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Unser Rundschreiben 3/2006 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

25 Jahre Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin

Heinz-J. Siegmann, der neue BDEF-Messereferent stellt sich vor

40 Jahre Modelleisenbahn-Club Bayreuth

Helfen Sie uns ?

40 Jahre Eisenbahn-Club "Spreewaldbahn" Cottbus

49. Bundesverbandstag WERNIGERODE - ein erster Rückblick

50 Jahre BDEF: Erinnern Sie sich ?

Fahrt auf den Brocken

Neues vom Miniatur-Wunderland Hamburg

"Große Rundfahrt" am 27. Mai

neu: SPUR G MAGAZIN

BDEF zu Gast bei den Schweizer Eisenbahn-Amateuren

Modellbahn-Bilderlexikon auf CD oder DVD

Bad Schönborn - Im Sand

Neues Fördermitglied "Modellbahntechnik aktuell"

10 Jahre Modelleisenbahnfreunde Ahlhorn e.V.

Regierungspräsident im Eisenbahnmuseum Weiden

10 Jahre Bad Driburger Eisenbahnfreunde e.V.

Kingsbridge Capital übernimmt Märklin

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Messeauftritte des BDEF bei den großen Modellbahnmessen und bei Bahn-Fachmessen sind seit über einem Jahrzehnt untrennbar mit dem Namen Zündorf verbunden. Als Referent im Bundesvorstand ist Dr. Werner Zündorf für die Gestaltung des Messestandes und die Organisation von Anlagenpräsentationen zuständig. Seinen innovativen Ideen und seinem hohen Engagement ist zu verdanken, dass aus eher bescheidenen Anfängen professionelle und repräsentative Messeauftritte des BDEF wurden. Hohes Ansehen konnte Dr. Zündorf auch für die von ihm organisierten und gestalteten Präsentationen von Modellbahnanlagen erwerben. Die jährliche Anlagenschau bei der Messe "modell-hobby-spiel" in Leipzig, die Sonderschau "american-railroads" in Sinsheim und die Partnerland-Präsentationen in Stuttgart seien hier stellvertretend für den von Dr. Zündorf erreichten hohen Standard erwähnt. Seine guten Kontakte ins europäische Ausland - verbunden mit guten Sprachkenntnissen - waren Basis für viele interessante Modellbahnanlagen aus Europa bei den Sonderschauen.

Für die durchschnittlich fünf bis acht Messen pro Jahr kümmerte sich Dr. Zündorf nicht nur um die organisatorischen Belange sondern belud auch eigenhändig den LKW mit dem bei ihm gelagerten und verwalteten Standbaumaterial, fuhr den LKW zum Messeort und leitete den Aufbau. Nach der jeweiligen Messe kamen Abbau, Heimfahrt mit dem LKW und Einlagerung.

Besonders hervorzuheben war in der Amtszeit von Dr. Zündorf, dass seine Frau Helga stets an der Seite ihres Mannes war und sich während der Messe rührend um das Wohl des Standpersonals kümmerte. Der wichtige Kaffee am Morgen, die deftige Brotzeit zur Mittagszeit, Kaffee und Kuchen am Nachmittag, die kleinen Naschereien für Gäste und bedarfsweise das Pflaster für die kleine Wunde beim Aufbau - unsere "Standmutti" Helga sorgte für alles.

Nach über elf Jahren BDEF-Messereferat möchten nun "die Zündorfs" ein wenig kürzer treten und die Aufgabe in jüngere Hände geben. Der BDEF-Vorstand konnte mit Heinz-J. Siegmann einen neuen Messereferenten gewinnen; den wir in diesem Rundschreiben ausführlich vorstellen. Für Helga Zündorf haben wir keine Nachfolgerin.

Trotz dieses Wechsels im Messereferat werden wir künftig nicht ganz auf Dr. Werner Zündorf verzichten müssen. Wir freuen uns sehr, dass er für die internationalen Kontakte des Messereferats weiterhin zur Verfügung steht und den neuen Referenten Siegmann tatkräftig unterstützen wird.

Wir möchten Dr. Werner Zündorf und seiner Frau Helga an dieser Stelle herzlichst für ihre aufopfernde und erfolgreiche Arbeit danken und beiden die erhoffte Ruhe wünschen.

Bei der Delegiertenversammlung in Wernigerode dankte der BDEF-Vorstand beiden Zündorfs mit der "Goldenen Ehrennadel" des Verbandes.

Mit herzlichen Grüßen
Gerhard A. Bayer
BDEF-Vorsitzender

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Heinz-J. Siegmann, der neue BDEF-Messereferent stellt sich vor

1948 erblickte ich in Hannover das Licht der Welt. Weihnachten 1954 überraschten meine Eltern meinen kleinen Bruder und mich mit einer elektrischen Modelleisenbahn. Ein Oval aufgebaut auf einem Tapeziertisch und zwei kleine Züge legten den Grundstein für das erst viel später gewachsene Hobby. Der riesige Garten und die kleine Landwirtschaft boten reichlich Gelegenheit zum Spielen mit den Kindern aus der Nachbarschaft und so verschwand die Eisenbahn nach einem halben Jahr wieder im Karton. Inzwischen begann auch die Schulzeit. 1964 beendete ich die (damals hieß sie noch) Volksschule.

1964 begann die Lehre bei der Fa. Siemens, die ich 1968 als Starkstromelektriker abschloss. Mein damaliger Schulfreund und ich meldeten uns freiwillig zur Bundesmarine. Ein Kollege, ebenfalls aus Hannover, macht mich darauf aufmerksam, dass in Hannover ein Geschäft für gebrauchte Modelleisenbahnen eröffnet hatte. Der folgende Wochenendurlaub veränderte meine bisherigen Gewohnheiten grundlegend. Ich erinnerte mich an den auf dem Hausboden verstauten Karton mit der Eisenbahn. Noch am Freitagabend wurde ein Kreis mit den vorhandenen Metallschienen aufgebaut und ein Zug ausprobiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten drehte die Lok ihre Runden und zog alle vorhandenen Wagons. Den folgenden Samstagvormittag verbrachte ich im Modellbahngeschäft und erstand für wenig Geld Weichen, Signale, eine weitere Lok und mehrere Wagons.

Inzwischen stellten mir meine Eltern eine kleine 3-Zimmerwohnung zur Verfügung, die natürlich im Laufe der Zeit umgestaltet wurde. Ein Zimmer für die Eisenbahn musste eingerichtet werden. Eine Modellbahnanlage wurde aufgebaut, wieder geändert oder erweitert. Der Virus "Eisenbahn" hatte mich infiziert.

Nach vier Jahren Dienst bei der Bundesmarine mit einigen Auslandskommandos führte mich der berufliche Weg nach Hannover zur Berufsfeuerwehr.

1973 lernte ich meine Lebenspartnerin kennen. Urlaub und Freizeitaktivitäten wurden nahe dem Schienenstrang sowohl in der Natur wie auch in Räumlichkeiten verbracht. Der Bekanntenkreis erweiterte sich ebenfalls auf Modellbahnfreunde. Nach der Mitgliedschaft in einem Verein gründeten 1988 einige ebenfalls Modellbahn infizierte mit mir die MIG 88 - Modulbau-Interessen-Gemeinschaft. Den Vorsitz der MIG 88 führe ich bis heute. Ausstellungen mit befreundeten Vereinen in Berlin, Barsinghausen, dessen vom MEC entwickelten Module wir ebenfalls bauen, wie auch mehrere mit Beteiligung von Gastvereinen eigene Ausstellungen in Springe und Ronnenberg bei Hannover machen das Hobby zu unvergessenen Erlebnissen.

1989 trat unser Verein dem BDEF bei. 1993 wurde ich während der Delegiertenversammlung in Potsdam zum Geschäftsführer gewählt. Dieses Amt bekleidete ich drei Jahre und musste mich dann zurück ziehen - die beruflichen und privaten Aufgaben erforderten meine ganze Kraft. Trotz der nur noch wenigen Freizeit blieb ich meinem Hobby treu. Ich konnte und wollte diese sinnvolle und kreative Freizeitgestaltung nicht aufgeben, war doch die eigene Sammlung der Fahrzeuge auf ein stattliches Maß angewachsen.

Nach 33 Jahren sowohl im Rettungs-, Feuerwehr- u. Lage- u. Führungsdienst und der Organisation der Internationalen Feuerwehr-Ausstellung "Interschutz 2005" auf den Hannoverschen Messegelände beende ich nun mit der Vorbereitung des Feuerwehreinsatzes zur Fußball-Weltmeisterschaft für den Spielort Hannover die Dienstzeit bei der Berufsfeuerwehr.

Seit 1973 führen meine Lebenspartnerin mit unserer Tochter und ich ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen.

Der Ruhestand wird wohl künftig mehr ein Unruhestand. Der von meinem Vorgänger Dr. Werner Zündorf vorgelegte hohe Standard der BDEF-Messeauftritte ist für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne annehme. Ich freue mich auf diese Arbeit, auf viele Kontakte und auf eine gute Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb des BDEF.

Heinz-J. Siegmann, Gartenweg 3, 30966 Hemmingen, Tel: 0511 426846, e-Mail: messereferat@bdef.de .

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Helfen Sie uns ?

Für den Aufbau unseres Messestandes verwenden wir einen "Baukasten", das bekannte "OCTANORM-System". Die Teile dieses Baukastens müssen zwischen den Messen gelagert werden, müssen zum Aufbau rechtzeitig zum Messeort gebracht werden und müssen letztendlich zu einem attraktiven Messestand zusammengefügt werden. Nach Messeende dann der Ablauf in umgekehrter Richtung - Abbau, Rücktransport, Einlagerung. Für diese Logistik suchen wir einen Mitgliedsverein, der bereit ist, diese Aufgaben zu übernehmen. Selbstverständlich werden alle Kosten erstattet.

Hätten Sie - ja, genau SIE - Spaß daran, diese Aufgabe zu übernehmen? Und Spaß macht's ! Wir sollten darüber sprechen - senden Sie uns eine e-Mail an messereferat@bdef.de . Wir freuen uns darauf. 

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49. Bundesverbandstag WERNIGERODE - ein erster Rückblick

Der 49. Bundesverbandstag unseres Verbandes ist Geschichte. Zwischen 24. und 28. Mai trafen sich über 180 Eisenbahn- und Modellbahnfreunde um an den angebotenen attraktiven Exkursionen und Veranstaltungen teilzunehmen, und vor allem auch, um sich wieder einmal mit Gleichgesinnten zu treffen und um all die kleinen und großen Sorgen gemeinsam zu besprechen.

Im Gegensatz zu früheren Verbandstagen konnten wir auf keinen örtlichen Mitgliedsverein als Ausrichter zurückgreifen.. Das gesamte Programm und alle dazu erforderlichen Abstimmungen und Detailplanungen lagen auf den Schultern unseres Stellvertretenden BDEF-Vorsitzenden Helmut Schmitz, der es mit Bravour schaffte, sozusagen im Alleingang einen hervorragenden Verbandstag zu organisieren.

Wie leider üblich, klemmte es natürlich auch mal hier oder dort. Längst in trockenen Tüchern geglaubte Absprachen mit Firmen, Organisationen oder Personen zeigten sich zu unserer Überraschung als hinfällig oder ganz anders verstanden. So war zum Beispiel bereits Anfang des Jahres mit den verantwortlichen Mitarbeitern am Bahnhof Wernigerode fest ausgemacht, dass wir einen ganz bestimmten, möblierten Raum im Bahnhofsgebäude als Tagungsbüro zur Verfügung bekommen. Selbst bei einer in der Zwischenzeit erfolgten Nachfrage zeigte sich noch alles in Ordnung. Nicht so an unserem Anreisetag, als wir den Raum beziehen wollten. Der Raum war versperrt, die Möbel entfernt und am Bahnhof gab es nur noch Fahrkartenverkäufer. Alle anderen Mitarbeiter waren kurz vorher von Wernigerode abgezogen worden und irgendwohin versetzt worden. Die durchaus sehr hilfsbereite Unterstützung der Fahrkartenverkäufer, die sich auch nicht scheuten in der Zentrale in Magdeburg anzurufen, brachte leider nichts. Es konnte kein Bahnmitarbeiter gefunden werden, der informiert gewesen wäre oder zumindest den Schlüssel für den Raum gehabt hätte. Eigentlich wären wir mit unseren Tagungsunterlagen auf der Straße gestanden, hätte uns nicht in einer "Notaktion" der im Bahnhof ansässige - aber nicht im BDEF organisierte - BSW-Modelleisenbahnverein "Harzquer- und Brockenbahn" seinen hübsch eingerichteten Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt.

