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Unser Rundschreiben 3/2005 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

"Modell Aktuell Nürnberg" nicht 2006

Neuer BDEF-Geschäftsführer: Burckhard Kattner

BDEF Jahrbuch 2005

Neues Fördermitglied: Schienentraum / Frateschi

Neuer Service: Planungshilfen

Die Geheime Bahnzentrale unter dem Verkehrsmuseum

Intermodellbau Dortmund, 13. bis 17. April 2005

Neues vom DB Museum

Modell-Eisenbahn-Club Wolfsburg ohne Clubräume

Wir trauern um Christian Fricke

Neu im BDEF: Modellbahnwelt Sechsämterland e.V.

BDEF zu Gast beim SVEA

20 Jahre: Modelleisenbahnclub Salzwedel e.V.

BDEF zu Gast beim VOEMEC

48. Bundesverbandstag in TRIER - der große Rückblick

Jahrestagung der DGEG

 

 

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Klein aber fein. So könnte man den diesjährigen Bundesverbandstag vom 4. bis 8. Mai in Trier bewerten - vorausgesetzt, man beschränkt sich auf so eine globale Äußerung. Nach dem Super-Verbandstag des Jahres 2004 in Stuttgart musste eigentlich jede Form von Verbandstag klein wirken, was aber von vielen Teilnehmern wiederum als angenehm empfunden wurde. Relativ klein war der Verbandstag in Trier leider auch in Bezug auf die Teilnehmerzahlen. Lag es an der Randlage Triers? Dass der Weg für Teilnehmer z.B. aus Rostock zu weit war, lässt sich nachvollziehen. Nicht so verständlich war das Fehlen von Teilnehmern aus einigen Städten, die gerade mal etwa 100 km entfernt sind. Vielleicht lag es am allgemeinen Konsumverzicht?
Mit etwas Neid blicken wir da auf unsere Freunde des Schweizer Verbandes Eisenbahn-Amateur, der bei seiner Jahrestagung Ende April in Frauenfeld stolz berichten konnte, dass von 72 % aller Mitgliedsvereine Delegierte anwesend waren und 20 % entschuldigt (!) fehlten. Nur von 8 % der Mitgliedsvereinigungen hatte man keine Meldung erhalten.
Dennoch war Trier fein. Die angebotenen Veranstaltungen und Exkursionen liefen problemlos ab - zur Freude der Teilnehmer, selbst wenn teilweise das Wetter hätte etwas besser sein können. Und über die langen Nächte an der Hotelbar brauchen wir an dieser Stelle nicht zu berichten, wenngleich diese auch zum freundschaftlichen Kontakt der Teilnehmer erheblich beigetragen haben dürften. Die Berichte über die einzelnen Programmpunkten des Verbandstags in Trier können wir bereits in diesem Rundschreiben veröffentlichen.
Natürlich war auch das BDEF-Jahrbuch 2005 rechtzeitig erschienen, das ausführliche Informationen zum Schienenverkehr in und um Trier enthält. Und - wie gewohnt - wieder das detaillierte Adressbuch der deutschen Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde-Vereine ist. Unseren Mitgliedsvereinigungen und Mitgliedern gingen bereits die Freiexemplare zu. Weitere Bücher können bei der Geschäftsstelle zum Preis von 4,- € (+ Versand) bestellt werden.
Wie oft im Leben, liegen Trauriges und Erfreuliches sehr nahe beieinander. So auch bei der 48. Delegiertenversammlung unseres Verbandes in Trier. Nach neun Jahren erfolgreichem Wirken stellte sich unser bekannter und beliebter Geschäftsführer Jürgen Dreyer nicht mehr der Wahl. Wir alle bedauerten dies sehr. Bei der eigentlichen Verabschiedung von Jürgen Dreyer erhoben sich alle Anwesenden unaufgefordert und ehrten Ihn mit "Standing Ovations". Die goldene Ehrennadel des Verbandes macht künftig die Verdienste von Jürgen Dreyer sichtbar. Für seinen Ruhestand vom Verband wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.
Sehr erfreulich war, dass wir mit Burckhard Kattner aus Barsinghausen einen erfahrenen und schon vielen bekannten "Mann aus der Szene" als neuen Geschäftsführer des Bundesverbandes gewinnen konnten. Eine kleine Vorstellung findet sich in diesem Rundschreiben. Wir wünschen Burckhard Kattner viel Erfolg in seinem neuen Amt und freuen uns alle auf die Zusammenarbeit mit ihm.
Mit herzlichen Grüßen 
Ihr
Gerhard A. Bayer

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Neuer BDEF-Geschäftsführer:Burckhard Kattner

Als Nachfolger des bisherigen Geschäftsführers Jürgen Dreyer wählte die Delegiertenversammlung in Trier am 7. Mai einstimmig Burckhard Kattner (58) aus Barsinghausen. Kattner ist zur Zeit Stellvertretender Vorsitzender der Modell-Eisenbahn-Freunde Hannover Land e.V. und Mitglied beim Modell-Eisenbahn-Club Barsinghausen.
Auch als ehemaliger Vorsitzender und in weiteren Vorstandsämtern des MEC Hannover und des MEC Barsinghausen machte sich Burckhard Kattner bereits verdient. Stets hatte er enge Verbindungen zum BDEF und ist vielen bekannt und kennt viele. Burckhard Kattners Wohnort Barsinghausen ermöglicht die Beibehaltung der Postfachadresse in Hannover, so dass der Bundesverband unverändert erreichbar ist. Auch die bekannte Telefonnummer des Verbandes bleibt unverändert. Lediglich die Fax-Nummer wird neu.
Wir freuen uns auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit Burckhard Kattner und auf die erfolgreiche Führung der Geschäfte des BDEF.

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Neues Fördermitglied: Schienentraum / Frateschi

Unter dem Namen "Schienentraum" firmiert Marcus Gospodarics, der autorisierte Importeur des brasilianischen Modellbahnherstellers FRATESCHI. Nicht sehr viele Modellbahner in Deutschland hatten bisher Kontakt mit den Produkten dieses wohl ältesten brasilianischen Herstellers, der größtenteils Modelle von Fahrzeugen aus seiner Heimat anbietet. Da Brasilien aber größtenteils Bahnfahrzeuge aus den USA verwendet, werden deren Modelle mit anderen Beschriftungen auch auf dem amerikanischen Markt angeboten. Schienentraum bietet nun diese Modelle, die bei brauchbarer Qualität sehr preiswert sind, nun auch dem deutschen Markt. Betreiber von US-Anlagen und Sammler finden hier manches Schnäppchen von interessanten Lokomotiven und Wagen, frei nach dem Werbeslogan "...hier kommen Sie günstig zum Zug...".
Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.schienentraum.de  oder über die Adresse Gerhart-Hauptmann-Str. 23, 47058 Duisburg.
Wir begrüßen "Schienentraum" herzlich als sechzigstes Fördermitglied des Verbandes.
PS: Den portugiesischen Namen der Firma spricht man übrigens "Frateski" aus!

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Eingefrorene Vergangenheit:
Die Geheime Bahnzentrale unter dem Verkehrsmuseum

Kalter klammer Modergeruch schlägt den sieben unentwegten Journalisten entgegen. Unter dem Schimmer altersschwacher Leuchtstoffröhren macht sich die Gruppe auf, die Tiefen des Gebäudes in der Nürnberger Lessingstraße 6 zu erkunden. Sie sind im Verkehrsmuseum, dessen Inneres immer noch viele Geheimnisse preisgeben kann. Doch diesmal sorgen nicht die tollen Schaustücke und nach Öl duftenden Dampflokomotiven für das Aha-Erlebnis, sondern - auf Einladung des Verkehrsmuseums - die Kellergewölbe des großen Baus. Tief unter dem Kellergewölbes des für Eisenbahnfreunde so beliebten Verkehrsmuseums befindet sich noch eines der letzten Relikte aus dem Kalten Krieg, die "Geheime Bahnleitzentrale".
Bereits 1938 wurde die Bunkeranlage, die sich unter dem Keller des Verkehrsmuseums befindet und mit über 3,50 Meter dickem Beton überdeckt ist, eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten mehrere Um- und Ausbauten, der gegenwärtige Zustand stammt aus dem Jahr 1975. Die 28 Räume gliedern sich in Aufenthalts-, Arbeits- und Ruheräume. In der ehemaligen Befehlsstelle gibt es 99 Schutzplätze, davon 65 Arbeitsplätze mit Schreibtisch und Telefon. Vorgesehen war ein Zweischichtbetrieb. Eingerichtet wurden Arbeitsplätze für die Betriebsleitung, für die Verkehrskommandantur, zur Zuglaufüberwachung und Disposition, für Fahrplanbearbeiter, für Mitarbeiter der Instandhaltung ebenso für Mitarbeiter der Signal-, Oberbau- und Brückenanlagen. Hinzu kommen Sozialräume, Küche und Funktionsräume zur Energieversorgung, Trinkwasseraufbereitung und medizinischen Versorgung. So sollte im Krisenfall ein Aufenthalt von 14 Tagen möglich sein.
Genutzt wurden die nunmehr nicht mehr ganz so geheimen Anlagen zum Glück nur zu Übungszwecken. Letztmalig fand eine Übung 1989 statt. Nach dem Ende des Kalten Krieges, der mit dem Fall der Mauer und der Deutschen Einheit seinen Abschluss fand, hat die Anlage an Bedeutung verloren. Doch werden die Räume immer noch vom Zivilschutz regelmäßig gewartet und instandgehalten. Wer allerdings feinste Stellwerkstechnik erwartet hat, der muss herb enttäuscht werden, außer ein paar völlig veralteten Telefonen, ein paar Büromöbeln im schrecklichen Stil der Siebzigerjahre befindet sich tief unter dem Verkehrsmuseum nichts von Bedeutung. Zum Glück wird diese "Behausung" nicht mehr benötigt. Was damit in der nächsten Zeit geschehen wird, dass steht noch nicht fest. Wir dürfen aber gespannt sein.

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Neues vom DB Museum
Ein Museumsrundgang zum "Begreifen"

Nürnberg (AB): Die Eisenbahn ist ein Erlebnis für alle Sinne. Jede Lokomotive hat ihr eigenes Geräusch, einen besonderen Geruch und bestimmte Konstruktionsdetails lassen sich ertasten. Für blinde und sehbehinderte Gäste bietet das DB Museum erstmals Rundgänge an, bei dem haptische Erfahrungen im Vordergrund stehen.
Anhand eines detailgetreuen Fahrzeugmodells im Maßstab 1:10, das für diesen Zweck extra aus der Vitrine geholt wurde, kann die Funktionsweise einer Lokomotive "begriffen werden". In der Fahrzeughalle können dann die am Modell gewonnen Erkenntnisse an Originallokomotiven nachvollzogen werden. Auch die Entwicklungsgeschichte der Dampflokomotiven lässt sich ertasten.
Komplizierte betriebliche Abläufe bei der Bahn werden durch einfache Hilfsmittel begreifbar. So wird beispielsweise das Blocksystem durch eine Perlenschnur erklärt.
DB Museumsdirektor Dr. Jürgen Franzke: "Mit dem speziellen museumspädagogischen Angebot bieten wir im wahrsten Sinne des Wortes die Eisenbahngeschichte zum Anfassen".
Rundgänge für blinde und sehbehinderte Gäste können im DB Museum, Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg, Tel. 01804/442233 (0,24 Euro pro Anruf) ab sofort gebucht werden. Die Teilnehmerzahl ist auf acht Personen begrenzt, um eine individuelle Führung zu gewährleisten. Die einstündige Führung kostet 30 Euro, je Teilnehmer ist außerdem der ermäßigte Museumseintritt von 2 Euro zu entrichten.
Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.dbmuseum.de.

