BDEF - REPORT

Der BDEF-REPORT  1/2007 in Ausschnitten:

Sie können den BDEF-REPORT (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 40.- Euro erhalten Sie neben dem REPORT und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
Fragen Sie bei unserer Geschäftsstelle nach einer "Einzelmitgliedschaft"! 

Inhalt:

Rundschreiben wird REPORT

Gerhard Krauth - ein Leben für die Eisenbahn

Das Rundschreiben-Buch

Zukunftstechnologie Eisenbahn

Der BDEF-REPORT im Abonnement

Franz Jerusalem verstorben

75 Jahre Modell-Eisenbahn-Klub Berlin e.V. 1932

Roco lief 2006 über Plan

10 Jahre Modelleisenbahner Stammtisch Furth im Wald

Weichen für "Eisenbahnarchiv Weiden" gestellt

10 Jahre Freundeskreis der Westhavelländischen Kreisbahn e.V.

Stellwerk als "Denkmal des Monats"

60 Jahre Modelleisenbahnclub Stuttgart

Auf richtigem Gleis: Seit fünf Jahren wieder Schienenverkehr Gronau - Enschede

Festabend für zwei Sechzigjährige

Der schnellste Regionalverkehr Deutschlands

Neues Fördermitglied: GROTE Sammlungssysteme

Schneller und leiser durch Lehrte

Neu im BDEF: Interessengemeinschaft Eisenbahnfreunde Oberderdingen-Flehingen

Einladung zum Feldbahnertreffen

Wichtiger Versicherungshinweis

Abschaffung der Schaffner ?

Rundschreiben wird REPORT

Unzählige Jahre informierte der Bundesverband seine Mitgliedsvereinigungen und interessierte Abonnenten mit seinem "BDEF-Rundschreiben". Dies soll selbstverständlich auch weiterhin so bleiben. Lediglich das Erscheinungsbild unserer zweimonatlichen Informationsschrift wollen wir ein wenig modernisieren und dem "Kind" nach all den Jahren endlich einen Namen geben. Lange haben wir überlegt, welche der möglichen Namen die bisherige Funktionsbezeichnung "Rundschreiben" ersetzen könnte. Viele Namen wurden favorisiert - und wieder verworfen. Der neue Name sollte kurz, einprägsam und vor allem auch treffend sein. Wir sind der Überzeugung mit dem Namen REPORT all die geforderten Eigenschaften "unter einen Hut" gebracht zu haben.

Bald wird bei unseren Lesern dieser Name in Fleisch und Blut übergehen und man spricht dann nur noch vom BDEF-REPORT. "Rundschreiben" ist OUT.

Aber nicht nur der Name ist neu. Auch das Layout wurde verändert und moderner gestaltet. Die größeren Überschriften und der nunmehr dreispaltige Satz sind sicherlich für viele eine wertvolle Lesehilfe. Außerdem ermöglicht dieses Layout mehr unterschiedliche Bildgrößen und damit lebendigere Gestaltungen.

Eines bleibt aber: Die Inhalte unseres neuen REPORTS werden weiterhin nur so interessant und vielfältig sein, wie wir Informationen und Beiträge aus unseren Mitgliedsvereinigungen bekommen. Bitte helfen Sie also mit, den BDEF-REPORT wirklich zum Berichterstatter aus dem Verbandsleben und zum lesenswerten und interessanten Informationsblatt zu machen.

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Das Rundschreiben-Buch

Ein ganz besonderes Angebot erreichte uns von Peter Lange, dem bekannten Vorsitzenden der LGB-Freunde Hildesheim. Herr Lange verdient seine Brötchen und das u.a. für das Hobby erforderliche Geld durch seine Buchbinderei. So lag es ziemlich nahe, dass ihm die Idee kam, die BDEF-Rundschreiben der letzten fünf Jahre zu einem Buch zu binden.

Die Buchbinderei August Lange (Inh. Peter Lange), Friesenstieg 2, 31134 Hildesheim, Tel. + Fax 05121 34831 bietet allen Interessierten an:

Die BDEF-Rundschreiben fest gebunden als Buch. Bindeumfang jeweils 5 Jahre, inkl. den grünen Beilagen "DB-aktuell", den gelben Messeberichten (bis 2005) und den Jahresinhaltsverzeichnissen. Ausführung: BDEF-grüner Leineneinband mit weißem Titeldruck zum günstigen Preis von 27,- Euro (inkl. MWSt). Für den Versand des ziemlich schweren Buches kommen noch 5,- Euro Versandkosten dazu.

Zur Auftragserteilung sind Herrn Lange natürlich die eigenen Rundschreiben zuzusenden.

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Der BDEF-REPORT im Abonnement

Einzelpersonen können auch im Jahr 2007 den zweimonatlich erscheinenden BDEF- REPORT beziehen, um sich über die Aktivitäten des Bundesverbandes zu informieren. Der BDEF- REPORT erscheint im Format DIN A4 jeweils zu Beginn eines geraden Monats.

Falls Sie am Bezug (weiterhin) interessiert sind, überweisen Sie bitte bis 15. März 2007 den Betrag von 12,- € (inkl. Versandspesen) auf unser Konto 301 234 bei der Stadtsparkasse Cuxhaven (BLZ 241 500 01)

Nennen Sie bitte auf Ihrer Überweisung die genaue Empfängeranschrift!

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75 Jahre Modell-Eisenbahn-Klub Berlin e.V. 1932

Am 6. Februar 1932 wurde der MEC (Modelleisenbahn-Club Berlin) von Freunden der Eisenbahn gegründet, um sich ihre Wünsche beim Bau und Betrieb von Modeleisenbahnen zu erfüllen. Ihr Vorbild war England, das Mutterland der Eisenbahn, in dem es schon seit Jahrzehnten Klubs mit großen Mitgliederzahlen gab. Gebaut wurde im MEC in den damals traditionellen Spurweiten 1 und 0. Im Frühjahr 1933 veranstaltete der MEC seine erste Ausstellung in Berlin und weitere große folgten: mit der Deutschen Verkehrswacht e. V. Berlin im "Haus der Technik" in der Friedrichstraße oder zur Weihnachtszeit eine große Spur-0-Anlage im Kaufhaus Wertheim am Potsdamer Platz. 1940 kamen die ersten Einschränkungen und 1945 das Ende. Erst als die Alliierten 1949 wieder Vereinsgründungen in Berlin zuließen, konnte der traditionsreiche Berliner Eisenbahnklub am 9. April 1949 offiziell wieder gegründet werden, jedoch jetzt unter dem Namen MODELL-EISENBAHN-KLUB BERLIN e.V. 1932. In einem Jugendheim im Bezirk Tiergarten begann der MEKB wieder Anlagen aufzubauen. Im September 1957 wurde in das heutige Quartier umgezogen. Mit der Errichtung der Berliner Mauer am 13. August 1961 verlor der MEKB viele Mitglieder, die in Ostberlin wohnten. In den folgenden Jahren wurden die H0-Anlage weiter ausgebaut und eine große N-Anlage in U-Form aufgebaut. Ab 1987 wurden Module nach dem System Nord-Modul im Maßstab H0 gebaut, mit denen wir regelmäßig auf Berliner Ausstellungen zu sehen sind. In 2002 folgte dann auch der Modulbau im Maßstab N nach klubeigener Norm aber jetzt mit zeitgemäßer, digitaler Steuerung im DCC-Format.

Das Jubiläum wird mit einer umfangreichen Modellbahn-Ausstellung vom Himmelfahrtstag bis zum folgenden Sonntag im Museums-Bw Berlin Schöneweide - also während des BDEF-Bundesverbandstags - ausgiebig gefeiert.

Kontakt: Modell-Eisenbahn-Klub Berlin e.V. 1932, Vors. Dietmar Conradt, Wielandstr.3, 10625 Berlin, Tel. 0171 1711887, e-Mail: Dietmar.Conradt@mekb.de , Internet: http://www.mekb.de 

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10 Jahre Modelleisenbahner Stammtisch Furth im Wald

Unsere Stammtischfreunde kommen aus vielerlei Berufsgruppen und treffen sich jeden letzten Freitag im Monat im Stammlokal Gasthaus Postgarten, Postgartenweg 4, (Bahnhofstr., gegenüber der Post) zur geselligen Runde um 19.30 Uhr. Zum Bauen und Basteln an den Vereinsanlagen treffen wir uns immer samstags nach Absprache ab 13 Uhr bei unserem 2. Vorsitzenden.