So wurde aus einer anfänglich ziemlich unschönen Situation ein besonders Highlight des Verbandstages, da wir nun plötzlich über einen attraktiven Programmpunkt mehr verfügten, da die Vereinsmitglieder zusätzlich ihre besonders beachtenswerte Modellbahnanlage zur Besichtigung anboten. An dieser Stelle den Freunden der BSW-Gruppe nochmals ein herzliches Dankeschön.

Beinahe hätte es an anderer Stelle auch einen Reinfall gegeben: Der von der Tourist-GmbH der Stadt angebotene Saal für unsere Foren und für die Delegiertenversammlung zeigte sich bei einer Besichtigung einige Wochen vor dem Verbandstag als völlig ungeeignet und in keiner Weise zumutbar. Unser Organisator Helmut Schmitz konnte schnell und erfolgreich Ersatzräume finden, die sich letztendlich als ganz hervorragend erwiesen. Leider war dadurch das ursprünglich veröffentlichte Programm nicht mehr aktuell. Die schriftliche Einladung zur Delegiertenversammlung wurde aber bereits mit der richtigen Tagungsstätte veröffentlicht, auf den Teilnehmerkarten für die Foren war ebenfalls die richtige Adresse angegeben und im Internet standen stets die richtigen Angaben. Leider standen dennoch mehrere Teilnehmer vor dem falschen Gebäude, wo zur Sicherheit von uns schon Hinweisschilder angebracht waren, dass die Veranstaltung eben nicht hier stattfinde. Problematisch wurde es erst, als "böse Buben" die Hinweisschilder geklaut hatten und die Handy-Notrufnummer nicht funktionierte, da wir in einem Funkloch tagten. Bis auf einen Teilnehmer - was uns natürlich sehr leid tat - konnte letztlich doch noch alle das richtige Ziel finden.

Gut war, dass sich Helmut Schmitz bei den Verantwortlichen der Harzer Schmalspurbahnen ausdrücklich erkundigt hatte, ob bei der Großen Rundfahrt im Zug Getränke erhältlich sein werden, was umgehend bejaht wurde. Dieses Versprechen wurde auch eingehalten: Mehrmals ging die Zugbegleiterin durch den Zug und bot Getränke zum Kauf an. Leider waren dies aber ausschließlich kleine Fläschchen mit etwa 2 cl verschiedener hochprozentiger Harzer Kräuterschnäpse - zwar gut, aber nicht unbedingt so richtig durststillend.

Im Nachhinein betrachtet waren die geschilderten "Pannen" auf keinen Fall gewichtig genug, den Verbandstag zu trüben. Viele Teilnehmer sprachen uns beim Abschlussabend an oder sandten uns nach dem Verbandstag e-Mails, und bedankten sich für einen besonders schönen Verbandstag in der herrlichen Umgebung des Harzes.

Ach ja, es gab noch eine "Panne". Wir hatten vor, den Verbandstag absolut Fußballweltmeisterschafts-frei zu halten. Fast wäre uns dies gelungen, wenn nicht am Freitagvormittag der VT08-Zug mit der Beschriftung von 1954 durch den Bahnhof von Wernigerode gefahren wäre. Aber das war wohl weniger eine Panne, als vielmehr eine ganz besondere Freude für uns Eisenbahnfreunde!

Da zwischen Verbandstag und Redaktionsschluss für dieses Rundschreiben nur eine Woche Zeit war, wurden nur einige wenige Einzelberichte rechtzeitig fertig. Weitere Berichte folgen im nächsten Rundschreiben. Den Autoren Martin Menke und Dietmar Kiele für ihre Berichte in diesem Rundschreiben ein ganz besonderer Dank für die Schnelligkeit! 

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Fahrt auf den Brocken 

Wer bereits am Mittwoch-Abend im Bw-Wernigerode vorbeischaute, konnte neben den angeheizten Neubau-Dampfloks die 99 222 und die zwei Mallets 99 5901 und 99 5902 unter Dampf erleben. Dies führte unter den Fans zu ersten Spekulationen über den BDEF-Sonderzug am Himmelfahrtstag. Bei schönstem Wetter wurde auch der Traditionszug mit den grünen Wagen und den zwei Mallets bereitgestellt, aber schon die Wagenzahl verriet, dass der Zug für andere zum Brocken fuhr. Auf die Tagungsteilnehmer warteten drei rot-beige Personen- und der obligatorische rote Gepäckwagen. Zuglok unseres Sonderzuges ist die 99 222. Die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft erhielt 1931 von der Berliner Maschinenbau AG (vormals Louis Schwartzkopff) drei Lokomotiven für die Meterspurstrecke Eisfeld - Schönbrunn. Die als 99 221 bis 223 bezeichneten Maschinen wiesen typische Merkmale der DRG-Einheitslokomotiven auf: ihre Kessel entsprachen weitgehend dem der Baureihe 81. Die 1930 gebaute Lok hat eine LüP von 11636 m und ein Dienstgewicht von 65,8 t. Mit einer Leistung von 735 PS/540 kW) erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Ihre Schwesternloks 221 und 223 gingen am 9. April 1942 nach Norwegen zur Heeresfeldbahn. Lok 223 verblieb nach dem Krieg betriebsfähig bei der Thamshavn-Bana. Unsere Lok verblieb bis zur Einstellung ihrer Stammstrecke Eisfeld - Schönbrunn dort und kam 1966 zur Harzquerbahn. 1970 änderte sich die Betriebsnummer in 99 7222. Am 21. August 1994 war sie in den Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge im Thumkuhlental verwickelt, wurde aber wieder aufgebaut. Seit 1999 ist sie Museumslok und wurde äußerlich in den Ursprungszustand zurückversetzt. Seitdem trägt sie auch wieder ihre alte Betriebsnummer 99 222. Am 17. Mai dieses Jahres, also gerade vor acht Tagen, erhielt sie im Werk Meiningen ihre Hauptuntersuchung. Es ist heute ihre erste offizielle Fahrt nach dieser HU.

Da die Beschallungsanlage auf der Hinfahrt nicht funktionierte, gab das Begleitpersonal abwechselnd in jedem Wagen touristische Hinweise. Für Fotofreunde die "schussbereit" auf den Bühnen standen war gleich die erste Zugkreuzung im Bahnhof Westerntor ein Erlebnis. Der rote in den Farben der NWE lackierte T 3 (offiziell 187 025) mit einer Leistung von 328 PS war als Schlepptriebwagen mit zwei grünen Personenwagen unterwegs. Von nun an waren alle aufmerksam, denn mehrere Sonderzüge waren gebucht und fast alle HSB-Fahrzeuge im Einsatz. Über die Harzquerbahn ging es in zügiger Fahrt weiter durch Wernigerode, vorbei an den ehemaligen Werkanschlüssen, die man zuvor schon auf der Modellbahn im Bahnhof Wernigerode bestaunen konnte, durch den einzigen Tunnel der Strecke, durch Wälder und auf Dämmen mit fantastischer Aussicht in die Täler des Harzes. Leider wachsen aber die Bäume immer mehr an die Strecke heran, so dass die schöne Aussicht nicht mehr überall möglich ist.

Im Trennungsbahnhof Steinerne Renne musste die Lok Wasser und einige Fahrgäste Essen fassen. Für einige war dieser Betriebshalt zu kurz, so dass sie ohne handfesten Erfolg noch in letzter Minute auf den Zug sprangen. Doch in Schierke war der nächste kurze Halt geplant - aber ausgerechnet bei der Einfahrt setzte starker Regen ein, der die meisten am Aussteigen hinderte. So konnte die Fahrt planmäßig weitergehen und der Regen hörte wieder auf, allerdings kam dafür eine dichte Wolkendecke immer näher. Bereits in der Ausweiche Goetheweg konnte man den dort wartenden Regelzug vor Nebel nicht mehr deutlich erkennen. So nahmen auch die meisten Fotografen die drei Züge im Brockenbahnhof kaum war und suchten sich lieber einen warmen Platz beim Brockenwirt. Neben unserem Sonderzug standen noch ein Planzug und der Zug mit den zwei Mallets am Bahnsteig.

Wer sich in einem der gut besuchten Lokale gestärkt hatte, konnte einen Spaziergang unternehmen und dabei minutenweise den bei klarem Wetter möglichen Ausblick genießen. Allerdings waren die Wolkenlücken teilweise so kurz, dass man kaum den Fotoapparat auspacken konnte.

Nach einer ausreichenden Verweildauer auf dem Brocken ging es wieder zurück. Im Bahnhof Goetheweg hatte unser Sonderzug erneut Vorfahrt vor dem wartenden Planzug. Allerdings musste in Drei Annen Hohne, zusammen mit dem Planzug nach Wernigerode gewartet werden. Doch dies hat sich gelohnt, denn erneut kam der T 3 mit seinem Zug angefahren. Da das Wetter hier im Tal wieder deutlich besser war, legten einige Fotografen einen kurzen Spurt ein, um den Schlepptriebwagen abzulichten. Die anschließende Fahrt zum Ausgangspunkt wurde von allen noch dazu genutzt Informationen und Erfahrungen über die Harzer Bahnen auszutauschen. Nach Ankunft in Wernigerode konnte noch im Bw das Aufrüsten der Loks für die nächsten Tage beobachtet werden. Insgesamt war die Brockenfahrt für alle Teilnehmer ein Erlebnis, wenn es auch der einzige Tag des Verbandstages mit dichten Wolken in 1000 m Höhe war.

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"Große Rundfahrt" am 27. Mai

Die diesjährige Große Rundfahrt im Rahmen der Bundesverbandstagung des DBEF begann in Wernigerode, der Bunten Stadt am Harz, wie der Heidedichter Hermann Löns die Stadt wegen ihrer zahlreichen Fachwerkhäuser bei seinem Besuch 1907 nannte. Start war diesmal, entgegen den Großen Rundfahrten der Vorjahre, nicht der Eisenbahn-Bahnhof, sondern der nebenan befindliche Busbahnhof.

Die erste Etappe sollte über die "Trasse" der Straße der Romantik erfolgen. Diese Fahrt wurde mit drei Triebfahrzeugen der Wernigeroder Verkehrsbetriebe GmbH (WVB) der Gattung Gummibahn durchgeführt. Ziel war Quedlinburg. Zwar gibt es hier auch einen Eisenbahn-Bahnhof, der aber nur umständlich über Halberstadt und Wegeleben erreichbar ist. Durch die Busfahrt sparen wir Zeit und lernen noch einige Ortschaften des Harzvorlandes kennen.

Die Anreise erfolgt mit kleinen Seitenschwenkern überwiegend über die Straße der Romantik. Diese Touristenroute beginnt in Goslar und führt über Osterwieck, Halberstadt, Quedlinburg, Gernrode, Thale, Blankenburg, Wernigerode, Ilsenburg und Bad Harzburg zurück nach Goslar.

Durch die Vorstadt von Wernigerode, vorbei an renovierten Plattenbauten, geht unsere Fahrt nach Benzingerode, einem Ortsteil von Wernigerode. Rechts oben am Berghang die Burgruine von Benzingerode. Auf der Weiterfahrt nach Heimburg passieren wir rechtsseitig den 466 m hohen Fenstermacherberg. In Heimburg sehen wir links oberhalb des Dorfes die Burgruine gleichen Namens.

Wir erreichen dann den Ortsteil Oesig von Blankenburg. Rechts in einem Park, umgeben von maroden Gebäuden, befindet sich das ehemalige Zisterzienserkloster Michaelstein. Das Kloster wurde 1136 von der Quedlinburger Äbtissin Beatrix II. gegründet und 1152 geweiht. 1533 wurde die Klosterkirche schwer beschädigt, so dass sie abgerissen werden musste. 1544 wurde das Kloster in eine protestantische Klosterschule umgewandelt und bis 1897 genutzt, der Westflügel im 18. Jh. als Jagdschloss der Blankenburger Herzöge ausgebaut. Nach 1945 wurde der Park landwirtschaftlich genutzt und die Klostergebäude zu Wohnungen umgestaltet. Heute ist seit 1968 hier der Sitz des Telemann-Kammerorchesters.

Bei den erwähnten maroden Gebäuden handelt es sich um einige der nicht sanierten Plattenbauten, die leerstehend nun langsam vergammeln. Dahinter befindet sich der Bahnhof mit der Strecke nach Elbingerode zur Rübelandbahn, kommend von Halberstadt oder Timmerode.

Nun kommen wir in den Ortskern von Blankenburg. Warum hier die Straße "Straße der Romantik" heißt, ist mir schleierhaft - oder findet irgendwer die ruinösen Bauten rechts und links der Straße etwa romantisch?

