BDEF - REPORT

Der neue  BDEF-REPORT  3/2007 in Ausschnitten:

Sie können den BDEF-REPORT (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 40.- Euro erhalten Sie neben dem REPORT und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
Fragen Sie bei unserer Geschäftsstelle nach einer "Einzelmitgliedschaft"! 

Inhalt:

Editorial

20 Jahre Eisenbahnfreunde Pforzheim e.V.

1958 bis 2007: Fünfzig Bundesverbandstage

Borkumer Lokomotive erhält den Namen „Aurich“

BERLIN 2007: 50. Bundesverbandstag

DB-Museum inszeniert Stars der Schiene neu

„Eisenbahnfreunde unterwegs“ – das BDEF-Jahrbuch 2007

Züge aus aller Welt zu Gast

Neues Fördermitglied: mancherlei-vitrinen

SoftdriveSinus-Motor von Märklin

Neu im BDEF: IG Schiene Detmold

Der Versicherungsbeauftragte berichtet

Neu im BDEF: MEC Regensburg

Weltrekord unter Doping

Neu im BDEF: Modellbahnfreunde Nordbahn

Bahnfahren ist praktizierter Klimaschutz

50 Jahre TEE auf der Intermodellbau Dortmund

Treffen Sie Europas Eisenbahnfreunde in Ilmenau

DGEG feierte in Bochum-Dahlhausen

 

Editorial

Liebe Eisenbahnfreunde!

Der fünfzigste Bundesverbandstag des BDEF sollte etwas Besonderes werden – und er erfüllte die Erwartungen zur Gänze. Das Vorbereitungsteam aus Mitgliedern der Berliner BDEF-Vereinigungen – unter Leitung des BDEF-Vizevorsitzenden Hans-Werner Bürkner – hatte die Veranstaltungen bestens organisiert. Bei der Gestaltung der Exkursionen konnten zusätzlich wesentliche Impulse unseres Ehrenmitglieds Friedhelm Ernst und das beachtenswerte Engagement des Konzernbevollmächtigten der DB AG für das Land Berlin, Ingulf Leuschel, erfreuen.
Am 18. Mai 2007 um 15 Uhr fand im 21. Stock des Bahn-Tower am Potsdamer Platz 2 – der Konzernzentrale der DB AG – die Delegiertenversammlung unseres Verbands statt. Anlässlich des 50. Bundesverbandstags konnten wir dabei besonders viele Gäste begrüßen, die in ihren Grußworten, bzw. Festreden, ihre Verbundenheit mit dem BDEF zum Ausdruck brachten und die Gemeinsamkeiten zwischen ihrem Verband oder ihrer Organisation und dem BDEF hervorhoben. Ingulf Leuschel überbrachte in seiner Festrede auch die Grüße des Bahnchefs Hartmut Mehdorn und die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher jene des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Als gebürtige Schweizerin ist Frau Lüscher die Freude an der Eisenbahn mit in die Wiege gelegt worden, wie ihre engagierte Rede eindrucksvoll zeigte.
Wichtiges Ergebnis der Delegiertenversammlung war die Wahl von zwei Stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands. Als Nachfolger für den leider viel zu früh verstorbenen Helmut Schmitz wurde Dieter Eikhoff aus Duisburg gewählt. Für den aus Gesundheitsgründen nicht erneut kandidierenden Dieter Hohmann konnte Peter Briegel aus Landsberg/Lech gewonnen werden, so dass nun wieder ein kompletter geschäftsführender Vorstand vorhanden ist.
Einstimmig beschloss die Delegiertenversammlung im Jahre 2008 den 51. Bundesverbandstag in Mülheim a. d. Ruhr auf Einladung der Eisenbahnfreunde Mülheim abzuhalten.
Wir freuen uns auf Mülheim.

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard A. Bayer, 
BDEF-Vorsitzender 

zurück zum INHALT

1958 bis 2007: Fünfzig Bundesverbandstage

NEIN. Der BDEF ist noch nicht 50 Jahre alt! Dies werden wir erst nächstes Jahr, wenn der BDEF tatsächlich volle 50 Jahre existiert. Im Gegensatz zu Geburtstagen zählte der Tag der Gründung bereits als erster Verbandstag und am Ende des ersten „Lebens“-jahres fand bereits der zweite Verbandstag statt.
Dennoch ist auch ein fünfzigster Bundesverbandstag ein besonderer, der auch eine entsprechende Würdigung verdient. Wir haben zur Feier dieser „50“ den Verbandstag in der Bundeshauptstadt BERLIN abgehalten und die Delegiertenversammlung konnte im ganz besonderen Ambiente des Bahn-Towers am Potsdamer Platz – der Konzernzentrale der Deutschen Bahn AG – stattfinden. Außergewöhnlich viele Gäste erfreuten uns dabei mit Ihren Grußworten und hoben durchwegs die „runde 50“ hervor (hierzu an anderer Stelle in diesem REPORT mehr).

Lange Jahre war es beim BDEF Tradition, von jeder Stadt, in der ein Bundesverbandstag stattfand, eine Fahne mit dem Stadtwappen zu erwerben. Diese Fahnen bildeten dann meist einen eindrucksvollen Hintergrund für die Delegiertenversammlung und hielten die Erinnerung an vergangene Versammlungen wach. Leider sind diese Fahnen im Laufe der Jahre unansehnlich geworden und mussten letztendlich ausgemustert werden. Als kleine Erinnerung an diese Zeit finden Sie im Folgenden die Auflistung aller bisherigen fünfzig Verbandstag und die Stadtwappen der Austragungsorte.

zurück zum INHALT

BERLIN 2007: 50. Bundesverbandstag

Wie gewohnt werden wir über die einzelnen Programmpunkte des Bundesverbandstags ausführlich berichten. In diesem BDEF-REPORT soll ein kurzer Überblick vorangestellt werden. Die detaillierten (Bild-)Berichte über die einzelnen Veranstaltungen folgen dann im nächsten (und übernächsten?) BDEF-REPORT.
Bereits am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt konnte das ICE-Werk Rummelsburg und die Modellbahnabteilung von Pro Sport Berlin 24 besichtigt werden. In einer kleinen Feierstunde gedachten die Mitglieder und Gäste des Modell-Eisenbahn-Klub Berlin e.V. 1932 ihres 75-jährigen Jubiläums, bei dem der BDEF-Vorsitzende in Anwesenheit von Presse und Fernsehen dem Verein die Ehrenplakette des Verbands überreichte und dem Vorsitzenden Dietmar Conradt für sein langjähriges Wirken die Ehrennadel in Gold. Eine attraktive Modellbahnausstellung im BW Schöneweide, die an allen Tagen geöffnet war, rundete das Jubiläum und den Verbandstag ab.
Am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, erwartete die Teilnehmer ein buntes Programm, bestehend aus der Besichtigung des U-Bahn-Museumsstellwerks, einer persönlichen Führung durch den neuen Berliner Hauptbahnhof durch den Konzernbevollmächtigte Leuschel, einer Stadtrundfahrt per Schiff auf der Spree, der begehrten Fahrt mit der Berliner Panorama-S-Bahn und letztendlich dem Verkehrspolitischen Forum des Arbeitskreises Verkehrspolitik im BDEF.
Der Freitag begann mit der Verkehrspolitische Rundfahrt mit einem Regioshuttle der ODEG über interessante Strecken in und um Berlin zum Thema Güterverkehrsstellen in der Stadt. Alternativ konnte man das Deutsche Technikmuseum besuchen oder eine Rundfahrt mit einem sogenannten Zille-Bus unternehmen.