In den 10 Jahren unseres Bestehens haben wir bereits mehrere Anlagen gebaut. Unter anderem eine über 45 m lange Modulanlage mit zweigleisiger Hauptstrecke. Eine Trasse wird mit Wechselstrom digital und die andere mit Gleitstrom analog betrieben. Die Gleise verlaufen auf zwei Ebenen, wobei an den Kopfenden jeweils ein fünffacher Gleiswendel die Züge von der oberen zur unteren Ebene führt, in der sich auch ein zehngleisiger Schattenbahnhof befindet. Im oberen Bereich sind zwei große Bahnhöfe mit über sechs Meter Länge und zwei weitere kleine Bahnhöfe integriert. 18 Blockstellen runden das ganze ab.

Außerdem haben wir eine TT-, zwei N- und eine eingleisige Modul-Anlage gebaut. Mit Ausstellungen wird das ganze finanziert.

Im Jahre 2007 haben wir unser zehn-jähriges Gründungsjubiläum. Dies wird mit einer Ausstellung verbunden., die vom 14.7. bis 15.7. und vom 21.7. bis 22.7.07 durchgeführt wird. Öffnungszeiten jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Ausstellung findet im Saal unseres Stammlokales statt.

Auch auf die Jugendarbeit wird viel Wert gelegt. Ein besonderer Dank gilt unseren Frauen, die uns tatkräftig unterstützen und unser Hobby mittragen. Eine Weihnachtsfeier mit Nikolausbesuch beschließt das Modellbahnjahr.

Kontakt: Modelleisenbahner-Stammtisch Furth im Wald, Vors. Franz Breu, Waldsiedlung 22, 93437 Furth im Wald, Tel. 09973 804105, e-Mail: breu-franz@t-online.de

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10 Jahre Freundeskreis der Westhavelländischen Kreisbahn e.V.

Wer erinnert sich noch an die Westhavelländische Kreisbahn, die bis 1969 von Brandenburg nach Röthehof durch das Havelland dampfte? Sicherlich nur wenige ältere Brandenburger. Doch wer heute mit offenen Augen durch das ehemalige Einzugsgebiet der Bahn fährt, kann noch manchen Zeitzeugen aus jener Zeit entdecken. Leider werden es immer weniger. Der Freundeskreis der Westhavelländischen Kreisbahn e.V., gegründet am 31.01.97, will diese Bahn im Maßstab 1:87 zu neuem Leben erwecken. Die 18 Mitglieder treffen sich jeweils freitags ab 19 Uhr in den Vereinsräumen, um ihren Traum Stück für Stück wahr werden zu lassen. Doch vor dem Bauen kam das Wandern. Die Modellbahner sammelten Eindrücke und Informationen durch zahlreiche Exkursionen entlang der Strecke. Bewaffnet mit Kamera, Zollstock, Maßband und Zeichenblock durchstreiften sie Wald und Flur, befragten Zeitzeugen, sichteten historische Unterlagen in Archiven, um "Futter" für den Nachbau der Strecke zu bekommen. Auch ehemalige Mitarbeiter der Bahn und andere Zeitzeugen wurden ausfindig gemacht und befragt, um ein Bild der damaligen Bahn zu bekommen. Nach und nach entstanden in den Kellern der heutigen Mitglieder die ersten Teile der WHKB. Erste Ausstellungen wurden in verschiedenen Orten organisiert. Dort gab es nicht nur reichlich Zuspruch, sondern auch weitere Detailinformationen von Menschen, die sich noch an die "gute alte Bahn" erinnern konnten.

Auf diese Weise gewann der Verein auch weitere Mitstreiter und freut sich auch weiterhin, wenn Menschen beim Betrachten ihrer Anlage so begeistert werden, dass sie sich den Freunden anschließen wollen.

Waren es bei den ersten Ausstellungen nur 15 Meter Anlage, können sie heute doch schon stattliche 50 Meter präsentieren. Neben den Bahnhöfen Krakauer Tor, Klein Kreutz, Butzow , Weseram und Röthehof sind der Haltepunkt Saaringen, die Ziegelei in Päwesin, die alte Stärkefabrik in Brandenburg sowie die Brücke über den Lünower Streng zu sehen.

Fertig ist die Anlage noch lange nicht, wie Vereinsvorsitzender Peter Fiedler sagt: "Der große Bahnhof Roskow ist noch im Bau. Es fehlen noch viele kleine Haltepunkte und jede Menge Details. Die Arbeit geht ganz bestimmt nicht aus. Immerhin hatte die Strecke von Brandenburg bis Nauen eine Länge von 46 km." Aber vor der Arbeit scheuen sich die Vereinsmitglieder ganz bestimmt nicht, man sieht es eher als Vergnügen. Höhepunkte im Vereinsleben sind übrigens zahlreiche Ausstellungen, die den Freundeskreis schon an viele Orte Deutschlands gebracht haben, wo sie ihr schönes Hobby einer breiten Öffentlichkeit vorstellen konnten und viel Lob ernteten.

Kontakt: Freundeskreis der Westhavelländischen Kreisbahn e.V., Vors. Heinz-Peter Fiedler, Thüringer Straße 15, 14770 Brandenburg, e-Mail: info@whkb.de , Internet: http://www.whkb.de 

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60 Jahre Modelleisenbahnclub Stuttgart

Vor 60 Jahren, am 15. März 1947, fand unter der Leitung unseres verstorbenen Ehrenvorstandes, Herrn Franz Spielhoff, in der Gaststätte "Spittaecke" in Stgt-W die Gründungsversammlung des MECS statt. Wie "alten Hasen" unter den Modelleisenbahnern bekannt, war dies jedoch nicht die einzige Vereinsgründung, deren Ursprung in Esslingen-Obertal - dem einstigen Wohnort von Franz Spielhoff - zu suchen ist. Die Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. (gegründet 24.9.1949) und der Modelleisenbahnclub Esslingen e.V. (gegründet 9.11.1946) entstammen ebenfalls dieser Quelle.

Binnen kürzester Zeit zählte damals der MECS über 130 Mitglieder, die sich regelmäßig in der Stuttgarter Gaststätte "Torhospiz" zum Gedankenaustausch trafen und größtenteils durch ihre Mitgliedschaft Vergünstigungen bei der Beschaffung von Bastelmaterial in dieser kargen Nachkriegszeit erhofften.

Für die 1. Deutsche Gartenschau, welche im Sommer 1950 im neu eröffnetem Ausstellungsgelände auf dem Stuttgarter Killesberg stattfand, entschloss sich der MECS, das ihm angetragene Projekt "Bau einer Freiland Modell-Eisenbahn-Anlage" in Spur 0 zu übernehmen und zu betreuen. Unser Erfahrungsbericht hierüber ist in MIBA Nr.6 / Band III nachzulesen.

Von Anfang an war der MECS aktives Mitglied im 1949 gegründeten Dachverband "VDMEC" (Verband deutscher Modelleisenbahnclubs). Als am 29. Juni 1958 in der Gründungsversammlung in Frankfurt/M die Modelleisenbahner im VDMEC mit dem Verein "Eisenbahnfreunde Deutschlands" sich zum neuen gemeinsamen Dachverband "BDEF" (Bundesverband deutscher Eisenbahnfreunde) zusammenschlossen, war der MECS als einer der 38 Gründungsmitglieder daran ebenfalls aktiv beteiligt.

Einen Wendepunkt in unserem bisherigen Vereinsleben markierte 1959 nach langen Jahren intensivstem, jedoch erfolglosen Bemühens der Bezug eines eigenen 108 m² großen Raumes in einem Hinterhaus in Stuttgart-Nord. Dieser Raum sollte dazu dienen, die satzungsgemäßen Ziele des Clubs (Erstellung einer Gemeinschaftsanlage für Ausstellungs- und Aufklärungszwecke) zu verwirklichen. Dass dieses erste MECS-Domizil im Frühjahr 61 zugunsten eines 12-Familien-Wohnhauses abgebrochen werden sollte, erfuhren wir kurze Zeit später.

Mit Unterstützung der DB gelang es, einen frei werdenden Wählerraum der OPD Stuttgart im Personenbahnhof Stuttgart-Untertürkheim zu erhalten, in dem der MECS dann über 30 Jahre lang bis zum Verkauf dieses Gebäudes residierte.

Die feierliche Eröffnung und (Wieder-)Inbetriebnahme dieser MECS-Clubanlage erfolgte durch den DB-Abteilungs-Präsidenten Dellmann am 20. Juli 1963. Seitdem fanden regelmäßig - meist zur Weihnachtszeit - öffentliche Vorführungen unserer Clubanlage statt, welche von einem überregionalem Stammpublikum immer sehr gut besucht wurden.

