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Unser Rundschreiben 2/2006 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Ende nach 29 Jahren

Helmut Hartmeier verstorben

Modellbahn Wiehe - ein BDEF-Fördermitglied berichtet

Neue Modellbaumesse im Norden

Gebr. FALLER GmbH - Fördermitglied des BDEF

53. MOROP- Kongress in Košice, 2.-8.9.2006

25 Jahre AVL

Neu im BDEF: Modellbahnclub Hettstedt "Mansfelder Land" e.V.

Zu Gast bei der SMV

40 Jahre MEC Baumschulenweg - Berlin

Neue Zukunft für Dampflok 18 201

25 Jahre Modelleisenbahnclub Norden e.V.

Faszination Modellbau, Sinsheim 9. bis 12. März 2006

Abschied vom alten "Bahnhöfle" in Trossingen

 

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Am 24. März feierte der deutsche Fahrgastverband ProBahn in Stuttgart sein 25-jähriges Bestehen. Als Kämpfer für das System Bahn als Teil des Öffentlichen Verkehrs und für die Rechte und Interessen der Fahrgäste hat sich ProBahn in diesen 25 Jahren zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution etabliert. Auf Bundesebene steht ProBahn weitgehend alleine dar, abgesehen von einigen Kleingruppierungen oder Verbänden mit gemischten Aufgabenstellungen wie dem VCD oder dem BDEF. Gut war stets die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen BDEF und ProBahn, da viele ProBahn-Mitglieder im BDEF und seinen Mitgliedsvereinen präsent sind und im BDEF sowie als Eisenbahnfreund ihre Wurzeln verkehrspolitischer Aktivitäten haben. Karl-Peter Naumann, der derzeitige Vorsitzende von ProBahn, stammt selbst auch aus dem BDEF. Mit Freude nahm ich als BDEF-Vorsitzender somit die Einladung zur 25-Jahr-Feier an und hatte auch eine kleine Überraschung vorbereitet.
Die 25-Jahr-Feier im Steigenberger Hotel Zeppelin in Stuttgart nutzte ProBahn auch zur Verleihung der Fahrgastpreise 2006. Nach einer kurzen Eröffnung durch Dr. Hartmut Buyken, begrüßte Karl-Peter Naumann die große Zahl anwesender Gäste und verlieh anschließend die Fahrgastpreise 2006, u.a. an die Schlichtungsstelle Nahverkehr NRW, an die Usedomer Bäderbahn und an den RingZug BW. Neben dem politisch verantwortlichen Staatssektretär Köberle der baden-württembergischen Landesregierung erhielten auch die HZL als Betreiber des RingZug und der Zweckverband der betroffenen Kreise Urkunden.
Nach den Dankesworten aller Preisträger gaben Frank von Meissner von der HZL und Udo Sieverding von der Schlichtungsstelle Nahverkehr NRW in kurzen Referaten einen Einblick in Ihre erfolgreiche Tätigkeiten. Mit einem kurzen Rückblick auf 25 Jahre ProBahn leitete Karl-Peter Naumann auf die Grußworte der Gäste über. Nacheinander überbrachten ihren Dank und ihre Glückwünsche Dirk Flege von der Allianz pro Schiene, Michael Gehrmann vom VCD, Gerhard A. Bayer vom BDEF, Hans Leister, Edwin Dutler von ProBahn Schweiz und Dr. Albert Lambert aus Luxemburg.
In meinen Grußworten konnte ich auf gemeinsame Erfolge und auf die besondere Verbundenheit von ProBahn und BDEF hinweisen. Stellvertretend für die in 25 Jahre erworbenen außerordentliche Verdienste des Verbandes ProBahn e.V. würdigte ich im Namen des BDEF den langjährigen ProBahn-Vorsitzenden Karl-Peter Naumann mit der Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V.
Mit einem kleinen Imbiss und vielen interessanten Gesprächen in kleineren Gruppen klang die Jubiläumsfeier in angenehmer Atmosphäre aus.

