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Unser Rundschreiben 6/2004 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

10. Korntaler Modellbahntage

Bahnhöfe des Jahres 2004

Gedanken zum Nachwuchs für Modelleisenbahn und Vorbild

Mit supraleitenden Magneten in (die) Zukunft abheben?!

Repräsentative BDEF-Modellbahn-Branchenstudie

10 Jahre Bahnreform - Börsengang der Deutschen Bahn 2006?

Regionaltreffen 2004

66 002 der DGEG soll wieder fahren

Bildkalender Gartenbahn 2005

Spur-N-Megashow im DB Museum

Restaurierte Dampflokomotive T 3

Neu im BDEF: Gartenbahnfreunde Rügen/Skåne 98 e.V.

BDEF bei der Einweihung des Rangierbahnhofs Seelze

Brunsbüttel unter Dampf

Internationale Modellbahnausstellung Köln, 4. - 7.11.2004

30 Jahre Eisenbahnfreunde Lahr e.V.

MODELL & HOBBY 2004, Leipzig 8. - 10. Oktober 2004

25 Jahre MEC Landau in der Pfalz e.V.

3. Modellbau Bodensee, Friedrichshafen 19. - 21.11.2004

40 Jahre: Modelleisenbahnclub Freiberg am Neckar e.V.

Lippisches Feldbahntreffen

Tag der offenen Tür beim MEV Lehrte

Gute Zensuren in Renchen

    

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Wieder ist ein Jahr kurz vor seinem Abschluss und man beginnt damit, sich Gedanken zu machen, wie dieses Jahr war. Zuerst kommen die einfachen Gedanken, wie die Erkenntnis, dass 2004 keinen so heißen Sommer hatte, wie 2003, und dass es deutlich mehr geregnet hat. Anschließend wird man eine kleine Bilanz auf persönlichem und familiärem Gebiet ziehen, um dann zu den Themen Politik und Wirtschaft zu kommen. Ich werde hier bestimmt nicht über die Weltpolitik schreiben, obwohl es dazu sehr viel zu sagen gäbe. Uns Eisenbahnfreunden ist es viel wichtiger, wie die Politiker mit der echten Eisenbahn umgehen und wie die allgemeine Wirtschaftslage auf unser Hobby Modelleisenbahn wirkt.
Dass die Regierungsparteien ihre großen Finanzprobleme bevorzugt dem System Eisenbahn spüren lassen und dort gegenüber dem Straßenverkehr überproportional kürzen, wurde öfters von uns angeprangert. Man könnte nun hoffen, eine (irgendwann mal) kommende LKW-Maut werde wieder Mittel in die Staatskasse spülen, um nötige Finanzmittel für die Bahn bereitzustellen. Die Erfahrung lehrt jedoch eher, dass einmal gekürzte Subventionen nie mehr zurückkommen. Gerne würden wir uns jedoch positiv überraschen lassen. Warten wir's ab.
Auch beim Rückblick auf das Modellbahn-Jahr 2004 erkennt man manche dunkle Regenwolke. Die allgemeine Kaufzurückhaltung der Bevölkerung, die sich natürlich besonders im Hobbybereich auswirkte, und die nicht darauf abgestimmte Preispolitik mancher Hersteller haben zu ernsthaften Problemen in der Modellbahnindustrie geführt. Interessant war dabei zu beobachten, dass sich die Flexibilität von Kleinherstellern positiv auswirkte. Diese kleinen Firmen konnten schneller und besser auf die Herausforderungen der Krise reagieren, als manch Großer. Ob die Lösung der Probleme nun darin liegt, dass Arbeitsplätze von Deutschland nach Fernost exportiert werden, ist sicherlich sehr fraglich. Wichtig ist für uns, für den Markt und für das Hobby, dass möglichst alle Firmen der Modellbahn- und der Zubehörbranche erhalten bleiben. Welche unheilbaren Wunden das Verschwinden einer Firma vom Markt reißt, sah man nur zu gut bei der Lima-Rivarossi-Arnold-Gruppe. Wir wünschen der gesamten Modellbahnindustrie für 2005 eine gute "Erholung" und uns viel Freude daran.

An dieser Stelle möchte nun der gesamte Vorstand des Bundesverbandes allen Vereinigungen und Einzelmitgliedern des BDEF sowie deren Mitgliedern und Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2005 wünschen. Selbstverständlich gelten diese guten Wünsche auch unseren Partnern in der Industrie, bei der Bahn und bei den Verkehrsbetrieben, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit. Den Firmen der Modellbahnindustrie und den Zubehörherstellern sei Dank gesagt für ein Jahr schöner und interessanter Neuheiten. Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den Fördermitgliedern des Bundesverbandes, die durch ihre ideelle und materielle Unterstützung wesentlich dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit des BDEF zu ermöglichen und zu zeigen, dass wir mit unserem Engagement für Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde weiterhin auf dem richtigen Weg sind.

