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Unser Rundschreiben 6/2006 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Neue NEM vom 53. MOROP-Kongress

Unsere besten Wünsche . . .

Modellbahn-Ausstellungen in Kiel

75 jähriges Jubiläum der Modelleisenbahn Hamburg e.V.

Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz 2007

Dampflok "Adler" wird ab Dezember wieder aufgebaut

Neues Fördermitglied: ARV-Sammler-Vitrinen

60 Jahre Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

Neues Fördermitglied: HORNBY Deutschland GmbH

20 Jahre Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

Neues Fördermitglied: Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr - IGE

Neu im BDEF: Eisenbahn-Club Nordwest-Münsterland e.V.

Neues Fördermitglied: Messe Sinsheim GmbH

Nachfolge für Dr. Ludwig

Schweizer Studie untersucht Kosten und Nutzen des Verkehrs

Bester Großstadtbahnhof 2006: Hamburg-Dammtor

Generalangriff auf Schienengüterverkehr

Bester Kleinstadtbahnhof 2006: Oberstdorf

BDEF-Regionaltreffen 2006

Zum "Blauen Bock"

Wohlfahrtsmarken "Eisenbahn"

Modell+Bahn im Fernsehen

 

Editorial:

Liebe Eisenbahnfreunde! 

Am 8. November 2006 kam die Nachricht: Die Regierungskoalition hat beschlossen, dass die Deutsche Bahn nur zum Teil an der Börse veräußert werden soll. Der Betriebsteil der Deutschen Bahn geht in den Besitz von Investoren über, das Streckennetz bleibt Eigentum des Bundes. Dieser Kelch ging also vorüber. Im ersten Moment habe auch ich aufgeatmet. Bis dahin plagte mich ein Alptraum: Eine inklusive Streckennetz an der Börse verkaufte DB AG schafft es nicht, auf ihrem Nebenbahn-Streckennetz Gewinne zu erzielen, deshalb gliedert sie es ganz oder teilweise als Tochtergesellschaft aus und veräußert es später an einen taiwanesischen Konzern, ein Jahr darauf vermisst auch dieser die Rendite aus seinem Deutschland-Abenteuer und steuert es in die Insolvenz ... Müßig, darüber zu diskutieren, ob genau diese Vorstellung hätte Realität werden können. Das Netz bleibt ja Bundeseigentum. Aber ist damit wirklich alles in bester Ordnung? Im weiteren Text der Nachricht war zu erfahren, dass das bundeseigene Schienennetz von der DB AG bewirtschaftet werden soll. Was ist unter "Bewirtschaftung" zu verstehen? Einerseits muss das Netz gewartet und instand gehalten werden, außerdem muss es erneuert und gegebenenfalls um Neubauten ergänzt werden. Hierzu erhält die DB AG schon heute staatliche Zuschüsse. Andererseits muss das Netz aber auch verwaltet werden, d. h. die Nutzung des Netzes durch verschiedene Betriebsgesellschaften muss geregelt werden. Auf deutsch: Wer darf wann und wo fahren? Ist die DB AG dafür wirklich ein geeignetes Unternehmen? Übertragen auf den Straßenverkehr ergibt sich folgendes Bild: Das gesamte Straßennetz, und damit auch die attraktiven Autobahnen, gehört Willi Betz, Europas größter Spedition. Andere Fuhrunternehmen müssen sich, bevor sie Transporte vornehmen können, Route und Fahrzeit von Willi Betz zuteilen lassen. Ohne der Spedition Betz etwas unterstellen zu wollen: Glaubt wirklich jemand, dass ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen sich die Chance entgehen lässt, diesen Umstand zum eigenen Vorteil zu nutzen? Selbst wenn das aktuelle Management hier Skrupel zeigt, werden die Aktionäre den entsprechenden Druck schon ausüben. Schon jetzt, da die DB AG noch in Staatsbesitz ist, haben es andere Betriebsgesellschaften schwer, attraktive Trassen auf Fernverkehrsrouten zu erhalten. Der Arbeitskreis Verkehrspolitik im BDEF, der AKV, fordert, die gesamte Infrastruktur der Bahn inklusive aller Zugangsmöglichkeiten wie Bahnsteige, Verladeanlagen usw. nicht zusammen mit der DB AG zu privatisieren. Die Bewirtschaftung der Infrastruktur darf nur unabhängig von einem Eisenbahnverkehrsunternehmen erfolgen. Die Bahn ohne Netz an die Börse - ja! Netzbewirtschaftung durch eine der Betriebsgesellschaften - nein! Wenn die Regierung auch das noch beschließt, kann 2007 für die Eisenbahn ein gutes Jahr werden! 

Mit besten Wünschen für 2007 
Ihr 
Dieter Eikhoff

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Unsere besten Wünsche . . .

An dieser Stelle möchte der gesamte Vorstand des Bundesverbandes allen Vereinigungen und Einzelmitgliedern des BDEF sowie deren Mitgliedern und Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2006 wünschen. Selbstverständlich gelten diese guten Wünsche auch unseren Partnern in der Industrie, bei der Bahn und bei den Verkehrsbetrieben, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit. Auch den Firmen der Modellbahnindustrie und den Zubehörherstellern sei Dank gesagt, verbunden mit dem Wunsch für eine gute "Erholung". Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den Fördermitgliedern des Bundesverbandes, die durch ihre ideelle und materielle Unterstützung wesentlich dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit des BDEF zu ermöglichen und zu zeigen, dass wir mit unserem Engagement für Eisenbahnfreunde und Modelleisenbahner weiterhin auf dem richtigen Weg sind.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen zu den bevor stehenden Feiertagen
und zum Jahreswechsel
Ihr
BDEF-Vorstand

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75 jähriges Jubiläum der Modelleisenbahn Hamburg e.V.

Anfang November feierte der Modelleisenbahn Hamburg e.V. sein 75-jähriges Gründungsjubiläum. Der "MEHEV" ist damit wohl der älteste existierende Modelleisenbahnverein Deutschlands - bei der Gründung des BDEF hatte dieses Gründungsmitglied bereits sein 25-jähriges Vereinsjubiläum weit hinter sich gelassen.

Wir nehmen dieses Ausnahme-Jubiläum zum Anlass unsere herzlichen Glückwünsche mit einer ausführlichen Würdigung der MEHEV-Geschichte zu untermauern:

Historisches

Bis zum Ende der zwanziger Jahre baute eine Gruppe Gymnasiasten ihre Spur-1-Bahnen zu Weihnachten gemeinsam in einem Wohnzimmer auf. Die Eltern kauften sich frei, indem sie gestatteten, hierfür Gaststättensäle anzumieten. Der Sprung an die Öffentlichkeit gelang, als die Schulbehörde von der belehrenden Art dieser Veranstaltungen überzeugt werden konnte und dafür Turnhallen, Zeichensäle usw. hergab. Als bei einer Schau das für damalige Zeiten ungeheure Defizit von 50 Reichsmark entstanden war, entschlossen sich die jungen Herren zur Gründung eines Vereins, der am 10. November 1931 eingetragen wurde. 1934 konnte in der Bergstraße ein Raum von 100 m2 für 90 Reichsmark im Monat angemietet werden. Die erste feste Anlage entstand mit dem Thema "Göttingen". Zwar konnte hier auch eine kleine Werkstatt eingerichtet werden, für regelmäßige Vorführungen vor Publikum reichte der Raum jedoch nicht. Den Krieg überstand die Anlage leicht beschädigt. Der Betrieb hatte ohnehin geruht. Einige ausgelagerte Triebfahrzeuge gingen leider verloren.

1946 wurde der langjähriger Vorsitzende, Professor Dr. Walter Hävernick, Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte. Er hatte schon 1943 eine Schrift über ein hamburgisches Verkehrsmuseum verfasst, dessen Kernstücke ein Museumsbahn-Betrieb und eine große Modellbahn sein sollten. Für die nach einem Hamburger Thema neu zu bauende Modellbahn konnte er im Museum einen Saal bereitstellen. Als Vorbild, mit dem man alle Funktionen der Eisenbahn zeigen konnte, kam nur der Bahnhof Hamburg-Harburg in Frage, da er sowohl über einen großen Personenbahnhof mit dem Zusammenlauf mehrerer Strecken, einen Rangierbahnhof, eine örtliche Ladeanlage und ein Bahnbetriebswerk verfügte. Zugleich sollte am Hauptgüterbahnhof / Kai rechts ein Direktumschlag Bahn / Schiff gezeigt werden. Somit konnte - zunächst für 20 Jahre - ein Vertrag mit der Kulturbehörde geschlossen werden.

Freunde aus Schweden konnten uns 250 m2 Sperrholzplatten für den Bau der Anlage beschaffen. Sie erhielten dafür ein 1:10 Modell eines schwedischen Schlafwagens.

In nur zwei Jahren wurde die Anlage erstellt. Die Gründungsmitglieder der Modellbahn Hamburg e.V. konnten aufatmen, als am 7. Oktober 1949 ihr lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging. Durch die Inbetriebnahme ihrer großen Modelleisenbahnanlage im Museum für Hamburgische Geschichte konnten sie über die Eisenbahn informieren und für sie werben. An der Erfüllung dieses Wunsches hatte man mehr als 20 Jahre gearbeitet. Bei der Eröffnung kam es zwar zu dem bekannten Vorführeffekt, d.h. zunächst ging nichts. Danach erwies sich die Anlage aber als sehr zuverlässig und konnte mehr als 40 Jahre ohne einen technisch bedingten Ausfall vorgeführt werden.