Erste Erwähnung der Blankenburg stammt von 1123, als Lothar von Süpplingenburg die Burg errichtet. Nach dem Tod von Kaiser Lothar III. von Süpplingenburg (1075 - 1137) gelangt die Burg als Erbe an dessen Enkel Heinrich den Löwen von Braunschweig. Um 1200 wurde am Fuße der Burg die Stadt Blankenburg gegründet, die im 14. Jh. Goslarer Stadtrecht und das Markt- und Münzrecht verliehen bekam. Nach Aussterben der Grafen von Blankenburg ging der Ort 1599 an das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel über. 1690 wurde Blankenburg Residenz und 1707 - 1731 reichsunmittelbares Fürstentum. Zwischen 1786 - 1798 lebten hier der spätere König Ludwig XVIII. von Frankreich und einige Hundert Vertreter des französischen Hochadels im Exil.

Hoch über der Stadt erhebt sich das Große Schloss. Es steht an der Stelle der bereits erwähnten und bis 1546 zu einem Renaissanceschloss umgebauten Blankenburg. Der heutige Bau entstand 1705 - 1718 für Ludwig Rudolf von Braunschweig. Im Schlosspark steht das Kleine Schloss, einst Fürstliches Gartenhaus. 1725 wurde es als Barock-Fachwerk begonnen und 1777 unter Herzog Karl als Massivbau erneuert.

Von der Straße der Romantik aus gesehen war der Schlosskomplex eigentlich die einzige Sehenswürdigkeit, die das Prädikat "romantisch" verdiente.

Im Ortskern ein Kopfbahnhof, der kaum noch genutzt wird. Er liegt seitlich an der Strecke Timmerode - Quedlinburg und ist über ein Gleisdreieck angeschlossen. Auf der Weiterfahrt überbrücken wir diese Strecke und sehen rechts den eigentlichen Hauptbahnhof von Blankenburg liegen. Zur Zeit werden hier gerade die Güteranlagen abgebaut.

Über Westerhausen erreichen wir dann Quedlinburg. Auch hier an der Trasse unserer Gummibahn viele leerstehende Häuser und Fabriken, dem Verfall preisgegeben.

Lange Zeit regierten die Quedlinburger Äbtissinnen die zur Reichsabtei erhobene Burg und die Stadt. Innerhalb des Befestigungsringes stehen über 1300 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Seit 1994 gehört die Altstadt mit der Stiftskirche St. Servatius zum Weltkulturerbe der UNESCO.

1993 kehrte der lange als verschollen gegoltene Domschatz nach 48 Jahren in die Stiftskirche zurück. 1945 hatte ein amerikanischer Leutnant ihn gestohlen und per Feldpost nach Texas geschickt. 1991 tauchten die unschätzbar wertvollen Stücke wieder auf, als seine Erben sie in der USA zu Geld machen wollten. Gegen Zahlung von umgerechnet rund 3 Mio. € "Finderlohn" kehrten sie an ihrem angestammten Platz zurück.

Berühmte Quedlinburger waren die Arzttochter Dorothea Christiane Erxleben (1715 -1762), die erste promovierte Ärztin im gesamten Reichsgebiet, der Pädagoge und Wegbereiter des Turnunterrichts Christoph Friedrich GutsMuths (1759 - 1839), der Geograf Carl Ritter (1779 - 1859) und der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 - 1803).

Sehenswert für Eisenbahnfans das Quedlinburger Spielzeugmuseum, was leider nicht in unserem Programm stand. Hier sind mehrere historische Modelleisenbahnen ausgestellt von Firmen die es heute teilweise schon nicht mehr gibt, darunter eine Anlage aus russischer Produktion. Übrigens, der letzte russische Zar war begeisterter Modellbahner und verfügte in seinem Palast in St. Petersburg über eine riesige Anlage.

Vor dem Bahnhof Quedlinburg steht eine alte schrottreife Dampflok. Auch das Umfeld von der Gleisseite aus macht mit seinen Industrieruinen keinen guten Eindruck. Die östliche Bahnverbindung führt nach Frose, wo die Strecke auf die Linie Aschersleben - Halberstadt mündet. Südlich geht es bis zum Endbahnhof Thale weiter. Einst ging Richtung Thale kurz hinter dem Bahnhof rechts die alte Strecke der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn ab. Sie bog oberhalb von Thale über Thale Nord und Thale Bodetal zum Thale Hbf ab. Links von der heutigen Hauptstrecke nach Thale biegt die umgespurte Strecke nach Gernrode ab. Ein gutes Stück der Strecke fahren heute die normalspurige Bahn nach Thale und die neue Meterspurstrecke nach Gernrode zusammen.

Die Umspurung der von der DB AG nicht mehr genutzten Strecke Quedlinburg - Gernrode begann im April 2004. Nur für geladene Gäste erfolgte am 4. März 2006 die Eröffnung der neuen Meterspurstrecke mit einem Sonderzug und Bahnhofsfesten an den beiden Bahnhöfen. Offizielle Aufnahme des Personenverkehrs erfolgt erst zum 26. Juni 2006.

So beginnt unsere Große Rundfahrt ab Quedlinburg mit einem Sonderzug zur Fahrt über die Selketalbahn. Bis zur offiziellen Aufnahme des Personenverkehrs verkehren nur Sonderzüge auf der Strecke Quedlinburg - Gernrode.

Die Selketalbahn gehörte zur Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE). Baubeginn dieser Bahn war bereits Ende September 1886 durch die Firma Hostmann & Cie., Hannover; trotz der späteren Konzessionserteilung erst am 14. Marz 1887. Die Streckenlänge beträgt heute mit Anschluss nach Quedlinburg 60,5 km, wovon die Abzweige Alexisbad - Harzgerode mit 2,9 km und Stiege - Eisfelder Talmühle 8,95 km ausmachen. Im Jahr 1900 beschloss die GHE den Anschluss an die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn (NWE), da die anliegenden Bergwerke und Eisenhütten überwiegend auf Nordhausen ausgerichtet waren. So konnte am 15. Juli 1905 die Eröffnungsfahrt auf der GHE-Strecke Stiege - Eisfelder Talmühle stattfinden. Fortan diente Eisfelder Talmühle als Gemeinschaftsbahnhof beiden Gesellschaften. Zu diesem Zeitpunkt übernahm die GHE auch die Betriebsführung der Bahn, die bis dahin von der Deutschen Eisenbahn-Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde. Kriegswirtschaft und folgende Inflation brachten auch der GHE schwere Einbrüche und den drohenden Konkurs. Um diesen abzuwenden schloss sich die Gesellschaft 1920 der Anhaltinischen Landeseisenbahngemeinschaft (ALE) an. Auf der besonders unrentablen Strecke zwischen Stiege und Eisfelder Talmühle ruhte von Herbst 1923 bis Ende 1924 der gesamte Zugverkehr. 1933 wurde ein zweiachsiger Dieseltriebwagen für die nur schwach frequentierte Strecke Alexisbad - Stiege beschafft.

Den Sonderzug bilden drei Personenwagen der HSB, ein Gepäckwagen mit Abteil für die Zugbegleiter und ein Aussichtswagen, der aus einem ehemaligen Schmalspurgüterwagen, dem sogenannten Cabrio, besteht. So kann nun unsere Fahrt mit leichter Verspätung beginnen. Zuglok unseres Sonderzuges ist auch heute wieder die Museumslok 99 222.

Ein kurzes Stück des Weges begleitet uns noch die normalspurige Bahntrasse nach Thale. Ein neuer Haltepunkt wurde von der HSB in Quedlinburg-Quarmbeck angelegt. Die Fahrt führt weiter über den 240 m NN hoch gelegenen Ort Bad Suderode. Kurz vor dem Bahnhof links ab ging einst der Anschluss zur ehemaligen NVA-Kaserne. Die Gleise in Normalspur liegen noch. Bad Suderode verfügt über eine der stärksten Calciumquellen Europas, dem Behringer Brunnen. Dann erreichen wir Gernrode. Der etwa 4000 Einwohner zählende Ort liegt auf 200 - 320 m über NN. Sehenswert ist hier die alte Stiftskirche. Im Ort befindet sich die Harzer Uhrenfabrik mit der angeblich größten Kuckucksuhr in Deutschland. Wahrscheinlich ist hier mit Deutschland die ehemalige DDR gemeint, denn im Schwarzwald gibt es mehrere größere Uhren. Das zweigeschossige Wohnhaus neben den Rangier- und Abstellgleisen beherbergte einst die Verwaltung der GHE. Das Empfangsgebäude der GHE ist äußerst bescheiden gehalten gegenüber dem dahinter befindlichen Staatsbahnhof. Südlich der Bahnsteige befindet sich die Einsatzstelle mit dreiständigem Lokschuppen und Werkstattgebäude.

Weiter geht die Fahrt auf der 10,2 km langen Strecke zwischen Gernrode und Mägdesprung. Dies ist der erste Abschnitt der GHE, der am 7. August 1887 eröffnet wurde. Erste Station ist der heutige Haltepunkt Osterteich, 1300 m hinter Gernrode gelegen. Bis hierher ging die Strecke nur leicht bergauf; nun aber steigt sie nach Steinhaus deutlich an. Nach 4,4 km sind mit dem Hp Steinhaus-Haferfeld bereits 381 m NN erreicht. Dann folgt nach 700 m der Hp Steinberg-Ramberg. Da es hier noch ein Kreuzungsgleis gibt, welches bei Sonderfahrten noch genutzt wird, ist der Hp betrieblich gesehen ein Bahnhof. Hier befindet sich der Scheitelpunkt des Streckenabschnitts (Quedlinburg-) Gernrode - Alexisbad in 413 m Höhe. Kurz darauf links oben auf der Höhe die Ruine der Heinrichsburg. Im nun folgenden rund drei Kilometer langen Gefälle fällt die Strecke auf 25 Metern Länge um je einem Meter oder mit jedem zurückgelegten Kilometer verliert der Zug 40 Meter an Höhe. Bei einer Neigung von 1:25 (40 Promille) ist dieser Abschnitt der steilste im gesamten Netz der HSB. Das Fachwerk-Empfangsgebäude befindet sich hier auf 295 m NN. Der Ortsname leitet sich von einer Quelle namens Meidesprunk ab (seit 1828 Erna Brunnen).

Weiter geht unsere Fahrt über einen Teil der am 1. Juli 1888 eröffneten Teilstrecke Mägdesprung - Harzgerode. Wir durchfahren den Bedarfshaltepunkt Drahtzug. Der Stationsnahme erinnert an eine frühere Drahtzieherei. Die Fahrt geht wieder bergauf durch die Felsbrüche am Selkewasserfall und am Klosterkopf. Hier finden wir Gleisbogen von nur 60 m Radius. Dann erreichen wir Alexisbad, dessen Bahnhof auf 325 m NN liegt.

Das von Alexius von Anhalt-Bernburg 1810 gegründete Bad ist heute Ortsteil von Harzgerode. Wegen seiner eisen-, mangan- und schwefelhaltigen Quellen entwickelte Alexisbad sich im 19. Jh. zu einem beliebten Kur- und Badeort. Zu den berühmtesten Badegästen gehörten u. a. Hans Christian Andersen und Carl Maria von Weber.

Alexisbad ist Abzweigebahnhof mit Sitz eines der drei Zugleiter der HSB. Die beiden anderen sitzen in Wernigerode-Westerntor und in Nordhausen. In Alexisbad nehmen alle Dampflokomotiven Wasser. Der jetzige Fahrplan der HSB bedient die Stichstrecken überwiegend mit Triebwagen, so dass eine der einst berühmten Doppelausfahrten mit Dampflokomotiven heute nur noch bei Sonderfahrten möglich ist.

3,2 km weiter erreichen wir Silberhütte auf 336 m NN. Der Abschnitt Alexisbad - Silberhütte wurde für den Personenverkehr zum 1 .Juli 1889 eröffnet, also auf den Tag genau ein Jahr später nach Eröffnung der Strecke Mägdesprung - Harzgerode 1888. Die 1692 gegründete Silberhütte wurde um 1900 aufgegeben. Das kleine Empfangsgebäude wird heute als Forstinformationszentrum genutzt. Von den ehemals zwei Anschlussgleisen liegt nur noch das zum ehemaligen Heizkraftwerk. Die Freunde der Selketalbahn haben es für Sonderfahrten zum Waldhof Silberhütte wieder hergerichtet.

Der folgende Streckenabschnitt Silberhütte - Güntersberge wurde am 1. Juni 1890 eröffnet. Weiter geht die Fahrt nach Straßberg mit seinem Bergbaumuseum Glasebach. Etwa 500 m vor dem eigentlichen Bahnhof wurde für den Touristenverkehr 1994 der Haltepunkt Glasebach eingerichtet, so dass nun direkter Anschluss an dieses sehenswerte Museum besteht. Die Grube Glasebach dokumentiert Harzer Bergbau aus drei Jahrhunderten. Hauptsächlich wurde Schwefelkies, Kupfererz und Flussspat gefördert. Die Übertageanlagen dokumentieren den neuzeitlichen Bergbau des 20. Jh., während die Untertageanlagen auf zwei Sohlen den Alttagebau des 18./19. Jh. zeigt.