Mit herzlichen Grüßen -
und den besten Wünschen zu den bevorstehenden Feiertagen und zum Jahreswechsel
Ihr

Gerhard A. Bayer

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Bahnhöfe des Jahres 2004

Der Hauptbahnhof Hannover und der Kleinstadtbahnhof Lübben im Spreewald sind die "Bahnhöfe des Jahres 2004". Die Allianz pro Schiene prämierte zum ersten Mal in Deutschland die besten Bahnhöfe aus der Sicht der Kunden. "Hannover und Lübben haben attraktive Bahnhöfe, auf denen sich Reisende und Besucher wohlfühlen", erklärte die Allianz pro Schiene-Jury am 13. September auf der Preisverleihung in Hannover.
"Bahnhöfe gehen uns alle an", betonte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene Dirk Flege und lobte die Bahnhofsprogramme in Niedersachsen und Brandenburg, mit denen beide Länder die "Gemeinschaftsaufgabe Bahnhöfe vorbildlich wahrnehmen". Bund, Länder und Kommunen haben im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro in Bahnhöfe investiert. Das zahlt sich aus: Moderne Bahnhöfe - egal ob groß oder klein - die eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und gut erreichbar sind, werden von den Kunden gern genutzt und erhöhen die Attraktivität des öffentlichen Schienenverkehrs. So zieht der Bahnhof Hannover Tag für Tag rund eine Viertelmillion Reisende und Besucher an. In der Brandenburger Kleinstadt Lübben hat sich seit dem Umbau des Bahnhofs im Jahr 1999 die Zahl der Bahnreisenden auf täglich ca. 2200 verdoppelt.
Die Allianz pro Schiene-Jury aus Vertretern von Pro Bahn und VCD - Verkehrsclub Deutschland begründeten die Wahl von Hannover und Lübben als "Bahnhöfe des Jahres 2004" vor 100 geladenen Gästen, bevor sie gemeinsam mit dem Niedersächsischen Verkehrsminister Walter Hirche die Siegertafel am Eingang des Hauptbahnhofs Hannover enthüllten. Beide Siegerbahnhöfe erfüllten auf vorbildliche Weise die "Grundanforderung aller Kunden: sie sind sauber, sicher und man wird umfassend gut informiert".
Jury-Mitglied Professor Monika Ganseforth vom VCD lobte darüber hinaus die "exzellente Ausstattung und das vielfältige Angebot an Geschäften und Gastronomie, die den Bahnhof Hannover zu einem Anziehungspunkt für die Menschen macht." Über 100.000 Besucher kommen täglich in den Bahnhof Hannover, ohne in einen Zug zu steigen, sondern um in den rund 50 Geschäften einzukaufen, zu speisen oder einfach nur zu bummeln und das Ambiente zu genießen. Ganseforth betonte außerdem die gelungene bauliche Integration des Bahnhofs in die Stadt Hannover. "Viele Städte schätzen ihre Bahnhöfe nicht", bedauerte Ganseforth. In Hannover sei das anders: Die Bürgerinnen und Bürger liebten besonders den "wunderschönen Bahnhofsvorplatz, der Bahnhof und Stadt hervorragend verbindet".
Karl-Peter Naumann, Bundesvorsitzender von Pro Bahn, unterstrich die Bedeutung der Reisekette für die Bahnfahrer. "Nicht nur der zentral gelegene Riesenbahnhof Hannover, auch der Kleinstadtbahnhof in Lübben ist sehr gut erreichbar", lobte Naumann. Direkt am Bahnhof Lübben halten Busse und Taxen, es gibt ausreichend Parkflächen für Fahrräder und Autos und sogar einen Fahrradverleih, so Naumann. Darüber hinaus lebe ein einladender Bahnhof von den Menschen, die dort arbeiten. "Das kleine Team des Bahnhofspersonals in Lübben hat uns besonders gefallen: Die dortigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn sind ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und kompetent."
Die Allianz pro Schiene-Jury hat bei ihrer Entscheidung für die beiden "Bahnhöfe des Jahres" auf repräsentative Kundenzufriedenheitsstudien des Forschungsinstituts infas zurück gegriffen. Die Meinungsforscher von infas hatten die Zufriedenheit von 25.500 Bahnhofskunden ermittelt in Bezug auf folgende Leistungsmerkmale von Personenbahnhöfen: Erscheinungsbild, Information, Qualität der Geschäfte, Sicherheit, Sauberkeit, Gepäcksituation, Parken und Zugänge, Bahnsteig, Nah-Anbindung.
Am 20. September wurde der Bahnhof Lübben in einem eigenen Festakt vor Ort geehrt.

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Mit supraleitenden Magneten in (die) Zukunft abheben?!

