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Unser Rundschreiben 6/2005 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Interessengemeinschaft "IC Saar-Kurier"

50 Jahre Freundeskreis Eisenbahn Köln

Interessengemeinschaft "Schwabenrunde"

10 Jahre Modell & Hobby-Messe Leipzig

Bildkalender "Gartenbahn 2006"

Gartenbahn von BRAWA ist da

DB-Museum: Kalender 2006

10 Jahre LGB- Freunde Hildesheim e.V.

Ehrung des Lebenswerks von Dr. Dieter Ludwig

25 Jahre Club der Eisenbahnfreunde Ispringen e.V.

5 Jahre Digitaltechnik für Spur Z

20 Jahre Augsburg-Hochzoller Eisenbahnfreunde e.V.

Neu bei ROCO

Neu im BDEF: Modellbahnclub St. Bonifatius

"Modellbau Bodensee 2005", Friedrichshafen

Unsere besten Wünsche . . . 

An dieser Stelle möchte der gesamte Vorstand des Bundesverbandes allen Vereinigungen und Einzelmitgliedern des BDEF sowie deren Mitgliedern und Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2006 wünschen. Selbstverständlich gelten diese guten Wünsche auch unseren Partnern in der Industrie, bei der Bahn und bei den Verkehrsbetrieben, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit. Auch den Firmen der Modellbahnindustrie und den Zubehörherstellern sei Dank gesagt, verbunden mit dem Wunsch für eine gute "Erholung". Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den Fördermitgliedern des Bundesverbandes, die durch ihre ideelle und materielle Unterstützung wesentlich dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit des BDEF zu ermöglichen und zu zeigen, dass wir mit unserem Engagement für Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde weiterhin auf dem richtigen Weg sind.
Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen zu den bevor stehenden Feiertagen und zum Jahreswechsel
Ihr 
BDEF-Vorstand

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Die Nacht vom 17. auf den 18 Oktober werden viele Eisenbahnfreunde wohl nie vergessen können. Nach dem Verschweißen von neuen Bitumenbahnen auf dem Dach des hölzernen Rundschuppens des DB-Museums in Nürnberg-Gostenhof (dem ehemaligen BW Nürnberg Hbf.) fing das Gebäude am späten Abend zu brennen an. Der Rundlokschuppen an der Strecke zwischen Nürnberg Hbf und Fürth Hbf wurde in dieser Nacht vollständig vernichtet. Die darin befindlichen 24 Lokomotiven sind ausgebrannt. Dazu zählen unter anderem: die letztgebaute Dampflok der DB, die 23 105, die BR 45 010, die BR 01 150, die betriebsfähigen V 200 002 und V 80 002 (die bei unserer Verbandstagsfahrt 2003 am Zug war!), und der berühmte Nachbau des "ADLER" aus dem Jahre 1935. Personenschäden sind zum Glück nicht entstanden. Die Bahnstrecke Nürnberg - Fürth war gesperrt worden, der Bahnstrom im gesamten Bereich abgeschaltet. Auch die benachbarte Stadtautobahn und eine Brücke des Stadtrings mussten bis in die Nacht hinein gesperrt werden. Wegen Wassermangels musste die Feuerwehr Löschwasser aus der zwei Kilometer entfernten Pegnitz heranpumpen. Glühende Stücke der Dachkonstruktion wurden bis zu 200 Meter weit in angrenzende Wohngebiete geschleudert. Während des Brandes gab es mehrere heftige Explosionen mit großen Stichflammen, was vor allem auf gelagerte Gasflaschen zurückzuführen ist. Durch diese Explosionsgefährdung konnte der Brand erst gegen 24 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Es ist einfach unbegreiflich, mit welcher Fahrlässigkeit hier ans Werk gegangen wurde. Da werden Bitumenbahnen mit offener Flamme auf einem alten Holzbauwerk verschweißt, ohne dass kontrolliert wird, ob das Holz darunter angesengt ist, oder ohne dass eine Brandwache aufgestellt wird. Noch schlimmer: man führt diese Arbeiten aus, ohne die Fahrzeuge einstweilen aus der Halle herauszuziehen und lässt sogar noch hochexplosive Gasflaschen im Schuppen. Einerlei ob dies Mitarbeiter der DB waren oder eine beauftragte Firma, hier wurden sämtliche je erdachten Sicherheitsrichtlinien missachtet und mit Füßen getreten. Aus der Schweiz erhielt der BDEF-Vorstand ein Schreiben, wo sogar noch weitergehendes Unverständnis darüber geäußert wurde, wie man derartig wertvolle Exponate überhaupt in einem hölzernen Bauwerk aufbewahren könne. Zu hoffen wäre wenigstens, dass die jeweils Verantwortlichen aus dem Geschehenen lernen und bei den anderen wertvollen Sammlungen in Augsburg, Neustadt, Koblenz, Dahlhausen etc. mehr für die Sicherung ihres wertvollen Sammelgutes tun.
Interessant war, in den Folgetagen die verschiedenen Reaktionen zu beobachten. Dr. Franzke, der Chef des DB-Museums war sichtlich erschüttert und bei manchem Interview versagt ihm beinahe die Stimme. Selbst aus den Berichten von hartgesottenen Sensationsreportern des Fernsehens und der Presse konnte man die Erschütterung über dieses Ereignis entnehmen. Dies ändert jedoch nichts an der Situation, dass 24 wertvollste Museumsstücke - einige davon sogar betriebsfähig ! - zerstört sind. Auch wenn Dr. Franzke voller Hoffnung berichtet, dass einige der Dampfloks und der Adler vielleicht sogar wieder hergestellt werden können, bleibt die Frage nach der Wahrscheinlichkeit einer solchen Aufarbeitung. Bei ganz nüchterner Betrachtung ist eine Wiederherstellung eine reine Kostenfrage. Eine Kostenfrage von vielen Millionen Euro, die bei der DB AG bestimmt nicht übrig sind. Das DB-Museum selbst hat diese Mittel erst recht nicht. Nachdem bis heute keine exakte Brandursache festgestellt werden konnte - obgleich diese dem Laien ziemlich eindeutig vorkommt - wird es auch keine Entschädigung einer Versicherung geben (sollte die Dachreparatur von DB-Mitarbeitern gemacht worden sein, wäre eine Versicherungsleistung ohnehin fraglich). Auch für die DB gilt "ohne Moos, nix los!".
In Pressemitteilungen der DB AG wurde der herbe Verlust durch diesen Großbrand betont dargestellt. Der Vorstandsvorsitzende der DB AG, Hartmut Mehdorn, bezeichnete das Unglück als "schwerwiegend und bitter für die Bahn" und beeilte sich, zu versichern, dass alles Mögliche getan werde, um möglichst viele Exponate wieder herzustellen, und dass bei der Bahn natürlich das Engagement für die Eisenbahntradition ungebrochen sei. Die Kunde hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube - wie war das damals, als der einmalige "Gläserne Zug" ET 491 seinen großen Unfall hatte? Die Vorstandschaft der DB versprach mit Engelsworten, dass gerade dieser wertvolle Zug - wegen seiner Einmaligkeit - auf jeden Fall repariert werde. Selbst ein Spendenangebot aus der Schweiz - das so hoch war, dass vermutlich die gesamte Reparatur hätte bezahlt werden können - hatte keinen Erfolg. Vor etwa einem Monat wurde das nach 10 Jahren immer noch unberührte Wrack des Gläsernen Zuges in Augsburg in die Fahrzeughalle des dortigen Bahnparks gestellt. 
Zu hinterfragen wäre vor allem, ob die DB AG wirklich großes Interesse an dem "alten Zeug" hat. Die Erhaltung von historischen Fahrzeugen kostet viel Geld. Sehr viel Geld, sogar. Und wenn dann betriebsfähige Fahrzeuge vorhanden sind, wollen Eisenbahn-Freunde damit am Ende noch Sonderfahrten machen, die wiederum viel Geld kosten und noch dazu den Fahrplan - noch mehr, als ohnehin - durcheinander bringen. Vielleicht konnte am Tag nach der Brandkatastrophe in Berlin am Potsdamer Platz sogar das ein oder andere Lächeln gefunden werden. Am 7. November wurde zumindest der Adler aus dem Trümmerfeld geholt und für den Transport nach Meiningen hergerichtet, wo er von der Lehrlingswerkstatt bis zum 175-jährigen Jubiläum der Bahn im Jahre 2010 wieder fahrfähig hergerichtet werden soll. Ein Beweis für den Realisierung ist dies meines Erachtens genauso wenig, wie vor 10 Jahren die Überstellung des Gläsernen Zugs in das Ausbesserungswerk Neuaubing.
Viele Eisenbahnfreunde sehen die Chancen für die Wiederherstellung der zerstörten Fahrzeuge weniger pessimistisch als ich. Das DB-Museum kann sich über Hilfsangebote aus ganz Europa freuen. Immer wieder bekommen Mitarbeiter Anrufe oder E-Mails, in denen Eisenbahnfreunde, andere Bahnmuseen oder Privatpersonen ihre Unterstützung anbieten. Zwei Banken aus der Region haben bereits Spendenkonten eingerichtet. Die Modellbahn-Firma PIKO hat ein Sondermodell aufgelegt, von dessen Verkaufserlös eine Teil dem DB-Museum gespendet wird. "Die Anteilnahme ist beeindruckend", sagte die Pressesprecherin des DB-Museums, Antje Bittner, dem Bayerischen Rundfunk.
Erstaunt konnte man Anfang November dann der Presse entnehmen, dass Dr. Franzke von seinem Amt als Leiter des DB-Museums abgelöst worden sei. Wenige Tage später wurde diese Nachricht mit der Aussage relativiert, dass Dr. Franzke weiterhin das Museum leite und das Vertrauen des DB-Vorstands genieße, aber mit Dr. Burkhard Klanke einen neuen Finanzchef an die Seite bekommt. Ob dies einen Zusammenhang mit dem Brand hat? Der Bayerische Rundfunk brachte zudem einen Beitrag mit der Befürchtung, das DB-Museum solle nach Berlin geholt werden - weg von der Stadt, wo die erste Eisenbahn Deutschlands abfuhr!
Ich hoffe von Herzen, dass man mir möglichst bald nachweisen kann, dass ich mit diesem Editorial "voll daneben" lag. Dann würden nämlich die 23 105, die 45 010 und all die anderen Zeugen unserer Bahnvergangenheit wieder in altem Glanz in einem feuerfesten, oder zumindest gesicherten Schuppen stehen - und vielleicht sogar betriebsfähig sein. 