Um 15 Uhr fand im 21. Stock des Bahn-Tower am Potsdamer Platz – der Konzernzentrale der DB AG – die Delegiertenversammlung statt, über die wir bereits im Editorial dieses BDEF-REPORT berichtet haben.
Ebenfalls im Bahn Tower schloss sich das Modellbahnforum an, bei dem die Hornby Deutschland GmbH ihre Produktphilosophien vorstellte und sich den vielen Fragen der Teilnehmer stellte 
Die Nimmermüden konnten schließlich um 23.30 Uhr eine zweistündige U-Bahnfahrt ungewöhnlicher Art durch den Untergrund von Berlin mit der „Cabrio-U-Bahn“ unternehmen.
Der Samstag gehörte fast ganztags der traditionellen „Großen Rundfahrt“. Ein Sonderzug der ODEG, bestehend aus der „Lollo“ V160 003 und vier Einheitsdurchgangswagen (Donnerbüchsen) der Berliner Eisenbahnfreunde e.V. Die Fahrt ging vom Bf. Berlin Lichtenberg direkt nach Osten über Strausberg bis zur Polnischen Grenze nach Küstrin-Kietz. Nordwestlich war das nächste Ziel Niederfinow, wo die Teilnehmer das Schiffshebewerk oder den O-Bushof in Eberswalde besichtigen konnten. Die Weiterfahrt führte zum Kaiserbahnhof Joachimsthal am Werbelinsee, wo uns nicht nur „Seine Kaiserliche Hoheit“ begrüßte, sondern auch die große Gulaschkanone zur Mittagsverköstigung erwartete.
Nach der Sättigung und nach netten Gesprächen mit „Kaiserlicher Hoheit“ und seinen Damen aus dem Hofstaat begab sich die Gruppe auf die Rückreise nach Berlin, die über Templin, Zehdenick (Mark), Löwenberg (Mark) und dann schließlich südöstlich zurück nach Lichtenberg ging.
Der Abschlussabend wurde geprägt von einer wunderschönen Kreuzfahrt auf der Spree mit der „Spree Comtesse“. Bei einem reichhaltigen Büfett und mitreißender Musik eines Alleinunterhalters genossen die Teilnehmer die etwa dreistündige Fahrt. Der BDEF-Vorsitzende Bayer nahm zudem die Möglichkeit wahr, dem Cheforganisator Hans-Werner Bürkner und dem BKL Ingulf Leuschel für ihr besonderes Engagement und ihre Verdienste um den BDEF und den 50. Verbandstag die Ehrennadel in Gold des Verbandes zu verleihen.
Zum Ausklang bot der Sonntag noch eine Fahrt mit historischen Straßenbahnwagen und die Besichtigung der Straßenbahnsammlung im historischen Straßenbahnhof Niederschönhausen oder einen Besuch der Parkeisenbahn Wuhlheide.
Besondere Verdienste bei der Ausrichtung hat sich noch jemand gemacht, den wir leider nicht persönlich ehren konnten: Petrus! Er hatte durchwegs ein Traumwetter für den 50. Bundesverbandstag vorbereitet.

zurück zum INHALT

„Eisenbahnfreunde unterwegs“ – das BDEF-Jahrbuch 2007

Pünktlich zum Verbandstag erschien das BDEF-Jahrbuch 2007 „BERLIN“ zum fünften Mal im Eigenverlag. Durch hohe Anteile an ehrenamtlich erbrachten Leistungen und viele Anzeigen konnten wir wieder allen Mitgliedern eine größere Anzahl von Jahrbüchern kostenlos zusenden. 
Die Redaktion lag auch für das Jahrbuch 2007 in den unverzichtbar bewährten Händen von Wolf-Dietger Machel, der hohe Qualität und die Konti-nuität garantiert. Mit großem Einsatz wurden von Wolfgang Schacht eine Rekordzahl von Anzeigen für dieses Buch akquiriert. In der Druckvorstufe hat sich Dieter Eikhoff maßgeblich engagiert. Diesen „drei Säulen“ des Jahrbuchs vielen Dank dafür. Besonderer Dank sei natürlich auch allen Text- und Bildautoren gesagt, die den Inhalt dieses Jahrbuchs wieder wesentlich mitgestaltet haben.
Weitere Exemplare können selbstverständlich hinzu gekauft werden. Mit 5,- Euro ist der Verkaufspreis besonders günstig. Bei Bestellung über die Geschäftsstelle des BDEF kommen noch die Versandkosten hinzu. 
„Eisenbahn-Freunde unterwegs – BDEF Jahrbuch 2007“ enthält neben mehreren Artikeln zum Bahn- und Modellbahnwesen in und um Berlin wieder das große Adressverzeichnis von Modelleisenbahn- und Eisenbahn-Freunde-Clubs. 
Auch in diesem Jahr gibt das BDEF-Jahrbuch wieder einen breiten Überblick über die führenden Modellbahn- und Zubehörhersteller, wichtigen Software- und Elektronikfirmen, maß-geblichen Fachverlage und viele weitere – auch neu hinzugekommene – Fördermitglieder des Verbandes und damit der gesamten „Szene“.