Vorbild und Modell - eine logische Folge: Zuerst ist das Vorbild da und von diesem wird ein Modell angefertigt. Wenn's umgekehrt wäre, müsste man anstelle vom Vorbild vom Nachbild sprechen. Doch Spaß beiseite. Bei der Zukunftstechnologie der Magnetschwebebahnen können wir beide Folgen beobachten. Vom bekannten TRANSRAPID gibt es, wie man weiß, ein schönes 1:87-Modell von Revell, das jedoch leider nicht fahr-, geschweige denn schwebefähig ist. Es gibt zwar Bastler, die mit viel Liebe einen Antrieb eingebaut haben, der jedoch ausnahmslos auf versteckten, üblichen Radantrieben beruht. Magnetschweben und Linearantrieb sind im Modell unseres Wissens nicht realisiert worden - zumindest nicht in 1:87.
Völlig anders verläuft zur Zeit eine aufregende Entwicklung im Hochtechnologiebereich. Die Schwebetechnik mit supraleitenden Magneten wurde zuerst im Modell nachgewiesen und soll bald ihr "Nachbild" bekommen. Ein kleines, personenbeförderndes Demonstrationsfahrzeug wurde im Rahmen des Projekts "SupraTrans" auf der InnoTrans 2004 in Berlin bereits vorgeführt und zeigt die grundsätzliche Machbarkeit von Magnetbahnsystemen unter Verwendung der neuen Technologien mit supraleitenden Magneten.
Was versteht man unter Supraleitern und supraleitenden Magneten?
Supraleiter sind praktisch widerstandslos und haben besondere magnetische Eigenschaften unterhalb einer kritischen - sehr tiefen - Temperatur TC aus.
Im Vergleich mit den bis 1986 bekannten Tieftemperatur-Supraleitern kann seit der Entdeckung der Hochtemperatur-Supraleiter (HTSL) der Kühlaufwand wesentlich reduziert werden, da die kritischen Temperaturen der HTSL oberhalb der Temperatur des flüssigen Stickstoffs (-196 °C) liegen. Supraleitende Massivmaterialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie in erheblichem Maße magnetischen Fluss verankern ("Pinning") können. Diese Eigenschaft lässt sich vorteilhaft in magnetischen Lagern und zur Herstellung starker Permanentmagnete nutzen.
Mit massiven Supraleitern und einem einfachen Magnetfahrweg kann man reibungslose Schwebeeffekte erzielen
Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) hat den zur Zeit leistungsstärksten Dauermagneten aus supraleitendem Material hergestellt. Die Kraft von ca. 5000 Newton, die zwei solche Dauermagnete mit 1 Quadratzentimeter Stirnfläche aufeinander ausüben können, ist so groß, dass die radialen Zugkräfte das Material auseinanderreißen können. Um das zu verhindern, ist der Magnet in ein Stahlkorsett gehüllt.
Wie erreicht man die notwendige Kühlung auf die Arbeitstemperatur von Supraleitern?
Die durch den "Pinningeffekt" erzeugte magnetische Wirkung bleibt solange im Supraleiter erhalten, wie dessen Kühlung unterhalb seiner Sprungtemperatur gesichert werden kann. Während für einzelne kommerzielle Anwendungen sowie Applikationen im Laborbereich Flüssigkeitskühlungen wie z. B. mit flüssigem Stickstoff durchaus akzeptable und sinnvolle Lösungen darstellen, sind für einen breiten industriellen Einsatz wartungsfreie, elektrisch betriebene Kühlsysteme, die gleichzeitig störarm und preiswert sind und über eine hohe Lebensdauer verfügen, erforderlich.
Kann man solche neuartigen Dauermagnete schon praktisch einsetzen?
Die wichtigste Anwendung supraleitender Permanentmagnete stellt aus heutiger Sicht das supraleitende magnetische Lager dar. Dabei wird im Gegensatz zu konventionellen Magnetlagern keine aktive Regelung benötigt, da der vom Permanentmagneten ausgehende Magnetfluss im Supraleiter fest verankert wird, so dass sich eine Eigenstabilisierung ergibt.
Was ist der Unterschied der supraleitenden Magnetschwebebahn zum TRANSRAPID?
Im Transrapid übernimmt ein berührungsfreies elektromagnetisches Trag-, Führ- und Antriebssystem die Funktion von Rad und Schiene. Es beruht auf den anziehenden Kräften zwischen den in der Bodengruppe des Fahrzeuges beidseitig angeordneten einzeln geregelten Elektromagneten und den ferromagnetischen Reaktionsschienen, die unterhalb des Fahrweges installiert sind. Dabei ziehen die Tragmagnete das Fahrzeug von unten an den Fahrweg heran, die Führmagnete halten es seitlich in der Spur, so dass der Transrapid in gleichbleibendem Abstand von 10 mm zu seinem Fahrweg schwebt. Der Abstand zwischen Fahrwegtisch und der Unterseite des Fahrzeuges beträgt im Schwebezustand 15 cm, so dass die Magnetschnellbahn auch über kleinere Hindernisse oder eine Schneedecke auf dem Fahrweg hinwegschwebt.
Als Antrieb und zugleich als Bremse dient der Magnetschnellbahn ein synchroner Langstator-Linearmotor, bei dem in Wicklungen im Fahrweg durch Stromzuführung ein elektromagnetisches Wanderfeld erzeugt wird.
Ob eine supraleitende Magnetschwebebahn eines Tages den Transrapid ersetzen kann, ist aus heutiger Sicht noch nicht zu beantworten, viele Probleme sind dafür noch zu klären.
Aber wie bei vielen Vorhersagen gilt auch hier: Man sollte niemals "nie" sagen.....
Im Modell bereits funktionsfähig!
Nach den ersten Demonstrationen mit schwebenden Lokomotivmodellen (siehe Bilder) geht die Firma evico GmbH aus Dresden bereits so weit, dass sie Magnetschwebebahnen in H0 mit der neuen Supraleittechnologie ankündigt. Der Modell-Transrapid lernt das Schweben und Fortbewegen!
Der BDEF wird die Entwicklung weiter verfolgen und Neuigkeiten sofort melden.
Weiterführende Informationen finden sich im Internet unter: www.supratrans.de , www.ifw-dresden.de  und www.evico.cc 

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10 Jahre Bahnreform - Börsengang der Deutschen Bahn 2006?

