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Unser Rundschreiben 2/2005 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

Neu im BDEF: IG Draisine Bleckede e.V.

DB AG Vorstandsbrief

Neu im BDEF: Modelleisenbahnfreunde Wolfsburg

Modellbahn- und Hobbytag in Regensburg

Wechsel im Arbeitskreis Verkehrspolitik

Leserbrief: "Quo Vadis Modellbahn ?"

Wechsel in der Arbeitsgruppe Elektronik

Mallet-Dampflok 11sm soll wieder fahren

Micro-Metakit - aktuelle Info

Herpa Sommer Party

Schienengüterverkehr im Aufschwung

Burkhard Spinnen: Modelleisenbahn

Straßenbahnatlas Deutschland 2005

Messe: transport logistic 2005

Faszination Modellbau Sinsheim 17. - 20. März 2005

Neu im BDEF: Märklin Insider Stammtisch Rhein-Neckar

48. Bundesverbandstag in TRIER vom 5. - 8. Mai 2005

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Ein Ereignis der letzten Tage ist meines Erachtens so wichtig, dass wir ihm gerne den Platz des Editorials widmen wollen: Der Einbruch ins Märklin-Museum vom 18. Januar ist aufgeklärt! (Pressemitteilung der Fa. Märklin): Am 23. März 2005, zwei Monate nach dem spektakulären Einbruch in das Märklin Museum konnte die Kriminalpolizei den Fall aufklären und das Diebesgut sicherstellen. Nachdem in der Nacht zum 18. Januar Unbekannte in das Göppinger Märklin Museum eindrangen und historische Ausstellungsstücke im Wert von mehr als einer Million Euro entwendeten, hatte man alles daran gesetzt, die einmaligen Exponate wieder zu bekommen. Dazu zählten unter anderem Modelle der historischen Spur I sowie alle ausgestellten Fahrzeuge der Spur 0, Schiffe aus der Zeit vor 1910, Dampfmaschinen und unersetzliche Prototypen der Spur 00 (H0). Der rasche Erfolg bei der Wiederbeschaffung ist der reibungslosen Zusammenarbeit der Göppinger Kriminalpolizei mit dem BKA/Interpol Wien zu verdanken. Ein entscheidender Hinweis aus Göppingen, nach dem am Vorabend des Einbruchs ein Fahrzeug mit Wiener Kennzeichen beobachtet worden war, führte zur Festnahme eines Haupttäters am Montagnachmittag (21.3.) in Wien. Er lieferte dann den Hinweis auf zwei weitere Haupttäter, die noch am selben Tag in Treviso in Norditalien festgenommen werden konnten. Die gesamte Beute konnte laut Polizei sichergestellt werden. Ein Teil davon befand sich in Österreich, der Rest in Italien. Die mutmaßlichen Täter stammen alle aus dem ehemaligen Jugoslawien. Laut Polizei gelten drei der Festgenommenen als Haupttäter, drei sollen als Hehler agiert haben. Allein in Wien waren in die Aktion rund 100 Beamte eingebunden. Die Täter wurden von dem Einsatz völlig überrascht und leisteten keine Gegenwehr. "Dank der vorbildlich guten Zusammenarbeit der Kriminalpolizei Österreichs und Deutschlands haben wir unsere Geschichte wieder zurückbekommen. Die erste Lokomotive der Modellbahngeschichte, das "Storchenbein" von 1891, die Prototypen der "Krokodile" und die große Spur 3 Lokomotive "ECE" sind wichtige Meilensteine in der Märklin-Historie, die wir unseren Besuchern künftig wieder zugänglich machen können." sagte Paul Adams, Vorsitzender der Märklin Geschäftsleitung. 
Hinweis für Besucher des Museums: Natürlich werden die wiederbeschafften Exponate so schnell wie möglich wieder im Museum präsentiert, ein genauer Termin hierfür kann zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht genannt werden. ------ Nach Aussage von Roland Gaugele, dem Leiter des Märklin-Museums, wurden einige Teile deutlich beschädigt, da die Exponate von den Tätern nur notdürftig mit Luftbläschenfolie umwickelt wurden und dadurch Schaden nahmen. Der BDEF-Vorstand hat sofort nach Bekanntwerden der Sicherstellung ein Gratulationsschreiben an die Geschäftsleitung der Fa. Märklin gesandt und im Namen aller Mitglieder der Freude über den Erfolg Ausdruck gegeben. Wir freuen uns mit Märklin.

Mit herzlichen Grüßen 
Ihr
Gerhard A. Bayer

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DB AG Vorstandsbrief

Am 16. März informierte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, die Mitarbeiter der DB AG über die Aufsichtsratsitzung vom gleichen Tag. Wir geben den Brief in vollem Wortlaut wieder:

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
bei der Bahn hat heute eine Aufsichtsratssitzung stattgefunden, über deren Ergebnisse ich Sie direkt im Anschluss informieren möchte, weil sie von großer Bedeutung für unser Unternehmen auf dem Weg zu einem führenden internationalen Mobilitäts- und Logistikdienstleister sind. Nachdem wir, wie ich dem Aufsichtsrat berichten konnte, für das Jahr 2004 erstmals aus eigener Kraft ein positives Ergebnis von rund 250 Millionen Euro vermelden können und auch das Jahr 2005 trotz anhaltend schlechten wirtschaftlichen Umfelds gut für uns angelaufen ist, haben der Aufsichtsrat und der Vorstand weitere wichtige Schritte beschlossen, unser Unternehmen so aufzustellen, wie es notwendig ist, um unser Ziel der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig abzusichern - und damit auch die Arbeitsplätze. Auf dem Weg zu diesem Ziel sind wir 2004 wieder einen guten Schritt vorangekommen. Wir haben unser Ergebnis gegenüber Vorjahr um mehr als 420 Millionen Euro gesteigert. Auch der Umsatz und die Verkehrsleistungen sind sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gestiegen. Auf dieses Ergebnis können wir alle - gerade in diesen Zeiten - ein bisschen stolz sein.
Um uns noch schlagkräftiger als bisher aufzustellen, haben wir die Führungsstruktur des Unternehmens den nationalen und internationalen Markt-Erfordernissen angepasst und die Geschäfte näher an den Vorstand herangeführt, um in der Führung schlanker zu werden und schneller reagieren zu können. Der Wegfall einer Hierarchiestufe auf der Ebene der bisherigen Unternehmensbereichsführungen mit eigenem Firmenmantel, Vorstand und Aufsichtsgremium wird so manche Prozesse und Entscheidungen jetzt beschleunigen, da der Abstimmungsbedarf entscheidend verkürzt wird. Die Geschäftsfelder werden künftig direkt von den zuständigen Vorständen aus dem Holding-Vorstand heraus geführt, behalten aber ihre eigene operative Verantwortung wie bisher.
Gleichzeitig haben wir die Organisationstruktur geändert. Anstelle der bisherigen fünf Unternehmensbereiche gibt es jetzt neben dem Vorstandsvorsitzenden und den zentralen Bereichen Finanzen, Personal und Marketing die drei Vorstandsressorts "Personenverkehr", "Transport und Logistik" sowie "Infrastruktur und Dienstleistungen". Während sich außer der neuen Führungsstruktur bei Personenverkehr unter Dr. Karl- Friedrich Rausch, dessen Vertrag um fünf Jahre verlängert wurde, ebenso wenig ändert wie bei Transport und Logistik, bedeutet das für das Ressort Infrastruktur und Dienstleistungen, dass Fahrweg, Personenbahnhöfe und Dienstleistungen sowie die DB Projektbau GmbH unter einer Verantwortung im Holdingvorstand zusammengeführt werden. Außerdem wird es ein neues Vorstandsressort für Verbundthemen in unserem Konzern geben, wozu Beschaffung, Technik inklusive der DB Systemtechnik, Umweltschutz und Qualitätsmanagement sowie die Vertretung der Bahn in internationalen Gremien gehören. Wir wollen damit nicht nur den Systemverbund Eisenbahn stärken, sondern auch deutlich machen, dass die "Eisenbahn in Deutschland" Basis unseres Geschäfts ist und bleibt.
Diesen neuen Bereich wird im Holdingvorstand künftig Roland Heinisch, in Personalunion mit den Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Netz AG, verantworten. Ich glaube, es gibt im Vorstand der Deutschen Bahn keinen, der sich national wie international besser im Systemverbund Eisenbahn auskennt als mein Kollege Heinisch. Das Vorstandsressort Infrastruktur und Dienstleistungen wird Stefan Garber führen, bisher Generalbevollmächtigter für Technik und Beschaffung. Auch Stefan Garber ist jemand, der auf Grund seiner bisherigen Tätigkeiten im Konzern - unter anderem auch bei der DB Netz AG - um die besonderen Erfordernisse eines integrierten Eisenbahnkonzerns weiß. Neuer Generalbevollmächtigter für Technik und Beschaffung wird Dr. André Zeug.
Das Ressort Transport und Logistik wird künftig Dr. Norbert Bensel, bisher Personalvorstand, verantworten. Auf Grund seiner langen Industrieerfahrung und seiner auch bei der Deutschen Bahn äußerst erfolgreichen Tätigkeit in einer schwierigen Zeit bin ich sicher, dass mein Kollege Bensel das Werk fortführen wird, das der Vorstand gemeinsam mit Dr. Bernd Malmström in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat. Mit dem Erwerb von Stinnes und Schenker hat die Bahn einen ganz großen Schritt getan, um zu einem weltweit führenden Transport- und Logistikdienstleister zu werden und die Güterverkehrssparte der Bahn zukunftssicher zu machen. Wie wichtig dieser Schritt war, zeigt nicht zuletzt die überaus erfolgreiche Geschäftsentwicklung bei Schenker im Jahr 2004. Für diese Integration in den Bahnkonzern gebührt meinem Kollegen Malmström, der aus dem Vorstand der Bahn ausscheidet, uns aber als fachkundiger Berater eng verbunden bleibt, ganz besonderer Dank.
Nachfolgerin von Dr. Bensel im Personalressort wird Margret Suckale. Auch sie ist als langjährige Leiterin der Zentralen Rechtsabteilung, zuletzt in Personalunion auch Leiterin Zentrale Stäbe, in unserer Vorstandsarbeit längst eine feste Größe und mit den komplexen Aufgaben in diesem Konzern bestens vertraut.
Was mich bei dieser neuen Führungsstruktur und den daraus resultierenden Personalien besonders freut, ist die Tatsache, dass wir als Bahnkonzern mittlerweile so weit sind, dass wir bei der Besetzung solcher für unsere Zukunft entscheidenden Posten komplett auf eigene Leute bauen können. Auch das ist für mich ein weiterer Beleg dafür, dass wir auf unserem Weg, ein normales Unternehmen zu werden, das wettbewerbsfähig, wirtschaftlich und kundenorientiert arbeitet, kompetent aufgestellt sind.