Mit herzlichen Grüßen
Gerhard A. Bayer
BDEF-Vorsitzender

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Helmut Hartmeier verstorben

Plötzlich und völlig unerwartet verstarb am 1.2.2006 im Alter von 66 Jahren Helmut Hartmeier, langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied der Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. und lange Zeit Stellvertretender Vorsitzender des BDEF.
Helmut Hartmeier war Initiator und Motor des Museumszuges "Rebenbummler". Er verstand es, die Mitglieder, aber auch Vereinsfremde für die Sache des "Rebenbummler" zu begeistern und einzunehmen. Sein Wissen und seine Fachkompetenz machten ihn zu einem kompetenten Ansprechpartner, weit über die Aktivitäten des Vereins hinaus. Am Abend des 31.1. hätte Helmut Hartmeier für seine großen Verdienste, für sein Lebenswerk "Rebenbummler" die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg erhalten sollen. Es war ihm nicht mehr vergönnt, diese Ehrung entgegenzunehmen. Wenige Stunden zuvor erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er in den Abendstunden des 1. Februar 2006 verstarb.
Sein plötzlicher Tod ist Anlass, noch einmal auf sein einmaliges Schaffen und Wirken im Verein während seiner 40-jährigen Mitgliedschaft zurückzublicken:
Helmut Hartmeier wurde 1966 Mitglied im damaligen Modelleisenbahnclub Freiburg e.V. Schon 1968 bestimmte ihn die Jahreshauptversammlung zum technischen Leiter des Vereins und übertrug ihm die technische Verantwortung für die Betreuung und den Ausbau der Modellbahnanlage, an der der Verein seit 1961 in der Talstr. 22 in Freiburg baute.
Auf der Jahreshauptversammlung 1971 wurde Helmut Hartmeier zum neuen 1. Vorsitzenden des MECF gewählt. Er kanalisierte die vielfältigen Ideen im Verein, der zu Ende gehenden Dampflokzeit in der Region ein Denkmal zu setzen. Standen erst andere Ideen (Mundenhof-Bähnle) im Focus, so konzentrierten sich ab 1972 die Aktivitäten auf den Erwerb eines kompletten Dampfzuges der Kaiserstuhlbahn, der dort zur Verschrottung anstand. Helmut Hartmeier führte mit der SWEG die Verhandlungen zum Erwerb der Fahrzeuge. Es gelang ihm, zahlreiche Personen in der Region von den Ideen des Vereins zu überzeugen. Dies führte zu zahlreichen neuen Mitgliedern, auch erhielt der Verein namhafte Spenden, so dass der Verein Anfang 1973 die Dampflok 384, und die Wagen 41, 42, 43, 45 sowie den Packwagen 36 von der SWEG erwerben konnte. Parallel verfolgte Helmut Hartmeier den Aufbau einer Museumsbahn-Werkstätte. Mit der Wehrle Werk AG in Emmendingen konnte er eine langfristige Vereinbarung treffen, das Werk überließ dem Verein einen Teil ihres Werksgeländes zur Errichtung einer Werkstätte. Die Gleisanlagen wurde mit Gleisen und Weichen der stillgelegten Bregtalbahn Donaueschingen - Furtwangen für ihre neue Nutzung hergerichtet. Der Verein renovierte gleichzeitig die Gebäude, zwei Baracken und ein Lokschuppen. Von verschiedenen Betrieben aus dem Breisgau konnten ausgemusterte Metall- und Holzbearbeitungsmaschinen erworben werden, die von den Vereinsmitgliedern so aufgearbeitet wurden, dass sie für ihre neuen Zwecke wieder zu gebrauchen waren.
1975 begann der Verein unter seiner Führung und Anleitung mit der Restaurierung der ersten Wagen. Kaum ein Jahr später waren die ersten 4 Wagen fertig gestellt und wurden von der SWEG wieder für den Betrieb zugelassen. Mit einer geliehenen Dampflok aus der Schweiz konnte der Verein am 22. Mai 1976 zum ersten Mal eigene Dampfzug-Fahrten auf der Kaiserstuhlbahn durchführen. Die Resonanz in der Bevölkerung war sehr groß, so dass sich der Verein an die nächste große Aufgabe machte, die Wiederinbetriebnahme der eigenen Dampflok 384.
Helmut Hartmeier trieb in dieser Zeit nicht nur aktiv die Wiederinbetriebnahme der einzelnen Fahrzeuge voran, er schulte auch die Mitglieder des Vereins für ihre neuen Aufgaben. Unter den aktiven Mitgliedern gab es keine Eisenbahner. Die notwendigen technischen Schritte für die Zulassung von Eisenbahn-Fahrzeugen für den Bahnbetrieb wurden deshalb von Helmut Hartmeier erarbeitet und an den Vereinsabenden den Mitgliedern vermittelt. In späteren Jahren folgten dann auch noch die Vorschriften für den Fahrdienst. Helmut Hartmeier war auch die treibende Kraft bei der Vorbereitung der zukünftigen Fahrten. Mit der SWEG konnte er einen Vertrag über die Durchführung solcher Fahrten auf der Kaiserstuhlbahn abschließen und eine Vereinbarung für das Abstellen des Zuges außerhalb der Fahrtage und für die Versorgung der Dampflok treffen. Am 5. September 1978 wurde die Aufarbeitung der Dampflok 384 abgeschlossen und die Lok von den Aufsichtsbehörden wieder für den Eisenbahnbetrieb zugelassen. Am 1. Oktober 1978 konnte der neue Museumsdampfzug "Rebenbummler", bestehend aus der Dampflok 384, den Wagen 41, 42, 43, 45 und dem Kühlwagen 10 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und der Museumsbahnbetrieb mit einer Sonderfahrt von Riegel nach Oberrotweil feierlich eröffnet werden.
Vom 24. - 27. Mai 1979 war der Verein Ausrichter des 22. BDEF-Bundesverbandstags. Rund 650 Delegierte aus ganz Deutschland kamen zur Jahrestagung nach Freiburg, um sich über die verschiedenen Themen der Verbandsarbeit, Museumsbahn und Modellbahn, auszutauschen. Unter der Leitung von Helmut Hartmeier organisierte die Eisenbahnfreunde Breisgau ein umfangreiches Rahmenprogramm, dass teilweise auch der Gesamtbevölkerung zugänglich war. Am Freiburger Hauptbahnhof gab es eine umfangreiche Fahrzeugschau mit historischen und modernen Fahrzeugen der DB, der SBB und der SWEG. Die große Rundfahrt führte die Teilnehmer über Basel, die "Sauschwänzlebahn" und die Höllentalbahn wieder zurück nach Freiburg. Mit einer Sonderfahrt des historischen "Rheingold" wurde die E-Lok-Baureihe 145, die Jahrzehnte den Zugdienst auf der Höllentalbahn geprägt hatte, feierlich aus dem Plandienst verabschiedet.
Im Juni 1979 begannen die Museumsfahrten mit dem "Rebenbummler". Schnell etablierten sich zusätzlich bestellte Sonderzüge für geschlossene Gesellschaften als weiteres Standbein. Zusätzlich zur Dampfzugfahrt organisierte Helmut Hartmeier für die Gäste auch individuell gestaltete Rahmenprogramme, in dem er die landschaftlichen, touristischen und kulinarischen Höhepunkte des Kaiserstuhls mit in diese Fahrten einband. Der Museumszug "Rebenbummler" wurde schnell zu einem festen Bestandteil des touristischen Angebots am Kaiserstuhl.
1980 wurde Helmut Hartmeier zum stellvertretenden Vorsitzenden des BDEF und Leiter des Arbeitskreises Museumsbahn gewählt. Herausragende Punkte dieser Tätigkeit waren u.a. die Sicherstellung der weiteren Belieferung der Museumsbahnen mit Lokomotive-Kohle, die Einrichtung einer Tauschbörse für Ersatzteile und die Einführungen von regelmäßigen Tagungen der Museumsbahner für den Austausch von Erfahrungen und die Bewahrung wichtiger Techniken für den Dampflokbetrieb. In dieser Funktion war Helmut Hartmeier in Zusammenarbeit mit den damaligen Vorständen der Deutschen Bundesbahn maßgeblich an der Planung und erfolgreichen Durchführung der Feierlichkeiten zum Jubiläum "150 Jahre Eisenbahnen in Deutschland" beteiligt. Für die Fahrzeugparaden in Nürnberg und der großen Fahrzeug-Ausstellung in Bochum-Dahlhausen koordinierte Helmut Hartmeier die Bereitstellung und Zuführung der Fahrzeuge von Museumsbahnen aus ganz Deutschland. Ohne sein Engagement hätten diese Veranstaltungen, die Millionen von Besuchern zählten, in dieser Form nicht stattfinden können.
Nach zehnjähriger Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzenden des BDEF und nach zwanzigjähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender der EF Breisgau e.V. zog sich Helmut Hartmeier 1990/91 aus diesen Ämtern zurück, um sich mehr seiner Familie widmen zu können. Die Versammlung der Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. ernannte ihn in daraufhin dankbar zum Ehrenmitglied. Er blieb weiterhin im Verein äußerst aktiv und kümmerte sich mit großer Energie um den Erhalt und den Betrieb des "Rebenbummler". Er überwachte und koordinierte die Untersuchungen an Lokomotive und Wagen. Er schulte regelmäßig die Mitglieder für ihre Prüfungen als Heizer oder Schaffner im Betriebsdienst. Er organisierte jedes Jahr zahlreiche individuell gestaltete Sonderfahrten am Kaiserstuhl und, nach der Bahnreform, auch auf Strecken der DB AG. Für viele Mitglieder unvergesslich sind die Fahrten des "Rebenbummler" mit eigener Kraft nach Gammertingen (1999) zum Jubiläum der Hohenzollerischen Landesbahn, die Fahrt nach Blumberg über die Schwarzwaldbahn zum Jubiläum der Sauschwänzlebahn (2002) und die Fahrt nach Kandern zum Jubiläum des "Chanderli" (2004). Seine letzten Projekte, die er betreute, waren der Umbau des Wagens 81 zum neuen Barwagen und der Einbau eines geschlossenen WC-Systems in den Wagen 68. Die Neubekesselung und Wiederinbetriebnahme der Dampflok 384, die ihm so sehr am Herzen lag, war ihm nicht mehr vergönnt zu erleben.
Ohne den Enthusiasmus, die Begeisterung und die Energie von Helmut Hartmeier würde es den "Rebenbummler" nicht geben. Seine Zielstrebigkeit, seine Überzeugungskraft, seine Fähigkeit, andere zu begeistern, seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sein immenses Technikwissen, sein Organisationstalent haben den Museumsdampfzug "Rebenbummler" erst möglich gemacht. Die Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. verlieren nicht nur eine tragende Persönlichkeit, die Mitglieder verlieren auch einen liebenswerten Freund und Kameraden. Die Lücke, die er hinterlässt, ist für den Verein nicht zu schließen. Er war der "Vater", das "Herz" des "Rebenbummler". Dieses Herz hat nun für immer aufgehört zu schlagen. Der Verein ist Helmut Hartmeier zu großem Dank verpflichtet!
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Sein Lebenswerk, den "Rebenbummler" weiter in seinem Sinne betriebsfähig der Nachwelt zu erhalten, ist Verpflichtung und Aufgabe. Die Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. bitten jeden, der Helmut Hartmeier kannte und schätzte, hierfür um Unterstützung.

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Neue Modellbaumesse im Norden

Messe Sinsheim veranstaltet in Bremen die "Modellbau Bremen"
Die Messe Sinsheim GmbH veranstaltet in der Messe Bremen vom 24. bis 26, November 2006 die Modellbau Bremen. Damit erfüllt sich der Wunsch der Industrie und der privaten Messegesellschaft, im Norden eine Modellbaumesse zu initiieren, die vom Know How der Pendants Faszination Modellbau und Modellbau Bodensee profitiert. Mit der Faszination Modellbau in Sinsheim und mit der Modellbau Bodensee in Friedrichshafen finden jährlich bereits zwei Großereignisse für Modellbaufans und Modellbaufreaks statt. Die Faszination Modellbau in Sinsheim ist seit 12 Jahren jedes Jahr im März nur wenige Tage nach der Nürnberger Spielwarenmesse die erste publikumsoffenen Neuheiten- und Produktschau für den Eisenbahn- und Funktionsmodellbau. Sie gilt als eine der besten und bekanntesten Modellbaumessen in Deutschland, die mit einem hochwertigen Produktangebot, mit Vorführungen und Wettbewerben aus allen Modellbausparten ihr Publikum aus dem In- und Ausland begeistert. Dieses Know How eilte vor 5 Jahren der Modellbau Bodensee voraus, die ebenfalls von der Messe Sinsheim im November in Friedrichshafen veranstaltet wird. Besucher aus dem Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Österreich, aber auch italienische und französische Modellbaufans pilgern jedes Jahr in die Neue Messe Friedrichshafen, um die Modellbau Bodensee, ihr Produktangebot und Vorführungen in allen Modellbausparten nicht zu versäumen.
Vom 24. bis 26. November 2006 ist die Messe Sinsheim nun auch im Norden der Republik präsent und veranstaltet die "1. Modellbau Bremen" in idealer Kulisse in der Messe Bremen. Die Modellbauindustrie wünscht sich schon lange eine Modellbaumesse im Norden, um das Einzugsgebiet Großbritannien und Skandinavien zu erreichen und ermunterte die Messe Sinsheim, dieses Projekt zu realisieren. Anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der Faszination Modellbau am 9. März 2006 haben die Geschäftsführer der Messe Bremen Hans-Peter Schneider und der Messe Sinsheim, Paul Eberhard Schall, die Modellbau Bremen überraschend angekündigt. "Wir haben den Wunsch der Industrie ernst genommen und gemeinsam an dem Projekt Modellbaumesse im Norden gearbeitet. Nun haben wir den richtigen Standort gefunden, die Industrie zieht mit und mit der Messe Bremen haben wir einen idealen Partner, der uns als Gastveranstalter im dortigen Messegelände willkommen heißt," fasst Paul Schall die Ankündigung zur Modellbau Bremen zusammen.
Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde wird bei der Modellbau Bremen von Anfang an aktiv dabei sein.