Probeliegen im Festsaal
Nürnberg (AB): Hat nicht jedes Kind schon einmal davon geträumt, nachts im Museum eingeschlossen zu werden und zwischen den Ausstellungsstücken ungestört spielen zu dürfen? Für die sechs bis zehn Jahre alten Schüler der Montessori-Schule in Nürnberg wurde dieser Traum erfüllt. Ihre Lehrerin, Frau Stockmayer, hatte sich im vergangenen Jahr an einer Lehrerbefragung des DB Museums beteiligt und damit an der Verlosung dieser Museumsnacht teilgenommen.
Am Freitag, den 08. April, kamen die Kinder um 17.30 Uhr mit Schlafsäcken, Isomatten, Taschenlampen und Zahnbürsten ausgerüstet. Die Schüler hatten den Festsaal des DB Museums, der sonst für Feierlichkeiten und Ausstellungseröffnungen zur Verfügung steht, in Windeseile zum Schlafsaal umfunktioniert.
Die Zeit bis zum Einschlafen verging mit der Erkundung des Museums, einer Malaktion und Vorlesen wie im Fluge. Höhepunkt war sicherlich auch die Nachtführung durch die dunkle Fahrzeughalle mit Taschenlampe und Schlafanzug. "Allein die Vorstellung, sich im Museum aufhalten zu dürfen, wenn keine anderen Besucher mehr da sind, ist für die Kinder sehr aufregend", sagte Frau Stockmayer.
Mit der Aktion "Übernachtung im Museum" geht das DB Museum neue Wege und zeigt, dass nicht nur nachts spannende Entdeckungsreisen durch die Eisenbahngeschichte möglich sind. So können die Kinder das Museum aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel kennen lernen und bleibende positive Erfahrung mitnehmen. Durch die derzeitige Diskussion über das deutsche Schulsystem sind die Museen zunehmend auch als außerschulischer Lernort bei Eltern und Lehrern gefragt.
Das DB Museum bietet speziell für Schulklassen zehn Rundgänge mit verschiedenen Themenschwerpunkten an. Das museumspädagogische Angebot wird ergänzt durch eine Museumsrally, Rundgänge für Kindergartengruppen, Kindergeburtstagsangebote und sechs unterschiedliche Besichtigungstouren für Erwachsene. Das komplette museumspädagogische Programm mit allen Informationen zur Buchung gibt es im Servicecenter des DB Museums (Adresse siehe oben).

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Wir trauern um Christian Fricke

Am 23. März dieses Jahres verstarb plötzlich und unerwartet unser Eisenbahn- und Modellbahnfreund Christian Fricke. Christian wurde am 16.12.1950 in Hannover geboren. Aufgewachsen ist er jedoch in der Eisenbahnerstadt Minden/Westfalen. Durch seinen Vater, der beim BZA Minden beschäftigt war, lernte er die Eisenbahn hautnah kennen. Wen wundert es, dass es ihn schon in frühen Jahren zur Eisenbahn und ihrem verkleinerten Ebenbild, der Modelleisenbahn hinzog. Nach der Schule schlug eine Handwerkslehre als Brauer und Mälzer vorübergehend in eine andere Richtung. Doch die Bahn lies ihn nicht mehr los, und so kam er schließlich doch noch als Mitarbeiter zu Deutschen Bundesbahn.
Gleichzeitig wurde er Mitglied beim Modelleisenbahn-Club Hannover, den er später auch einige Zeit als Vorsitzender leitete. Was Vorbild und Modell anbelangte, war das Eisenbahnwesen des Nordamerikanischen Kontinents sein besonderes Interessengebiet. Hier hatte er sich einen großen Wissensstand erworben und konnte seinen Eisenbahnfreunden oft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die US - F-Typen der Dieselloks von "GM" und die in Europa laufenden "NOHABs" aus gleichem Hause waren seine große Leidenschaft. So wurde Dänemark, wo die Vorbilder u.a. zu Hause waren, sein beliebtes Urlaubs- u. Reiseziel.
Früh hielt er alles was ihm vor die Kamera kam, im Bild fest. Das Fotografieren war praktisch seine zweite berufliche Tätigkeit. Der Besuch diverser Fachmessen brachte ihn schließlich auch mit Modellautos in Verbindung, denen er auch seine Aufmerksamkeit in Bild und Schrift widmete. Hinzu kam das Schreiben für in- u. ausländische Fachzeitschriften, was zu einer Mitgliedschaft als freier Fachjournalist bei "ferpress" führte.
Ein Verdienst von Christan Fricke waren auch die guten Kontakte zu den Modellbahnfreunden in der ehemaligen DDR, die er zu Zeiten der Spaltung Deutschlands intensiv pflegte.
Christian Fricke den viele Modellbahnfreunde kannten (er war auf Grund seiner körperlichen Größe und seines Vollbartes nicht zu übersehen), wird uns nun für immer fehlen. Der Wunsch, seinen Lebensabend im Ruhestand an der Nordseeküste Dänemarks zu verbringen, wurde leider nicht erfüllt. Am 4. April 2005 musste eine große Anzahl seiner Freunde in Hannover von ihm Abschied nehmen.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Karin und seiner Tochter Andrea.

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BDEF zu Gast beim SVEA

Der Schweizerische Verband Eisenbahn-Amateur SVEA hatte zu seiner Delegiertenversammlung 2005 nach Frauenfeld eingeladen. Ich muss gestehen, dass mir dieser Stadtname nicht sonderlich bekannt war. Mehrere "Schweizkenner", die ich befragte, konnten mir allerdings auch nicht so recht behilflich sein: "Frauenfeld?". Chamonix, Locarno, Küsnacht, über all diese Orte - und viele andere - hätte man mir Genaues verraten. Aber Frauenfeld?
Frauenfeld ist die Hauptstadt des Kantons Thurgau und liegt nur wenige Kilometer südlich von Konstanz an der Autobahn zwischen Konstanz und Winterthur. Und Frauenfeld ist ein bezauberndes, altes Städtchen, malerisch gelegen, mit engen Gassen und natürlich - wie in der Schweiz üblich - mit einem schmucken, lebendigen Bahnhof. Es war wieder beneidenswert, wie die Eisenbahn in der Schweiz blüht. Dichter Zugverkehr herrscht auf gepflegten und von Unkraut befreiten Gleisen im Bahnhof. Ein sauberes, einladendes Bahnhofsgebäude, in dem vom Bahnhofsrestaurant über die Gepäckaufbewahrung, die Fahrkartenschalter, die Fahrdienstleiterräume bis hin zu den Warteräumen alles noch lebt und in voller Funktion ist. Der Bahnhof ist auch Mittelpunkt des ÖPNV. Alle städtischen und regionalen Omnibus-Linien und die schmalspurige Frauenfeld-Wil-Bahn treffen sich in einem präzisen Taktfahrplan auf dem Bahnhofsvorplatz, um nach wenigen Minuten - gerade Zeit genug umzusteigen - wieder sternförmig auf ihre Tour zu fahren.
Die Frauenfelder Eisenbahn-Amateure FEA hatten die präzise und hervorragende Organisation des Verbandstreffens übernommen und am Samstagvormittag auch in ihr Clubheim - natürlich (!) im Bahnhof - eingeladen. Neben der Besichtigung der ausgestellten Anlagen ein willkommener Ort für die ersten Treffen und Gespräche mit alten Freunden.
Im SVEA sind 89 Clubs vereint, die insgesamt jedoch mehrere Tausend Mitglieder repräsentieren. Doch lassen wir den SVEA-Vizepräsidenten Marcel Broennle direkt berichten: "Bei der diesjährigen Delegiertenversammlung waren von den 89 Mitgliedclubs 63 vertreten, 18 entschuldigt, und acht blieben unentschuldigt dem Anlass fern. Im gediegenen Bürgersaal des Rathauses waren nicht weniger als 162 Personen anwesend, die sich auf 124 Delegierte und 38 Gäste des Geschäftsführenden Ausschusses GA und die Kommissionsmitglieder verteilten. Vertreter von Stadt und Kanton, der SBB und des BAV beehrten den Verband mit ihrer Präsenz; von den befreundeten Nachbarverbänden waren die Repräsentanten des BDEF (Gerhard A. Bayer, Deutschland), VOEMEC (Wieland Zimmer, Österreich), FIMF (Alceo Manino, Italien), Cercle du Zéro (Claude Graince, Frankreich) und des europäischen Dachverbandes MOROP (Michel Broigniez) zugegen. Alle Mitglieder des GA und der Kommissionen wurden einstimmig wieder gewählt; auch die diversen Punkte der Traktandenliste (Tagesordnung) fanden mit einer Ausnahme die einstimmige Annahme durch die Delegierten. Die DV ging somit reibungslos über die Bühne und beanspruchte letztlich weniger Zeit als die netten Worte und Ansprachen der Gäste. Parallel zur DV wickelte sich das Programm für Begleitpersonen ab, das in einem Besuch des berühmten Kartäuserklosters von Ittingen gipfelte."
Hans Wägli, Leiter Partnerschaften der SBB, hatte bei seinen Grußworten auch die Grüße des Präsidenten der SBB, Dr. Benedikt Weibel, überbracht und launig hinzugefügt, dass "Benedikt I." grüßen lasse.
Vom Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) aus Bern - vergleichbar mit unserem Eisenbahn-Bundesamt EBA - überbrachte der Pressesprecher die Grüße und ließ erkennen, dass zwischen BAV und SBB beste Beziehungen bestehen.
Nach insgesamt nicht mal zwei Stunden konnte der SVEA-Präsident Urban Rüegger bereits das Ende der Delegiertenversammlung 2005 erklären und Gäste und Teilnehmer zur DV 2006 nach Liestal im Kanton Basel-Land einladen. In den darauffolgenden Jahren finden die Versammlungen in Thun (2007), Horgen (2008) und Solothurn (2009) statt.
Am frühen Abend trafen sich alle Teilnehmer erneut im Rathaussaal zu einem Apero und lockeren Gesprächen. Das große, gemeinsame Abendessen fand anschließend im großen Saal des Pfarreizentrums Frauenfeld statt. Bei gutem Essen - zubereitet vom Frauenfelder "Club der kochenden Männer" - und Trinken und vielen netten Unterhaltungen verging die Zeit nur allzu schnell.
Am Sonntag nahmen rund 140 Personen am Ausflug teil, der in einem Extrazug der THURBO nach Bussnang zu Stadler, dem einzigen verbliebenen Schweizer Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen, führte. Bedingt durch die große Teilnehmerzahl erfolgte die beeindruckende Werkbesichtigung in fünf Gruppen. Besonders angenehm fielen die modernen, hellen und sauberen Räumlichkeiten auf. Erwartungsgemäß konzentrierte sich das Hauptinteresse auf die Montagehallen. Die Palette reicht von der Herstellung der Drehgestelle, dem Aufbau der Wagenkasten und der Schweißerei, dem Einbau der elektrischen Apparaturen und elektronischen Komponenten bis hin zur Endmontage. Wie sehr das Unternehmen blüht und das Bestellheft erfreulicherweise voll ist, zeigte sich an der Anzahl der in Bau bzw. Ablieferung befindlichen Fahrzeuge. Dazu zählen die SBB-Niederflurtriebzüge FLIRT für die Stadtbahn Zug (RABe 523) und die "Regio-S-Bahn Basel" (RABe 521 für die Wiesentallinie), die Panoramazüge für die Matterhorn-Gotthard-Bahn, Zugspitzbahn, SNCF (Chamonix) sowie die Gelenktriebwagen für die Linzer Lokalbahn. Ein vorzügliches Mittagessen in einem Landgasthof in Müllheim beendete das Rahmenprogramm der DV, die allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird.
Mit einem herzlichen "Merci vielmal" dankten wir den Freunden des SVEA für die Einladung nach Frauenfeld und die schönen Stunden.