Herzlichst
Ihr Hartmut Mehdorn

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Modellbahn- und Hobbytag in Regensburg

Thomas Richter vom Dienstleistungszentrum Bildung der Deutschen Bahn AG hatte Modellbahner und Eisenbahn-Freunde eingeladen, am 12. März im Lehrstellwerk Regensburg an einem "Modellbahn- und Hobbytag" teilzunehmen. Das Trainingszentrum Regensburg verfügt über ein in Deutschland einzigartiges Lehrstellwerk, in dem sonst Mitarbeiter der DB geschult werden. Der erfahrene Betriebstrainer Wolfgang Frank stellte sich am freien Samstag zur Verfügung und zeigte, wie die "richtige" Eisenbahn Betrieb macht! Selbst Mitglied der Eisenbahnfreunde Ansbach e.V. hatte Frank zudem großes Verständnis für die Denkweisen von Hobby-Eisenbahnern und würzte seine kurzweiligen Erläuterungen stets mit Hinweisen auf die Hobbybelange.
Leider fanden nicht allzu viele Teilnehmer den Weg nach Regensburg, was aber der hervorragenden Atmosphäre in keiner Weise abträglich war. Vertreten waren Hobbyeisenbahner aus ganz Deutschland - von Berlin über Baden-Württemberg bis Ostfriesland. Unter den Teilnehmern waren auch einige, die beruflich mit Eisenbahn zu tun hatten und dennoch viel Neues und Interessantes mitnehmen konnten. Die Auswahl und die Darbietung der Themen waren einfach optimal. Schwerpunktmäßig wurden folgende Themen angesprochen: Rechtsgrundlagen für den Bahnbetrieb, Sicherungsprinzip der Eisenbahn auf der Strecke und im Bahnhof in Theorie und in der Praxis durch Selbstüben an der Lehrstellwerksanlage mit mechanischem Stellwerk und Gleisbildstellwerk. Auch die Planungsgrundsätze für Signalanlagen (wo stehen Signale, wie plane ich einen Bahnhof?) wurden kurz dargestellt.
Auch die an diesem Tag über Regensburg tobende "Schneewalze" konnte weder den Trainer Wolfgang Frank noch die Teilnehmer davon abhalten im Freigelände die Stellelemente einer Weiche zu studieren und auszuprobieren. Wie im echten Betrieb mussten jedoch erst die Weichenzungen freigeschaufelt werden, da sonst ein vollständiges Umstellen der Weiche nicht möglich war.
Die einhellige Meinung der Teilnehmer an diesem ersten (!) Hobby- und Modellbahntag in Regensburg war, dass man gerne wiederkomme und vor allem in den heimatlichen Bereichen für diese Veranstaltung werben werde. Dem Initiator Thomas Richter und dem Moderator Wolfgang Frank wurde von den Teilnehmern Anerkennung und Dank ausgedrückt.

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Leserbrief: "Quo Vadis Modellbahn ?"

Von unserem Leser Otto von Zedlitz erhielten wir folgenden "Leserbrief", den wir gerne zur Diskussion stellen. Wir würden uns freuen, sowohl aus dem Kreise der Modellbahner, wie auch von Herstellern, Meinungsäußerungen dazu zu bekommen.