Seit April 1993 befinden sich nun die Vereinsräume des MECS im unteren Zwischengeschoss der S-Bahn Station "Universität". Zum DB AG-Jubiläum "150 Jahre KWStE" im Oktober 1995 zeigten wir allen Freunden des MECS nicht nur unsere neuen Clubräume, die wir in über 5.500 Arbeitsstunden in 30 Monaten aus Räumen im Stile "Baubeton pur" errichtet hatten, sondern auch "live", wie wir unsere bisherige Clubanlage an diese neuen Räume anpassen und teilweise von Grund auf neu erstellen mussten.

Eine MECS-Attraktion ist seitdem das neue vereinsinterne Clubcafe, von dem sich eine einmalige Aussicht - von oben! - auf unsere Modellbahnanlage bietet!

Diese Modellbahnanlage ist mit modernsten Sicherheitseinrichtungen nach DB-Vorbild ausgestattet. Den Fahrbetrieb steuern und überwachen fünf Personen an vier Stellpulten mit Hilfe eines zentralen Computers, der das Stellen der Weichen und Signale, sowie die Überprüfung der Gleisbelegung bewältigt. Damit dies alles reibungslos funktioniert, sind über 85.000 Meter Kabel verlegt worden. Unser ganzer Stolz sind unsere vollelektronischen Gleisbildstellpulte, die von Mitgliedern selbst entwickelt und gebaut wurden. In ihnen sorgen über 2.000 Leuchtdioden für vorbildgetreue Wiedergabe aller Betriebszustände: der Gleisbelegung, der gestellten Fahrstraßen und der automatischen, abschnittsweisen Auflösung der benutzten Fahrstraßen hinter dem fahrenden Zug.

Mehr als 75.000 Arbeitsstunden haben wir seit 1959 bereits in den Aufbau, die Unterhaltung und die Erneuerung der Anlage investiert und noch ist kein Ende abzusehen, da bei uns auf möglichst naturgetreue Nachbildung - auch der kleinsten Details - ganz besonderer Wert gelegt wird. So ist es zum Beispiel ganz selbstverständlich, dass jeder Zug mit einer unserer selbstentwickelten Zugschlussbeleuchtung ausgestattet ist. Oder dass beim Städtebau alle Häuser, - sofern sie nicht vollständig im Eigenbau gefertigt werden -, abgewandelt und angepasst werden, um ein harmonisches Gesamtbild nachzugestalten. Oder dass beim Geländebau Felsen modelliert werden, die sich vom Original nicht unterscheiden. Oder dass wir unsere Hintergrundkulisse selber malen. Oder, oder, oder ...

Gedankenaustausch und Kontakte pflegen wir nicht nur auf regionaler/ nationaler Ebene, sondern auch auf internationaler Ebene durch:
— Teilnahme/Mitwirkung an geeigneten Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen,
— freundschaftliche Beziehungen mit in- und ausländischen Vereinigungen gleicher Art,
— Veröffentlichungen geeigneter Artikel in der Fachpresse (z.B. Berichte über unsere Clubanlage in moderne eisenbahn Heft 10/71, BDEF-Jahrbuch 1984/2004, Eisenbahn-Magazin Heft 2/93, und ausschnittsweise in diversen alba-Publikationen (modellbahn praxis), ...).

Eigenentwicklungen (wie z.B. Gleisbesetztmeldung*, Schlussbeleuchtungen*, Fahrregler, Servo-Ansteuerung für motorische Weichenantriebe*, ...) gehören schon seit Jahrzehnten zum MECS-Standard, werden regelmäßig weiterentwickelt und sind teilweise sogar als Bausatz (*) bei uns erhältlich.

Seit dem 1. November 1993 hat der GUINNESS-Rekord "Der längste Modellbahnzug der Welt" eine neue Dimension. Gemeinsam mit der Modellbahngruppe im Bundesbahn-Sozialwerk Stuttgart hat der MECS den Eintrag ins "Guinness-Buch der Rekorde" geschafft. Zehn Güterzug-Lokomotiven der Baureihe 194 schleppten den schweren Zug von 2108 zweiachsigen Containertragwagen mit der Gesamtlänge von 242,42m über eine Distanz von exakt 35,14m, gemessen am letzten Wagen! Damit übertrafen wir die alte, in Kevelaer aufgestellte, Bestmarke in jeder Beziehung.

Die Weichen für die Zukunft des MECS sind gestellt ...
In sehr offenen, harmonischen Gesprächen mit der DB AG hat der Vorstand des MECS einen neuen Mietvertrag unterschrieben, der dem MECS sein jetziges Vereinsdomizil in der S-Bahn-Station Universität für weitere 15 Jahre garantiert. Der einzige Haken daran: der MECS hat "auf eigene Rechnung einen zweiten Rettungsweg zur Sicherstellung der Nutzung der Mietsache" (= Clubräume) zu erstellen.

Auch wenn die gesicherte Finanzierung dieses geplanten Bauvorhabens "2. Rettungsweg" der bisher größte finanzielle Kraftakt in der Geschichte des MECS ist, sind viele individuelle Spenden zur Reduzierung der benötigten privaten Fremdmittel dringend nötig. Denn der MECS wird durch keine öffentlichen Mittel gefördert. Die Erfolge des MECS beruhen einzig auf weitsichtiger, sparsamer Vereinsführung und fleißiger Mitarbeit der Mitglieder, wenn es um die Erreichung der gesteckten Ziele geht.

Wer noch mehr über uns erfahren oder sogar aktiv mitarbeiten möchte, ist bei uns an unseren Clubabenden (dienstags/freitags, ab ca. 20 Uhr) oder im Internet herzlichst willkommen.
Kontakt: Modelleisenbahnclub Stuttgart e.V., Vors. Wolfgang Krampe, Geschäftsstelle: Peter Anhalt, Franz-Arnold-Straße 54, 70736 Fellbach, e-Mail: mec-stuttgart@gmx.de , Internet: http://www.mec-stuttgart.de 

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Festabend für zwei Sechzigjährige

Am 20. Januar fand in Stuttgart im sogenannten "Straßenbahner Waldheim" die Festveranstaltung zum 60-jährigen Jubiläum der Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. und des Modelleisenbahnclub Stuttgart e.V. statt. Über 250 Mitglieder und Freunde der beiden Vereine waren gekommen, um den Geburtstagskindern ihre Referenz zu erweisen und um den beliebten Lichtbildervortrag über das vergangene Jahr entgegen zu nehmen.

Nach den Begrüßungsansprachen von Otto Blaschke für die Verkehrsfreunde und von Wolfgang Krampe für den MECS war Gelegenheit für mehrere Grußworte. Die Landeshauptstadt Stuttgart überbrachte ihre Glückwünsche durch die Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch, die ausdrücklich auf die Bedeutung der beiden Vereine für die Jugendarbeit in der Stadt hinwies. Es folgten Wolfgang Arnold von der Stuttgarter Straßenbahn AG, Hans-Albrecht Krause von Deutsche Bahn Regio AG, Bernd Strobel von der Hohenzollerischen Landesbahn AG und Dieter Reichhold von der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen, die alle die langjährige Bedeutung - insbesondere der Verkehrsfreunde - für die Förderung des Schienenverkehrs hervorhoben.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde, Gerhard A. Bayer, hob in seinem Grußwort die fast 50-jährige gute Zusammenarbeit mit den beiden Gründungsmitgliedern des Verbandes und die bereits dreimal ausgerichteten Verbandstage (1964, 1984, 2004) hervor. Mit der Aussage "wir fühlen uns hier unter Freunden" beschrieb Bayer treffend die Zusammenarbeit zwischen VFS, MECS und dem BDEF. Mit einem attraktiven Bildband von Axel Zwingenberger über Dampfloks für die VFS und dem Modell einer V60 (für Vollbrachte 60 Jahre) für den MECS konnte der BDEF kleine Geschenke überreichen.

Jürgen Kranz von den VFS zeigte dann seinen lang erwarteten Rückblick auf das Jahr 2006 aus der Sicht von Kameras der Vereinsmitglieder. In einem bunten Bilderbogen zogen all die Stationen der vielen Reisen des Jahres 2006 nochmals an den Zusehern vorbei, die den aufwendigen Vortrag mit großem Applaus bedachten.

Mit einem gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein endete eine bemerkenswerte Festveranstaltung für zwei Sechzigjährige.

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Neues Fördermitglied: GROTE Sammlungssysteme

Als neues Fördermitglied unseres Verbands begrüßen wir die Firma "GROTE GbR Sammlungssysteme". Seit Februar 2005 fertigt das Tischler-Ehepaar Manfred und Annette Grote Möbel und Aufbewahrungen für Sammler.

