteilung des R.S.V. v. 1926 gaben ihr Schützenheim auf, weil die Schießstände ebenfalls dem S-Bahnbau zum Opfer fielen. Durch diese „Schützenhilfe“ konnte der MEC Hannover e.V. die Räumlichkeiten der Schießsportabteilung übernehmen. Die Mitglieder des MEC waren guten Mutes in eine gesicherte Zukunft zu blicken. Doch die „gesicherte Zukunft“ währte nur zwei Jahre. Die Realitäten auf dem Immobilienmarkt und der Bau der S-Bahn-Strecken zu der in Hannover geplanten EXPO 2000 verpassten dem MEC Hannover einen herben Schlag. Das Bahnhofsgebäude wurde verkauft und die Clubanlage musste abgerissen werden. Am 31. Dezember 1999 gingen in Herrenhausen im wahrsten Sinne „die Lichter aus“. Eine 34-jährige Zeit mit vielen Höhepunkten in der Vereinsgeschichte ging damit unwiederbringlich zu Ende.
Im Herbst 1999 trug der damalige Vorsitzende Christian Fricke, auf einer Monatsversammlung, eine Anfrage vom Vorsitzenden der Eisenbahn-Modellbahngruppe (EMG), Herrn Bernd Waterholter, vor.
Die EMG bot dem MEC eine intensive Zusammenarbeit und Räumlichkeiten an. In der ersten Reaktion wurde dies kaum richtig zur Kenntnis genommen. Zur sehr war man noch davon entfernt eine Einschränkung der bisher gekannten Selbstständigkeit aufzugeben. Aber die Erkenntnis, diesen Neuanfang als Chance zu begreifen und dem MEC Hannover e.V. ein Weiterbestehen zu ermöglichen, mündete in der Entscheidung das Angebot anzunehmen.
So konnten neue Räume in der Fernroder Straße am Hauptbahnhof unter Gleis 14 Ostseite bezogen werden. Dieses Clubheim wurde grundlegend renoviert. Die gesamte elektrische Installation erneuert, die Räume, einschließlich der Fußböden saniert, u.a. waren Feuchtigkeitsschäden an den Decken und Wänden zu beseitigen. Diese Arbeiten nahmen allein mehr als zwei Jahre in Anspruch. Heute steht den Mitgliedern ein freundlich eingerichtetes Clubheim mit Aufenthaltsraum, einer Werkstatt und einem Anlagenraum, sowie zum Informieren und Lesen eine umfangreiche Bibliothek von Büchern und Zeitschriften über die große und kleine Eisenbahn zur Verfügung.
Die derzeit im Bau befindliche Gemeinschaftsanlage mit der ungewöhnlichen Anlagenform einer „9“ ist das derzeitige „Herzstück“ der Clubarbeit. Diese Anlage ist modular aufgebaut und ist eine Kombination aus Modulen und Segmenten.
Eine Gemeinschaft von interessierten Modelleisenbahnern hat sechs Jahrzehnte lang einen Verein mit „Leben“ erfüllt. In Clubabenden und Monatsversammlungen wurde gefachsimpelt und an den Modellbahnanlagen gebaut. Aus diesem Zusammenhalt heraus wurden wichtige Entscheidungen getroffen und wie sich in einem Blick zurück zeigt, wohl auch immer die Richtigen. Durch die vielfältige Öffentlichkeitsarbeit wurde der Club in der Landeshauptstadt Hannover, dem Großraum Hannover und in der Bundesrepublik Deutschland bekannt.
Das Interesse an der Beschäftigung mit der Modelleisenbahn in einem Verein mit all ihren Facetten hat die letzten Jahre stark nachgelassen. Es gibt viele Modelleisenbahner, die sich mit dem vielfältigen Hobby befassen, aber nicht in einer festen Gemeinschaft eines Vereins. Eher sind lockere Zusammenschlüsse, wie z.B. die Treffen mit dem Aufbau einer Modulanlage, im Trend. Auch mit den zurzeit wie Pilze aus dem Boden schießenden kommerziellen großen Schauanlagen kann ein Verein nicht mithalten. Die zukünftigen Entwicklungen wird der MEC Hannover e.V. nicht aufhalten können. Somit ist der weitere Weg des Modell-Eisenbahn-Club Hannover e. V. schwer vorhersehbar. Aber vielleicht bietet es auch eine Chance in einer Nische eine Alternative anzubieten.
Kontakt: 
Modell-Eisenbahn-Club Hannover e.V., Vors. Bernd Waterholter, Postfach 4004, 30040 Hannover, Tel. 0511 751405 oder 0172 4159729, Internet: http://www.mec-hannover.de 

