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Unser Rundschreiben 1/2006 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

18 201: Kein Rückkauf durch DB AG

EuroSprinter ES 64 P - 001

Kinder spielen gerne mit der Bahn

"Made in Brazil"

Leserbrief aus Hamburg

Neue NOCH Net-Site

Bahn fahren ist 42 mal sicherer als Auto fahren

10 Jahre: Modelleisenbahn Gemeinschaft Kerpen/Erft e.V.

Bochum-Dahlhausen mit mehr Öffnungstagen

Joachim Reichert verstorben

Ein Leben für die Modellbahn: Werner Sawallisch †

Neues vom Eisenbahnmuseum Weiden

"Weltmeister-Pass" ein Knüller für Eisenbahnfans

50 Jahre Freundeskreis Eisenbahn Köln

Zeitreise mit FLEISCHMANN

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Es ist soweit - wir laden Sie herzlich ein zum 49. Bundesverbandstag nach Wernigerode in die "bunte Stadt im Harz". Der BDEF-Vorstand hat in diesem Jahr ein Programm mit viel Dampf zusammengestellt. Die Fahrt mit einer 1'E1'-Dampflok der BR 99 auf den Brocken ist ein unvergessliches Erlebnis und für alle die schon mal da waren eine gute Gelegenheit dieses Erlebnis zu wiederholen. 
Auf dem Brocken besteht die Möglichkeit zur Stärkung beim Brockenwirt oder im Brockenhaus. Lohnenswert sind auch ein Besuch im Brockenmuseum oder im Brockengarten und ein Spaziergang ins Hochmoor etwas zurück entlang der Bahnstrecke. Hier oder beim Rundgang oberhalb der Brockenschnecke lassen sich schöne Fotos von den ankommenden Zügen machen. Nun wünschen wir uns nur noch einen der durchschnittlich rund 60 Tage im Jahr, wo auf dem Brocken klare Sicht herrscht. 
Die Dampfenthusiasten freuen sich am Freitag auf den Besuch in der HSB-Werkstatt, wo man einen Einblick erhält, wie es früher in den Bahnbetriebswerken zugegangen ist. Nur einige Werkzeuge und Maschinen zeugen von einem modernen Unternehmen. Auch die erst Anfang Dezember 2005 in Betrieb genommene Wagenhalle werden wir besichtigen. 
Die Verkehrspolitiker begeben sich auf die Spur der Osterwieck-Wasserlebener Eisenbahn. Der AKV wird Sie hier an verschiedene Vernetzungspunkte des Öffentlichen Verkehrs bringen, wie z.B. nach Schöppenstedt, den geplanten Endpunkt der neuen Stadtbahnlinie von Braunschweig. 
Das Begleitprogramm ist ein Leckerbissen für alle Freundinnen und Freunde der Glasbläserkunst. Die Glasmanufaktur in Derendorf bietet Alles - von der Herstellung bis zum Verkauf. Außerdem können Sie sich im Bistro bei Kaffee und Kuchen stärken. Bei hoffentlich schönem Wetter kann auch in der Außengastronomie Platz genommen werden. 
Am Samstag geht es dann mit Dampf zur Großen Rundfahrt durchs Selketal. Es ist vorgesehen die Neubaustrecke von Quedlinburg nach Gernrode zu befahren, obwohl der offizielle Planbetrieb erst im Juni 2006 beginnen wird. Von Gernrode aus geht es dann über Alexisbad und Straßberg nach Stiege. Durch die Wendeschleife geht es über Eisfelder Talmühle, Benneckenstein, Drei Annen Hohne zurück nach Wernigerode, wo uns ein gemütlicher Abend erwartet. Zum Abschluss der erlebnisreichen Tage machen wir am Sonntag noch einen Abstecher nach Lautenthal ins Harzer Modellbahnzentrum. Auf über 1000 qm sind dort Modellbahnanlagen in fast allen Spurweiten zu sehen. Mit der Rückfahrt nach Wernigerode geht ein besonderer Verbandstag zu Ende.
Am Christi-Himmelfahrtswochenende werden besonders viele Touristen die Stadt Wernigerode und das Umland bevölkern. Deshalb unsere Bitte, sich möglichst schnell anzumelden, damit alle Teilnehmer gut untergebracht werden können.
Wir hoffen, für Sie einen schönen und erlebnisreichen Verbandstag organisiert zu haben und wünschen Ihnen allen eine gute Anreise.
Mit herzlichen Grüßen
Helmut Schmitz
Stellv. BDEF-Vorsitzender und Organisationsleiter Verbandstag 2006