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50 Jahre Freundeskreis Eisenbahn Köln

Am 3. Dezember 1955 scharte ein junger Mann einige Freunde um sich und gründete den Verein "Freundeskreis Eisenbahn Köln". Dieser junge Mann war Friedhelm Ernst, der gleich von Anfang an für rund 27 Jahre den Vorsitz übernahm. Neben der Herausgabe eines eigenen Mitteilungsblattes ("FEK-Nachrichten"), welches auch heute noch monatlich (!) erscheint und über das Vereinsleben informiert, veranstaltete der FEK schon in den sechziger Jahren interessante Sonderfahrten vornehmlich im Raum Köln und im Rheinland, aber auch weit darüber hinaus. 
Die Besichtigungen von Werken, Bahnen und für Eisenbahnfreunde von besonderem Interesse geltenden Betriebsanlagen war über die fünf Jahrzehnte hinweg eine herausragende Domäne des Vereinslebens. Eine einschneidende Änderung erfuhr der Verein zum Ende des Jahres 1969, als der FEK beschloß, im Frühjahr 1970 eine "Wiedersehensfahrt mit den Rheingold-Wagen" des Jahres 1928 zu veranstalten und hierfür zwei Wagen in den äußerlichen Zustand des Jahres 1928 zu versetzen. Aus eigener Kraft, aber auch mit Unterstützung der Deutschen Bundesbahn, insbesondere des Präsidenten der Bundesbahndirektion Köln, gelang dieses Wiedersehen in eindrücklicher Weise. Die Fahrt wurde mit der damals noch im Betriebsbestand der DB befindlichen Altbaulok 01 128 am 7. März 1970 durchgeführt, musste aber gleich am nächsten Tag wiederholt werden. Zielort war Bad Herrenalb. 
Was ursprünglich nur für ein paar Monate gedacht war, blieb über jetzt bereits 35 Jahre ein herausragendes, aber ungeschriebenes Vereinsziel, nämlich die Geschichte des "Rheingold-Zuges" zu bewahren und zu pflegen, und das nicht nur durch den Betrieb der historischen Rheingold-Wagen von 1928 und der nachfolgenden Fahrzeug-Generationen, sondern auch mit der Herausgabe von Literatur, der Unterhaltung eines kleinen Rheingold-Museums nebst angeschlossener umfangreicher Eisenbahn-Fachbibliothek und der Kooperation mit all denjenigen, die ebenso wie der FEK die Geschichte dieses Paradepferdes der Deutschen Bahngeschichte ernsthaft pflegen.
Die Freunde der Eisenbahn in Köln sind mit dem BDEF in besonderer Weise verbunden. Nicht nur war der FEK einer der "Geburtshelfer" des BDEF, auch stellte der FEK dem BDEF praktisch seit seiner Gründung jeweils Vorstandsmitglieder, erinnert sei hier an das verstorbene BDEF-Ehrenmitglied Artur Reuber, an den langjährigen BDEF-Vorsitzenden und Ehrenmitglied des Verbandes Friedhelm Ernst, oder an die verkehrspolitische Arbeit des BDEF in Person des heutigen FEK-Vorsitzenden Norbert Huppert. 
Nicht zu vergessen ist die Tradition des FEK, was die Organisation von Sonderzügen und Sonderfahrten betrifft. Bereits Legende sind die FEK-Karsamstagsfahrten, die Sonderzüge über die Pfingstfeiertage, die zahlreichen Rheingold-Herbstreisen, die FEK-Weihnachtsfahrt, nicht mehr zählbare Reisen mit an Planzüge angehangenen Sonderwagen und FEK-Reisegruppen zu praktisch allen erreichbaren Zielen in ganz Europa. Besondere Verdienste hat sich der FEK erarbeitet mit den vier großen Sonderzügen in die DDR in den achtziger Jahren, als Reisen dorthin für westdeutsche Reisegruppen in privaten Sonderzügen praktisch noch undurchführbar, zumindest rar und nur durch die Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern realisierbar waren. 
Immer wieder war der FEK auch für einige kleine Sensationen verantwortlich. Zu erwähnen sind zwei Reisen mit dem historischen Speisewagen von 1928 an den Bodensee, während derer der Wagen auf der Zahnradbahn von Rorschach nach Heiden geschoben wurde und die Reiseteilnehmer mit dem Direktor der Bahn anschließend nach Walzenhausen wanderten. Oder als der neu erworbene Rheingold-Salonwagen von 1929 in Zweisimmen kurzerhand auf einen Rollwagen der meterspurigen MOB verladen und einige hundert Meter auf dem Gelände der MOB verschoben wurde zur Freude der anwesenden Fotografen. 
Bereits mehrfach gingen die Rheingold-Wagen auf die Reise über die Ostsee. Nicht nur nach Schweden (Saßnitz - Trelleborg) auch in und nach Dänemark (Warnemünde - Gedser, Puttgarden - Rødby; Helsingborg - Helsingör). Seit einigen Jahren werden die Rheingold-Wagen der verschiedenen Baujahre gerne und häufig als Filmkulisse genutzt, oder dienen repräsentativen Empfängen, Tagungen und Veranstaltungen von Firmen und Behörden. 
Für das Jubiläumsjahr 2006 hat sich der FEK-Vorstand wieder besondere Schmankerl ausgedacht. Neben einer Gourmetfahrt, der Karsamstagsfahrt nach Luxemburg und einer Mehrtagesfahrt nach Nürnberg zum Jubiläum der Lehmann-Bahn steht als Höhepunkt eine einwöchige Schienenkreuzfahrt nach Dresden im Juni auf dem Programm, die auch Böhmen und das Erzgebirge einbezieht.
Interessenten am Vereinsleben und den Sonderfahren des FEK erhalten gerne weitere Informationen vom Freundeskreis Eisenbahn Köln e.V., Wilhelm-Schreiber-Str. 18, 50827 Köln. E-Mail: RheingoldZ@aol.com .