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10 Jahre SAM - Sankt Augustiner Modellbahner

Es war am 09. Sept. 1997. Aus einem Stammtisch-Treff, genannt SAM-sons (Bürling+Kroll), werden die St. Augustiner Modellbahner, eine Interessengemeinschaft für Modulbauten und (Spiel)-Betrieb in Großanlagen der Spur N.
Diese Idee setzte sich durch, so dass die 24 Mitglieder heute nach zehn Jahren mit rund 80 Metern Modulaufbauten Spur N und auch bereits 25 m in Spur H0 aufwarten können. Der gemeinsame Fahrbetrieb steht an erster Stelle; schwierig allein ist nur immer wieder einen geeigneten Ort zu finden, um Modul-Großanlagen aufzubauen. Zeitweise – immerhin fast 4 Jahre – hatten wir großzügig Platz in einem Godesberger Möbelhaus und auch in einer Einkaufsgaleria auf Einladung einer örtlichen Werbegemeinschaft. Aktuell suchen wir eine neue Bleibe! Zurzeit gelingt uns der Aufbau für zwei bis vier Tage bei Ausstellungen, Messen und ähnlichen Auftritten, immerhin schon 32 mal; nicht gerechnet unsere eigenen Fahrtage. Diese finden regelmäßig statt, edel und vornehm, im Sterne-Hotel „Regina“ im St. Augustiner Stadtzentrum, weil wir in den Regina-Stuben unseren Stammplatz haben. Jeden Dienstag 19:30 Uhr.
In Anlehnung an die FREMO-Normen und unter Einbeziehung von Techniken befreundeter Vereine im BDEF und im AK „Rheinlandbahnen“ entstanden die Standard-Vorgaben, die wir einhalten, um miteinander einen gut funktionierenden Modul-(Spiel)-Betrieb zu schaffen.
1. Aufbauhöhe vom Boden bis Oberkante Modul 100 cm (Höhenausgleich +/– 3 cm); damit auch Kinder – die zukünftigen Modellbahnkunden – besser sehen können!
2. Gleisführung/Gleismittenabstand = 33,6 mm. Das ist das Gegenbogenmaß gängiger Spur-N-Gleis- und -Weichen-Hersteller und ist der Parallelabstand bei 2-spuriger Streckenführung.
3. Streckenstromversorgung, analoger Betrieb (+ Pol in Fahrtrichtung rechts) – wer will – Blockstellenbetrieb ist erwünscht : „System Bordach BM B&A“
4. Der Spielspaß – ohne den läuft gar nichts bei Modul-Anlagen, es sei denn man bleibt mit sich allein! 
Auch mit diesem Spielspaß möchten wir uns am Jubiläums-Wochenende, 15./16. Sept. 2007, öffentlich vorstellen. Modellbahn-Ausstellung in drei großen Veranstaltungsräumen des Regina-Hotels St. Augustin, Zentrum Markt 81. Spur N, H0, Gastanlagen werden „angedockt“, Spur 0 erstmalig! Kinder-Spielanlage LGB und eine Grosse Tombola.
Alle Modellbahner und Zuschauer sind eingeladen, auch mit eigenen mitgebrachten Modellen mitzuspielen. Der Eintritt ist frei an beiden Tagen!
Kontakt: SAM, c/o W. Bürling, Im Spichelsfeld 68, 53757 St. Augustin
Tel.: 02241 924191, 
e-Mail: info@sambahn.com
Internet: http://www.st-augustiner-modellbahner-sam.de  

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Neues Fördermitglied: Modellbahnbörse Beindersheim