Aufbauend auf eine gute Ausbildung in einer traditionellen Tischlerei, wo vom Holzeinschnitt bis zum fertigen Möbelstück noch alles gelernt wurde, bringt Manfred Grote seine Fertigkeit in die Produkte mit ein. Bei einem Schulmöbelhersteller lernte er die industrielle Seite der Möbelfertigung kennen, besonders die der Sammlungsschränke und Aufbewahrungen (Kästen, Vitrinen, Schubkästen.). Hier bildete er auch seine jetzige Frau zur Holzmechanikerin aus, da er inzwischen die Industriemeisterprüfung an der Holzfachschule absolviert hatte.

Aufbauend auf den Gedanken, dass in Deutschland viel gesammelt wird, und weil sie auch selber sammeln, beschlossen die beiden, Sammlungssysteme individuell für Sammler zu fertigen. Diese Produkte werden unter der Firmensparte Grote Sammlungssysteme. nach den Bedürfnissen seiner Kunden gefertigt, damit die besonderen und edlen Sammlungsstücke stilgerecht präsentiert werden und immer gut geschützt sind.

Kontakt: Manfred Grote, 37154 Northeim, Robert-Bosch-Straße 22, Tel. 05551 9141090, Internet: http://www.grote-gbr.de, e-Mail: info@grote-gbr.de 

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Neu im BDEF: Interessengemeinschaft Eisenbahnfreunde Oberderdingen-Flehingen

Im Herbst 1986 trafen sich 14 Eisenbahnfreunde in Flehingen im Nebenzimmer einer Gaststätte, nachdem im Ortsnachrichtenblatt zu einem Treffen von Interessierten aufgerufen worden war. In der Folge schlossen sich diese 14 Eisenbahnfreunde (Modellbahner und Modellbauer, verkehrstechnisch Interessierte, ein hauptamtlicher Lokführer, etc.) zu einer Interessengemeinschaft zusammen und trafen sich fortan regelmäßig im Clubheim des Motorsportclubs in Flehingen.
Zielsetzung war die Beschäftigung mit der großen Eisenbahn, aber auch den Modellbahnen aller Spurweiten und Maßstäbe. Die regelmäßigen Aktivitäten führten bald darauf zur 1. Modellbahnausstellung im vorerwähnten Clubheim des Motorsportclubs. Der Erfolg der Ausstellung führte zu einem Zugang weiterer Mitglieder zur Interessengemeinschaft. So entschloss man sich, die nächste Ausstellung in der größten in der Gemeinde vorhandenen Halle in Anspruch zu nehmen.

Höhepunkt im Clubleben war der Nachbau des Bahnhofes Flehingen im Maßstab H0 im Auftrag der Stadt Bretten für eine Ausstellung über die Kraichgaubahn.
Um das Interesse an der IGE noch zu fördern wurde in einer Kleinserie von 500 Stück ein Clubwagen in H0 aufgelegt. Als Motiv wählte man das Schloss in Flehingen in Verbindung mit dem ICE. Grund war die durch die Gemarkung Oberderdingen führende Schnellbahntrasse der Neubaustrecke Mannheim - Stuttgart.
Der Zulauf auch von jüngeren Eisenbahninteressierten führte zur Gründung einer Jugendgruppe.

Seit dem Jahr 2001 arbeiten wir außerdem an unserem bisher größten Projekt - dem Bau unseres eigenen Vereinsheimes in den Flehinger Seegärten! Ein bisher als Ackerland genutztes Grundstück wurde von der Gemeinde gepachtet und erschlossen. Des weiteren wurden einige (EX-) Imbissbuden erworben, die schon bald zusammen mit einem weiteren Gebäude, Platz für unsere Anlagen bieten sollen. Auf dem Außengelände sind der Bau einer Gartenbahn in 5- und/oder 7 1/4"- Spurweite sowie einer LGB-Bahn geplant - das ist allerdings noch Zukunftsmusik....

Damit nicht der Clubheimbau das gesamte Vereinsleben beherrscht, wurde ab der 2. Hälfte 2006 ein sogenannter "Dämmerschoppen" eingeführt. Ziel ist, über Eisenbahn zu sprechen, zu fahren oder zu bauen oder auch Videos oder DVDs anzuschauen, d.h. dem Hobby wieder mehr Platz einzuräumen.

Kontakt: Interessengemeinschaft Eisenbahnfreunde e.V. - Flehingen, Vors. Kurt Müssig, Postfach 1214, 75038 Oberderdingen-Flehingen, Tel. 07258 8688, e-Mail: info@ige-flehingen.de, Internet: http://www.ige-flehingen.de 

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Wichtiger Versicherungshinweis

Aus gegebener Veranlassung möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass Schäden an von PRIVAT geliehenen Fahrzeugen jeglicher Art - LKW, PKW, Anhänger und alles andere - nicht durch die Haftpflichtversicherung des BDEF - auch keiner anderen Haftpflichtversicherung - gedeckt sind. Da für Fahrzeuge eine Versicherungspflicht besteht, bezahlt aufgetretene Schäden einzig und alleine die KFZ- oder Fahrzeug-Versicherung.

Deshalb nochmals die Empfehlung: Auch wenn es ein paar Euro kostet, lieber ein Fahrzeug bei einer Autovermietung ausleihen, das dann auch versichert ist.
Peter Briegel - BDEF-Beauftragter für Versicherungen

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Gerhard Krauth - ein Leben für die Eisenbahn

Jahrzehnte lang war Gerhard Krauth sowohl im BDEF als auch im Europäischen Dachverband MOROP ein eifriger Verfechter der Normung für Modellbahnen. Seiner intensiven Arbeit in beiden Verbänden sind viele Normen Europäischer Modellbahnen direkt - oder unter seiner Mitwirkung - zu verdanken. Als MOROP-Beauftragter des BDEF war Krauth von 1978 bis 1994 auch unmittelbarer Vertreter der BDEF-Belange in der Technischen Kommission des MOROP. Bis zu seinem Tod arbeitete er in der TK als Ehrenmitglied des MOROP weiter und unterstützte die Arbeit der BDEF-Arbeitsgruppe für Basisnormen (AGBM) intensiv.

Gerhard Krauth wurde am 14.07.1932 in Kassel geboren. Schon als Kind im Vorschulalter wurde er nach seinen eigenen Angaben vom Eisenbahn-Bazillus erfasst, obwohl er diesbezüglich erblich nicht vorbelastet war. Er führte dies wohl auf die an der Haustür mehrmals vorbeifahrende Straßenbahn zurück, der damals alle anderen Verkehrsteilnehmer respektvoll Platz machen mussten.
Sein sehnlichster Wunsch nach einer Modelleisenbahn wurde ihm dann 1937 in Form eines Weihnachtsgeschenkes erfüllt. Seitdem stand dieses Hobby bei ihm immer an erster Rangstelle.
Auch während seiner Schulzeit stand für ihn fest, dass sein späterer Beruf unbedingt Verbindung zur Eisenbahn haben musste. Nach bestandenem Abitur im Jahre 1954 wurden jedoch keine Bundesbahnanwärter eingestellt, sodass er die Zeit bis 1955 überbrücken musste. Er war in dieser Zeit in einem Architektur-Modellbau-Atelier in Kassel als Volontär angestellt, wo seine besondere Fertigkeit im technischen Zeichnen und bei der Herstellung von Gebäudemodellen bereits große Anerkennung fand.

1955 ging dann sein Wunsch in Erfüllung, indem er als Inspektoren-Anwärter eine Anstellung bei der Bundesbahn für den gehobenen Dienst gefunden hat. Er war der Bundesbahndirektion Wuppertal unterstellt und lernte dort auch Carl Bellingrodt kennen, der seinerzeit eine führende Position beim BDEF innehatte. Mit Herrn Bellingrodt hatte er über Jahre hinweg, was die Modelleisenbahn betrifft, immer sehr engen Kontakt.
Nach Auflösung der Bundesbahndirektion Wuppertal wurde Gerhard Krauth 1971 zur Bundesbahndirektion Köln versetzt, wo er bis Ende 1975 tätig war.
Zum 1.1.1976 ließ er sich dann zur ZTL (Zentralen Transportleitung) Mainz versetzen, die 1985 mit der Bezeichnung Zentrale Produktion (ZP) und Technik (ZT) ungewandelt wurde.
Gerhard Krauth war bis zu seinem Ausscheiden am 30.09.1994 beider ZP tätig und gehörte als Oberamtsrat der Planungsgruppe für Neubaustrecken an. Zu einem der letzten Projekte zählte hierbei u. a. die ICE-Neubaustrecke Frankfurt/M.-Köln.
Nach seiner Pensionierung widmete er sich dann in noch intensiverem Ausmaße seinem eigentlichen Hobby, der Modelleisenbahn.
Sein umfangreicher Nachlass an Dokumenten zur Modellbahnnormung steht dankenswerterweise dem BDEF und dem MOROP unmittelbar zur Verfügung, so dass diese wertvollen Informationen nicht verloren gehen.