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EuroSprinter ES 64 P - 001

Dienstag 6. Dezember 2005, Nikolaustag, kurz vor 11 Uhr vormittags. Am Münchner Hauptbahnhof sind die Gleise 23 und 24 für den allgemeinen Zugverkehr gesperrt. Auf dem zur Hälfte ebenfalls abgesperrten Bahnsteig von Gleis 23 sind Stehtische mit weißen Decken aufgebaut. Von einem kleinen Tisch mit Kochplatte steigt der Duft von Glühwein, der in Anbetracht der ziemlichen Kälte richtig wohl tut. Auf Gleis 24 - kurz vor dem Prellbock - steht einsam die Siemens-Dispolok ES 64 P - 001 im bekannten Gelb-Silber-Anstrich und der großen Schrift "EuroSprinter" auf beiden Seiten. Unter der Baureihenbezeichnung 127 001 war der EuroSprinter - damals noch in den Farben Magenta und Silber - der Prototyp der EuroSprinter-Familie und war als Erprobungsträger für neue Komponenten und umweltfreundliche Materialien bei der DB AG im Einsatz. Über Deutschland hinaus konnte sie bei Demonstrationsfahrten, z.B. in Norwegen, Schweden und der Schweiz ihre enorme Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und seiner hohen Zugkraft durch den Drehstromantrieb erntete diese Lok ab 1992 viel Interesse und Beifall. 
Kurz vor 11 Uhr beginnt sich der abgesperrte Bereich am Bahnsteig langsam zu füllen. Der Importeur der bekannten Modellbahnmarke "Mehano", die Firma os-Powersale unter Ihrem Geschäftsführer Oliver Schmidt, und SIEMENS als Hersteller des Originalfahrzeugs hatten die Fachpresse eingeladen, einem "EuroSprinter-Event" beizuwohnen. Die slowenische Firma Mehano hatte überraschend ein Modell des EuroSprinters konstruiert und os-Powersale hatte diese ungewöhnliche Art der Präsentation - in Zusammenarbeit mit Siemens-Dispolok - zur Markteinführung organisiert. 
Mit dem echten EuroSprinter im Rücken begrüßte Oliver Schmidt die anwesenden Gäste, unter denen auch der Geschäftsführer von Siemens-Dispolok Herr Dr. Breinl und der Chef des Hauses Mehano waren. 
Mit ebenfalls sehr netten Worten stellte dann Dr. Breinl den Vorbild-EuoSprinter und seine Geschichte vor, wobei er nicht verhehlte, dass die Umlackierung von Magenta in Gelb wohl nicht so überzeugend war. 
Kaum war Dr. Breinl am Ende seiner Ausführungen kam ganz langsam eine kleine, zweiachsige Diesel-Rangierlok - Spitzname "parsifal", Höchstgeschwindigkeit 12 km/h, auch in den Hausfarben Silber/Gelb von Siemens-Dispolok - mit einem geschlossenen Güterwagen auf Gleis 23 eingefahren. Ein Güterwagen im Münchner Hauptbahnhof !
Dem G-Wagen entstiegen zwei "Nikoläuse", die sich bei genauerem Hinsehen als "Nikoläusinnen" entpuppten. Aus großen Strohhaufen wurde das erste Modell des EuroSprinters herausgeholt und dem slowenischen Konstrukteur übergeben, der es nach einer kurzen Ansprache in gutem Deutsch an Siemens-Dispolok-Chef Dr. Breinl weiterreichte.
Die anwesenden Redakteure der Fachzeitschriften wurden mit Besprechungsmustern aus dem Güterwagen versorgt und konnten sich anschließend mit einer wohlschmeckenden, heißen Gulaschsuppe aufwärmen.
Während dieser Zeit waren von den meisten fast unbemerkt auf Gleis 24 je ein Muster der verschiedenen Dispoloks aufgefahren und bildeten ein imposantes Spalier dieser bekannten Leasinglokomotiven. In einer Reihe standen da der EuroSprinter ES64 P, ein Taurus ES 64 U2, eine Diesellok ER 20 "EuroRunner" (Herkules) und die neueste Maschine vom Typ ES 64 F4 (BR 189). Alle Lokomotiven konnten von den geladenen Gästen besichtigt werden. Als Sahnehäubchen der Veranstaltung wurden anschließend alle Teilnehmer - verteilt auf die insgesamt 8 Führerstände - zu einer Besichtigung der DB-Leitzentrale an der Donnersberger Brücke gefahren.

Das MODELL
Es gibt Lokomotiven, die zu Hunderten die deutschen Schienen "bevölkern" und deren Modell-Nachbildung nur schleppenden Absatz erfahren. Auf der anderen Seite existieren Vorbildfahrzeuge, die absolute Einzelstücke sind oder waren (z.B. Gläserner Zug, Schi-Stra-Bus, BR 61, BR 18 201) und deren Nachbildung wahre Verkaufsschlager sind. Ähnlich muss es wohl mit dem EuroSprinter sein, der nicht nur ein Einzelstück ist, sondern zudem schon vor einigen Jahren als durchaus ansehnliches Modell auf dem Markt war. Etwa 1994 hatte die Firma Lima ein Modell dieser Lokomotive herausgebracht, das sich qualitätsmäßig wohltuend von manchen anderen Modellen dieser Firma unterschied. Das EuroSprinter-Modell von Lima war damals eines jener Modelle, das hoffen ließ, dass sich Lima vom Spielwarenhersteller zum Modelleisenbahn-Hersteller mausert. Obwohl das Lima-Modell nicht ganz hundertprozentig war, hatte die Firma Siemens dieses schon als Werbemodell eingesetzt.
Wenn sich nun 14 Jahre nach dem Erscheinen des Vorbilds eine Firma erneut an eine Nachbildung dieser Lokomotive macht, bedeutet dies nicht nur Mut sondern auch die feste Überzeugung, dass das Vorbild - und damit das Modell - weiterhin zugkräftig sind. Oliver Schmidt hatte im Vorfeld bestimmt genaue Recherchen angestellt und sich von der Marktfähigkeit dieses Typs überzeugt. Die Firma Mehano, die sich nach in den letzten Jahren zu einem hervorragenden Hersteller von präzisen Modellen entwickelte (z.B. Blue Tiger und G2000), setzte letztlich die Idee um und präsentierte am 6.12.05 den ES 64 P. Das Modell überzeugt nicht nur optisch, sonder weist auch hervorragende Fahreigenschaften auf und ist sehr preiswert (etwa 120,- € für 2L=). Selbstverständlich werden Ausführungen für alle Systeme angeboten, also mit oder ohne Dekoder, für Gleich- oder Wechselstrom, mit oder ohne Sound. Außerdem ist angekündigt, den Eurosprinter auch in den Ausführungen der Spanischen und der Portugiesischen Staatsbahn auf den Markt zu bringen, wie es sie auch von Lima gab. 
Beim Vergleich von ehemaligem Lima-Modell mit dem neuen Mehano-Modell fällt besonders die unterschiedliche Länge auf, die in der Ansicht von oben gut erkennbar ist. Vom Lima-Modell des deutschen EuroSprinter wurde damals behauptet, dass es maßstäblich sei, was auch richtig ist. Nicht richtig waren die einfach anders bedruckten Modelle der 252 für Spanien, da diese im Original länger waren, als die deutsche Ausführung. Bei Mehano ist es nun umgekehrt. Die Gehäuselänge entspricht exakt maßstäblich der spanischen 252 und ist damit für die deutsche ES 64 P ein wenig zu lang, was jedoch im Anlagenbetrieb bestimmt nicht auffällt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein attraktives Roll-Out und ein empfehlenswertes Modell. 
Informationen zum neuen Mehano-Modell des EuroSprinter und zu künftigen Projekten erhält man im Internet unter http://www.os-powersale.com  oder direkt bei os-Powersale, Gartenstraße 2-2a, 69488 Birkenau, Tel. 06201 31379, Fax 06201 390368, e-mail info@os-powersale.com 

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"Made in Brazil"