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BDEF zu Gast beim VOEMEC

Am 19. März 2005 fand in Pernegg die Jahreshauptversammlung des Verbandes Österreichischer-Modell-Eisenbahn-Clubs VOEMEC statt. Eingeladen waren auch die Nachbarverbände SVEA, vertreten durch den Vorsitzenden Urban Rüegger, und der BDEF, vertreten durch unseren Schatzmeister Michael Krumm. Die Versammlung fand im Gasthof Lindenhof statt, wo man sich bereits am Vorabend zu einem gemütlichen Erfahrungsaustausch traf.
Im Rahmenprogramm wurde der Magnesitabbau mit einer Sonderfahrt der Lokalbahn Mixnitz - St.Erhard besucht. Leider war es während der Sonderfahrt kalt und regnerisch, was aber der Stimmung im bewirtschafteten Imbisswagen keinen Abbruch tat. Im Anschluss lud der CTR Club Pernegg in sein Clubheim ein. CTR steht für Country Trucker Railway. Im ausgebauten Dachgeschoss des Clublokals entsteht eine H0-Anlage in der Epoche der 50er Jahre bis heute, um ältere und neueste Lokomotiven fahren zu können. Integriert ist eine H0e-Anlage, die teilweise als Drei-Schienen-System ausgeführt wurde.
Die Jahreshauptversammlung wurde vom Vizepräsidenten Wieland Zimmer geleitet. Der Präsident Franz Binder war wegen eines häuslichen Unfalls leider verhindert. Wieland Zimmer betonte u.a. die gute Zusammenarbeit der Verbände und zeigte Bilder von dem gemeinsamen Stand BDEF/SVEA/VOEMEC bei der Modellbahnmesse in Friedrichshafen. Heftige Diskussionen gab es bei der Durchsprache des Kassenberichts. Dank der umsichtigen Leitung durch Herrn Zimmer konnte trotzdem die vorgesehene Zeit eingehalten werden und alle Teilnehmer erreichten ihre Anschlussverbindungen pünktlich.

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Jahrestagung der DGEG

Die 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG) zusammen mit der Mitgliederversammlung hat inzwischen eine lange Tradition. In diesem Jahr wurde den Mitgliedern der DGEG und allen Eisenbahnbegeisterten ein interessantes Programm rund um die Bodenseestadt Friedrichshafen geboten. Auf der Mitgliederversammlung stand die Neuwahl des Vorstandes an. Mit der Wiederwahl von Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum als Präsidenten, Günter Krause jetzt als Vizepräsidenten und Peter Reinhard als Schriftführer wurde der in den letzten drei Jahren begonnene Kurs der Modernisierung der DGEG von den Mitgliedern mit großer Mehrheit bestätigt. Neu im Vorstand sind Harald Reese und Wolfgang Klee. Ein besonderer Dank gilt Wolfgang Wischer, der über drei Jahrzehnte das Finanzwesen der DGEG betreute und Armin Angele, der 20 Jahre als Vizepräsident die Geschicke der Gesellschaft im Vorstand mitgelenkt hat. Hauptaufgaben für die aktuelle Vorstandsperiode sind die Fortsetzung der Neustrukturierung der DGEG, verbesserte Ausstellungsmöglichkeiten für die wertvollen Exponate, die Wiederinbetriebnahme der Dampflokomotive 66 002 und der Ausbau des Standortes Würzburg.
Die 39. Jahrestagung der DGEG wird vom 2. Mai bis 7. Mai 2006 im Großraum Erfurt stattfinden. Die DGEG freut sich schon jetzt alle interessierten Eisenbahnfreunde zu ihren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

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"Modell Aktuell Nürnberg" nicht 2006

Modellbahn-Publikumsmesse in Nürnberg vom 10.-12.02.2006 findet nicht statt, da die Modellbahn-Industrie neuen Diskussionsbedarf über Zeitpunkt und Konzept signalisiert.
Die angekündigte eigenständige Publikumsveranstaltung "Modell Aktuell Nürnberg - Internationale Neuheiten & Erlebniswelten der Modelleisenbahn" wird nicht wie geplant bereits 2006 stattfinden. Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG bedauert: "Wir müssen, die Modell Aktuell Nürnberg für den geplanten Termin vom 10. bis 12. Februar 2006 absagen. Als Messe- und Marketingdienstleister der Spielwarenindustrie können und wollen wir neue Veranstaltungen nur mit breiter Unterstützung der Industrie durchführen. Diese sehen wir zum momentanen Zeitpunkt leider noch nicht ausreichend gegeben."
Trotz viel versprechender Gespräche die im letzten Jahr mit der Zielsetzung, eine eigenständige Publikumsveranstaltung zu etablieren, gestartet haben, kam man nach eingehender Diskussion mit den wesentlichen Unternehmen der Branche zu der gemeinsamen Überzeugung, die geplante Modell Aktuell Nürnberg im Jahr 2006 noch nicht zur Durchführung zu bringen. Beide Seiten, die Spielwarenmesse eG und die Hersteller, sehen einen nochmaligen Erörterungsbedarf, wie und wann eine eigenständige Publikumsmesse entwickelt werden kann. Insbesondere wird es hierbei um den Zeitpunkt und die zu erzielenden Synergien mit der Spielwarenmesse International Toy Fair gehen. Wann diese Gespräche abgeschlossen sein werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Der BDEF bedauert diese Entwicklung, da wir der Meinung sind, dass das angedachte Konzept für die "Modell Aktuell Nürnberg" unserem Hobby weitere wichtige Impulse und damit Erfolge gebracht hätte.

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"Eisenbahnfreunde unterwegs" - das BDEF Jahrbuch 2005

Mit dem BDEF-Jahrbuch 2005 "TRIER" erscheint zum dritten Mal unser Jahrbuch im Eigenverlag. Durch hohe Anteile an ehrenamtlich erbrachten Leistungen und durch das freundliche Entgegenkommen der Druckerei - der Chef ist BDEF-Mitglied! - konnten wir den Kostenrahmen wieder so niedrig halten, dass wir an alle Mitglieder eine größere Anzahl von Jahrbüchern versenden konnten und der Verkaufspreis weiterhin auf erstaunlich günstigen 4,- Euro blieb.
Obwohl wegen der schlechten Konjunkturdaten allgemein von einem deutlichen Rückgang im Anzeigengeschäft berichtet wird, konnten wir für dieses Jahrbuch genügend Anzeigen akquirieren und so unseren Lesern wichtige und interessante Informationen bieten. Wir sehen darin die Bestätigung, dass wir auch mit unseren Anzeigenpreisen bescheiden und fair sind.
Bedauerlich ist nur, dass wir die Deutsche Post AG nicht davon überzeugen können, für das BDEF-Jahrbuch die Gebühren für Büchersendungen zuzubilligen, was uns erhebliche Kosten sparen würde. Leider setzt die Post ihre Gebühren nicht nach Gewicht oder Größe fest, sondern nach dem "literarischen Inhalt"! Wenn in einem Buch mehr als vier Seiten Werbung enthalten sind, gilt der volle Päckchentarif.
Die Redaktion lag auch für dieses Jahrbuch in den bewährten Händen von Wolf-Dietger Machel, der für die hohe Qualität und die Kontinuität zeichnet. Mit großem Einsatz wurden von Wolfgang Schacht wieder die Anzeigen in diesem Buch akquiriert. In der Druckvorstufe hat sich Dieter Eikhoff maßgeblich engagiert. Diesen "drei Säulen" des Jahrbuchs vielen Dank dafür.
Besonderer Dank sei natürlich allen Text- und Bildautoren gesagt, die den Inhalt dieses Jahrbuchs wieder wesentlich mitgestaltet haben.
Weitere Exemplare können selbstverständlich hinzu gekauft werden. Wir freuen uns, dass wir auch 2005 den erstaunlich günstigen Preis von 4,- € halten konnten, zu dem das Jahrbuch zum Beispiel auf Messen erhältlich ist. Bei Bestellung über die Geschäftsstelle des BDEF kommen noch die Versandkosten hinzu.
"Eisenbahn-Freunde unterwegs - BDEF Jahrbuch 2005" enthält neben mehreren Artikeln zum Bahnwesen in und um Trier, dem Austragungsort des 48. Bundesverbandstages, wieder das große Adressverzeichnis deutscher (und einiger österreichischer) Modelleisenbahn- und Eisenbahn-Freunde-Clubs. Viele neue Mitglieder, die im Jahre 2004 zu uns gekommen sind, untermauern weiterhin die führende Kompetenz des Bundesverbandes. Nicht umsonst ist der BDEF die größte Vereinigung dieser Art in Europa.
Auch in diesem Jahr gibt das BDEF-Jahrbuch wieder einen breiten Überblick über die führenden Modellbahn- und Zubehörhersteller, wichtigen Software- und Elektronikfirmen, maßgeblichen Fachverlage und viele weitere - auch neu hinzugekommene - Fördermitglieder des Verbandes und damit der gesamten "Szene".

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Neuer Service: Planungshilfen

Als neuen Service bietet der BDEF "Planungshilfen" an, die als Ergänzung zu den Normen Europäischer Modellbahnen - NEM - gedacht sind und Informationen enthalten, die für Modelleisenbahner wichtig sind, aber (vorerst) nicht in das NEM-Regelwerk einfließen. Erarbeitet werden die Planungshilfen in der AGBM (Arbeitsgruppe Basisnormen und Mechanik), die derzeit aus Vertretern des BDEF, der Arbeitsgemeinschaft Spur 0, der Sächsischen Modellbahnvereinigung SMV und der Interessengemeinschaft Spur II besteht.
Ab sofort ist die vierseitige Planungshilfe "Bahnsteige und Laderampen" erhältlich. Diese enthält Richtmaße für die Abmessungen von Bahnsteigen und Laderampen bei der Nachbildung von Bahnen nach deutschen Vorbildern, um ein berührungsfreies Verkehren von Fahrzeugen nach NEM zu gewährleisten.

Neben ausführlichen Maßtabellen enthält diese Planungshilfe sowohl Daten und Informationen zu Bahnsteig- und Laderampenhöhen, als auch zu Bahnsteigarten und Bahnsteigbreiten bei Vorbild und Modell.
Die Planungshilfe kann im Internet unter www.bdef.de (>AK Modellbahn) abgerufen werden oder gegen Zusendung von 0,95 € in Briefmarken bei AGBM, Planegger Str. 13, 82110 Germering angefordert werden.

Weitere Planungshilfen sind in Vorbereitung.

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Intermodellbau Dortmund, 13. bis 17. April 2005