Wir alle werden Gerhard Krauth nicht vergessen.

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Zukunftstechnologie Eisenbahn

Nichts ist so alt wie die Eisenbahn, das ist doch ganz alte Technik, Kohlenwagen im 18. Jahrhundert, schon seit 1835 in Deutschland. Das sind die Antworten die Sie bekommen, wenn sie die Bevölkerung nach der Eisenbahn fragen, und noch öfter - die Bundes- und Landtagsabgeordneten. Ganz anders dagegen, wenn Sie im Weißbuch der EU nachlesen: Zukunftstechnologie für Europa. Die Schienenbahnen und der O-Bus sind die einzigen Verkehrsmittel, die mit heimischer Energie dauerhaft betrieben werden können, die mit Wasserkraft, Windkraft, Kohle und Atomstrom fahren und beim Bremsen bis zu 25 % zurückspeisen. Sie sind als einzige in der Lage, große Mengen an Personen und Gütern über weite Strecken zu vertretbaren Kosten bei gleichzeitig geringster Belastung der Umwelt zu befördern. Unübertroffen ist ihre Sicherheit. Einziger Schwachpunkt ist die Lärmentwicklung.

In der deutschen Politik ist das noch nicht angekommen. Autobau und -export sind die Stützen unserer Wirtschaft, sie sichern Arbeitsplätze. Aber wie lange noch? Bei steigenden Preisen werden wir uns trotz Biosprit-Beimischung bald überlegen müssen, ob wir uns Fernfahrten und Ferntransporte auf der Straße noch leisten können. Die Speditionswirtschaft reagiert bereits: Sie propagiert den GigaLiner. Das bedeutet größere Transportmengen pro Fahrer, höhere Wirtschaftlichkeit durch Arbeitsplatzabbau und Gewinne aus der Belastung der Öffentlichen Hand durch Zerstörung der Fahrbahnen.

Die technische Alternative steht längst zur Verfügung: sich treffende Cargo-Sprinter mit dann vorgespannter Ellok. Ein System, das gescheitert ist, weil die Politiker die Fortentwicklung des Systems Schiene einem Unternehmen übertragen haben: der Deutschen Bahn AG. Die Absurdität geht soweit, dass dieses Unternehmen in die Magnetbahnforschung eingebunden ist, eine Technologie, die für Deutschland so ungeeignet ist wie keine andere: Nirgendwo in Europa liegen so viele Metropolregionen auf so engem Raum, nirgendwo haben sich solche Siedlungsbänder ausgeprägt wie gerade in Deutschland. Dazu beigetragen hat die Eisenbahn, die häufig im Bereich dieser Siedlungsbänder Schwächen in ihrem Streckennetz nicht beseitigt bekommt.

Mit der Bahnreform von 1994 haben sich Politik und Verwaltung so weit vom Thema "spurgeführte Verkehrsmittel" entfernt wie nie zuvor. "Die Bahn wird's schon machen", so der Tenor, wohin Sie auch hören. Kompetenz zu bahntechnischen Fragen im Bundestag oder im Ministerium von Herrn Tiefensee oder einem seiner vielen - gescheiterten - Vorgänger: Fehlanzeige.

Woran liegt das? Beim Bundesministerium für Verkehr (BMVBS) angesiedelt ist die Forschung für den Straßenverkehr: ihm nachgeordnet ist die Bundesanstalt für das Straßenwesen, ein Forschungsinstitut. Sie befasst sich mit Verkehrstechnik, Fahrzeugtechnik, Wegebautechnik, Brücken- und Ingenieurbau, Unfallauswertung und IT-Projekten. Die Ergebnisse liefern der Politik die Grundlage, wie der Straßenverkehr noch besser werden kann. Bei der Bundesbahn hatten bis 1993 die Zentralämter diese Aufgabe inne, von wenigen Fehlschlägen abgesehen (Eschede) haben sie das Eisenbahnwesen fortentwickelt. Bei der Bahnreform 1994 wurde aber schlichtweg vergessen, dass ein Unternehmen, das keine Technologie verkauft, aus wirtschaftlichen Gründen auf die Forschung verzichtet, denn Forschung kostet Geld und bringt ad hoc nichts ein. Und selbst bei einem Unternehmen, das Bahntechnologie verkauft, wie Siemens, findet Forschung durch die Freizeitaktivitäten der Ingenieure statt: die Fahrt mit 357 km/h mit einem Serienfahrzeug, die eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Schiene darstellt!

Was fehlt ist die Forschungseinrichtung, die im Hochtechnologieland Deutschland die staatlichen Forschungsmittel für das System Eisenbahn vergibt und die Forschungsergebnisse dem Parlament berichtet: eine Bundesanstalt für spurgeführte Verkehrsmittel.

Nun werden Sie bereits das Argument im Ohr haben, wir hätten doch das Eisenbahnbundesamt (EBA). "Als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde sorgt das EBA für die tägliche Sicherheit der Fahrgäste. Dies wird zum Beispiel erreicht durch die Bauaufsicht, durch die Abnahme von Fahrzeugen und durch die Überwachung des sicheren Zustandes der Eisenbahnbetriebsanlagen und des Eisenbahnbetriebs. Für 13 Bundesländer nimmt das EBA die Landeseisenbahnaufsicht wahr. In diesem Rahmen wird die Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs, ein weiterer Eckpfeiler der Bahnreform von 1994, vom EBA aktiv begleitet und unterstützt. Die der DB AG bereitgestellten Bundesmittel für Neubau, Ausbau und Erhalt der Schienenwege werden vom EBA hinsichtlich ihrer Verwendung überprüft und haben inzwischen einen Betrag um rund 50 Mrd. Euro erreicht.

Um die Einhaltung des hohen Qualitätsstandards auf der Schiene beizubehalten gibt das EBA erst dann "grünes Licht" für neue Eisenbahnverkehrs- oder Eisenbahninfrastrukturunternehmen, wenn diese alle Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen positiv bestanden haben." - so das EBA auf seiner eigenen Webseite.

Aufsicht und Genehmigung setzt aber - wie beim TÜV - voraus, dass zunächst einmal die Standards, die eingehalten und überwacht werden müssen, festgelegt werden. Das ist eine zutiefst politische Aufgabe, dafür braucht die Politik einen Zuarbeiter, die Bundesanstalt für spurgeführte Verkehrsmittel mit den Fachgebieten Verkehrstechnik, Fahrzeugtechnik, Wegebautechnik, Brücken- und Ingenieurbau, Signalwesen und IT-Projekten.

Wer heute nicht forscht, die Zukunftstechnologien mitbestimmt, gerät ins Hintertreffen. Deutschland ist immer noch Schienenbahnland erster Kategorie. Nichts ist so neu wie die Eisenbahn, das ist neueste Technik. Wir brauchen vor allem im Güterverkehr, aber auch bei integralen Taktfahrplänen, Fahrzeugtechnologie und Punkt zu Punkt-Verkehren mehr Forschung als bisher! Was sich über 170 Jahre technologisch immer wieder allen Herausforderungen gestellt hat, muss weiterentwickelt werden:
Zukunftstechnologie Nr. 1!

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Franz Jerusalem verstorben

Franz Jerusalem, unser Ehrenvorsitzender und langjähriger Vorsitzender des MEC-Aachen, ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Er war 1959 der Mitbegründer des MEC-Aachen.
Schon in den frühen Sechziger Jahren machte er die namhaften Hersteller der Zubehörindustrie auf den zu kleinen Maßstab ihrer Produkte aufmerksam und ließ nicht locker bis sie einlenkten. Seine Publikationen in den einschlägigen Fachzeitschriften, welche die Modellbahner aufmerksam machten, sorgten für den nötigen Rückhalt.
Er entwarf Modellhäuser, die bei manchem Hersteller in die Fertigung aufgenommen wurden. Sein ganzer Stolz waren aber seine Drahtdrillbäume. Er hat sie wohl damals in den Sechzigern entwickelt. Sie bestehen aus Bindedraht, der durch eine spezielle Verdrillung der Drähte aus dem Stamm heraus zu Verästelung führen. Als es noch kein Hekiflor gab wurden die Baumrohlinge mit gefärbtem Sägemehl belaubt. Der Reiz liegt in der Möglichkeit, jeden Baum durch einfaches Variieren der Drahtzahl und des Drillmusters sowie des Biegens der entstehenden Äste individuell zu gestalten. Wir haben ein Lehrvideo mit ihm gemacht, damit unsere Mitglieder die Fertigung erlernen können.
Sein Wahlspruch war: "Zuerst war die Landschaft - dann kam die Eisenbahn". Das heißt, er schrieb der Landschaftsgestaltung eine höhere Priorität zu als der Modellbahn. Das sieht man auch an der Gestaltung unserer Clubanlage. Außerdem war er ein exzellenter Burgenbauer.