Seit Mai 2005 vertreibt "SCHIENENTRAUM" die Modelle des brasilianischen Herstellers FRATESCHI. SCHIENENTRAUM ist jedoch mehr als ein reiner Vertriebspartner. So hat man beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Tams Elektronik GmbH eine Platine entwickelt, die erstmals eine digitale Schnittstelle in den Lokomotiven des hierzulande noch relativ unbekannten Herstellers ermöglicht. Auch digitalisierte Versionen sind seit Sommer 2005 bei SCHIENENTRAUM und angeschlossenen Fachhändlern erhältlich. Dies ist ein erster Schritt, um die Produkte von FRATESCHI für den europäischen Modellbahner attraktiver zu machen. Weitere Pläne liegen bereits in der "Schublade" und werden in den kommenden Monaten verwirklicht.
Ein Highlight des auslaufenden Jahres war und ist die Einführung der Ellok EP-4 "Escandalosa". Dank dieser beeindruckenden 10-achsigen Lokomotive sind viele Modellbahnfreunde auf FRATESCHI aufmerksam geworden und die Fangemeinde wächst stetig - dies sicherlich auch aufgrund der äußerst günstigen Preise, die beweisen, das gute Modellbahnartikel das Portemonnaie nicht allzu stark strapazieren müssen.
Das Jahr 2005 wurde vorrangig genutzt, um neue und alte Vertriebswege zu etablieren. Im Jahr 2006 wird man SCHIENENTRAUM mit den FRATESCHI-Produkten auch auf einigen Messen erleben können.
Im Rahmen einer von Beginn an engen Zusammenarbeit wird SCHIENENTRAUM als Gast des BDEF am Stand der Messe "Faszination Modellbau" in Sinsheim vom 09.-12.03.2006 mit einer Auswahl aus dem aktuellen Programm zu sehen sein. Frei nach dem Motto: "Qualität zum Anfassen" haben die Freunde amerikanischer Modelle die Möglichkeit, Lokomotiven und Wagen zu besichtigen und zu testen. SCHIENENTRAUM möchte den Beweis antreten, dass auch die sehr preiswerte Modelle "Made in Brazil" ein hohes Maß an Attraktivität für den einheimischen Modellbahner bieten. Die einzelnen Bauteile werden übrigens nicht (wie bei vielen Herstellern üblich) in Asien, sondern (fast ausnahmslos) im eigenen Werk von FRATESCHI in der Nähe von Sao Paulo gefertigt.
Schienentraum, Gerhart-Hauptmann-Str. 23, 47058 Duisburg, e-Mail: info@schienentraum.de, Tel. 0203 3481760, 
Fax 0203 3481761, Internet: http://www.schienentraum.de  

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Neue NOCH Net-Site 

Der Internet-Auftritt des Wangener Modellbahnzubehör-Spezialisten NOCH (www.noch.de bzw. www.noch.com) wurde komplett neu gestaltet: umfangreicher, informativer und attraktiver. Der Produktkatalog umfasst mehr als 1.000 Artikel, die in Bild und Text dargestellt und häufig mit nützlichen Informationen und Basteltipps verknüpft sind. Neben der Hausmarke NOCH präsentiert die Site Produkte von Woodland Scenics - NOCH sowie Modelle von KATO und ATHEARN. 
Im Online-Shop kann man Kataloge, Infomaterial und DVDs online bestellen, Gleispläne zu aktuellen Fertiggeländen gibt's kostenlos zum Downloaden. 
Eine Vielzahl weiterer Funktionen wie z. B. Händlersuche, die Neuheiten des Jahres, aktuelle Infos und Termine über Veranstaltungen, ausführliche Bastelanleitungen und eine umfangreiche Linkseite laden zum Surfen und Stöbern ein. 
NOCH GmbH & Co. KG, Modellspielwarenfabrik
Postfach 1454, 88230 Wangen im Allgäu, 

Internet: www.noch.de  bzw. www.noch.com 

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10 Jahre: Modelleisenbahn Gemeinschaft Kerpen/Erft e.V.

Im März 1996 wurde die Modelleisenbahn-Gemeinschaft Kerpen/Erft - MGK als lockerer Verein gegründet, der heute aus 14 Mitgliedern besteht. Seit Gründung des Vereins führt, der Vorsitzende und Mitbegründer, Dieter Kempf die Geschicke des Vereins. Als Clubraum dienten lange Zeit die Kellerräume im Lagerschuppen des Bahnhofs Horrem, die dem Verein von einem Mitglied zur Verfügung gestellt wurden. Diese mussten jedoch geräumt werden, weil der Platz für den Verein immer größere Dimensionen annahm. Letztendlich wäre es sowieso zum Auszug gekommen, weil der Hausherr, die Bahn AG, im Zuge der Ausbaustrecke Köln - Aachen das Gebäude entfernte. Nach langwierigen Suchen nach Vereinsräumen, fand sich 1998 ein geeignetes Objekt. Ein Schulcontainer wurde das neue Domizil des Vereins.
Die Zielsetzung des Vereins besteht darin, die bereits zurück gebaute Nebenbahnstrecke zwischen Horrem und Kerpen nach Nörvenich, Mödrath nach Liblar, welche zum Streckennetz der ehemaligen Bergheimer Kreisbahn bzw. der Mödrath-Liblar-Brühler Eisenbahn gehörten, im Modell nachzubauen. Um einen authentischen Nachbau der Strecke im Modell zu ermöglichen, ist eine aufwendige Recherchearbeit in den Archiven des Kreises, oder die Zusammenarbeit mit Geschichtsvereinen sehr wichtig. Auch die Menschen, die ihre alte Bahn noch kennen, sind wichtige Informationsquellen für den Verein. 
Die MGK hat seit ihrer Gründung an verschiedenen Ausstellungen, Börsen und öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen oder mitgewirkt. Als besonderes Highlight, nicht nur zum Jahrtausendwechsel, sondern auch in dem erst jungen Vereinsleben, war eine Ausstellung im alten Amtsgericht der Stadt Kerpen, welche unter Mitarbeit des Stadtarchivs Kerpen und den Mitgliedern des Vereins organisiert und durchgeführt wurde. Dem Titel der Ausstellung "Schienenwege in Kerpen" wurde im besonderen Maße Rechnung getragen. Neben den gefertigten Modulteilen des Vereins, konnten sich 1.500 Besucher über die Geschichte der Strecke in Wort und Bild informieren. 
Das Vereinsleben findet an jedem Dienstag zwischen 18.30 - 21 Uhr im Vereinsheim statt: Kerpen-Brüggen Grundschule Waldstr. im Pavillon hinter der Turnhalle. An diesen Abenden wird an der Vereinsanlage gebaut und auch Fachliches rund um die Bahn diskutiert. Weitere Info über den Verein im Internet www.mgkkerpen.de
Wir arbeiten auch im Arbeitskreis Rheinlandbahnen mit.
Die Anlage ist im Modellmaßstab 1:87 H0, Gleichstrom, und in eigener Modulbauweise. Modulbauweise deshalb, damit die fertigen Teile der Anlage so realistisch wie möglich wirken. Mehrere Teile der genannten Strecke, wie z.B. der Bahnhof Kerpen mit einer Länge von 7 m, der Bahnhof Brüggen/Erft mit 4,55 m die Verbindung zwischen Mödrath und Kerpen, die sogenannte "Erftbrücke" mit einer Länge von 2,60 m sind soweit fertiggestellt. Verschiedene Anlagenteile wie der Haltepunkt Langenich mit der dazugehörigen Tonröhrenfabrik, der Bahnhof Türnich und der Anschlussbahnhof der ehemaligen Brikettfabrik "Hubertus" in Brüggen/Erft sind in Arbeit. Zeitlich ist der Nachbau der Streckenmodule den frühen 60er-Jahren nachempfunden, also der Zeit der frühen Bundesbahn Epoche 3.
Zurzeit kann die Anlage mit einer Länge von etwa 30 m betrieben werden. Ziel ist es eine Streckenführung bis Nörvenich bzw. Liblar. Nach Fertigstellung sollen dann einmal ca. 150 m Strecke fertig sein. 
Auch in diesem Jahr findet am 5.11.2006 der 7. Kerpener Eisenbahntag, eine große Modelleisenbahnausstellung mit einer Börse, in Kerpen-Türnich statt. 
Besuchen sie uns auch im Internet unter www.mgkkerpen.de 