Die Katastrophe

Im Frühjahr 1994 legte ein Kurzschluss einen großen Teil der Anlage lahm. Vorführungen konnten erst wieder ab Dezember 1994 auf einem Teilstück der Anlage durchgeführt werden. Es zeigte sich, dass viele Anlagenteile verschlissen waren. Auch die Fahrzeuge mussten zum Teil aufwändig aufgearbeitet werden, hatten doch einige bereits ca. 6.000 Kilometer zurückgelegt. Im Februar 1995 verlangte ein Brandschutzgutachten praktisch die gesamte Verkabelung zu erneuern. Damit war der Fortbestand der gesamten Anlage akut gefährdet. Mangels Einnahmen mussten die beiden Angestellten entlassen werden.

Der Neubeginn

Dem Engagement vieler Vereinsmitglieder und dem erfreulichen publizistischen Echo, das mit Material und Bargeld zu einer kräftigen Anschubfinanzierung führte, ist es zu danken, dass die Anlage überarbeitet werden konnte und heute fortbesteht. Im Rahmen der Überarbeitung wurden alle alten Gleise durch vorbildlichere, neue ersetzt. Damit verbunden war die Umstellung von dem Dreileiter-Wechselstrom- auf das Zweileiter-Gleichstrom-System und die Notwendigkeit alle einzusetzenden Fahrzeuge entsprechend umzurüsten. Für die Steuerung der Anlage installierten wir das PC-gestützte System der Fa. Gahler und Ringstmeier. Es ermöglicht einen automatischen Ablauf bei den Vorführungen. Am 6. Dezember 1996 konnten die Vorführungen mit 16 Zügen auf etwa 4O Prozent der Gleisanlagen wieder beginnen.

Es wurden wieder zwei Mitarbeiter eingestellt. Zum 50-jährigen Anlagenjubiläum am 7. Oktober 1999 konnten weitere wesentliche Teile der Anlage wieder in Betrieb genommen werden: der Hauptgüterbahnhof und der Bahnhof Cuxhaven mit seiner Anschlussstrecke. Die Oberleitung ist weitgehend fertiggestellt. Die PC-Steuerung lässt es zu, mehr Züge als jemals zuvor in einer Vorführung zu zeigen.

Der Fahrplan der Vorführungen vor dem Zusammenbruch war auf einen Tagesablauf im Bahnhof Harburg aufgebaut. Im Gegensatz dazu ist unser heutiges Thema "100 Jahre Eisenbahn Geschichte" - vom preußischen Abteilwagen bis zum ICE, sowie entsprechende Zugbildungen im Güterverkehr.

Angesichts der leeren öffentlichen Kassen hat die dem Verein wohlgesonnene Kulturbehörde ihre Zuwendungen gekürzt. Im Oktober 1999 ist die Zusammenarbeit mit dem Museum den gegebenen Erfordernissen angepasst worden. Seitdem wird kein zusätzlicher Eintritt mehr erhoben.

Die Entwicklung ab 2000

Weitere Teile der Anlage konnten mit neuem Gleismaterial wieder in Betrieb genommen werden, der Abstellbahnhof Hbr und der Bahnhof 3 an dem Haltepunkt "Elbbrücke".

Der Außenbahnhof wurde umgestaltet. Bei der Einfahrt von der Pfeilerbahn nach "Lüneburg" kreuzen die Züge jetzt nicht mehr die Fahrstraße der Gegenrichtung. Die Gleisradien für die Ein- und Ausfahrt Pfeilerbahn - "Buchholz" sind zur Verbesserung der Betriebssicherheit vergrößert worden.

Das Gelände am hinteren Ende des Seevekanals ist neu gestaltet und mit zusätzlichem Ausstattungsmaterial versehen worden. Der Gleisradius in Richtung "Lüneburg" konnte auch in dem Bereich auf unseren Standardwert vergrößert werden.

Die Ortsgüteranlage in Harburg und das Gelände vor dem Portal der Süderelbbrücke ist neu gestaltet und mit zusätzlichem Ausstattungsmaterial versehen worden.

Vier Drucktasten-Stellwerke wurden gebaut und sind in Betrieb. Zwei stehen im Stellwerksturm und zwei im Außenbahnhof. Von dort aus können auch Besucher unter Anleitung selbst Züge fahren lassen.

Die Fa. Viessmann spendete uns fünf vierachsige Schiebewandwagen der Fa. Egon Bockholt & Söhne im Viessmann Dekor. Großzügige private Spenden erlaubten uns die Anschaffung neuer Fahrzeuge, z.B. eine Dampflok BR 50 mit Kabinentender und eine BR 41 mit Neubaukessel und Öltender sowie eine Diesellok V200. Im Rahmen der Sanierung des Museumsgebäudes wurde auch die Eisenbahnhalle renoviert.

Sie hat neue Fenster erhalten und wurde neu gestrichen. Die sehr unterschiedlichen, alten Vitrinen konnten durch einheitliche, moderne aus dem Bestand des hamburgmuseums ersetzt werden.

Ausblick

Der Bahnhof 3 an dem Haltepunkt "Elbbrücke" erhält ein eigenes Drucktastenstellwerk, welches es Besuchern ermöglichen wird, selbstständig Zugfahrten in diesem Bereich durchzuführen. In Kürze beginnt die Überarbeitung der übrigen Geländegestaltung.

Das Bahnbetriebswerk Harburg wird wieder inkl. der Drehscheibe funktionsfähig hergerichtet und erhält einen neuen Wasserkran.

Die Aufarbeitung und Umrüstung weiterer historischer Fahrzeuge auf 2-Leiter-Gleichstromsystem wird fortgesetzt.

Für die Durchführung dieser Arbeiten suchen wir Unterstützung durch Hobbykollegen mit Erfahrung und handwerklichem Geschick. Wenn Sie Freude an der Mitarbeit haben, nehmen wir Sie gerne als Mitglied in unseren Verein auf. Für unser Motto "100 Jahre Eisenbahn-Geschichte in Hamburg" fehlen uns noch einige hamburgtypische Fahrzeuge, wie z.B. die Schnellzugdampflok der Baureihe 01.10, die Nahverkehrspersonenwagen "Silberlinge" oder einige moderne Güterwagen. Über Sponsoren, die uns diese Anschaffungen ermöglichen, würden wir uns sehr freuen.

Hamburgs größte Modellbahnanlage in Spur 1

69 Triebfahrzeuge, davon 27 Dampfloks, 11 Elektroloks, 14 Dieselloks, 10 Triebwagen, 6 Kleinloks und Dienstfahrzeuge, sowie 1 ICE, sind betriebsbereit, die übrigen müssen noch vom ehemaligen Dreileiter-Wechselstrombetrieb auf Zweileiter-Gleichstrombetrieb umgebaut werden.

Technische Daten

Maßstab 1:32, Spur 1, Spurweite 45 mm, Fahrspannung 24-V-Gleichstrom, Fahrplanbetrieb mit PC-Steuerung von Gahler und Ringstmeier, Gleislänge 1200 m, Weichen 209, Signale 132, davon 22 Formsignale.

Festveranstaltung zum MEHEV-Jubiläum

Am 10. November dieses Jahres konnte der MEHEV auf sein 75-jähriges Clubjubiläum zurück blicken. An diesem Tag fand deshalb vor geladenen Gästen im Museum eine Festveranstaltung statt. Diese wurde von der Direktorin des Museums, Frau Prof. Dr. Gisela Jaacks, eröffnet. Ihr folgten sachkundige Ausführungen zum Thema Eisenbahn von Frau Ute Plambeck, der Konzernbeauftragten der DB AG für Hamburg und Schleswig-Holstein. Im Anschluss sprach der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Klaus Matthiesen. Norbert Grobe, der 2. Vorsitzende des MEHEV, gab Erläuterungen zur Technik der Anlage. Dabei wurde auch erwähnt, das von Mitgliedern des Vereins bereits in den dreißiger Jahren der Doppelspulenantrieb für Weichen und Signale erfunden wurde, welcher dann ab der fünfziger bei der Modellbahnindustrie generell zur Anwendung kam.

Der BDEF-Vorsitzende Gerhard A. Bayer zeichnete nach seinen Grußworten den Ehrenvorsitzenden des MEHEV, Herrn Willy Ganter, mit der goldenen Ehrennadel des BDEF für seine erfolgreiche jahrzehntelange Arbeit aus. Willy Ganter ist seit 1949 dabei und seit 1951 Mitglied im Verein. Des weiteren bekam der MEHEV die BDEF-Ehrenplakette für sein 75 jähriges Bestehen überreicht. Der Club, der dem BDEF seit seiner Gründung im Jahre 1958 angehört, trägt übrigens die Mitgliedsnummer 12.

Der Seniorchef der Fa. Bockholt und Söhne, der dem Verein seit vielen Jahren zur Seite steht, stiftete ein Modell der sechsachsigen Diesellok der Baureihe 232, die anschließend auf der Clubanlage ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte.

An den beiden darauf folgenden Tagen fand im Museum ein buntes Rahmenprogramm statt, in dem die Modelleisenbahnanlage natürlich im Mittelpunkt stand. So kamen am 11. und 12. November nahezu 2000 Besucher - angelockt von Presse, Funk und Fernsehen - zum Eisenbahnfest. Im überdachten Innenhof des Museums, wo auch eine Modellbahnbörse stattfand, konnten die Besucher eine transportable Schauanlage der Fa. Bockholt bewundern, wo mit exzellenten Modellen ein reger Fahrbetrieb stattfand.

Man darf dem MEHEV auch für kommende Jahrzehnte weiterhin viel Erfolg für ihre Modellbahn wünschen und gleichzeitig ein Dankeschön für die geleistete Arbeit in der Vergangenheit aussprechen.

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Dampflok "Adler" wird ab Dezember wieder aufgebaut

Das DB Museum Nürnberg wird ab Ende Dezember die legendäre Dampflokomotive "Adler" im Dampflokwerk Meiningen der Deutschen Bahn AG in Thüringen restaurieren lassen. "Wir haben jetzt einen Hersteller gefunden, der uns die spezielle Kurbelwelle für das historische Fahrzeug liefert. Der ,Adler' soll im Jahr 2010, wenn wir auf 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland zurückschauen, wieder als historische Attraktion zur Verfügung stehen," sagte Dr. Burkhard Klanke, kaufmännischer Leiter des DB Museums.