Wir vermissen ihn sehr. Vielleicht schaut er von oben zu und sieht, dass wir in seinem Sinn weitermachen.
MEC Aachen, Hans Krauth

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Roco lief 2006 über Plan

Die Modelleisenbahn GmbH hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Ergebnis über Plan abgeschlossen. Das Unternehmen mit seiner Hauptmarke "Roco" hat 2006 30,8 Millionen Euro Umsatz gemacht und dabei die Planzahlen übertroffen. Für das laufende Jahr erwartet die Geschäftsführung ein Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 33 Millionen Euro. Durch die bisher erwirtschafteten Gewinne sowie Kapitalmaßnahmen des Eigentümers wurde auch die Eigenkapitalquote deutlich verbessert.

Sehr gut entwickelt hat sich auch der neue Produktionsstandort in Arad (Rumänien). Dort werden seit Juni 2006 einfache Produktgruppen, Minitanks und Waggons gefertigt. Da die Qualität von Beginn an gestimmt hat, wurden die Kapazitäten in Arad kontinuierlich ausgebaut. Die Preise für Roco-Modelle konnten im Gegensatz zu wichtigen Mitbewerbern aufgrund der erfolgreichen Umstrukturierung gehalten werden.

Die Roco-Produktpalette wird 2007 mit 300 Produkt-Neuheiten weiter ausgebaut, rund drei Millionen Euro werden in neue Spritzformen investiert. Unter anderem bietet Roco die neue Taurus Rh 1216, die im Vorbild mit 357 km/h den Geschwindigkeits-Weltrekord für Elektrolokomotiven aufgestellt hat. Die Modellpalette von Roco umfasst aktuell rund 90 Lokomotivgrundtypen und etwa 200 Waggontypen aus 15 Ländern in einer Vielzahl von Varianten.

Die Modelleisenbahn GmbH zählt mit der Marke Roco zu den drei wichtigsten europäischen Unternehmen in ihrem Markt. Am Stammsitz in Bergheim bei Salzburg sowie in den Werken in Gloggnitz/NÖ, Banska Bystrica/Slowakei und Arad/Rumänien beschäftigt sie rund 560 Mitarbeiter. Mehr als 80 Prozent der Fertigung gehen in den Export. Hauptmarkt der Modelleisenbahn GmbH ist Deutschland mit einem Anteil von über 50 Prozent, gefolgt vom Heimmarkt Österreich.

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Weichen für "Eisenbahnarchiv Weiden" gestellt

Der Vorsitzender des Modelleisenbahnclubs und Leiter des Eisenbahnmuseums Weiden, Horst Scheiner, steuert ein neues Ziel an: In mehrmonatiger Arbeit schuf der Verein in drei Räumen des Bahnhofs ein Eisenbahnarchiv, in dem man (fast) alles über die Bahn erforschen kann.
Scheiner erläuterte vor 80 Gästen des Heimatrings das neue Projekt: 9000 Fachzeitschriften, 2000 Bücher, Originalpläne und Zeichnungen befinden sich derzeit im vereinseigenen Fundus. Zum Großteil handelt es sich dabei um unersetzliche , bis zu 150 Jahre alte Originalunterlagen.
Die Mitglieder des Clubs beantworten Anfragen zum Thema "Eisenbahn" und sind schon jetzt zu einer kompetenten Anlaufstelle für Privatpersonen und Eisenbahnfreunde, aber auch Behörden, Schulen und Wissenschaftler geworden, berichtete der Leiter des Archivs. So wollte kürzlich ein Lehrer und Heimatforscher die genaue Lage eines längst aufgelassenen Bahnübergangs wissen. Und aus Australien kam die Anfrage nach dem "Fahr- und Bremsverhalten von Hochgeschwindigkeitsdrehgestellen.
Woher stammt die Bezeichnung "Andreaskreuz" für das Warnzeichen an Bahnübergängen - und wieso und seit wann hat der Aufsichtsbeamte am Bahnhof ausgerechnet eine rote Mütze- und ähnliches sind immer wieder gestellte Anfragen.

Technische Lehranstalten und Modellbahnfirmen fragen im Weidener Archiv nach Bau- und Konstruktionsplänen nach, Modellbahnclubs suchen Pläne von bestimmten Bahnhöfen und Lehrer lassen ihre Schüler über das Verhalten auf Bahngelände belehren.
Es wird zwar noch eine Weile dauern bis die ganzen vorhandenen Unterlagen und Bilder digital erfasst sind und alle Fundstellen dann nach Stichworten auf dem Computer angezeigt werden.

"Natürlich, ist auch unser Archiv noch lange nicht vollständig und gerade aus unserem Einzugsbereich und den in letzter Zeit aufgelassenen Bahndienststellen und -Werken gibt es mit Sicherheit noch viel Material oder Fotos, die oftmals auf Flohmärkten auftauchen, oder bei Wohnungswechsel und Speicher- und Kellerentrümpelungen, dann achtlos weggeworfen werden. Bei uns wäre nun genügend Platz dieses Material aufzubewahren und der Nachwelt zu erhalten. Sind sie so gut, wenn sie Verwandte oder andere Beziehungen zur Eisenbahn haben oder hatten und schauen sie einmal in ihre alten Fotoalben, ob da nicht etwas von der Eisenbahn vorhanden ist, das sie uns überlassen oder wenigstens zum Kopieren zur Verfügung stellen könnten. Wir sind für alles dankbar" - ermunterte Scheiner zum Abschluss seines Vortrags die anwesenden Vorstände und Gäste der Versammlung.

Zu erreichen ist das Archiv im Internet unter eisenbahnarchiv-weiden@gmx.de 

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Stellwerk als "Denkmal des Monats"

Das Stellwerk Tannebergstraße in Bergisch Gladbach war vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz als Denkmal des Monats Juni 2006 ausgewählt worden. Hintergrund ist der einer Außerdienststellung in absehbarer Zeit möglicherweise folgende Abriss. Der genannte Verein, engagierte Bürger und Interessengruppen wollen sich für den Erhalt des 1911 in Betrieb genommenen Stellwerkes als technisches Denkmal einsetzen.

Auch der Eisenbahnclub Bergisch Gladbach (ECGL) möchte sich später bei der Instandhaltung des Gebäudes engagieren, am Erhalt seiner technischen Einrichtungen mitwirken und Fachführungen organisieren und hofft auf erfolgreiche Übernahmeverhandlungen.

Bei dem Stellwerk mit der Bezeichnung "Stellwerk Gf" (G für Gladbach, f für Fahrdienstleiter) handelt es sich um einen schmalen, im Grundriss längsrechteckigen Bau. Es ist ein im Erdgeschoss verputzter Massivbau, dessen Obergeschoss in Fachwerkbauweise errichtet wurde. Die West-, Süd- und Ostseite sind wie das Walmdach und das Treppenhaus mit laufparallelem Pultdach verschiefert.

Hervorgehoben ist im Erdgeschoss die Sockelzone mit einer ungleichmäßig bis in den Bereich der Fensterlaibungen hineingezogenen Verblendung in bruchrauem Naturstein. Auch für die Stürze der segmentbogigen Öffnungen ist dieser Naturstein verwendet worden. In den Fensteröffnungen des Erdgeschosses sind kleinteilige Metallsprossenfenster erhalten. Die Fenster im aufgehenden Treppenraum und einige im Stellwerksraum sind original und bestehen aus Holz mit Sprosseneinteilung. Sie sind weiß gestrichen und haben kunstvoll verzierte Espagnoletteverschlüsse sowie grüne Farbverglasung zwischen den oberen Sprossen.