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Joachim Reichert verstorben

Am 7. Dezember 2005 verstarb völlig unerwartet im Alter von 43 Jahren 
Joachim Reichert
an den Folgen eines Herzinfarkts.
Sein Leben war - neben seinem Einsatz in der Politik - geprägt und verknüpft mit dem Thema Modelleisenbahn. Ob als Stellvertretender BDEF-Vorsitzender, ob als Gründungsmitglied des moebac Filderstadt, ob als Geschäftsführer beim N-Club-International, stets war er freundlicher Ansprechpartner für alle Modellbahnfreunde. Zu jeder zeit galt seine Liebe und besondere Aufmerksamkeit den kleinen und auch großen Bahnen.
Joachim Reichert wird seinen Freunden der großen und kleinen Eisenbahnen in guter Erinnerung bleiben. Unser Mitgefühl gilt seiner Mutter Ida Reichert.

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Neues vom Eisenbahnmuseum Weiden

Lehrer lernen im Museum
Das staatliche Schulamt Weiden / Neustadt lud seine Lehrkräfte zur letzten Lehrerfortbildungsveranstaltung des Jahres 2005 ins Eisenbahnmuseum nach Weiden ein. 
Der zuständige Schulamtsdirektor begrüßte seine Lehrerkollegen und der Kulturamtsleiter äußerte die Hoffnung, dass mit diesem Museumsbesuch in der vorweihnachtlichen Zeit, eine Brücke geschlagen wird, zwischen reiner Fortbildung, ein wenig Besinnung, aber auch zu einem interessanten Thema, "Schule und Eisenbahn". Er dankte dem Eisenbahnmuseum für die Bereitschaft, einmal die Rollen zu tauschen und Lehrer zu Schülern werden zu lassen, um ihnen Wissenswertes aus diesem speziellen Fachgebiet zu vermitteln.
Museumsleiter Horst Scheiner war überrascht, dass so viele Lehrer aus Weiden und dem ganzen Landkreis der Einladung gefolgt sind und betonte, dass es besonders wichtig sei, schon den Kindern in der Schule, das umweltfreundlichste und volkswirtschaftlich vernünftigste Verkehrsmittel "Bahn" nahe zu bringen. Bei seiner anschließenden Führung ging Scheiner immer wieder auf geschichtliche und geographische Hintergründe ein, welche die Bahn für die Mobilität und den technischen Fortschritt, gerade in dieser Gegend bedeutet. Auch technische, physikalische und mathematische Zusammenhänge des Bahnsystems wurden mit Demonstrationsmodellen recht eindrucksvoll, trotzdem aber leicht verständlich dargestellt. Mit Zustimmung seiner Gäste wurden die Erklärungen auf den Wissensstand einer Grundschulklasse abgestimmt, um den Lehrern das Thema Bahn, auch für den Schulunterricht schmackhaft zu machen. Bevor Scheiner seine Gäste zu Kaffee und Kuchen einlud, bat er, einen Fragebogen zu beantworten, um feststellen zu können, wie viel neue Erkenntnisse auch Lehrer vom Museumsbesuch behalten haben. Bei einem anschließenden Referat, in dem ein geschichtlicher Überblick, von der Erfindung des Rades, über die Entwicklung der Dampfmaschine und ihre Anwendung in der Industrie behandelt wurde, kam auch die ganze Bandbreite der Bahn und der Umgang mit ihr zur Sprache. 
Aber auch "Unfallverhütung auf Bahngelände" und "Eisenbahn ist kein Kinderspielplatz" waren hochinteressante Vortragsthemen, die zwei Polizeihauptmeister von der Bundespolizei den Lehrern vortrugen. Mit eindrucksvollen Kurzfilmen und einer Bildprojektion zeigten sie besondere Gefahrensituationen auf und gingen auch auf die strafrechtlichen Folgen ein, die bei einem "unberechtigten Eingriff in den Bahnbetrieb" zu erwarten sind. Gerade die in jüngster Zeit drei mal im Hammerwegviertel auf die Schienen gelegten Gegenstände sind keine "Kavaliersdelikte" oder "Lausbubenstreiche", sondern äußerst gefährliche und streng zu ahndende Straftaten, die wie durch ein Wunder nochmals glimpflich, trotzdem aber mit erheblichem Sachschaden ausgingen. Die Bundespolizei Weiden bietet hierzu den Schulen kostenlosen Präventions-Unterricht an, um schon die Kinder sensibel und in geeigneter Weise aufzuklären und so vor einem Unglück oder Schaden zu bewahren. 

Thalys-Zugchef im Eisenbahnmuseum
Auf Einladung von Karlheinz Maier, Mitglied des Modelleisenbahnclubs Weiden, kam der Thalys-Zugchef Charles Lemaire mit zwei belgischen Kollegen und viel Gepäck zu einem Besuch ins Eisenbahnmuseum Weiden. 
Museumsleiter Horst Scheiner begrüßte die Gäste und war sehr erfreut, dass wieder einmal ausländische Eisenbahn-Fachleute das Weidener Museum besuchen. Beim anschließenden Rundgang durch die Museumsräume waren die Herren sichtlich begeistert von der Vielfalt der vorhandenen Exponate und weil ihr Highspeed-Train Thalys sowohl auf der großen Modellbahnanlage fuhr, als auch ein Modell davon, neben weiteren belgischen und französischen Lokomotiven, in den Vitrinen ausgestellt war. Während einer Kaffeepause erzählten die Gäste ausgiebig von ihrem Dienst bei der belgischen Staatsbahn und von interessanten Begebenheiten die sie täglich als Zugbegleiter bei ihren internationalen Fahrten durch die drei Länder erleben. Viele Fragen mussten jedoch auf einen weiteren Besuch vertagt werden, weil den Gästen noch eine achtstündige Heimfahrt bevorstand. 
Als große Überraschung für die Museumsleitung überreichten die Gäste dem Eisenbahnmuseum belgische Dienstuniformen und weitere Dienstkleidung und Mützen der französischen Staatsbahn - von den Hochgeschwindigkeitszügen Thalys und EuroStar - sowie Uniformen von Bahnhostessen der belgischen und französischen Eisenbahnen. 