10 Jahre Bahnreform, die Verschmelzung der Deutsche Bundesbahn mit der Deutschen Reichsbahn zur privatwirtschaftlichen Deutschen Bahn AG und deren Gang an die Börse 2006 -- Anlass genug zu einer Bestandsaufnahme, zu der die Allianz pro Schiene seine Fördermitglieder, wozu natürlich auch der BDEF gehört, einlud.
Grundlage der Veranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion war ein in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt gebliebenes Gutachten der Investmentbank Stanley Morgen. In diesem Gutachten, das erst in letzter Zeit im Zusammenhang mit der geplanten Fahrpreiserhöhung Gegenstand von Presseberichten wurde, wird der Börsengang 2006 unter bestimmten Voraussetzungen, zu dem unter anderem der Einschluss des Schienennetzes beim Börsengang gehört, empfohlen. Dazu ist anzumerken: Im Gesetz zur Bahnreform von 1993 wurde festgeschrieben, dass bei der Privatisierung der deutschen Bahnen das Schienenetz weiterhin Eigentum des Bundes bleibt. Bei der erforderlichen Änderung des Grundgesetzes hat das auch seinen Niederschlag im Artikel 87e gefunden. Außerdem ist auch nur eine materielle Teilprivatisierung der Bahn geplant, es werden höchstens 49,9 % der Aktien an einen privaten Investor oder an die Börse gebracht.
Das Fazit der Veranstaltung kann wie folgt zusammengefasst werden: Einhellige Zustimmung zum Börsengang, dieser sei nötig, um das notwendige Kapital zum weiteren Ausbau der Infrastruktur zu akquirieren, die Risiken sind aber sorgfältig abzuwägen. Den Erlös aus der materiellen Privatisierung der Deutschen Bahn hat der Bund zusätzlich zu den bisherigen Infrastrukturmitteln in den Ausbau des Gleisnetzes zu investieren. Es dürfe nicht so verfahren werden wie bei der LKW-Maut, wo die erwarteten Einnahmen im Verkehrsetat eingespart werden.
So wies Diethelm Sack, Finanzvorstand der DB AG, darauf hin, dass der Staat auch nicht in den nächsten Jahren in der Lage sein wird, die notwendigen Investitionen für die Schieneninfrastruktur zu 100 % aufzubringen. Die Deutsche Bahn AG sehe deshalb keine Alternative dazu, privates Kapital zu mobilisieren.
Als Vertreter der Wettbewerbsbahnen stellte Adolf Müller-Hellmann, VDV-Hauptgeschäftsführer, fest, es sei egal, welches Privatisierungsmodell die Politik am Ende wählt. Entscheidend ist, dass es zu mehr Schienenverkehr führt. Und der Wettbewerb gewährleistet ist.
Der Chef der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, verlangte, dass der Bahn-Börsengang von einer Beschäftigungssicherung abhängig sei und die verkehrspolitischen Ziele erreichbar bleiben müssten.
In diesem Sinne äußerten sich auch die beiden geladenen Vertreter der Regierungsparteien. Karin Rehbock-Zureich, bahnpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, betonte, dass die Politik bei der Entscheidung über einen Börsengang der DB AG Sorgfalt vor Eile walten lassen müsse. Ein weiteres Gutachten sei deshalb erforderlich, das zwischenzeitlich ausgeschrieben wurde.
Albert Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, erklärte, dass Stanley Morgen viele Fragen offen lasse. Für den Börsengang der Bahn sei ein breiter gesellschaftlicher Konsens erforderlich. Beide sicherten unisono zu, dass die Erlöse aus der Privatisierung der DB AG weiter in die Infrastruktur investiert werden. Frau Rehbock-Zureich schränkte aber ein, das dafür eine Garantie über 10 Jahre nicht gegeben werden kann.
Farbe kam erst mit der anschließenden Diskussion in die Veranstaltung. So sorgten oftmals provokante Fragen aus dem Plenum, die sich vorwiegend an die beiden Mitglieder des Bundestags richteten, zu wortreichen Erklärungen. Den Anfang damit machte Dirk Flege, der als Geschäftsführer der Allianz pro Schiene die Diskussion moderierte. In seinen einleitenden Worten äußerte er die Befürchtung, dass entgegen allen Zusicherungen doch nur der Geldgeber für die Schiene ausgetauscht wird. Außerdem stehe die Verpflichtungsermächtigung aus dem Bundeshaushalt für die Schiene unter Sperrvermerk.
Darauf verwies Frau Rehbock-Zureich auf die schwierige Haushaltsituation im Bund. Die von ihrer Fraktion geforderten Mittel für die Schiene seinen vom Bundesfinanzminister nur unbefriedigend bereitgestellt worden. Außerdem stimme der Bundestag jedes Jahr über den Bundeshaushalt ab. Auch Herr Schmidt schob ständig dem Bundesfinanzminister den schwarzen Peter zu.
Dr. Sack brachte es mit seiner entscheidenden Frage an die Bundesregierung auf den Punkt: Wie stehe ich zu meiner Infrastruktur, wie stehe ich zu meiner Verkehrspolitik, wie unterstütze ich den Schienenverkehr? Die Stabilisierung des Schienenverkehrs muss auf Dauer Aufgabe des Bundes sein. Das unternehmerische Risiko dagegen liegt bei einem Börsengang bei der Deutschen Bahn. Eine befriedigende Antwort darauf bekam er nicht.
Die zweite große Befürchtung, die in der Diskussion mehrmals geäußert wurde, war die nach dem Erhalt des Netzes. Schon heute reichen die durch den Bund bereitgestellten Mittel nicht aus, die erforderliche Modernisierung des vorhandenen Netzes zu gewährleisten. Das ließe darauf schließen, dass überhaupt nicht die Absicht bestände, dieses zu erhalten. Auch hierauf wieder die wortreichen Versicherungen der MdB, dass natürlich am Netz keine Einschränkungen vorgenommen werden dürfen.
In seinem Abschlusswort fasste dann Peter Witt, Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene, zusammen, dass die materielle Privatisierung der Deutschen Bahn positiv gesehen wird. Es gibt Vorbehalte, die aber ausgeräumt werden müssen.
Damit Ende gut - alles gut? Der Berichterstatter möchte es lieber mit dem bekannten Ausspruch eines bekannten Literaturkritiker umreißen: "Alle sehen betroffen, Vorhang zu und alle Fragen offen".
In der Tat bleiben viele Fragen offen. Das mögen inzwischen auch die Mitglieder aller Fraktionen des Deutschen Bundestages so sehen. Entgegen der Bundesregierung, die es damit offenbar eilig hat, hat der Bundestag eindeutig vor einem überhasteten Börsengang der Deutschen Bahn im Jahre 2006 gewarnt. Das ist nach dem Grünen-Verkehrssprecher Albert Schmidt ein Signal an die Bundesregierung und Bahnvorstand, eine derart entscheidende Weichenstellung nicht gegen den Willen des Parlaments vorzunehmen. Damit sei nach dem Willen des Parlaments ein Börsengang der DB AG noch in dieser Legislaturperiode faktisch ausgeschlossen. Das Parlament verlangte dazu noch eine Expertise, ob die DB auch ohne Schienennetz an die Börse gebracht werden könne. Forderten die Oppositionsfraktionen der CDU und FDP bereits schon länger, das Netz von der (Teil-) Privatisierung der DB AG auszunehmen, der Bund solle Alleineigentümer des Netzes bleiben. Bei einer Privatisierung des Netzes wird dieses brutal den marktwirtschaftlichen Erfordernissen ausgesetzt. Die Konsequenzen währen voraussehbar. Eine Abtrennung des Netzes möchte aber Bahnchef Mehdorn verhindern, er lehnt ein Börsengang ohne das Netz strikt ab. Denn wer wird schon in ein Unternehmen investieren, wenn er an dem Unternehmensteil, in den sein Geld fließen soll, keinen Anteil hat?
Inzwischen haben sich aber die Ereignisse überschlagen. Nachdem die Deutsche Bahn durch die geplanten Fahrpreiserhöhungen in die Schlagzeilen geraten ist, rudert auch Herr Mehdorn zurück. Offenbar auf Druck von Bundeskanzler Gerhard Schröder, so die Zeitung DIE WELT vom 24. September.
Seinen Bahn-Aufsichtsratschef Michael Frenzel ließ er verkünden, dass ein Börsengang 2006 nicht realistisch sei. Ein Schachzug, um der Fahrpreiserhöhung nicht den Ruch eines Zwanges zu geben, um für einen Börsengang das Betriebsergebnis zu schönen?
Der Druck auf Hartmut Mehdorn ist gewachsen, es wurden Forderungen nach seinem Rücktritt laut. Die Bundesregierung aber will weiter an ihm festhalten.
Nachdem Bahnchef Mehdorn die Einladung zu einer Sondersitzung des Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ignoriert hatte, wie übrigens auch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, was die Parlamentarier vollends aufgebracht hatte, lenkte er, wie auch der Bundesverkehrsminister, bei einer zweiten Einladung dann doch ein, und man kam überein, den Börsengang bis aufs Weiteres auszusetzen. Der Bundeskanzler erklärte dazu nur, dass er einen zeitlichen Korridor für den Börsengang zwischen 2006 und 2008 sehe.
Seien wir gespannt, was die weitere Entwicklung bringt!