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53. MOROP- Kongress in Košice, 02. - 08. September 2006 

Der Verband der Modelleisenbahner der Slowakei lädt für 2006 die Mitglieder der großen MOROP-Familie in sein Heimatland ein. Im Vergleich zum MOROP-Kongress des Jahres 1998, bei dem die Eisenbahnstrecken und Landschaften der Unteren Tatra und der Mittelslowakei vorgestellt wurden, haben die Veranstalter den Kongress diesmal nach Košice, der Metropole der Ostslowakei, gelegt, wo ein Programm unter dem Titel "Defilee der Spurweiten entlang der neuen EU-Ostgrenze" wartet.
Durch die Organisation des Reisebüros TATRA-TURIST in Zusammenarbeit mit dem Slowakischen Technischen Museums in Košice und den Verbänden der Eisenbahnfreunde in der Slowakei wurden einige Leckerbissen vorbereitet.
Der Termin des 53. MOROP-Kongresses wurde so gewählt, dass die Möglichkeit zur Teilnahme an zwei internationalen Veranstaltungen besteht: Am Beginn des Kongresses am 2. und 3. September findet in Bratislava das 8. "Heizhausfest" statt. Nach Abschluss des MOROP-Kongresses wird die Gelegenheit geboten, am 9. September slowakische, ungarische und tschechische Dampflokomotiven in einem Dampflokrennen unter dem Titel GRAND PRIX in Zvolen (zwischen Košice und Bratislava) anzusehen.
Während des Kongresses in Košice finden der 3. Europäische MOROP-Modellbahnwettbewerb und die Modellbahn-Ausstellung statt, sowie die Auswertung und Vorführung der Gewinnerfilme des Filmfestivals RAILFILM 2006.
Das Programm im Überblick:
Samstag, 2. September 2006
- Eröffnung Modellbahnwettbewerb im Technischen Museum.
Sonntag, 03. September 2006
- Arbeitssitzungen VV und TK,
- Tagesausflug nach Herlany und Bardejov (45,- €): Mit dem Bus fahren wir in die Stadt Herlany, wo sich eine einzigartige Besonderheit befindet: ein kalter Geysir (ein zweiter dieser Art befindet sich nur in Island) - die Bohrung eines artesischen Brunnens von 1870. Wir fahren durch die zweitgrößte Stadt der Ostslowakei: Prešov mit einem wunderschönen Stadtkern und zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten. In Bardejov besuchen wir das Freilichtmuseum, u.a. mit zwei Holzkirchen aus dem 18. Jahrhundert. Höhepunkt des Tages wird der Besuch der Altstadt von Bardejov - ein Kulturerbe der UNESCO - sein.
- Abends: Generalversammlung FERPRESS.
- Abends: Bewertung der Modelle des Wettbewerbes.
Montag, 04. September 2006
- Arbeitssitzungen VV und TK,
- MOROP -Delegiertenversammlung.
- Tagesausflug ins Tokai-Weingebiet (48,- €):
Zemplin ist eine von vier historischen Regionen in der Umgebung von Košice. Bis in den südlichen Teil des Bezirks zieht sich das weltberühmte Tokai-Weingebiet. Hier wird der Wein mit der charakteristischen Honig-Farbe ohne Zuckerzusatz produziert. Um das Tokai-Weingebiet zu erreichen, fahren wir zu erst mit dem Bus durch die Stadt Trebišov, wo wir das Weinmuseum besuchen. Dann geht es weiter nach Malá Trna, einem der vielen Wein-Städtchen. Nach dem Mittagessen im stilechten Restaurant werden wir uns verschiedene ausgezeichnete Weinsorten schmecken lassen.
- Abends: Offizielle Kongresseröffnung im Slowakischen Technischen Museum.
Dienstag, 05. September 2006
- Ganztagsfahrt (95,- €) mit dem Triebwagen M 131.1125 ("Hurvínek") und 274.004 ("Blauer Pfeil") auf Breit- und Normal-Spur in der Slowakei. Mit dem Triebwagenveteran M 131.1125 geht es auf der Breitspurstrecke (1.524 mm) von Haniska bei Košice über Trebišov nach Matovce, dem Grenzbahnhof der Breitspurstrecke zwischen der Slovakei und der Ukraine, wo es Gelegenheit gibt, die Umspuranlage im Betrieb zu sehen. Nach dem Mittagesseen in Trebišov fahren wir mit dem "Blauen Pfeil" auf der Normalspur Richtung Michalany-Cierna nad Tisou, dem größten Grenzbahnhof auf der Normalspurstrecke zur Ukraine. Nach der Besichtigung der Bahnhöfe fahren wir nach Košice zurück.
- Abends erfolgt die Auswertung und Präsentation der Siegerfilme der Filme mit Eisenbahnthemen RAILFILM.
Mittwoch, 06. September 2006
- Ganztagssonderfahrt mit 274.004 (Blauer Pfeil) über den "Slowakischen Semmering" im Zipserland (80,- €): Der heutige Tag wird dem Ausflug über eine der schönsten Strecke der Slowakei, dem so genannten "Slowakischer Semmering" gewidmet. Die Reise werden wir spät am Abend in Košice beenden.
Donnerstag, 07. September 2006
- Ganztagssonderfahrt mit 274.004 zur normalspurigen Zahnradbahnstrecke (95,- €):
Die Sonderfahrt führt mit dem Blauen Pfeil zu der einzigartigen Strecke Margecany - Telgárt (Schraubtunnel und Viadukt) - Cervená Skala - Brezno nach Tisovec. Zwischen Pohronská Polhora und Tisovec fahren wir auf einer normalspurigen Zahnradstrecke mit dem historischen Triebwagen M240.039. Spätnachmittags fahren wir mit dem Blauen Pfeil nach Jesenské, wo unsere Sonderfahrt endet. Nach Košice fahren wir zurück mit dem Planzug über Rimavská Sobota - Rožnava - Moldava nad Bodvou. Da wir sehr spät nach Košice kommen, wird den Fahrgästen im Blauen Pfeil das Abendbrot gereicht.
Freitag, 08. September 2006
Der Tag ist der Stadt Košice gewidmet. Zur Wahl stehen:
- Fahrt mit der Pferdestrassenbahn (19,- €) rund um das Stadtzentrum und dann mit historischer Tramway eine größere Runde durch Košice.
- Drei Stunden Nachmittagsausflug (30,- €) ins Cermel-Tal zu der Sonderfahrt mit der ältesten Dampflokomotive in der Slovakei "Katka", gebaut im Jahr 1884.
- Abends: Feierlicher Abschluss des 53. MOROP-Kongresses im Hotel Slovan (28,- €).

Übernachtung
Für die Übernachtung während des Kongresses sind Hotelzimmer im Stadtzentrum von Košice reserviert. Einzelzimmer 51,- bis 105,- €; Doppelzimmer 82,- bis 124,- €.
Anmeldung
Die Anmeldung kann per Post, Fax, e-Mail oder über das Anmeldeformular im Internet erfolgen. Bitte halten Sie unbedingt den Anmeldeschluss 15. Juni 2006 ein.
Kongressgebühr 110,- €,
Organisationsbüro MOROP 2006: Reisebüro Tatra-Turist, I.S.
Šancová 1/A - Múzeum dopravy (Verkehrsmuseum )
, 811 04 Bratislava, Slowakei, Telefon/Fax: (+421 ) 2 5058 3087, Mobiltelefon: (+421) 905 578 014 oder (+421) 904 223 485, e-Mail: info@slovaktravel.sk
Weitere Informationen finden sich im Programm und im Anmeldeformular im Internet unter www.morop.eu 

Organisator: Verband der Modelleisenbahner der Slowakei (ZMOS/ZŽMS) und das Reisebüro TATRA-TURIST Bratislava.

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Neu im BDEF: Modellbahnclub Hettstedt "Mansfelder Land" e.V.