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10 Jahre Modell & Hobby-Messe Leipzig

Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde BDEF durfte die bisherige Entwicklung der "Modell & Hobby" in Leipzig durch all die Jahre begleiten und den Bereich Modelleisenbahn wesentlich mitgestalten. Nur die tatkräftige und sachkundige Projektleitung der Messe Leipzig jedoch führte zu dem Wachstum und zu der Anerkennung dieser Messe, die längst als Leitmesse für den Osten Deutschlands - mit einem Einzugsgebiet weit in die alten Bundesländer hinein - gilt. Von Besuchern und Ausstellern gleichermaßen angenommen, hat diese Modellbaumesse bereits manche "etablierte" Messe überflügelt.
Zum 10. Geburtstag gab sich diese Erfolgsmesse nun den neuen Namen "MODELL-HOBBY-SPIEL", der sie in die weitere Zukunft führen wird. Auch 2005 war diese Messe eines der Highlights des Jahres. 570 zufriedene Aussteller aus 13 Ländern, 110.000 Besucher - und damit 16 Prozent mehr als 2004 - das ist das Ergebnis der sächsischen Leistungsschau. "Die MODELL-HOBBY-SPIEL hat in den vergangenen zehn Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die mit der diesjährigen Veranstaltung eine beeindruckende Fortsetzung fand", resümierte der Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen. Das Publikum habe den neuen Auftritt der Messe sehr gut angenommen, auch die Laufzeitverlängerung auf vier Tage habe sich ausgezahlt. "Angesichts des angespannten Konjunkturklimas und des Gegenwindes, den derzeit insbesondere die Modellbahnbranche spürt, ist dies ein umso schönerer Erfolg."
Der BDEF freute sich, auch bei dieser Jubiläumsmesse die Schirmherrschaft über die Modellbahn-Anlagenschau wahrnehmen zu können. Ein buntes Feuerwerk der verschiedensten Modellbahnanlagen erwartete den Besucher: Auf mehr als einem Dutzend Anlagen in verschiedenen Maßstäben - von der kleinen Nenngröße N (1:160) bis zur großen Gartenbahn im Maßstab 1:22,5 - wurde das Hobby Modelleisenbahn von in- und ausländischen Modellbahnern präsentiert. Bei der Anlagenschau 2005 hatte der BDEF Anlagen und Schaustücke ausgewählt, die durch ihre überdurchschnittliche Gestaltung, aber auch durch ihre Eigenschaft als "Vorbild" bestechen. Besondere Impulse gingen dabei sicherlich wieder von den ausländischen Gästen der Anlagenschau aus. Unter der Schirmherrschaft des BDEF stellten Modelleisenbahn-Clubs aus Deutschland, Polen, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden hervorragend gestaltete Anlagen zur Schau, die beim Publikum größten Anklang fanden. Ihre Anlagen präsentierten: H.-H. Schubert mit seiner amerikanischen Waldbahn, MEV Grossraeschen e.V., Kleinbahnen der Altmark e.V., Privatanlage Matthias Mitdank mit seinen Großspur-Straßenbahnmodellen, MBF Leutkirch e.V.,MEC Neusäss e.V., LGB-Freunde Hildesheim e.V., PK60-Beauvais (F), Eisenbahnfreunde Friesland e.V., Polski Zwiazek Modelarzy Kolejowych, MBS Railgroep Maasbuurtspoor (NL), Privatanlage H. Müller, St. Neots MRC (GB) und die Mansfelder Bergwerksbahnen e.V.
Die schon zur Tradition gewordene Vitrinenausstellung besonderer Modelle am BDEF-Stand wurde in Leipzig zu Präsentation von Schnelltriebwagen aller Epochen im Modell genutzt. Bernd Waterholter, der Modellbahnreferent des BDEF, hatte hierzu eine große Zahl von Modellen in mehreren Nenngrößen zusammengetragen, die von vielen Besuchern mit großem Interesse betrachtet wurden. Besonderes Aufsehen erregte dabei die Papp-Kulisse eines "Fliegenden Hamburger" in Kleinserien-Qualität für die Nenngröße 0, der in Bälde erscheinen wird.
Zum vierten mal in Folge wurde den Jüngsten der Modellbahnszene wieder das beliebte "Junior College Europa(r)" geboten, das Kindern und Jugendlichen die gestalterische Vielfalt des Hobbys Modelleisenbahn durch aktives Basteln näher bringt. Betreut wurde diese BDEF-Entwicklung von den Kollegen der Sächsischen Modellbahner Vereinigung SMV, jedoch mit intensiver Unterstützung durch den BDEF.
Den Machern der "alten" Modell & Hobby-Messe - insbesondere dem Geschäftsführer Josef Rahmen und der Projektleiterin Annette Schmeier - gilt unser Dank für 10 Jahre erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit. Unter dieser erfahrenen, kraftvollen Leitung wird auch die neue "MODELL-HOBBY-SPIEL" den Weg des Erfolgs gehen. Und der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde BDEF ist weiterhin gerne mit dabei. 
Beim Festabend zum 10-jährigen Bestehen der Messe dankte die Ausstellungsleitung den teilnehmenden Verbänden für ihre langjährige Unterstützung. Kommerzielle Aussteller, die seit Anbeginn - ohne Unterbrechung - dabei waren, erhielten als Dank eine Urkunde über einen kostenlosen Quadratmeter Ausstellungsfläche für das kommende Jahr. 
Hans Schwägerl, der Präsident des Deutschen Modellflieger-Verbandes DMFV und Dieter Matysik, Präsident des Deutschen Dachverbandes für Schiffsmodellbau NAUTICUS, dankten gemeinsam der verdienstvollen Projektleiterin Annette Schmeier und überreichten kleine Geschenke. Der Vorsitzende des BDEF, Gerhard A. Bayer, konnte wenig später auf der großen Bühne des Festsaals seinen Dank an die Projektleiterin formulieren und dies mit einem großen Blumenstrauß unterstreichen. Für ihren zehnjährigen, besonderen Einsatz für das Modellbahnhobby zeichnete der BDEF anschließend Frau Annette Schmeier noch mit der Ehrennadel in Gold aus.
Die überdurchschnittlich gute Stimmung bei Besuchern und Ausstellern kommentierte Günter Kopp, Leiter Marketing/PR vom Ernst Paul Lehmann Patentwerk mit den Worten: "Unsere Erwartungen an die MODELL-HOBBY-SPIEL wurden erneut übertroffen. Das Publikum war fachkundig und hat viele Anregungen gegeben. In Leipzig konnten wir unterschiedliche Zielgruppen erreichen, denn nicht nur Modellbahnfreunde besuchten unseren Stand. Ganz wichtig: Wir haben in diesem Jahr gute Kontakte zu den neuen EU-Ländern geknüpft, die für uns ein wichtiger Markt sind. Schon jetzt steht fest, dass wir 2006 unser 125-jähriges Firmenjubiläum auf der modell-hobby-spiel ausklingen lassen werden."
2006 findet die MODELL-HOBBY-SPIEL erneut vom 30. September bis 3. Oktober auf dem Leipziger Messegelände statt.