Im Großraum Mannheim / Ludwigshafen / Kaiserslautern / Worms gibt es seit 1998 DIE beliebte Modelleisenbahnbörse für Jung und Alt, veranstaltet von Michael Günther – aus dem rheinhessischen Osthofen. Als begeisterter Hobby-Modelleisenbahner genügte Günther das Börsenangebot in seiner Nähe nicht mehr und so entschloss er sich auf eigene Faust eine Börse zu veranstalten.
Start war im Saalbau der Kleintierzüchter in Beindersheim bei Frankenthal/Pfalz. Die Börsen wurden zu einem Erfolg, nicht zuletzt aufgrund seiner nimmer endenden branchenunüblichen Werbebemühungen. Die Farbe Gelb wurde sein Markenzeichen und wo er auftaucht, spricht man spaßeshalber von der gelben Gefahr!
Die vergangene Börsensaison war von einigen Veränderungen und Neuerungen geprägt.
Erstmals wurde im November in der Albisheimer Pfrimmhalle (siehe Bild) eine Modellbahnbörse veranstaltet, zu der auch die N-Bahn Freunde Worms e.V. mit ihrer sehenswerten Modulanlage eingeladen waren. Es fanden nicht weniger als 950 Neugierige in die moderne, tageslichtdurchflutete Mehrzweckhalle und so war schon nach einer Stunde Öffnungszeit klar, dass dieses Zellertaler Modellbahnereignis Wiederholung finden muss.
Bestens angekommen war auch das neu eingeführte BITTE NICHT RAUCHEN, das nun für alle Veranstaltungen gilt.
Im Januar 07 zog dann die Modellbahnbörse Beindersheim in die nur einen Steinwurf weit entfernte Gemeinde Hessheim in die dortige ASV-Turnhalle um. Der Besucheransturm war geradezu überwältigend! Es fanden in nur fünf Stunden Öffnungszeit über 1100 Besucher den Weg zu diesem Modellbahnereignis, das nun mit viel mehr Platz für Aussteller und Besucher aufwarten konnte.
Eine Jubiläumsbörse anlässlich 10 Jahre Modellbahnbörse Beindersheim veranstaltet Günther am 17. Februar 2008 auf annähernd 1.000 m² in den EWR-Hallen (historische Turbinenhalle und Kesselhaus) in der Nibelungenfestspielstadt Worms am Rhein.
Neben der großen Modellbahnbörse im EWR-Kesselhaus wird in der historischen EWR Turbinenhalle – hier wurde bis in die 50iger Jahre Strom für die Stadt Worms erzeugt – eine Ausstellung von hochwertigen Messing-Kleinserienmodellen verschiedenen Maßstabs, Dioramen (Fa. Preiser), Schauanlagen und Herstellerstände (u.a. Fa. Bavaria) das Modellbahnereignis der Region darstellen. Der BDEF wird ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten sein.
Die nächsten Veranstaltungen finden wie folgt statt:
So., 11.11.07 in 67308 Albisheim/Pfrimm, Pfrimmhalle, An der Pfrimmhalle 2,
So., 16.12.07 in 67258 Hessheim, ASV-Turnhalle, Bleichstraße 22 
So., 13.01.08 in 67258 Hessheim, ASV-Turnhalle, Bleichstraße 22
jeweils von 11 bis 16 Uhr.
Jubiläumsbörse/Ausstellung am So., 17.02.08 in 67547 Worms, EWR-Hallen, Klosterstraße 23, von 10 bis 18 Uhr.
Eintrittspreise 2,50 € für Erwachsene, Jugendliche 1,50 €, Kinder bis 6 Jahre frei, Familienkarte 6,-€.