1946 erfolgte zwischen Straßberg und Stiege auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) der Abbau der Gleisanlagen als Reparationszahlung. Der Wiederaufbau der Strecke durch die damalige Deutsche Reichsbahn war erst 1983 abgeschlossen.

Unsere Fahrt führt nun gut einen Kilometer weiter auf der rechten Selketalseite und wechselt dann über eine Blechträgerbrücke auf die linke Flussseite über. Kurz vor der Brücke zweigte bis 1974 das Anschlussgleis zur Flussspatgrube Herzogschacht ab. Der auf 420 m NN gelegene Bahnhof Güntersberge ist unser nächstes Ziel. 1281 wurde das Dörfchen mit seinen 960 Seelen erstmals erwähnt. Sehenswert die schönen Fachwerkhäuser aus dem 17./18. Jh. und als Besonderheit das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum. Das privat geführte Museum beherbergt neben zahlreichen skurrilen Mausefallen auch mechanische Staubsauger, tragbare Toilettenstühle, alte Küchengeräte u. a. aus dem 19. Jh.. Von der Anlage des ehemaligen Bahnhofs und heutigen Haltepunktes ist nur noch das Empfangsgebäude übrig geblieben. Es steht, wie so viele seiner Art an den Strecken der HSB, heute leer.

Auf der Weiterfahrt, am Selke-Stauteich "Bergsee" vorbei, erreichen wir nach 3,5 km den auf 454 m NN gelegenen Bahnhof Friedrichshöhe. Die nun befahrene 8,6 km lange Strecke zwischen Güntersberge und Stiege wurde zum 1. Dezember 1891 eröffnet. Sehenswert am folgenden Haltepunkt Albrechtshaus ist die Stabholzkirche des Ortes. Auf 510 m NN erfolgt danach der Brechpunkt Selkenfelde, die Wasserscheide zwischen Selke und Hasse. Dann erreichen wir den 485 m NN gelegenen Abzweigbahnhof Stiege. Hier steigen alle Teilnehmer aus um an der zur Großen Rundfahrt gehörenden traditionellen Mittagsspeisung aus der Gulaschkanone teilzunehmen. Entgegen der Ausschreibung findet die Fahrt durch die 1984 angelegten Wendeschleife nun ohne Fahrgäste statt, der Zug steht dann auf dem Nebengleis zur späteren Weiterfahrt bereit.

An der Wendeschleife vorbei führt die Bahn noch 4,9 km weiter nach Hasselfelde. Diese Strecke wurde am 1. Mai 1892 eröffnet. 13 Jahre lang endeten in Stiege die Züge der GHE. Erst zum 15. Juli 1905 erfolgte die Eröffnung des 8,6 km langen Abschnittes bis Eisfelder Talmühle und damit der Anschluss an die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn (NWE).

Nach etwa einem Kilometer erreichen wir den höchsten Punkt der Selketalbahn mit 520 m NN. Weitere zwei Kilometer später den Hp Birkenmoor. Bis zur Ort Birkenmoor sind es von hier noch ca. 5 km Weg. Vorbei geht es dann an der Verladeanlage Unterberg. Diese Station ist nicht für den Personenverkehr zugelassen. Es handelt sich hier nur um eine Anschlussstelle zum Steinbruch Unterberg, den die HSB mit einem neuen Rollbocksystem wieder als Güterkunden gewinnen konnte. Auf dieser Strecke verkehren wieder Rollbock-Güterzüge in Richtung Nordhausen. Eisfelder Talmühle ist dann Endstation der GHE. Hier muss unser Zug Kopf machen um auf der Harzquerbahn Richtung Wernigerode weiterzufahren.

Die Weiterfahrt führt über die ehemalige Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn. Erbaut wurde die NWE 1897 - 1899. Die Streckenlänge beträgt 60,53 km. Der niedrigste Punkt der Bahnlinie ist Nordhausen-Nord mit 183 m NN, der höchste zwischen Elend und Sorge mit 556 m NN. Einschließlich des Betriebsbahnhofs Drängetal gibt es an der Strecke 12 Bahnhöfe und 14 Haltepunkte.

Unsere Fahrt ab Eisfelder Talmühle auf der Strecke der NWE erfolgt über die am 15. September 1898 eröffnete 15,8 km lange Strecke Netzkater - Benneckenstein. Am Hp Tiefenbachmühle hält der Regelzug nur, wenn man es vorher beim Schaffner angemeldet hat. Ebenso verhält es sich am neu angelegten Bedarfshaltepunkt Sophienhof. Wir erreichen dann Benneckenstein. Hier zwingen uns Zugkreuzungen zu einem längeren Aufenthalt.

Der Bahnhof liegt auf 530 m NN, der Ort zwischen 520 - 570 m NN. Damit ist Benneckenstein die höchstgelegene Stadt in Sachsen-Anhalt. Der Bahnhof ist laut Anschrift am Güterschuppen 1996 hundert Jahre alt gewesen, also feierte er zu unserem Besuch seinen 110. Geburtstag. Doch stammt das Empfangsgebäude erst von 1923. Auch der einständige Lokschuppen wurde erst 1982 von der Deutschen Reichsbahn errichtet.

Im Güterschuppen befindet sich heute ein Eisenbahnmuseum. So sind unter vielen Kleinartikeln eine Mopeddraisine erwähnenswert; dabei handelt es sich um ein altes Moped, was auf ein Gestänge mit Eisenbahnrädern geschweißt ist. Vorhanden sind u.a. ein alter Fahrkartendrucker, unzählige Schilder der Reichsbahn und eine Eisenbahnuniform des Kaiserreichs von 1917. Außerdem wird über die Geschichte des Bahnhofs Benneckenstein informiert.

Eine Sage berichtet über die Entstehung des Ortsnamens: Ein schwer beladenes altes Mütterchen wanderte durch den Wald und ließ sich erschöpft auf den Boden nieder und schlief ein. Ein junger Jäger kam des Weges, hielt das zusammengekauerte Mütterchen für einen Stein und setzte sich auf sie. Erbost schrie die so unsanft geweckte Frau Ben eck en Stein? Benneckenstein ist Luft- und Wintersportort im Quellgebiet der Rappbode. Sehenswert im Ort ist der im Foyer des Hotel zur Brockenbahn ausgestellte Nachbau der Harzquer- und Brockenbahn. Ein Darmstädter Professor hat die Strecke und die zugehörigen Fahrzeuge im Maßstab 1 100 in 30-jähriger Arbeit nachgebaut. Im Biergarten des Hotels steht dazu passend eine originale Diesellok.

Die nun folgende 16,6 km lange Strecke bis Drei Annen-Hohne wurde am 27. März 1899 gleichzeitig mit dem Abschnitt der Brockenbahn von Schierke zum Brocken eröffnet. Sorge ist die nächste Station. Der jetzige Bahnhof liegt 490 m NN hoch und wurde erst 1974 errichtet. Der kleine Ort mit 140 Einwohnern liegt im Tal der Warmen Bode. Hier stand einst eine der ältesten Eisenhütten des gesamten Harzes, die erst 1945 stillgelegt wurde. In Sorge befindet sich das Freiland-Grenzmuseum. Die Anlage besteht aus Grenzmauer und -säule, Teilen des Grenzsignalzaunes und sogenannten Todesstreifen mit Originalbeschilderung und einem Beobachtungsturm BT-11, der über einen Kolonnenweg erreichbar ist.

800 m weiter auf der anderen Seite der Warmen Bode erreichen wir den ehemaligen Bahnhof von Sorge. Er wurde 1975 abgerissen und diente bis zur Einstellung der Südharz-Eisenbahn (SHE) beiden Gesellschaften gemeinschaftlich. Von hier bestand eine Verbindungskurve zur Strecke Brunnenbachsmühle - Tanne der SHE. Ein direkter Anschluss zur NWE gab es erst seit dem 1. Mai 1913. Die SHE verband Tanne über Sorge mit Brunnenbachsmühle. Dort gabelte sich das Streckennetz nördlich nach Braunlage mit Güterverkehrsanbindung zum Wurmberg und südlich über Wieda nach Walkenried. Im Tal der Kalten Bode liegt auf 509 m Höhe der Ort Elend. Er ist der im Winter kälteste Ort im Harz, bis minus 20 Grad sind keine Seltenheit. Doch stammt der Name nicht daher. Mönche aus Ilsenburg machten auf ihren Weg nach Rom hier Rast. Aus dieser Zeit leitet sich der heutige Name ab: eli elendi für fremdes Land, war der erste Ort hinter dem Ilsenburger Land, also Ausland. Von der aus dem 14. Jh. stammenden Elendsburg sind noch Gräben und eine Zisterne erhalten. Im Ort steht die 1897 erbaute kleinste Holzkirche Deutschlands. Sie besitzt fünf bleiverglaste Fenster und einen verschiebbaren Altar.

Kalte und Warme Bode entspringen beide am Südhang des Brockens. Gespeist werden sie von den Sickerwassern der Hochmoore des Berges mit den höchsten Niederschlagsmengen Mitteldeutschlands. Die Warme Bode beginnt nicht weit von Oderbrück im Schwarzen Sumpf. Über Braunlage, Sorge und Tanne erreicht sie Königshütte, wo sie sich mit der über Schierke und Elend herabfließenden Kalten Bode vereint. Die Bode ist mit 169 km der längste Fluss des Harzes.

Auf der Weiterfahrt erreichen wir den höchsten Punkt der Harzquerbahn mit 556 m NN. Dann erreichen wir den Abzweig zum Brocken. Der erste Abschnitt dieser Strecke von Drei Annen-Hohne nach Schierke ist 5,4 km lang und wurde am 20. Juni 1898 eröffnet. Die fehlenden 13,5 km hinauf zum 1125 m hoch gelegenen Brockenbahnhof wurden am 27. März 1899 eröffnet. Für die NWE war der Brockenverkehr ein lukratives Geschäft, heute ist es mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der HSB. Einschließlich des Betriebsbahnhofs Goetheweg gibt es vier Bahnhöfe an der Strecke.

Kurz darauf der Bahnhof Drei Annen - Hohne. In der Nähe eines unter der Hohne gelegenen Viehhofs bestand zwischen 1770 und 1800 ein Kupfer- und Silberbergwerk, das Graf Christian Friedrich nach seiner Tochter, einer Nichte und der Großmutter der beiden, die alle Anna hießen, Drei Annen nannte.

Unterhalb des NWE-Bahnhofs steht noch heute das als Gaststätte genutzte und unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn. Die Strecke bis Elbingerode gibt es schon lange nicht mehr. Ebenfalls bestand einmal eine 600-mm-spurige Lorenbahn als Zubringer zu einer Kupfermine.

Unsere Lok nimmt in Drei Annen-Hohne noch einmal Wasser, das hier aus einer bahneigenen Quelle gespeist wird. Die Fahrt erfolgt nun bergabwärts auf der 14,4 km langen Strecke Drei Annen-Hohne - Wernigerode, die seit dem 20. Juni 1898 in Betrieb ist. Der Betriebsbahnhof Drängetal wurde erst vor kurzem wieder reaktiviert. Im Rahmen der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks für den Streckenabschnitt Drei Annen-Hohne - Wernigerode wurden auch hier Lichtsignale aufgestellt. Kurz darauf durchfahren wir den einzigen Tunnel auf dem Netz der HSB, den 70 m langen Thumkuhlenkopf-Tunnel.

Im durchfahrenden Dränge- und Thumkuhlental überwindet die Bahn 230 Höhenmeter, die wir abwärts fahren. Für die bergauf fahrenden Züge braucht die Lok bei einer Steigung von 1:30 (33 Promille) etwa 4 Kubikmeter Wasser, was sie in Dampf und in die Schubkraft für die Zylinderkolben verwandelt und fast 20 Zentner Steinkohle. Für unsere Talfahrt benötigt sie dagegen bedeutend weniger.

Nächste Station ist Steinerne Renne. Hierbei handelt es sich nicht um den Bahnhof eines Ortes, sondern um eines der romantischsten Harztäler. Die Holtemme hat hier eine tiefe Schlucht ausgewaschen, die mit Moos überwachsen den Hintergrund für zahlreiche Mäander, Sprudellöcher und Wasserfälle des stürmischen Wildbaches ergibt. Die Station liegt auf 280 m NN. Nun geht es 32 m abwärts zum Bahnhof Wernigerode-Hasserode. Dabei durchfahren wir die engsten Gleisbögen der HSB von 60 m Radius. Vergeblich suchen hier durstige Seelen nach der gleichnamigen Brauerei, die wurde nach der Wende auf dem neu gegründeten Industriegelände außerhalb von Wernigerode neu erbaut und am alten Standort abgerissen.