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Gartenbahn von BRAWA ist da

Anfang Oktober präsentierte Brawa (Artur Braun Modellspielwarenfabrik GmbH) seine erste Serienlok der Spurweite IIm. Die auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2005 angekündigten Modelle der G 4/5 der Rhätischen Bahn mit vier verschiedenen Wagen setzen neue Standards im Gartenbahn-Segment. Lok wie Wagen sind maßstabsgerecht und bis ins kleinste Detail dem Original nachgebildet. Zahlreiche technische Finessen sorgen für einen reibungslosen Betrieb ohne Entgleisungsgefahr. Seit Ende Oktober sind die Modelle im Handel erhältlich.
Einhundert Jahre nach Inbetriebnahme des Originals hat Brawa die G 4/5 108 der Rhätischen Bahn nun auch als Gartenbahn in Spurweite IIm entwickelt. Die große Schwester der G 3/4 ist eine der wenigen Schmalspurbahnen, die heute noch in Betrieb sind. Die Firmenphilosophie "Liebe zum Detail" überträgt Brawa auch auf die Gartenbahn. Das beginnt mit der exakten Maßstäblichkeit von 1:22,5. Die detailgenaue Wiedergabe des Originals ist beim Betrieb der G 4/5 sicht- und hörbar. Der Loksound ertönt radsynchron. Selbst die gleichmäßige Fahrgeschwindigkeit entspricht dem Original. Ganz zu schweigen von der Ausführung des Modells selbst: Der Führerstand der Lok ist mit dreidimensional modellierten Details komplett nachgebildet, die Lampen sind aus mehreren Einzelteilen ausgeführt, die Türen beweglich und mit Rasten ausgestattet. Lokführer und Heizer werden als Figuren mitgeliefert. Die Umsteuerung ist beweglich. Die Kohlesäcke auf dem Tender sind aus Stoff, ebenso der Vorhang im Führerstand. Die vordere Pufferbohle hat wie das Original keine Kupplungsfunktion, ist aber für Doppeltraktion austauschbar. Gestochen scharfe Beschriftungen und fein ausgeführte Schilder vermitteln das Gefühl, ein echtes Stück Eisenbahngeschichte auf eigene Schienen zu stellen. Exakte Nachbildung auch bei den Wagen: Von den Schiebtüren des Gepäckwagens, die sich öffnen lassen, verschiedene Inneneinrichtungen und Dachformen bis hin zu klappbaren Übergangsblechen. Auch auf die Umsetzung von Elektronik und Mechanik hat Brawa besonders viel Sorgfalt verwandt. Ziel der Entwicklung war es, die Fahreigenschaften möglichst originalgetreu umzusetzen und dabei gleichzeitig einen reibungslosen Betrieb ohne Entgleisungen zu ermöglichen. Eine entscheidende Rolle spielt aber auch die robuste Bauweise, die Garant für eine lange Lebensdauer ist.
Die Decoder-Schnittstelle wird offengelegt (18-polig passend für Dietz Digitaldecoder DLE 2m) und damit setzt Brawa einen neuen Standard bei IIm. Die Lok wird in zwei Varianten angeboten: Die analoge Version ist für die Nachrüstung mit Sound- und Rauchgenerator vorbereitet. Mit der digitalen Version, die ursprünglich nicht vorgesehen war, trägt Brawa den Wünschen der Gartenbahner Rechnung und bringt eine Variante auf den Markt, die bereits mit Sound und Rauchgenerator ausgestattet ist. Ein eingebauter Lüfter verstärkt die Rauchentwicklung radsynchron - für die Vakuumbremse ist ein zweiter Rauchgenerator eingebaut (in der analogen Version ebenfalls nachrüstbar). Die Beleuchtung der G 4/5 entspricht Schweizer Norm (3+1).
Für die gewünschte Robustheit sorgen ausgeklügelte Technik und ausgewähltes Material. Entgleisungen, zumal in engen Kurven, gehören der Vergangenheit an. Der variable Abstand zwischen Lok und Tender sorgt dafür, dass die G4/5 auch engste Kurvenradien (600 mm) bewältigt. Der Lokantrieb erfolgt für Rad 2+5 über Kardanwelle und Kuppelstangen für alle Achsen; die Kuppelachsen 2+3 sind überfedert. Die Schwungmasse und die Allradauflage an drei Punkten gewährleisten gute Fahrdynamik und einen insgesamt weichen Lauf. Ebenso wie die gleit- und kugelgelagerten Achsen, die auch bei den Wagen zum Einsatz kommen und Entgleisungen nahezu ausschließen. Da es sich nicht um Lenkachsen handelt, können sie sich auch nicht im Gleis verdrehen. Die wesentlichen Vorzüge der Achsenlagerung aber sind die bessere Stromabnahme und Zugkraft sowie die längere Lebensdauer. Die Stromabnahme erfolgt über acht Punkte an der Lok und zwei weitere am Tender. Wie bei der Lok sind auch bei den Wagen die Räder aus Metall (Vollmetallräder ohne Kunststoffkern). Die Stromabnahme ist bei den Wagen schleiferlos integriert, Innenbeleuchtung ist bereits serienmäßig eingebaut.
Seit der Ankündigung auf der Nürnberger Spielwarenmesse im Februar konnte Brawa eine hohe Zahl von Vorbestellungen registrieren. Das große Interesse der Gartenbahner zeigt die hohen Erwartungen an Brawa und an das Versprechen "Liebe zum Detail". Die unverbindliche Preisempfehlung für die analoge Ausführung der Lok beträgt 1.369,- Euro (Art.-Nr. 10000), für die digitale 1.659,- Euro (Art.Nr. 10001), für die Wagen je 254,90 Euro.

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10 Jahre LGB- Freunde Hildesheim e.V.

Im November 1995 folgten 19 Großbahner dem Aufruf zur Gründung einer Interessengemeinschaft rund um die LGB. Als gemeinsames Ziel wurden monatliche Vereinsabende mit Erfahrungsaustausch, Produktinformation und Einkaufsquellen, sowie Besuche untereinander zur Besichtigung der Außen- und Innenanlagen, Kontaktpflege zu Herstellerfirmen und gleichgesinnten Vereinen beschlossen. Auch Familienfahrten zum großen Vorbild und Ausstellungen sollten das Vereinsleben bereichern. Etwa fünf Monate nach der Gründung stellte sich bei den Mitgliedern die Frage, wie man sein Hobby der Öffentlichkeit präsentieren und einen gemeinsamen Fahrbetrieb organisieren könne. Eine ständige Clubanlage kam wegen der zu erwartenden Mietkosten nicht in Frage, so entschied man sich für den Bau einer Modulanlage.
Nach intensivem Studium von Büchern und Fachzeitschriften über diese Materie entstand das spezifische Modulsystem 120/10 der LGB-Freunde Hildesheim. Nach arbeitsreichem Modulbau im Winterhalbjahr 1996-97 konnte dann erstmalig im November 97 die damals noch bescheidene Anlage der Öffentlichkeit präsentiert werden. Durch den damaligen Besuchererfolg zu neuen Taten angestachelt, folgten dann jährlich zwei Veranstaltungen in der Region, wobei die Modulanlage in den Wintermonaten stetig wuchs. Bis heute ist die Anlage bei einer Aufbaugröße von 12 x 21 Metern auf 135 Einzelmodule angewachsen. Der größte Erfolg war sicherlich die Teilnahme und Präsentation der immensen Anlage auf der Modell-Hobby-Spiel in Leipzig im Oktober 2005 (siehe Bild unten).
Im Juni 2001 erfolgte aus Haftungs- und Versicherungsgründen die Umwandlung von der Interessengemeinschaft zum eingetragenen Verein mit inzwischen 30 Mitgliedern, deren Einzugsgebiet sich weit über die Landkreisgrenzen erstreckt. Zum Januar 2002 traten die LGB-Freunde Hildesheim dem BDEF unter der Mitgliedsnummer 528 bei. Nicht unerwähnt sollten die jährlichen Familiennachmittage mit Fahrbetrieb bei den Mitgliedern, sowie die Vereinsfahrten zu den Schmalspurbahnen der Region, DEV-Bruchhausen-Vilsen, HSB und Selketalbahn, Mansfelder Bergwerksbahn, Feldbahnmuseum Hildesheim, Moorbahn Goldenstedt, usw. bleiben. 
Stolz sind die LGB-Freunde Hildesheim auch auf den in den Jahren entstandenen Kontakt zu anderen Großbahnvereinen wie 1.LGB-Treff Braunschweig, Eisenbahnfreunde Königslutter, LGB-Freunde Niederrhein und Rhein Sieg, Hamburg, usw. Die Besuche untereinander sind stets eine Vereinsbereicherung und ein Erlebnis. Die LGB-Freunde Hildesheim möchten sich auch für die jahrelange Unterstützung namhafter Firmen und vor allem der Firma Ernst-Paul-Lehmann LGB und durch deren Mitarbeiter bedanken. Besonders der Besuch des LGB-Seniorchefs Wolfgang Richter in Hildesheim wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Unvergessen sind auch die Vereinsmitglieder, die im Laufe der Jahre verstorben sind.
Im zehnten Vereinsjahr blicken die LGB-Freunde Hildesheim mit derzeit 33 Mitgliedern in eine positive Zukunft mit ungebrochenem Tatendrang, laufen doch die Vorbereitungen zur Jubiläumsveranstaltung "10 Jahre LGB-Freunde Hildesheim" am 11.-12. März 2006 im Hildesheimer Autohaus Dost auf vollen Touren. Zu diesem Event laden die LGB-Freunde Hildesheim schon jetzt alle Großbahnfreunde von Nah und Fern herzlich ein.
Kontakt: LGB-Freunde Hildesheim e.V., Vors. Peter Lange, Friesenstieg 2, 31134 Hildesheim, Tel. 05121 34831, Fax 05121 34831, e-Mail: info@lgb-freunde-hildesheim.de , Internet: http://www.lgb-freunde-hildesheim.de 