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66 002 der DGEG soll wieder fahren

Die Lokomotive 66 002, die sich seit 1969 im Besitz der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. befindet, fasziniert seit jeher die Besucher des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen. Die elegante Tenderlokomotive markiert den Abschluss des Dampflokomotivbaus in Westdeutschland und war zu Zeitpunkt ihrer Entwicklung eine formschöne, kompakte und vor allem überaus leistungsfähige Maschine, die die in sie gesetzten Erwartungen erfüllte, wenn nicht sogar übertraf. Aufgrund des Strukturwandels sind nur 2 Maschinen gebaut worden. Mit dem Erwerb der Lokomotive vor 35 Jahren, sicherte die DGEG diesen Zeitzeugen des Lokomotivbaus der Nachwelt. Die Maschine würde bei den heutigen Anforderungen, die der Einsatz historischer Fahrzeuge bedingt, mehr als ideale Voraussetzungen bieten. Sie ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von vorwärts wie rückwärts 100 km/h und einen Achsdruck von nur 16 t hierfür optimal ausgestattet.
Vor diesem Hintergrund plant die DGEG die Wiederinbetriebnahme der von Henschel 1955 mit der Fabriknummer 28924 gebauten Lokomotive prüfen zu lassen. Eine betriebsfähige 66 ist mit Sicherheit ein neues Highlight unter den betriebsfähigen Dampflokomotiven.
Zum weiteren Erhalt der Maschine und zur Finanzierung einer betriebsfähigen Aufarbeitung hat die DGEG folgendes Spendenkonto speziell für die 66 002 eingerichtet: Volksbank Münster BLZ 401 600 50, Konto 66 002