Ausschnitte aus der offiziellen Pressemeldung der Messegesellschaft:
Der INTERMODELLBAU gelingt 2005 eine Steigerung der Besucherzahl
- 101.320 Menschen strömten in die Messehallen,
- Kombination mit der HobbyTronic gut angenommen,
- Mehr internationale Besucher als im Vorjahr.
Die INTERMODELLBAU in der Messe Westfalenhallen Dortmund verzeichnet gleich in mehrfacher Hinsicht Zuwachs. 101.320 Besucher, und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr, kamen vom 13. bis 17. April 2005 in die insgesamt acht Messehallen. Außerdem fand die Ausstellung erstmals gleichzeitig mit der Ausstellung HobbyTronic in der Westfalenhalle 3B statt. Die Eintrittskarte der INTERMODELLBAU berechtigte auch dort zum Zutritt. Das Angebot wurde gut angenommen. Fast 40 Prozent der Besucher wollten nach eigenen Angaben auch die HobbyTronic besuchen. So das Ergebnis einer Befragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut.
Die INTERMODELLBAU gilt als europaweit führende Ausstellung für Modellbau und Modellsport. Entsprechend groß ist ihr Einzugsgebiet. Über 15.000 Menschen kamen aus dem Ausland zur INTERMODELLBAU 2005 - eine Steigerung um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
74,6 Prozent der Besucher hatten auf der Ausstellung etwas gekauft. Weitere 16,8 Prozent gaben an, sie hätten dieses vielleicht noch vor.
Sonderaktionen auf der INTERMODELLBAU:
In diesem Jahr feierte der MOBA (Modellbahnverband in Deutschland e. V.), auf der INTERMODELLBAU mit Hunderten von Gästen sein 10-jähriges Bestehen. Bei dieser Gelegenheit vergab der Verband erstmals seinen "Innovationspreis Modellbahn". Mit dem Preis, einer Art "Oscar" der Modellbahn-Szene, zeichnet der MOBA gelungene Angebote von Herstellern und Dienstleistern aus. An der Ermittlung der Preisträger waren auch zwei maßgebliche Fachzeitschriften (Miba und Eisenbahnkurier) beteiligt. Zu den Preisträgern gehört die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH für ihre Verdienste mit der INTERMODELLBAU um die Modellbahn.
Am Stand des Ausstellers LGB wurde am Samstag ein seltenes Modellbahn-Exemplar übergeben: ein fast einen Meter langes, von Hand hergestelltes Metall-Modell der Dampfeisenbahn Mikado No. 73, von dem weltweit nur 600 Stück existieren. Das seltene Stück war der erste Preis in einem Wettbewerb, der von den LGB-Freunden Niederrhein mit der Zeitschrift !Volldampf! veranstaltet wurde und bei dem es galt, eine LGB-Anlage neu zu planen. Es siegte Heiko Durke aus Schiefbahn bei Düsseldorf.
Natürlich hat sich die führende Marktstellung der INTERMODELLBAU längst bei den Ausstellern herum gesprochen. Auch im Bereich Modellbahnen, einem der gefragtesten Sektoren der Ausstellung, hat die INTERMODELLBAU offenbar inzwischen einen guten Ruf, denn Marc Boehringer, Marketing-Leiter bei Roco, erklärt: "Die INTERMODELLBAU 2005 ist eine gute Plattform, um unsere Premium-Produkte einem breiten Publikum zu präsentieren. Besonders interessant ist für uns der regionale Ballungsraum, und natürlich sind die Besucher aus den angrenzenden Benelux-Staaten für uns ein wichtiges Zielpublikum."
87,9 Prozent der Aussteller hat es zusammenfassend auf der INTERMODELLBAU 2005 gefallen. Für 86,4 Prozent wurden die Erwartungen, mit denen sie zu der Ausstellung gekommen waren, ganz oder teilweise erfüllt bzw. sogar übertroffen.
Acht von zehn Ausstellern waren bereits während der laufenden Ausstellung sicher, sich auch an der nächsten INTERMODELLBAU im Jahr 2006 bestimmt oder sehr wahrscheinlich wieder zu beteiligen. Lediglich 2,3 Prozent wollten dies ausdrücklich ausschließen. Der Rest hatte sich zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht entschieden.
Bei den Besuchern waren es 91,2 Prozent, die bestimmt oder sehr wahrscheinlich auch 2006 wieder zur INTERMODELLBAU kommen wollten. Lediglich 1,6 Prozent wollten dies ausschließen. Der Rest hatte sich auch hier zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht entschieden.
Die nächste INTERMODELLBAU findet vom 5. bis 9. April 2006 in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt.

... und so haben wir die INTERMODELLBAU gesehen:
(HDS,GB): Folgt man dem Ergebnis, das die Messegesellschaft veröffentlicht hat - seinem eigenen Gefühlen soll man ja nicht unbedingt trauen - so waren es in diesem Jahr deutlich mehr Besucher. Dabei war es eindeutig leerer in den Hallen 6 und 8 als man bisher gewohnt war. Ein Zeichen dafür, dass die Steigerung vermutlich mit der integrierten HobbyTronic zu tun hatte.
Für die Modellbahner war es eine wiederum ereignisreiche Ausstellung, feierte doch der Modellbahnverband in Deutschland (MOBA) gleichzeitig hier sein 10-jähriges Bestehen und 10 Jahre ideelle Trägerschaft. Besonders von den größtenteils kleinen, aber feinen und prächtig detaillierten ausländischen Anlagen, wie PEMOBA, Paereböngard Prengli, On30 Tillamooke Spruce Co oder Henk Wust mit Castle Rock, sowie der großen Modulanlage des MEC Bregenz wurde das Jubiläum auch qualitativ unterstützt. Nicht so ganz von den deutschen Anlagen, bei denen manchmal leider Größe und Detaillierung deutlich auseinander klafften.
Ob zu einer derartigen Ausstellung aus Gründen des Jubiläums ein Show-Truck einer bekannten Reifenfirma mit Gesang und Tanz (und viel Reifenreklame) passt, soll dem Geschmack des jeweiligen Besuchers/Lesers überlassen bleiben - obwohl die brasilianischen Samba-Tänzerinnen durchaus hübsch anzusehen waren.
Der BDEF war mit einem eigenen Stand in Halle 6, dort wo überwiegend die Hersteller und Verkäufer ihr Domizil haben, untergebracht. Wir konnten uns über regen Besuch erfreuen und manchen Besucher in die Geheimnisse des Modellbahnlebens einweisen und unseren Mitgliedern mit viel Rat und Tat zur Seite stehen. Mit einer Sonderausstellung "Speisewagen im Modell" zeigten wir in drei großen Vitrinen die bunte Vielfalt dieser leider bei der großen Bahn zunehmend verschwundenen Wagengattungen.
Auf unserem Messestand gratulierten wir dem MOBA zu seinem 10-jährigen Jubiläum mit einem großen Schriftband. Die in Dortmund anwesenden Vorstandsmitglieder des BDEF waren auch gerne der Einladung zum Festabend des MOBA gefolgt. Dabei war geplant, dass der BDEF-Vorsitzende bei diesem Festabend selbst ans Mikrofon tritt und ein Grußwort zum Jubiläum spricht. Der Moderator, Prof. Rainer-Bernd Voges musste dies jedoch wegen Zeitüberschreitungen der Vorredner leider streichen.
Da die Messegesellschaft nur sich selbst als Preisträger erwähnt, wollen wir auch die weiteren fünf Preisträger des neuen Innovationspreises vorstellen: Auhagen, Lenz Elektronik, Weinert Modellbau, Miniatur Wunderland Hamburg und die Firma Fleischmann.

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Modell-Eisenbahn-Club Wolfsburg ohne Clubräume

Als verspätete Weihnachtsbescherung erreichte den Modell-Eisenbahn-Club Wolfsburg e.V. zum Jahreswechsel die Kündigung.
Offizieller Kündigungsgrund: Durch Umbaumaßnahmen am Gebäude ließe sich der offiziell geforderte Fluchtweg nicht mehr gewährleisten. Darauf setzen Mitglieder des Vereins alle Hebel in Bewegung, um im direkten Gespräch mit Verantwortlichen der Bahn noch zu einer Lösung zu kommen.
Hoffnung keimte auf, als die Bahn ihre eigenen Umbaupläne ändern musste. So soll jetzt im ehemaligen Aufenthaltsraum des Clubs eine Klimaanlage installiert werden. Und für den Wartungstechniker muss ein eigener Fluchtweg neu gebaut werden. Dieser könnte dann auch vom Club mitgenutzt werden. Aber auch diese Lösung wurde von der Bahn ohne weitere Begründung abgeschmettert. 1. Vorsitzender Dr. Uwe Gierz: "Da parallel auch der Club in Hildesheim seine Räume im dortigen Bahnhof räumen muss, scheint mir der Grund mit dem Fluchtweg nur vorgeschoben zu sein. Die Bahn will augenscheinlich ihre Bahnhöfe "clubfrei" haben. Wir reihen uns damit in die lange Reihe der gekündigten Clubs ein. Nach 45 Jahren in den Räumen ist das sehr bitter."
Und in diesen 45 Jahren sind die ursprünglich nackten Betonräume sehr wohnlich hergerichtet worden. Diese ganzen Innenausbauten müssen jetzt wieder herausgerissen werden. Womit der Club noch auf einem riesigen Schuttberg sitzt, der für teures Geld beseitigt werden muss.
Seit ca. 3 Jahren wurde in den Räumen eine neue Modellbahnanlage aufgebaut. Als hätte man das bittere Ende geahnt, wurde diese im Gegensatz zu den beiden Vorgängeranlagen zerlegbar gestaltet. So kann diese ohne weitere Zerstörung aus den Räumen entfernt und in den Einzelteilen auf mehrere Clubmitglieder verteilt erst einmal eingelagert werden. Sollten keine neue Räume gefunden werden, so ist ein Aufbau und Betrieb nur noch sehr selten im Rahmen von besonderen Modellbahnertreffen möglich.
Doch noch geben die Mitglieder die Hoffnung nicht auf. Vielleicht finden sich ja im Raum Wolfsburg noch geeignete Räumlichkeiten, die auch für einen Club mit seinem schmalen Budget finanzierbar sind.
Kontakt: Dr. Uwe Gierz (1. Vorsitzender), Schubertstr. 14, 38518 Gifhorn, Tel. 05371 56308

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Neu im BDEF: Modellbahnwelt Sechsämterland e.V.

Bei einem Grillabend im September 2004 beschlossen vier Männer sich dem Hobby Modellbahn zu widmen. Je später der Abend umso größer wurde die Begeisterung. Einige Tage später sprach man schon mehrere weitere Leute auf das Vorhaben an und siehe da, Anfang November waren bereits zehn Männer gefunden, um einen neuen Club zu gründen. Ein Clubheim fand sich in ehemaligen Büroräumen in Wunsiedel.
Am 24.1.2005 wurde in der Gaststätte "Ratsstuben" offiziell die "Modellbahnwelt Sechsämterland e.V." gegründet. Als 1. Vorsitzender wurden Roman Schlicht, als 2. Vorsitzender Dieter Götz, als Kassier Karl Seidel und als Schriftführer Stefan Richter gewählt.
Der noch junge Club entschloss sich zum Bau einer Vereinsanlage mit neuester Digital-Technik und Steuerung. Die Wahl fiel auf Märklin und K-Gleise. In den letzten Monaten entstand eine Anlage mit einer Größe von 12m x 4m mit einem zwölfgleisigen Schattenbahnhof, einem zehngleisigen Bahnhof, einer Paradestrecke, einem Bw mit Drehscheibe, sowie einer Nebenbahn. Des weiteren wurde ein Mauerdurchbruch geschaffen für einen Tunnel durch ein Bergmassiv. Zusätzlich entsteht ein Klosterberg mit Brauerei, Kirche usw. nach dem Vorbild von Kloster Andechs und eine große Stadt mit Festungsanlage. Im zweiten Schritt soll eine weitere Anlage mit ca. 10m x 3m Größe entstehen, als Grenzbahnhof zur Schweiz oder nach Österreich mit ländlicher Landschaft. Beide Anlagen werden aber miteinander verbunden. Auf der großen Anlage wird nur mit Dampf oder Diesel gefahren, die zweite Anlage wird für E-Lok-Betrieb gebaut. Die Steuerung der Anlage soll über fünf bis sechs Computer erfolgen. Diese Digitaltechnik schafft Möglichkeiten, welche mit einem Analogbetrieb nicht machbar sind .Im Internet unter www.mbw-sechsämterland.de  können die genauen Bauabschnitte verfolgt werden. Es wird auch etliche "Tage der offenen Tür" mit Besichtigung geben. An diesen Tagen wird auch eine große LGB-Bahn gezeigt.
Kontakt: mbw-sechsämterland e.V., Sechsämterlandstr. 40, 95632 Wunsiedel, Tel.: 09232 3183, Fax: 09232 2346
e-Mail: roman[at]modell-bahn-welt.de

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20 Jahre: Modelleisenbahnclub Salzwedel e.V.