Der Modellbahnclub Hettstedt "Mansfelder Land" e.V. hat eine lange Tradition. Schon im Jahr 1964 haben sich einige Modelleisenbahnfreunde im damaligen Deutschen Modelleisenbahn Verband (DMV) der DDR als Arbeitsgemeinschaft 7/10 eintragen lassen. Aus dieser AG ist im Jahr 1990 unser Verein hervorgegangen. Unsere langjährig genutzten Vereinsräume in Hettstedt mussten wir leider nach der politischen Wende in der DDR verlassen. Nach einigem Suchen fanden wir jedoch in Helbra ein neues Zuhause.
Zur Zeit besitzen wir vier große Clubanlagen in der Nenngröße H0 und eine kleine TT-Anlage. Die Anlagen "Giersleben", "Hettstedt" und "Wippra" haben wir nach Vorbild gebaut. Hingegen ist unsere neueste Arbeit "Amerika" eine Fantasie-Anlage.
Unser Verein hat zur Zeit 13 Mitglieder, die sich jeweils am Mittwoch zwischen 17 Uhr und 21 Uhr zur gemeinsamen Vereinsarbeit treffen.
Der Bergbaugeschichte unserer Region sollte auch im Modell gezeigt werden. Nach einigem Suchen entschieden wir uns für den Nachbau der Schachtgebäude vom Lademanschacht in Eisleben. Dieses Anlagenteil hat die Größe von 4 m x 1,2 m. In der unteren Ebene verläuft eine zweigleisige Hauptstrecke mit kleinem Zwischenbahnhof, die jedoch nur in Gemeinsamkeit mit der Anlage Aschleben zu befahren ist. In der oberen Ebene fährt eine H0m-Werksbahn im automatischen Pendelbetrieb.
Das Konzept: der Anlage WIPPRA: Zwei Anlagenhälften - bestehend aus neun Anlagenteilen zu je 2,50m x 0,70m - werden aneinander gestellt und ergeben eine Gesamtlänge von 11,70 Meter. Optisch getrennt sind die beiden "Hälften" durch einen Kulissen-Himmel. Die Fahrsteuerung erfolgt im analogen Betrieb. Eine Automatik lässt einen Treibwagen zwischen den Bahnhöfen pendeln. Es ist aber auch ein Handbetrieb möglich. Zugkreuzungen sind wie beim Vorbild nur im Bahnhof Mansfeld möglich. Für einzelne Besucher ist dadurch der Zugverkehr "langweilig". Viele Details bringen jedoch "Leben" auf die Anlage. Im Bahnhof Mansfeld bestimmt der Kohlenhandel der ansässigen BHG das Geschehen. Vor Vatterode betreibt ein Landwirtschaftsbetrieb eine erfolgreiche Schweinezucht. Und auf den Straßen in und um Wippra fahren verschiedene LKW mit Faller-Car-System.
Im Oktober 2005 zeigten wir unsere Wippra-Anlage zum letzten Mal in ihrer mobilen Art zum Jubiläum der Mansfelder Bergwerksbahn. Nun findet sie ein neues Zuhause bei den Freunden vom Heimatverein in Benndorf. Dort ist sie in Zukunft in einer Dauerausstellung zu sehen.
Die von uns intern nur "Amerika-Anlage" genannte Modelleisenbahn bringt ein Stück USA-Eisenbahn ins Mansfelder Land. Nachdem alle bisher gebauten Anlagen im mitteldeutschen Raum angesiedelt waren, suchten wir im Winter 2003/2004 nach einer neuen Herausforderung beim Anlagenbau. Nach einiger Suche und auch Diskussionen über das neue Motiv der zukünftigen Anlage haben sich unsere Mitglieder auf das "Projekt Amerika" geeinigt und zügig mit dem Bau angefangen.
Unsere Segmentanlage besteht aus 11 Anlagenteile und ist transportabel. Mit den Abmessungen von 10 Meter Länge und 2,5 Meter Breite hat sie beachtliche Ausmaße. Wir haben uns auf kein konkretes Vorbild fest gelegt, sondern wir haben versucht, einige typische Situationen bzw. Ausschnitte aus dem US-Bahnalltag nachzubauen. Geografisch haben wir unsere Anlage an die Ostseite der Rocky Mountains angesiedelt.
Die Anlagenteile wurden in Rahmenbauweise erstellt, darauf wurden die Gleistrassen aus Sperrholz befestigt. Wir haben das Gleismaterial von Tillig-Elite verwendet. Die Steuerung der drei Fahrkreise erfolgt durch Relais und Reed-Kontakten vollautomatisch, ein Handbetrieb ist jedoch ebenfalls möglich. Auf der zweigleisigen Hauptbahn (Main-Line) können maximal vier Züge je Richtung verkehren. Zuglängen bis ca. sechs Meter sind möglich. Auf der eingleisigen Nebenbahn (Branch-Line) verkehren bis zu fünf Züge.
Und auch auf unseren Straßen gibt es Bewegung. Bis zu sechs Fahrzeuge (PKW / LKW) sind unterwegs durch unsere Stadt. Faller-Car-System wurde hier eingebaut und die Fahrzeuge entsprechend dem US-Motiv modifiziert.
Die Besonderheit an unserer Anlage besteht in ihrer Art als Rundumanlage. Das bedeutet, es gibt keine Vorder- und Rückseite, die Anlage ist rundum (360°) zu betrachten. Sie steht also frei im Raum.
Neben großen Geländeabschnitten, wo nur die Ruhe der Landschaft wirkt, sind auch viele kleine, interessante Szenen gestaltet worden. So gibt es z.B. auch eine kleine Westernstadt, wo Indianer und Cowboys friedlich nebeneinander die Besucher begrüßen. Und natürlich durfte eine Trestle-Brücke nicht fehlen.
Kontakt: Modellbahnclub Hettstedt "Mansfelder Land" e.V., Vors. Klaus Böhme, Ludwigstraße 1, 06311 Helbra, Tel. 034772 28719, e-Mail: info@mbc-hettstedt-ml.de , Internet: http://www.mbc-hettstedt-ml.de 

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40 Jahre MEC Baumschulenweg - Berlin

Unsere Chronik beginnt am 1.4.1966 mit der Bildung eines Modelleisenbahnclubs. Schon Anfang 1967 erkannten wir als eine besondere Aufgabe die Betreuung und Anleitung von Schülern und Jugendlichen. Wir zogen in die 5. Oberschule Kiefholzstrasse, die uns einige Kellerräume zur Verfügung stellte, und gründeten die Arbeitsgemeinschaft Modelleisenbahn. Wir hatten hierbei große Unterstützung von den Volkseigenen Betrieben: Berliner TT-Bahnen, Piko Sonneberg, Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin, von den verschiedensten Dienststellen der Deutschen Reichsbahn, vom Deutschen Modelleisenbahnverband der DDR (DMV) und vielen anderen. Von der Deutschen Reichsbahn erhielten wir Freifahrtscheine und die Genehmigung zur Besichtigung von Objekten, wie den Hauptbahnhof Leipzig (12/75), den Containerbahnhof Berlin Frankfurter Allee (5/76), das Eisenbahn-Betriebsfeld an der Hochschule für Verkehrswesen "Friedrich List" in Dresden (5/77), den Rangierbahnhof Frankfurt/O (6/77), die Versuchs- und Entwicklungsstelle der Maschinenwirtschaft in Halle (10/78), das Stellwerk in Birkenwerder und das große Stellwerk des Güterbahnhofs Seddin.
Für den VEB Berliner TT-Bahnen erprobten wir 1976/77 Triebfahrzeuge der Baureihen 56 und 86 auf unseren Anlagen. Das RAW Stendal fertigte für uns Rahmen als Unterbau für unsere Modellbahnanlagen. Der VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin stellte uns einen kompletten Gleisbildstelltisch zur Verfügung mit den erforderlichen Bauteilen zur Anpassung an unsere Anlage.
Im November 1986 unternahmen wir eine Exkursion nach Dresden auf Einladung des Verkehrsmuseums. 1987 übergab uns das Museum für Deutsche Geschichte einen Fördervertrag für die Überlassung von Modellen unserer Nachbildung der Elektrifizierungskonzeption bei der Deutschen Reichsbahn. Das Museum für Verkehr und Technik erhielt von uns das Teilmodell eines VT137278 Bauart Köln im Maßstab ca. 1:10.
Während unserer langjährigen Arbeit mit den Schülern haben wir mit unseren Exponaten viele Ausstellungen besucht und viele Auszeichnungen erhalten. Wir wurden bekannt mit den Anlagen und Modellen:
- Bahnbetriebswerk Berlin-Ostbahnhof (1:120),
- N-Anlage in einer Glasvitrine,
- Wir bauen eine Modellbahnanlage in 3 Stufen (1:120),
- Funktionsfähiges Modell eines Ablaufberges mit Gleisbremsen, dem Ablaufstellwerk und den Richtungsgleisbremsen. Hierzu wurden zum vorbildgerechten Ablauf der Güterwagen ca. 50 H0-Wagen mit Schwungmassen ausgerüstet,
- Elektrifizierung bei der Deutschen Reichsbahn, Thema "Bauen und Fahren" (H0),
- H0-SMBS-Anlage mit Originalgleisbildstellwerk,
- Antrieb für Straßenbahnen,
- H0m-Schmalspuranlage "Selketalbahn".
Wir hatten Auftritte im Berliner Rundfunk, in der Sendereihe "Berlin-Thema und Variationen", und im Kinderfernsehen der DDR, in der Sendereihe "Wie wär's". Im November 1990 erfolgte die Umbenennung unserer Arbeitsgemeinschaft in Modelleisenbahn-Club Baumschulenweg e.V. und es begann der mühevolle Weg mit allen erforderlichen Maßnahmen bis zur Eintragung ins Vereinsregister. Am 23.2.1991 erfolgte die Aufnahme in den BDEF.
1992 wurde die Schülerarbeit im wesentlichen abgeschlossen, da die Schule eine andere Bildungsaufgabe erhielt. Auf Grund unserer langjährigen Präsenz wurden wir bis heute in den Kellerräumen der Schule geduldet. Unsere Zukunft steht wie bei so manchem Verein in den Sternen.
Kontakt: Modelleisenbahn-Club Baumschulenweg e.V., Vors. Günter Nitzschke, Franz-Jacob-Straße 1, 10369 Berlin

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25 Jahre Modelleisenbahnclub Norden e.V.