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25 Jahre Club der Eisenbahnfreunde Ispringen e.V.

Am 8. Dezember 1980 gründeten neun Männer und eine Frau den "Club der Eisenbahnfreunde Ispringen", um gemeinsam man Größeres zu schaffen. Schnell waren auch Räumlichkeiten gefunden. Unter der Schulturnhalle waren nicht nutzbare Kontrollgänge vorhanden, die sich für den Bau einer Modellbahnanlage anboten. Mit viel Schweiß und Beton richteten wir zunächst einen Raum von 24x4 Meter für den Aufbau einer Anlage im Maßstab 1:87 her. Heute sind es vier Räume, mit gesamt ca. 280 m². Der vierte Raum ist noch im Ausbau und wird später als Jugendraum und für den Bau einer Modulanlage genutzt. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf über zwanzig angestiegen. Gleis- und Landschaftsbauer, Feinmechaniker und Elektrotechniker sind die Hobbyberufe der Vereinsmitglieder, die sich jeden Montag ab 19.30 Uhr zum Clubabend treffen. Auf rund 450 Metern Gleisen, davon ca. 150 Meter digitalisiert, bewegen sich derzeit 30 Züge durch phantasievoll gestaltete Modellbahnlandschaft. 40 Trafos, über 300 Relais und Signale sorgen für einen optimalen Fahrbetrieb und beleuchten Städte, Dörfer, Bahnhöfe und Industrieanlagen. Die Modelanlage ist Eigentum des Vereins. Gefahren wird sowohl im Dreileiter-Wechselstrom-, als auch im Zweileiter-Gleichstrom-Betrieb. Die N-Bahner im Verein besitzen auf einer Fläche von ca. 12 m² eine eigene Anlage. Die Lokomotiven und Wagen sind Eigentum der Vereinsmitglieder.
Durch die Erweiterung der Schulturnhalle konnten die Vereinsräume fast zwei Jahre nicht betreten werden. Viele Bauschäden, die extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die zu schneller Korrosion der gesamten Gleisanlage führte, und der Feinstaub brachten fast das "Aus" der Vereinsanlage. Aus diesem Grund wird unser das Vereinsjubiläum erst im Frühjahr 2006 gefeiert werden. Unsere Mitglieder sind auch oft mit der großen Bahn unterwegs. Die erste Fahrt ging zum Eisenbahnjubiläum 1985 nach Nürnberg. Es folgten Fahrten mit dem ICE von Mannheim nach Ulm, oder ins Eisenbahnmuseum nach Nördlingen. Zuletzt waren wir mit dem Kuckucksbähnel in der Pfalz unterwegs. Am 22. und 23. April 2006 sind die zweiten Ispringer Modellbahntage geplant. - Kontakt: Christoph Uhlig, 75228 Ispringen, Turnstr. 48, Telefon 07231 983580

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20 Jahre Augsburg-Hochzoller Eisenbahnfreunde e.V.

Am 7.12.1955 trafen sich vier Familien um die Augsburg-Hochzoller Eisenbahnfreunde zu gründen. Ziele des Vereins sind und waren Studienfahrten mit der Deutschen Bundesbahn in gemieteten Zügen (627/628, Gläserner Zug, Dampfzüge) im Inland und im nahem Ausland auf meist stillgelegten Nebenstrecken. Später bereiste man auch einige Ziele mit Reisebussen. Das zweite Standbein sind die jeweils monatlichen Diavorträge rund um das Thema Eisenbahn.
Für weitere Fragen oder Infos steht ihnen gerne der 1. Vorstand Herbert Baumgärtner, Sonthoferstr 49, 56163 Augsburg zur Verfügung. 

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Neu im BDEF: Modellbahnclub St. Bonifatius 