Die kleine Dampflok mit der großen Geschichte gehört zu den 24 Fahrzeugen, die von dem Brand im Oktober 2005 im Depot Gostenhof des DB Museums in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Rekonstruiert werden weitere Dampflokomotiven und eine E-Lok. Das soll ebenfalls bis 2010 erfolgen. Als nicht mehr reparabel gelten dagegen verschiedene Dieselloks und Triebwagen. Sie werden in der Ausstellung durch Dubletten aus dem Bestand des Museums ersetzt. Insgesamt besitzt des DB Museum Nürnberg 200 historische Fahrzeuge. Museumsdirektor Jürgen Franzke: "Wir präsentieren künftig eine Fahrzeugsammlung in der Qualität wie vor dem Brand."

Das DB Museum Nürnberg, eines der größten Technikmuseen in Deutschland, zählt jährlich rund 200.000 Besucher. Nach dem Brand war der Zuspruch vorübergehend zurückgegangen.

Im kommenden Jahr beteiligt sich das DB Museum an zwei großen Eisenbahnfesten. Im Frühjahr findet ein Bahnfest in Nürnberg statt. Als einer der Höhepunkte des Fürther Stadtjubiläums im September wird ein dreitägiges Eisenbahnfest vorbereitet. Zwischen Nürnberg und Fürth war 1835 die erste Eisenbahn in Deutschland gefahren.

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60 Jahre Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

1946 ...

Der Zweite Weltkrieg ist seit einem Jahr zu Ende. Für die Eisenbahn beginnt wieder der Aufbruch. Der erste Schnellzug verkehrt nach längerer Pause von Stuttgart nach München - mit Kopfmachen in Kornwestheim. Ab 13. Juni ist eingleisiger Betrieb auf der Rosensteinbrücke möglich.

Auch die Wurzeln der Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. reichen bis in das Jahr 1946 zurück. In Esslingen am Neckar treffen sich zu dieser Zeit drei Eisenbahnbegeisterte. Interessiert sind sie an der großen Eisenbahn wie auch an Eisenbahnmodellen. Am 9. November 1946 ist es dann soweit: eine Vereinigung wird gegründet. Das war in dieser Zeit leichter gesagt als getan und geschah wohlbehütet unter den Augen der Polizei. Schließlich waren derartige Zusammenkünfte vorher bei der amerikanischen Besatzungsbehörde anzumelden.

Damals wie heute wurden fruchtbare Kontakte zur großen Eisenbahn gepflegt - seinerzeit zur Deutschen Reichsbahn und der Maschinenfabrik Esslingen, später auch zu den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) oder zur Hohenzollerischen Landesbahn (HzL).

Der Verkehr auf Schienen im weitesten Sinne und dessen Ausbau und Betrieb erweckte ein großes Interesse. So war es nicht verwunderlich, dass die Gruppe von Interessierten sich speziell diesem Terrain widmete. Mit Unterstützung von Carl Bellingrodt, dem berühmten Eisenbahnfotografen, traf man sich wieder in Esslingen - diesmal in der Gaststätte "Karmeliter". Die "Verkehrs- und Sammlerfreunde Esslingen" waren damals nicht mehr als eine gesellige Stammtischrunde, der auch Theodor Alt, Alfred Grieger, Fritz Pfenningstorff und Wilhelm Schmid angehörten. Dem regelmäßigen Treffpunkt in Obertürkheim entsprechend ergab sich dann eine erneute Namensänderung: "Verkehrsfreunde Esslingen-Stuttgart".

Zehn Jahre später entstand das erste Rundschreiben. Auch heute noch sind die Rundschreiben von besonderer Bedeutung für die Zusammengehörigkeit. Sie schildern das Vereinsleben in Form von interessanten Rückblicken, Terminen und anderen Vereinsaktivitäten. Ende November 1960 war der endgültige Name gefunden: Verkehrsfreunde Stuttgart. Am 10. Januar 1968 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.

1971 wurde die stolze Zahl von 100 Mitgliedern erreicht. Im sechzigsten Vereinsjahr können wir 415 Mitglieder vermelden.

Diese beeindruckende Anzahl an Verkehrsfreundinnen und Verkehrsfreunden zeigt eindrucksvoll, dass wir mit unserem Programm den "Nerv" unserer Mitglieder - aber auch zahlreicher Interessenten - treffen. Und das, obwohl wir weder eigene Fahrzeuge noch eine Modellbahnanlage besitzen. Wir sind an allem interessiert, was sich auf Schienen bewegt: bei Vorträgen, Besichtigungen, gemeinsamen Studien- und Sonderfahrten, direkt vor unserer Haustür oder aber auch außerhalb Deutschlands. Eben immer dann, wenn Ungewöhnliches oder Besonderes auf dem Programm steht. Ganz egal ob Schmalspur, Zahnrad- oder Seilbahn, ob Dampf, Elektro, Diesel oder aber auch Akku-Triebwagen.

Die SSB baut - die Verkehrsfreunde besichtigen die Baustelle. Noch bevor die ersten ICEs gen Stuttgart rauschten, besuchten wir mehrfach die Neubaustrecken. Stetiger Begleiter vieler Verkehrsfreunde ist die Kamera. Ob laufende Bilder, Dias oder vermehrt auch Digitalfotografien: Bei gemeinsamen Foto- und Filmvorführungen lassen wir das Erlebte Revue passieren oder bilden uns an interessanten Vortragsthemen weiter. Namhafte Referenten treffen auf ein interessiertes und kompetentes Publikum.

Für die bundesweite Dachorganisation, den Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. haben die Verkehrsfreunde in den Jahren 1964, 1984 und 2004 bereits drei Verbandstagungen durchgeführt. Auch bei der Ausrichtung von Feierlichkeiten anlässlich von Streckenjubiläen oder bei der Einweihung neuer Verkehrssysteme standen die Mitglieder mit Rat und Tat zur Seite.

Wer sich mit seinem Hobby den Bahnen verschrieben hat, ist hier in guten Händen und erlebt Informatives genauso intensiv wie Amüsantes und Sensationelles. Die Annahme, die Verkehrsfreunde Stuttgart seien ein Männerverein, ist ein Irrtum. Er ist ein Familienverein, der die Faszination Eisenbahn gerade auch den Jüngeren unserer High-Tech-Gesellschaft näher bringen will. Er ist erfolgreich bemüht, zu vermitteln, welche Geschichte unsere moderne Technik hat, dass unsere heutigen Errungenschaften auf einer interessanten Vergangenheit beruhen und wie - darauf aufbauend - die Zukunft des Schienenverkehrs aussehen könnte.

Diese Ziele sind in unserer Satzung festgeschrieben. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Mitglieder, die für die Verkehrsfreunde Stuttgart tätig sind, tun dies ehrenamtlich.

Der gute Ruf unserer Vereinigung eilt uns voraus - ganz im Zeichen unseres "Wappentieres", der württembergischen Schnellzuglok der Reihe C, die uns bei allen unseren Aktivitäten Antrieb gibt und unsere gemeinsamen Ziele zugkräftig und stark unterstützt. Wir blicken gern zurück auf die vergangenen sechs Jahrzehnte. 60 Jahre, in denen wir unser Wirken auf das Wohl unserer Mitglieder und zur Förderung des Schienenverkehrs ausgerichtet haben.

Unser Blick richtet sich aber vor allem in Richtung Zukunft. Üblicherweise bringt der 60. Geburtstag für einen Menschen eine gewisse Freude auf Pensionierung und Ruhestand mit sich. Die VERKEHRSFREUNDE STUTTGART e.V. haben keinesfalls die Absicht, sich zur Ruhe zu setzen.

Im Gegenteil: Fahrt frei in die nächsten 60 Jahre!

Vom Vorstand des Bundesverbandes ist diesem Bericht noch hinzuzufügen, dass die Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. die erwähnten drei Bundesverbandstage nicht nur "durchgeführt" haben, sondern bestens organisierte und perfekt ablaufende, interessante Programme geboten hatten, die für hohe Teilnehmerzahlen und große Anerkennung sorgten. Obwohl bisher der Abstand zwischen den Verbandstagen in Stuttgart immer genau 20 Jahre war, ist zu hoffen, dass der BDEF auf die nächste Einladung nach Stuttgart nicht wieder 20 Jahre warten muss.

Vorstand und Mitglieder der Verkehrsfreunde Stuttgart e.V. zeichneten sich zudem in der BDEF-Geschichte dankenswerterweise immer wieder durch aktive Mitarbeit im Verbandsvorstand aus. Sicher bedeutet der Satz "Fahrt frei in die nächsten 60 Jahre" auch die Fortführung dieser Tradition. Wir freuen uns darauf.

Kontakt: Verkehrsfreunde Stuttgart e.V., Postfach 10 50 31, 70044 Stuttgart, Tel. 0711 6157182 (Geschäftsstelle), Fax 0711 6157183, e-Mail: vfsev@vfsev.de , Internet: http://www.vfsev.de 

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20 Jahre Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

Es war Freitag, der 14. März 1986. Gerade mal ein Jahr nach der großen Jubiläumsveranstaltung der großen, richtigen Eisenbahn. Damals nannte sie sich noch "Deutsche Bundesbahn". Obwohl auch damals schon vieles von der ehemaligen "Pracht" der Eisenbahn in Jünkerath der Vergangenheit angehörte, sie war noch alltäglich zu spüren. Heute schon nicht mehr vorstellbar, dass ...