zurück zum INHALT

Neues Fördermitglied: mancherlei-vitrinen

Seit über 20 Jahren fertigt die Firma mancherlei-vitrinen hochwertige Vitrinen für Sammler und Freunde schöner Dinge. Dank dieser langen Erfahrung und den Anregungen von Kunden kann heute ein breites Spektrum hochwertiger Schaukästen für nahezu jeden Verwendungszweck angeboten werden. Der Korpus der Vitrinen wird aus 19 mm starker, furnierter Tischlerplatte gefertigt, die Standard-Türrahmen sind aus Massivholz und aushängbar. 
Die Verglasung besteht aus 3 mm Kristallglas. Die mitgelieferten Glasböden (Stärke 4 mm mit geschliffenen und polierten Kanten) bieten viel Stabilität und sind durch Reihenlochbohrung leicht verstellbar (Lochabstand 32 mm), was eine optimale und individuelle Aufteilung des Vitrinenraums ermöglicht. 
mancherlei-vitrinen für Modelleisenbahnen bieten durch in die Naturholz-Rückwand eingelassene Holzböden zusätzliche Stabilität, um auch das größte Schwergewicht tragen zu können. Die Hersteller sind immer bemüht auch individuelle Vorstellungen zu verwirklichen. 
Wir begrüßen mancherlei-vitrinen herzlich als neues Fördermitglied unseres Verbands. 
Kontakt: mancherlei-vitrinen, 52223 Stolberg, Haumühle 9, 
Tel. 02402 4415, Fax: 02402 28144, e-Mail: info@mancherlei-vitrinen.de, Internet: www.mancherlei-vitrinen.de 

zurück zum INHALT

Neu im BDEF: IG Schiene Detmold

Die seit über einem Jahr bestehende Interessengemeinschaft Schiene Detmold e.V. kann bereits attraktive Modellbahnanlagen präsentieren. Im Aufbau ist die neue H0-2L-Clubanlage in nicht genormten Modulen. Die Anlage besitzt kein Vorbild und keine exakte Epochen-Zuordnung. Außerdem ist eine über 20 m lange und 50 cm breite H0e-Schmalspur-Ausstellungsanlage vorhanden, deren Thema „vom Meer in die Berge“ lautet.
Die Mitglieder treffen sich mittwochs ab 16 Uhr in den Clubräumen.
Kontakt: Interessengemeinschaft Schiene Detmold e.V., 32760 Detmold, Paderborner Str. 165, Vors. Gerd Neumann, Tel. 05231 57150, 
Internet: http://www.ig-schiene.de
eMail: schwarzer_zeuge@yahoo.de

zurück zum INHALT

Neu im BDEF: MEC Regensburg

Nach einigen Jahren Abwesenheit beschloss die Mitgliederversammlung des Modelleisenbahnclubs Regensburg dem BDEF wieder als ordentliches Mitglied beizutreten. Dieser Traditionsverein mit der ehemaligen und wieder zugeteilten BDEF-Mitgliedsnummer 052 besteht bereits seit 47 Jahren und ist weit über die Grenzen seiner Heimat bekannt.
Kontakt: Modelleisenbahnclub Regensburg, Vors. Fridtjof Langer (Tel. 09471 1269), Gf.: Walter Schatz, Alexander-Ferdinand-Straße 9, 93051 Regensburg, Tel. 0941 90806, e-Mail: MEC-Regensburg@web.de

zurück zum INHALT

Neu im BDEF: Modellbahnfreunde Nordbahn 

Wir sind ein kleiner eingetragener und gemeinnütziger Verein, der am 19.3.2007 gegründet wurde. Unsere Mitglieder kommen aus Brandenburg und Berlin. Vereinssitz ist die Gemeinde Birkenwerder im Land Brandenburg.
Unsere Tätigkeit erstreckt sich auf den Bau und Betrieb einer gemeinschaftlichen Modellbahnanlage nach dem Vorbild der Berliner Nordbahn und der Erforschung der Verkehr- und Technikgeschichte der Region - insbesondere der Eisenbahnstrecke Berlin - Stralsund mit dem Abschnitt Berlin-Stettiner Bahnhof (seit 1.12.1959 Berlin-Nordbahnhof) bis Oranienburg (Berliner Nordbahn). Vorgesehen ist - schon aus Platzgründen - der modellbahngerechte Nachbau einzelner interessanter Abschnitte der Nordbahn. So ist mittelfristig geplant, das ehemalige Bw Gesundbrunnen nachzubauen. Mit dem Nachbau des Bahnhofs Oranienburg konnte schon begonnen werden. Teile der Bahnhofseinfahrt und der Triebwagenhalle der S-Bahn sind im Rohbau fertig. Der Bahnhof Oranienburg ist heute Endstation der S-Bahn-Linie S1 (Oranienburg - Wannsee). Er war bereits 1925 Endstation der Zweiten mit Gleichstrom elektrifizierten Berliner Vorortstrecke vom Stettiner Vorortbahnhof.
Als Vorbildzeitraum haben wir die Jahre um 1990 (1988 - 1995) gewählt. Dies ermöglicht uns einen vielseitigen Fahrzeugeinsatz. So können wir Fahrzeuge der DR, der DB und der DB AG einsetzen, gefahren wird mit Zweileiter Gleichstrom analog (S-Bahn) und digital (Fernbahn). Wir werden es aber mit dem Fahrzeugeinsatz nicht zu genau nehmen. Im Vordergrund soll die Freude bei der Beschäftigung mit der Modelleisenbahn stehen. Wir sind keine Nietenzähler oder Pufferküsser. Da die Nordbahn unser Vorbild ist, sollten sich die Vereinsräume möglichst in einem Bahnhof dieser Eisenbahnstrecke befinden. Es ist uns gelungen, von der DB AG zwei Räume im Bahnhof Birkenwerder (b. Berlin) zu mieten. Wenn alles planmäßig verläuft werden wir die Räume am 1.6.2007 beziehen können. Der Bahnhof Birkenwerder ist aus verschiedenen Gründen für einen Eisenbahnfreund sehr interessant. Er wurde 1924 im Zusammenhang mit dem viergleisigen Ausbau der Nordbahn und der Gleichstromelektrifizierung der Vorortgleise, von den bekannten Eisenbahnarchitekten Richard Brademann, neu erbaut. Seit 1983 findet hier ein sehr seltener elektrischer Gemeinschaftsbetrieb mit Gleich- und Wechselstromsystemen auf einem gemeinsamen Bahnkörper statt. Der S-Bahnsteig und die Abstell- und Wendeanlage werden auch von Zügen der elektrischen Regionalbahn benutzt.
Wir können insgesamt mit dem bisher erreichten zufrieden sein, wenn uns nicht noch einige Mitglieder fehlen würden. Aber dieses Problem haben wohl viele andere Vereine auch!
Kontakt: Modellbahnfreunde Nordbahn e.V., Vors. Günter Logé, Waldemarstraße 6, 16540 Hohen Neuendorf, Tel. 03303 406699