Infos beim Veranstalter Michael Günther, Mirebeau Str. 24, 67574 Osthofen, Tel./Fax: 06242/1253
e-mail: modellbahnboerse@aol.com, Internet: www.modellbahnboersen.de  

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Messe-Standortfragen geklärt

Zum Start der Neuen Messe Stuttgart am 12. Juni haben sich das Messeunternehmen P. E. Schall GmbH & Co. KG, die Landesmesse Stuttgart GmbH sowie die Messe Sinsheim GmbH über die künftige Veranstaltungsstruktur geeinigt. Damit sind die Irritationen um den teilweisen Wechsel der Fach- und Publikumsmessen der P. E. Schall GmbH & Co. KG von Sinsheim nach Stuttgart endgültig erledigt. 
In der Neuen Messe Stuttgart veranstaltet die P. E. Schall GmbH & Co. KG ab sofort die fünf Fachmessen BLECHexpo und SCHWEISStec, MOTEK, BONDexpo und CONTROL. Die Messe Sinsheim GmbH wird auch künftig die Fachmessen Druck+Form sowie Car & 
Sound ausrichten und überdies am Standort Sinsheim die Publikumsmessen beherbergen. Damit, so Geschäftsführer Paul Eberhard Schall „haben sowohl die Messe-Standorte als auch die Aussteller und Dienstleistungsbetriebe auf lange Sicht Planungssicherheit“. 
Damit steht auch eindeutig fest, dass die Messe „Faszination Modellbau“ und das „Echtdampf-Hallentreffen“ weiterhin im Messegelände Sinsheim stattfinden – die nächste „Faszination Modellbau“ vom 13. bis 16. März 2008. Der BDEF wird dabei wieder Gastgeber für das beliebte, mittlerweile 5. Treffen der Modellbahner sein, die Eisenbahnen aus Amerika ins Herz geschlossen haben.

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MIWULA: Das Prinzip der Unwirtschaftlichkeit

In der zweiten Juniwoche begrüßte das Miniatur Wunderland den 4.000.000sten Besucher. Damit ist die weltgrößte Modelleisenbahn zur erfolgreichsten Dauerausstellung Norddeutschlands geworden und gehört mittlerweile zu den zehn erfolgreichsten in Europa. Die Stadt Hamburg hat dem Wunderland allein im Jahr 2006 rund 200.000 Übernachtungen zu verdanken. Für 2007 deuten die Prognosen abermals auf einen Besucherrekord hin. Zum ersten Mal wird eventuell die 900.000 Besuchermarke geknackt. Rein von der Nachfrage her wären schon im Jahr 2006 rund 1.3 Millionen Besucher möglich gewesen, was jedoch durch eine besucherfreundliche Einlasspolitik verhindert wurde. 
Mittlerweile gibt es aus verschiedenen Teilen der Welt Anfragen von Investorengruppen, die dieses Hamburger Erfolgsprojekt auch in ihren Städten etablieren wollen. Bisher wurden alle Anfragen abgelehnt. „Es ist anderen Unternehmern und Investoren sehr schwer zu vermitteln, dass sich der Erfolg des Wunderlandes nicht auf wirtschaftliche Kennziffern reduzieren lässt“ begründet Frederik Braun diese Entscheidung und fügt hinzu: „Gerade das aus wirtschaftlicher Sicht irrationale Handeln ist zu einen großen Teil für den Erfolg verantwortlich.“
Der Bau des Miniatur Wunderlandes hat bisher rund 500.000 Arbeitsstunden verschlungen und viele Millionen Euro an Investitionen erfordert. Mittlerweile arbeiten rund 160 Menschen an diesem Projekt und genau das unterscheidet das Miniatur Wunderland von anderen Unternehmen. Das Wunderland setzt auf den Faktor Mensch. Unternehmensberatungen würden wahrscheinlich behaupten, dass die gleiche Anzahl an Bäumen, Menschen, Gebäuden und Zügen mit der Hälfte an Mitarbeitern zu betreiben wäre, aber dann wäre die Anlage nach der Meinung der Macher kein Wunderland mehr. „Wir lassen unseren Mitarbeitern die Freiheit eigenverantwortlich an der Anlage zu arbeiten, auch wenn das sehr zeitintensiv ist. Wir geben lediglich die Richtung und den Rahmen vor. Genau das spüren die Besucher beim Betrachten der Anlage, wenn Sie auch noch an den entlegensten Ecken liebevoll nachgebildete Details entdecken“ sagt Gerrit Braun dazu. Aber nicht nur die modellbauerische Hingabe ist für die Begeisterung bei vielen Besuchern verantwortlich. „Wir tun alles dafür, dass der Besucher die Ausstellung lächelnd betritt und begeistert verlässt“, beschreiben die Brüder Ihren Servicegrundsatz. So werden die Gäste zum Beispiel schon direkt in der Warteschlange mit kostenlosen Getränken und Snacks versorgt. 
Der anhaltende Erfolg bei den Besuchern hat das Wunderland auch wirtschaftlich erfolgreich gemacht. Jedoch steht für alle Beteiligten fest, dass die Unternehmung nicht ausgeschlachtet werden soll, sondern der größte Teil der Einnahmen in den Lebenstraum reinvestiert wird. So gibt es Ausbaupläne bis in das Jahr 2014 und noch höhere Ziele. „Wir wollen bereits 2015 zu Europa’s TOP 5 gehören“ beschreibt Frederik Braun seine Ziele schmunzelnd. Das Miniatur Wunderland zeigt in Zeiten die von Rationalisierung und Rekordgewinnen geprägt sind, dass es auch andere Erfolgswege gibt. 
5. Bauabschnitt: Schweizer Alpen!
Im Moment sind bis 2014 noch weitere fünf Bauabschnitte geplant. Seit einem Jahr bauen wir den 5. Bauabschnitt „Schweiz“.
Besonderheiten: Dieser Abschnitt wird das größte Highlight! Auf ca. 100 m2 haben wir die Decke herausgenommen. Man geht zwischen den Alpen entlang und steht plötzlich am Abgrund! An dieser Stelle sind die Berge schon jetzt fast 6 Meter hoch. Sie reichen in der 100 m2 Öffnung bis in den 3. Stock und verbinden so realistisch die beiden Etagen. Man kann über eine Treppe in den Bergen hinunter wandern und kommt im dritten Stock an. Ein prächtiger Eindruck, wenn man von dort nach oben blickt – Berge bis zur Decke des 4. Stockes – also über sechs Meter hoch. Im 3. Stock führt der Weg weiter durch eine Schlucht und der Besucher kommt irgendwann in der Südschweiz an. 
Highlights wird es massenhaft geben. Das Matterhorn ist bereits zu erkennen. Berühmte Zugstrecken wie der Glacierexpress oder die Gotthard-Strecke werden genauso wenig fehlen wie die tollen Berg- und Stauseen. Der Besucher kann in einen Berg hineingehen und dort unterirdische Szenarien sehen. Wir wollen den bisher aufwändigsten Bauabschnitt voraussichtlich im Herbst 2007 eröffnen.