­ von drei Stellwerken aus die Weichen und Signale bedient wurden,

­ Jünkerath Ausgangs­ und Endstation, also Zugbildungsbahnhof war,

­ über Nacht die Lokomotiven und ganze Züge auf den noch vorhandenen zahlreichen Abstellgleisen auf ihren nächsten Einsatz warteten,

­ Lok­ und Zugpersonale im Bahnhof übernachteten,

­ die Züge noch mit einem Zugführer und Schaffner besetzt waren, die die Fahrkarten kontrollierten

­ sich im ehemaligen Bw noch eine Lokeinsatzstelle befand,

­ die Bundesbahn­Beamten sich auf der Bahnhofskasse ihren Lohn oder ihre Pension abholten,

­ im Güterbahnhof Güterwagen standen und be­ und entladen werden konnten,

­ die Strecke nach Losheim auf eine Wieder­Inbetriebnahme wartete

­ im Bahnhof am Schalter sogar noch eine Fahrkarte zu kaufen war und man Gepäck aufgeben konnte.

Wer weiß noch, dass es in der Bahnhofsgaststätte einen Wartesaal 1. Klasse gab, in dem ein großer Kachelofen für wohlige Wärme sorgte und sogar ein Klavier für entsprechende Feierlichkeiten vorhanden war. Dieses wurde am 14. März 1986 allerdings nicht gebraucht. Ein Tanzabend war nicht geplant und auch eine Chorprobe war nicht vorgesehen. Nein, an diesem Abend, genau um 19 Uhr, hatten ein paar Herren des sog. Ultimo­Clubs zur Gründungsversammlung in diesem Raum eingeladen. Die Euphorie des großen Jubiläumsjahres und die noch zahlreichen aktiven und pensionierten Eisenbahner sorgten dafür, dass der Wartesaal 1. Klasse bis auf den letzten Stuhl besetzt war.

Die Neugier war groß, wollte doch jeder der 38 Anwesenden wissen, was sich die Herren da so ausgedacht hatten.

Von den damals 15 Mitgliedern des erweiterten Vorstandes ist nur noch einer im Vorstand der EF Jünkerath übrig geblieben: Der erste und bis jetzt einzige 1. Vorsitzende: Hans Werner Leuwer. Ein Grund zu gratulieren.

Hans Werner Leuwer wurde bei der Jubiläumsveranstaltung am 27.10.06 zum Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt die Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes.

Viel hat der Verein in seinen 20 Jahren bewegen können, entgegen mancher pessimistischen Voraussage. Dabei sind es nicht nur die nach außen sichtbaren Aktivitäten wie der Kauf von Steuer­ und Beiwagen aus der VT 98-Serie, das Aufstellen des Signals vor dem Bahnhof, die Rückholung eines Roheisenpfannenwagens, die Herausgabe eines Buches über die Geschichte der Eisenbahn in Jünkerath, die geplante Einrichtung eines kleinen Eisenbahnmuseums. Nein, dazu zählen auch die vielen unbemerkten Aktivitäten, die der Verein auch im politischen Raum geleistet hat und leistet, wenn es um die Zukunft der Eisenbahn und der Eisenbahnstation Jünkerath geht.

Eine der immer wiederkehrende Aufgabe des Vereins stellt die Sorge um den Bahnhof Jünkerath dar. In diesem Zusammenhang sind die Eisenbahnfreunde besonders stolz auf die Tatsache, dass sie die augenblicklich laufenden Untersuchungen und Erhebungen in Gang bringen konnten. Seitens der DB AG gab es umfangreiche Veränderungen auf der Eifelstrecke und damit auch in Jünkerath. Gebäudeteile stehen leer und Flächen sollen anderen Nutzungen zugeführt werden. In der Vergangenheit gab es unzählige Gespräche mit den verantwortlichen Stellen auf ministerieller und der DB AG Ebene, die jetzt in Teilen vertraglich geregelt werden konnten. In den letzten Wochen gab es dann erste handfeste Ergebnisse.

Bereits im Jahre 2004 haben die Eisenbahnfreunde die entscheidenden Verbindungen hergestellt, damit eine Studie durch das Fachbüro "Stadt­Land+Bahn" für den bahntechnischen Betriebsteil und den Bahnhofsvorplatz auf Veranlassung der Gemeinde angefertigt werden konnte.

Kontakt: Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V., Rainer Helfen, Tiergartenstr. 14, 54584 Jünkerath, Tel. 06597 4238, Fax 06597 960907, e-Mail: efj@freenet.de, Internet: http://www.eisenbahnfreunde-juenkerath.de 

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Neu im BDEF: Eisenbahn-Club Nordwest-Münsterland e.V.

Die Mitglieder des Eisenbahn-Club Nordwest-Münsterland e.V., haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Eisenbahn im Nordwestmünsterland zu erhalten und fortzuschreiben. Aus diesem Grunde haben sie sich entschlossen, eine Modellbahnanlage mit vielen Bahnhöfen des Nordwestmünsterlands samt Gleisanlagen und Umfeld nachzubauen. Aus Platz- und Kostengründen wird mit dem Bahnhof Borghorst an der KBS 407 Münster - Gronau - Enschede(NL) begonnen. Der Grund liegt darin, dass das Vereinsheim die ehemalige Bahnhofsgaststätte des Bahnhof Borghorst ist. Eine weitere Aufgabe wird der Erhalt signaltechnischer Anlagen und der beiden Stellwerke Bf und Bn in Borghorst sein.

Die Innenräume der Gaststätte sind in Eigenleistung renoviert worden, da die ehemalige Gaststätte in etwa wieder so werden soll, wie viele Borghorster sie von früher her kennen. Sie soll als Begegnungsstätte für Vereinsmitglieder und Gäste des ECN dienen. Hier treffen sich die Mitglieder jeden Freitag ab 17 Uhr um uns auszutauschen, dem Hobby Eisenbahn zu frönen und alles weitere zu renovieren.

In den hinteren Räumen wird ab 2007 eine Modellbahn gebaut. Diese Modellbahn soll den Bahnhof Borghorst samt Industrie um 1975 zeigen, zu der Zeit, als bei der Bahn die Welt noch in Ordnung war.

Die ehemalige große Küche wird u.a. zu einer Werkstatt umfunktioniert. Da können die Teile für die Modellbahn zusammengebaut und auch Lokomotiven und Waggons repariert werden. Ebenfalls befindet sich dort eine Modellbahn für Kinder und Jugendlichen.

Im Bahnhofsbereich wird an Sams-, Sonn- und Feiertagen von der Euregiobahn nur ein Gleis genutzt, so dass man das freie Gleis für ankommende und abfahrende Nostalgiezüge nutzen könnte. Verschiedene Kontakte zu Museumseisenbahnen und auch die Bereitschaft hierzu bestehen bereits.

Besonders die eisenbahninteressierten Kinder und Jugendlichen, aber auch die ehemaligen Eisenbahner sollen angesprochen werden. Gerade die "Alten" haben viel zu erzählen und viele junge Leute wollen gerne hören, wie es früher bei der Bahn war.

Der Eisenbahn-Club Nordwest-Münsterland restauriert bei den Hammer Eisenbahnfreunden in Hamm Süd einen aus etwa 1920 stammenden G10-Güterwagen. Entstanden ist diese Idee in der Zeit, als der ECN noch kein Vereinsheim hatte und die Vereinsmitglieder "etwas zu tun haben wollten". Zunächst wurden die Bretter entfernt und durch neue ersetzt. Diese mussten natürlich, wie auch der nackte Waggon selbst, geschliffen und anschließend mit Farbe behandelt werden. Neue Fenster wurden ebenfalls eingesetzt. Mittlerweile ist der Waggon schon ziemlich weit, aber noch nicht fertig.

Die Mitglieder des ECN haben bereits bei der Gründung festgelegt, dass eine Modellbahnanlage in Modulbauform von verschiedenen Bahnhöfen der KBS 407 Münster-Gronau-Enschede (NL) zu der Zeit um 1975 nachbebaut werden soll. Zusätzliche wurde entschieden, dass im Dualsystem gebaut wird: "Wir werden ein Dreileitergleis - in diesem Fall Märklin-K-Gleis - nehmen und gleich doppelt verdrahten und zwar so, dass beide Systeme - 2L-Gleichstrom und 3L-Wechselstrom - auf einer Schiene möglich sind - abwechselt, versteht sich".

Loks und Triebwagen fahren digital, die Weichen und Signale werden jedoch mittels einem Stellpult der Art "Spurplan DrS2" originalgetreu der Deutschen Bahn AG gestellt. Das rollende Material wird zunächst nur von den Mitgliedern mitgebracht, die Anlage wird Vereinseigentum.

Kontakt: Eisenbahn-Club Nordwest-Münsterland e.V., Vors. Marcus Tesker, Postfach 2126, 48550 Steinfurt, Tel. 0175 6638180, e-Mail: info@ecn-online.de, Internet: http://www.ecn-online.de 

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Nachfolge für Dr. Ludwig

Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig war 30 Jahre für den Nahverkehr in Karlsruhe verantwortlich. Mit der Zusammenführung von Straßenbahn- und Eisenbahnverkehren mittels Zweisystemfahrzeugen schuf er das "Karlsruher Modell". Ludwig engagierte sich in zahlreichen Verbänden. Er war u.a. von 1995 bis 2003 VDV-Präsident und von 1997 bis 2000 Vizepräsident des Internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen UITP. Mit der Neugliederung des VDV in den durch fünf Sparten getragenen Branchenverband engagierte sich Ludwig für die Etablierung der Sparte "Personenverkehr mit Eisenbahnen". Für seine vielfältigen Verdienste wurde Ludwig unter anderem 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Anlässlich der VDV-Jahrestagung 2006 in Bochum verlieh ihm die Mitgliederversammlung des VDV die Ehrenmitgliedschaft. Seit Juni 2006 ist Ludwig Ehrenbürger der Stadt Karlsruhe.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wählte nun Dipl.-Ing. Horst Klein (56), Geschäftsführer der Westerwaldbahn GmbH, Steinebach-Bindweide, zum neuen Vizepräsidenten für die Sparte "Personenverkehr mit Eisenbahnen". Klein folgt auf Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig (67), Karlsruhe, dessen Amtszeit durch den Eintritt in den Ruhestand endete.