Zu Weihnachten 1950 bekam ich meine erste Märklin-Lok, eine TM 800, ohne Trafo und ohne Schienen. Wir lebten zu dieser zeit in St. Jakob am Arlberg. An Schienen war dort nicht zu denken.
Die Lok wurde somit auf der Balkonbrüstung hin und her bewegt, sie wurde im Laufe der Jahre Hunderte Male zerlegt, repariert und verbessert. Dies alles hat sie überstanden und vor drei Jahren konnte ich ihr ein neues Zahnradgetriebe (original) spendieren. Die Lok funktioniert wie am ersten Tag. Erst 1952, ich ging jetzt in Bad Godesberg ins Gymnasium, hatte Omi die fehlenden Gleise und auch Waggons spendiert.
Ein paar Jahre später sah ich bei "meinem" Spielwarenhändler eine V 200 im Schaufenster. Der Preis lag irgendwo bei 30,- DM. Dies konnte mein Sparschwein finanzieren und somit wurde der Kauf sofort bewerkstelligt. Doch ich musste das gute und kostbare Stück im Schaufenster zurücklassen! Mein Händler hatte sie als Ausstellungsstück von der Messe mitgebracht - erst einen Monat später durfte ich sie mit nach Hause nehmen.
Es war meine zweite Lok. Auch sie existiert und fährt wie am ersten Tag, obwohl sie verbessert wurde und z.B. einen Führerstand erhielt.
Gespielt wurde meist zusammen mit Freunden. Bei demjenigen, bei dem sich gerade der Platz anbot, wurde das vorhandene Material aufgebaut und dabei entstanden oft zimmerfüllende Großanlagen, mal auf dem Fußboden, mal vom Tisch ausgehend über Bretter, Schränke, Fensterbänke und auch Betten. Gefahren wurde stets bis zu einer größeren Betriebsstörung, meist in Form eines unauffindbaren Kurzschlusses.
Und heute?
Die Modelleisenbahn ist immer noch schön, die Modellvielfalt ist grenzenlos, die Modelle sind perfekt . . . aber zum freien Spielen ungeeignet und viel zu teuer, ja unbezahlbar.
Die Modelleisenbahn hat sich vom Vater/Sohn-Spielzeug zum exklusiven Hobby für "gut betuchte" Erwachsene gewandelt. Ich kann mich erinnern, dass diese Entwicklung absehbar war und vor Jahren in einzelnen Zeitschriften schon angemahnt wurde.
Ich versuche einmal der Sache auf den Grund zu gehen und fange mit ein paar Zahlen an:
- Das statistische Durchschnittseinkommen beträgt etwa 2500,- Euro,
- Das Durchschnittseinkommen eines Arbeitnehmers mit Familie etwa 1600,- Euro.
Ein Vergleich zwischen dem 1. Februar 1994 und dem 1. Februar 2004 (10 Jahre) ergab bei mir:
- Einkommenssteigerung 22,4 % (Tendenz bei vielen jetzt rückläufig!),
- Steigerung der Fixkosten 47, 3 % !! Nicht enthalten sind eventuelle Miete, gestiegene Benzinpreise und zusätzliche Selbstaufwendungen, z.B. im Bereich Medizin.
- Preissteigerung bei der Modellbahn ca. 70 % (30 % bis 130 %). Berücksichtigt sind dabei nur vergleichbare Artikel in vergleichbarer Technologie.
Wenn man ältere Kataloge wälzt, stellt man zusätzlich fest:
- bis in die 70er Jahre waren etwa 40 bis 50 Prozent des Kataloginhalts "taschengeldfähig", weitere 30 Prozent hatten "Großelterntarif" und nur der rest war "Luxusklasse",
- Heute sind maximal - je nach Hersteller - 5 bis 15 Prozent taschngeldgerecht, maximal 20 Prozent sind Großelterntarif, der große Rest ist purer Luxus!
Ein paar Beispiele:
- Ein VT 601 in H0, siebenteilig, für fast 1000,- Euro ist für mich ein Kleinserienmodell! (das sind nahezu 2000,- DM - nicht vergessen!).
- Eine Baureihe 012 für ca. 370,- Euro ist ebenso indiskutabel.
- Ebenso eine Weiche für 15,- Euro (50,- DM!) oder für ein Standardgleis für 2,- bis 3,- Euro. Wer hätte je 6,- DM für ein gerades Gleisstück ausgegeben?!
Hier wird selbst eine kleine Anlage zu einem teueren Unterfangen und obendrein ist der Spielwert gegenüber einer gleichwertigen Computeranlage geradezu lächerlich. Mit welchem finanziellen Aufwand ist hier überhaupt erst ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen? Die sinkenden Stückzahlen bei den Herstellern sprechen ja eine allzu deutliche Sprache.
Für einen robusten Spielbetrieb im Bodenaufbau ist das Material ohnehin viel zu kompliziert und empfindlich. Ausgenommen sind hier natürlich die großen Spurweiten, allen voran LGB. Aber hier spielt wieder der Platzbedarf und das Preisniveau die entscheidende Rolle.
Ein gravierender Grund für die Preistreiberei sehe ich im bestehenden Perfektionismus, der gerade perverse Züge angenommen hat: Maßabweichungen werden bereits in Zehntelmillimeter kritisiert! Ein Beispiel ist die neue BR 18 von Fleischmann, bei der die Loklänge um 1,4 mm und die Pufferhöhe um 0,4 mm abweichen.... (unerhört, so eine Schlamperei dem werten deutschen Modellbahner zuzumuten ?).
Da wird über die Sandfallrohre einer Lok geschwärmt, die sich nun "endlich" in der Radlaufebene befinden....
Man bewundert ausdrücklich die Drehgestelle des ICE 3, da nun endlich ein "zeitgemäßes" Niveau erreicht wurde!
Der Sammler, der das alles erfreut oder enttäuscht zur Kenntnis nimmt, schaut sich nach dem Kauf das gute Stück einen Tag lang mit der Lupe und Schieblehre an und macht auch noch eine intensive Probefahrt. Wenn die Lok dann Glück hat, landet sie in der Vitrine, sonst im Originalkarton und dann bis zum Erbfall im Schrank.
Dafür hat der Hersteller den ganzen Aufwand getrieben? Nicht ganz. Da sind noch die Fachjournalisten, die mit kritischer Modellbesprechung und diversen Tests die Seiten ihrer Zeitschriften füllen und mit Kritikpunkten ihre Sachkompetenz beweisen. Die Folgen spüren wir alle: Die Preise sind in diese unermesslichen Höhen getrieben worden!
Ich warte derzeit auf den Tag an dem der erste Kompetenzträger unter dem Mikroskop die Größe der Schraubenimitation am Radlagerdeckel eines Minden-Deutz-Drehgestells nachmisst (das Gemeckere an den neuen ROCO-Silberlingen lässt hier noch einiges erwarten!).
Eines steht fest: Der taurus von PIKO für 40,- € ist im Betrieb auf einer Anlage vom ROCO-Taurus für 200,- € auch nur mit der Lupe zu unterscheiden.
Andrerseits: Wer Hochpreismodelle haben und bezahlen will, der soll diese auch bekommen, doch dies darf niemals die Produktpalette dominieren.
Meine Vorstellung zu einer bezahlbaren Modelleisenbahn sieht etwa so aus:
Lokomotiven je Achse 20,- € maximal (ggf. analog mit Schnittstelle, egal ob AC oder DC),
Waggon je Achse 7,50 € maximal,
gerades Normalgleis 1,- €, Elektroweiche 15° um 15,- €,
Digitalausstattungen grundsätzlich extra, wer den Einbau nicht bewerkstelligen kann, hat ja schließlich seinen Händler oder Service-Mann.
Außerdem kann ich mir grundsätzlich auch Loks und Wagen als Bausätze vorstellen. Bei Märklin ist das ja lange gelaufen und wurde erst im Zuge des rapide steigenden Wohlstandes wieder eingestellt. Selbst das "Krokodil" 3015 ist noch geraume Zeit als Ersatzteile-Bausatz verkauft worden (allerdings auch ein teures Vergnügen).
Apropos "Krokodil": Hier hat Märklin schon einmal auf eine Flaute reagiert. Die CCS 800 steht 1950 für 100,- DM im Katalog. Im Katalog 1959 ist sie für nur noch 78,- DM zu haben. Da konnten auch Großeltern schon einmal zu einem Geschenk überredet werden.
Märklin hatte sein gesamtes Sortiment um mehr als 20 Prozent im Preis zurückgenommen. Erst 1965 stiegen die Preise wieder, das Krokodil auf 85,- DM, um dann 1975 letztmalig im Katalog zu erscheinen, jetzt für 249,- DM ! Sie war zu teuer geworden, so die Begründung aus dem Hause Märklin.
Heute erhält man für diese Summe gerade noch eine popelige BR 218.
Dass es auch anders geht, zeigt uns der Blick nach Amerika:
Eine normale Diesellok kostet weit unter 99,- $. Dabei steht die Detaillierung unseren Hochpreisloks in nichts nach, meist sogar verbunden mit überlegenen Fahreigenschaften! In den USA bevorzugt man robuste Antriebe und starke Motoren für lange Züge bei bezahlbaren Preisen. Dabei erfolgt die Fertigung weitgehend in den USA selbst. Man hat offensichtlich erkannt, dass es sich bei dieser Materie um ein Hobby handelt und nicht um existenzielle Investitionen.
Ganz eigenartig ist man berührt, wenn man feststellt, dass Loks oder Wagen aus deutscher (oder auch europäischer) Fertigung in Miami oder Phoenix wesentlich billiger zu haben sind! Für manches Modell nach US-Vorbild lohnt da schon ein Kurztrip mit einer Billig-Airline.
Ein Beispiel für amerikanische Preisgestaltung ist die "Challenger" von Athearn: 315 bis 360,- Euro, je nach Lieferant. Mit Elektronik und Sound. Die Lok hat 17 Achsen, das ergibt einen Preis je Achse von etwa 20,- Euro im Mittel. Der "Big Boy" aus hiesiger Fertigung kostet ca. 700,- Euro, das ergibt bei 19 Achsen einen Preis von 36,80 Euro/Achse.
Als Sammler bin ich mittlerweile zu einer Einsicht gekommen: Die Modelleisenbahn ist keine Wertanlage mehr!
Wertbeständig ist - von vereinzelten Ausnahmen abgesehen - nur Material, das etwa bis 1960 gefertigt wurde. Aber selbst hier sind schon Einschränkungen erkennbar.
Aus bekannten biologischen Gründen - und weil ausreichend Nachwuchs fehlt - werden in den nächsten Jahren Tausende, teilweise riesige, Modellbahnsammlungen auf den Markt kommen, für die kein ausreichendes Käuferpotenzial vorhanden ist. Der Markt wird mit gigantischen Mengen gebrauchter Modellbahnartikel aller Art überschwemmt. Gleichzeitig will die Modellbahnindustrie ihre Arbeitsplätze erhalten. Dabei fehlt nach wie vor eine massive Nachwuchspflege.
Die derzeitige Marktentwicklung am Beispiel ROCO BR 01: Als die Lok als 01 111 auf der Messe erschien wurde das Ereignis euphorisch gefeiert. Die Lok wurde in großen Berichten mit doppelseitigen Großfotos vorgestellt und war für 60,- bis 70,- Euro zu kaufen. Nach kurzer zeit ging es los mit der Kritik. Vergleichende Tests u.a.m. veranlassten den Hersteller zu einer kontinuierlichen "Modellpflege" und der preis kletterte auf mittlerweile ca. 300,- Euro. Bei einer Börse werden dann für das Ausgangsmodell gerade mal 20,- Euro geboten! Wertanlage?
Zu diesen Problemen gesellt sich das absolut verheerende Image des deutschen Eisenbahnwesens, vor allem jenes der Deutschen Bahn AG. Dieses Deutsche Bahn AG ist das Synonym für Unfähigkeit, Fehlleistungen und Destruktion. Die Führungsebene "glänzt" durch unsäglich peinliche Auftritte in der Öffentlichkeit und das Outfit der Eisenbahninfrastruktur ist mehr als beschämend. Hier seien überwucherte, verkrautete und vergammelte Bahnanlagen genau so zu nennen, wie schmuddelige, verschmierte Bahnhofsruinen. Wie soll unter diesen Umständen ein Kind oder gar ein Jugendlicher motiviert werden, sich mit dem Hobby Eisenbahn zu befassen?
Nur wenn ich mich in die Bücher von Maedel oder Bellingrodt "versenke", bekomme ich eine Ahnung, warum ich einst mit diesem Hobby angefangen habe. Leider sind beim Vorbild keine Änderungen zu erwarten, ich meine sogar, der Zustand ist gewollt.
Noch eine Sache hat sich in den letzten Jahren entwickelt, die dem Hobby in der Breite unter Umständen nicht nur zuträglich ist: Die riesigen Ausstellungsanlagen und ihre Perfektion. Während der letzten Ausstellung die unser Verein organisiert hat, war Entsprechendes zu hören: "Für so eine Eisenbahn haben wir keinen Platz", "Das kann ich nie bauen", "Warum stellen Sie keine Anlage aus, die man unter das Bett schieben oder an die Wand klappen kann?".....
Vielleicht sollte auf solche Stimmen einmal gehört werden. Auf jeden Fall müssen Initiativen ergriffen werden, sonst sind diese schönen Superanlagen eventuell der Schwanengesang der Modelleisenbahn.
Für mich bleibt es dabei "Quo Vadis Modellbahn?"
Otto von Zedlitz