Am 12 Februar 2006 beging der MEC Norden e.V. sein 25. Gründungsjubiläum. Die Entstehung des Vereins verdanken wir einem Modellbahnfreund, der Ende 1980 durch Kontaktaufnahmen mit Firmen, Behörden und der lokalen Presse Interessenten aus unserer Heimatstadt Norden und der näheren Umgebung mobilisieren konnte. Wir trafen uns zunächst zu Vorgesprächen in einer Gaststätte und beschlossen dann schließlich am 12. Februar 1981 mit zehn Mitgliedern die Vereinsgründung. Am 1. Juli 1981 trat der Verein bereits dem BDEF bei und erhielt die Mitgliedsnummer 222.
Ein Vereinsheim stand die ersten vier Jahre nicht zur Verfügung. Wir trafen uns weiterhin einmal im Monat zum Palavern in der Gaststätte, machten ein- und mehrtägige Clubreisen, und begannen in der Garage eines Mitglieds mit dem Bau einer kleinen Anlage in H0, die später auf Stadtfesten und in einer Norder Bank ausgestellt und betrieben wurde. Für kurze Zeit folgte der Verein der Einladung eines Norder Gastwirts, der uns seinen großen Keller als Clubraum kostenlos zur Verfügung stellte. Leider war die Unterkunft zu feucht und hätte bestenfalls einem Bootsmodellbauclub genügt.
Endlich, dank guter Beziehungen zum Landkreis, wurde dem Verein Ende 1984 eine ausgediente Schulbaracke für einen sehr geringen Mietzins zur Verfügung gestellt. Das 15 mal 5 Meter große Gebäude wurde in einen Club- und einen Anlagenraum unterteilt und außen wie innen intensiv renoviert. Am 2. März 1985 wurde das neue Vereinsheim eingeweiht. Neben vielen Honoratioren aus der Stadt war auch der damalige 2. Vorsitzende des BDEF, Herr Georg Prenzel, anwesend.
Der Clubraum wurde später durch den Einbau zweier Abteile komplettiert, die wir aus einem D-Zugwagen beim AW Krefeld-Oppum ausbauen konnten. 1986 begannen die Arbeiten an der Vereinsanlage (H0, 2L=), deren Kernstück der Bahnhof Norden im Zustand der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts ist. Gleisanlagen und Gebäude wurden originalgetreu nachgebaut. Im Laufe der folgenden Jahre wurde die Anlage U-förmig ohne festes Vorbild vergrößert, eine kleine Schmalspurbahn in H0e integriert und das Modell des Bahnhofs Norddeich Mole, ebenfalls im Zustand der 50er-Jahre, in Dreileiter-Wechselstromtechnik aufgebaut.
Die Anlage wird überwiegend durch Relais und Transistorschaltungen gesteuert, die Triebfahrzeuge laufen im Analogbetrieb. Einige Streckenbereiche werden inzwischen durch Mikroprozessortechnik überwacht und geschaltet. Die gesamte Technik wurde durch Vereinsmitglieder entwickelt und gebaut.
Mehrmals jährlich führen wir die Anlage der Öffentlichkeit vor. Die Termine sind im Internet auf den Seiten der Stadt Norden ( www.norden.de ) und der Kurbetriebs GmbH Norddeich ( www.norddeich.de ) unter Veranstaltungen veröffentlicht.
Kontakt: Modelleisenbahnclub Norden e.V., Postfach 476, 26496 Norden - oder 1. Vors. Kurt Haag, Lange Riege 9, 26506 Norden, Tel. 04931 13399

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Abschied vom alten "Bahnhöfle" in Trossingen

Allzu still und leise wollten die Modelleisenbahnfreunde am Oberen Neckar e.V. ihre Türen im "Bahnhöfle", dem alten Bahnhofsgebäude am Staatsbahnhof nicht schließen und hatten, nachdem am letzten offiziellen Öffnungstag an Dreikönig der Andrang von Modellbahninteressierten kaum zu bewältigen gewesen ist, befreundete Modelleisenbahnvereine zur Abschiedsveranstaltung eingeladen.
Dieses Treffen erwies sich für den Organisator und 2. Vorsitzenden der Modelleisenbahnfreunde, Stefan Ade, als logistischer Kraftakt, kamen doch mehr als 70 Modellbähnler aus Tuttlingen, Rottweil, Schwenningen, Villingen, Donaueschingen und selbst aus dem benachbarten Ausland, aus Schaffhausen dem Thema "Eisenbahn" entsprechend mit dem Ringzug nach Trossingen angereist. Zwei Gruppen waren nötig, die unter "Reiseleiter" Stefan Ade zwischen dem alten und dem neuen Vereinsheim pendelten.
Lediglich das Trossinger Eisenbahnmuseum wurde von allen gemeinsam besucht, wo Stefan Ade einmal mehr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte und als Mitglied des Freundeskreises der Trossinger Eisenbahn e.V. sich als kompetenter Fachmann der Trossinger Eisenbahn erwies. Bei einer Führung versetzte er auf humorvolle Art und Weise die Besucher in die mehr als hundert Jahre alte lebendige Technikgeschichte der elektrischen Trossinger Eisenbahn mit dem weltweit einzigartigen Fuhrpark.
Überrascht wurden anschließend die Gäste nicht nur mit Kaffee, Kuchen und mit essbaren Zugeinheiten dekorierten Tischen im "neuen" Vereinsheim in der Christian-Messner-Straße, sondern auch von den neuen Räumlichkeiten selbst. Manch einer blickte mit neidischem Blick auf das, was die Trossinger in den vergangenen Monaten bewerkstelligt haben, obwohl allen klar wurde: "Oben, wo die eigentliche Anlage entstehen soll, da gibt es noch viel zu tun", während sich der jüngste "Modellbähnler", der dreijährige Sebastian Förster aus Schwenningen und die Jugendlichen aus Tuttlingen den exklusiven Bus- und LKW-Modellen, die bereits in einer Vitrine zu sehen sind, widmeten und in der zweiten aufgestellten Vitrine das Modell des Trossinger Bahnhofes mit dem Ringzug, den alten "Hohner-Bus" und vor allem die weinrote Diessellok V 200 in Spur 1 bewunderten und fotografierten.
Nach kurzer Ringzugfahrt, der dreijährige Sebastian hatte sofort erkannt "Dies ist eine Diesellok, weil keine Dinger (gemeint waren die Stromabnehmer) auf dem Dach sind", ertönte die Stimme der jungen Lokführerin: "Nächster Halt Trossingen Bahnhof, der Zug endet hier". Zum letzten Mal knarrten die alten ausgetretenen und morschen Stufen, als die Besucher das "Bahnhöfle" bestiegen, vom Schaltpult aus wurde die alte Modellbahnanlage ein letztes Mal in Betrieb gesetzt. Die alte Dampflok eher gemächlich, der ICE in rasendem Tempo, verabschiedeten sich auf ihrer letzten Fahrt von den Besuchern. "Morgen fangen wir mit dem Abbau an", erklärte Siegfried Haug, der 1. Vorsitzende: "Fahrzeuge, Gebäude, die vielen kleinen Menschen, Bäume, Fahrleitungen und Weichen werden abgebaut", eventuell noch einige Teile des Gleises, doch die Grundkonstruktion und das Gelände werden verschrottet. "Unsere Köpfe sind voller neuer Ideen", hatte zuvor Stefan Ade betont und seiner Freude Ausdruck verliehen, dass "so viele Modelleisenbahnfreunde Abschied genommen haben von unserem alten Bahnhöfle". Als krönenden Abschluss dieses "Abschieds" erlebten die Besucher in der Abenddämmerung und eisiger Kälte eine Dampflokdurchfahrt der Eisenbahnfreunde Zollernbahn mit einer Schnellzug-Dampflokomotive 01 519 als Zugpferd einer Dreikönigs-Sonderzugfahrt in den Schwarzwald.