zurück zum INHALT

50 Jahre TEE auf der Intermodellbau Dortmund

Das Jubiläum „50 Jahre TEE“ nahm der BDEF zum Anlass, auf seinem Messestand bei der Intermodellbau in Dortmund, eine umfassende Modell-Sonderschau zu präsentieren. Die drei großen Vitrinen mit der Vielfalt dieser berühmten Zuggattung fanden großes Interesse bei den Besuchern der Intermodellbau.
Der TEE-Verkehr wurde zum Sommerfahrplan 1957 ins Leben gerufen. Alle TEE wurden zu Beginn mit Dieseltriebwagen gefahren. Von der Deutschen Bundesbahn wurden folgende Umläufe mit VT 11.5 bzw. VT 08 gefahren: TEE „Paris - Ruhr“ (Paris - Dortmund), TEE „Rhein - Main” (Frankfurt/M - Amsterdam), TEE „Helvetia“ (Hamburg - Zürich), TEE „Saphir“ (Dortmund - Oostende). Die Französischen Triebwagen RGP fuhren als TEE „Arbalete“ (Paris - Zürich), TEE „Mont Cenis“ (Lyon - Milano), TEE „Ille de France“ (Paris - Amsterdam), TEE „Parsifal“ (Paris - Dortmund).
Von der Italienischen Bahn (FS) kamen die zweiteiligen Triebwagen Aln als TEE „Ligure“ (Marseile - Milano), und TEE „Mediolanum“ (München - Milano) zum Einsatz.
Die von der Schweiz (SBB) und den Niederlanden (NS) beschafften vierteiligen Dieseltriebwagen RAm fuhren als TEE „Edelweiß“ (Zürich - Amsterdam), TEE „Etoile du Nord“ (Paris - Amsterdam), TEE „Oiseau Bleu“ (Paris - Brüssel).
Alle diese Züge konnten durch entsprechende H0-Modelle nachgebildet und ausgestellt werden.

Vom VT 11.5 konnten mehrere Modelle begutachtet werden. Das älteste war ein Distler TEE von 1958 aus lithographiertem Blech und aufgedruckten Fenstern. Ebenfalls aus Blech waren ein dreiteiliger VT 11.5 von der Fa. Grötsch aus dem Jahr 1960 und ein dreiteiliger Blech-VT 11.5 von der Fa. Hans Wimmer in Nürnberg ebenfalls aus dem Jahr 1960. Der erste vorbildmäßige VT 11.5 kam von der Fa. Tesmo im Jahr 1963 bzw. überarbeitet von der Fa. Ortwein im Jahr 1974 auf den Markt. Der Roco VT 11.5 von 1983 und der von Märklin aus dem Jahr 2002 waren ebenfalls ausgestellt.
Der VT 08 war ein Lima-Modell mit zusätzlich angebrachtem TEE-Zeichen auf der Stirnfront.
Vom SNCF-Triebwagen RGP konnten folgende Modelle gezeigt werden: Ein vierteiliger RGP von Lima aus dem Jahr 1967 und ein zweiteiliger Triebwagen von Roco aus dem Jahr 1998.
Der zweiteilige FS-Triebwagen ALn war durch ein Kleinserienmodell der Fa. Lemaco und ein Modell der Fa. Rivarossi von 1967 vertreten.
Der vierteilige TEE-Dieseltriebwagen RAm der SBB/NS war als Märklin-Hamo-Modell von 1965 vertreten.
Außerdem war ein Modell des 1961 in Betrieb gestellten elektrischen TEE-Triebwagens RAe der SBB von Lima aus dem Jahr 1985 ausgestellt.
Ab dem 1.9.1963 fuhr der erste Lok bespannte TEE „Brabant“ zwischen Paris und Brüssel mit sechsachsiger SNCF-Ellok CC 40100 und silberfarbenen Inox-Wagen. Dieser Zug war mit Modellen der Fa. Jouef von 1965 zu sehen.
Auch die TEE „Rheingold“ und „Rheinpfeil“ der Deutschen Bundesbahn konnten mit Dome-Car und Buckelspeisewagen als Modelle in Blechausführung (Märklin 1966) bis hin über Wagen und Lokomotiven der Firmen Röwa, Trix, Roco und den neuesten Modellen von Hornby-Lima gezeigt werden.

zurück zum INHALT

DGEG feierte in Bochum-Dahlhausen

Am 27. April feierte die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte gleich zwei Jubiläen: 40 Jahre DGEG und 30 Jahre Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen. 
Ausgewählte Persönlichkeiten der Politik, Kommune, Freunde und Eisenbahnkenner waren eingeladen, und viele kamen! Der BDEF-Vorstand wurde von seinem Geschäftsführer, Burckhard Kattner würdig und gewichtig vertreten.
Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Besucher auf dem Freigelände vor dem bekannten Rundlokschuppen mit Drehscheibe von den schön geputzten Originalexponaten der großen, alten Eisenbahn begrüßt. Einige Lokomotiven waren extra zum Jubiläum nach Dahlhausen gebracht worden. Die 89 7159 aus Neustadt/ Weinstraße und die 50 3610-8 sorgten als Pendelzugloks mit einigen „Donnerbüchsen“ für den Zugverkehr zur S-Bahn-Station Dahlhausen und zurück. Die eigentliche Feier für die geladenen Ehrengäste begann dann pünktlich um 10 Uhr in der dafür festlich hergerichteten viergleisigen Wagenhalle. Umrahmt von alten Abteilwagen zur Rechten und einer „Donnerbüchse“ mit der dahinter stehenden legendären BR 10 001, die extra aus Neuenmarkt-Wirsberg mit 30 km/h herangeschafft wurde, zur Linken. Eine Swingband war im Hintergrund auf einem Flachwagen Cöln 28608 untergebracht und gab so manches schöne Musikstück zum Besten. 
Nach den überaus fachkundigen und freundlichen Jubiläumsreden- und Grüßen der Honoratioren wurde das Büffet durch den Leiter des Eisenbahnmuseums Dahlhausen, Herrn Harald Reese eröffnet. 
Ein Cateringunternehmen war für das leibliche Wohl der Ehrengäste zuständig, und was dort am Brunch-Büffet zu Auswahl stand, verwöhnte fürwahr den Gaumen! Bevor die Gäste gesättigt dem Mittagsschlaf verfallen konnten, war die Besichtigung des Geländes mit dem Ringlokschuppen und den dazugehörigen Werkstätten angesagt! Alle verfügbaren Lokomotiven und Wagen waren sehr gepflegt ausgestellt und luden die Besucher zu mancher Träumerei von der guten alten Eisenbahn ein! 
Nachdem der Nachmittag bei immer noch strahlender Sonne sich dem Ende zu neigte und die staubigen Schuhe die müden Beine nicht mehr so recht tragen wollten, trat der Berichterstatter den Heimweg dann mit der „modernen“ Bahn an. Ein schöner, erlebnisreicher Tag ging wie immer viel zu schnell zu Ende! 