Der Modelleisenbahnclub Salzwedel begeht am 20. September sein 20-jähriges Jubiläum. Viele Höhen und Tiefen liegen hinter uns. Die ersten Ansätze der Modelleisenbahn in Salzwedel liegen schon etwas länger zurück. Im März 1978 trafen sich Modelleisenbahnfreunde im damaligen Pionierhaus und bauten gemeinsam eine Anlage für Schüler und Jugendliche. Nach der Fertigstellung folgte der Umzug auf das Bahnhofsgelände des ehemaligen Bahnhofs Salzwedel-Neustadt, früher der Kleinbahnhof. Gleichzeitig wurden wir in den Modelleisenbahnverband der DDR als Arbeitsgemeinschaft 7/64 aufgenommen.
Durch die damals sehr wichtigen Beziehungen organisierten wir uns als Vereinsheim einen "fast ausgemusterten" Hecht-Steuerwagen, damit fand auch eine Schwarzfahrt auf einer Nebenstrecke der DR statt. Weitere legale und illegale Aktionen folgten, z.B. "Draisinenbeschaffung", nochmalige Schwarzfahrt (getarnt als Viehtransport), u.v. andere mehr. 1983 wurden durch ein Vereinsmitglied Kontakte zu den Nienburger Modelleisenbahnern geknüpft, diese waren zwar nicht legal, wie konnte es auch sein, dass sich Bürger aus der DDR mit Bundesbürgern trafen. Die Treffen wurden intensiver und haben auch die Wende sehr gut überstanden. Mehrmals jährlich kommt es zu beiderseitigen Besuchen. Zuletzt zum 25-jährigen Bestehen des Nienburger Eisenbahn- und Modelleisenbahnclubs.
Wie schon erwähnt, gab es auch Tiefen bzw. grundlegende Änderungen. So gab es 1985 eine Trennung zwischen Eisenbahnfreunden (Draisinenfreunden) und Modelleisenbahnbauern .Sieben Modellbaufreunde suchten und fanden in der damaligen Thälmann Oberschule einen Raum um ihre Ziele vom Bau einer großen Gemeinschaftsanlage zu verwirklichen. Es wurde die AG 7/82 gegründet. Die sehr guten Beziehungen zum Salzwedeler Bahnhof und zum Bahnbetriebswerk wurden weiter gepflegt, wir erhielten viel materielle und auch finanzielle Unterstützung. Aber auch wir halfen, wo wir konnten, z.B. gestalteten wir die letzte planmäßige Dampflokfahrt zwischen Salzwedel und Stendal.
Als Clubanlage einigten wir uns auf den Bau einer Mittelgebirgslandschaft, die Strecke Sonneberg - Lauscha - Probstzella. Hieran werkeln wir immer noch, Abriss - Wiederaufbau, jeder Modellbauer kennt es. Ein weiteres Aufgabengebiet ist der Bau von Modulen, inzwischen haben wir 16 Module. Freundschaftliche Beziehungen gibt es nicht nur nach Nienburg, auch mit Modelleisenbahnfreunden aus Dannenberg, Ludwigslust, Bad Bodenteich und Salzgitter treffen wir uns und gestalten gemeinsame Modulausstellungen. Nicht zu vergessen sind die Ausstellungen mit den Dampflokfreunden Salzwedel. Unsere letzte Ausstellung im Februar 2004 wurde von über 800 interessierten Gästen besucht.
Es könnte noch viel über uns berichtet werden, nur noch soviel. Seit 1990 sind wir ein eingetragener Verein unter dem Namen "Modelleisenbahnclub Salzwedel e.V." und im Jahre 2002 sind wir dem BDEF beigetreten. Wir sind zurzeit 24 Mitglieder, wöchentliche Zusammenkunft freitags l 9 Uhr.
Übrigens unsere nächste Ausstellung findet am 20./21. August statt.
Wer mehr über uns wissen möchte, hier unsere Adresse:
MEC Salzwedel, Ernst-Thälmann-Str. 81 in der Lessing Grundschule, 29410 Salzwedel oder Holger Haberecht, Lüneburger Str. 27, 29410 Salzwedel, Tel. 03901 26824 E-Mail: mecsaw[at]t-online.de - Internet. www.mec-salzwedel.de  

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48. Bundesverbandstag in TRIER - der große Rückblick
4. bis 8. Mai 2005

Stadtrundgang/Stadtführung

"2000 Schritte durch 2000 Jahre Geschichte", unter diesem Motto stand die am Himmelfahrtstag durchgeführte Stadtführung. Unter der sachkundigen Leitung von Herrn Minas wurde der Einführungsvortrag "Geschichte der Stadt Trier" vom Vorabend allen Teilnehmern anschaulich wiedergegeben. Geschichte, Gegenwart und europäische Zukunft haben Trier lebendig gestaltet.
Ausgangs- und Schlusspunkt bildete die Porta Nigra, römisches Stadttor und Wahrzeichen Triers, welches aus Sandsteinquadern besteht, die nur mit Eisenklammern verbunden sind. Weitere Stationen, um nur einige zu nennen, waren:
Triers Hauptmarkt, einer der schönsten Marktplätze in Deutschlands, ist mit seinem einzigartigen Ensemble historischer Bauten das pulsierende Herz der Stadt.
Um den Petersbrunnen und das historische Marktkreuz herrscht auch wochentags immer ein reges Markttreiben. Bewacht vom hohen Turm der gotischen Gangolfskirche und des früheren Bürger-Rathauses "Steipe" laden Cafés zum Entspannen und Genießen ein.
Lange Zeit bestimmte die Kirche die Geschichte der Stadt und schenkte ihr Meisterwerke sakraler Baukunst: der Dom, die älteste Bischofskirche Deutschlands, die Liebfrauenkirche, ein Kleinod der führen Gotik, das barocke Meisterwerk St. Paulin und die Abtei St. Matthias mit dem einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen. Der mächtige Ziegelbau der Konstantin-Basilika erhebt sich über der Stadt.
Trier hat einzigartige Kulturdenkmäler. Die UNESCO erklärte alleine acht Bauwerke der Stadt zum "Weltkulturerbe der Menschheit". Karl Marx, der Begründer des modernen Sozialismus, wurde 1818 in Trier geboren. In seinem Geburtshaus informiert eine vielbesuchte Dauerausstellung über Leben und Werk.
Alles in Allem ein gelungener Programmpunkt, zumal die Teilnehmer durch gezielte Fragen an den Stadtführer ihr Interesse bekundeten.

Spielzeugmuseum Trier

Einer besonders interessanter Programmpunkt des BDEF-Verbandstages war die Besichtigung des Trierer Spielzeugmuseums am Donnerstag, dem 5. Mai 2005.
Hierzu fanden sich ca. 25 Teilnehmer ein, um die über 5000 Exponate - von der Antike bis zur Gegenwart - in Augenschein zu nehmen. Nach einer kurzen Einführung unserer Ausstellungsführerin über die Entstehung und Aufgliederung der ehemals privaten Sammlung des Trierer Spielzeughändlers Rolf Scheurich begann der ca. 1,5 Stunden währende Rundgang über mehrere Etagen.
Blickfang am Anfang war das originelle, wandgroße Messe-Ausstellungsstück der Firma Steiff von 1962, mit mittelalterlicher Kleinstadtszene und allen beweglichen Figuren, die mittels Elektromotoren über Treibriemen und Holzzahnrädern in Gang gesetzt werden können !
Die erste Etage wird geprägt von Automodellen, Schiffen und Blechspielzeug aller bekannten Marken wie: Schuco, Wiking, Märklin, Fleischmann, Carette, Lehmann, um nur die bekanntesten zu nennen. Alle erdenkliche Maßstäbe und Ausführungen, auch Spielzeugfunde aus der Römerzeit, vom Einfachspielzeug bis zum technisch komplizierten Schuco-Tisch-Wendeauto und Autobausätzen können bestaunt werden.
Eine separate Abteilung befasst sich mit Puppen, Puppenstuben und -möbeln, Kindernähmaschinen und Kochherden, kleinen Schreibmaschinen, sowie Elastolin-Tieren, -Figuren und -Zoolandschaften. Hier werden auch die berühmten Puppen von Käthe Kruse und Annette Himstedt und diverses Zubehör gezeigt. Interessant ist auch die große Sammlung von Zinnfiguren- und Soldaten in allen möglichen Ausführungen und Bemalungen. Ganze Armeen und Schlachten mit Kanonen, Fahnenträgern und die dazugehörigen Gußformen sind zu bestaunen. Alle erdenklichen Ausführungen von Dampfmaschinen, Dampfschiffen und Antriebszubehör erfreuen die Herzen der "großen Jungen" !
Besonders beachtenswert ist die Eisenbahnausstellung in der obersten Etage: vom Märklin-Storchenbein, den ersten dampfbetriebenen Modellen von Bing und bis zu Bodenläufermodellen aus der Frühzeit der Spielzeugeisenbahn ist fast alles zu sehnen und lässt die Sammlerherzen höher schlagen.
Überwiegend in Spurweite H0 (00), 0 und I sind die schönen und kompletten Züge und Bahnhofsgebäude sehr dekorativ auf den dazugehörigen Blechgleisen in den Vitrinen zeitgeschichtlich bis in die 1950er-Jahre dargestellt. Eine betriebsfähige Spur-Z-Anlage der Epoche III und eine vom "Modellbahnpapst" Bernhard Stein gebaute H0-Anlage in Wechselstrombetrieb in Anlehnung an die Mosellandschaft heutiger Zeit ergänzt die Ausstellung. Große Exponate von Dampflokomotiven in 3- und 5-Zoll-Spurweite, teilweise mit Echtdampfbetrieb runden die Eisenbahnausstellung ab.
Eine separate Abteilung in dieser Etage zeigt Spielzeug heutiger Tage, vom Formel-1-Modellrennwagen bis zu Weltraumspielzeug als ein umfassendes Spektrum. Während der Führung waren öfters Anmerkungen zu hören wie: "damit habe ich früher auch gespielt" / "so Eine hatte ich auch mal", und die glänzenden Kinderaugen aus der Jugendzeit begannen wieder zu leuchten !
Die Besuchszeit verging wie im Fluge und war wie immer eigentlich viel zu kurz !
Alle Exponate und die Namen aller gezeigten Hersteller hier im Einzelnen vorzustellen, würde mehrere Seiten füllen ! Schauen Sie sich doch auch einmal in Trier das wirklich sehenswerte Spielzeugmuseum an! Es lohnt sich auf jeden Fall !
Das Museum hat auch eine Internetseite: www.spielzeugmuseum-trier.de 

Bereisung der Vulkan-Eifel-Bahn (Eifelquerbahn)