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Ende nach 29 Jahren

Der Modelleisenbahnclub Ostallgäu/Außerfern e.V. besteht seit 1977. Das Clubheim ist seit der Gründung im Bahnhofsgebäude Füssen untergebracht, wo in Hunderten von Arbeitsstunden die große Gemeinschaftsanlage "Lechheim-Nord" entstand. Diese Anlage im Maßstab 1:87 (H0) wurde in der Fachpresse mehrfach ausführlich besprochen und gelobt. Im 1. Stock des Vereinsheimes entsteht zudem eine Modul-Anlage im Maßstab 1:160, also Spur N.
Bekannt wurde der Club auch durch die von ihm ins Leben gerufenen "Allgäuer Eisenbahntage" und das große Eisenbahnfest zum 100-jährigen Jubiläum der Bahnstrecke nach Füssen im Jahre 1989. Einmalig bei diesem Jubiläum war die Anwesenheit der dreiachsigen LAG-Tenderlokomotive "FÜSSEN", die 100 Jahre vorher den Eröffnungszug gezogen hatte, und die durch Vermittlung des Modelleisenbahnclubs im Original am Bahnhof Füssen ausgestellt werden konnte.
Der MEC Ostallgäu/Außerfern ist auch mit dem Ludwig-Musical in Füssen verbunden, wo die dortige Modellbahnanlage von Clubmitgliedern betreut wird. Die zwischenzeitlich geschlossene Modellbahnausstellung "ZeitscHieneN" in Füssen zeigte die Sammlungen von Ulf und Falk Hasse, den leider verstorbenen Gründungsmitgliedern des MEC Ostallgäu/Außerfern. Bei der Konzeption dieser besonderen Ausstellung wirkte der Club maßgeblich mit.
Auf Beschluss des Stadtrates vom November 2005 soll nun das fast 120 Jahre bestehende, geschichtsträchtige Bahnhofsgebäude in wenigen Monaten abgerissen werden und Platz für einen modernen Zweckbau, einen Kreisverkehr und einen Busbahnhof machen. Der Stadtrat bezeichnet dies als "Jahrhundertchance" und setzt sich über alle Hinweise auf die architektonischen Besonderheiten und auf die historischen Ereignisse hinweg.
Für den Modelleisenbahnclub bedeutet dies den Verlust des Vereinsheims. Gerhard Bayer, seit Beginn der Vorsitzende, meint dazu: "Selbst wenn wir ein neues Domizil finden, wird ein Umzug die weitgehende Zerstörung unserer Modellbahnanlage und damit einen unermesslichen finanziellen Schaden zur Folge haben". Bayer, der seit vielen Jahren auch Chef des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde ist, betont zudem sein Unverständnis, dass ein Bahnhofsgebäude, das bahngeschichtlich als besonders erhaltungswürdig einzustufen ist, nicht restauriert, sondern abgerissen wird.
Zum Abschied vom Clubheim und von der Modellbahnanlage im Bahnhofsgebäude zeigte der MEC Ostallgäu/Außerfern zum letzten Mal seine Anlage "Lechheim-Nord" bei einer ABSCHIEDS-AUSSTELLUNG am 6. und 7. Januar 2006. Nun müssen sich die Clubmitglieder dem Abbau der Clubanlagen widmen. An die Modellbahnanlage werden viele Fotos erinnern - an das Bahnhofsgebäude nur noch ein maßstäbliches Modell (siehe Bild) und der bekannte, u.a. am Bahnhof Füssen gedrehte, amerikanisch/englisch/deutsche Kultfilm "Gesprengte Ketten".

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Modellbahn Wiehe - ein BDEF-Fördermitglied berichtet

Weltgrößte Modellbahn-Ganzjahresschau
Auf den unzähligen Gleisen herrscht reges Treiben - Dampfloks quälen sich schnaufend zum Brocken hinauf, ICEs ziehen mit hoher Geschwindigkeit ihre Bahnen von Würzburg nach Hamburg, der Orientexpress rollt ab London und von der Ost- zur Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika ziehen landestypische Eisenbahnen ihre Kreise. Alles zusammen gibt es in der weltgrößten Modellbahn-Ganzjahresschau in der nordthüringischen Kleinstadt Wiehe. Rund 12 000 Quadratmeter misst die Ausstellungsfläche, die seit acht Jahren große und kleine Modellbahnfans in den Kyffhäuserkreis lockt. In sechs Hallen überraschen die weltweit einzigartigen Modellbahnanlagen verschiedenster Baugrößen.
Und die Superlative sind hier durchaus berechtigt. Die 50 mal 10 Meter große Thüringen-Nachbildung ist eine der größten H0-Anlagen der Welt. 1950 Meter Gleise und 400 Weichen sorgen dafür, dass rund 120 Lokomotiven mit über 1000 Waggons, zwei Schnelltriebwagen und drei ICE-Züge im vollautomatischen Dauerbetrieb im Freistaat verkehren. Wartburg, Kyffhäuserdenkmal und Altenburger Schloss sind ebenso originalgetreu nachgebildet wie sechs Thüringer Bahnhöfe. Die Anlage spiegelt die 60er und 70er Jahre mit Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven wider. Die moderne Ausnahme: Der Nachbau des Thüringer Abschnittes der ICE-Strecke München-Berlin. Surrend jagen die superlangen, rasanten ICE-Züge über die weltgrößte Anlage der Spurweite TT. Sie zeigt die ICE-Strecke von Würzburg nach Hamburg. Das Sahnehäubchen: ein Modell der Transrapid-Strecke Hamburg-Berlin.
Romantisch und beschaulich dagegen wirkt das Harzbahn-Modell im Gartenbahn-Maßstab 1:22,5 (LGB) mit Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn. Typische Szenarien - wie die Doppelausfahrt zweier Dampfloks in Alexisbad - inklusive.
Im gleichen Maßstab präsentiert sich das absolute Highlight der Modellbahnschau in Wiehe: Die mit 1.625 Quadratmetern weltgrößte stationäre Hallen-Gartenbahnanlage zeigt die USA von Ost nach West. In den selbst im Modell noch gigantisch wirkenden Rocky Mountains locken Höhleneingänge in das Berginnere. Kühne Eisenbahnbrücken führen über tiefe Schluchten (stellenweise hat die Modelllandschaft bis zu 7 Meter Höhe). Auf einer speziellen, eigenständig betriebenen Eisenbahnstrecke am Nordwestrand der USA-Anlage können Fans von Gartenbahn - und Spur 1-Fahrzeugen ihren selbstgebauten Modellen Auslauf verschaffen.
Doch zurück zum Orientexpress: Natürlich wurde dem berühmten Schienenweg London-Istanbul eine eigene H0-Anlage gewidmet. Durch eine 40 Meter lange Eisenbahnbrücke ist diese jedoch direkt mit der Thüringenanlage verbunden. Warum also nicht einen Abstecher wagen? So kann man in nur wenigen Stunden beinah die ganze Welt "bereisen".
Wem das alles noch nicht reicht, findet in der Modellbahn-Erlebniswelt noch dazu eine Ganzjahresschau der Modellbahnindustrie, variierende Sonderausstellungen und Vorführungen, eine Spielanlage für die kleinen Gäste und eine Gartenbahn, die bei schönem Wetter zum Mitfahren um das Ausstellungsgelände einlädt.
Die Modellbahnschau hat täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8.50 Euro, BDEF-Mitgliedern wird gegen Vorlage ihrer Mitgliedskarte ermäßigter Eintritt gewährt. Der Ausstellungsbereich befindet sich in temperierten Hallen und ist barrierefrei ausgestattet. Angeschlossen ist ein Modellbahnfachmarkt und Gastronomiebereich.
Kontakt: Modellbahn-Wiehe GmbH, Am Anger 19, 06571 Wiehe, Tel.: 034672 83630, Fax: 034672 83636, e-Mail: info@mowi-world.de , Internet: www.modellbahn-wiehe.de 

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Gebr. FALLER GmbH - Fördermitglied des BDEF