Horst Klein ist seit 1992 Werkleiter der Westerwaldbahn, die im Jahr 2000 vom Eigenbetrieb des Kreises Altenkirchen in eine GmbH umgegründet wurde. Seit 1999 ist er auch Geschäftsführer der HellertalBahn GmbH, eines gemeinsamen Unternehmens von Westerwaldbahn, Siegener Kreisbahn und Hessischer Landesbahn, das 1998 die Ausschreibung der dortigen Nahverkehrsleistung gewonnen hat. In einer Bietergemeinschaft mit der Hessischen Landesbahn konnte im Jahr 2002 der SPNV des Westerwaldnetzes gewonnen werden, wozu die vectus-Verkehrsgesellschaft mbH, Limburg gegründet wurde, deren Geschäftsführer Klein seit 2004 ist. Bereits 1994 hatte die Westerwaldbahn die Strecke Betzdorf - Daaden von der Deutschen Bundesbahn und den Verkehr auf der Daadetalbahn übernommen. Neben dem Personenverkehr ist die Westerwaldbahn auch im regionalen Schienengüterverkehr tätig. Klein ist seit 1999 auch ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Neitersen. Im VDV ist er u.a. seit 1992 stellvertretender Vorsitzender der VDV-Landesgruppe Südwest (Rheinland-Pfalz/Saarland). Seit 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates "Personenverkehr mit Eisenbahnen", der ihn jetzt zu seinem Vorsitzenden und damit Vizepräsidenten des Verbandes gewählt hat.

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Bester Großstadtbahnhof 2006: Hamburg-Dammtor

Jetzt hat es Hamburg schriftlich: Der beste Großstadtbahnhof Deutschlands - Hamburg Dammtor - liegt in der Hansestadt. Mit der feierlichen Enthüllung der Siegertafel aus Messing im Beisein von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Dr. Michael Freytag wurde die Auszeichnung der Allianz pro Schiene gebührend gefeiert. "Dammtor ist eine echte Perle des Nordens. Der Bahnhof sieht nicht nur sehr gut aus. Er war in allen von uns untersuchten Kriterien ganz weit vorne. Deshalb ist er 2006 verdient der beste Großstadtbahnhof Deutschlands geworden", so Karl-Peter Naumann, Jury-Mitglied und Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in seiner Begründung für die Entscheidung.

Die zentralen Pluspunkte aus Sicht der Jury: die behutsame Sanierung des Jugendstil-Gebäudes bei der auch historisches Holz in die Empfangshalle integriert wurde, die Sauberkeit, Sonderdurchsagen für S-Bahn und Regionalzüge, so wie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. Auch die zahlreichen und gut sortierten Geschäfte machen den Bahnhof zu einem echten Geheimtipp für das komfortable Umsteigen in Hamburg. Mit diesen Vorteilen setzte sich Dammtor gegenüber einer starken Konkurrenz von insgesamt 398 untersuchten deutschen Groß- und Kleinstadtbahnhöfen durch.

"Dammtor ist zwar nur der zweitgrößte Hamburger Fernbahnhof, gemessen an der Zahl der Züge. Aber für uns ist er der Größte", so Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege bei der Übergabe der Siegerurkunde an die Bahnhofschefin Sabine Nowas-Herschel. Die Bahnmanagerin nahm bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung für den besten Bahnhof in Empfang. 2004 war unter Ihrer Regie Hannover als bester Bahnhof ausgezeichnet worden.

"Leider sind nicht alle Bahnhöfe solche Schmuckstücke. Umso wichtiger ist es, dass die Sanierung und Modernisierung der vielen Bahnhofsgebäude als Gemeinschaftsaufgabe begriffen wird. Denn Bahnhöfe gehen uns alle an", so Dirk Flege.

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Bester Kleinstadtbahnhof 2006: Oberstdorf

Die Allianz pro Schiene hat den Bahnhof von Oberstdorf als besten Kleinstadtbahnhof des Jahres 2006 aus Kundensicht ausgezeichnet. Der Bahnhof war 2001 unter anderem mit Fördergeldern des Freistaates Bayern in Höhe von rund 220.000 Euro neu gebaut worden. "Ein eleganter Bau mit viel Holz, der sich gut in den Ort und das ebenso vorbildliche Verkehrskonzept einfügt", begründete Jury-Mitglied Monika Ganseforth vom Verkehrsclub Deutschland die Prämierung des Bahnhofs anlässlich der Enthüllung der Siegertafel am 20. Oktober.

Als weitere Pluspunkte gegenüber der bundesweiten Konkurrenz wertete die Jury die hohe Aufenthaltsqualität im Gebäude mit seinen zahlreichen Sitzgelegenheiten sowie die freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter im Service-Center und am Bahnsteig. Selbst die Toiletten machten einen hervorragenden Eindruck. Besonders lobenswert aus Sicht der Jury: Das vom Freistaat geförderte Pilotprojekt "autofreies Oberstdorf" mit ausgedehnten Fußgängerzonen und dem Öffentlichen Verkehr als Rückgrat. "In Oberstdorf hat man offenbar früher als anderswo begriffen, dass zur Erhaltung einer intakten Umwelt auch ein nachhaltiges Verkehrskonzept gehört. Außerdem wird ein entspannter Urlaub bereits mit der autofreien Anreise erleichtert", so Ganseforth.

Mit diesen Pluspunkten setzte sich Oberstdorf gegenüber einer starken Konkurrenz von insgesamt 398 untersuchten deutschen Groß- und Kleinstadt-Bahnhöfen durch.

Im Freistaat Bayern sind im Jahr 2005 insgesamt 91 Mio. Euro in die Modernisierung von Bahnhöfen geflossen. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 936 Mio. Euro ausgegeben. Davon entfielen auf den Bund 263 Mio. Euro (28%), Länder und Kommunen 230 Mio. Euro (25%) sowie die DB AG 443 Mio. Euro (47%).

Die Allianz pro Schiene hat die Auszeichnung zum dritten Mal vergeben. Nach Lübben (2004) und Weimar (2005) als beste Kleinstadt-Bahnhöfe gewann in diesem Jahr erstmals ein bayerischer Bahnhof den Wettbewerb.

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Zum "Blauen Bock"

Mit dieser Überschrift ist sicher nicht eine frühere, weinselige Unterhaltungssendung im Fernsehen des HR gemeint, sondern der Spitzname einer Versuchslokomotive - etwa aus der gleichen Zeit, wie die Anfänge der Fernsehsendung.

Die von der Firma Henschel zu Beginn der 1970er-Jahre in Kassel gefertigten Versuchslokomotiven DE 2500 dienten BBC als Versuchsträger für diesel-elektrische Antriebe mit Drehstromtechnik. Bei der DB waren die unterschiedlichen Varianten lange Jahre als Baureihe 202 im Einsatz. Durch die auffallende Farbgestaltung, die sich deutlich von üblichen Lackierungen abhob, und durch technisch sehr voneinander abweichende Ausführungen, stellte diese Baureihe eine Besonderheit dar.

Die erst 1973 in Dienst gestellte Variante 202 004 hatte die Achsfolge Co' Co', eine Leistung von 2500 PS und ihr knapp 18 m langer - für damalige Zeit ungewohnt schlichter - Lokkasten war in auffälligem Blau gestrichen, was ihr schnell den Spitznamen "Blauer Bock" einbrachte.

Die Modellbahnfirma HERIS hatte schon vor einiger Zeit angekündigt, Modelle verschiedener DE-2500-Varianten herzustellen und lieferte nun zu Beginn ein Modell des Blauen Bocks aus.

Ein genauer Test und eine detaillierte Besprechung von Neuheiten ist im BDEF-Rundschreiben nicht üblich - dies wird in der einschlägigen Fachpresse erledigt. Speziell bei diesem Modell fielen die Berichte in der Fachpresse jedoch beachtenswert unterschiedlich aus, so dass wir durch einen eigenen Versuch die "Wahrheit" ergründen wollten.

Im Modellbauclub Siemens München, MCSM, hatten wir die Möglichkeit, die 202 004 ausgiebigen Fahrversuchen zu unterziehen. An einem Güterzug mit 50 Wagen (!) und etwa 160 Achsen schickten wir das Modell auf den Rundkurs von insgesamt etwa 180 m Länge und Steigungen von bis zu 2 Prozent, und dies etwa eine Stunde lang.

Das Ergebnis war trotz dieser hohen Last ein sehr gutes Fahrverhalten, das durch das "Einlaufen" noch besser wurde. Natürlich überstand das Modell diesen Lasttest ohne (innere) Beschädigungen und macht dem Besitzer weiterhin viel Freude.

Für geschichtsbewusste Modellbahner ist die DE 2500 eigentlich unverzichtbar, war sie doch der Wegbereiter für die heute zum Standard gewordene Drehstromantriebstechnik und diente sogar für die Entwicklung des ICE als Erprobungsträger (UmAn). Das attraktive und betriebstaugliche HERIS-Modell der 202 004 schließt diese bisherige Lücke in der Reihe von wichtigen Entwicklungen in der Lokomotivtechnik und ist für Betriebs-Modellbahner, wie für Sammler gleichermaßen interessant.

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Modell+Bahn im Fernsehen

Der Film und TV Produzent Frank Buttig aus Erfurt produziert seit einiger Zeit die Fernsehserie "Modell+Bahn". Während bisher hauptsächlich über lokale Sender in den neuen Bundesländern ausgestrahlt wurde, übernehmen zunehmend auch Sender in den "alten" Bundesländern diese Sendereihe. Mit Rubriken, wie "News und Wissenswertes" rund um die Modelleisenbahn, "Vorbild und Modell", "Vorgestellt" - Modellbahnanlagen zum Nachbauen, "Tipps und Tricks" für Modellbahner und Lokomotivtests, wendet sich diese monatlich ausgestrahlte Sendung speziell an die große Gemeinde der Modelleisenbahner. Die Sendung kann natürlich auch im Internet gesehen werden.