Trier Hbf. an Christi Himmelfahrt um 11:45 Uhr. 64 Teilnehmer trafen sich am Service Point im Hauptbahnhof um über die KBS 474 um 11:59 Uhr den RE 12082 Richtung Köln-Deutz zu besteigen und bis Gerolstein durch das wunderschöne Kylltal zu fahren. Gezogen wurde der Zug von der 218 136 die in ihrem Lokleben bereits mehrere Farbvarianten getragen hat. Sie gehörte 1985 zu den für die Strecke Köln - Gummersbach umlackierten City-Bahn Loks. Bei wunderbarem Wetter ging die Fahrt über die Mosel vorbei am ehemals bedeutenden Bahnhof Ehrang um dann von der Moselstrecke auf die Eifelbahn abzubiegen. Über Kordel, Speicher, Phillipsheim, Bitburg-Erdorf, Kyllburg und Mürlenbach ging es zum früheren Bahnknoten Gerolstein. Besonders der Streckenabschnitt zwischen Kordel und Kyllburg hat den Bahnbauern zwischen November 1870 und Juni 1871 erhebliches abgefordert. Durch die Enge des Tals und dem sehr unwegsamen Gelände mussten auf diesem Streckenabschnitt 10 Tunnels mit einer Gesamtlänge von 2775 m und 17 Kyllbrücken gebaut werden. Rechts oder Links der Strecke verläuft heute ein wunderbarer Radweg auf dem an diesem Feiertag viele Väter, aber auch viele Familien mit den Fahrrädern unterwegs waren. Sehr schön und gut erhalten auch die Bahnhöfe aus dem roten Basaltlavastein der in diesem Gebiet der Vulkaneifel an vielen Gebäuden anzutreffen ist. Hier hatten wir nun eine 40 Minütige Pause die von einigen zu einer kleinen Fotosafari ins BW Gerolstein genutzt wurde. Das BW Gerolstein hatte seine Blütezeit von 1888 bis 1975 dann verschwand die Dampflok in der Eifel und fast alle BW`s in der Eifel verloren an Bedeutung.
Um 13:30 Uhr wurde der planmäßige Schienenbus, bestehend aus zwei Triebwagen der BR 795 und einem Beiwagen bereitgestellt. Pünktlich um 13:39 Uhr begann die Fahrt und führte uns vorbei am BW Gerolstein. Dieses BW wurde von der AK Eifelbahnen übernommen und erhält derzeit eine Restauration des Daches auf den sechs noch bestehenden Ständen. Weiter ging die Fahrt Richtung Daun. Hier zweigte die Strecke nach Wengerohr (Moselstrecke) über Gillenfeld, Manderscheid-Pantenburg und Wittlich, ab. Hier musste unsere Reisegruppe umsteigen in eine Schienenbuseinheit der BR 798 die aus Sicherheitstechnischen Gründen zwischen Daun und Kaisersesch pendelte. Da es sonst keine Sicherungseinrichtungen auf dieser Strecke gibt, dürfen lt. Eisenbahn-Bundesamt keine zwei Züge die Gesamtstrecke befahren. Den kurzen Aufenthalt nutzten einige Mitreisende um sich zu Stärken. Nun ging es weiter über den sehr stark Stilllegungsgefährdeten Streckenteil nach Kaisersesch. Langsamfahrstellen die nur mit 20 oder 30 km/h befahren werden durften, ließen genügend Zeit die Vulkaneifel zu genießen. Für den Bau dieses Streckenabschnitts benötigte man 15 Jahre um die endgültige Trassenführung festzulegen. Jeder der umliegenden Gemeinden wollte undedingt an die Trasse angebunden werden. In Kaisersesch endet der Streckenteil der vom AK Eifelbahnen befahren wird. Es besteht Anschluss an einen Ein-Stunden-Takt über Mayen nach Andernach der von TransRegio durchgeführt wird. Fast alle Bahnhöfe an der Strecke sind inzwischen verkauft und sind zum Teil von den neuen Besitzern mustergültig erhalten.
Nach kurzem Aufenthalt fuhren wir zurück nach Daun wo wir umstiegen, um dann in Gerolstein mit dem RE 12085 wieder zurück nach Trier zu fahren.
Erwähnen muss man noch den hervorragenden Zustand der Schienenbusse des AK Eifelbahnen und der Hochwaldbahn, die an diesem Tag Dienst auf der Eifelquerbahn machten. Ein weiteres Fahrzeug war an diesem Tag noch auf dem Abschnitt Bitburg - St. Thomas zu Sonderfahrten eingesetzt. Der Streckenast Bitburg-Erdorf - Igel (Moselstrecke nach Luxembourg) gehörte zu einem relativ dichten Streckennetz in der Eifel. Diese Strecken wurden ohne Rücksicht auf die Kosten im Sinne des Militärs gebaut und hatten strategische Bedeutung. Die Strecke Gerolstein - Trier wurde bereits lange vor ihrer offiziellen Eröffnung am 15.06.1871 zu Truppenrücktransporten aus Frankreich benutzt.
Der Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr (SPNV) Rheinland Pfalz Nord beschloss am 19.05.2005 auf seiner Verbandsversammlung den 15 Kilometer langen Abschnitt Kaisersesch - Ulmen für 4,9 Millionen Euro von der Bahn AG zu kaufen und instandzusetzen. Die Freizeitsonderverkehre werden laut SPNV-Direktor Thomas Geyer mit 350.000 Euro bezuschusst. Damit trage der SPNV der regionalwirtschaftlichen Bedeutung von Fahrraderlebnistagen wie "Total Happy", "Happy Mosel", SaarPedal", "Kylltal aktiv" und "Siegtal pur" zusätzlich Rechnung. Ein weiterer Meilenstein zur Erhaltung der Bahninfrastruktur in der Eifel ist damit erfolgt.

Modellbahn-Forum
zum Thema: Sind preiswerte Modelle auch für ernsthafte Modellbahner lohnenswert?

Beim Modellbahn-Forum am Donnerstagabend diskutierten fast 40 Teilnehmer unter Fachkundiger Leitung von Hans Zschaler (Arbeitsgruppe Vorbild und Modell), Gerhard A. Bayer und Bernd Waterholter über die Akzeptanz der preiswerten, zum Teil vereinfachten Modelle der letzten Zeit.
Nachdem über Jahre die Modelle immer besser und teurer wurden und es keine Einfachmodelle (z. B. Lima, Jouef) mehr gab, brachte Piko Ende 2001 den Ball wieder ins rollen und bot die ersten preiswerten Loks über das Elektronik-Versandhaus Conrad an. Schon kurz nach der Einsteiger-Baureihe 218 entwickelte man die Ellok-Baureihe 182, bzw. den Taurus mit verschiedenen Bedruckungen. Auf dem Kölner Forum 2002 des eisenbahn magazins wurde noch heftig zwischen den Herstellern diskutiert, ob man neben den reichhaltig detaillierten Modellen für einige hundert Euro auch Fahrzeuge für 40 € bis 80 € benötigt. Nur drei Jahre später und nach anfänglicher Zurückhaltung sind solche Modelle u. a. auch von Märklin, Minitrix und Roco erhältlich.
Die zur Messe 2005 von Roco vorgestellten Modelle mit aufgedruckten Fenstern und ohne nennenswerte Gravuren sind eindeutig für die Spielzeugabteilungen der Kaufhäuser und Lebensmittelketten gedacht und somit für die Jüngsten Einsteiger ideal. Einen solchen Weg einzuschlagen zeigt Mut und wird hoffentlich mit zahlreichen zufriedenen Kunden belohnt. Zufrieden sind die meisten Diskussionsteilnehmer auch mit den Piko-Loks. Auf zahlreichen (Vereins-)Anlagen sind sie seit Jahren ohne nennenswerte Probleme unterwegs. Das die Optik stimmt, wurde daran getestet, dass die meisten Forums-Teilnehmer bereits aus 1,50 m Entfernung, was dem normalen Abstand zu einer Anlage entspricht, den Unterschied zwischen einer Modell- bzw. Einsteigerlok nicht mehr erkennen konnten. Sieht man von Modulanlagen ab, sind somit keine Einschränkungen beim Betrieb auf Flächenanlagen gegeben. Damit dieser Betrieb gerade für Jugendliche Abwechslung bietet, sollten auch die preiswerten Loks über einen (Einfach-)Decoder, der zumindest einen Mehrzugbetrieb ermöglicht, ausgeliefert werden.
Doch zu den Triebfahrzeugen gehören auch einfache, aber realistische Wagen. Dazu müssen die Hersteller Modellreihen aussuchen, die es ermöglichen aus vorhandenen Baugruppen maßstäbliche Modelle zu kreieren. Einzeln angesetzte Teile, auf der Anlage nicht sichtbare Gravuren und andere Details können durchaus fehlen, wenn das Gesamtbild stimmt. Auch sind in den USA exakt rundlaufende Kunststoffachsen erhältlich und wären auch in Europa ein denkbarer Kostenkompromiss.
Nach einem mehrstündigen, kurzweiligen Erfahrungsaustausch beendete der BDEF-Vorsitzende die Veranstaltung mit dem Resümee, dass viele Modellbahner ihre Modelle nur noch gezielt kaufen und durchaus bereit sind die vereinfachten Modelle einzusetzen, sofern sie dem Vorbild entsprechen.

"Große Rundfahrt" nach Luxemburg

Besonderheit des Verbandstages 2005 war, dass die "Große Rundfahrt" am Freitag stattfand und damit den Samstag-Programmplatz mit der Delegiertenversammlung tauschte. Kurz nach 9 Uhr trafen sich am Trierer Hauptbahnhof über 110 Teilnehmer, die längst unterrichtet waren, dass der ursprünglich geplante Einsatz einer luxemburgischen Dampflok aus verschiedenen Gründen nicht stattfinden konnte. So wartete man gespannt auf den 628-Triebwagenzug der CFL, der für die Fahrt gebucht war. Großes Erstaunen, als dann langsam ein ganz normaler 628 von DB-Regio einfuhr. Da sich die DB- und die CFL-Züge den Fahrplan teilen, bekamen wir halt den Zug, der gerade frei war. Aber 628 ist 628, einerlei, welche Beschriftung außen angebracht ist.
Mit wenigen Minuten Verspätung fuhr unser Triebzug dann um 9:30 Uhr in Richtung Luxemburg ab. Über Trier West und Igel ging die Fahrt an der Mosel entlang nach Wasserbillig, der Grenzstation zu Luxemburg, wo der erste Fotohalt eingelegt wurde. Eine halbe Stunde später hielt unser Zug bereits im Hauptbahnhof von Luxemburg-Stadt, um dann seine Fahrt in den Süd-Westen des Herzogtums, nach Petange fortzusetzen.

Der Einsatz eines Dieseltriebzuges erlaubte es, dass wir ohne Umsteigen die private Strecke der Museumsbahn "Train 1900" von Petange nach Fond-de-Gras fahren konnten. Lediglich eine kleine Gruppe von "Train 1900" begleitete unseren Triebfahrzeugführer die rund 7 km lange Strecke als Lotsen. Diese Strecke wurde bereits 1873 von der Gesellschaft "Prinz-Heinrichs-Bahn" eröffnet, um das in den Erzgruben gewonnene Eisenerz abzutransportieren.
Im Industrie- und Eisenbahnpark von Fond-de-Gras, dem eigentlichen Ziel unserer Fahrt, wurden drei Gruppen gebildet, die in unterschiedlicher Reihenfolge die Programmpunkte angeboten bekamen. Während eine Gruppe das Fahrzeugmuseum besichtigte und die zweite Gruppe das wohlschmeckende Mittagessen einnahm, durfte die dritte Gruppe jeweils das eigentliche Highlight - die Grubenbahn "Minièresbunn" - erleben. Die Erzgruben-Schmalspurbahn verbindet auf einem Schienenstrang von 4 km den Fond-de-Gras mit Lasauvage (L) und Saulnes (F). Bis Dhoil zog uns eine alte Dampflok aus dem Jahre 1897. Von Dhoil bis Lasauvage ging es dann mit einem elektrischen Untertagezug durch den 1400 Meter langen Stollen, wo uns kurz vor dem Tunnelende eine Diesellok übernahm und den rumpelnden, offenen Zug bis zur Endstation ins französische Saulnes brachte. Bei der Rückfahrt in umgekehrter Reihenfolge wurde uns im Stollen noch eine kleine Führung mit Erklärungen zum ursprünglichen Erzabbau geboten. Während der gesamten Führung konnten wir uns immer wieder über die engagierte Art und die große Freundlichkeit der Leute von "Trains 1900" und von "Minièresbunn" freuen.
Die Rückfahrt von Fond-de-Gras ging dann über Petange, Esch-sur-Alzette, Syren und Oetringen nach Wasserbillig, wo unser Zug eine Stichfahrt in den nahe gelegenen Mosel-Hafen von Mertert unternahm. Die Gleisanlagen des Hafenbahnhofs erlaubten zwar keinen Blick auf die Mosel, aber ein Zug voller Eisenbahnfreunde hatte an den abgestellten, fabrikneuen, blauen CFL-Güterwagen zum Transport von Schrott ohnehin mehr Interesse.
Wohlbehalten brachte uns unser VT 628 etwa eine halbe Stunde früher, als ursprünglich gedacht, wieder nach Trier Hbf, wo eine attraktive und interessante "Große Rundfahrt" endete. Am Abend an der Hotelbar wurde noch viel über diese Fahrt gesprochen und viele Teilnehmer meinten "... da fahr ich wieder hin!".

Verkehrspolitisches Forum 
zum Thema: Wann wird Europa auf der Schiene endlich Wirklichkeit?