zurück zum INHALT

20 Jahre Eisenbahnfreunde Pforzheim e.V.

Im Februar dieses Jahres konnten die Eisenbahnfreunde Pforzheim e.V. auf ihr 20-jähriges Bestehen anstoßen, denn am 19.02.1987 fand damals die Gründungsversammlung statt. Seit dieser Zeit hat sich vieles bewegt im Verein.
Das erste Treffen einer losen Interessengemeinschaft fand jedoch schon ein Jahr zuvor statt. Während den monatlichen Treffen in verschiedenen Lokalen wurde eines schnell klar: „Wir gründen einen Verein“. 
Gleichzeitig wurde eine umfangreiche Suchaktion nach angemessenen Räumlichkeiten durchgeführt. Unter anderem fiel auch der Bahnhof Weißenstein als mögliches Vereinslokal ins Auge. Doch zunächst herrschte die Meinung vor, dass dieses Objekt ein paar Nummern zu groß sei. Nach unzähligen Verhandlungen mit Behörden, Sponsoren und Bausachverständigen wurde jedoch das Projekt in Angriff genommen. Nach etwa zehnjähriger Bautätigkeit mit über 70.000 freiwilligen Arbeitsstunden ehrenamtlicher Helfer konnte man 1998 die „Wiederauferstehung“ des denkmalgeschützten Hauptgebäudes feiern. Finanziert wurde das Ganze u.A. durch Zuschüsse der Stadt Pforzheim, dem Landesdenkmalamt und der Landesdenkmalstiftung.
Da das Hauptgebäude durch die unendliche Sammelleidenschaft der Eisenbahnfreunde aus allen Nähten zu platzen drohte, konnte man im Jahre 2000 dann auch die zugehörige Güterhalle erwerben. Auch diese wird in mühevoller Kleinarbeit von den Eisenbahnfreunden restauriert. 
Neben dem Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes hat sich der Verein auch zum Ziel gesetzt, dem breiten Publikum das Thema Eisenbahn in seiner Gesamtheit nahe zu bringen. So bildeten sich im Laufe der Jahre verschiedene Arbeitskreise – Modellbahnen unterschiedlichster Spurweiten entstanden, eine umfangreiche Bibliothek mit eisenbahnspezifischer Literatur wurde aufgebaut und ein kleines Eisenbahnmuseum mit Originalteilen eingerichtet. Zurzeit wird der Keller der Güterhalle saniert, in welchem eine große Spur-1-Anlage entstehen soll.
Auch Originalfahrzeuge gehören zum Bestand der Eisenbahner. Kürzlich durften sie sich über den Zugang eines zweiten Güterwagens freuen.
Auch veranstalten die Eisenbahnfreunde im Jahr zahlreiche „Großevents“. So findet immer an Christ Himmelfahrt das schon traditionelle Bahnhoffest mit Biergarten, Lifemusik und Flohmarkt statt. Im November gibt es dann den großen Bücherflohmarkt mit über 20.000 sortierten Büchern und am 6. Januar findet die große Modellbahnausstellung, die immer unter einem bestimmten Motto steht, statt.
Das liebevoll eingerichtete Eisenbahnmuseum in den Museumsräumen kann jeden ersten Sonntag im Monat besichtigt werden.
Weitere Informationen über den Verein und seine Aktivitäten im Internet unter www.eisenbahnfreunde-pforzheim.de .

zurück zum INHALT

Borkumer Lokomotive erhält den Namen „Aurich“

Am Freitag, dem 13. April, taufte Hilde Windhorst, die Frau des Auricher Bürgermeisters Heinz-Werner Windhorst, die Neubaulokomotive der Borkumer Kleinbahn auf den Namen „Aurich“. Damit bekundet die Borkumer Kleinbahn und Dampfschifffahrtsgesellschaft mbH ihre langjährige Verbundenheit mit Ostfrieslands heimlicher Hauptstadt. Schließlich wurde die Genehmigung zum Betrieb der Borkumer Kleinbahn am 28. Oktober 1903 durch die Königliche Regierung zu Aurich, dem Regierungs-Präsidenten Karl Prinz von Ratibor, erteilt. In über 100 Jahren hat sich die Kleinbahn zur Lebensader der Insel entwickelt. Heute nutzen jährlich rund 830.000 Fahrgäste die Inselbahn zum Transfer.
Schon 1906 stellte die Borkumer Kleinbahn eine Dampflok mit dem Namen „Aurich“ in Dienst. Die damals 9 t schwere und 60 PS starke Hohenzollern-Lok hatte mit der heutigen Diesellokomotive „Aurich“ nicht viel gemein. Die neu gebaute Schmalspur-Diesellok wiegt heute stolze 16 t und erreicht bei einer Leistung von 250 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die neue Lokomotive wurde erforderlich, da die Borkumer Kleinbahn zum Herbst den sogenannten Wendezugbetrieb einführen wird. Bisher ist an den Endpunkten am Bahnhof und an der Reede (Hafen) ein Umsetzen der Lokomotive erforderlich. Mit dem neuen Wendezugbetrieb, bei dem an beiden Enden des Zuges eine Lok angekoppelt ist, kann auf das Umsetzen durch passierende Gästeströme verzichtet werden.
Die Lokomotive „Aurich“ wurde bei der Lokomotivenfabrik Schöma in Diepholz gefertigt. Äußerlich gleicht die Neubaulok den vorhandenen Triebfahrzeugen der Borkumer Kleinbahn, allerdings gibt es technisch deutliche Unterschiede. In den vergangenen 14 Jahren konnten einige Neuerungen entwickelt werden, die nun bei der Lok „Aurich“ ihre Umsetzung finden. Beispielsweise wird die „Aurich“ einen 184 Kilowatt leistenden Deutz-Motor erhalten, der jedoch nicht mehr luft- sondern wassergekühlt sein wird. Auch der Führerstand wird sich aufgrund der veränderten Anforderungen des Wendezugbetriebes von den anderen Lokomotiven unterscheiden. 
Das Projekt wird den Fahrkomfort für die Reisenden ebenso erhöhen wie es ein Beitrag zur Sicherheit des Schienenpersonennahverkehrs auf Borkum ist. Aus diesem Grund beteiligt sich das Land Niedersachsen an dem Projekt mit Fördermitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). 

zurück zum INHALT

DB-Museum inszeniert Stars der Schiene neu

Nach zweimonatiger Erneuerung ist die Fahrzeughalle im DB Museum wieder für Besucher zugänglich. Die Zeugen deutscher Eisenbahngeschichte präsentieren sich nun in zeitgemäßen Lichtinszenierungen. Dabei reihen sich Lokomotiven und Wagen aus der Zeit von 1835 bis 1909 eng aneinander und werden eindrucksvoll von unten angestrahlt. 
Die Salonwagen des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern und des Reichskanzlers Otto von Bismarck werden vor neuer Kulisse am Fürstenbahnsteig gezeigt. Der Prunk des Königszugs und die Schlichtheit des Bismarck-Wagens spiegeln die unterschiedlichen Charaktere ihrer Besitzer wider. Großformatige Bilderfolgen unterstützen diesen Kontrast.
Um die technische Funktionsweise von Dampflokomotiven besser nachvollziehen zu können, zeigt das DB Museum die in den 1920er Jahren der Länge nach aufgeschnittene „Nordgau“. Sie ist die älteste erhaltene deutsche Lokomotive und wurde 1853 gebaut. Farbige Lichtbänder können von den Besuchern per Knopfdruck aktiviert werden, um nachvollziehen zu können, wie Hitze und Dampf erzeugt werden.
„Mit dieser Inszenierung in unserer Fahrzeughalle ist die Erneuerung der Dauerausstellung zu zwei Jahrhunderten Bahngeschichte abgeschlossen“, freut sich der Leiter des DB Museums, Dr. Jürgen Franzke. „Damit konnten wir die Attraktivität des Firmenmuseums der Deutschen Bahn weiter steigern.“ Bis zum Jahresende ist auch eine Neugestaltung der bei Kindern und Familien beliebten Eisenbahn-Erlebniswelt vorgesehen.
Das DB Museum in der Nürnberger Lessingstraße 6 liegt nahe dem Hauptbahnhof und ist dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 4 Euro Eintritt, bei Anreise mit Fahrscheinen der DB und des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) oder bei Vorlage des BDEF-Mitgliedsausweises nur 3 Euro. Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren zahlen 2 Euro. 