Aus der Eisenbahn wird nun eine Straßenbahn. Vorbei an schmalen idyllischen Vorgärten, sozusagen direkt an den Fenstern der Fachwerkhäuser vorbei, dampft der Zug durch Wernigeroder Vororte. Besonders eng geht es in der Kirchstraße zu, wo der frühere gleichnamige und jüngst in Wernigerode Hochschule Harz umbenannte Hp liegt. Dann folgt die von Autofahrern so ungeliebte Kreuzung über die Bundesstraße 244 kurz vor dem Bahnhof Westerntor. Direkt hinter der Kreuzung, die der Zug quer überfährt, überbrückt er den Zillerbach, und erreicht 100 m weiter den Bahnhof Wernigerode-Westertor. Das teilweise holzverschalte Empfangsgebäude stammt von 1936. Hier befindet sich neben der Hauptwerkstatt auch die Betriebsleitung der HSB. Einen Kilometer weiter endet dann unsere Große Rundfahrt durch den Harz in Wernigerode. Der HSB-Bahnhof ist Kopfbahnhof und befindet sich seitlich vom Staatsbahnhof. So endet ein schöner Eisenbahntag.

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Der BDEF zu Gast bei den Schweizer Eisenbahn-Amateuren

Der Schweizerischer Verband Eisenbahn-Amateur SVEA hatte in diesem Jahr zu seinem Jahreskongress am 22./23. April in den Halbkanton Basel-Landschaft nach Liestal eingeladen. Ausrichter waren aus Anlass ihres 25-jährigen Jubiläums die "Oberbaselbieter Eisenbahn Amateure" (OEA) mit Sitz im "Stedtli" wie es die Stadtpräsidentin Regula Gysin in ihrem Grußwort liebevoll nannte. Als Kantonshauptstadt hat Liestal gerade den 13.000. Einwohner begrüßen können. Die Stadt bietet fast so viele Arbeitsplätze wie Einwohner. Die Hälfte davon entfallen auf die öffentliche Verwaltung, weitere auf ein breites Dienstleistungsangebot und ein fest verankertes Gewerbe.

Der Ursprung der OEA geht auf eine Gruppe zurück die bereits im Jahre 1978 unter dem Namen "Eisenbahn-Amateure Gelterkinden" dem Modellbahn Hobby gefrönt haben. Aus dieser Gruppe entstand dann 1981 die "Oberbaselbieter Eisenbahn-Amateure" die 1983 beim schweizerischen Verband SVEA Mitglied wurden. Nach 10 Jahren passierte dann leider das, was kein Club gerne hat, man musste das Clublokal räumen. Durch einen glücklichen Zufall konnte ein neues Clublokal im Dachgeschoss des kantonalen Alters- und Pflegeheim bezogen werden. Die Aktiven des inzwischen 110 Mitglieder zählenden Clubs bauen an einer Großanlage, wo dann Gleich- und Wechselstrom-Fahrstrecken sowie die für die Schweiz obligatorischen Schmalspurstrecke in H0m nach Vorbildern der Rhätischen Bahn gebaut werden. Der Club erfüllt auch soziale Aufgaben. So wurden Interessenten aus der Eingliederungsstätte - dem Arbeitszentrum für Behinderte in Frenkendorf - aufgenommen und werden wie alle Mitglieder entsprechend ihren Fähigkeiten eingesetzt.

Am Samstagvormittag fand ein Forum zum Thema "Die Eisenbahnen auf dem Weg in ein Europa des 21. Jahrhunderts" statt. Leider zeigten auch hier viele der eingeladenen Referenten kein Interesse und sagten den Organisatoren kurzfristig ab. Lediglich der Vertreter der Fa. Bombardier erläuterte wo die Probleme beim grenzüberschreitenden Verkehr liegen. Er erläuterte, dass die Zugsicherungssysteme, die größten Verhinderer von mehr grenzüberschreitendem Verkehr sind. Rund 200.000 € sind fällig, wenn man in eine Lok ein zweites Sicherungssystem einbaut - bei mehreren Systemen sind sogar bis zu 500.000 € fällig.

Am Samstagnachmittag fand die SVEA-Delegiertenversammlung im Depot der Autobus AG Liestal statt. Nicht nur, dass man einen Raum bei der "Gummieisenbahn" gefunden hatte, auch eine besondere Aussicht durch eine große Glaswand auf die Bahnstrecke Basel - Liestal konnte während der DV genossen werden. Präsident Urban Rüegger musste allerdings mehrmals seine Rede unterbrechen, da gerade mal wieder ein Güterzug, z.B. ein 1700-t-Tonerdezug mit BLS-Doppeltraktion RE 465, aus dem Westerwald auf der Fahrt nach Domodossola, die Autobus AG passierte. Auf der zügig verlaufenen DV wurde u.a. der langjährige Chefredaktor Rudolf Wiedmer verabschiedet. Er erhielt nach langjähriger Tätigkeit ein Geschenk und wurde mit großem Beifall überschüttet. Marcel Broennle übernimmt vorerst die Aufgaben der Redaktionsleitung des Eisenbahn Amateurs. Die Redakteure Walter Ruch und Kurt Baumgartner bekamen mit Hans-Peter Storz aus Uster endlich die lange geforderte Unterstützung. Beim Grußwort des BDEF wies der Stellv. Vors. Helmut Schmitz auf die sehr gute Zusammenarbeit beider Verbände hin und hob die in letzter Zeit gemeinsam durchgeführten Messeauftritte in Friedrichshafen und Sinsheim hervor. Ebenso lobte er die aktive Mitarbeit der SVEA bei der Erhebung der Daten für die Modellbahn-Marktanalyse und bat um eine tatkräftige Unterstützung beim nächsten Projekt.

Sonntagmorgen stand dann eine Exkursion mit Bahn und Schiff auf dem Programm. Zunächst ging es zur S-Bahn-Haltestelle am Sankt Jacobs Stadion in Basel. Dort wurden wir von einem Sonderzug aufgenommen, der als Zuglok ein ausgesprochen seltenes Exemplar der SBB vorgespannt hatte.

Es handelte sich um die BM 4/4 II 18451, eine 1939 bei SLM/BBC/Sulzer gebaute Diesellok. Ursprünglich lautete die Bestellung auf zwei Dieselgepäcktriebwagen. Während der Konstruktion auftretende Schwierigkeiten führten zur Änderung des Auftrages für zwei Lokomotiven Am 4/4 1001-1002. Kurz vor Eröffnung der Landesausstellung wurde die erste Maschine ausgeliefert. Es wurden keine weiteren Maschinen gebaut, hingegen wurden verschiedene Baugruppen wegweisend für nachfolgende Fahrzeuge, wie z.B. die 1941 abgelieferten Gasturbinenlokomotive Am 4/6 1101 der SBB.

Mit dieser seltenen Lokomotive ging die Fahrt über ein Verbindungsgleis in den Gleisbereich des Baseler Rangierbahnhofs Muttens. Hier befuhren wir zuerst die Umfahrung Süd, dann über die Ausfahrgruppe D auf das Streckengleis Schweizerhalle, auf dem dann auch ein Fotohalt durchgeführt wurde. Dann ging es zurück über die Umfahrung Nord durch die 150 km langen Gleisanlagen bestückt mit 480 Weichen und 680 Signalen gesteuert von 5 Stellwerken und insgesamt 220 Mitarbeitern (nur Betriebsführung). Eine wahrlich riesige Anlage mit jährlich 56.514 Zügen mit 541.558 Wagen. Hauptaufgabe dieses Rangierbahnhofs ist die Koordination des grenzüberschreitenden Verkehrs zur DB und SNCF. Über die Ausfahrgruppe G ging es dann zum Rheinhafen Birsfelden und weiter zur abschließenden Schifffahrt mit gemeinsamen Mittagessen nach Rheinfelden und zurück.

Der Dank gilt dem organisierenden Verein, den Oberbaselbieter Eisenbahn Amateuren, denen an dieser Stelle nochmals zum 25-jährigen Jubiläum gratuliert wird. 

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Bad Schönborn - Im Sand

Die Eisenbahnfreunde Bad Schönborn e.V. haben sich die Aufgabe gestellt, Lokomotiven (Dampf-, Diesel- und Elektroloks) und Wagen als funktionsfähige Modelle zu bauen. Diese sollen auf einer Anlage für 5- und 7,25-Zoll-Spur betrieben werden. Bei der Gründung im Juni 2001 hatten wir die Zusage für ein gemeindeeigenes Grundstück, das uns zur Verfügung gestellt werde. Es wurde schnell ein passendes gefunden und mit Elan die Planung begonnen. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Wie sich herausstellte, war auf dem Grundstück ein Biotop. Also begann die Suche erneut und wir wurden wiederum fündig. Diesmal ein Grundstück ohne jegliches Biotop.

Die Planung begann erneut und wurde - nach einigen Enttäuschungen und Stolpersteinen - von den verschiedenen Behörden untersucht und genehmigt. Nachdem am 2. August 2003 unser Bürgermeister mit dem "1. Spatenstich" das Vorhaben eröffnete, haben rege Bautätigkeiten das Gelände für die geplante Eisenbahnanlage stark verändert. Mit viel Fleiß und tatkräftiger Unterstützung von Seiten der Bevölkerung und ortsansässigen Unternehmen wurde mit dem "Inneren Kreis" der Anlage begonnen. Um die Arbeiten selbstständig durchführen zu können, wurde ein Radlader und ein Schaufelbagger erworben, die für die Erdbewegungen unentbehrlich sind. Mehrere tausend Tonnen Schotter, Recycling-Material und Beton wurden bisher verbaut.

Zum "Ferienspaß 2005" konnte der Innenkreis mit provisorischen Abstellgleisen befahren werden. Verschiedene Fahrzeuge standen den 35 Kinder zum Fahren zur Verfügung und diese wurden von den Kindern gerne benutzt.

Als Blickpunkt für die Anlage wurde uns eine Original-Diesellok zur Verfügung gestellt, die am Eingang auf einem eigenen Gleis neben einem Flügelsignal aufgestellt ist. Auf der Gegenseite wurde ein Feldbahn-Gleis (600 mm) mit zwei Kipploren errichtet. Sie warten noch auf eine passende Zuglok.

Nachdem nun der Bahnhof mit drei Gleisen weitgehend fertig gestellt ist, wird fleißig am Bahnhofsplatz und der Landschaft gearbeitet. Auch die Schiebebühne mit Abstellgleisen soll bis zur Eröffnung fertig werden. Zum Abladen schwerer Fahrzeuge ist an der Schiebebühne eine Hebebühne (Tragkraft: 1000 kg) eingebaut.

Wir werden unsere Anlage am 17. Juni 2006 um 11 Uhr mit einer Feier eröffnen und laden dazu Gastfahrer herzlich ein.

Weitere Fahrtage: 18. Juni, 23. Juli, 20. August, 17. September, 15. Oktober, 19. November und 3. Dezember, jeweils von 11 bis 17 Uhr

Kontakt: Arnold Münchberger, Viktor von Scheffelstr.17, 6669, Bad Schönborn, Tel. 07253 31775 oder: Hans Schrumpf, Johann Seb. Bach Str. 9, 76669 Bad Schönborn, Tel. 07253 5282, Internet: www.eisenbahn-freunde-bad-schoenborn.de 

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10 Jahre Modelleisenbahnfreunde Ahlhorn e.V. 

Im Frühjahr 1996 setzten sich fünf Ahlhorner Modelleisenbahner zusammen um ihrem Hobby nicht mehr alleine nachzugehen. So entschlossen sie sich gemeinsam eine Modelleisenbahnanlage im Maßstab H0 zu planen und zu bauen. Ein Entwurf war rasch gemacht und so fingen sie an eine Modulanlage zu bauen. Gebaut wurde unter anderem zu Hause, im Keller und sogar im Schlafzimmer. In den Sommer- und Herbstferien 1997 konnten einige dieser Module in der Aula des Schulzentrums Ahlhorn aufgebaut werden.

Die erste öffentliche Vorführung dieser Module erfolgte am 1. November 1997 im katholischen Pfarrheim Ahlhorn.

Der Erfolg dieser Ausstellung hatte zur Folge, dass sich die fünf Modelleisenbahner nunmehr einmal in der Woche in Kneipen, Gartenhäusern oder Wohnzimmern trafen. Geträumt wurde von einem eigenen Clubheim. Bereits im Frühjahr 1998 war es soweit. Der Güterschuppen des Ahlhorner Bahnhofs wurde von uns gemietet und in Eigenleistung für unsere Zwecke umgebaut und hergerichtet und an den letzten drei Adventssonntagen 1998 konnte dann eine im Aufbau befindliche H0 2L= der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Durch eine große Presseoffensive erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 15. Dies ist im Hinblick auf die hohen laufenden Kosten wie Miete, Heizung, Strom und dergleichen für den Bestand des Vereins wichtig.