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50 Jahre Freundeskreis Eisenbahn Köln

Rund 100 Gäste konnte der Vorstand des FEK bei der Jubiläumsfeier auf dem Motorschiff "Loreley" der Köln-Düsseldorfer aus nah und fern begrüßen, darunter einige Ehrengäste, wie Bürgermeister Josef Müller und Frau Gertrud (Stadt Köln), den Geschäftsführer der Mittelweserbahn aus Bruchhausen-Vilsen, Hans-Peter Kempf, der in jungen Jahren selbst Vereinsmitglied des FEK war, von der Rhein-Sieg-Eisenbahn Wilfried Müller nebst Gattin. Heinz Delhaes von DB Charter, Alexander Krüger und Gattin von DB Netz in Duisburg, die Vorsitzenden unserer beiden Dachverbände BDEF, Gerhard A. Bayer, und VDMT, Heimo Echensperger, und natürlich die beiden Ehrenmitglieder und früheren Vorsitzenden Friedhelm Ernst mit Frau Ursula und Dr. Günter Stier, aber vor allem viele, viele Vereinsmitglieder, die zu adventlicher Stunde den Weg an den Rhein und auf's Schiff gefunden hatten.
Nach der Begrüßung mit einem Glas Sekt bat der Vorstand die Gäste zu Tisch, und nach einigen Begrüßungsreden servierte die Crew der KD ein reichhaltiges Menü in Form einer servierten Vorspeise und eines warmen Büffets.
Währenddessen spielte die Gruppe "Daphne" in der Besetzung Violine, Kontrabass, Gitarre und Saxophon flotte Rhythmen aus den vergangenen 50 Jahren. Friedhelm Ernst ersetzte die vorgesehene Filmvorführung durch einen Rückblick auf die 50 Jahre Vereinsgeschichte. und ganz nebenbei wagten einige Vereinsmitglieder zur vorgerückten Stunde ein kleines Tänzchen. Während der Veranstaltung legte MS "Loreley" vom Anleger an der Frankenwerft zu einer zweistündigen Rundfahrt durch das adventlich beleuchtete Kölner Stadtpanorama ab.
Erst nach Mitternacht verließen die letzten Gäste das Schiff und alle Gäste bedankten sich ganz herzlich beim Freundeskreis Eisenbahn Köln und seinem Vorstand für die festliche und gelungene Auftaktveranstaltung des Jubiläumsjahres. 
Ehrenplakette des BDEF an den FEK
Die Stadt Köln verlieh durch Bürgermeister Josef Müller während der Jubiläumsveranstaltung am 3. Dezember dem FEK die Bronzeplakette der Stadt Köln zum 50-jährigen Jubiläum des Vereins, und der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde - BDEF - Gerhard A. Bayer überreichte dem FEK die Ehrenplakette des BDEF als "Auszeichnung für die seit 50 Jahren erbrachten außerordentlichen Verdienste als Eisenbahnfreunde und für 35 Jahre erfolgreiche Bewahrung und Pflege des Rheingold-Zuges".
Beide Geschenke, für die sich der Verein an dieser Stelle ganz herzlich bedankt, werden einen Ehrenplatz im Vereinsheim erhalten.

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18 201: Kein Rückkauf durch DB AG

Der Leiter des Konzernvorstandsbüros der DB AG, Herr Dr. Blank, übermittelte in einem Schreiben an Dampf-Plus eine geänderte Haltung der DB Konzernleitung zur Dampflok 18 201: "Die DB AG hat an einem Rückkauf der Dampflokomotive keinerlei Interesse".
Aus dem oben genannten Schreiben von Dr. Blank kann klar geschlossen werden, dass die DB AG ihr vertraglich eingeräumtes Vorkaufsrecht auf die Dampflok nicht ausüben wird.
Die Aussage steht außerdem im Widerspruch zu bisher öffentlich getätigten Aussagen der DB AG. Noch am 04.03.2005 erklärte DB-Sprecherin, Claudia Triebs, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung: "Sollte dem jetzigen Eigentümer ein ernst zunehmendes Angebot aus dem Ausland vorliegen, werden wir auf jeden Fall von unserem Vorkaufsrecht Gebrauch machen."
Ein Angebot aus Deutschland zum Ankauf der 18 201 liegt Dampf-Plus derzeit nicht vor.
Die Mitteilung, dass die DB AG auf das Vorkaufsrecht für die 18 201 verzichtet, ist von der Initiative "Rettet die 18 201" positiv aufgenommen worden. Man verbindet dort einen weiteren Schub für die Arbeit in Richtung der von Axel Zwingenberger initiierten Stiftung ( www.18201-stiftung.de ).
Aktuelle Informationen finden sich auch auf der Homepage von Dampf-Plus www.dampfplus.de .

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Kinder spielen gerne mit der Bahn

In der Schweizerischen Fachzeitschrift "Eisenbahn-Amateur", Heft 1/2006, erschien auf der Seite für Jugendliche ein interessanter Beitrag über die Messe in Friedrichshafen. Der Autor des Berichtes ist ein bekannter Schweizerischer Fachmann, der regelmäßig die Jugendseite mit dem Pseudonym "Bahnonkel" verfasst. Dieser Bahnonkel verblüffte uns diesmal mit einer Idee, die uns allen zu denken geben müsste und unbedingt umgesetzt werden sollte. Mit freundlicher Genehmigung des Autors dürfen wir die relevanten Abschnitte seines Beitrags abdrucken:

Der gemeinsame Auftritt am Stand in der Halle der Modellbahner in Friedrichshafen hat bereits Tradition. Die drei Modelleisenbahnverbände Deutschlands (BDEF), Österreichs (VOEMEC) und der Schweiz (SVEA) vertraten die Interessen der jeweiligen Länder, waren als Ansprechpartner für Auskünfte aller Art (vom Modellbau bis zur Großtraktion im Bahnwesen) angetreten. Darüber hinaus markierten sie auch das Interesse zur Bahn länderübergreifend und kameradschaftlich. So kam mancher Besucher im Gespräch mit den jeweiligen Ländervertretern auch gleich in Kontakt zu den andern Verbänden.
Und eines hat der Bahnonkel an diesem Stand ganz toll gefunden: Spielbahnen für Kinder! Der Verbandsvorstand des BDEF (als Heimatverband) hatte aus privaten Beständen je eine Brio-Holz- sowie eine H0-Fleischmann-Bahn organisiert. Mit großer Genugtuung konnte der Bahnonkel da beobachten, wie wildfremde Kinder aller Altersstufen miteinander friedlich mit den beiden Bahnen spielten.
Da wurden die Gleise neu und anders zusammengestellt; falls diese nicht reichten, wurde eben auf dem Boden weitergefahren! Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und mancher "gestandene" Modellbahner konnte da nur verblüfft staunen.
Das Kuppeln der Brio-Bahn-Züge gestaltete sich nicht immer problemlos, wenn man beide Fahrzeuge wendete: Das ging wieder nicht - die wollten einfach nicht mitfahren. Aber wenn der "Dreh" mit den Magneten erkannt wurde, dann ging der Zug ab...
Das Gleisdreieck, welches eine Mutter mit ihrem Kind zusammensteckte, funktionierte mit dem Zweileitersystem natürlich nicht - dies wurde von den Standbetreuern korrigiert und der Grund dazu erklärt. Da nur ein Benutzer mit der eingesetzten Lok und dem Trafo fahren konnte, schoben andere einfach Wagen als Zug auf den Schienen - Konflikte gab es keine, Streit auch nicht, man nahm sein Gefährt einfach aus dem Gleis und machte auf der andern Seite wieder weiter...
Im Übrigen: Das waren beileibe nicht nur Knaben, welche spielten - nein, auch viele Mädchen machten mit gleich großem Eifer und Kompetenz mit. Wenn da nicht Nachwuchs vorhanden ist...!
Es zeigt sich einmal mehr, dass Kinder und Jugendliche gerne aktiv mitspielen und mitmachen möchten, dies ihnen aber leider fast immer verwehrt bleibt - warum nur?
Wünsche des Bahnonkels
In Anbetracht der friedlich spielenden Kinder auf den beiden "Anlagen" des gemeinsamen Standes BDEF / VOEMEC / SVEA keimen im Innern des Bahnonkels einige Wünsche und Feststellungen, welche er gerne publik machen möchte: Man möge doch an Ausstellungen und Tagen der offenen Türen vermehrt auf die Anliegen auch des Nachwuchses eingehen. Das Aufstellen von frei veränderbaren "Eisenbahn-Anlagen" mit dem nötigen Rollmaterial in einer Spielecke (mit genügend Sitzmöglichkeiten auf Bänken für die müden und trotzdem geduldigen Mütter und Väter) motiviert den Nachwuchs und zündet das "Feuer" Eisenbahn.
Warum sollen auf Schauanlagen (auch solchen der ausstellenden Klubs) nicht Jugendliche unter Aufsicht und Leitung von Fachleuten die Bahnhöfe und Züge steuern und fahren können? Ob die zu schnell fahren mit dem teuren Material? Dann kann man doch Begrenzungen einbauen - ist doch machbar und wurde auch schon praktiziert.
Kann man sich die leuchtenden Augen der Kinder vorstellen, wenn sie da mit klopfenden Herzen einen ICE, einen TGV oder sonst einen schönen Zug über die Strecke steuern dürfen? Warum soll das bei der Modellbahn nicht gehen, was in Friedrichshafen eine Halle weiter mit Lastwagen auch funktionierte? Und wenn ein "Speaker" das Geschehen noch zusätzlich kommentiert, Informationen zu Zügen und Anlagen abgibt? So gesehen müssten eigentlich nicht Jugendliche, sondern Erwachsene die "Jugendseite" lesen!
Liebe jugendliche Leserinnen und Leser: Warum fragt ihr nicht freundlich, ob ihr mal ein Stellwerk bedienen und als Lokführer den Gotthardschnellzug führen dürft? Fragen kostet nichts, und möglicherweise helft ihr mit eurer Frage mit, dass Jugendliche ernster genommen werden.
Treffen wir uns nächstes Mal mit aktiv an einer Ausstellung tätigen Jugendlichen?

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Leserbrief aus Hamburg

In der Presse war zu lesen, dass seitens der Monopolkommission befürchtet wird, bei einem Einstieg der DB AG bei der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG könnten Binnenschifffahrt und Straßenverkehr "ausgebremst" werden.
Bevor die Monopolkommission so etwas äußert, sollte sie sich erstmal die derzeitigen Wettbewerbsbedingungen anschauen. Die Binnenschifffahrt zahlt weder Mineralöl- noch Ökosteuer. Die Schifffahrt auf den Flüssen (deren Schiffbarkeit vom Bund aus allgemeinen Steuermitteln sichergestellt wird) ist völlig frei. Befahrungsabgaben für Kanäle und Schleusengebühren bringen weniger als 10 % der Kosten ein. Vor einigen Jahren lag der Kostendeckungsgrad jedenfalls unter 8 %, eine neuere Zahl habe ich leider nicht zur Hand. Aber ich halte es für eine dringende Aufgabe der Monopolkommission, dieses Thema zu untersuchen und Vorschläge für die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen zu machen. 
Die Bahn soll ihre Wegekosten selbst decken und für jede Bewegung eines Fahrzeuges auf dem Schienenetz werden hohe Trassengebühren fällig. Außerdem zahlt die Bahn Mineralöl- und Ökosteuern, obgleich insbesondere die Mineralölsteuer von der Allgemeinheit als Kostenbeteiligung des Kraftverkehrs an Bau und Unterhaltung des Straßennetzes angesehen wird. Wieso man die Eisenbahn zur Finanzierung ihrer Konkurrenz heranzieht, ist völlig schleierhaft. Falls man einen triftigen Grund dafür finden sollte, müsste man den Mineralölverbrauch der Luftfahrt ebenfalls besteuern, zumal gerade die Luftfahrt nicht gerade als umweltfreundlich einzustufen ist. Wenn die Ökosteuer ihrem Namen gerecht werden soll, müsste gerade die Luftfahrt vor allen anderen Verkehrsmitteln mit der Ökosteuer belastet werden. Auch die ungleiche Umsatzbesteuerung des grenzüberschreitenden Personenverkehrs sollte abgeschafft werden. Auf eine Bahnfahrkarte Hamburg - Kopenhagen beispielsweise sind auf deutscher Strecke 16 % und auf dänischer Seite 25 % Umsatz(Mehrwert-)steuer fällig, im Flugzeug reist man dagegen völlig steuerfrei. Sehen so gleiche Wettbewerbsbedingungen aus?
Zum Thema Wettbewerb gehören auch die Kosten der Verkehrsregelung und -überwachung des Straßenverkehrs. Ein erheblicher Teil der Polizei beschäftigt sich auf Kosten der Allgemeinheit mit Regelung und Überwachung des Verkehrs, was auf der Schiene jedoch vom jeweiligen Infrastrukturbetreiber selbst zu finanzieren ist. 
Ich halte es für eine dringende Aufgabe der Monopolkommission, sich um diese Dinge zu kümmern.
Hermann Hoyer, Hamburg