Vom Stellwerk aus gesteuert werden heute noch die zweifache Schrankenanlage am Bahnübergang Tannenbergstraße sowie die Weichen und Signale für das nordöstlich anschließende Bahnhofgelände mit S-Bahnverkehr und dem Werkverkehr für die Papierfabrik Zanders / M-real. Der umfangreichste Teil der Betriebstechnik stammt aus der Bauzeit von 1911, dabei dominiert die im Stellwerkraum in Längsachse angeordnete Hebelbank der Fa. Scheidt & Bachmann. Mittels von Hand zu betätigender Weichen- und Signalhebel werden Weichen (blaue Hebel) und Signale (rote Hebel) auf dem Bahnhofgelände bedient. Für die Strecke nach Köln-Dellbrück und früher auch nach Bensberg werden in einem Blockschrank Weichenkombinationen durch mechanische Sicherungen ermöglicht oder unzulässige Kombinationen blockiert. Einzelne Funktionen sind später elektrisch umgerüstet worden, die wesentliche Funktion der Weichen- und Signalsteuerung jedoch erfolgt heute noch von Hand mit der seit 1911 fast unverändert in Betrieb befindlichen Technik. Nachträglich installiert wurden Schaltungen für elektrische Signalbeleuchtung, Weichenheizung und Oberleitungen. Die Elektrifizierung der beiden Schrankenanlagen erfolgte 1962 bzw. 1978. Bei Störungen können die Schranken immer noch mit der Handkurbel betätigt werden.

Unterhalb des Stellwerkraumes befindet sich im Erdgeschoss der Spannwerkraum. Die durch die Decke von oben kommenden Drahtseile werden hier über in Reihe angeordnete gewichtbeschwerte Umlenkrollen durch die Nordwestwand zu den Signalen und Weichen geführt.

Als letztes von ehemals dreien ist das Stellwerk Tannenbergstraße ein bedeutsames Zeugnis einer Zeit, in der die Bevölkerung, das Verkehrswesen, die Infrastruktur sowie die Industrialisierungen in Bergisch Gladbach stark expandierten. Im Gutachten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege heißt es:

Der Bahnhof Bergisch Gladbach ist heute nur noch durch das Stellwerk von 1911 in historisch bemerkenswerter Weise präsent. Das Stellwerk entstanden in einer eisenbahntechnisch äußerst aktiven Bauphase, als die Eisenbahnverhältnisse im rechtsrheinischen Köln mit dem Bau der beiden neuen Eisenbahnbrücken (Süd- und Hohenzollernbrücke), dem Bau der Bahnhöfe Kalk und Mülheim weitgehend neu geordnet wurden. Das Stellwerk in Bergisch Gladbach dokumentiert insofern die Industrie-, Orts-, Regional- und Eisenbahngeschichte im rechts-rheinischen Köln.

Die Architektur ist mit den Bauweisen und Materialien Fachwerk, Schiefer, Naturstein den damaligen Zielsetzungen der Heimatschutzbewegung verbunden. Sie verdeutlicht die Suche nach landschaftlich und regional-städtebaulich verträglichen Formen für die technischen Elemente des Industrie- und Eisenbahnzeitalters. In technischer Hinsicht ist mit dem Stellwerk eines der wenigen noch mechanisch funktionierenden Stellwerksanlagen überliefert. Das Stellwerk ist daher bedeutend nicht nur für die Geschichte von Bergisch Gladbach. Seine Erhaltung liegt aus städtebaulichen und wissenschaftlichen, insbesondere industrie-, eisenbahn-, regional- und orts-geschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse.

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Auf richtigem Gleis: Seit fünf Jahren wieder Schienenverkehr Gronau - Enschede

"Reisen bildet" - so lautet eine alte Weisheit. Reisen mit der Eisenbahn über Landesgrenzen hinweg kann dazu beitragen, dass sich Menschen in Europa kennen lernen und Europa zusammenwächst. Dieser Gedanke liegt den Bestrebungen in den "Euregio" zu Grunde, Schienenverbindungen wiederzubeleben, wie es mit Gronau - Enschede geschehen ist.

Der BDEF hat in einer Petition an das Europäische Parlament am 11. Juni 1998 dessen Unterstützung für Schienenverbindungen über die Grenzen der europäischen Staaten hinweg eingefordert. Die Europäische Kommission hat daraufhin festgestellt:

Wenn nationale Grenzen weiterhin Hemmnisse für den öffentlichen Verkehr darstellen, so steht dies im Gegensatz zu europäischen Zielen sowohl im Bereich des Verkehrs ... als auch der regionalen Entwicklung. Die Kommission stimmt in diesem Punkt mit dem Petenten [dem BDEF] überein.

Fortschritte sind von der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden in benachbarten Mitgliedsstaaten abhängig, und der Ausschuss der Regionen könnte eine Funktion bei der Förderung dieser Entwicklung übernehmen. In einigen Fällen kann das Gemeinschaftsprogramm INTERREG ebenfalls eine Funktion bei der Finanzierung besserer grenzüberschreitender öffentlicher Verkehrsdienstleistungen einschließlich Durchführbarkeitsstudien übernehmen. Die zuständigen Behörden sollten mit der Generaldirektion Regionalpolitik und Kohäsion in Verbindung treten, um diese Möglichkeit zu prüfen.

...[Die Kommission beabsichtigt, ] Forschungs- und Demonstrationsprojekte mitzufinanzieren, die zur Klärung der Frage dienen sollen, wie die Hemmnisse für den effizienten grenzüberschreitenden Regionalverkehr einschließlich der Bahndienste überwunden werden können.

Wo die zuständigen Behörden zusammenarbeiten, wie bei der Wiederbelebung Gronau - Enschede und wo die für den Zweck richtigen Zugangebote gefahren werden, wächst Europa zusammen.

Ähnliche Erfolge sieht man an der sächsisch-tschechischen Grenze oder bei den Rettungsaktionen für die Strecken Kempten - Reutte i. Tirol - Garmisch-Partenkirchen und Leer - Groningen.

Leider immer noch nicht geklappt hat es bei einer der wichtigsten europäischen Ballungsraum-Verbindungen zwischen dem Ruhrgebiet und der Randstad (Amsterdam - Den Haag - Rotterdam).

Hier kann der ICE nur einen Teil der Verkehre aufnehmen. Das Scheitern der Anbindung von Regionalbahnen aneinander mit Umsteigen war vorherzusehen. Die besten Zeiten hatte diese Verbindung, als neben dem "Rheingold" auch Schnellzüge mit mehreren Halten zwischen Duisburg und Utrecht durchgehend verkehrten. Derartige Zugläufe werden heute innerhalb Deutschlands vom doppelstöckigen Regionalexpress wahrgenommen. Mit einer Zweisystemlokomotive aus den Baukästen der deutschen Schienenfahrzeughersteller sollte ein solcher Zug grenzüberschreitend bestellbar sein. Man muss nur wollen, doch für Behörden ist Willensbildung oft ein schwieriger Prozess. EU-Geld gibt es (s.o.) noch dazu. Der Erfolg von "Gronau - Enschede" beweist: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, dass sich noch mehr Menschen kennen lernen können.

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Der schnellste Regionalverkehr Deutschlands

"München-Nürnberg-Express" mit Tempo 200 alle zwei Stunden ? "Allersberg-Express" ergänzt Angebot im Stundentakt ? Bauarbeiten zwischen München und Ingolstadt abgeschlossen

Auf Bayerns schnellster Bahnachse, der Aus- und Neubaustrecke München-Ingolstadt-Nürnberg, startete zum Fahrplanwechsel am 10.12.06 der Vollbetrieb.
Ab diesem Datum rollte mit dem "München-Nürnberg-Express" der schnellste Regionalverkehr Deutschlands mit einer Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h. Die Züge fahren alle zwei Stunden und benötigen 95 Minuten für die Fahrt zwischen den beiden bayerischen Metropolen. Außerdem erhalten die Regionen rund um Riedenburg, Beilngries und Hilpoltstein mit den neuen Regionalbahnhöfen Kinding (Altmühltal) und Allersberg (Rothsee) Anschluss an das Schienenetz der Deutschen Bahn AG. Der "Allersberg-Express" ergänzt im Stundentakt das Angebot. Im Rahmen einer Auftaktfahrt konnten zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft das neue Angebot testen.

Zuschlag für Regionalverkehr sichert 70 Arbeitsplätze

Der "München-Nürnberg-Express" fährt mit klimatisierten und druckdichten Wagen, die bisher im Intercity-Verkehr zum Einsatz kamen. Die Wagen sind speziell abgedichtet, weil sie bei der Tunneleinfahrt mit bis zu 200 km/h und bei Zugbegegnungen starken Druck aushalten müssen. Von September 2006 bis Ende November 2006 wurden insgesamt 26 Fahrzeuge, darunter drei Steuerwagen, von DB Instandhaltung im Bahnwerk Neumünster für ihren Einsatz in Bayern fit gemacht. Alle Fahrzeuge wurden rot lackiert und sind durch den weißen Schriftzug "München-Nürnberg-Express" gut erkennbar. Eine Zuggarnitur des München-Nürnberg-Express besteht aus einer Lokomotive der Baureihe 101 und sechs Wagen mit 430 Sitzplätzen. Die Abteil-, Großraum- und Steuerwagen sind komfortabel ausgestattet. In die Steuerwagen ist zusätzlich ein Mehrzweckabteil für 18 Fahrräder integriert.