Ziel der Sendung ist es, Hobby und Realität auf interessante Weise miteinander zu verknüpfen. Dem "noch nicht Hobby-Eisenbahner" soll auf unterhaltsame Weise diese sinnvolle Freizeitbeschäftigung näher gebracht und für das Hobby Eisen- und Modellbahn begeistert werden.

Momentan wird kein derartiges Sendeformat im lokalen Fernsehen oder den dritten Programmen der ARD angeboten. Die Sendung "Modell+Bahn" wird bereits in 18 lokalen Fernsehstationen bundesweit angeboten. Die technische Reichweite von 4,5 Mio. Zuschauern spricht für sich.

Der BDEF wird künftig für die Produktionen beratend zur Verfügung stehen und freut sich auf eine möglichst weite Verbreitung von Modell+Bahn.

Weitere Informationen: Internet www.modellundbahn.de, e-Mail: sendung@modellundbahn.de 

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Neue NEM vom 53. MOROP-Kongress

Der MOROP-Kongress 2006 fand vom 3. bis 9. September in der ostslowakischen Stadt Košice statt. Sicherlich gibt es über das durchaus attraktive touristische Programm für den Eisenbahnfreund Wissenswertes zu berichten, aber der Modellbahnfreund interessiert sich doch vorrangig für die Ergebnisse aus der Sitzung der Technischen Kommission, wird doch hier über neue oder revidierte Normen Europäischer Modellbahnen (NEM) beraten. So stand auch in diesem Jahr die Überarbeitung einer Reihe von NEM auf der Tagesordnung:

NEM 104 Umgrenzung des lichten Raumes bei Schmalspurbahnen: Diese Norm wurde ergänzt um die Nenngrößen Zm und Ne.

NEM 303 Puffer: Die wesentlichsten Änderungen in dieser Norm betrifft das Maß für den Abstand Oberkante Schiene zu Unterkante Puffer (Umin). Die Änderung dieses Maßes wurde erforderlich, um ein ungehindertes Ausschwenken insbesondere von Kurzkupplungen unter den Puffern zu gewährleisten. Außerdem wurden die großen Nenngrößen II bis X in die Norm aufgenommen.

NEM 314 Wagenradsatz für Spitzenlager: In der NEM 314 wurden die Maße für die Spitzenweite, Radsatzlänge und Lagerweite und der spitzengelagerten Radsätze verringert. Damit soll einmal eine vorbildgerechtere Gestaltung der Achslager ermöglicht werden und zum anderen in der Perspektive einheitliche Achslängen für Modellbahnfahrzeuge durchzusetzen. Sicherlich werden die Modellbahnhersteller ihre Radsätze nicht von heute auf morgen nach der neuen Norm herstellen, dafür wurde diese auch als Empfehlung eingestuft. Es bleibt aber zu hoffen, dass der Wirrwarr mit den unterschiedlichen Achslängen bald der Vergangenheit angehört.

NEM 601 Modellbahnsteuerungen, Systeme, Systeme, Grundsätze, Strukturen: Bei der Konzipierung von Modellbahnsteuerungen und ihrer Steuerprogramme sind vom Vorbild abgeleitete und modellbahntypische Eigenheiten und Vorgaben zu beachten. Diese Norm soll diese Eigenschaften in Form von Grundsätzen und Strukturschemata formulieren. Sie ermöglicht die Klassifikation von Modellbahnsteuersystemen und definiert Grundbegriffe.

NEM 680 Digitales Steuersignal SX - Bitdarstellung : In dieser Norm wurden inhaltlich keine Änderungen vorgenommen, es erfolgte nur eine redaktionelle Überarbeitung. Es soll an dieser Stelle aber vollständigkeitshalber darauf hingewiesen werden.

Zur Frühjahrstagung in Beaune hat die Technische Kommission zwar die Einführung einer neuen Epoche VI beschlossen. Da aber nun auch bei andern Ländervertretern Zweifel an der inhaltlichen Umsetzung aufkamen, wurde die Diskussion dieser Epoche auf das Jahr 2007 verschoben.

Die Technische Kommission arbeitet zurzeit auch an der Überarbeitung der NEM 310/311. Ziel ist u.a. auch, deutlicher herauszuarbeiten, dass Radsätze nach NEM ebenso fein gestaltet sein können, wie RP25-Radsätze.

Durch die in der BDEF-Arbeitsgruppe Basisnormen Mechanik vertretenen deutschen Verbände wurde die NEM 909D Adaptermodule der Technischen Kommission zur Kenntnisnahme vorgelegt. Da es sich dabei um eine nationale Norm handelt, bedarf es hierbei nicht um eine Zustimmung durch MOROP.

In der Delegiertenversammlung des MOROP gaben die Vertreter der einzelnen Landesverbände ihre Zustimmung für die Änderung und Einführung der genannten Normen.

Da der langjährige Leiter der technischen Kommission, Hermann Heless (A), schon im Frühjahr ankündigte, aus Altersgründen für diese Funktion nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wurde sein bisherige Vertreter, Hans Hug (CH), durch die Delegiertenversammlung zu seinem Nachfolger gewählt. Hans Hug will diese Funktion aber nur eine Wahlperiode ausüben bis ein geeigneter Nachfolger gefunden wurde.

Die nächste Frühjahrstagung findet in Odense (DK) und der MOROP-Kongress 2007 vom 1. bis 7. September in Ilmenau (Thüringen) statt

Erhältlich sind neuen Normen ab sofort, wie auch die komplette Normensammlung, über den BDEF - Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde e.V. Postfach 11 40, 30011 Hannover, e-Mail: bdef@bdef.de, oder auch direkt auf Messen am BDEF-Stand. Erhältlich sind die Normensammlung und die Nachträge in der Papierform und digitalisiert auf CD-ROM.

Der Preis für die komplette Normensammlung beträgt 18,00 € zzgl. Versandkosten, der Preis für den Nachtrag 2006 beträgt 2,00 € zzgl. Versandkosten.

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Modellbahn-Ausstellungen in Kiel

Für jeden Modellbahn-Liebhaber in Kiel und Umgebung ist dieses Ereignis seit vielen Jahren nicht aus dem vorweihnachtlichen Terminkalender wegzudenken. Die Modellbahnvorführung des Modelleisenbahnclub Kiel e.V., die traditionell an den ersten drei Adventswochenenden und am ersten Wochenende im Jahr 2005 (samstags und sonntags) stattfindet.

Seit rund fünfzehn Jahren wird inzwischen an der Anlage gebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf einer Fläche von rund 250 qm wurden fast 300 Weichen und mehr als 1000 Meter Gleis verlegt, auf dem 77 Züge streng nach Fahrplan verkehren. Um einen sicheren und vorbildgerechten Betriebsablauf zu gewährleisten, wurde eine aufwendige elektronische Steuerung mit der entsprechenden Signaltechnik installiert. Seit einiger Zeit können die Fahrdienstleiter die Bahnhöfe und andere prägnante Stellen, die nicht vom Stellwerk einsehbar sind, mittels Videokamera überwachen. Auf diese Weise können sie Entgleisungen oder andere Unregelmäßigkeiten sofort per Funktelefon an die Streckenposten melden, die sodann umgehend das Erforderliche veranlassen, fast wie im richtigen Leben...

In diesem Jahr wurde die landschaftliche Gestaltung des dritten Anlagenschenkels fortgeführt. Dort entsteht eine Mittelgebirgslandschaft mit beeindruckenden Bergen, Viadukten und Tunneln. Darüber hinaus wurde ein weiterer Stadtteil eingebaut.

Das Innere der Baracke wurde außerdem völlig neu gestaltet: Zwei Zwischenwände wurden entfernt, so dass der dritte Anlagenschenkel um insgesamt 10 m verlängert werden kann. Dieses Projekt soll allerdings erst nächstes Jahr in Angriff genommen werden. Der zusätzlich entstandene freie Platz wird mit der Jugendanlage des MEC-Kiel ausgefüllt. Diese Anlage stellt die Betriebsabläufe eines Bahnbetriebswerks dar.

Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, hat hierzu ebenfalls Gelegenheit: Im Basar werden gebrauchte Eisenbahnartikel aller Spurweiten angeboten. Der Erlös hieraus kommt der Jugendgruppe und dem Weiterbau der Clubanlage zugute.

Da ein solcher Nachmittag für die Besucher natürlich sehr anstrengend ist, können Sie sich anschließend bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen in der Vereinskantine erholen.

Ort: 24113 Kiel, Pestalozzistr.79 (Buslinie 501, 502, Haltestelle Wulfsbrook)

Öffnungszeiten: An den ersten drei Adventssamstagen von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr und an den ersten drei Adventssonntagen von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, außerdem am Samstag, 7.Januar und 14..Januar 2006, von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Sonntag, 8.Januar und 15.Januar 2006, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Kontakt: Modelleisenbahnclub Kiel e.V., Clubheim Pestalozzistraße 79, 24113 Kiel, Tel. 0431 787702, Fax: 0431 71631233, e-Mail: geschaeftsfuehrer@mec-kiel.de , Internet: http://www.mec-kiel.de 

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Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz 2007

Am 13./14. und 20./21. Januar 2007 jeweils von 10 bis 18 Uhr, zum traditionellen Zeitpunkt, zweites und drittes Wochenende eines neuen Jahres, veranstaltet der Görlitzer Modelleisenbahnverein e.V. wieder die "Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz".