Bei dem im Rahmen des Verbandstages in Trier stattfindenden verkehrspolitischem Forum am 6. Mai um 20:00 Uhr trafen sich weit über 40 Interessierte um mit dem Arbeitskreis Verkehrspolitik (AKV) über das Thema "Wann wird Europa auf der Schiene endlich Wirklichkeit" und dem Motto "Grenzen überwinden" zu diskutieren. Detlef Herzig fügte bei seiner Begrüßung noch die Frage "Hat Europa auf der Schiene noch eine Zukunft" hinzu und leitete nach einer kurzen Darstellung der allgemeinen Problematik zum Thema die Gesprächsrunde ein. Entgegen der ursprünglichen Absicht des AKV eine Gesprächsrunde mit Politikern und Vertretern der zuständigen Gremien für den ÖPNV/SPNV blieben deren Plätze frei, da sich kurz vor einer Landtagswahl (NRW) keiner der vorgesehenen Gesprächspartner zu diesem Thema äußern wollte.
Die am folgenden Tag zu selbigem Thema organisierte verkehrspolitische Exkursion zeigte den Teilnehmern, wo die spürbaren und sichtbaren Grenzen überwunden werden müssen. Allerdings gibt es auch vom Eisenbahnnutzer nicht direkt registrierbare Grenzen. Im Laufe der Diskussion wurden anhand von vielen Beispielen die Hindernisse eines europaweiten Schienenpersonenverkehrs beleuchtet und dargestellt. So sind zum Beispiel technische Grenzen wie die Signaltechnik, das Stromsystem und die Fernmeldtechnik nur ein kleineres Problem, jedoch bei aller lösbarer Technik mit erheblichen, fast nicht mehr darstellbaren Kosten verbunden. Hinzu kommen die trotz Harmonisierung und Interoperabilität noch vorhandenen unterschiedlichen Regelwerke, Vorschriften und Zulassungsverfahren.
Karl-Peter Naumann, Vorsitzender des Fahrgastverbandes ProBahn, meinte zu den vorgebrachten Argumenten, dass diese alle negativ klingen, dass es jedoch auch positive Punkte in dieser Thematik gibt. Resümierend forderte er, dass Nahverkehr auch über Grenzen hinweg bestellbar sein muss! Gegebenenfalls sind hierzu Gesetze zu ändern bzw. dem EU-Recht anzupassen.
Des weiteren wurde während des Meinungsaustausches festgestellt, dass in der Regel lediglich nur bürokratische Hemmnisse und eine Zuständigkeitsfrage vernünftige nutzerfreundliche Lösungen verzögern oder auch verhindern. Detlef Herzig fragte nach Vorschlägen zur Lösung der Problematik, woraufhin sich die Runde dafür aussprach die Politik auch über Grenzen hinweg Schienenverkehr zu bestellen.
In einem Punkt bestand Einigkeit unter den Teilnehmern, es gibt keine einheitlichen Tarife, und unterschiedliche Regelungen in den Verkehrsverbünden sind normal. Daher solle die Politik einheitliche Tarife für den ÖPNV vorgeben. In diesem Punkt ist die Bahnreform überhaupt noch nicht umgesetzt. Ebenso sollten von ordnungspolitischer Seite verbindliche Standards für den ÖPNV / SPNV festlegt werden.
Als Hauptkonkurrent des Schienenverkehrs wurde der PKW-Verkehr und nicht der Luftverkehr festgestellt. Dazu fordern die Teilnehmer eine rechtliche Gleichstellung der Verkehrsträger.
Nach fast zwei Stunden konnte der AKV die sehr interessante Diskussionsrunde mit interessanter Resonanz zum Thema Grenzen überwinden abschließen.

Verkehrspolitische Exkursion / Rundfahrt
Trier - Wasserbillig - Luxemburg - Thionville - Apach - Perl - Trier

Am Samstag, 07. Mai 2005 brachen mehr als 60 Teilnehmer zu der diesjährigen verkehrspolitischen Exkursion des BDEF am Trierer Hauptbahnhof auf. Vor Abfahrt um 8:51 Uhr mit einem Regionalexpress (BR 628 DB Regio) erhielt jeder Reiseteilnehmer eine Reisebeschreibung mit Fahrplan. Diese Exkursion sollte auf dem Reiseweg das verkehrspolitische Thema "Grenzen überwinden" dieses Verbandstages anhand praktischer "Erfahrung" aufzeigen. Dabei wurden die drei geografischen Grenzen zwei Mal mit der Eisenbahn und leider ein Mal mit dem Bus überwunden. Die politischen und technischen Grenzen waren lediglich spür- und sichtbar.
Mit Regelzügen fuhren wir über Wasserbillig, Oetrange nach Luxemburg Hbf, in dem wir zum ersten Mal umsteigen mussten. Nach 15 Minuten ging es mit dem nächsten RE über Bettemburg nach Thionville. Die verschiedenen Qualitätsunterschiede in den Angeboten der beteiligten Verkehrsträger konnten wir nebenbei ebenso wahrnehmen.
Nach der Ankunft in Thionville wurden vom Exkursionsleiter ein paar Hinweise gegeben. Die vielen mitgereisten Trainspotter kamen auf dem Bahnhof in Thionville voll auf Ihre Kosten und schwärmten anschließend von der Vielfalt der erspähten Fahrzeuge. In 30 Minuten wurde eindrucksvoll demonstriert, dass die technischen Grenzen in Europa scheinbar schon überwunden sein müssen. Triebfahrzeuge aller umliegenden Bahnen (CFL, DB, SNCF, SNCB) wurden in großen Mengen registriert. Allein die DB Railion BR 185 wurde sehr häufig gesichtet. Andere Teilnehmer nutzten die zwei Stunden Aufenthalt zu einem Stadtrundgang um sich in der örtlichen Gastronomie aufzuwärmen. Das Wetter machte uns in Thionville leider einen Strich durch die Rechnung, keine 10°C und zeitweise heftige Schauer.
Nach der Erfahrung, dass in Frankreich Regionalzüge auf einigen Strecken entweder Alibizüge sind oder nur bedarfsorientiert fahren, konnten wir eben nach dieser langen Wartezeit den Zug nach Apach besteigen. Bei den SNCF gibt es einen starken Kontrast bei den eingesetzten Fahrzeugmaterialien. Nachdem wir vorher das modernste Regionalfahrzeug der SNCF, einen Doppelstocktriebzug gesehen hatten, fuhr uns eine alte "Sardinenbüchse" nach Apach. Die von uns jetzt befahrene Strecke dient ja auch hauptsächlich dem Güterverkehr, was auch unweigerlich feststellbar war. Der Nahverkehr ist hier absolut untergeordnet. Hier fahren die Güterzüge von Köln-Gremberg nach Metz-Woippy.
In Apach angekommen mussten wir den Transfer zum deutschen Bahnhof per Bus vornehmen um als lebende zweibeinige Fracht die Grenze überwinden zu können. Für Personenzüge ist jeweils an der Grenze im vereinten Europa Endstation!
An diesem Tag mussten wir uns allerdings sogar bis zum 28 Kilometer entfernten Wellen bringen lassen, da zwischen Perl und Wellen Schienersatzverkehr (SEV) aufgrund einer Gleisbaustelle eingerichtet war. Glücklicherweise haben wir diesen Umstand noch einen Tag vorher aus der örtlichen Tageszeitung entnehmen können und unseren Transfer-Bus verlängern können, da der von DB-Regio angebotene SEV per Bus 14 Minuten eher in Perl abgefahren ist. Eigentlich sollten alle Regionalbahnen in Wellen auf den SEV warten, was dann auch der Fall war (obwohl wir kein offizieller SEV waren). Der RE ist dann ab Wellen etwa sechs Minuten später gestartet. Aber auch hier haben der nicht Behinderten gerechte Bahnsteigzugang und die fehlende Möglichkeit eines höhengleichen Zugangs zur Bahn weitere Verspätung beschert. Im Gegensatz dazu funktionierte in Thionville selbst bei zwei zweigleisigen Hauptstrecken durch den Bahnhof der höhengleiche Übergang für unseren mitreisenden Rollstuhlfahrer absolut problemlos. Ein Mitarbeiter der SNCF hatte nach Ankunft unseres Zuges ungefragt und aus eigenem Antrieb auf den nächsten Aufzug hingewiesen. Hier zeigt sich eindeutig, dass, wenn es noch Personal an den Bahnhöfen gibt, sich dieses nicht nur auf die zugeteilten Aufgaben beschränken muss.
Einen weiteren faden Beigeschmack erhielt unsere Exkursion mit dem eingerichteten SEV dadurch, dass im Bahnhof Trier keine Informationen in jedweder Form darüber vorhanden waren. Auch über das von der Bahn propagierte Internet waren die Informationen in den Tage vorher erst kontrollierten Fahrplan nicht eingearbeitet. Es wurde eine reguläre Abfahrt von Perl mit dem Zug angezeigt. Das ist eine schwache Leistung von der Bahn und verdient keine gute Note! Wer - außerhalb des Trierer Raumes - liest schon die Trierer Zeitung? Ansonsten Fehlanzeige bei der Kommunikation. Hier sei die Frage erlaubt, warum eine Gleisbaustelle dieses Ausmaßes - das Streckengleis wurde bis zum Planum erneuert - über die Baubetriebspläne keinen Eingang in die Fahrplanmedien gefunden hat? Dieses hat leider unsere Exkursion getrübt, nichts desto weniger waren wir dann fast pünktlich wieder in Trier um an der Delegiertenversammlung teilnehmen zu können.
Abschließend bleibt festzustellen, dass die verkehrspolitische Exkursion verdeutlicht hat, wo es noch Grenzen zu überwinden gilt und wo solche fast nicht mehr existent sind.

Besuch beim Bahnbetriebswerk Trier

Obwohl sich das Bw in der Nähe des Hauptbahnhofs befindet, wurden die Teilnehmer stilgerecht mit einem Nahverkehrstriebwagen am Bahnhof abgeholt.
Im Bw angekommen, wurden zunächst die Aufgaben und zukünftigen Projekte des Werkes mit einer Multi-Media-Schau erklärt. Anschließend ging es in die modernen Hallen zur neuen, mobilen Radsatz-Drehbank, zur Ultraschallmessung der Achsen, zur Grafitti-"Waschanlage" und zum Toiletten-Test-Prüfstand. Bei allen Stationen erhielt man ausführliche Erläuterungen und einen Eindruck von den zeitintensiven Arbeiten, die den Reisenden sonst verborgen bleiben. Auf Grund des schlechten Wetters wurde auf eine Besichtigung des Außengeländes verzichtet und nur ein Blick durch die Tore und Fenster auf die abgestellten Fahrzeuge, die Schiebebühne und den Kran mit Arbeitsbühnen geworfen. Sollten neue finanziellen Mittel genehmigt werden, stehen in den nächsten Jahren weitere Modernisierungsmaßnahmen für die Fahrzeugunterhaltung an.