Mit großer Freude begrüßen wir die bekannte Firma FALLER als Fördermitglied unseres Verbandes. Die Gebr. FALLER GmbH wurde 1946 von den Brüdern Edwin und Hermann Faller in Gütenbach, einem Luftkurort, in dem auch heute noch der Hauptsitz des Unternehmens liegt, gegründet. Edwin Faller war für den kaufmännischen Bereich zuständig, Hermann Faller, der im Herbst 1982 verstarb, sorgte für die vielen technischen Ideen in der FALLER-Modellwelt. Die beiden Brüder haben es geschafft, aus kleinsten Nachkriegsanfängen unwiederbringliche Modellbaugeschichte zu schreiben und den Namen FALLER zum Gattungsbegriff für Modellhäuschen zu machen.
Das Unternehmen, umsatzstärkster Hersteller auf dem Modellbahnzubehör-Sektor, beschäftigt zur Zeit 170 Mitarbeiter und bietet auf dem Markt ein umfassendes Programm von über 2.500 Artikeln, mit exakter Passgenauigkeit und hoher Qualität, in den Spurweiten H0, TT, N, Z und G an, ein Sortiments-Programm, das kaum noch Bastlerwünsche offen lässt. Im Mittelpunkt stehen die Modellbausätze aller Bereiche sowie ein breitgefächertes Sortiment an bunten Kirmesfahrgeschäften, ebenso wie das breite Angebot an Geländebau-Artikeln. Es ist alles da, was für den Anlagenbau benötigt wird.
Mit dem FALLER car system in H0, TT und N, das sind motorisierte, akkubetriebene Fahrzeuge, hat der Modellbauer die Möglichkeit, ergänzend oder aber ganz unab- hängig von der Modelleisenbahn, Leben und Bewegung in seine Modell-Landschaft zu bringen. Die PKWs, Busse und LKWs verkehren, wie von Geisterhand geführt, ganz realistisch, auf den Modellstraßen der Anlagen.
Ergänzend zum Stammprogramm Modelleisenbahn-Zubehör hat FALLER seit Jahren mit großem Erfolg den deutschen Exklusiv-Vertrieb der Modellbauprogramme der Firmen ITALERI, HASEGAWA, TRUMPETER, AZTEK, HÄT und ORYON-COLECTION. Dieses Sortiment enthält PKW-, LKW-, Flugzeug- und Schiffsmodelle für den zivilen und militärischen Bereich, erhältlich in den gängigsten Maßstabsgrößen. Abgestimmt auf die Modellbauarbeiten dieser Programme, steht ein großes, umfangreiches Sortiment an Model-Master-Modellbaufarben der Firma TESTORS zur Verfügung.
Kontakt: Gebr. FALLER GmbH, Kreuzstraße 9, 78148 Gütenbach/Schwarzwald, Tel. 07723 651-0, Telefax 07723 651-123, Internet: http://www.faller.de  - e-Mail info@faller.de 

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25 Jahre AVL

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e.V. (AVL) feiert in diesem Jahr das 25-jährige Vereinsjubiläum. Grund genug, am Samstag, dem 13. Mai 2006, auf der Strecke Lüneburg Süd - Amelinghausen ein Jubiläumsprogramm mit Mehrzugbetrieb durchzuführen. Die vereinseigenen Fahrzeuge GDT 0518, DL 00601 (V 20) und DL M 13 kommen zum Einsatz. Noch nicht gesichert ist der Einsatz einer Dampflok.
Als Besonderheit zieht DL 00601 ein Güterzug mit Personenbeförderung (GmP) zwischen Lüneburg Süd und Drögennindorf. Beim Zwischenhalt in Melbeck-Embsen werden Rangierarbeiten ausgeführt. Daneben gibt es ein buntes Programm mit vielerlei Aktivitäten.
100 Jahre Kleinbahn Winsen - Evendorf
Seit 100 Jahren besteht 2006 die Eisenbahnstrecke von Winsen (Luhe) nach Evendorf bzw. Hützel. Am 22. Juni 1906 eröffnet, endete sie vier Jahre an der Grenze des Landkreises Winsen (Luhe), an der Station Egestorf, auf halber Strecke zwischen Egestorf und Evendorf gelegen. Erst im Juli 1910 erfolgte die Verlängerung bis Hützel.
Dieses Jubiläum nehmen die Samtgemeinde Salzhausen und die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e.V. (AVL) zum Anlass, am Sonntag, dem 14. Mai 2006, Sonderfahrten auf der Strecke Winsen Süd und Salzhausen, durchzuführen. Zwischen Salzhausen und Toppenstedt sowie Salzhausen und Egestorf werden Pendelfahrten mit AVL- Fahrzeugen sowie dem OHE VT 508, durchgeführt. Geplant ist auch der Einsatz einer Dampflok.
Weitere Infos zu beiden Veranstaltungen auf der vereinseigenen Homepage: www.heide-express.de , die fortlaufend aktualisiert werden.
Eine ausführliche Darstellung der 25-jährigen Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e.V. folgt in einem der nächsten BDEF-Rundschreiben.

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Zu Gast bei der SMV

Am 25. März 2006 fand die 9. Hauptvorstandssitzung der Sächsischen Modellbahner-Vereinigung e.V. (SMV) statt. Als Gast an dieser Veranstaltung nahm der für die Region zuständige Stellvertretende BDEF-Vorsitzende, Hans-Werner Bürkner, teil.
In seinem Rechenschaftsbericht würdigte der SMV-Vorsitzende, Jürgen Berghäuser, die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V.
In seinem Grußwort bekräftigte Hans-Werner Bürkner ebenfalls diese gute Zusammenarbeit des BDEF mit der SMV, wie bei der Durchführung des Junior Colleges zur Leipziger Messe Modell-Hobby-Spiel oder bei der Erarbeitung von Normen für die europäischen Modellbahnen. Er ging davon aus, dass diese freundschaftlichen Beziehungen auch in Zukunft zum beiderseitigen und vor allem zum Nutzen aller von uns vertretenen Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde auch in der Zukunft nicht nur Bestand haben, sondern noch intensiviert werden wird.
Eine besondere Freude ist es für den BDEF, dass unser allbekannter Freund Olaf Herfen durch die SMV, deren Mitglied er durch seinen Club auch ist, mit der goldenen Ehrennadel des SMV ausgezeichnet wurde. In der Begründung für diese Ehrung hob Jürgen Berghäuser neben den Verdiensten, die sich Olaf Herfen für die Modelleisenbahn u.a. in der Technischen Kommission des MOROP erworben hat, besonders seinen Einsatz für die beiderseitige Verständigung und guten Zusammenarbeit der beiden Dachverbände SMV und BDEF hervor. Der BDEF gratuliert Olaf Herfen herzlich für die Auszeichnung.

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Neue Zukunft für Dampflok 18 201

Die denkmalgeschützte und schnellste betriebsfähige Dampflok der Welt, hat wieder eine Zukunftschance in Deutschland. Mit Datum vom 26.1.2006 erreichte den Eigentümer der Star-Lok, die Dampf-Plus GmbH in München, ein amtlicher Genehmigungs-Bescheid der Denkmalbehörde auf "dauerhafte Entfernung der Dampflokomotive 18 201 vom Standort Halle (Saale)". Hintergrund ist, dass die für 180 km/h zugelassene Dampflok per Denkmalbescheid von 1997 mit dem Lokschuppen 4 in Halle (Saale) fest verbunden war und nach Sonderfahrten dorthin wieder zurückkehren musste. Zuwiderhandlungen hätten pro Verstoß mit einem Ordnungsgeld von bis zu 500.000,- € geahndet werden können.
Da die DB AG die Lok "unter keinen Umständen" zurücknehmen will, und nicht bereit ist, das vom Vorstand versprochene Stammpersonal aus Halle zu den besprochenen Konditionen zur Verfügung zu stellen, musste die Lok ihr neues "zu Hause" an einem anderen Standort finden. Durch die bisherige Haltung der DB AG war eine Rückkehr der Lok in den DB-eigenen Lokschuppen in Halle nicht mehr möglich und zumutbar.
Seit Mitte 2004 steht die grüne 18 201 gut gepflegt als Gast bei den Eisenbahnfreunden in Nossen (Sachsen).
Wegen der permanent drohenden Strafzahlungen durch die Denkmalbehörde konnten seit bekannt werden des Denkmalschutzes keine Charteraufträge zum Einsatz der Lok geschlossen werden. Die beliebte Dampflok musste daher voll betriebsfähig abgestellt werden. Durch die nun vorliegende Änderung des Denkmalbescheides ist die notwendige Voraussetzung geschaffen, die Lok von jedem deutschen Standort aus einzusetzen. Auch Fahrten ins Ausland sind zulässig. Jedoch ist "eine dauerhafte Entfernung der Lokomotive nicht Gegenstand dieser Genehmigung".
Vorangegangen war ein monatelanger Schriftwechsel mit den Behörden. Den Durchbruch erzielte jedoch Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Olbertz, in dem er den Antrag des Eigentümers persönlich unterstützte, um der Lok eine betriebsfähige Zukunft in Deutschland zu ermöglichen.
Obwohl die Lok seit ihrer kostenaufwändigen und durch Dampf-Plus finanzierten Restauration im Jahr 2002 wenig zum Einsatz kam, wird nun bereits wieder im April 2006 ein Kessel-TÜV fällig. Sollten die Kosten hierfür "im Rahmen" bleiben, wird die Lok wohl wieder einige Jahre vor Sonderzügen zu sehen sein. Die Stiftungsinitiative "18 201" (www.18201-stiftung.de) ist dankbar für jede Spende. Das Fahrtenprogramm wird derzeit erstellt und wird unter www.dampfplus.de , bzw. beim Veranstalter unter www.zugparty.de veröffentlicht.
"Jetzt sind wir sehr motiviert, ein neues Fahr- und Pflegeteam für diese tolle Lok aufzubauen und auszubilden", um die Vorraussetzung zu schaffen, den vielen Fans dieser Lok tolle Fahrten anbieten zu können, so Christian Goldschagg, der Geschäftsführer der Dampf-Plus GmbH.