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Mallet-Dampflok 11sm soll wieder fahren

Nach der letzten Fahrt der Mallet-Dampflok 11sm der Brohltal-Eisenbahn-Gesellschaft aus eigener Kraft am 29. Januar 1966 wurden sämtliche Leistungen auf den Gleisen der Brohltalbahn von Diesellokomotiven erbracht, die 11sm wurde abgestellt und wechselte vorübergehend in das Eigentum der DGEG. Inzwischen gelang der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V. (IBS) der Rückerwerb der 11sm. Heute ist diese letzte originale Brohltalbahnlokomotive, die in ihrer Bauart typisch für viele Schmalspurbahnen und zudem eine der wenigen erhaltenen Schmalspur-Lokomotiven der Epoche um 1900 ist, im Lokschuppen Brohl hinterstellt.
Ziel der IBS ist es nun, dieses eisenbahnhistorische Kleinod 11sm wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und mit der Lok regelmäßige Fahrten auf der Tal- und, wenn die wiederaufgearbeitete Lok 11sm dazu geeignet ist und eine entsprechende Genehmigung hierzu erhält, auch gelegentliche auf der Steilstrecke durchzuführen. Wie die überaus erfolgreichen Gasteinsätze der Mallet-Lokomotiven 99 5902 und 99 5901 der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) in den Jahren 2002 und 2003 auf der Strecke der Brohltalbahn zeigten, besteht nicht nur bei eingefleischten Eisenbahnfreunden ein erhebliches Interesse an solchen Fahrten.
Die Malletlok 11sm ist nicht nur ein wichtiges Stück Geschichte der Brohltalbahn, sondern allgemein für die Eisenbahn- und Schmalspurbahngeschichte von großer Bedeutung.
Helfen Sie mit, damit die schwerste und leistungsfähigste heute in Deutschland noch erhaltene Schmalspurdampflok der Bauart Mallet bald wieder über ihre angestammte Strecke dampfen darf.
Die Aufarbeitung und die Wiederinbetriebnahme einer Dampflok wie der Brohltalbahn-Mallet 11sm ist eine vom Arbeitsaufwand und Finanzbedarf her so anspruchsvolle Aufgabe, dass nur die wenigsten Vereine in der Lage sind, diese Aufgabe ohne Hilfe von außen zu meistern. Hier kommt es wesentlich auf die aktive Mithilfe vieler Eisenbahnfreunde an, damit solche Träume Wirklichkeit werden.
Bei der anstehenden Wiederinbetriebnahme der Dampflokomotive 11sm müssen einige Einzelteile neu gebaut werden. Beim Fahrwerk läuft ebenfalls vieles auf eine Neuherstellung hinaus. Die nötigen Arbeiten sind von Fachbetrieben auszuführen. Dies alles ist in Brohl mit den zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Möglichkeiten nicht zu bewerkstelligen, denn schließlich darf der tägliche Betrieb der Brohltalbahn nicht behindert werden. Auch wenn einige Arbeiten kostenneutral von Vereinsmitgliedern erbracht werden können, kann eine umfassende Aufarbeitung nur in einem Ausbesserungswerk stattfinden. Überschlägige Kostenermittlungen gehen von einem Finanzbedarf von rund 400.000,- Euro aus.
Die Einzigartigkeit der Lok als Kulturgut der Brohltalbahn sollte uns die Sache und die Summe jedoch wert sein. Außerdem würde Lok "11sm" mit dem historischen "Vulkan-Express", dem Wagen VB 50, für besondere Anlässe den würdigen Rahmen bieten. Auch als lebendes Museumsstück ist Lok "11sm" für uns notwendig. Sie stellt das historische Sinnbild für unsere Brohltalbahn dar. Langfristig wollen wir auf dieses für die Brohltalbahn so wichtige und markante Fahrzeug nicht verzichten. Unser Spendenziel: 400.000,- €. Als unser Dankeschön für Ihre Spende erhalten Sie ab einer Spende von:
50,- € ein Spendenzertifikat
500,- € eine historische Aktie der Brohltal-Eisenbahn
1.000,- € eine Fahrt im ersten 11sm-Zug
Spendenkonto: 518 548
bei der Kreissparkasse Ahrweiler
BLZ 577 513 10
Verwendungszweck: 11sm
Eine Spendenaktion der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn (e.V.)
Kapellenstraße 12, 56651 Niederzissen
Die IBS ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

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Herpa Sommer Party

Herpa startet in den Sommer. Am 25. Juni 2005 steigt die große Herpa Sommer Party mit vielen Attraktionen. Von 9 bis 18 Uhr öffnet die Firma ihre Werkstore in Dietenhofen, um mit ihren Fans zusammen zu feiern. An diesem Tag wird auch der deutlich vergrößerte eXtra-Shop mit vielen Schnäppchen und Raritäten eröffnet. Herpa lädt deshalb seine Kunden und Freunde ein, einen unvergesslichen Tag mit Herpa zu feiern. Das bietet Herpa zum Sommerfest: Modell-Highlights im erweiterten eXtra-Shop, eine Werksbesichtigung der Druckerei und der Spritzerei, Workshops, unter anderem mit Anleitung zum Dioramenbau, neue Exponate im Herpa-Museum, eine Show mit Trucks, PKW- und Feuerwehr-Fahrzeugen, Hüpfburg, Kart-Race und RC-Parcours für die jungen Gäste, ein zusätzliches Programm für die Damen, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Jeder Besucher erhält kostenlos ein limitiertes Modell ! Herpa Miniaturmodelle GmbH, Tel.: 09824 951964, Fax: 09824 9514964, e-Mail: kaschelo@herpa.de 

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Burkhard Spinnen: Modelleisenbahn