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Spur-N-Megashow im DB Museum

Vom 15. Oktober 2004 bis 28. Februar 2005 schlagen im DB Museum Nürnberg, in der Lessingstraße 6 "Modellbahnherzen" höher. Gezeigt wird gemeinsam mit der Nürnberger Modellbahnfirma Fleischmann die Jubiläumsausstellung "35 Jahre Fleischmann N "piccolo". Zusätzlich präsentiert das DB Museum Modellbahnschätze aus der größten N-Bahnsammlung der Welt, der Sammlung von Prof. Ebel, welche im letzten Jahr in den Besitz des DB Museums übergegangen ist.
Auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden 35 Jahre Fleischmann N "piccolo" lebendig. Wertvolle Unikate und Exportmodelle, die in Deutschland noch nicht gezeigt worden sind, Zeichnungen und Fotografien dokumentieren den Siegeszug der Spur N. Premiere feiert das neueste Produkt aus der Fleischmann N "piccolo" Produktion. Erstmals wird im DB Museum eine Spur-N Lokomotive mit Originalsound zu sehen und zu hören sein: die Baureihe 218 als Doppeltraktion.
Anschaulich wird gezeigt, wie ein Fahrzeugmodell der Baureihe 194 aus rund 200 Einzelteilen im Maßstab 1:160 entsteht und welche Arbeitsschritte zum Zusammenbau gehören.
Auf zwei Schauanlagen erwacht die Spur-N-Welt zum Leben, wenn 38 Züge durch originalgetreu nachgebildete Anlagen fahren. Zum Vergleich dazu gibt es noch eine 13 Quadratmeter große Modellbahnanlage in Spurweite H0, auf der 14 Modellbahnzüge in Aktion zu sehen sind.
Eine Aktionsecke mit drei Spieltischen und eine Station an der die Fleischmann Soundlokomotiven ihr Können unter Beweis stellen, laden vor allem kleine Besucher zum Spielen und Ausprobieren ein.
Auf weiteren 150 Quadratmetern können Besucher über 1.400 Spur-N-Fahrzeuge aus der größten N-Sammlung der Welt bewundern.
Über 30 Jahre hat der Würzburger Siegfried Ebel Modell im Maßstab 1:160 von allen namhaften Firmen gesammelt, bevor er im letzten Jahr seine Sammlung mit über 7.000 Modellen dem DB Museum schenkte.
In sieben Vitrinen wird die Fahrzeuggeschichte in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart dargestellt. Zwei weitere Vitrinen zeigen Meilensteine in der Entwicklung der Fahrzeugmodell in Spur N.
Die ältesten Modelle der Sammlung Ebel sind Schiebefahrzeuge in Spur N der Firma Minitrix aus dem Jahr 1959. Ebenso ist das erste elektrisch betriebene Modell im Maßstab 1:160 zu sehen, eine V 200 der Firma Arnold aus dem Jahr 1960. Das kleinste Modell der Sammlung ist ein Akku-Schleppwagen der Deutschen Reichsbahn der Firma Kuswa. Das Modell ist ganze 2,5 cm groß. Das größte Modell ist ein Tragschnabelwagen der Firma Minitrix und misst 40 cm.
Zu sehen ist die Sonderausstellung bis 28. Februar 2005 täglich außer montags von 9 Uhr bis 17 Uhr im DB Museum Nürnberg in der Lessingstraße 6 (geöffnet auch an den Adventsmontagen).
Weitere Infos zum DB Museum gibt es unter 0 180 4 - 44 22 33 (0,24 Euro pro Anruf) und unter
www.dbmuseum.de .

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Neu im BDEF: Gartenbahnfreunde Rügen/Skåne 98 e.V.