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Bahn fahren ist 42 mal sicherer als Auto fahren

Bezogen auf die Verkehrsleistung ist die Schiene 42,2 mal sicherer als der motorisierte Individualverkehr (Autos und Motorräder) und 2,1 mal sicherer als der Bus. Der Sicherheitsabstand zwischen Straße und Schiene hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit weiter vergrößert. Das zeigen die jüngsten Angaben zur Verkehrsleistung von "Verkehr in Zahlen", herausgegeben vom Verkehrsministerium. Statistisch gesehen verunglücken auf der Straße pro eine Mrd. Personenkilometer 4,65 Reisende tödlich, auf der Schiene dagegen nur 0,11 Reisende.
Bei der Zahl der Verletzungen steht die Bahn noch besser da. Hier ist die Schiene 95 mal sicherer als die Straße. Rund 343 verletzten Reisenden pro Mrd. Personenkilometer stehen rund 3 Verletzte auf der Schiene gegenüber. Bahn fahren schont somit nicht nur die Umwelt, sondern erhöht auch die Chance auf körperliche Unversehrtheit. Dennoch schätzen viele Menschen ihr Risiko im Auto zu verunglücken weiterhin sehr niedrig ein. Eine Studie des Forschungsinstituts Infras aus dem Jahr 2004 zeigt außerdem, dass schon eine einzige Fahrt über 1000 km auf der Schiene statt auf der Straße der Gesellschaft rund 40 Euro an Unfallfolgekosten erspart. Dadurch würden insbesondere die Beitragszahler der Krankenkassen entlastet.
Die Berechnung des Unfallrisikos per Verkehrsträger findet Sie als PDF-Datei im Internet unter http://www.allianz-pro-schiene.de/sites/presse.php?art=0228&count=01/06 

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Bochum-Dahlhausen mit mehr Öffnungstagen

Am 1. März öffnet das Bochumer Museum der DGEG wieder für Besucher. Neu ab 2006 sind die zusätzlichen Öffnungstage Dienstag und Donnerstag, so dass die allgemeinen Öffnungszeiten des Museums nun Dienstag bis Freitag und Sonn- und Feiertag von 10 bis 17 Uhr sind. Die Eintrittspreise bleiben auf dem Stand der letzten Jahre, Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder 2,50 Euro und Familien 13 Euro. Wie gewohnt wird an Sonn- und Feiertagen mit dem Wismarer Schienenbus ein Pendelverkehr zum S-Bahnhof Bochum-Dahlhausen angeboten. Telefonische Auskünfte Di - Fr 10-17 Uhr unter 0234-492516 oder Mo-Do 14-18 Uhr unter 01805-347362. Internet: www.eisenbahnmuseum-bochum.de.
Veranstaltungen des DGEG-Museums Bochum-Dahlhausen:
18. Februar 2006: Dampfzugfahrt mit 38 226 7 und 212 007 nach Gerolstein; Besichtigungen der Stadt und der Mineralquelle; Dampfzugfahrten auf der Eifelquerbahn Gerolstein - Daun mit 24 009, 38 2267 und 212 007.
25. März 2006: Sonderfahrt mit Diesellok 212 007 und dem Museumszug nach Papenburg; Besichtigung der Meyer-Werft
8. und 9. April: Workshop im Eisenbahnmuseum: Aktiv mitmachen bei der Museumsarbeit mit Vollverpflegung und Übernachtungsmöglichkeit. Nur mit tel. Voranmeldungen unter 0234-492516 (Di+Fr)
16. April: Dampftag im Eisenbahnmuseum, Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok 38 2267 (pr. P8) ; 10-17 Uhr
29./30. April: Museumstage im Eisenbahnmuseum, Dampfzugfahrten mit verschiedenen Dampflokomotiven direkt ins Museum, Fahrzeugausstellung, Führerstandsmitfahrten, Rahmenprogramm, Modellbahnbörse am So. 30.4.; beide Tage 10-18 Uhr geöffnet
21. Mai: Dampftag im Eisenbahnmuseum, Führerstandsmitfahrten auf der Dampflok 38 2267 (pr. P8) ; 10-17 Uhr
27. Mai 2006: Sonderfahrt mit einem Schnellzug der 1980er Jahre und der legendären Schnellfahr-Ellok BR 103 nach Berlin-Zoo; u.a. Besichtigung des Loxx-Miniaturwelten

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Ein Leben für die Modellbahn: Werner Sawallisch †