Der Bezirksverein Berlin-Brandenburg des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin regelmäßig Vorträge zu Themen der Technikgeschichte und -kultur. Ein Thema dieser Vortragsreihe mit dem Untertitel "Technik und Vergnügen" sollte sich der Modelleisenbahn widmen: Modelleisenbahn-Spieltrieb, Allmacht und Nostalgie im kleinen Maßstab. Technik und Vergnügen, wie kann man unser Hobby, die Modelleisenbahn, passender beschreiben? Und so fand sich natürlich auch ein Leidgeplagter, der das Thema in seinen vielfältigen Facetten durchlebt hat, der Schriftsteller Dr. Burkhard Spinnen aus Münster. Seine Erfahrungen dazu hat er unter dem Titel "Modelleisenbahn" niedergeschrieben. Burkhard Spinnen, geboren 1956, bekannt für seine trockene Erzählweise, immer gewürzt mit feinem Humor und dessen Geschichten immer in einer verblüffenden Pointe enden (u.a.: "Kalte Ente" und "Langer Samstag", zum Thema Technik: "Der schwarze Grad") hat hier seinen Leidensweg als Modelleisenbahner offenbart.
Der Beginn als Fünfjähriger, hier bekommt er zu Weihnachten vom Vater, der damit selbst seinen Jugendtraum erfüllt, eine Modellbahnanlage geschenkt, endete in einem Desaster. Man konnte mit den zwei Zügen - Personen- und Güterzug - nur entweder rechtsherum im Kreis fahren oder linksrum, man konnte die Güterwagen mit Bauklötzen beladen oder ein Wettrennen beider Züge veranstalten und damit waren alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Es fand sich zum Glück ein Cousin, dessen Interesse an diesem Geschenk ausgeprägter war und die Platte dann übernahm. Die zweite Verführung, so wie Burkhard Spinnen es nennt, fand dann 30 Jahre später statt. 1990 begann er eine Geschichte zu schreiben, in der eine Modelleisenbahn im Mittelpunkt stehen sollte. Und da man ja nur über etwas schreiben kann, worüber man zumindest ein paar Grundkenntnisse besitzt, kam es zu einem Schritt der Folgen haben sollte. Zuerst kaufte er einige Kataloge und Zeitschriften, bald schon Schienen, Züge und Häuser in der Nenngröße H0 und schon war das Arbeitszimmer mit dem, was mal eine Modellbahnanlage werden sollte, voll gestopft, in dessen Mittelpunkt eine Tischlerplatte von 2,40 x 1,20 m stand. Aber es endete wie 30 Jahre vorher: Trotz aller gestalterischer Tricks und wissenschaftlicher Durchdringung, es konnte entweder nur im Kreis gefahren werden oder 2,20 m hin und her. Dazu brauchte eine Lokalbahnlokomotive von 1890 mit vorbildgerechten 30 km/h nur 23 Sekunden, die preußische Schnellzuglok S10 sogar nur etwas mehr als fünf Sekunden! So kam es wieder wie es kommen musste: Die Quadratur des Kreises schlug fehl. Dem folgenden Versuch, als Spielbahner eine Bahn in der Nenngröße IIm, also eine Gartenbahn, auf dem Fußboden des Arbeitszimmers aufzubauen, waren nur wenige Tage beschieden. Der Zufall führte dann dazu, dass im örtlichen Bürgerhaus ein Treffen der FREMO stattfand. Das war's! Und wenn man das Ganze nun noch in der Nenngröße N baut, was tun sich einen da für Welten auf? Also wurden jetzt Module gebaut mit den unterschiedlichsten Motiven, die dann die meiste Zeit zu Hause in der IKEA-Regalwand ruhten. Diese glückliche Phase, in der das Hobby mit größter Wissenschaftlichkeit betrieben und die ästhetische Seite voll ausgelebt wurde, dauerte dann etwa drei Jahre. Sogar eine prächtige Paradestrecke vom Sheepwood-on-River bis an den Berliner Alexanderplatz rückte in nähere Erwägung. Aber da, nach einigen Überlegen, wurde ihm doch nicht nur der Surrealismus diese Angelegenheit klar, sondern auch, dass er sich wieder mal auf den Holzweg begeben hatte.
Ein Besuch im Museums-BW Bochum-Dahlhausen brachte die Wende und weckte seine Begeisterung für die Dampflok. Welche Faszination, was waren das für Maschinen! Man sah das Leben in ihnen, fühlte ihre Kraft. Fortan beschloss er, sich ihnen ganz hinzugeben - als Sammler. Er schwur allen Platten und Modulen endgültig ab, zwei Meter Teststrecke und möglichst viele Dampfloks - natürlich in H0. Also wurde wieder einmal das gesamte rollende Material unter erheblichen Wertverlust eingetauscht. Die Ehefrau trug es mit Fassung.
Und damit kam Burkhard Spinnen zu einer Referenz an die anwesenden Damen, natürlich mit einem Schuss Polemik versehen. "Wie kommt es", fragte er, "dass die allermeisten Frauen die Modellbahn (und den Modellbahner) wie den Gottseibeiuns meiden?" Und er gibt auch gleich zu, darüber nur Vermutungen anstellen zu können. Seine Theorie: Frauen begeistern sich nicht für die große und die kleine Bahn, weil, Zitat: "sie nicht den Traum vom Ausgleich zwischen Mensch, Natur und Technik träumen wollen". Und er sieht es darin, für Frauen ist die Technik nur Mittel zum Zweck. Aber hier will der Berichterstatter keinen Anflug einer eigenen Interpretation einbringen, dazu ist das Thema zu heikel. Der Leser urteile bitte selbst.
Ein Kapitel widmet Burkhard Spinnen dazu, was die anderen sagen, d.h. zum sozialen Stand des Modelleisenbahners in der Gesellschaft. Und er bringt es damit auf den Punkt: Zitat: "Über jedem Modelleisenbahner hängt, scharf geschliffen und am seidenen Faden, das Schwert der öffentlichen Meinung. Denn die öffentliche Meinung vertritt zynisch grinsend die Auffassung, dass der erwachsene Mann, der sich zur Modellbahn bekennt, im besten Falle ein infantiler, egomaner, unsozialer und verklemmter Volltrottel ist". Es gibt Passionen einzelner Zeitgenossen, die nur Kopfschütteln hervorrufen, die aber wiederum bei anderen Menschen auf Verständnis, sogar auf Bewunderung stoßen. Das trifft aber für den Modelleisenbahner mitnichten zu. Und Spinnen behauptet weiter, dass unter Frauen der Modellbahner als Gräuel schlechthin fungiert und vermutet, neben ihm erschienen dort selbst der Kegler und der Rosenzüchter als geradezu sexy. Aber wer kennt das nicht: Man stellt stolz seine Neuerwerbung oder was auf der Anlage neu geschaffen wurde der Familie oder den Nichteisenbahner-Freundeskreis vor und erntet nur spöttische bis hämische Bemerkungen.

Fazit: Das Buch ist ein Muss für den Modelleisenbahner. Hier ist jemand, der Verständnis hat, der gleiches durchgemacht hat, der einem aus der Seele spricht.
Burkhard Spinnen: Modelleisenbahn, Deutscher Taschenbuch Verlag München 1998, ISBN 3-423-20217-3, 8,00 €. Der Berichterstatter hat das Buch auch schon in gut sortierten Modellbahngeschäften gesehen.

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transport logistic 2005

10. Internationale Fachmesse für Logistik, Telematik, Güter- und Personenverkehr 31.5. - 3.6.2005
Neue Messe München

Erstmalig präsentiert sich der BDEF den Fachbesuchern auf dieser bedeutenden Fachmesse für Güter- und Personenverkehr. Sie finden uns in Halle B4, Stand 130.
Die transport logistic 2005 spiegelt die hervorragende Rolle von Verkehr und Logistik bei wachsender Globalisierung wieder. Hochkarätige Teilnehmer und ein umfangreiches Rahmenprogramm zeichnen die transport logistic aus.
Bereits die letzte Messe im Jahr 2003 besuchten rund 40.000 Fachbesucher aus 81 Ländern. Der Auslandsanteil bei den Ausstellern stieg im Vergleich zur Vorgängerveranstaltung um 84 Prozent, bei den Fachbesuchern um 35 Prozent. Auch für 2005 zeichnet sich ein Anstieg der internationalen Aussteller und Besucher ab: "Die transport logistic hat sich als europäische Leitmesse der Branche etabliert. Wir erwarten, dass sie sich in 2005 noch erfolgreicher positioniert und wir eine weiter zunehmende Internationalisierung bei Ausstellern und Fachbesuchern verzeichnen können", prognostiziert Detlev R. Gantenberg, Geschäftsführer der Messe München GmbH.
Die transport logistic präsentiert alle wichtigen Themen aus den Bereichen Logistik und Telematik, innerbetrieblichem Transport und Materialfluss sowie Güter- und Personenverkehr. Mit diesem speziellen, ganzheitlichen Konzept ermöglicht die Messe München zum zehnten Mal sowohl den Erfahrungsaustausch der Unternehmen untereinander, als auch die zielgruppengerechte Ansprache des hoch qualifizierten Fachpublikums. Beteiligt sind nicht nur Aussteller aus der Wirtschaft, sondern auch aus den Bereichen Forschung und Entwicklung.
Besonderer Anziehungspunkt der Messe ist das umfangreiche Begleitprogramm mit zahlreichen internationalen Foren, Workshops und Kongressen. Im Gespräch mit hochkarätigen Experten aus Industrie, Transportwirtschaft, Forschung und Politik erhalten Fachbesucher wie Aussteller die Möglichkeit, Informationen aus allen Transportbereichen mit dem eigenen Wissen zu verbinden und dank nützlicher, praxisbezogener Tipps für das eigene Unternehmen zu verwenden. Im Rahmen der transport logistic 2005 treffen sich die wichtigsten Branchenvertreter u.a. bei der "EurailFreight", einem Fachkongress für den Pan-Europäischen Schienengüterverkehr.
Mehr Informationen im Internet unter www.transportlogistic.de .