Der Verein wurde Ende 1998 durch Gartenbahnfreunde auf der Insel Rügen und in der südschwedischen Provins Skåne gegründet und ist damit der erste deutsch-schwedische Gartenbahnverein,. Von Anfang war die Zusammenarbeit mit LGB, der Reederei Scandlines und anderen Partnern Bestandteil der Vereinsarbeit. So waren wir seit unserer Gründung bei vielen Veranstaltungen auf der Insel Rügen und im benachbarten Schweden mit großem Erfolg mit unserer Gartenbahnmodellen vertreten. Um einige beispielhafte Veranstaltungen herauszustellen hier ein kurzer Überblick :
- 100 Jahre Postdampferlinie Sassnitz-Trelleborg, hierbei Transport eines LGB-Güterzuges parallel zum großen Vorbild mit dem Fährschiff Sassnitz.
- Draisinenfahrten zum Hafenfest der Stadt Sassnitz im stillgelegten Gleisbereich des ehemaligen Fährhafens in Sassnitz.
- Ausstellungen im IFA Ferienpark in Binz. Höhepunkt hier das Fahren eines LGB-Zuges durch das Sylvesterbüffet.
- Aufbau und Fahrt mit dem ersten und längsten US-Güterzug auf der Mole im Fährhafen Sassnitz. 48 Güterwagen sowie zwei F7 A+B Units.
- Teilnahme an den Hafen- und Promenadenfesten in Sassnitz und anderen Küstenorten auf Rügen.
- Alljährliche Teilnahme an der Landesmodellausstellung MV in Rostock.
- Betreiben einer großen LGB-Schauanlage im Empfangsgebäude des Fährhafen Sassnitz (ganzjährig).
- Betreiben einer kleinen, mobilen Anlage auf dem Fährschiff Sassnitz zu besonderen Veranstaltungen der Reederei, z.B. zur Kindertagsfahrt, Nikolausfahrt u.a.
- Beteiligung am "Tag der Vereine" der Stadt Sassnitz.
Unser Verein verfügt über keine eigenen bzw. angemieteten Räume und es finden keine regelmäßigen Treffen statt. Dies liegt darin begründet, dass wir mit einer großen stationären Anlage nicht mehr flexibel an den verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen könnten. Wir führen traditionell ein "Andampfen" im Frühjahr auf einer privaten Anlage durch und uden "Schwedentag" im Sommer auf der Anlage unseres Vereinsmitgliedes Bo Persson in Smyge bei Trelleborg. Im Herbst erfolgt das "Abdampfen" auf einer privaten Anlage.
Die Gartenbahnanlage von Bo Persson in Smyge (Schweden), der Stolz unseres Vereins, war über viele Jahre im jährlichen LGB-Katalog abgebildet.
Kontakt: Gartenbahnfreunde Rügen/Skåne 98 e.V., Gerd Slowy, Klocker Ufer 10, 18546 Sassnitz, Tel. 038392 50780, Fax 038392 50780

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Brunsbüttel unter Dampf

Was hat eine Schleusenstadt mit Modelleisenbahnen zu schaffen? Schiffe ja - aber Eisenbahnen? Auch die Bürger rieben sich im letzten Jahr verwundert die Augen, als auf der 1,8 km langen Einkaufsstraße in Brunsbüttel in der Adventszeit Modelleisenbahnen die Auslagen in den Schaufenstern schmückten. Das Stadtmarketing hatte in Zusammenarbeit mit dem Modelleisenbahnclub diese Idee umgesetzt. Michael Derpmann, externer Berater des Stadtmarketingvereins hatte auf einer seiner langen Autofahrten in die Stadt Brunsbüttel diese Idee entwickelt. "Ich habe für die Adventszeit nach einem Thema gesucht, das traditionell in die Weihnachtszeit gehört. Als Kinder haben wir uns die Nasen an den Scheiben der Spielzeuggeschäfte platt gedrückt. Aber wo findet man heute noch Spielzeuggeschäfte in den Innenstädten?" Von der Idee überzeugt, sprang der örtliche Modelleisenbahnclub kurzerhand auf den anfahrenden Zug auf. "Ohne die intensive Mitarbeit des MEC Brunsbüttel wäre das Projekt gescheitert", so Michael Derpmann. Nach ca. einem Jahr Vorbereitung startete dann der Brunsbütteler Modellbahnexpress pünktlich zum Ersten Advent in 44 Geschäften der Stadt. Jörg Wagner, Vorsitzender des Brunsbüttel-Marketing e.V. und Vorsitzender des MEC - welch Glücksfall - staunte nicht schlecht über die vollbrachte Leistung. "So viele verschiedene Partner unter einen Hut zu bringen, war schon ein Balanceakt. Aber mit der tatkräftigen Unterstützung von Firmen, wie Roco, Noch, Piko und Auhagen und der großartigen Medienunterstützung des sh:z konnte nichts mehr schief gehen."
So war es nicht verwunderlich, dass zeitgleich ein Sonderwagen in der Auflage von 250 Stück nach kurzer Zeit vergriffen war. Selbst die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Frau Heide Simonis, konnte sich dem Reiz der Modelleisenbahnen nicht entziehen. Sie signierte 10 Sonderwagen, die für die Kinderhospiz Initiative Schleswig-Holstein versteigert wurden.
Nach diesem Erfolg 2003 war es beschlossene Sache, dass man am Anfang einer Tradition stehen würde. So begannen sofort die Vorbereitungen für 2004. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg wurden im Februar die Fundamente gesetzt. So freut sich Jörg Wagner: "Wir konnten auch einen Hersteller wie Märklin von der Sache überzeugen." Und so sind sie alle "an Bord" in Brunsbüttel, der Stadt der großen Pötte. Erfreut zeigt sich auch Michael Derpmann vom Erfolg. "Wenn eine Idee Wirklichkeit wird, ist das schon ein tolles Gefühl. Zumal wir in diesem Jahr sogar den Sprung von Modelleisenbahnen in die Welt der "Großen" geschafft haben." Die zur Connex Gruppe gehörende Nord-Ostsee-Bahn (NOB), gerade in der Vorbereitung ihres Marschbahn-Projektes, wird erstmalig eine Partnerschaft mit Brunsbüttel-Marketing eingehen. "Vielleicht fährt ja im nächsten Jahr ein Sonderzug der NOB zu unserer Modellbahnausstellung", träumt Jörg Wagner. Dann würden alte Zeiten wach. Denn Brunsbüttel hat keinen Anschluss mehr an den Personenverkehr - aber einen kaiserlichen Bahnhof. Und wer schon einmal in Brunsbüttel mit einer Bahn fahren will, kann das am dritten Adventswochenende tun. Da dampft eine Kindereisenbahn um den Weihnachtsmarkt. Die im Maßstab 1:10 nachgebaute schwere Rangierlok, Baureihe 81 der Familie Schüller aus Köln, wird mit ihren sechs angehängten Wagons für viele Kinder das erste "Bahnfahrerlebnis" sein.
Das Ereignis findet in der fast 2 km langen Koogstraße in Brunsbüttel statt, wo die Ausstellungsstücke in 44 Geschäften und Schaufenstern gezeigt werden. Öffnungszeiten gibt es in diesem Sinne keine, da man die Ausstellung auch außerhalb der Ladenzeiten sehen kann. Als Ausstellungshintergründe dienen großformatige Bilder aus der Welt der echten Eisenbahn. Ausstellungsbeginn ist das erste Adventwochenende, das Ausstellungsende die Woche nach Weihnachten.