Begleitprogramm "Fahrt nach Mettlach"

Das Alternativprogramm für Teilnehmer, die nicht an der Delegiertenversammlung teilnahmen
Ab Treffpunkt "Porta Nigra" ging es mit dem Bus über Saarburg nach Mettlach. Eine wunderschöne Fahrt entlang der Saar entschädigte uns über so manchen Regentropfen. In Mettlach gingen wir an Bord der "Mettlach" und starteten zu einer Panoramafahrt, mit Schleusengang, auf der Saar zur Saarschleife. Die Tische waren schon für uns eingedeckt und wir stärkten uns mit Getränken und einem Mittagessen und waren voller Erwartung auf die nach Ende der Fahrt auf dem Programm stehende Besichtung der in Mettlach ansässigen Keramikfabrik Villeroy & Boch. Doch ohne Zwischenfall ging es diesmal nicht ab. Gegen Ende der Fahrt verkündigte der Kapitän: "Meine Damen und Herren, es tut uns leid, die Schleuse ist defekt, unsere Ankunft an der Anlegestelle wird sich auf unbestimmte Zeit verzögern". Auch das noch dachten wir, wo doch ab 14 Uhr das Erlebniszentrum von Villeroy & Boch auf uns wartete. Ein kurzes Telefonat bestätigte uns deren Kooperationsbereitschaft, wir durften später kommen, und nicht nur das, extra nur für uns wurde die Öffnungszeit verlängert. Geschafft, jetzt ging es auch mit der Schifffahrt weiter, wir setzten zurück und fuhren in eine andere Schleuse.
Nach der Ankunft im "Hafen von Mettlach" ging es zu Fuß zum nächsten Ausflugsziel: Die schöne Welt der Keramik, der Weg durch das Museum in fünf Etappen.
In den Vorjahren wurde der Zeitpunkt dieses Programmpunkts als "Damenprogramm" ausgeschrieben. In diesem Jahr zeigten auch erfreulicherweise einige Herren Interesse; hatten sie wohl Angst, ihre Frauen würden bei den Angeboten der Kostbarkeiten schwach?
Unser Führer hielt sein Versprechen: es war ein Erlebnis. Zuerst sahen wir in der Keravision einen Film "250 Jahre Villeroy & Boch" mit Sir Peter Ustinov. Danach ging es zur Ausstellung in der Keravision und in die Erlebniswelt Tischkultur. Ein besonderes Augenmerk für einige Teilnehmer war im Keramikmuseum eine Ausstellung von Marc Chagall. Im Infozentrum Bad, Küche, Fliesen und Wellness gab es so manches zu bestaunen, am liebsten hätten sich einige in eine der tollen, neuartigen Badewannen gelegt, denn so langsam spürten wir unsere Füße. Doch unser Führer ließ nicht locker; wenn uns auch der Regen an einem Spaziergang nach draußen hinderte, ermöglichte er uns durch große Fenster einen Blick auf Schinkelbrunnen, Alter Turm, WWF-Pavillion im Park der Alten Abtei mit Erdgeist und dem größten Keramikpuzzle der Welt.
Eine Einkaufsmöglichkeit im Factory Outlet rund um den Marktplatz blieb uns leider "erspart", dort war schon geschlossen. So mancher Ehemann wird erleichtert gewesen sein. Anschließend brachte uns unser Bus wieder zurück nach Trier. Hier hieß es: Fertigmachen zum Abschlussabend.

Delegiertenversammlung 2005

Am Samstag, dem 7. Mai fand in der Aula der Trierer Berufsschule Wirtschaft BWS in der Langstraße die 48. Delegiertenversammlung des Bundesverbandes statt. Mit einer kleinen Verspätung begann die DV um 15:45 Uhr. Wegen technischer Probleme musste leider auf die vorbereitete, animierte Computerpräsentation während der Delegiertenversammlung verzichtet werden.
Zu Beginn bat der BDEF-Vorsitzende die anwesenden Ehrengäste um ihre Grußworten. In Vertretung des durch Terminkollision verhinderten Oberbürgermeisters der Stadt Trier, Helmut Schröer, begrüßte der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Gerd Dahm, die Teilnehmer in der Stadt Trier und wünschte einen guten Verlauf der Tagung. Des weiteren richteten Eckhard Sperber von der Hochwaldbahn e.V., Hermeskeil als gastgebender Verein, der Präsident des europäischen Verbandes MOROP, Michel Broigniez, der Präsident des Schweizer Verbandes SVEA, Urban Rüegger, der Vertreter des österreichischen Verbandes VOEMEC, Helmut Kögler, sowie aus dem hohen Norden vom dänischen Verband DMJU Ib Damm Grußworte an die Teilnehmer. Für den Verband Pro Bahn sprach dessen Vorsitzender, Karl-Peter Naumann die Grußworte und überbrachte auch die besten Grüße und Wünsche von Norbert Hansen dem Vorsitzenden der Allianz pro Schiene.
Anschließend wurden die einzelnen Tagesordnungspunkte abgehandelt, wobei nach der einstimmig erfolgten Entlastung des Vorstandes Vorstandswahlen anstanden. Die Amtszeiten der gewählten Vorstandsmitglieder lief außer für den Stellvertretenden Vorsitzenden (Süd) ab. Satzungsgemäß standen aus diesem Grund die Neuwahlen des Vorsitzenden, der Stellvertretenden Vorsitzenden West und Ost, des Geschäftsführers und des Schatzmeisters an. Eine unmittelbare Wiederwahl war in allen Fällen möglich. Jedoch hatte der bisherige Geschäftsführer Jürgen Dreyer erklärt, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen.
Für die Vorstandswahlen wählten die Delegierten unser Ehrenmitglied und ehemaligen Vorsitzenden Wolfgang Schacht zum Wahlleiter. Gerhard A. Bayer wurde einstimmig für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Auch die Wiederwahl von Helmut Schmitz zum Stellvertretenden Vorsitzenden (West) erfolgte einstimmig. Bei der Wahl des Stellvertretenden Vorsitzenden (Ost) wurde Hans-Werner Bürkner mit einer Enthaltung bestätigt.
Der bisherige Geschäftsführer Jürgen Dreyer stellte sich nicht zur Wiederwahl. Aus der Versammlung wurde Burckhard Kattner (Modell-Eisenbahn-Freunde Hannover Land e.V.) als Kandidat vorgeschlagen. Nach einer kurzen Vorstellung stellte sich Burckhard Kattner der Wahl und wurde einstimmig, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung für drei Jahre zum Geschäftsführer gewählt. Michael Krumm wurde einstimmig zur Wiederwahl als Schatzmeister vorgeschlagen und ebenfalls einstimmig gewählt.
Als Nachfolger von Herbert Wieneke wurde Ernst-Wilhelm Holländer zum Rechnungsprüfer für eine Amtsdauer von zwei Jahren einstimmig gewählt. Zum "Ersatzrechnungsprüfer" wird Peter Weinandt berufen.
Nach den Wahlen übernahm der alte und neue Vorsitzende Gerhard A. Bayer wieder die Versammlungsleitung und dankte dem Wahlleiter Wolfgang Schacht und seinen Assistenten.
Als Beitragssatz für 2006 wurde die Beibehaltung der bisherigen Beitragssätze vorgeschlagen und einstimmig angenommen. Damit ist der Beitrag im fünften Jahr unverändert.
Nach einigen weiteren Informationen erfolgten unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" einige wichtige Ehrungen. Auf Antrag ihres Vereins wurden Günter Roth und Dieter Brückner für ihre Verdienste mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Modelleisenbahnfreunde Gummersbach e.V. erhielt für 40 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit die Ehrenplakette des BDEF.
Dem Verein Hochwaldbahn e.V. überreichte der BDEF-Vorsitzende für die hilfreiche Unterstützung bei der Organisation des 48. Bundesverbandstages in Trier ebenfalls die Ehrenplakette.
Für die neunjährige Tätigkeit als Geschäftsführer des BDEF erhielt Jürgen Dreyer vom Verband die goldene Ehrennadel. Jürgen Dreyer scheidet nach 9 Jahren erfolgreicher Amtsführung aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand aus - er wurde von der DV mit stehenden Ovationen verabschiedet.
Kurz nach 17:30 Uhr endete die Delegiertenversammlung.

Abschlussabend

Ab 19 Uhr brachte uns ein Bus von der Porta Nigra in den kleinen Ort Kasel an der Ruwer. Der Ort ist direkt an der ehemaligen Strecke der Hochwaldbahn (Trier - Ruwer - Pluwig - Hermeskeil) gelegen, die leider nicht mehr befahrbar ist. Unser Ziel war die Gaststätte Paulinerhof, die zum Weingut Christoph von Nell gehört. Das Weingut von Nell wird in der siebten Generation von der Familie von Nell-Breunig bewirtschaftet und baut in den Lagen Kaseler Kehrnagel, Kaseler Nies'chen und Hitzlay insbesondere Riesling, aber auch Spätburgunder an.
Außer einem gemeinsamen Abendessen und gemütlichem Beisammensein mit vielen Gesprächen war für diesen Abend kein weiteres Programm vorgesehen. Die Stimmung der zahlreichen Teilnehmer war prächtig und konnte auch durch einige Unzulänglichkeiten beim Getränke- und Speisenservice nicht getrübt werden. Auch das etwas enttäuschende Preis-/Leistungsverhältnis der vorbestellten Abendessen wurde von vielen großzügig übersehen - zu intensiv waren die Gespräche am offiziellen Ende dieses Bundesverbandstages in Trier. Der Austausch von Erinnerungen, das Erzählen von eigenen Erlebnissen, wie auch das Zuhören, was die Freunde so bewegt und beschäftigt, das sind nun mal die wichtigen Momente einer solchen Veranstaltung.

Modellbahnanlage BSW-Gruppe

Für Sonntagvormittag hatte die BSW-Modellbahn-Gruppe Trier die Verbandstagsteilnehmer in die Vereinsräume im ehemaligen Gebäude der Bundesbahndirektion Trier eingeladen. Die Mitglieder der BSW-Gruppe begrüßten alle BDEF-Teilnehmer mit einer Tasse Kaffee.
Hauptanziehungspunkt war aber natürlich die H0-Modellbahnanlage, die in verschiedenen Baufortschritten einen interessanten und abwechslungsreichen Betriebsablauf zeigt und Städten und Landschaften aus der Umgebung nachempfunden ist. Alleine einige Zehntausend Rebstöcke wurden bisher schon verbaut - bzw. eingepflanzt - um die charakteristischen Weinberge am Moselufer glaubhaft nachzubilden. Als Hauptbahnhof diente die Gleisanlage von Bullay als Vorlage, wobei natürlich die berühmte doppelstöckige Brücke - oben Eisenbahn, unten Straßenverkehr - über die Mosel nachgebildet wurde.
Nach den besonderen Eindrücken dieser hübschen Anlage ergaben sich noch viele Fachsimpeleien im gemütlichen Aufenthaltsraum. Den Mitgliedern der BSW-Gruppe an dieser Stelle herzlichen Dank für die "Sonntagsarbeit".

Moselrundfahrt am Sonntag morgen

Zum Abschluss des Verbandstages in Trier hatten die Organisatoren eine Moselrundfahrt ins Programm genommen. Um 10 Uhr legte das Motorschiff UNDINE II am Zurlaubener Ufer ab und fuhr zuerst in Richtung Pfalzel, der Sommerresidenz der römischen Kaiser und der Trierer Kurfürsten. Das Wetter erlaubte leider nur hartgesottenen Teilnehmern einen Aufenthalt am Oberdeck des Schiffes und damit einen Blick auf die Weinberge. Aber auch vom geheizten Unterdeck aus konnte man die schöne Landschaft bewundern. Auf der Rückfahrt konnte man kurz die Mariensäule, erbaut 1866, im Sonnenlicht erblicken. Nach dem wir kurz angelegt hatten, fuhren wir weiter Richtung Luxemburg. Unter der Kaiser-Wilhelm Brücke hindurch ließen wir die Insel links liegen und näherten uns der Römerbrücke mit ihren Pfeilern aus der Römerzeit (2. Jahrh.) Die Brückenbogen stammen aus den Jahren 1717/18. Am rechten Moselufer waren zwei alte Hafenkräne von 1413 und 1774 zu bewundern. Vorbei an den ehemaligen Klöstern St. Irminen, mit Resten der römischen Hafenbecken, St. Katharinen und St. Martin ging es der Moselschleuse Trier entgegen. Vor der Schleuse drehte unser Schiff und wir fuhren zurück zum Ausgangspunkt unserer Rundfahrt. Rund zwei Stunden lang nochmals Ausblicke auf die Stadt Trier mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten - und die Landschaft genießen. Aber auch noch einmal etwas Zeit, den Verbandstag Revue passieren zu lassen und Ideen für einen kommenden Verbandstag in Kiel zu entwickeln. Der stellvertretender Vorsitzende Helmut Schmitz konnte dann 45 Teilnehmer verabschieden und allen eine gute Heimreise wünschen.

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Letzte Änderung: 10. Oktober 2005 (GB)