Weiterhin werden alle historischen Unterlagen und Gegenstände, die im Zusammenhang mit dem Bahnhof Ahlhorn stehen, gesammelt und so vor dem Vergessen bewahrt. Der Club bietet seinen Mitgliedern auch Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung zu Museumseisenbahnen, Ausstellungen, Messen und sonstigen eisenbahntechnischen Einrichtungen.

Insbesondere sollen Kontakte zu anderen Clubs und Vereine für einen regen Erfahrungsaustausch aufgebaut werden.

Aufgrund von Problemen mit der Deutschen Bahn im Jahre 2003 wurde nach einem neuen Clubheim gesucht. Wir fanden in Ahlhorn eine wunderschöne alte Schmiede. Sie stand leer und so konnten wir im Mai 2003 dort einziehen. Wieder waren umfangreiche Renovierungsarbeiten erforderlich. Von der H0- und LGB-Anlage konnten nur die Schienen, Weichen, Signale und Gebäude erhalten werden.

Ab dem Frühjahr 2004 wurde die Planung für eine ganz neue stationäre Anlage in Angriff genommen. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Einzelheiten vertraut machten. All diese Ideen und Vorschläge flossen dann in die Planung ein. Nach diesen Plänen wird jetzt gearbeitet, wobei es immer wieder zu kleinen Änderungen in Detailfragen kommt.

Unsere Ahlhorner Modellbahntage sind zu einem festen Bestandteil im Ahlhorner Veranstaltungskalender geworden, wobei Besucher auch aus ferneren Regionen begrüßt werden können. Diese Ahlhorner Modellbahntage mit Eintritt, Tombola und Essbarem bringen uns die finanziellen Mittel um weiterbauen zu können.

Ein Formsignal Hp2 wurde endlich nach langer Zeit im November 2004 vor der Schmiede aufgestellt.

Kontakt: Volker Görtz-Teplinski, Heemannshausen 10, 26197 Ahlhorn, Tel. 04435 2875, 
Internet: www.modelleisenbahnfreunde-ahlhorn.de, e-Mail: goertz@modelleisenbahnfreunde-ahlhorn.de 

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10 Jahre Bad Driburger Eisenbahnfreunde e.V.

Eine Interessengemeinschaft wurde im März 1992 gegründet, um den am Thema Eisenbahn im ostwestfälischen Raum Interessierten eine Möglichkeit des Gedankenaustausches zu geben. 1996 wurde aus der IG ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder sich regelmäßig treffen. Dabei werden aktuelle Bahn-Themen diskutiert, Dias und Filme über Bahnen des In- und Auslandes gezeigt, sowie Exkursionen zu interessanten Bahnzielen der näheren und weiteren Umgebung vorbereitet.

Zu den bisherigen Aktionen zählen der Besuch verschiedener Eisenbahnmuseen in Deutschland sowie der letzten dampf betriebenen Schmalspurbahnen Sachsens, Schienenbusfahrten auf ehemaligen Bundesbahn- und Reichsbahnstrecken, eine Exkursion zu den letzten dampfbetriebenen Bahnstrecken Polens sowie die Organisation öffentlicher Vorträge namhafter Eisenbahnbuch-Autoren. Mehrfach wurden bereits historische Züge zu Sonderfahrten gechartert. Winterliche Eisenbahntouren zu den (Harzer) Schmalspurbahnen sowie die jeweils im Sommer stattfindenden Eisenbahn-Fahrrad-Touren, welche entlang noch in Betrieb befindlicher Nebenbahnen oder über die Trassen bereits stillgelegter Strecken führen, sind fester Bestandteil der Aktivitäten unserer Gruppe. - Im laufenden Jahr fanden bereits eine (Bahn-)Fahrt zur Müngstener Brücke und ein zweitägiger Besuchs Hamburg statt. Hierbei wurden neben dem Miniatur-Wunderland und der Spur-1-Anlage im Museum für Hamburgische Geschichte auch das ICE-Werk in Eidelstedt besichtigt. Die Bad Driburger Eisenbahnfreunde unterstützen auch in diesem Jahr die Aktivitäten der 2005 entstandenen privaten Modellbahn-Schauanlage der "Bw Ottbergen GmbH", die im ehem. Bad Driburger Güterbahnhof untergebracht ist.

Der Verein gibt in unregelmäßigen Abständen Foto-Kalender hieraus, welche die Entwicklung der Bahnstrecken zwischen Egge und Weser mit historischen und aktuellen Bildern dokumentieren. Vom Jahreskalender 2006, der Aufnahmen von den letzten 10 Jahren des Bahnbetriebes rund um Bad Driburg enthält, sind noch Restexemplare zum Preis von je 5,- € zzgl. Versand erhältlich und können bei der untenstehenden Adresse erworben werden.

Über mehrere Jahre hinweg nutzten der Verein gemeinsam mit der Ortsgruppe Bad Driburg des Bahn-Sozialwerkes (BSW) Räume im Bad Driburger Bahnhof. Nach dem Rückzug des BSW aus dem Gebäude verlor der Verein seine feste Bleibe. Nun treffen sich die Bad Driburger Eisenbahnfreunde e.V. an jedem ersten Freitag eines geraden Monats ab 19.00 Uhr bei Vereinsmitgliedern. Dem Verein gehören derzeit 31 Mitglieder an.

Am 2. Mai hatten die Bad Driburger Eisenbahnfreunde mit ihrem 10-jährigen Bestehen als eingetragener Verein Anlass zum Feiern.

Kontakt: Bad Driburger Eisenbahnfreunde e.V., c/o Wolfgang Ewers, Dringenberger Str. 73, 33014 Bad Driburg 

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25 Jahre Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin 

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaften im Deutschen Modellbahn-Verband der DDR (DMV) 1/5 Berlin, war ein Sammelbecken all der Modellbahnfreunde und Freunde der Eisenbahn, die sich aus vielerlei Gründen nicht einer speziell bauenden oder thematisch besonders ausgerichteten Arbeitsgemeinschaft anschließen wollten oder konnten. Da das einem passionierten Modellbahnfreund nicht befriedigen konnte, ergriffen Ende der 70er-Jahre einige Freunde, anfangs aus sechs Mitgliedern bestehend, die Eigeninitiative zum Bau einer gemeinsamen Modellbahnanlage.

Wer kennt nicht die hochtrabenden Pläne für einen Bahnhof an einer elektrifizierten Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn nach einem realen Vorbild? Doch die Platzfrage dafür erschien kaum lösbar, auch sollte die Anlage transportabel sein. So mutierten bald die anspruchsvollen Pläne zu dem was lösbar erschien. Warum sollten wir uns nicht allein auf eine Nebenbahn beschränken? Und wenn schon Nebenbahn, dann kann es auch eine Kleinbahn sein und da bieten sich doch die Kleinbahnen der Altmark an. Das war's!

Die Kleinbahnen der Altmark, dem Gebiet zwischen Salzwedel und Stendal sowie niedersächsischer Landesgrenze und Elbe, im Bezirk Magdeburg (heute Teil Sachsen-Anhalts) gelegen, umfassten einst ein weit verzweigtes Netz regelspuriger Kleinbahnen provinzionaler und privater Eisenbahngesellschaften. Bis 1949 wurden diese Bahnen von der Deutschen Reichsbahn übernommen. Die ersten Streckenstilllegungen erfolgten nach 1945 mit der Grenzziehung zu Niedersachsen. Mit dem Ausbau der Straßenverbindungen in den 60er- und 70er-Jahren wurde das Netz zum größten Teil stillgelegt, so dass heute nur noch Fragmente von einstiger Eisenbahnherrlichkeit künden.

Die gemeinsame Modellbahn sollte als Segmentanlage errichtet und Schritt für Schritt ausgebaut werden. So entstand zuerst der Streckenteil vom Bahnhof Arendsee über Stapel, Klein Rossau nach Flessau. Nach dem Debüt mit unserer neu erbauten Anlage, auf der Ausstellung im Juni 1981 unter dem Berliner Fernsehturm beschlossen wir, eine eigenständige Arbeitsgemeinschaft zu gründen. So wurden wir dann am 1. Juli 1981 als Arbeitsgemeinschaft 1/50 im DMV aufgenommen.

In den Jahren danach wurde die Anlage Schritt für Schritt aus- und umgebaut. Das ging so weit, dass einzelne Segmente mehrfach neu gebaut wurden, bis sie unseren Ansprüchen genügten. Daneben kämpften wir permanent mit dem leidigen Raumproblem. Als wir nun endlich die idealen Räume gefunden hatten, kam 1989 die politische Wende und der Betrieb, in dem wir Unterschlupf gefunden hatten, schloss seine Tore. So hatten wir erst einmal Jahre zu tun, um neue Räume zu finden und diese herzurichten. Zwischenzeitlich konstituierten wir uns als eingetragener Verein neu und traten 1991 dem BDEF bei.

Außer an unserer Vereinanlage zu bauen, besuchen wir noch immer regelmäßig die Altmark, um dort nach den Überresten unseres Vorbildes zu forschen. Aber auch andere Strecken, Bahnhöfe und interessante Objekte der großen Eisenbahn sowie eisenbahntechnische Museen sind das Ziel vieler Exkursionen, die wir jährlich durchführen. Auch führen wir uns mindestens einmal im Jahr ein Gartenbahntreffen durch.

Natürlich sind wir auch regelmäßig auf Ausstellungen und Messen präsent, u.a. im Herbst 2005 auf der Messe Modell - Hobby - Spiel in Leipzig mit dem neu erbauten Bahnhof Apenburg.

Leider bewegt sich unser Mitgliederstand seit Jahren permanent bei nur sieben Mitgliedern. Junge Freunde, die wir für unser Konzept begeistern konnten, blieben meist nicht lange. Entweder mussten sie uns aus beruflichen Gründen verlassen - Arbeit findet man nicht immer da wo man will - oder mit einer Familiengründung hatten erstmal andere Dinge Priorität.

Kontakt: Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin e.V., Hans-Werner Bürkner, Flensburger Straße 4, 10557 Berlin, Tel. 030 3924613, e-Mail: info@altmark-modellbahn.de , Internet: http://www.altmark-modellbahn.de  

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40 Jahre Modelleisenbahn-Club Bayreuth e.V. 

Auf 40 Jahre Vereinsarbeit kann im Jahr 2006 der Modelleisenbahn-Club Bayreuth zurückblicken. 
Was zu Beginn im Jahre 1966 als loser Zusammenschluss von damals 30 Eisenbahn- und Modellbaufreunden zu einer Arbeitsgemeinschaft begann, ist schnell zu einer festen Einrichtung im Bayreuther Vereinsleben geworden. Aus der Arbeitsgemeinschaft wurde im Januar 1967 dann offiziell der Modelleisenbahn-Club Bayreuth aus der Taufe gehoben und in das Vereinsregister eingetragen. Auch die Anmeldung beim BDEF erfolgte. Die Mitglieder des noch jungen Vereins hatten anfangs noch so ihre Schwierigkeiten mit der Unterbringung und dem Abhalten der stattfindenden Clubabende, da es noch an einer geeigneten Räumlichkeit für den Club fehlte. War man zu Beginn noch im Keller einer Bayreuther Gaststätte, später dann im Hinterhaus des alten "Stenohauses" untergebracht, ergab es sich schließlich, dass die Deutsche Bundesbahn dem Verein einen Holzschuppen an der ehemaligen Viehrampe des Bayreuther Hauptbahnhofes (damals noch fast unentgeltlich) zur Verfügung stellte, in dem der Club noch bis heute sein Zuhause hat. Der Holzschuppen, damals noch als sog. "Giftbude" in Anlehnung auf die vormalige Verwendung als Spritzmittellager bezeichnet, wurde durch die Mitglieder in Eigenleistung umgebaut und modernisiert bis daraus ein für Modellbahner brauchbarer Raum sowie Clubraum wurde. Um Geld in die anfangs immer leere Vereinskasse zu bringen wurde damit begonnen für Kunden Bayreuther Spielwarengeschäfte Modellbahnanlagen zu bauen und auszugestalten. Mit dem so verdienten Geld entstand im Laufe der Zeit schließlich die erste festeingebaute, clubeigene Modellbahnanlage in der Baugröße H0 (2-Leiter) in der Größe von 8 x 2,50 Metern, die im Laufe der Jahre ständig ihre Gestalt veränderte, ehe sie im Jahre 2002, wegen des im Clubheim immer feuchter werdenden Klimas und der daraus resultierenden steigenden Störanfälligkeit, abgerissen werden musste. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten des Clubheimes wurde im darauffolgenden Jahr mit dem Neubau einer transportablen, in Modulbauweise gefertigten 2-Leiter-H0-Anlage begonnen, die mit 7,5 x 2 Metern nur geringfügig kleiner ausfiel um deren Transportfähigkeit sicherzustellen. Die Arbeiten sind bis auf Teile der Ausgestaltung weitgehend abgeschlossen.