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Neu im BDEF: Märklin Insider Stammtisch Rhein-Neckar

Das Internet brachte den Stein ins rollen. Über dieses moderne Medium fanden Märklin Insider im Großraum Mannheim-Heidelberg-Karlsruhe heraus, dass es in ihrem näheren Umfeld durchaus Gleichgesinnte gibt, die ihr Hobby bislang eher im Verborgenen ausübten. Schnell war der Gedanke geboren, sich nicht nur virtuell im Internet (in diversen Foren) sondern auch einmal persönlich zu treffen.
Man war sich schnell einig, ein zwangloser Stammtisch wäre eine gute Sache. Und so kam es, dass sich am 15.10.2003 zehn Modellbahner aus dem Raum Speyer in der Domhof Brauerei zur Gründung des ‚MIST Rhein-Neckar Speyer' zusammengefunden haben. Der Name MIST steht herbei für Märklin Insider Stammtisch. Bereits zum zweiten Treffen im November 2003 kamen 15 Interessierte und nachdem auch die Presse über den Stammtisch berichtet hatte, zählt dieser heute fast 20 feste Teilnehmer. Weitere 30 Hobbybahner kommen, wenn es der Termin erlaubt, regelmäßig hinzu, so dass an gut besuchten Stammtisch Abenden schon mal 40 - 50 Modellbahner rege über die (Modell-) Bahn diskutieren.
Die ersten Zusammenkünfte dienten noch dem gegenseitigen Kennenlernen und dem reinen Austausch von Informationen. Heute werden die Abende jeweils vorab thematisch geplant. Themen wie Modulbau, Digitalisierung, Steuerungssoftware, Neuheitenvorstellung, Reparaturtipps oder auch Selbstbau von Bäumen und Modellen stehen auf der Tagesordnung. Die große Modellgleis-Sammlung eines Mitgliedes ermöglicht den schnellen Aufbau einer variablen digitalen Tischanlage, so dass die Modelle auch im Fahrbetrieb begutachtet werden können. Eine fest installierte Analoganlage steht ebenfalls zur Verfügung.
Gemeinsame Ausflüge zu Betriebsbesichtigungen oder zu Messen wurden bereits geplant und durchgeführt - weitere werden folgen, wobei hier die Schwerpunkte nicht nur auf der Modellbahn ruhen. Auch die ‚Vorbild Bahn' hat ihre Fans und findet Berücksichtigung.
Der Märklin Stammtisch Speyer ist kein fest strukturierter Verein im Sinne des "e.V.", sondern stellt eine zwanglose Vereinigung von Modellbahnern dar, die mit Gleichgesinnten fachsimpeln und Informationen austauschen wollen.
Man trifft sich immer am zweitletzten Mittwoch des Monats ab 19 Uhr im Nebenzimmer des AV03 Clubheims in der Raiffeisenstraße in Speyer. Die Stammtischler des MIST Rhein-Neckar freuen sich über weitere Modellbahner, die gerne über ihr Hobby diskutieren und das gemütliche Beisammensein schätzen. Schauen Sie doch einfach mal vorbei.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mist-rhein-neckar.de  oder bei Ulrich Klumpp, Hafenstr. 18, 67346 Speyer, Tel. 06232 677741, Fax 06232 677742.

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Neu im BDEF: IG Draisine Bleckede e.V.

Mit Muskelkraft von Bleckede nach Alt Garge: Mit Beginn des Frühlings wird die Draisinensaison eröffnet. Ab Mai können Eisenbahnfans und Familien, Kegelclubs und Reisegruppen auch im Landkreis Lüneburg kräftig in die Pedalen treten: Am 1. Mai will die Interessengemeinschaft (IG) Draisine Bleckede e.V. auf der Strecke Bleckede - Alt Garge den Betrieb mit Fahrraddraisinen aufnehmen. Die 6,5 km lange Strecke wurde 1944 als Werksbahn des Kraftwerks Osthannover der Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) erbaut. Bis zur Stilllegung 1974 führten zudem die Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE) auf der Strecke einen beschränkt öffentlichen Personenverkehr durch. Bevor die Strecke jetzt wieder genutzt werden konnte, mussten die Mitglieder des im September 2004 gegründeten Vereins die Gleise erst einmal wieder freilegen. Bäume und Gestrüpp, die seit der Stilllegung auf dem Bahndamm wuchsen, machten einen Betrieb unmöglich.
Die Fahrt mit der Draisine ist ein neuer Freizeittrend. Immer mehr Urlauber und Tagesgäste entdecken das alte Fortbewegungsmittel. Mit der Eröffnung der ersten Draisinenstrecken in Deutschland begann auch das Revival der Draisinen. Die Strecke Bleckede - Alt Garge, die durch das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue verläuft, ist durch die abwechslungsreiche Landschaft aus besonders attraktiv: Getreidefelder und Weiden, Wälder und Wiesen links und rechts der Bahngleise wechseln einander ab, unweit des Streckenendes in Alt Garge besteht zudem ein Zugang zur Elbe.
So ganz neu ist die Initiative auch in Bleckede nicht, bereits vor 15 Jahren organisierte Ernst Tipke, damals Leiter der Heimvolkshochschule im Bleckeder Schloss und heute 2. Vorsitzender des Draisinenvereins, für Seminargruppen Draisinenfahrten Richtung Alt Garge.
Kontakt: IG Draisine Bleckede e.V., Fritz-von-dem-Berge-Straße 17, 21354 Bleckede, Tel.: 05852 9519943, Fax: 05852 9519942, e-Mail: info@draisinentour-elbtalaue.de , Internet: www.draisinentour-elbtalaue.de 

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Neu im BDEF: Modelleisenbahnfreunde Wolfsburg