zurück zum INHALT

Züge aus aller Welt zu Gast

Das positive Ergebnis einer Mitte Februar 2007 unter den aktiven Mitgliedern durchgeführten Umfrage ermutigte den MEC Stuttgart MECS, kurzfristig eine Sondervorführung seiner Clubanlage anlässlich des Jubiläums „60 Jahre MECS“ zu organisieren und durchzuführen. Mit untenstehendem Motiv warben farbige Plakate und über 4000 Handzettel in vielen Geschäften für dieses besondere Ereignis.
Per e-Mail wurden die „Vereine in der Region“ informiert, die Presse hatte entsprechende Artikel veröffentlicht und auch der Rundfunk (SWR4) brachte mehrmals eine einladende Reportage für diese Sonderaktion. Sogar bei der Internet-Suchmaschine „Google“ konnten der MECS unter dem Begriff „Modell(eisen)bahn)“ einen kleinen Hinweis auf die Veranstaltung mit einem Link auf die speziell angepasste Homepage platzieren.
Für den Sonntag wurde noch ein –eigentlich nicht vorgesehener– Fahrzeugbasar organisiert werden, war doch in der Presse darauf hingewiesen worden. Aber all dieses hatte sich gelohnt – diese Extra-Veranstaltung wurde mit 765(!) – sogar überwiegend neuen – Gästen ein voller Erfolg!
Gemäß dem angekündigten Motto fuhren dann auch erstmals amerikanische, australische, chinesische und europäische Zuggarnituren bunt gemischt auf der bekannten Clubanlage des MECS in der S-Bahn-Station Universität.
Einige interessante Impressionen von diesem Ereignis sind im Folgenden zu sehen. Vielleicht können diese Abbildungen auch andere Modelleisenbahnclubs animieren, einmal „Züge aus aller Welt zu Gast“ auf der eigenen Clubanlage zu haben. 

zurück zum INHALT

SoftdriveSinus-Motor von Märklin

Märklin liefert jetzt erstmals Lokomotiven mit einem SoftdriveSinus-Motor. Dieses innovative Antriebskonzept arbeitet auf Basis eines neu konstruierten Miniaturmotors mit hohem Drehmoment, hohem Wirkungsgrad und niedriger Stromaufnahme. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen, denn Loks mit diesem Motor fahren absolut ruckelfrei und bewältigen selbst große Anhängelasten, starke Steigungen sowie eine extreme Langsamfahrt.
Viele Modellbahner wünschen sich möglichst vorbildgerechte Nachbildungen ihrer Wunsch-Lokomotiven. Dies gilt natürlich nicht nur für die Detaillierung und die lupenreine Bedruckung, sondern auch für das Fahrverhalten. Bislang waren allerdings insbesondere das Anfahren, die Langsamfahrt und die Lastregelung in Kurven und Steigungen mit Kompromissen behaftet.
Mit dem neuen SoftdriveSinus-Motor hat Märklin jetzt ein Antriebskonzept entwickelt, das Loks schon bei geringer Fahrspannung seidenweich und ruckfrei in Bewegung setzt. Möglich wurde dies durch eine innovative Änderung der Positionierung des Magnetfelds im 12-poligen Rotor des Motors.
Bislang konnten die Magnete technologisch nur senkrecht zu den neun ringförmig um den Rotor angeordneten Ankerwicklungen ausgerichtet werden – dies sorgt insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten für ein höheres Rastmoment und ein nicht optimales Mitnahmeverhalten. Beim SoftdriveSinus-Motor konnten erstmals die zwölf Magnete des Rotors diagonal angeordnet werden. Als optimaler Winkel hat sich in umfassenden Berechnungen, Simulationen und Labortests eine Schrägstellung der Magnete um ca. 10 Grad erwiesen. Als Resultat ist eine deutlich niedrigere Schwungkraft erforderlich und das minimierte Rastmoment erlaubt ein extrem feinfühliges Fahren ohne Ruckeln. Zudem erreicht der Motor bereits bei niedrigeren Geschwindigkeiten ein hohes Drehmoment für eine hervorragende Zugkraft der Lokomotive.
Schließlich halbiert sich die Stromaufnahme beim neuen Antriebskonzept im Vergleich zu konventionellen Lokmotoren. Nachdem der neue Motor keine Bürsten benötigt und über eine hochwertige Kugellagerung der Motorachse verfügt, arbeitet er nahezu verschleißfrei und hat einen seidenweichen und geräuscharmen Lauf.
Durch eine aufwändige elektronische Steuerung haben Märklin-Loks mit dem neuen Softdrive-Sinus-Motor ein sehr gutes Lastregelungsverhalten. So bleibt die Motorleistung auch bei stark beanspruchenden Kurvenfahrten durch enge Radien oder beim Steigungswechsel konstant erhalten. Ein Spannungseinbruch der Stromversorgung beim gleichzeitigen Betrieb von mehreren Loks kann durch die neue Steuerung so kompensiert werden, dass es keinen Geschwindigkeitseinbruch gibt. Mit einem Durchmesser von lediglich 15,5 Millimetern ist der SoftdriveSinus-Motor kleiner als eine 1-EuroCent- Münze. Dank einer Baulänge von nur 15 Millimetern lässt er sich problemlos auch in kleine Lokomotiven integrieren. Er passt beispielsweise direkt in den Kessel einer Dampflok oder auf das Drehgestell einer Diesel- bzw. E-Lok. Zudem kann er sehr unscheinbar ins Fahrwerk eines Triebwagens integriert werden – im Gegensatz zu früher erlaubt beispielsweise das Märklin-Modell des legendären Schienenbus VT 98 einen „ungetrübten“ Einblick in den Fahrgastraum. Märklin hat den SoftdriveSinus-Motor in zwei technischen Varianten realisiert: In der Kompaktversion verfügt der Motor an einer Seite über eine Welle mit beispielsweise einer Antriebsschnecke und gegebenenfalls einer zusätzlichen Schwungmasse. Für den gleichzeitigen Antrieb von zwei Drehgestellen oder zwei räumlich stark voneinander getrennten Achsen gibt es den Motor auch noch mit einer Doppelwelle.
Als erstes Modell mit der neuen Antriebstechnik liefert Märklin eine Doppel-Elektrolokomotive der Baureihe Ae 8/14 der Schweizerischen Bundesbahnen. Das Vorbild der 14-achsigen E-Lok mit der Betriebsnummer 11801 wurde 1931 in Betrieb genommen und kam hauptsächlich auf der Gotthardstrecke zum Einsatz. Die hellgrüne Farbgebung des Märklin-Modells entspricht einer Versuchslackierung, die das Vorbild in der Epoche III zwischen 1955 und 1961 hatte.
In jeder der beiden Lok-Hälften befindet sich ein SoftdriveSinus-Motor, der auf zwei Antriebsachsen wirkt. Zur weiteren Verstärkung der Zugkraft erhielten die vier Räder der angetriebenen Achsen jeweils Haftreifen. Durch diese Kombination ist das 1148 Gramm schwere Märklin-Modell extrem zugkräftig geworden. Im Testbetrieb bewältigte die Doppellok auf Anhieb auch bei langsamen Geschwindigkeiten eine Anhängelast von fünf Kilogramm über eine Strecke mit drei Prozent Steigung – das entspricht rund 100 Zweiachs-Kohlewagen oder – Containerwagen bzw. weit mehr als 30 Vierachs-Personenwagen.
Sowohl im Analogbetrieb als auch mit einer Digitalsteuerung fährt die imposante Doppellok sehr sanft an. Im Betrieb mit einem konventionellen Analog-Fahrregler schleicht sie bei langsamster Fahrt mit knapp zwei Zentimetern pro Sekunde dahin, das entspricht maßstäblich umgerechnet sechs Stundenkilometer. Im Digitalbetrieb kann sie sogar mit nur 7,5 Millimeter pro Sekunde bzw. umgerechnet 2,3 Stundenkilometer fahren. Die Maximalgeschwindigkeit erreicht problemlos die umgerechneten vorbildgerechten 100 Stundenkilometer.
Im Modelljahr 2007 werden folgende Lokomotiven von Märklin mit einem SoftdriveSinus-Motor ausgestattet:
26218 Wendezug BR 218, 3-tlg Silb.Garnitur rot
26540 Zugpackung „50 Jahre TEE“, DB, Epoche IV
29680 Elektrolok „Krokodil“ in Mega-Startpackung Gotthard
37772 Schnelltriebwagen SVT 04, DB, Ep. III
37902 Diesel-Rangierlok BR 290, DB AG, Ep. V
39050 Schnellzug-Dampflok BR 05, DB, Ep. III
39121 Elektrolokomotive BR E 10.12,DB, Ep. III
39180 Diesellok BR 218, altrot, mfx mit Sound
39181 Diesellok BR 218, altrot, mfx ohne Sound
39401 E-Lok Serie CC40100, SNCF, Ep.IV
39402 E-Lok Serie 18, SNCB, Ep.IV
39500 Elektrolokomotive BR E 50, DB, Ep. III
39540 TEE Triebzug RAe „Gottardo“, SBB, Ep.III
39562 Güterzuglok „Krokodil“ braun, SBB, Ep.II
39590 Elektrolok Serie Ae 8/14, SBB, Ep. III
39890 Elektrolokomotive BR 189, DB AG, Ep. V
39970 Turmtriebwagen BR 701, DB, Ep. IV
39981 Schienenbus mit Steuerwagen, ÖBB, Ep.III