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Faszination Modellbau, Sinsheim 9. bis 12. März 2006

Die Besucher mussten zum Auftakt der Faszination Modellbau 2006 Regen, Schnee und Schneeregen trotzen, bevor die Jagd nach den Modellbauneuheiten des Jahres beginnen konnte. Die Faszination Modellbau ist traditionell die erste publikumsoffene Modellbaumesse des Jahres und entsprechend groß ist das Interesse bei den Modellbaufreunden aus dem In- und Ausland, die Neuheiten aus allen Modelbausparten, die Vorführungen und Shows zu erleben. Für mehr als 50.000 Besucher und Modellbaufreunde war die 12. Faszination Modellbau vom 9. bis 12. März 2006 ein Fest, auf dem ein unschlagbares Angebot von 402 Ausstellern, Herstellern, ausgesuchten Fachhändlern, Vereinen und Interessensgemeinschaften die Lust zum Ausprobieren und Mitmachen weckte.
Sechs Messehallen waren prall gefüllt mit Modelleisenbahnen, Auto- Flug- und Schiffsmodellen, Plastik- und Kartonmodellen, RC-Cars und Truckmodellen. Die Besucher fanden in den Hallen 4 und 5 ein unschlagbares Produktangebot zum Thema Modelleisenbahnen und konnten erstmals an einer Neuheitenpräsentation mittels Beamer und Projektionsleinwand als auch an Führungen durch den Privatanlagenwettbewerb teilnehmen. Die Neuheitenpräsentation, der Privatanlagenwettbewerb und die Führungen resultieren aus der Zusammenarbeit der Messe Sinsheim mit der MIBA, der ältesten Fachzeitschrift für Modelleisenbahnen. Am Privatanlagen-Wettbewerb stellten sich neun Anlagen den interessierten Besuchern aber auch einer Jury zur Bewertung vor.
Die Sonderschau American Railroads ist europaweit der einzige Treffpunkt von Liebhabern amerikanischer Eisenbahnen. Unter Federführung des Bundes deutscher Eisenbahnfreunde e.V. (BDEF) waren in Sinsheim wieder wunderschöne und detailgetreue Eisenbahn-Schauanlagen nach amerikanischem Vorbild zu sehen.
Im kommenden Jahr 2007 findet die 13. Faszination Modellbau vom 15. bis 18. März 2007 in der Messe Sinsheim statt.

H0-Segmentanlage "Chicago" von Rudolf Müller/Berlin
Von den 13 Elementen wurden neun erstmals der Öffentlichkeit gezeigt: kleines Bahnbetriebswerk, Kraftwerk mit Rotary Dumper, Hubbrücke über den Chicago River, Landschaft in Illinois mit Maisfeld, Kleinstadt am Highway mit Tankstelle, Getreidesilo, Hafen, Erzverladung. Die sehr detailreich und stimmig gestaltete Anlage wirkt unter anderem durch die bis zu 2,5 m hohe Stadt-Hintergrundkulisse.

H0-Segment-Anlage "Northeast Corridor" von den Stuttgart model railroaders
Dargestellt wird ein Abschnitt der viergleisigen elektrifizierte Hauptstrecke der AMTRAK im Nordosten der USA, konkret Wilmington/Delaware mit großem E-Lok Betriebswerk. Durch einige angesiedelte Industriebetriebe können neben dem Zugverkehr auf der Hauptstrecke auch Rangier- und Wagenladungsverkehr stattfinden. Herausragendes Merkmal dieser Anlage ist die äußerst filigran und authentisch gestaltete Oberleitung. Elektrifizierte Anlagen nach amerikanischem Vorbild sind extrem selten.

H0-Segment-Anlage "Pocahontas Mine" von den Stuttgart model railroaders
Die Anlage stellt eine Kohlemine in einem Seitental der Appalachen zur Dampflokzeit dar. Bis in die jüngste Zeit existierten unzählige solcher mittelgroßen Betriebe in diesem Kohlenrevier im Osten/Südosten der USA. Von der an einer eingleisigen Bahnstrecke mit Stahlbrücken, Viadukten und Tunnels gelegenen Mine wird tatsächlich Kohle auf "Hopper" im M 1:87 verladen. Mittels Förderbändern kann echte Kohle in die Wagen verbracht werden. Beeindruckende Landschaftsgestaltung mit dem Highlight einer von Michael Fuchs gemalten Hintergrund-Kulisse, die den Übergang von den bewaldeten Hängen nur schwer erkennen lässt.

H0 "Santa Fe First & Alice Street Terminal" von Alain Kap / Luxemburg
Vor einer eindrucksvollen in Hafennähe gelegenen Industriekulisse wird auf dieser Anlage intensiv rangiert. Dabei gibt es noch eine selbstgestellt Hürde zu überwinden. Die schweren Dieselloks dürfen nur die geschotterten Gleise befahren. Dies erfordert den Einsatz von zwei Schutzwagen, um die Güterwagen zustellen und abholen zu können. Erst wenn die Wagen in den geschotterten Bereich rangiert worden sind, können die Schutzwagen abgestellt und die Güterwagen "an den Haken" genommen werden.

H0-Segmentanlage "High Desert & Sierra Railroad" von Stefan Wagner / CH
Die Anlage stellt eine fiktive Bahn durch die Wälder der Sierra Nevada und die Wüsten im Westen der USA dar. Davon wurde in Sinsheim der rangierintensive Bahnhofsteil mit Lokbehandlungsanlagen gezeigt.

N-Modulanlage der Gruppe GermaNtrak
Diese Gruppe mit Mitgliedern aus dem deutschsprachigen Raum (Schweiz, Österreich und Deutschland) hat sich dem Modulbau nach amerikanischen Vorbildern verschrieben. Die genormten Modulköpfe erlauben ein beliebiges Kombinieren und so den Aufbau von immer wieder neuen Anlagen. Die Mitglieder treffen sich regional mehrmals im Jahr bei privat organisierten Ausstellungen und nehmen auch regelmäßig an überregionalen Ausstellungen teil. Besonders beeindruckend waren die "unendlich" langen Güterzüge mit 5 und mehr Lokomotiven und die Kreuzungsbereiche nach kuriosen amerikanischen Vorbildern.

H0 "Sodumb & Gamorrah Lumber Co" von Modelteam Meierij / NL
Die S&GLC thematisiert eine Waldbahn nach dem Vorbild der California Western Railroad, wie Sie einmal an der Westküste Amerikas zu finden war. Das Modelteam Meijerij hat sehr viel Mühe darauf verwandt, eine Anlage in H0 zu bauen, die der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Fast 90 m hohe Mammutbäume wurden maßstäblich im Modell umgesetzt. Die Anlge gewann bei der Rail International 2002 in Den Bosch/ NL den ersten Preis in der Kategorie fine scale und den ersten Preis überhaupt bei der Euro Modellbau 2003 in Genk/B. Vor dem Bau dieser Anlage wurden aufwändige Recherchen vor Ort unternommen.

FREMO H0-Modulanlage
Es handelte sich um eine Modulanlage in Nenngröße H0 mit 17 Meter Streckenlänge, gebaut nach der Fremo-USA-Norm von mehreren Fremo Mitgliedern. Dargestellt ist eine eingleisige Nebenstrecke, die mehrere Industrieanschlüsse bedient. Angesiedelt ist das Arrangement im mittleren Westen der USA.
Betriebsmittelpunkt ist Simonee, ein größerer Bahnhof. An beiden Enden befindet sich jeweils ein Yard, auf dem mehrere Züge abgestellt werden können. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke befindet sich eine weitere kleinere Station mit einem lokalen Bahnbetriebswerk.
Die Anlage hat eine Schienenoberkante von 130 cm, was sehr interessante Betrachtungswinkel ermöglicht und den erwachsenen (!) Betrachter nah am Geschehen sein lässt.

0n30-Waldbahn "Tillamook Spruce Company", Maßstab 1:48 von Dirk Becker, Aschersleben
Der Name der Waldbahn "Tillamook Spruce Company" ist kein Phantasiename! Es gab tatsächlich in/um Tillamook (US-Bundesstaat Oregon) von 1924 bis 1926 eine Waldbahn. Die kleine Logging-RR ist kein akribischer Nachbau des Originals, sondern eine frei gestaltete Modellbahnanlage mit einem einprägsamen Namen. Die Gleise im sichtbaren Teil wurden selbst gebaut. Neben drei normalen Zungenweichen wurden auch vier Schleppweichen eingebaut.
Der Gleisplan erlaubt einen Ringverkehr ebenso wie ausgedehnte Rangiermanöver.
Für eine spätere Erweiterung zur "Sawmill" ist an der linken Anlagenseite bereits ein Gleis bis zum Anlagenrand verlegt.

Gäste auf dem BDEF-Stand:
Der Schweizer Verband Eisenbahn-Amateur SVEA
Unser Fördermitglied "Schienentraum" mit Produkten der brasilianischen Firma FRATESCHI

Sonderschau auf dem BDEF-Stand: 
Die amerikanische Lokomotiv-Legende GG-1 in verschiedenen Nenngrößen
,
H0-Modelle der "Southern Pacific" von Matthias Fey

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© BDEF 2006
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)