Mehrere Großanlagen werden dieses Mal den Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Der MEC Pirna zeigt seine 12 x6 m große TT-Anlage, die "Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin" sind mit einer 17 x 4,5 m großen Anlage dabei. Die AG Modelleisenbahn Neupetershain stellt die inzwischen auf 17 x 3,5 m erweiterte Gartenbahn IIm-Anlage aus und der Modelleisenbahn-Club Oberoderwitz e.V. ist mit dem Nachbau der Bahnstrecke Oberoderwitz bis Mittelherwigsdorf, auf einer Länge von 25 m dabei. Der Modelleisenbahn-Club "Lößnitzgrund" e.V. präsentiert seine 9 x 5 m große IIe-Schmalspuranlage, der Zittauer-Modell-Eisenbahn-Club e.V. zeigt die Modulanlage der Zittauer Schmalspurbahn, die mit dem Nachbau des Bahnhofes Olbersdorf Niederdorf eine Länge von 17,30 m erreicht. Aus dem Vogtland kommt die TT-Anlage von Sven Heisch. Auf 8,5 x 2,5 m werden die Göltschtalbrücke, die Elstertalbrücke und weitere Motive aus diesem Landesteil gezeigt. Ebenfalls mit dem Nachbau einer Original-Bahnstrecke sind die Modelleisenbahner des Vereins "Schwarzbachbahn e.V." dabei. Diese Anlage ist 20 m lang und bis zu 6m breit. Die AG Modellbahn Meißen e.V. stellt ihre, im Maßstab 1:87 (H0) gebaute Vereinsanlage mit einer Länge von 28 m vor. Herr Wobst zeigt den Nachbau des Görlitzer Bahnhofs und den Neiße-Viadukt, ebenfalls im Maßstab 1:87. Der Görlitzer Modelleisenbahnverein e.V. ist, als Veranstalter der Ausstellung, mit seiner TT- und H0-Anlage vertreten. Darüber hinaus werden weitere Anlagen im Ausstellungsbereich Modelleisenbahn zu sehen sein.

Die Modellbauer sind, wie schon in den vergangenen Jahren, auch dieses Mal wieder mit einer Vielzahl von neuen Ausstellungsobjekten dabei. Flugzeuge, Schiffe, Autos, Modelle aus der Raumfahrt und anderes mehr werden den interessierten Besuchern gezeigt. Von großem Interesse werden sicher auch wieder die Flugvorführungen der Modellflieger sein, die mehrmals täglich stattfinden.

Gezeigt werden auch Exponate von Bombardier und es gibt Info-Stände der Connex GmbH LausitzBahn, der Waldbahn Muskau GmbH und der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde Löbau e.V. Fachhändler bieten ihre Ware, vom Modellbahn- und Modellbauzubehör, Bausätzen und Werkzeugen bis zu Büchern, zum Verkauf an.

Die Besucher erwartet wieder eine große, interessante und vielseitige Ausstellung, mit unveränderten Eintrittspreisen. Erwachsene zahlen 4,- € und Kinder (von 4 -14 Jahren) 2,- €.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der "Modell+Bahn-Ausstellung Görlitz 2007", die am 13./14. und 20./21 Januar, jeweils von 10-18 Uhr im Sport- und Freizeitparadies Rosenhof geöffnet hat.

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Neues Fördermitglied: ARV-Sammler-Vitrinen

Die Firma PMT Accessoires GmbH - ansässig in Oberschwaben - ist seit mehr als 20 Jahren mit großem Erfolg im Bereich der Unterhaltungselektronik am Markt. Das Team besitzt in diesem Bereich mehrere Patente. Die PMT Accessoires GmbH ist ein führender Zulieferer für den Versandhandel im Phono-Möbel-Bereich. Mit dem ARV-Vitrinen-Programm setzt sie auch hier mit neuen Ideen und der hohen Produktqualität im Preis-Leistungsverhältnis neue Maßstäbe. Mit neuen Ideen und frischem Design hat das ARV-Team ein Vitrinenprogramm für den Wohnraum mit vielen Highlights entwickelt. ARV bietet Ausführungen mit ausgesuchten massiven Hölzern. Bei Holznachbildungen wird nur beste Möbel-Qualität verarbeitet. Beizfarben-Lacke, die bei Massivholz verarbeitet werden, sind auf dem neuesten Stand und den Erkenntnissen, die sowohl menschlichen Anforderungen wie auch der Umwelt gerecht werden. Das von ARV entwickelte und eingebaute Paternostersystem (Vorteil: viele Modelle auf kleinem Raum) bietet dem Betrachter durch die umlaufenden Modelle eine nie da gewesene Präsentation und Show seiner Sammlung.

Erfahrungen von Sammlern und Clubs wurden bei der Vitrinenentwicklung berücksichtigt.
Kontakt: ARV Sammler-Vitrinen, PMT-Accessoires GmbH, Robert-Koch-Straße 3, 88524 Uttenweiler, Tel. + Fax: 07374 915923, Internet: www.pmt-shop.de , e-Mail: info@pmt-accessoires.de 

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Neues Fördermitglied: HORNBY Deutschland GmbH

Seit dem Jahr 2005 sind die Marken Rivarossi, Lima, Jouef, Arnold und Heico unter dem Dach der bekannten internationalen Firma Hornby zusammengefasst. Bei der Wiedereinführung der Modelle legt Hornby besonders großen Wert auf die optische und technische Verbesserung und die Überarbeitung der Fahrzeuge. Erstklassige Fahreigenschaften, Motoren mit hohem Drehmoment und Schnittstellen für Digitaldekoder sind selbstverständlich. Die Qualität der Lackierung und Bedruckung der Modelle wird neue Maßstäbe setzen.

Natürlich wird auch die Marke Arnold mit neuen Modellen und vielen technischen Verbesserungen weitergeführt.

Kontakt: Hornby Deutschland GmbH, Steinschrotweg 7, 96450 Coburg, Tel. 09563 50360, Fax: 09563 307124, Internet: http://www.hornby-deutschland.de 

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Neues Fördermitglied: 
Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr - IGE

Es begann vor 24 Jahren mit einer Sonderfahrt. - Heute zählt die IGE zu den führenden deutschen Eisenbahn-Touristikveranstaltern und organisiert Eisenbahn-Erlebnisreisen in Europa und in Übersee.

Die Touren werden als Komplettservice angeboten: von der verbilligten Anschlussfahrt vom Heimatbahnhof auf reservierten Sitzplätzen über die Unterbringung in Komforthotels bis zur Reisebetreuung mit Landschafts- und Kulturerklärungen, den kulinarischen Genuss im Speisewagen bis zum Gepäcktransfer vom Zug zum Hotel.

Die IGE hat in 23 Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Eisenbahn mehr als nur ein bloßes Beförderungsmittel ist. Eine Bahnfahrt kann ent-/spannend sein. Vorausgesetzt, sie ist sorgfältig von A bis Z organisiert und wird qualifiziert begleitet. Mit Personal, das aus Lok- und Zugführern, erfahrenen Touristik- und Eisenbahnfachleuten und servicebereiten Catering-Fachkräften besteht, verwöhnt die IGE ihre Gäste während der Reise und kümmert sich auch um die vielen Details im Hintergrund: Eintrittskarten, Reiseunterlagen, Gepäcktransfer, Lautsprecherdurchsagen, Informationen zu Land und Leuten.

Damit das auch in Zukunft noch reibungsloser funktioniert, hat sich die IGE 2003 als Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) konzessionieren lassen und ist somit eine richtige Eisenbahn: mit Betriebsleitern, Wagenmeistern, Lok- und Zugführern und Disponenten. Bei dieser Bezeichnung handelt es sich um die höchste im deutschen Eisenbahnwesen vergebene Betriebskonzession. In dieser Funktion wurde auch die Weltrekord-Fahrt mit 357 km/h einer Siemens-Ellok am 02. September 2006 von der IGE gefahren und organisiert.

Die IGE ging aus dem Verein InteressenGemeinschaft Eisenbahn e.V. (IGE) hervor. Heute zählt sie zu den führenden deutschen Reiseveranstaltern von Eisenbahn-Erlebnisreisen. Seit 2004 firmiert die Firma unter der Bezeichnung "Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr IGE GmbH & Co. KG" und gliedert sich in vier Geschäftsbereiche:

IGE-Bahntouristik: Sonderzug-Touren und Gruppenreisen in Regelzügen,
IGE-Reisebahnhof: DB-Agentur und Reisebüro,
IGE-Bahnlogistik: Güterverkehr und Überführungsfahrten,
IGE-Eurotrain: Charterzüge.

Die InteressenGemeinschaft Eisenbahn e.V., die bereits seit 1982 Fahrten mit Nostalgie-Zügen anbot, besteht auch heute noch. Ihr Ziel ist der Betrieb und die Erhaltung eines Nostalgie-Speisewagens aus dem Jahr 1942.

Wir freuen uns, die IGE als Fördermitglied des Bundesverbandes begrüßen zu können, zumal Armin Götz, Geschäftsführer der IGE, selbst schon in Vorstandsämtern des BDEF tätig war.
Kontakt: Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr IGE, Am Bahngelände 2 - 4, 91217 Hersbruck, Tel. 09151 90550, Fax: 09151 905590, e-Mail: info@bahntouristik.de , Internet: http://www.bahntouristik.de 

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Neues Fördermitglied: Messe Sinsheim GmbH

Mit einem variablen Veranstaltungskonzept für Messen und Ausstellungen, mit bedeutenden Hightech Messen gilt die Messe Sinsheim als wichtigster privater Messestandort Deutschlands. 1989 gründete Paul E. Schall auf dem 80.000 m² großen Areal eines vormals produzierenden Betriebes die Messe Sinsheim GmbH als Schwestergesellschaft des renommierten Messeunternehmens P. E. Schall GmbH.