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REGIONALTREFFEN 2007

Traditionsgemäß finden im Herbst die Regionaltreffen des BDEF statt. Diese Regionaltreffen bieten den Teilnehmern in „privaterer“ Atmosphäre die Möglichkeit, dem BDEF-Vorstand und den Clubs aus der Region ihre Ideen, Wünsche und Probleme darzulegen. Gerne nutzen viele auch die Möglichkeit, sich mit den Clubs aus der gleichen Region über spezifische Themen dieser Region zu unterhalten. 
Alle ausrichtenden Clubs bieten – abgestimmt auf die örtlichen Gegebenheiten – attraktive Rahmenprogramme an und passende Räumlichkeiten für die eigentlichen Gespräche. 
Versäumen Sie nicht, an diesen Regionaltreffen teilzunehmen! Zeigen Sie, dass Sie als Mitglied im BDEF Teil einer starken Gemeinschaft sind – genau gesagt der stärksten in Europa ! – und lassen Sie Ihre Hobbykollegen teilhaben an Ihrem Wissen. Oder partizipieren Sie vom Wissen und Können anderer. 
Bei den gemeinsamen Gesprächen wird der BDEF-Vorstand ausführlich über die Planungen zum 50. Gründungsfest des Verbands berichten.
Wir freuen uns, Sie in großer Zahl auf den diesjährigen Regionaltreffen wiederzusehen. Bis dahin!