"Für sein Jahrzehnte langes, erfolgreiches Wirken im Modelleisenbahnclub München e.V. und seine damit verbundenen Verdienste um das gesamte Modelleisenbahnwesen zeichnen wir Werner Sawallisch mit der Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. aus" - so stand es auf der Urkunde, mit welcher der BDEF-Vorsitzende im November 2003 bei der 70-Jahr-Feier des MEC München die Ehrung persönlich vornehmen konnte. 
Werner Sawallisch - ein begnadeter Modelleisenbahner, der stets diesem Hobby zugewandt war und es in seiner Bescheidenheit doch sehr zurückhaltend ausübte. Er war kein Mann der großen Öffentlichkeit, obwohl seine Erfolge gerade in der Öffentlichkeit stattfanden. Unvergesslich ist sein Einsatz für die große Modelleisenbahnanlage in Spur 0 auf der großen Deutschen Verkehrsausstellung im Jahre 1953, wo er aktiv an vorderster Front beim Aufbau und beim Betrieb der Anlage und bei der Hand-Fertigung von Weichen und Gleismaterial tätig war. Für diese 60m x 10 m große 0-Anlage baute er auch Fahrzeugmodelle wie den Gläsernen Zug, einen Fahrleitungskontrolltriebwagen und beteiligte sich am Bau diverse anderer Fahrzeuge. 
Geboren wurde Werner Sawallisch am 28. April 1918. Sein Traumberuf wäre Elektroingenieur gewesen. Nach nur drei Semester Studium musste er umsatteln und wurde dann Grundschullehrer. Geheiratet 1943, zwei Söhne. 
Bei der Wiedergründung des MEC München e.V. nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1948 war Sawallisch Gründungsmitglied. Von den 50er- bis Ende der 70er-Jahre war er meist 2. Vorstand und/oder technischer Leiter des MEC.
Für einer H0-Anlage auf der Elektromesse 1950 baute er ein Modell der E16 und baute eine E18 von Märklin um. Im Laufe der Jahre folgten Selbstbaumodelle in H0, z.B. vom Gläserner Zug, vom VT11 und ET 32 und von der E10 004.
Sein großes Steckenpferd war die Förderung des Modelleisenbahnernachwuchses. Eine von ihm gegründete Jugendgruppe baute in den 50er- und Anfang der 60er-Jahren eine Jugendanlage. Jugendliche von damals sind bis heute Mitglied im Verein. Einer davon ist heute der Bundesvorsitzende des BDEF !
Die große Kunst von Werner Sawallisch war es, aus Alltagsmaterialien Steuerungselemente und Fahrzeugmodelle für die Modelleisenbahn zu bauen. Beispiel hierfür ist eine Schleifring-Bahnhofssteuerung, die komplett aus Holz, Nägeln und Draht hergestellt war und alle Weichen, Signale und Stromabschnitte des Bahnhofes steuerte und von ca. 1964 bis 1992 erfolgreich in Betrieb war.
Er war für den Club immer eine modellbahnerische Leitfigur, der, leise pfeifend, mit Ruhe und Sachverstand die Modellbahnanlage weiter und weiter baute und immer bereit war, bei Modelleisenbahnprobleme, Fahrzeugumbauten, Reparaturen, usw. geduldig Hilfe zu leisten. Neuen Techniken, wie den Digitalsystemen, zeigte er sich auch noch im hohen Alter aufgeschlossen und freute sich über die neuen Möglichkeiten. Werner Sawallisch war immer eine Vorbildfigur, man blickte als Jugendlicher zu ihm auf. Er wusste alles und konnte alles. 
Werner Sawallisch starb am 10. Januar 2006.

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"Weltmeister-Pass" ein Knüller für Eisenbahnfans

Möchten Sie mit dem neuen Rollmaterial der Marschbahn von Hamburg nach Westerland reisen oder von München aus das Voralpenland mit der BOB erkunden? Möchten Sie mit bis zu 300 km/h über die Neubaustrecke Köln - Frankfurt rasen oder mit der Lausitzbahn die Strecken im Raum Görlitz/Cottbus/Zittau besuchen? Möchten Sie mit den neuen ITINO-Triebwagen die landschaftlichen Reize des Odenwaldes kennen lernen oder den am 28.5.2006 in Betrieb gehenden neuen Berliner Hauptbahnhof in Augenschein nehmen? Möchten Sie von Kassel aus mit der Kurhessenbahn reisen oder im Rahmen eines Tagesausflugs nach Dresden die wieder erstandene Frauenkirche bewundern?
Das alles können Sie mit dem von der DB AG aus Anlass der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in der Bundesrepublik aufgelegten "Weltmeister-Pass" erleben. Diese persönliche Netzkarte gilt vom 7. Juni bis zum 11. Juli 2006 (also 33 Tage lang) im gesamten Bundesgebiet in allen ICE, EC, IC, IRE, RE, RB und S-Bahnen sowie bei allen Privatbahnen (wie NWB, BOB, Usedomer Bäderbahn, EUROBAHN, OME, Waldbahn u.a.m), die auch sonst Fahrausweise der DB anerkennen. Der Preis in der 2. Klasse beträgt 349,- @, der in der 1. Klasse 549,- €.
Für Nachtzüge wird ein Aufschlag erhoben. Der Nachweis einer aktiven Teilnahme an der WM ist genauso wenig erforderlich, wie der Besitz einer Eintrittskarte zu einem WM-Spiel 

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Zeitreise mit FLEISCHMANN

Seit 20. November 2005 zeigt das Stadtmuseum Schwabach in einer neuen Dauerausstellung die Geschichte der Firma Gebr. Fleischmann Nürnberg. Die fränkische Traditionsfirma mit Weltruf wird auf 800 Quadratmetern in drei Abteilungen präsentiert. 2.000 seltene und wertvolle Exponate erzählen die Geschichte der Firma vor dem Hintergrund der bewegten Zeiten von 1887 bis heute. Die Exponate stammen aus eigenen Museumsbeständen und dem Nürnberger Archiv der Firma. Der Name Fleischmann steht heute für hochwertige Modelleisenbahnen der Spurweiten H0 und N, aber auch für die Schmalspurbahn "Magic Train". Eine Auswahl des aktuellen Jahresangebots wird jeweils nach der Nürnberger Spielwarenmesse in einem eigenen "Messestand" gezeigt. Doch die Sammlung präsentiert auch die weniger bekannten Spielwaren aus der bunten historischen Produktpalette der Firma. Vor allem die "maritimen Blechspielwaren", die Jean Fleischmann und seine Nachfolger ab 1887 produzierten, bilden einen der Höhepunkte der Ausstellung. Beeindruckend ist die elegante "Kronprinzessin Cecilie", das detailgetreue Modell eines Ozeanriesen, der an die "Titanic" erinnert. Auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 wurde Fleischmann für derartige Produkte die Goldmedaille verliehen. Ab den 1930er Jahren befanden sich neben Schiffen und Dampfmaschinen auch Spielzeugeisenbahnen im Sortiment, die in ihren verschiedenen Nenngrößen mit vielen Exponaten einen weiteren Schwerpunkt bilden. Die Ausstellung erzählt aber nicht nur die Geschichte der Firma und ihrer Spielwaren, sondern macht auch den jeweiligen Geist der Zeit lebendig. Alle Exponate sind in ein interaktives Medienkonzept mit vielen Ton- und Bildbeiträgen eingebettet. Um die Fleischmann-Welt zum Laufen zu bringen, können die Besucher sechs Eisenbahnlagen und eine Autorennbahn per Knopfdruck starten. Ein eigener Kinderbereich bietet Gelegenheit zum Spielen mit weiteren Anlagen und auch eine "Rennstrecke" zum selber fahren. Somit lohnt sich der Besuch nicht nur für Sammler, Fans, "Nietenzähler und Pufferküsser", sondern für die ganze Familie. 
Kontakt: Stadtmuseum Schwabach, Museumsstraße 1 (ehem. Kaserne), 91126 Schwabach, Tel. 09122 833933, Fax 09122 833935, Internet: www.schwabach.de/stadtmuseum  
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 14 - 18 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 - 18 Uhr.

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© BDEF 2006
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)