Die Faszination Modellbau und die Modellbau Bodensee gehören zu den besten und bekanntesten Modellbaumessen in Deutschland, die mit einem hochwertigen Produktangebot, mit Vorführungen und Wettbewerben aus allen Modellbausparten ihr Publikum aus dem In- und Ausland begeistern. Die Messe Sinsheim GmbH veranstaltet in Bremen eine neue Modellbaumesse. Ausgestattet mit dem bewährten Messekonzept der Faszination Modellbau und der Modellbau Bodensee fasst die Messe Sinsheim mit der Modellbau Bremen Fuß im Norden Deutschland. "Kultstatus" haben die Echtdampf-Treffen in Sinsheim und Köln.

Seit vielen Jahren arbeitet der BDEF eng mit der Messe Sinsheim zusammen und präsentierte sich stets auf den Messen in Sinsheim, Friedrichshafen und Bremen. Eine Besonderheit ist zudem die zweijährig stattfindende "american railroad", die wohl führende Präsentation von Anlagen nach amerikanischem Vorbild, die vom BDEF organisiert wird. Durch die Fördermitgliedschaft der Messe Sinsheim GmbH beim BDEF werden sich in Zukunft weitere interessante Zusammenarbeiten ergeben.

Kontakt: Messe Sinsheim GmbH, 74889 Sinsheim, Neulandstraße 30, Telefon 07261 6 89-0, Internet: http://www.messe-sinsheim.de 

Zukunft der "Faszination Modellbau"

Entgegen zeitweiligen Überlegungen, die "Faszination Modellbau" - zusammen mit anderen Schall-Messen - ab 2008 auf dem Messegelände in Stuttgart zu veranstalten, wird diese erfolgreiche und attraktive Messe weiterhin - als jährlich erste Publikumsmesse nach der Spielwarenmesse - weiterhin in Sinsheim bleiben. Dies gilt auch für das Echtdampf-Hallentreffen, das ebenfalls in Sinsheim bleibt.

Die Stuttgarter Messegesellschaft meldet dazu, die eigene "Modellbau Süd", die man "zu Gunsten von Schalls Veranstaltung hätte sterben lassen", könne nun weiter betrieben werden. Dieser Ansatz ist sicher richtig, vorausgesetzt Aussteller und Besucher zeigen das notwendige Interesse.

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Schweizer Studie untersucht Kosten und Nutzen des Verkehrs

Der Straßenverkehr wälzt prozentual doppelt so viele Kosten auf die Allgemeinheit ab, wie der Schienenverkehr. Das ergibt eine Studie des Schweizer Bundesamtes für Raumentwicklung. Zu den auf die Allgemeinheit abgewälzten Kosten des Verkehrs gehören insbesondere Umwelt- und Unfallkosten. Allein in Deutschland wälzt der Straßenverkehr nach Berechnungen der Forschungsinstitute INFRAS/IWW jährlich rund 130 Mrd. Euro auf die Allgemeinheit ab.

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Studie: Selbst in der Schweiz, wo Lkw eine viermal so hohe Maut wie in Deutschland zahlen und dies auf dem gesamten Straßennetz und nicht nur auf Autobahnen, schneidet der Straßenverkehr beim gesamtwirtschaftlichen Kosten- und Nutzen-Verhältnis leicht schlechter ab als die Schiene. "Das Ergebnis der Studie macht deutlich: Auch in Deutschland müssen wir nach Schweizer Vorbild den Straßengüterverkehr stärker an seinen Folgekosten beteiligen. Nur so können umweltpolitische und ökonomische Fehlentwicklungen verhindert werden", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

Als Ergebnis der jüngsten EU-Richtlinie zur so genannten Eurovignette wird inzwischen auch auf europäischer Ebene an neuen Berechnungsmodellen gearbeitet, die es ermöglichen sollen, sämtliche Kosten der Verkehrsträger in die Kosten-Nutzen Kalkulation des Verkehrs einzubeziehen.

Weitere Informationen zu der Studie des Schweizer Bundesamtes für Raumordnung finden Sie unter: 
http://www.are.admin.ch/are/de/medien/mitteilungen/03881/index.html
 

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Generalangriff auf Schienengüterverkehr

Mit einer einstimmigen Resolution aller 15 Mitgliedsverbände appelliert die Allianz pro Schiene an Verkehrsminister Tiefensee, den Plänen zum Einsatz so genannter Monster-Trucks auf Teilen des deutschen Straßennetzes nicht zu folgen. "Die Zulassung von 60-Tonnen-LKW in Deutschland bedeutet einen Generalangriff auf den Schienengüterverkehr. Wer Monster-Trucks will, will mehr Verkehr auf der Straße. Das ist verkehrspolitisch unsinnig und umweltpolitisch schädlich", so Norbert Hansen, Vorsitzender der ApS. In Ihrer gemeinsamen Resolution warnen die 15 Verbände vor den dramatischen Konsequenzen einer solchen (Vor-)Entscheidung und kündigen massiven Widerstand der 2 Mio. Mitglieder an.

Massive Nachteile für den Schienengüterverkehr: Die Einführung von 60-Tonnen LKW würde dem Transport von Gütern auf der Straße gegenüber der Schiene einen Preisvorteil von 25 Prozent verschaffen. Erste Studien belegen: Die Einführung der Monster-Trucks würde besonders im so genannten Kombinierten Verkehr über 50 Prozent des Verkehrs auf die Straße verlagern. Das bedeutet: noch mehr LKW auf deutschen Straßen. "Damit wird genau das Gegenteil dessen erreicht, was der Masterplan Güterverkehr vorsieht und was laut Umfragen 90 Prozent der Bevölkerung wollen: mehr Güter auf die Schiene zu bringen", so Hansen.

Bedrohliche Auswirkungen für die Bevölkerung: Riesen-LKW auf deutschen und europäischen Straßen werden die Sicherheit im Straßenverkehr weiter verschlechtern und die ohnehin überfüllten Autobahnen zusätzlich verstopfen. Ganz zu schweigen von den immensen Zusatzkosten, die durch die stärkere Belastung der Fahrwege und Brücken entstehen.

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BDEF-Regionaltreffen 2006

Traditionell fanden im Oktober und November 2006 wieder die Regionaltreffen des Bundesverbandes statt. Am 14. Oktober wurde der Reigen von den Regionaltreffen NORD in Wunstorf und OST in Schwerin eröffnet. Zwei Wochen später traf sich der SÜDEN beim Regionaltreffen in Peißenberg. Die beiden letzten Treffen des Jahres fanden am 18. November statt - das Regionaltreffen SÜDWEST in Stuttgart und WEST in Wuppertal.

Der seit einiger Zeit übliche Rahmen als geselliges Beisammensein - ohne steife Tagesordnung - mit intensiven Diskussionen über anstehende Themen überzeugte zunehmend. Bei allen Zusammenkünften konnten erfreulich viele Teilnehmer registriert werden, welche die von den ausrichtenden Mitgliedsvereinigungen für den späteren Vormittag angeboten attraktive Programme gerne wahrnahmen.

Für das Treffen NORD in Wunstorf hatte der Modelleisenbahn-Club Wunstorf e.V. eine Besichtigung des Stellwerks arrangiert und lud die Teilnehmer zur ausgiebigen Besichtigung der Vereinsräume im Bahnhofsgebäude ein.

Das "Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum Schwerin" im ehemaligen Bahnbetriebswerk hatte der Schweriner Modellbahnclub e.V. als Ziel für die Teilnehmer des Regionaltreffens OST ausgesucht.

In Peißenberg beim Regionaltreffen SÜD wurde das Bergbaumuseum besichtigt mit einer anschließenden eine Untertageführung. Nach den Gesprächen in der Tiefstollenhalle traf man sich zur Besichtigung der Vereinsräume und der beachtenswerten H0-Anlage des Modell-Bahn-Club Pfaffenwinkel e.V.

Das Angebot des Modell-Eisenbahn-Club Wuppertal e.V. zur Besichtigung der Zentralwerkstatt der Wuppertaler Schwebebahn erwies sich als besonders zugkräftig: Das Regionaltreffen WEST in Wuppertal hatte die größte Teilnehmerzahl. Abends konnten ebenfalls die Vereinsräume und die Clubanlage besichtigt werden.

Der MEC Stuttgart e.V. hatte die Besucher des Regionaltreffens SÜDWEST in seine sehenswerten Clubräume in der S-Bahn-Station Universität eingeladen, wobei vorher die Möglichkeit bestand, bei dem BDEF-Fördermitglied EisenbahnTreffpunktSchweickhardt ein großes Fachgeschäft zu besuchen und dort günstig einzukaufen.

Für das Jahr 2007 haben sich bereits Mitgliedsvereinigung zur Ausrichtung des jeweiligen Regionaltreffens bereit erklärt. Wir können uns auf Besuche in Hildesheim, Schöllkrippen, Karlruhe oder Pforzheim und voraussichtlich in Görlitz und in Erkrath freuen.

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Deutsche Eisenbahnen auf neuen Wohlfahrtsmarken

Anfang Oktober erschien eine neue Serie Wohlfahrtsmarken. In diesem Jahr zeigen die Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag Abbildungen legendärer deutscher Eisenbahnen: den Fliegenden Hamburger, den Henschel-Wegmann-Zug, den Trans Europ Express und den InterCityExpress - vier Stationen einer faszinierenden Entwicklung des deutschen Schienenverkehrs.
Der Zuschlagserlös aus dem Verkauf der Marken kommt der sozialen Arbeit von Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, DRK, Diakonie und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden zugute. 
Am 10. Oktober wird die neue Markenserie dem Schirmherrn des Sozialwerkes, Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler, feierlich im Berliner Schloss Bellevue überreicht. Sie ist bis Ende Januar 2007 bei der Post und das ganze Jahr über in den Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände oder im Internet unter www.wohlfahrtsmarken.de erhältlich.
Der BDEF hat sich bereit erklärt diese Aktion zu unterstützen und warb u.a. bei den Messeauftritten in Berlin, Leipzig, Friedrichshafen, Köln und Bremen für die Wohlfahrtsmarken. 

Deutsche Züge auf Briefmarken
www.wohlfahrtsmarken.de
 

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Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)