In der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius Böblingen haben sich am 4.10.1989 ein paar Gemeindemitglieder, die begeisterte Modelleisenbahner waren und noch sind, gefunden. Eine Gewissensprüfung gibt's nicht, auch anders Gläubige dürfen mitmachen. Ohnehin heißt der Gott der Schiene bei den MBBlern nicht nur Märklin, auch Fleischmann, Liliput, Roco, Piko, Gützold, Brawa usw. dürfen verehrt werden, solange sie nur zur Spur (H0) passen. Wir wollen nicht eine technisch funktionierende, sondern eine landschaftlich schöne Modellbahneisenbahn mit Modulen (50 cm x 100 cm) bauen. Allerdings werden wir hoffentlich nie fertig, den der Reiz an dem Bauen ist nicht die fertige Anlage, sondern eine lebendige, sich entwickelnde Anlage. Wie heißt es schön "Der Weg ist der Ziel" und wir wollen, dass unser Hobby weiterhin für uns die "schönste Nebensache der Welt" bleiben kann. Der Bastler trifft auf begnadeten Elektroniker, d.h. die Bastler könnten glatt auf fahrende Loks verzichten, die Elektroniker bringen den technischen Sachverstand ein um die Anlage PC-gesteuert zu digitalisieren, andere werfen dafür andere Talente in die Waagschale z.B. manche können die Daten aller Loks herunterbeten.
Wir haben uns bei der Gründung gleich auf eine Modul-Anlage in H0 mit Märklin-K-Gleisen und Digitaltechnik festgelegt. Die ersten 40 Module waren aus Überseekistenholz mit 10 cm langen Gleisübergangsstücken und Standfüßen aus Loch-Eckprofilen. Es war eine kleine Anlage mit ca. 100 m Gleisen. In der Praxis gab es sowohl beim Aufbau als auch beim Fahrbetrieb Schwierigkeiten (Entgleisungen, Abhänger usw.). Nach wenigen Jahren wurden die Module mit neuen Stirnseiten und genau anstoßenden Übergängen nachgerüstet. Zum Nachjustieren der Übergänge wurden die Bohrlöcher für die Verbindungsschrauben um 1 mm vergrößert. Doch insgesamt waren wir immer noch nicht zufrieden, sodass bereits über dreiviertel der Module neu gebaut wurden.
Mit unserem ersten, ziemlich ausgeklügelten System, PC-Steuerung der Bahnhöfe (jeder autark) und eines "Zugmeldesystems" über Telefon, gab es immer wieder technische Probleme. Trotz Nachbesserungen bekamen wir die Anlage nicht im Griff, sodass ab 2003 die "große Lösung mit automatischer Blocksteuerung" mit erheblichen Investitionen (Umstellung von Märklin- auf Uhlenbrock-Steuerung) in Angriff genommen wurde. Die Steuerung der Modulanlage erfolgt jetzt mit der Software TrainController(c) 5.5 von Jürgen Freiwald. Wir haben zwei PC-Stellwerke (Strecke und Kopfbahnhof, die ihre Zugfahrten jeweils für sich steuern) eingerichtet. Seitdem die Software netzwerkfähig ist, erfolgt auch die Übergabe der Züge von Stellwerk zu Stellwerk ohne Hilfsmittel völlig automatisch. So können fünf Züge hintereinander fahren, ohne dass der eine auf den andern fährt, selbst dann, wenn einer schneller, ist. Also alles automatisiert? Von wegen: Die gesamten Weichenstraßen werden im Stellwerk PC elektronisch gesteuert, aber von Hand gewählt, da greifen wir ein, weil: "Wir wollen ja damit auch spielen".
Wie jedes Jahr montieren wir zum Christkindlesmarkt am Samstag vor dem 1. Advent im Gemeindehaus St. Bonifatius die Anlage. Die 65 Module ergeben dann eine über 30 Quadratmeter Modellbahn-Anlage, auf der rund 175 m Gleisen mit ca. 60 Weichen sind, verteilt auf 3 Bahnhöfe (Kopf- Durchgangs- und Nebenbahnhof), 1 Haltestelle, 2 Wendeschleifen, 2 Abzweigstellen, Berge und Täler, Lokschuppen, Auto-Verkehr nach dem Faller-System. Es werden Züge in den Epochen III bis V gefahren, aber auch "Oldtimerfahrten" der Epochen I und II (Länderbahnzeit und DRG), je nach Lust und Laune unserer Clubmitglieder. Versteht sich von selbst, dass wir die vielen Früchte unserer Abend- und Wochenendarbeiten, gerne öfter fahren lassen würden als einmal in der Vorweihnachtszeit, plus Präsentationen außerhalb, bisher in Ehningen (Festhalle) und Böblingen (Zehntscheuer) zum 125-jährigen Jubiläum der Gäubahn. Dazu bräuchten wir aber einen festen Raum - und den muss man erst einmal finden und bezahlen können. Also holen wir jedes Mal unsere akribisch gebauten, pro Stück einen halben Quadratmeter großen Module aus den Kellerregalen von St. Bonifatius, und verstauen sie hinterher wieder. Schade? Wir haben keinen Grund zur Klage. Schließlich haben wir ja auch Vitrinen beziehungsweise Zweitanlagen zu Hause. 
Und wir unternehmen gemeinsame Ausflüge: Ob Sauschwänzlebahn, Berliner S-und U-Bahn oder Schweizer Alpen-Romantik: Regelmäßig im Jahr überprüfen die 13 MBBler, ob die echte Eisenbahnwelt und ihre zeit- und geldintensive Modellbahnwelt möglichst deckungsgleich bleiben. Und für die Frauen gibt's dann ein richtiges Kultur-Begleitprogramm. Dieses Verfahren stellt allemal sicher, dass man(n) für sein Hobby unterm Jahr dann genügend Ruhe hat...
Kontakt: Modellbahnclub St. Bonifatius, Horst Schlüter, Herrschaftsgartenstraße 28/6, 71032 Böblingen, www.mbb-online.de 

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Interessengemeinschaft "IC Saar-Kurier"

Die Interessengemeinschaft IC Saar-Kurier ist eine Vereinigung von derzeit 33 Modellbahnvereinen aus Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 
Das erste Treffen fand am 06. März 1985 in Dillingen/Saar statt. Durch die Initiative des damaligen Vorsitzenden der Eisenbahnfreunde Dillingen Ernst Jens trafen sich sechs Vereine. Die Treffen - anfangs noch etwa viermal im Jahr - fanden abwechselnd bei den Vereinen statt. Schon in der Sitzung im September bei den MEF Heusweiler wurde der Name "Interessengemeinschaft IC Saarkurier" zum erstenmal erwähnt. 57 Zusammenkünfte waren es seitdem. Seit 1988 finden die Treffen nur noch zwei- oder dreimal im Jahr statt. Die Mitgliedschaft in der IG ist freiwillig und kostenlos. Auf den Treffen werden durch Delegierte der Vereine die Ausstellungs- und Börsentermine abgestimmt. Es soll dadurch verhindert werden,
dass eine Häufung von Veranstaltungen an einem Tag oder einem Bezirk stattfindet. Man will dadurch den Vereinen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit einen möglichst großen Zuschauerzuspruch ermöglichen. Weiter wird über zurückliegende und kommende Aktivitäten berichtet, Probleme aus dem Modellbahnbereich, der Vereinsführung, dem Vereinsrecht oder bei der Abwicklung oder Teilnahme an Ausstellungen und Modellbahn-Messen diskutiert und beraten. 
Sprachprobleme bestehen meist nicht, da in dieser Grenzregion die Sprache des Nachbarn fast immer verstanden wird oder ein sprachkundiges Mitglied dolmetscht. Durch gegenseitige Besuche bei Veranstaltungen erfahren die jeweiligen Vereinsmitglieder so manches aus der großen Modellbahnwelt und über die eigenen Vereinsgrenzen hinweg. Die Vereine vertreten Interessen der verschiedensten Spurgrößen von Z bis Spur 1, dem Anlagenbau wie dem historischen Vorbild und informieren über die lokalen Bahnaktivitäten oder Bezugsquellen wie auch internationale Bahn- und Modellbahnneuigkeiten.
Hier ist die Modellbahnwelt wirklich grenzenlos!

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Interessengemeinschaft "Schwabenrunde" 

Auch die "Schwäbische Modellbahnrunde" ist eine lose Interessengemeinschaft von fast 40 Modellbahnvereinen aus dem schwäbisch-bayrischen Raum und wurde im Jahr 1990 gegründet. Die Vorsitzenden der Vereine und Clubs zwischen Peissenberg und Waiblingen treffen sich jeweils im Frühjahr und Herbst zum Erfahrungsaustausch und zur Abstimmung ihrer Veranstaltungstermine. Bei den Treffen trifft man sich im Jahresrhythmus bei jeweils einem anderen Verein. Bei der Vorbereitung von Modellbahn-Ausstellungen, bei denen mehrere Mitglieder der Schwabenrunde ihre Arbeiten zeigen, ist der "Vereinsanlagen-Katalog" der "Schwabenrunde" sehr hilfreich, da er Kurzbeschreibungen und Maßangaben der ausstellungsfähigen Anlagen enthält.
Die "Schwabenrunde" hat einen eigenen Internetauftritt, der unter www.schwabenrunde.de  erreichbar ist und mit den Web-Seiten der Mitglieder verlinkt ist.

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Bildkalender "Gartenbahn 2006"

Mit "Gartenbahn 2006" erschien wieder der großformatige Bildkalender mit zwölf Fotos - plus Titelbild - aus dem Alltag der Gartenbahn. Verwendet wurden Fotos, die von Lesern der Zeitschrift "GartenBahn" eingesandt wurden. 
Der Kalender ist im Modellbahnhandel (mit Gartenbahn im Angebot) und direkt von Manfred R. Meliset, Postfach 14 0102 - D-67021 Ludwigshafen, zum Preis von 8,- € (in Europa incl. Porto) erhältlich. Bestellung per Fax: +49 (0)621 633 9745, oder per E-Mail: office@gartenbahn.de  Neu-Abonnenten der Zeitschrift GartenBahn erhalten den Kalender kostenlos zur Begrüßung. Das Kalendarium ist dreisprachig, so dass der empfehlenswerte Kalender auch international verwendbar ist.