Im Oktober 1975 gründeten zehn Modellbahnfreunde unseren Verein als Interessengemeinschaft. Ziel der Gruppe war es, sich gegenseitig beim gemeinsamen Hobby zu helfen und Neuigkeiten zum Vorbild und Modell untereinander auszutauschen. Außerdem fanden immer wieder Fahrten zu Messen und Ausstellungen, u. a. zur Nürnberger Spielwarenmesse, statt.
Seit 1987 wird von dem ursprünglichen Vorhaben, KEINE eigene Anlage zu betreiben, abgewichen, indem sich viele Mitglieder dem Bau von Modulen nach Nordmodul-Standard widmen. Seitdem wurden ständig neue Module gebaut und die bestehenden immer weiter optimiert. So können wir heute auf eine Gesamtlänge aller H0-Module von ca. 40 Metern verweisen. Die Module werden im Zweileiter-Gleichstrom-System betrieben, mit elektronischer Blockstrecken-Steuerung. Mit Teilen der Anlage waren wir bei verschiedenen Ausstellungen der Arbeitsgemeinschaft Nordmodul im norddeutschen Raum dabei, aber auch in Berlin waren unsere Module in Zusammenarbeit mit einem befreundeten Verein schon zu sehen.
Seit 2002 entsteht eine weitere Modulanlage in der Baugröße N. Den Modulstandard haben wir selbst entwickelt auf der Basis der früheren Nordmodul-Norm für diese Baugröße. Auch diese Module werden mit einer elektronischen Blocksteuerung betrieben. Die Gesamtlänge dieser Modulanlage beträgt aktuell etwa 20 Meter. Die erste Fahrprobe fand im Rahmen unserer letzten Ausstellung im Jahre 2003 in Gifhorn statt.
Bei dieser Ausstellung hatten wir einen sehr starken Besucheransturm zu verzeichnen. Neben unseren H0-Modulen fand auch die nur teilweise fertig gestellte N-Anlage großen Anklang. Nun hoffen wir, dass wir zu unserer Ausstellung im Oktober 2005 zum 30-jährigen Vereinsjubiläum wieder einen ähnlichen Erfolg verbuchen können.
Eigene Ausstellungen richten wir normalerweise im Zwei-Jahres-Rhythmus aus. Unser Einzugsgebiet ist dabei der Bereich Wolfsburg und Gifhorn, was sich auch in der Herkunft unserer Mitglieder widerspiegelt.
Neben dem großen Anteil der Modulbauer haben unsere 17 Mitglieder sehr unterschiedliche Schwerpunkte. So gibt es bei uns z.B. Sammler, Fotografen, Feinmechaniker, Landschafts- oder Elektronikspezialisten. Neben H0 und N haben wir auch Liebhaber anderer Baugrößen in unseren Reihen. Selbstverständlich ist das Wechselstromsystem ebenfalls vertreten - ganz zu schweigen von der Digitaltechnik in vielen Bereichen. Fast jedes unserer Mitglieder besitzt eine eigene Modellbahnanlage.
Das Klubleben umfasst außerdem Besuche von eisenbahnbezogenen Veranstaltungen in unserer näheren Umgebung, Fahrten zu Messen nach Dortmund, Köln oder Leipzig. In unregelmäßigen Abständen werden Familienausflüge veranstaltet, an denen auch die Angehörigen gerne teilnehmen. Unsere Zusammenkünfte finden 14-tägig freitags ab 20 Uhr in den Räumen Familien-Bildungsstätte (FABI) der Ev. Christusgemeinde in Wolfsburg statt.
Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wir noch etwas Zulauf bekommen und uns dadurch vielleicht etwas "verjüngen" können. Auch über weitere Erfolge bei unseren Ausstellungen würden wir uns freuen.
Kontakt: Modelleisenbahnfreunde Wolfsburg, Vors. Karsten Pfanne, Mörser Winkel 4, 38444 Wolfsburg, e-Mail karsten.pfanne@wolfsburg.de 

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Wechsel im Arbeitskreis Verkehrspolitik

Bei der letzten Sitzung des AKV in Köln musste Günter Bechinka das Amt des AKV-Sprechers aus beruflichen Gründen niederlegen. Zum neuen Sprecher wurde Dr. Peter Eschenauer aus Hannover gewählt, der daraufhin vom BDEF-Vorstand auch zum BDEF-Referenten für Verkehrspolitik ernannt wurde. Die Organisation der AKV-Treffen wird Walter Schorn aus Bergisch-Gladbach übernehmen. Kontakte: akv@bdef.de  für allgemeine Anfragen an den AKV. Direkt ist Dr. Peter Eschenauer über die E-Mail-Adresse peter.eschenauer@bdef.de  erreichbar, Walter Schorn erreicht man über walter.schorn@bdef.de .

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Wechsel in der Arbeitsgruppe Elektronik

Claus Dahl, der langjährige Leiter der Arbeitsgruppe Elektronik/Elektrotechnik im BDEF gibt aus gesundheitlichen Gründen die Funktion des AGE-Leiters ab, bleibt aber Mitglied in der Arbeitsgruppe. Außerdem führt Claus Dahl im Auftrag des BDEF in der Technischen Kommission des MOROP die Funktion des Leiters der Gruppe E weiterhin aus.
Seit über 20 Jahren beschäftigte sich Dahl bereits mit diesem Gebiet. Nach anfänglichen Kontakten zum "Modellbahner", wo Dahl einige kleine Fachartikel schrieb, wurden ihm Mitte der 1980er-Jahre Kontakte zur Technischen Kommission des DMV vermittelt. Damals entstanden bereits die ersten Überlegungen für Grundlagen- und Schnittstellen-NEM der Modellbahnsteuerung. Nach der Wende ergab sich die Möglichkeit zur Mitarbeit im AKM und in der AGE (Leiter Herr Nolden, Bonn). Nach dem Ausscheiden von Nolden wurde Claus Dahl Ende 1994 als Nachfolger gewählt und bereits ein Jahr später auf Empfehlung von Olaf Herfen als Berater in die TK des MOROP aufgenommen, wo er 1996 die Leitung der Arbeitsgruppe E übernahm. In seine Amtszeit fielen viele erfolgreiche Normungen auf dem Gebiet der Digitaltechnik und der Elektrik.
Zum Nachfolger als Leiter der Arbeitsgruppe Elektronik/Elektrotechnik im BDEF wurde vom BDEF-Vorstand Stefan Wattenberg aus Bad Salzuflen ernannt. Herr Wattenberg ist erreichbar über die e-Mail-Adresse stefan.wattenberg@bdef.de  oder Tel. 05222 73752.
Der BDEF-Vorstand dankt Claus Dahl für seine umfangreiche und erfolgreiche Tätigkeit und wünscht seinem Nachfolger ebenfalls viel Erfolg.

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Micro-Metakit - aktuelle Info

Die Auslieferung der württembergischen Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Baureihe 97.5, Gattung Hz ist seit Anfang März in vollem Gange.
Folgende sechs Versionen werden angeboten:
04200H: Königlich Württembergische Staatsbahn/Deutsche Reichsbahn, 1. Serie, Gattung Hz/Baureihe 97.5, No. 97.501, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1922, Bauzustand 1922, Petroleumbeleuchtung, Lackierung Fotoanstrich Grau/Dunkelgrau/Schwarz, Liniert
04201H: Königlich Württembergische Staatsbahn/Deutsche Reichsbahn, 1. Serie, Gattung Hz/Baureihe 97.5, No. 97.502, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1922, Bauzustand 1923, Petroleumbeleuchtung, Lackierung Olivgrün/Rotbraun/Schwarz, Liniert
04202H: Deutsche Reichsbahn, 2. Serie, Baureihe 97.5, No. 97.503, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1925, Bauzustand 1928, Gasbeleuchtung, Lackierung Schwarz/Rot
04203H: Deutsche Reichsbahn, 1. Serie, Baureihe 97.5, No. 97.501, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1922, Bauzustand 1944, Elektrische Beleuchtung (Original), Reichsadler am Führerhaus, Lackierung Schwarz/Rot
04204H: Deutsche Bundesbahn, 1. Serie, Baureihe 97.5, No. 97.501, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1922, Bauzustand 1954, 1. Umbauversion, Elektrische Beleuchtung (Original), DB-Schild am Führerhaus, Lackierung Schwarz/Rot
04205H: Deutsche Bundesbahn, 2. Serie, Baureihe 97.5, No. 97.504, Zahnrad-Adhäsionslokomotive, Maschinenfabrik Esslingen 1925, Bauzustand 1960, 2. Umbauversion, Elektrische Beleuchtung (Orignal), DB-Guss-Schild am Führerhaus, hoher Kohlekasten, neue Führerhausrückwand, Lackierung Schwarz/Rot
Zahnradbetrieb auf Original-Micro-Metakit-Zahnstangensystem möglich!
Weitere Informationen im Internet unter http://www.micro-metakit.de 

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Schienengüterverkehr im Aufschwung

Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: der Güterverkehr auf der Schiene wächst weiter. "Das ist ein hoffnungsvolles Signal. Der Schienengüterverkehr kann damit zum zweiten Mal in Folge sein Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr steigern", freut sich Allianz pro Schiene Geschäftsführer Dirk Flege. Und der Trend hält an. Laut Transportmarktbarometer der Basler ProgTrans AG und des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW soll das Transportaufkommen im Schienengüterverkehr in den kommenden Monaten weiter steigen. Im Straßengüterverkehr rechnen die Experten hingegen mit stagnierenden Zahlen für den Binnenverkehr.
Insgesamt transportierten die Eisenbahnunternehmen auf dem deutschen Schienennetz im Jahr 2004 310,3 Mio. Tonnen Güter. Das waren 6,5 Mio. Tonnen bzw. 2,1 % mehr als 2003.
"Die Pläne der Bundesregierung, in den nächsten fünf Jahren rund 2,5 Mrd. Euro zusätzlich für Schienenprojekte bereit zu stellen sind deshalb ein wichtiges Signal, ebenso wie das im Herbst 2004 angelaufene Gleisanschlussprogramm", so Dirk Flege.
Dass das Potential der Schiene im Güterverkehr längst nicht ausgereizt ist, zeigt das Beispiel Schweiz. Dort wurden 2004 rund 22 Mio. Tonnen Güter auf der Schiene befördert, gegenüber 12,1 Mio. Tonnen auf der Straße. "Die Schweizer Politik beweist seit Jahren mit Maßnahmen wie der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA), dass man erheblich mehr Verkehr auf die Schiene bringen kann. Deshalb sollten wir Lenkungsinstrumente wie die LKW-Maut auch in Deutschland stärker nutzen als bisher" so Dirk Flege.