zurück zum INHALT

Der Versicherungsbeauftragte berichtet

In letzter Zeit habe ich von mehreren Mitgliedern in den Vereinen die Frage gestellt bekommen:
„Wie sieht es versicherungstechnisch mit meiner Anlage oder Sammlung zu Hause aus?“
Dazu hatte ich mich schon mehrfach geäußert, doch jetzt kann ich das nochmals aufgreifen und aktuelle Rechenbeispiele für jedes Mitglied des BDEF geben, damit es selbst überprüfen kann wie das funktioniert und vor allem was es kostet.
Zur allgemeinen Verständnis nochmals: Eine Versicherung einer Modellbahnanlage oder -sammlung im Privathaus ist nur über eine Hausratsversicherung sinnvoll und möglich.
Beispiel:
Die Sammlung ist in einem Einfamilienhaus oder in einer Wohnung mit einer Wohnfläche von 100 qm.
Die Sammlung oder Anlage hat einen Wert von 30.000,- Euro.
Für die Wohnung muss man, um Unterdeckung zu vermeiden eine Versicherungssumme von 700,- Euro pro qm Wohnfläche ansetzen. Das ergibt eine Versicherungssumme von 70.000.- Euro. Dazu kommen die 30.000.- Euro für die Modellbahn – zusammen also 100.000,- Euro.
Da ganz Deutschland in Schadensrisikozonen eingeteilt ist, ergeben sich unterschiedliche Beiträge.
Über den BDEF können wir jedem Mitglied des BDEF folgende Beiträge für diese Versicherung anbieten:
Für die Zone 1 – ab 104.- Euro im Jahr zu zahlender Beitrag. (72,80 für die Hausrat und 31,20 für die Sammlung oder Anlage = 1,04 pro Mille einschließlich Steuer)
Für die Zone 3 – ab 129,- Euro im Jahr zu zahlender Beitrag. (90,30 für die Hausrat und 38,70 für die Sammlung oder Anlage = 1,29 pro Mille einschließlich Steuer).
Liebe Vereinsvorstände, bitte machen Sie diese Mitteilung des Versicherungsbeauftragten ALLEN Mitgliedern zugänglich, damit jeder seine Versicherungssituation überprüfen kann. Es ist absolut nicht sinnvoll mehr für Versicherungen auszugeben als unbedingt notwendig ist. Wenn jemand dazu Fragen hat oder für seinen Fall einen genauen Betrag errechnet haben will, dann rufen Sie mich bitte an. Ich kann leider nicht für jeden einzelnen Ort in Deutschland eine allgemeine Betragsaussage machen ohne ein dickes Buch zu veröffentlichen.