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DB-Museum: Kalender 2006

Beinahe fühlt man sich an die "goldenen" Zeiten der ehemaligen Bundesbahn erinnert, als es noch die unterdessen viel gesuchten Bundesbahnkalender gab. Erinnern Sie sich? Anfänglich nur schwarz/weiß, später dann in Farbe. Aber immer wunderschöne Motive aus heute vergangenen Epochen. Das DB-Museum in Nürnberg knüpft nun ein wenig an diese Tradition an und bringt erstmalig einen eigenen Kalender heraus. 
Der Wandkalender 2006 des DB Museums enthält seltene Farbfotos der Deutschen Bundesbahn aus den Fünfziger Jahren. Zwölf Seiten im Vierfarb-Kunstdruck mit Titelblatt und erläuterndem Zusatzblatt, Format 480 mm x 400 mm, Spiralbindung, einzeln eingeschweißt, mit außen sichtbarer Motivübersicht. Verkaufspreis 14,95 € zzgl. 4,50 € Versandkosten (Inland). 
Zu bestellen unter Tel. 01804 442233 
oder per e-Mail an info@db-museum.de .

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Ehrung des Lebenswerks von Dr. Dieter Ludwig

Im Anschluss an einen Vortrag von Dr.-Ing. e.h. Dieter Ludwig anlässlich der Horber Schientage wurde Dr. Ludwig von den anwesenden Verbänden mit einer Ehrung überrascht. Ludwig, der als der Vater des modernen ÖPNV und "Erfinder" des Karlsruher Modells gilt, steht kurz vor seiner Pensionierung, so dass die Verbände ProBahn, VCD, Allianz-pro-Schiene und BDEF beschlossen hatten, sein Lebenswerk gemeinsam zu ehren. 
In der gewohnt mitreißenden Art hatte Dr. Ludwig im Panoramasaal des AVG-Zentrums in Karlsruhe den Teilnehmern der Horber Schienentage die Erfolgsgeschichte des Zweisystem-Stadtbahn-Systems in Karlsruhe und Umgebung und die weltweite Anerkennung dieses Systems geschildert. Das anschließend eingeplante gemeinsame Abendessen wurde jedoch etwas verschoben, - da für Dr. Ludwig völlig überraschend - die Ehrung eingeschoben wurde.
Der Vizepräsident der Allianz-pro-Schiene, Karl-Peter Naumann, eröffnete den Reigen und überreichte Herrn Dr. Ludwig die Ehrenurkunde der ApS. Anschließend überbrachte Herr Lieb, der Landesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland VCD, einige Geschenke und ebenfalls eine Urkunde. 
Der Vorsitzende des BDEF, Gerhard A: Bayer, der nur zu dieser Ehrung extra angereist war, wies in seiner Laudatio auf die vielen netten Zusammentreffen des BDEF mit Dr. Ludwig bei Verbandstagen und Kongressen hin und hob besonders das Wohlwollen von Dr. Ludwig gegenüber Eisenbahn- und Nahverkehrsfreunden bei der Realisierung von Sonderfahrten, Besichtigungen, Vorträgen usw., hervor. Der BDEF ehrte Dr. Dieter Ludwig mit der Ehrennadel in Gold des Verbandes und der zugehörigen Urkunde.
Zum Abschluss ergriff Karl-Peter Naumann nochmals das Wort und dankte nun in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fahrgastverbandes ProBahn Herrn Dr. Ludwig mit einer weiteren Urkunde und einem alten Kursbuch vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Dr. Ludwig, der von diesen Ehrungen sichtlich bewegt war, dankte allen Beteiligten sehr herzlich und versicherte, dass er seinen Nachfolger dazu anhalten werde, in gleicher Weise aktiv zu sein.

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5 Jahre Digitaltechnik für Spur Z

Bei der Internationalen Modellbahnausstellung 1999 in München zeigte die Fa. Müt erstmals die Digitalisierung einer Lokomotive in Nenngröße Z. Was ursprünglich gedacht war als Antwort auf Fragen von Modellbahnern, wie groß - respektive klein - denn die MÜT-Decoder seien, sollte am Beispiel der BR 89 in der kleinsten serienmäßig gebauten Nenngröße aufgezeigt werden. Das Staunen in den Augen einiger Märklin-Mitarbeiter und bei den Freaks dieser Nenngröße war bemerkenswert.
Inzwischen kann MÜT nach einigen Tausend Umbauten mit gutem Gewissen die Behauptung aufstellen: 
Fahren, Schalten, Melden - alles was "die Großen" können - MÜT rüstet alle Z-Loks um.
Und auch heute noch taucht auf jeder Messe mehrfach die Frage auf: Was, das geht auch digital? Noch größere Verwunderung erntet MÜT, wenn von der Möglichkeit einer zusätzlichen Stromabnahme der Loks und von Haftreifen gesprochen wird, die das Zugverhalten der Loks ganz erheblich steigern. Oder wenn Dieter Stollner, Geschäftsführer von MÜT, über Motorveredelung spricht, von der er aus eigener Erfahrung berichten kann, dass nach solch einer Aktion der Motor, auch unter Messebedingungen gefahren, jahrelang hält. 
Ob durch diese Aktivitäten die Anzahl der praktizierenden Modellbahner in der Nenngröße Z zugenommen hat, kann nur schwer beurteilt werden. Inzwischen verkauft MÜT auch den "LokLift" für Z recht erfolgreich und wird demnächst eine Steuerung für die Märklin-Z-Drehscheibe verfügbar haben. Nicht nur mit diesen Produkten hat MÜT den Liebhabern von Z gezeigt, dass technisch anspruchsvolle Lösungen auch im Maßstab 1:220 möglich sind.