Der "Allersberg-Express" zwischen Allersberg und Nürnberg besteht aus einem Wendezug mit modernisierten Nahverkehrswagen. Die 140 km/h schnellen Züge verfügen über 240 Sitzplätze, eine behindertengerechte Toilette und 34 Fahrradstellplätze.

Rund 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) für den Verkehr auf Bayerns schnellster Bahnachse bei DB Regio bestellt. Der Vertrag läuft über sieben Jahre und sichert rund 70 Arbeitsplätze.

Zweistundentakt und attraktive Fernverkehrsanschlüsse in Ingolstadt und im "Stern Nürnberg"

Der "München-Nürnberg-Express" fährt im Zweistundentakt. In Ingolstadt wird direkter Anschluss zum ICE-Verkehr hergestellt. Attraktive und schnelle Verbindungen gibt es außerdem im Knoten Nürnberg sternförmig in alle Richtungen.

Der erste "München-Nürnberg-Express" startet in München Hbf um 5.05 Uhr, der letzte um 21.09 Uhr. In der Gegenrichtung verlässt der erste schnelle Zug den Nürnberger Hauptbahnhof um 5.10 Uhr, der letzte um 21.10 Uhr. Der "Allersberg-Express" fährt an Werktagen ab Nürnberg von 4.40 Uhr bis 21.40 Uhr im Stundentakt. Eine zusätzliche Verbindung gibt es von Montag bis Samstag um 23.40 Uhr. In der Gegenrichtung fahren die Züge ab Allersberg stündlich zwischen 5.04 Uhr bis 22.04 Uhr und zusätzlich von Dienstag bis Sonntag um 0.04 Uhr.

Im "München-Nürnberg Express" gelten die Nahverkehrsangebote Bayern-Ticket, Bayern-Ticket Single und Schönes Wochenende-Ticket.

Nochmals kürzere Fahrzeiten zwischen München und Ingolstadt

Die Voraussetzung für die Aufnahme des Vollbetriebs auf Bayerns schnellster Bahnachse und weitere Reisezeitverkürzungen (mit dem ICE zwischen München und Nürnberg jetzt insgesamt 40 Minuten schneller) wurden durch den Ausbau des 82 Kilometer langen Abschnitts München-Ingolstadt geschaffen.

Hierfür wurden rund 38 Kilometer zusätzliche Gleise gebaut, 16 Bahnübergänge beseitigt und durch Unterführungen ersetzt sowie 62 Brücken neu errichtet. 13 Bahnhöfe wurden behindertengerecht ausgestattet, zusätzlich der S-Bahnhof Untermenzing neu gebaut und rund 30 Kilometer Schallschutzwände und -wälle errichtet. Die Fahrzeit im Regionalverkehr zwischen Ingolstadt und München verkürzte sich seit 10. Dezember um rund zehn Minuten.

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Schneller und leiser durch Lehrte

Dank einer neuen Brücke, mit der die ICE-Gleise Richtung Wolfsburg über die Güterzuggleise hinweggeführt werden, können ab Januar Personen- und Güterzüge völlig unabhängig und ohne gegenseitiges Warten den Bahnknoten Lehrte durchfahren. Die Deutsche Bahn hat in dieses Projekt 175 Millionen Euro investiert. Für die Anwohner bedeutet das vor allem weniger Lärm durch bremsende Güterzüge, weil durch die neuen Gleisanlagen weniger Güterzüge in Lehrte zum Stehen kommen.

Für die Gleise von und nach Wolfsburg wurden zwei Brücken von 35 und 120 Metern Länge errichtet. Am östlichen Ende bringt eine Rampe von 500 Metern Länge, am westlichen Ende eine Rampe von 420 Metern Länge die Gleise auf eine Höhe von rund sechs Metern.

In Lehrte kreuzen sich die stark befahrene Ost-West-Achse Hannover - Braunschweig/Wolfsburg - Berlin sowie die für den Güterverkehr bedeutende Nord-Süd-Verbindung Hamburg - Celle - Hildesheim - Kassel. Bei der bisherigen Gleisanlage mussten Güterzüge in Nord-Süd-Richtung jeweils den Fahrweg der schnellen Reisezüge kreuzen, das heißt ein Zug musste auf den anderen warten. Wegen der vielen Weichen konnte der Bahnhof nur mit 60 Kilometern pro Stunde durchfahren werden. Künftig werden die Züge des Personenverkehrs mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde über die neue Brücke fahren, während Güterzüge ungehindert unter dieser Brücke hindurch fahren können.

Der Umbau des Bahnhofs Lehrte begann mit dem Aufbau des S-Bahnsystems zur EXPO. Im Jahr 2000 erreichte die S-Bahn auf neu gebauten, eigenen Gleisen und unabhängig vom Fernverkehr den Bahnhof Lehrte. Seit 2003 wird an der Neugestaltung der Gleisanlagen östlich des Personenbahnhofs gearbeitet, um die Verzweigung der Strecken von und nach Wolfsburg, Braunschweig und Hildesheim leistungsfähiger zu machen. Im letzten Bauabschnitt seit Juli 2005 wurden östlich des Personenbahnhofs Lehrte die rund einen Kilometer lange Brücke errichtet. Anfang 2008 werden die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Während des gesamten Bahnhofsumbaus lief der Güter- und Personenverkehr auf den Strecken von und nach Wolfsburg, Braunschweig und Hildesheim nahezu ungehindert weiter. Dank einer ausgeklügelten Bauplanung und einer optimalen Baustellenlogistik haben sich die Bauarbeiten so gut wie nicht auf den Personenverkehr ausgewirkt. Immer wieder wurden Gleise, Weichen und Signale verändert, um den Zugverkehr in allen Bauphasen sicher durchführen zu können.

Zum Schutz der Anwohner entstehen für den aktiven Lärmschutz zwei bis zu vier Meter hohe Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 2150 Metern. Daneben wurden an 750 Häusern und Wohnungen in Lehrte passive Lärmschutzmaßnahmen realisiert, das heißt besonders schalldichte Fenster oder zusätzliche Schallisolierungen eingebaut.

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Einladung zum Feldbahnertreffen

Die Feld- und Kleinbahn Betriebsgesellschaft gGmbH - FKBG - lädt zum Feldbahnertreffen in Bad Malente-Gremsmühlen ein. Das Treffen findet statt am 22. und 23. September 2007. Beginn: Samstag 10 Uhr, Ende: Sonntag 17 Uhr Der Veranstalter erbittet Anmeldungen bis spätestens 1.5.2007.
Die Bewachung der Fahrzeuge ist gesichert - Übernachtungsmöglichkeiten werden auf Wunsch besorgt.
Über eine zahlreiche Teilnahme würden wir uns sehr freuen!

Die FKBG feiert gleichzeitig ihr 10-jähriges Bestehen.

Kontakt: FKBG Feld- und Kleinbahn Betriebsgesellschaft gGmbH, Carsten Recht, Am Walde 22, 23714 Bad Malente-Gremsmühlen. Internet: www.fkbg.de, e-Mail: fkbg@af-i.de 

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Abschaffung der Schaffner ?

Die DB AG weist Befürchtungen zurück, wonach der Service im Regionalverkehr sich verschlechtern könnte. Kundenbetreuer werden weiterhin in den Zug präsent sein. Die Überlegungen von DB Regio Bayern den Fahrkartenverkauf im Zug einzustellen, zielen lediglich daraufhin, für die Fahrgäste im Freistaat eine einheitliche Regelung zu schaffen. Bereits heute findet in den meisten - rund drei Viertel - der täglich 5000 Regionalzüge kein Fahrkartenverkauf statt. "Es geht bei unseren Plänen lediglich um fünf Prozent der Kundenbetreuer. Die anderen 95 Prozent werden selbstverständlich weiter im Einsatz sein", sagte Berthold Huber, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. "Es ist völlig absurd von einer Abschaffung der Schaffner zu sprechen."

Bereits heute spielt der Fahrscheinverkauf im Zug fast keine Rolle. Parallel dazu will DB Regio Bayern aber den Verkauf auch an kleineren Bahnhöfen ausweiten.

"Der Fahrgast hat keine Nachteile" so Huber.

In Bayern und in anderer Bundesländer sucht die Bahn aufgrund der gestiegenen Verkehrsleistungen Lokführer.

 

Deutsche Züge auf Briefmarken
www.wohlfahrtsmarken.de
 

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© BDEF 2007
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)