20.10.2007: Regionaltreffen NORD in Hildesheim 
Gastgeber: LGB-Freunde-Hildesheim e. V. und Modell-Eisenbahn-Club Hildesheim e. V.,
27.10.2007: Regionaltreffen SÜD in Landsberg/Lech
Gastgeber: Modelleisenbahn-Verein Landsberg am Lech e.V.,
3.11.2007: Regionaltreffen OST in Berlin 
Gastgeber: LOXX Modell Welten Berlin
10.11.2007: Regionaltreffen MITTE in Schöllkrippen 
Gastgeber: Eisenbahnfreunde Kahlgrund e.V.,
17.11.2007: Regionaltreffen SÜDWEST in Karlsruhe 
Gastgeber: Modell-Eisenbahn-Club Karlsruhe e.V. und Modellbahn- und Eisenbahnfreunde Karlsruhe e.V.
24.11.2007: Regionaltreffen WEST in Kerpen 
Gastgeber: Modelleisenbahn-Gemeinschaft Kerpen (Erft) e.V. (Programm folgt mit REPORT 5-2007)

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100. Tagung der Technischen Kommission

Vom 11. bis 13. Mai 2007 trat die Technische Kommission (TK) in Odense (DK) zum 100. Mal zusammen, erstmals unter der Leitung von Hans Hug (CH). Von den 21 Mitgliedsverbänden waren 15 direkt oder durch Abgabe von Vollmachten vertreten. 
Schwergewichtig befasste sich die TK mit Fragen über eine erweiterte Schnittstelle in Fahrzeugen, welche den Anschluss mehrerer Nebenfunktionen erlaubt. Nachdem sich in den letzten Monaten bei Industrie und NMRA die Festlegung eines 22-poligen Steckers abzeichnete, wurden die bisherigen Vorarbeiten der E-Gruppe für eine NEM 658 überarbeitet. Beschlossen wurde! für eine einteilige! 22-polige Schnittstelle die Festlegungen der NMRA zu übernehmen. Da sich diese Schnittstelle aufgrund der möglichen Strombelastungen nur bis etwa Nenngröße H0 eignet, wird der bisherige Vorschlag der E-Gruppe für eine geteilte Schnittstelle für größere Nenngrößen parallel dazu weiter verfolgt. 
Mit Beschluss auf Weiterbearbeitung wurde außerdem ein Vorschlag der E-Gruppe für eine normierte Steckverbindung zwischen Fahrzeugen, die in Wendezügen eingesetzt werden, diskutiert. 
Bei den Schnittstellen-Normen NEM 650 bis 654 wurden folgende Änderungen beschlossen: 
NEM 650: Anpassung des Pin-Durchmessers bei der Ausführung „5“ an eine bei NMRA vorgenommene Änderung. 
NEM 653: Da diese spezielle Steckerform bisher nicht angewendet wurde und sich auch in Zukunft keine Anwendung abzeichnet, wird NEM 653 ersatzlos aufgehoben. 
Weitergeführt wird auch die Überarbeitung der Grundlagen-Normen NEM 310/311, die durch das Hinscheiden des in diesem Fragenkreis federführenden Ehrenmitglieds Gerhard Krauth etwas ins Stocken geraten waren. Verabschiedet wurde eine Revision der NEM 114 „Überhöhungen im Gleisbogen“, die im Wesentlichen den Einbau von Werten für die Nenngröße II beinhaltet. 
Bei NEM 120 „Schienenprofile“ wurde eine Revision beschlossen, welche eine leicht bombierte Lauffläche zum Inhalt hat. 
Kenntnis genommen wurde von einer Neu-Ausgabe der polnischen Epochen-Ländernorm NEM 825 PL, Ausgabe 2007. 
Verabschiedet wurden außerdem verschiedene redaktionelle Überarbeitungen in Normen der 600er Gruppe. Anlass dafür waren u.a. Probleme mit dem Verständnis der komplizierten Materie. 
Die nächste Sitzung der Technischen Kommission findet beim nächsten MOROP-Kongress statt, den der BDEF vom 1. bis 7. September 2007 in Ilmenau organisiert.

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Deutsche Züge auf Briefmarken
www.wohlfahrtsmarken.de
 

© BDEF 2007
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)