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Neu bei ROCO

Die Modelleisenbahn GmbH, im Sommer als Auffanggesellschaft für die insolvente Roco-Gruppe gegründet, hat am 20.10.2005 das einzige Angebot zum Erwerb der Masse (darin befindlich alle materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Unternehmensgruppe) gelegt. Der Zuschlag wurde in der Gläubigerausschusssitzung am 21.10.2005 einstimmig erteilt. Die konkursgerichtliche Zustimmung wird kurzfristig erwartet. Damit ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Zukunftssicherung der Modelleisenbahn GmbH und der erfolgreichen Neupositionierung der Marke Roco am Markt gelungen.
Die Modelleisenbahn GmbH, die auf Initiative des Raiffeisenverbandes Salzburg gegründet wurde, hat auf Basis einer Nutzungsvereinbarung mit dem Masseverwalter am 25. 7. 2005 den Betrieb aufgenommen und versorgt seit 3. 8. 2005 den Markt mit Modellen der Marke Roco.
Durch die schnelle Reaktion auf die Insolvenz der Roco Modellspielwaren GmbH, das besondere Engagement der Mitarbeiter und die sehr positive Kundenresonanz konnte in den ersten drei Monaten ein Umsatz von ca. 8 Mio. Euro erzielt werden; die Modelleisenbahn GmbH schreibt damit schwarze Zahlen. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung liegt im Plan. Auch das Ziel für das Rumpfwirtschaftsjahr 2005 und somit ein positives Ergebnis, wird lt. Aussage des Geschäftsführers der Modelleisenbahn GmbH, L. Heher, erreicht werden.
Das Restrukturierungsprogramm läuft ebenfalls planmäßig und wird bis 31.1.2006 abgeschlossen sein. Werkzeugbau und Kunststofftechnik wurden bereits in das Werk in Gloggnitz und zu externen Dienstleistern verlagert. Der Standort Banska Bystrica (SK) wurde von 220 auf 270 Mitarbeiter aufgestockt. Eine unmittelbar an das Werksgelände angrenzende, zusätzliche Halle wurde angemietet.
Am Standort Salzburg werden den Planungen entsprechend per Ende 2005 ca. 90 Mitarbeiter Beschäftigung finden.
Große Anstrengungen unternimmt die Modelleisenbahn GmbH zur Absicherung der Produktqualität. Durch ein rigoroses, sofort nach Betriebsstart eingeführtes, Qualitätssicherungsprogramm ist es gelungen, die vor Konkurseröffnung sehr hohe Reklamationsquote um ca. 95 % zu senken.
Die nunmehr erfolgte Übernahme der Masse ebnet den weiteren Weg für die Erreichung der Unternehmensziele und sichert das Weihnachtsgeschäft 2005. Einer erfolgreichen Entwicklung der Modelleisenbahn GmbH steht nun nichts mehr im Weg.
Mit einer großen Anzahl ausgelieferter Neuheiten und einem Katalog voller "Herbstneuheiten" erfreute die Firma bereits.
Besonders erwähnenswert ist sicherlich die in der Fachpresse bereits hochgelobte Schnellzug-Dampflokomotive BR 0310 in der blauen F-Zug Lackierung der fünfziger Jahre. Vorbildgerecht ist der schlanke Kessel mit den eleganten Witte Windleitblechen und zahlreichen extra angesetzten Leitungen über die Messingdampfpfeife, die feinen Armaturen mit durchbrochenen Handrädern bis zu den Handstangen aus feinem Draht ausgeführt. Sogar die Auslösezüge für die Ackermann-Sicherheitsventile auf dem Kesselscheitel wurden nicht vergessen. Unterhalb der Rauchkammertüre mit Zentralverschluss und freistehendem Signalhalter sind die Schutzrohre des Innentriebwerkes nachgebildet. Das seitliche Umlaufblech aus Metall ist mit einer filigranen Riffelblechstruktur geprägt. Die unter dem Umlaufblech angebrachte LED-Triebwerksbeleuchtung kann auf Wunsch digital zugeschaltet werden. Die Vorlaufachsen mit der richtigen Größe und Speichenanzahl sind in dem neuen Vorlaufdrehgestell federnd gelagert. Die feinen Metallradsätze sind ein weiteres Highlight der Lokomotive. Feine Speichen mit richtig angesetzten "Schwimmhäuten" und Gegengewichten in Verbindung mit der filigranen Metallsteuerung setzen neue Qualitätsmaßstäbe im Großserienbau von Modellokomotiven. Durch den Antrieb im Tender ist ein freier Fahrwerksdurchblick möglich. Im maßstäblichen Führerhaus mit den vorbildlich langen Windstauschuten ist der Stehkessel komplett nachgebildet. Die Fenster sind passgenau verglast, selbst die seitliche Windschutzscheibe wurde nicht vergessen. Lok und Tender sind über eine trennbare Kurzkupplung miteinander verbunden. Am Tender sind alle Klappen und Leitungen des großen Vorbildes im Detail nachgebildet, die seitlichen Tenderwandstützen wurden wie beim Vorbild durchbrochen. An der Tenderrückseite wurden die aus feinen Draht nachgebildeten Handstangen, für das Öffnen und Schließen der Wasserkastendeckel nicht vergessen. 
Der Antrieb erfolgt über den bewährten fünfpoligen schräggenuteten Motor mit Schwungmasse auf zwei Tenderachsen und zusätzlich über Kardanwelle und Getriebe auf die Lokachse. Vier Haftreifen sorgen für eine hohe Zugkraft. Für die sichere Stromabnahme sind die mittleren Tenderachsen federnd gelagert, in der Lok selbst werden über von außen nicht sichtbare Radschleifer, alle Radsätze zur Stromaufnahme herangezogen. Über einen mehrpoligen Stecker wird eine elektrische Verbindung zum Tender hergestellt. Die vorderen freistehenden Loklaternen sowie die Laternen an der Tenderrückseite werden von wartungsfreien "warmweißen" LED beleuchtet. Der Schornstein ist zur Aufnahme eines Rauchsatzes eingerichtet. Aussparungen im unteren Kesselbereich lassen den Einbau von Lautsprechern zu.

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"Modellbau Bodensee 2005", Friedrichshafen

Drei Tage lang vom 18. bis 20. November 2005 zauberte die "Modellbau Bodensee" eine faszinierende Miniaturwelt in die Messehallen der Messe Friedrichshafen. Über 32.000 Besucher sorgten für einen neuen Besucherrekord und waren fasziniert von den Modelleisenbahnen, Auto-, Flug- und Schiffsmodellen, Karton- und Plastikmodellen.
Das Produktangebot der 309 Aussteller aus 10 Ländern ließ praktisch keine Wünsche offen. Dies stellten über 32.000 Modellbaufans, darunter sehr viele aus der Schweiz und Österreich, beim Besuch in der Messe Friedrichshafen fest. Gegenüber dem Vorjahr haben 13 % mehr Aussteller an der Modellbau Bodensee teilgenommen und belegten in den Hallen A2 bis A6 des Messegeländes in 5 % mehr Ausstellungsfläche als im Vorjahr. Der Besucherandrang des ersten Tages hat sich am Wochenende fortgesetzt, so dass die Messe Sinsheim als Veranstalterin der Modellbau Bodensee auch bei der vierten Auflage einen neuen Besucherrekord verbuchen kann und gegenüber dem Vorjahr eine Besuchersteigerung von 12 % erreichte. 
Die Modellbau Bodensee bot auch in diesem Jahr wieder Modellbahnanlagen in vielen Spurweiten und für jeden Geschmack. So kamen aus Frankreich eine H0- und eine N-Anlage der Association Modelistes Ferroviaires Centre. Die Anlage der Modulbaufreunde Peine e.V. aus Hohenhameln-Equord boten ihre Module mit einer zweigleisigen Hauptstrecke mit Oberleitung, drei Wendeschleifen, einer großen Schiebebühne und Anschlüssen für eingleisige Module auf einer Fläche von 25m x 6m. Ein echtes Highlight unter den Eisenbahnanlagen ist auch die H0-Anlage des Holzwinkler-Modell-Bahn-Clubs e.V. (HMBC) aus Welden. Erst kürzlich wurde die gesamte Anlage digitalisiert und auf PC-Steuerung umgestellt. Sehr schöne Gestaltungselemente und liebevolle Details prägen die Anlage, wobei die Landschaften ebenso beeindrucken wie eine geschäftiger Hafenanlage und ein großer Bahnhofsbereich mit Betriebswerk. Die AG "Modellbahn soll Spaß machen" aus Gumpoldskirchen in Österreich präsentiert auf 22m x 14m eine kombinierte Anlage mit den Spurweiten IIm und H0e. Die Gartenbahner Südwest e.V. aus Zweibrücken stellen ihre Anlage in Spur IIm (LGB) vor. Als Thema hat die Anlage eine eingleisige schmalspurige Nebenbahn mit zwei End- und einem Abzweigbahnhof.
120 m Gleis, 1 Drehscheibe, 1 Kreuzungsweiche und 21 Weichen wurden auf der zweigleisigen Ringstrecke mit separatem Abstellbahnhof der Modellbahn Arge Spur 1 Hannover verbaut. Die Anlage besteht aus 39 Modulen und zeigt einen Durchgangsbahnhof an einer zweigleisigen Strecke samt einspuriger Schmalspurbahn in Norddeutschland. 
Edmond Hemmer aus Luxembourg zeigte eine Tin Plate- Anlage in Spur 0. Für den Anlagenbau wurde überwiegend französisches Material verwendet, das in Deutschland relativ unbekannt ist.
Der TT-Club-Bayern ist durch seine rege Ausstellungsteilnahme bekannt und die ständig im Bau befindliche Anlage gilt unter Kennern als Schmuckstück. 
Auf einer Größe von 15m x 9m zeigten die Bergischen Eisenbahn-Freunde e.V. eine liebevoll gestaltete Anlage in Nenngröße N. Die Nachbildung des Bahnhofs Wipperfürth bildet das Kernstück der Anlage, die im Stil der 60er Jahre gehalten ist. Sämtliche Gebäude des Bahnhofs sind Eigenbauten. 
Der BDEF präsentierte sich auf einem attraktiven Stand wieder zusammen mit dem Schweizerischen Verband Eisenbahn-Amateur SVEA und dem Verband Österreichischer Modelleisenbahnclubs VOEMEC. Der großen Anzahl von Besuchern aus Österreich und der Schweiz kam dies sehr entgegen, fanden sie doch "ihre" Verbandsvertreter vor Ort.

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© BDEF 2005
Letzte Änderung: 04. Dezember 2007 (GB)