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Straßenbahnatlas Deutschland 2005

In bewährter Form und auf aktuellem Stand enthält der neue "Straßenbahnatlas Deutschland" detaillierte Streckennetzpläne und Wagenparklisten aller 59 Straßenbahnbetriebe, der fünf U-Bahnen und der drei verbliebenen O-Bussysteme Deutschlands sowie der Wuppertaler Schwebebahn - in ehrenamtlicher Arbeit zusammengetragen von rund hundert engagierten und gut informierten Straßenbahnfreunden aus allen Teilen des Landes.
Auch die S-Bahnen werden behandelt davon Berlin und Hamburg mit genauen Fahrzeuglisten. Drei große Straßenbahn-Museumssammlungen werden mit Wagenparkübersichten vorgestellt alle übrigen - ebenso wie die Verkehrsverbünde - aufgelistet. Eine Tabelle auch aller stillgelegten Straßenbahn-, O-Bus- und U-Bahnbetriebe Deutschlands in den Grenzen vom 3.10.1990 rundet das Buch ab und macht es für Profis wie für Amateure unentbehrlich - daheim als Nachschlagewerk, unterwegs als Reiseführer
Der "Straßenbahnatlas Deutschland" hat eine lange Tradition. Schon 1981 hat ihn die Arbeitsgemeinschaft Blickpunkt Straßenbahn erstmals herausgegeben. War zunächst nur die damalige Bundesrepublik vertreten, sind in den Neuausgaben seit 1992 auch die ostdeutschen Betriebe enthalten. Weitere Straßenbahnatlanten sind über die Schweiz, Österreich, Rumänien und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion erschienen.
Straßenbahnatlas Deutschland 2005, 296 Seiten, Format A5, broschiert ca. 110 Streckenpläne und 50 Schwarz-Weiß-Fotos. Verlag. Arbeitsgemeinschaft Blickpunkt Straßenbahn e. V., Burgherrenstr 2, 12101 Berlin. ISBN 3-926524-24-3. Preis 11,80 € 

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Faszination Modellbau Sinsheim 17. - 20. März 2005

Wer das Hobby Modelleisenbahn richtig zelebriert, kann nicht umhin das neue Modell-Jahr mit dem Besuch der Sinsheimer Messe "Faszination Modellbau" zu beginnen - selbst wenn er einer der Auserwählten war, die in Nürnberg die Spielwarenmesse besuchen konnte. "Sinsheim" ist die erste Messe des Jahres, wo die Hersteller ihre Jahresneuheiten dem Publikum zeigen. Vielleicht fehlt dabei der eine oder andere Großserienhersteller (wie z.B. meist Fleischmann), dafür sind aber besonders viele Kleinserienhersteller zu finden, die bekanntlich das Salz in der Modellbahnsuppe ausmachen. Wir sprachen mit Besuchern, die - obwohl in Süddeutschland wohnend - erstmalig diese Messe besuchten, und schlicht begeistert waren: "...wenn wir gewusst hätten, wie toll dies hier ist, wären wir schon viel früher mal gekommen".
In diesem Jahr fiel besonders auf, dass die Anzahl der Aussteller deutlich höher war, als letztes Jahr. Der Andrang war so groß, dass sogar der BDEF mit einigen Quadratmetern weniger Standfläche auskommen musste, um alle unterzubringen. Die Modellbahner fanden dann bei mehr als 160 Fachausstellern ein breites Produktangebot und konnten sich bei attraktiven Schauanlagen in den Nenngrößen 2, 1, 0, H0, TT, N und Z Tipps und Tricks für die eigene Anlage holen.
Besonders hervor stach die neue Anlage der LGB-Freunde Rhein-Sieg, die sich im Maßstab 1:22,5 eine amerikanische Waldbahn zum Vorbild nahmen. Umgeben von wahren Mammutbäumen zogen die Shays und Heislers ihre Holzloren, beladen mit riesigen Stämmen. Der dichte Wald war ganz neu auf der Basis von Weihnachtsbäumen der Saison 2004 entstanden und erhob sich rund 2 Meter über die Anlagenfläche. Und im Maßstab 1:22,5 ist eben ein Baumstamm auf den Log-Cars satte 15 cm im Durchmesser. Die Trestle-Brücke am Anlagenrand war übrigens so stabil, dass die Projektleiterin der Messe Sinsheim auf Einladung der LGB-Freunde persönlich darüber gehen konnte.
Der BDEF hatte nach Friedrichshafen 2004 erneut einen Gemeinschaftsstand mit dem Schweizer Verband Eisenbahn Amateur SVEA, was den doch recht zahlreichen Besuchern aus der relativ nahen Schweiz sehr entgegenkam.
Das nächste Highlight für Modellbau-Freunde - organisiert von den gleichen Machern, wie Sinsheim - ist vom 18. bis 20. November 2005 die 4. Modellbau Bodensee in der Neuen Messe Friedrichshafen. Die nächste Faszination Modellbau findet im kommenden Jahr vom 9. bis 12. März 2006 in der Messe Sinsheim statt.

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48. Bundesverbandstag in TRIER vom 5. - 8. Mai 2005

Zum 48. Bundesverbandstag des BDEF lädt der Verein Hochwaldbahn e.V. in die älteste Stadt Deutschlands ein. Die Stadt Trier, aber auch das Umland mit der Saar-Lor-Lux-Region mit Frankreich und Luxemburg, sind attraktive Besichtigungspunkte unseres Tagungsprogramms.
Der Verbandstag bietet am Donnerstag, dem 5. Mai 2005 (Christi Himmelfahrt) u.a. eine Bereisung der Vulkan-Eifel-Bahn (Eifelquerbahn) ab Trier über Gerolstein bis Kaisersesch und abends das Modellbahnforum zum Thema "teure Sammlerstücke oder Billigmodelle?".
Am Freitag findet die beliebte "große Rundfahrt" nach Luxemburg statt. Der Sonderzug wird voraussichtlich von der Dampflok 5519 (ex DR-BR 42, Achsfolge 1' E) gezogen. Über Wasserbillig, Bettembourg und Esch-sur-Alzette fahren wir nach Petange. Weiter mit einer Museumslok der luxemburgischen Museumsbahn endet die Tour in Fond-de-Gras. Mit einer Grubenbahn geht es in den Berg. Ein Besuch des Eisenbahnmuseum schließt sich an.
Am Freitagabend beschäftigt sich das verkehrspolitische Forum mit dem Thema "Wann wird Europa auf der Schiene endlich Wirklichkeit?" und vertieft dies am Samstagvormittag mit einer Fahrt nach Luxemburg und Thionville (Frankreich).
Am Nachmittag können Teilnehmer, die nicht an der Delegiertenversammlung teilnehmen, eine Fahrt nach Mettlach buchen - mit einer Schifffahrt auf der Saar und Besichtigung des Ausstellungszentrums und Keramikmuseums von Villeroy & Boch. Den Verbandstag beschließt ein Abend im Paulinenhof des Wein-guts Christoph von Nell in Kasel bei Trier (Ruwertal).
Zu guter letzt kann am Sonntagvormittag noch die H0- Modellbahnanlage der BSW-Gruppe Trier besucht werden oder man freut sich an einer Fahrt mit dem Schiff auf der Mosel.
Wir laden alle eisenbahnbegeisterten Damen und Herren aus nah und fern herzlich ein zur Teilnahme und würden uns freuen, Sie in Trier begrüßen zu dürfen!
Das ausführliche Programm findet Sie bei uns im Internet (auch zum Ausdrucken und zum Direktbuchen) oder erhalten Sie gegen Erstattung des Portos von der Geschäftsstelle.
Bitte beachten Sie den Anmeldeschluss 20. April 2005

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© BDEF 2005
Letzte Änderung: 10. Oktober 2005 (GB)