Anlässlich dieses 40-jährigen Jubiläums lädt der MEC Bayreuth e. V am Samstag 15. Juli und am Sonntag 16. Juli 2006, jeweils von 10-18 Uhr, zu einen Tag der offenen Tür in seine Clubräume in der Wilhelm-von-Diez-Str. in Bayreuth (ehem. Viehrampe unterhalb der Eisenbahnbrücke) ein. Für das leibliche Wohl der Besucher ist bestens gesorgt.

Kontakt: Modelleisenbahn-Club Bayreuth e.V., Uwe Wittke (1. Vorsitzender), Opernstr. 16, 95444 Bayreuth, Tel. 0172 9826329, e-Mail: uwe.wittke@vodafone.de.  

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40 Jahre Eisenbahn-Club "Spreewaldbahn" Cottbus e.V. 

Im April 1966 gründeten fünf Cottbuser Modellbahnfreunde die Arbeitsgemeinschaft Cottbus des Deutschen Modelleisenbahn-Verbandes (DMV). Im Herbst 1971 trat die Arbeitsgemeinschaft mit ihrer ersten Ausstellung im damaligen "Kulturhaus der Eisenbahner" an die Öffentlichkeit. Gezeigt wurde die gemeinsam erbaute H0-Anlage sowie mehrere Privatanlagen der Mitglieder in den Baugrößen H0, TT und N. Weitere Ausstellungen fanden in Cottbus aller 2 bzw. 3 Jahre bis 1990 statt.

Neben der Modellbahn interessierten sich viele Mitglieder auch für die "große" Eisenbahn. Es wurden Exkursionen und Besichtigungen durchgeführt sowie Dokumente über die 1970 stillgelegte Spreewaldbahn gesammelt. Ein Nachbau von Teilstrecken der Spreewaldbahn wurde begonnen. Für diese Aktivitäten erhielt die Arbeitsgemeinschaft 1980 vom DMV den Ehrennamen "Spreewaldbahn" verliehen. Im Jahr 1989 konnte in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Cottbus die 75-seitige Broschüre "Die Spreewaldbahn - eine Chronik" in einer Auflage von 5.000 Stück erscheinen.

Im 25. Jahr ihres Bestehens wandelte sich die Arbeitsgemeinschaft nach Auflösung des DMV der DDR 1991 in den Eisenbahn-Club "Spreewaldbahn" Cottbus e.V. (EC) um und trat am 1.1.1992 dem Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V.(BDEF) bei. Seit 1991 führt der EC jährlich in der Vorweihnachtszeit eine Modellbahnausstellung in der Stadthalle Cottbus durch. Der EC verfügt gegenwärtig über clubeigene Modellbahnanlagen in den Baugrößen lIm (Gartenbahn), H0, H0/H0m, H0e, H0 (Märklin), N und Z. Die H0/H0m-Anlage beinhaltet eine historische Nachbildung des Bahnhofes Lübben mit Anschluss der Spreewaldbahn, wie er bis zu deren Stilllegung im Jahr 1970 bestand. Mit dieser Anlage war der EC auf der Messe Modell & Hobby 1998 in Leipzig vertreten. Besonders erwähnenswert sind weiterhin die H0-Anlage mit Winterlandschaft des Club-Mitgliedes Hans-Joachim Bänsch und die für die Gartenbahn-Strecke von Club-Mitglied Klaus Fabiunke in Baugröße IIm nachgebaute Schweizer E-Lok Dze 6/6. Das letzte von zwei gebauten Originalen dieser Lok war 2004 noch in Gstaad/Schweiz abgestellt.

Seit seiner Gründung hat der EC vielfältige Kontakte mit Arbeitsgemeinschaften des DMV bzw. Vereinigungen des BDEF gepflegt, z.B. mit Eisenbahn- und Modellbahnfreunden aus Göhren/Rügen, Görlitz, Saarbrücken, Wuppertal sowie regional benachbarten Vereinen.

Der EC hat gegenwärtig 30 Mitglieder aus Cottbus und einigen Orten der Umgebung. Das Durchschnittsalter der Club-Mitglieder beträgt 49 Jahre - die Altersspanne reicht von 15 bis 72 Jahre.

Kontakt: Eisenbahn-Club "Spreewaldbahn" Cottbus e.V., Lothar Müller, Bogenstraße 16, 03050 Cottbus, Tel. 0355 524274, Internet: http://www.eisenbahnclub-spreewaldbahn.de  

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Erinnern Sie sich ? 50 Jahre BDEF

Am 29. Juni 1958 wurde in Frankfurt der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde BDEF als Nachfolgeorganisation des Verbandes Deutscher Modell-Eisenbahn-Clubs VDMEC gegründet. Zum 50. Jahrestag der Gründung - also im Juni 2008 - möchten wir ein repräsentatives Jubiläumsbuch veröffentlichen, das die Geschichte des BDEF umfassend, interessant und auch humorvoll schildert.
Natürlich haben wir Aufzeichnungen zu unserer Geschichte, aus denen wir eindeutig entnehmen können, dass zum Beispiel in Stuttgart beim 7. Verbandstag dem bis dahin amtierende ersten Vorsitzende Albrecht Reuffurt der neue Vorsitzende Friedhelm Ernst folgte. Alle Ausrichtungsorte der Verbandstage, die Zusammensetzung des jeweiligen Vorstandes und seiner Berater, die Orte der Regionaltagungen - dies sind bekannte Daten.
Wir besitzen auch das ausführliche Gründungsprotokoll aus dem Jahre 1958 und eine Niederschrift der Grußworte des damaligen Bundesbahnpräsidenten Dr. Oeftering.

Fünfzig Jahre BDEF sind aber mehr als Veranstaltungsorte, Daten und Protokolle.
Fünfzig Jahre BDEF sind auch Menschen, Erlebnisse, Anekdoten, Schicksale und besondere Momente.

In diesen 50 Jahren ereigneten sich in oder mit dem BDEF so viel, was leider nicht dokumentiert wurde und ausschließlich in den Köpfen Beteiligter überdauerte. Da gab es Ernstes, wie vielleicht eine schwere Erkrankung eines Teilnehmers während eines Verbandstages, aber auch Erfreuliches, wie z.B. die Eheschließung von Zweien, die sich beim Verbandstag kennen lernten.
Sicherlich gab es auch Erheiterndes. Vielleicht ließ sich ja einst ein Vorstandsmitglied dazu verleiten, beim Abschlussabend eine kabarettistische Einlage zum Besten zu geben oder einen Volkstanz darzubieten.

Das Jubiläumsbuch des BDEF zum Fünfzigsten soll neben den trockenen Daten möglichst viele der Geschichten "am Rande" enthalten und damit die Erinnerungen an 50 Jahre Bundesverband in seiner ganzen Ausprägung bewahren. Ein Verband, wie unserer besteht aus Menschen und ist für Menschen - es hat immer und wird immer "menscheln". Helfen Sie uns mit Ihren Erinnerungen, menschliches und die Menschen in den Vordergrund der Betrachtungen zu bringen.

Das BDEF-Jubiläumsbuch zum 50. wird von unserem erfahrenen Jahrbuchredakteur Wolf-Dietger Machel betreut werden. Sie können Ihre Erinnerungen (Texte, Bilder, Dokumente) direkt an ihn, oder an die Geschäftsstelle des BDEF senden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, oder Hilfe brauchen, rufen Sie uns an, senden Sie uns eine e-Mail oder sprechen Sie mit uns auf einer der großen Messen.
Wir freuen uns auf Ihre Erinnerungen ! 

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Neues vom Miniatur-Wunderland Hamburg 

Zwillinge Braun sind Unternehmer des Jahres 2006

Eine kreative Geschäftsidee hat es nach ganz oben geschafft - Frederik und Gerrit Braun sind mit ihrem Miniatur Wunderland Hamburgs Unternehmer des Jahres 2006 geworden. Die Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) und der Bundesverband junger Unternehmer (BJU) haben die beiden Titelträger heute der Öffentlichkeit vorgestellt.
"Mit ihrer originellen Gründeridee - die größte Modelleisenbahn-Anlage der Welt zu bauen - haben Frederik und Gerrit Braun gezeigt, dass es sich auszahlt als Unternehmer auch ungewöhnliche Konzepte umzusetzen und neue Wege zu gehen", so Christoph M. Kadereit, Stellvertretender Vorsitzender der ASU Hamburg.
In der Tat ist das Miniatur Wunderland eine unternehmerische Erfolgsgeschichte. Obwohl das Vorhaben anfangs bei der Hausbank für schmunzelnde Gesprächspartner sorgte, gab sie für die anfängliche Finanzierungssumme dennoch schnell die Zusage. Mittlerweile haben die Brüder Braun rund sechs Millionen Euro in ihr Wunderland investiert. Seit der Eröffnung am 16. August 2001 hat sich die Gästezahl nahezu verdreifacht - am 20. April war der dreimillionste Besucher im Miniatur-Wunderland. Dabei zieht es besonders Hamburg-Touristen in die Eisenbahn-Welt. 90 Prozent der Gäste kommen nicht aus der Hansestadt. Rund 200.000 Übernachtungen pro Jahr gehen direkt auf das Miniatur Wunderland zurück.
"Frederik und Gerrit Braun haben mit ihrem Unternehmen Hamburg um eine besondere Sehenswürdigkeit reicher gemacht - das Miniatur Wunderland ist ein Publikumsmagnet und fährt als Tourismus-Lokomotive für die Hansestadt vorne weg", begründet Malte Wettern, Vorsitzender des BJU Hamburg, die Entscheidung. "Die Tourismusbranche ist neben dem Hafen das zweitstärkste Zugpferd für die Hamburger Wirtschaft und die Brüder Braun machen mit dem Miniatur Wunderland die Metropole Hamburg international ein kleines Stück bekannter".
Am Abend des 6.4.2004 ehrten ASU und BJU offiziell die beiden Preisträger im Rahmen einer Gala in der Bucerius Law School. 500 geladene Gäste konnten sich mit den Brauns über die Laudatio von Wirtschaftssenator Gunnar Uldall freuen. Festredner waren Dr. Patrick Adenauer, Präsident der ASU und Prof. Dr. Felix von Cube von der Universität Heidelberg. Durch den Abend führte Carmen Schön, Vorstandsmitglied des BJU Hamburg.

3.000.000 Besucher

Am 20, April um 11:08 Uhr war es soweit. Der dreimillionste Besucher betrat das Miniatur Wunderland in Hamburg. Peter Albus Schwarzbach (42), wohnhaft in Hessen, gebürtig in Dresden, hatte mit Ehefrau und beiden Kindern (10 & 12 Jahre alt) auf dem Rückweg nach Kassel einen Abstecher ins Wunderland gemacht und wurde von großem Presserummel und Gratulanten überrascht. Der Gast bekam eine Besitzurkunde für ein fantastisches, ca. 300 Quadratzentimeter großes Grundstück im Miniatur Wunderländer Norwegen überreicht. Diese Urkunde beinhaltet das schöne Ferienhaus mit Blick auf einen Fjord, 10x10 cm groß, komplett gebaut nach den Vorstellungen des Gewinners. Außerdem wurde ihm eine riesige Torte (über 1 Meter groß) überreicht. Mit der Ehrung als dreimillionster Besucher ist auch die Aufnahme in die "Hall of Fame" verbunden und wie in Hollywood bekommt der Gast einen Stern. Besonders freuen wird sich Peter Schwarzbach auch über den freier Eintritt auf Lebenszeit.
Wir gratulieren Familie Schwarzbach - und besonders den Gebrüdern Braun zu dieser einmaligen Erfolgsgeschichte.

Nächster Bauabschnitt gestartet

Vor kurzem wurde der fünfte von neun Bauabschnitten gestartet. Sofort nach Erhalt des genehmigten Bauantrages wurde die 100 qm große Decke innerhalb von mehreren Nachtschichten entfernt. Die bis zu 6 Meter hohen Schweizer Alpen werden die nächste 12-16 Monate für intensive Beschäftigung sorgen. In den Wochenberichten auf der MiWuLa-Homepage kann man gut sehen, wie aufwändig dieser Abschnitt wird. Im Wochenbericht 11/2006 finden sich die kompletten Gleispläne für dieses neue Miniatur Wunderland Highlight. Damit wächst das Miniatur Wunderland auf über 1.150 qm und bleibt auch weiterhin unerreichbar die größte Modellbahn der Welt. Ob Glacier-Express oder das Matterhorn., alle wichtigen Highlights der wunderschönen Schweiz werden untergebracht.
Zeitgleich wird übrigens weiter unter Hochdruck an der noch nicht fertig gestellten Technik für die Schiffsteuerung und für den technisch unglaublich aufwändigen Verkehrsflughafen gearbeitet. Der Flughafen wird demnächst auch sichtbar fürs Publikum begonnen. Hier ist die Fertigstellung aber ungewiss, da erst noch einige Erfindungen gemacht werden müssen. 