Wenn Sie diesen Text in Ihrem nächsten eigenen Rundschreiben an alle Mitglieder veröffentlichen wollen, dann können sie die Vorlage als Word oder PDF Datei direkt bei mir per e-Mail bestellen (versicherungen@bdef.de) oder sie rufen mich einfach an: 08191-46929. 
Peter Briegel

zurück zum INHALT

Weltrekord unter Doping

Ein Kurzzug des französischen Hochgeschwindigkeitszugs TGV fuhr einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord. Die deutsche Presse widmet diesem einzigartigen Ereignis meist ein Bild auf der Titelseite und mindestens halbseitige Berichte im Inneren. Im Blätterwald der Modellbahn- und Eisenbahn-Fachpresse rauschte es ebenfalls intensiv. Es wird fast immer darauf hingewiesen, dass dieser Rekord mit einer großen Anzahl von „Vorbereitungsarbeiten“ verbunden war. Es wurden etwa 30 Millionen Euro ausgegeben, um den Fahrweg speziell zu stabilisieren, um die Oberleitung umzubauen und mit einer deutlich höheren Spannung zu versorgen, um den Zug mit größeren Rädern auszustatten und um weitere Motoren in den Zug einzubauen – im Leistungssport nennt man so etwas wohl DOPING! Dennoch gratuliert der französische Staatspräsident persönlich per Telefon und der Hersteller Alstom erwartet aufgrund dieses „Erfolgs“ weltweit Bestellungen.
Am 2. September 2006 fuhr die Taurus-Lokomotive 1216 050 der Firma Siemens im Altmühltal zwischen Kinding und Allersberg den Weltrekord für Elektrolokomotiven mit einer Geschwindigkeit von 357 km/h. Die Lokomotive war eine reine Serienlok, an der praktisch keine Veränderungen vorgenommen wurden – nur der Geschwindigkeitsbegrenzer in der Software wurde abgeschaltet und die Scheibenwischer wurden entfernt, da diese ohnehin weggeflogen wären. Die Strecke und die Oberleitung waren ebenfalls völlig unverändert. Und der Weltrekord wurde in der zweistündigen Pause zwischen zwei planmäßigen Zugfahrten gefahren. Der ranghöchste Politiker, der gratulierte, war der Landrat des Altmühlkreises. TOLL!
Und die meisten Zeitungen berichteten mit wenigen Zeilen im Innenteil unter „Vermischtes“.
Vielleicht sollten wir lernen, nicht nur Erfolge anderer – schon gar nicht wenn sie unter Doping erreicht wurden – zu würdigen, sondern auch unsere eigenen Leistungen wertgerecht darzustellen.

zurück zum INHALT

Bahnfahren ist praktizierter Klimaschutz

Die Allianz pro Schiene hat enttäuscht auf die Regierungserklärung von Bundesumweltminister Siegmar Gabriel zum Klimaschutz reagiert. „Konkrete Schritte wie die Reduzierung der Mehrwertsteuer für den Schienenpersonenfernverkehr fehlen“, kritisierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege. Unmittelbar vor Gabriels Regierungserklärung im Bundestag hatte der Umweltminister sich in der Bild-Zeitung noch mit der Forderung zitieren lassen, aus Klimaschutzgründen „die Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr zu halbieren“. „Offenbar hat sich der Umweltminister im Kabinett nicht durchsetzen können. Sonst hätte er neben seiner Feststellung, dass die Bahn von allen Verkehrsträgern die beste Klimabilanz hat, auch konkrete Maßnahmen zum Abbau von Wettbewerbsnachteilen gegenüber dem klimaschädlicheren Flugverkehr angekündigt“, monierte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer.
Der Bundesumweltminister hatte in der Regierungserklärung dem Flugverkehr im Vergleich zum Schienenverkehr eine fünffache Klimabelastung pro befördertem Passagier bescheinigt. Dennoch werden beim Flugverkehr im Gegensatz zum Schienenverkehr keine Mineralölsteuer, keine Ökosteuer und bei grenzüberschreitenden Flügen auch keine Mehrwertsteuer erhoben. Ab einer Reiseentfernung von 50 Kilometern werden Bahntickets mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent belastet, bis zu 50 Kilometern mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent.
„Deutschland ist das einzige Land in Europa, das bei Bahntickets den vollen Mehrwertsteuersatz erhebt und damit den klimafreundlichen Schienenverkehr im Vergleich zum Flugverkehr künstlich verteuert. Ein Anachronismus – angesichts des Klimawandels und der Tatsache, dass Bahnfahren praktizierter Klimaschutz ist“, so der Geschäftsführer des Schienenbündnisses. „Bahnfahren muss im Vergleich zum Auto und zum Flieger preislich attraktiver werden, damit noch mehr Menschen Zug fahren.“
Die Allianz pro Schiene forderte die Bundesregierung auf, die Mobilität stärker ins Zentrum der Klimaschutzbemühungen zu stellen. Sollte sich Gabriel in den nächsten Wochen mit seinem Mehrwertsteuer-Vorstoß für Bahntickets im Kabinett doch noch durchsetzen, „muss die Deutsche Bahn den Preisvorteil auch komplett an die Kunden weitergeben“.

zurück zum INHALT

Treffen Sie Europas Eisenbahnfreunde in Ilmenau

Im Rahmen des 54. MOROP-Kongresses vom 1. bis 7. September 2007 in Ilmenau/Thüringen, den der BDEF ausrichtet, bieten wir besonders attraktive – und preiswerte – Exkursionen und Veranstaltungen. Zu jeder dieser Veranstaltungen kann sich Jedermann und Jedefrau ohne Vorbedingung anmelden und teilnehmen – auch zu einzelnen Veranstaltungen. Besonders günstige Preise erleichtern dabei die Entscheidung für eine Teilnahme. Viele Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas haben sich bereits angemeldet. 
Die Universitäts- und Goethe-Stadt Ilmenau liegt nahezu in der Mitte Deutschlands auf etwa 500 m über NN inmitten der Berge des Thüringer Waldes. Die Anreisewege sind günstig, da per Bahn eine Stundentaktverbindung von und nach Erfurt besteht. Von dort aus existieren ICE-Direktrelationen nach Berlin, Frankfurt/Main und über Kassel nach Hamburg bzw. ins Ruhrgebiet. Über Saalfeld gelangt man ebenso schnell und günstig mit Direkt-ICE nach Nürnberg, München und sogar direkt nach Mittenwald. Die nagelneue Autobahn A 71 verbindet Ilmenau direkt mit Erfurt und Berlin sowie nach Süden mit Schweinfurt, Würzburg und Stuttgart. Am Stadtrand und in den umliegenden Gemeinden existieren viele kleine, sehr preiswerte Pensionen und Ferienhotels.

Melden Sie sich zu diesem außergewöhnlichen Ereignis – unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber – an und lernen Sie die Modellbahner und Eisenbahnfreunde Europas im direkten Gespräch kennen, bzw. freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit Freunden – verbunden mit einmaligen (DAMPF-)Fahrten auf der Rennsteigbahn, auf der Oberweißbacher Bergbahn und bei Besuchen in Meiningen, Erfurt oder bei PIKO in Sonneberg, u.v.a.m. 
Das ausführliche Programm des MOROP-Kongresses mit Anmeldeunterlagen finden Sie hier.

zurück zum INHALT

Deutsche Züge auf Briefmarken
www.wohlfahrtsmarken.de
 

© BDEF 2007
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)