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neu: SPUR G MAGAZIN 

Wenige Stunden vor Redaktionsschluss dieses Rundschreibens brachte uns die Post eine neue Modellbahn-Zeitschrift, die uns sofort sehr gut gefiel. Erst beim zweiten Blick stellten wir fest, dass es keine Publikation eines Fachverlages sondern eigentlich die "Vereinszeitschrift" eines bekannten Modellbahnvereins ist !
Als Nachfolger der vom "Club der LGB Freunde Rhein/Sieg" seit vielen Jahren erfolgreich publizierten "Spur II Nachrichten" soll das neue SPUR G MAGAZIN nicht nur allein als offizielle Vereinszeitschrift fungieren, sondern vielmehr als unabhängige Modelleisenbahnzeitschrift für den Groß- und Gartenbahner ausführliche Informationen über die Spur-G-Szene sowie deren Vorbilder liefern. Dabei soll eine möglichst breite Basis von Modelleisenbahn-Enthusiasten angesprochen werden: der LGB-Fahrer genauso wie der anspruchsvollere Modell- und Anlagenbauer, der Sammler, Freunde des Echtdampfes und der personenbefördernden Gartenbahn und natürlich auch die Feldbahner.
Im Editorial zu Heft 1 des SPUR G MAGAZINs schreibt Klaus-P. Kerwer - Vorsitzender des "Club der LGB Freunde Rhein/Sieg" und Herausgeber des Magazins - zur Namenswahl für das neue Magazin: "Entgegen der derzeitigen Diskussion war für uns von Anfang an das Bekenntnis zur SPUR G selbstverständlich! Aus vielerlei Gründen erscheint dieser Name für die Zeitschrift angebracht. Das beginnt mit der Verbundenheit zum Hause LGB, das den Begriff der Baugröße G bereits 1968 etablierte. Daneben steht das "G" charakteristisch für das mittlerweile breite Spektrum an Maßstäben, die sich auf der 45-mm-Spur tummeln. Darin eingeschlossen sind die klassische Spur IIm (1:22,5), "amerikanische" Maßstäbe wie 1:20,3 und 1:29 genauso wie die neueren weniger maßstabsgetreuen Regelspurfahrzeuge auf Schmalspurgleisen. Und nicht zuletzt steht "G" auch für Gartenbahn und Großbahn."
Mit dem avisierten Mix aus Berichten über unterschiedlichste Modell- und Vorbildthemen sowie offiziellen Club-Themen soll das SPUR G MAGAZIN eine zusätzliche Informationsquelle zu den etablierten Fachzeitschriften darstellen.
Das neue SPUR G MAGAZIN wird (vorerst?) nur zweimal jährlich - im Juni und im Dezember - erscheinen. Da es erfahrungsgemäß Dinge am Eisenbahnhimmel gibt, die keine sechs Monate Zeit zwischen den halbjährlich erscheinenden Ausgaben des SPUR G MAGAZINs erlauben, erhalten alle Abonnenten und Clubmitglieder zusätzlich den monatlich erscheinenden Newsletter - die SPUR G NEWS - als kostenfreie Zugabe per e-Mail.

Weitere Informationen zu dieser wirklich hervorragenden Zeitschrift, sowie die Möglichkeiten eines Abonnements, sind im Internet unter www.spur-g-magazin.de oder beim "Club der LGB Freunde Rhein/Sieg", Postfach 4144, 53870 Euskirchen erhältlich. 

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Modellbahn-Bilderlexikon auf CD oder DVD 

Als Weltneuheit präsentiert die Firma Modellbau Fischer aus München ein Modellbahn-Bilderlexikon auf CD oder DVD. Dreizehn verschiedene Scheiben stehen zur Zeit zur Verfügung, die nach Nenngrößen aufgeteilt sind und in diesen nach Fabrikaten oder Hersteller:
Als zweite Auswahl steht die Aufteilung nach Bahnverwaltungen zur Verfügung. Hierbei sind z.B. für Deutschland die Ausgaben DB, DR, DRG, K.P.E.V., K.W.St.B. Kgl.Bay.Sts.B. und Privatbahnen lieferbar.
Die Dokumentationen laufen auf Rechnern mit den Systemen Microsoft®, Linux® und Macintosh®.

Für jedes Modell werden eine Abbildung und die wichtigsten Informationen geboten. Viele Aufnahmen sind hervorragende Bilder in Digitalqualität. Etwas getrübt wird das Vergnügen durch einige eingescannte Katalogbilder mit starkem Moiré.
Weitere Informationen über das sehr preiswerte Modellbahn-Bilderlexikon erhält man im Internet unter www.johofi.com - wo auch eine günstige Demo-DVD abgeboten wird - oder direkt bei Modellbau Fischer, Therese-Giehse-Allee 83, 81739 München, Tel. 089 63019841, e-Mail d.fischer@johofi.com .

Übrigens: Detlef Fischer ist die "hintere Hälfte" der ehemaligen Firma Merker+Fischer ! 

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Neues Fördermitglied "Modellbahntechnik aktuell" 

Als neues Fördermitglied unseres Verbandes begrüßen wir "Modellbahntechnik aktuell". Modellbahntechnik aktuell ist der unabhängige Praxisratgeber zu Digitalsteuerung, Elektronik und technischem Modellbahnbau. Die rasante Entwicklungen in PC- und Digital-Technik machen die Modellbahn heute zu einem eigenen hochtechnischen Mikrokosmos. Da heißt es Schritt halten und aus den vielen Produkten und Schaltungsmöglichkeiten die persönlich beste technische Lösung mit vertretbarem Aufwand zu finden und zu realisieren.

Das notwendige Kompaktwissen für diese große Aufgabe erhält man mit dem neuen Praxisratgeber Modellbahntechnik aktuell. Hier finden sich endlich eine Zusammenstellung der wichtigsten Tipps, Tricks und professionellen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man mehr aus seiner Modellbahn macht. Soforthilfe-Lösungen bei Pannen, Checklisten, aktuelle Nachrichten aus der Technik-Szene und vielen Tipps zum Geldsparen kommen dem Hobby direkt zu Gute.

Modellbahntechnik aktuell erscheint im Fachverlag für Computerwissen, einem Unternehmensbereich der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Weitere Publikationen rund um PC und Technik sind unter www.computerwissen.de zu finden. Leser des Praxisratgebers können auch die kostenlosen Service-Leistungen von Modellbahntechnik aktuell nutzen:

• Exklusiver Online-Service mit exklusivem Zugriff auf das komplette Archiv mit allen Ausgaben im praktischen PDF-Format und weitere aktuelle Downloads, Tipps und Modellbahnsoftware,

• e-Mail-Hotline: 24-Stunden-E-Mail-Hotline mit Antwortgarantie bei Fragen rund um den technischen Modellbahnbau,

• Sonderkonditionen für die limitierten H0-Sonderwagen von Modellbahntechnik aktuell und Vergünstigungen bei gemeinsamen Fahrten mit Sonderzügen, Modellbahntreffen und Messen.

• Kostenloser Newsletter: Alle 14 Tage das Neueste zu Digitalsteuerung, Elektronik und technischem Modellbahnbau.

Wer noch nicht Leser von Modellbahntechnik aktuell ist, kann den Informationsdienst gratis und risikolos 14 Tage lang testen! Die aktuelle Ausgabe von Modellbahntechnik aktuell wird kostenlos zugeschickt und man hat 14 Tage lang Zeit, alle Vorteile des Informationsdienstes ausgiebig zu nutzen.

Der 14-Tage-Gratis-Test kann unter www.modellbahntechnik-aktuell.de  angefordert werden.

Kontakt: Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Theodor-Heuss-Str. 2-4, 53095 Bonn, Telefon: 0228 9550190, Fax: 0228 3696001,

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Regierungspräsident im Eisenbahnmuseum Weiden 

Anlässlich seiner Anwesenheit in Weiden besuchte der Oberpfälzer Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert auch das Eisenbahnmuseum Weiden. Museumsleiter Horst Scheiner hatte den Regierungspräsidenten schon früher dazu eingeladen. Dr. Kunert wollte sich in nur 10 Minuten einen Überblick verschaffen, aber daraus wurden dann 1 1/2 Stunden. Scheiner wies auch auf die notorische Raumnot im Museum und die finanzielle Lage der Einrichtung hin, die es immer schwieriger mache, das Museum zu unterhalten. Der Museumsbesucher im 21. Jahrhundert stellt gewisse Ansprüche und verlangt einen mindesten Standard, den man ihm bieten müsse.
Regierungspräsident Kunert war offensichtlich sehr beeindruckt und versprach, sich etwas einfallen zu lassen, um vielleicht helfen zu können. 

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Kingsbridge Capital übernimmt Märklin 

Gesellschafterwechsel öffnet neue Wachstumschancen
Märklin-Chef Paul Adams: "Neue unternehmerische Führung schafft die Perspektive für Expansion"

Über die Zukunft des Traditionsunternehmens Märklin ist jetzt eine Einigung erzielt worden. Das fast 150 Jahre alte, auf hochwertige Modelleisenbahnen spezialisierte Unternehmen wurde mit Vertrag vom 11. Mai 2006 von den 22 Altgesellschaftern an die Londoner Investmentgesellschaft Kingsbridge Capital verkauft. "Märklin ist eine der besten Marken der Welt, mit hohen Qualitätsstandards und einer loyalen Kundschaft", sagte Dr. Mathias Hink, CEO und Managing Director von Kingsbridge Capital Advisors, ein Mitglied der österreichischen HARDT GROUP. "Als neuer Eigentümer fühlen wir uns der Traditionsmarke Märklin verpflichtet und werden alles daran setzen, das Management in der Wahrnehmung der Wachstumschancen des Unternehmens tatkräftig zu unterstützen und die Marke wieder mehr an die jungen Leute heranzuführen".

Mit der nun vereinbarten gemeinsamen Investition von Kingsbridge Capital Advisors und Goldman Sachs ist der Weg frei für eine umfangreiche Neuausrichtung, die der Traditionsmarke Märklin nach einer Krisenperiode wieder zu neuem ertragreichen Wachstum verhelfen soll. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Investmentgesellschaft Kingsbridge Capital besteht aus einem Team von erfahrenen Restrukturierungs- und Finanzierungsspezialisten, das sich seit der Gründung der Gesellschaft 2004 sowohl bei Kunert AG, Immenstadt als auch bei EWT Breitbandnetze GmbH, Augsburg, beteiligt hat.

Auch aufgrund des schwierigen Marktumfeldes der letzten Jahre hat Märklin bereits 2004 unter der Leitung des Geschäftsführers Paul Adams ein Restrukturierungsprogramm verabschiedet und umfangreiche Kosteneinsparungen schrittweise umgesetzt. Die kommenden Herausforderungen für das Unternehmen sind der rasche Abschluss der begonnenen Maßnahmen sowie die Wiederbelebung des Umsatzes.

"Wir haben mit Kingsbridge Capital nun einen verlässlichen und solventen Partner an der Seite, der flexibel und schnell auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingehen kann. Diese unternehmerische Neuausrichtung schafft Freiräume für die Expansion. Damit sind wir für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet", sagte Paul Adams.

Kingsbridge Capital, London, wurde von Dr. Mathias Hink und Dr. Ion Florescu gegründet und ist ein Unternehmen der HARDT GROUP, einer internationalen Alternative Investment Firma. Mit rund 22 Investmentspezialisten in Wien, London, Zug und New York berät HARDT GROUP institutionelle Kunden mit einem aktuellen Gesamtinvestitionsvolumen von USD 860 Mio. Kingsbridge Capital verantwortet die Private Equity Investitionen der HARDT GROUP. Als aktiver Eigentümer und in enger Kooperation mit dem Management der akquirierten Firmen entwickelt und implementiert Kingsbridge Capital Strategien zur Wertsteigerung der Unternehmen.

So weit die offizielle Pressemitteilung von Kingsbridge Capital und Märklin.
Der BDEF-Vorstand hat in einem persönlichen Brief an Paul Adams seine Zuversicht geäußert, dass die Fa. Märklin unter seiner Leitung - nach der Übernahme durch Kingsbridge Capital - gestärkt hervorgehen und weiterhin die Nummer 1 der Modellbahnen sein wird. Für die kommenden Entscheidungen haben wir Herrn Adams und der Firma Märklin viel Glück und Erfolg gewünscht.
 

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© BDEF 2006
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)