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30 Jahre Eisenbahnfreunde Lahr e.V.

Im Oktober 2004 konnten die Eisenbahnfreunde Lahr ihr 30-jähriges Bestehen begehen und an den beiden letzten November-Sonntagen veranstalteten sie die 20. Lahrer Modellbahntage.
Die Geschichte der EFL seit der Gründung 1974 ist eigentlich stetig aufwärts gegangen: 1975 Einzug in das alte Rathaus Dinglingen und damit Baubeginn der H0-Anlage, 1978 die ersten Modellbahntage in Fremdräumen, ab 1984 dann in den Clubräumen. 1982 Ausrichtung des 25. BDEF-Verbandstags mit der großen Schwarzwaldrundfahrt und 1994 das BDEF-Regionaltreffen Südwest.
Seit 1996 wird neben der H0-Anlage auch eine N-Anlage gebaut und betrieben. Fast jedes Jahr wurden die Lahrer Modellbahntage ausgerichtet, die sich steigender Beliebtheit erfreuten.
Dieses Jahr haben wir freundschaftliche Beziehungen mit den kanadischen N-track-Club in Ottawa aufgenommen. Als bei uns bis 1997 die kanadischen Streitkräfte Europa stationiert waren, hatten wir auch Mitglieder daraus in unserem Club. Im kanadischen N-track-Club sind Mitglieder, die bereits in Lahr stationiert waren. Die Anlage in Ottawa ist eine Modulanlage.
Gerade zu unserem 30. Bestehen ist das alte Dinglinger Rathaus von der Stadt an einen Privatmann verkauft worden. Wie alle öffentliche Einrichtungen benötigt auch die Stadt Lahr Geld und konnte die Reparaturkosten von über 500.000 Euro nicht mehr aufbringen. Zunächst war uns Bleiben versprochen worden. Nun kam von dem Privatmann die Kündigung der Räume zum 31.10.2005. Es geht uns also wie manch' anderen Modellbahnvereinen, neue Räume sind nicht in Sicht. Verhandlungen mit der Stadt sind aufgenommen, bisher jedoch erfolglos. Der Abriss unserer beiden Anlagen beginnt somit anfangs 2005. Es ist also die Frage, ob zum 1.1.2006 der BDEF Club Nr. 133 - Eisenbahnfreunde Lahr - weiterbestehen wird?
Eigentlich sollte dieser Beitrag über 30 Jahre EFL und 20 Lahrer Modellbahntage fröhlicher ausfallen.
Kontakt: Eisenbahnfreunde Lahr e.V., Postfach 14 10,
77904 Lahr, e-Mail:
ef-lahr[at]ef-lahr.de,
Internet:
http://www.ef-lahr.de 

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25 Jahre MEC Landau in der Pfalz e.V.

Im November 1979 wurde der Modell- und Eisenbahnclub Landau in der Pfalz e.V. von sieben Eisenbahnfreunden gegründet. Sie hatten vor allem zwei Ziele: Bau einer gemeinsamen Anlage und Erstellung einer Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum der Maximiliansbahn (Neustadt - Landau - Weissenburg). Obwohl das Jubiläum nur ein Jahr später stattfand, wurde die Festschrift rechtzeitig fertig. Für die Modellbahnanlage (H0 2L =) konnte ein Raum im Obergeschoss des Empfangsgebäudes des Landauer Hbf angemietet werden. Auf sehr wenig Raum wurde viel Eisenbahn platziert.
Im Jahr 1984 konnte in der Altstadt von Landau das Obergeschoss eines Hintergebäudes angemietet werden, wo nach einem Ausbau der Räume durch den MEC reichlich Platz für einen Clubraum und eine großzügige Anlage zur Verfügung standen. Inzwischen hatte der Verein über 40 Mitglieder, so dass eifrig gebaut werden konnte. Der Vermieter meinte 1989 jedoch, die Miete um fast 50 % erhöhen zu können, so dass die finanziellen Möglichkeiten des Clubs überschritten wurden. Ende 1990 mussten die Räume aufgegeben und Anlage abgebaut werden.
Für eine Zwischenperiode kam der Club im Hauptbahnhofs in einem Kellerraum unter, der jedoch viel zu klein für eine stationäre Anlage war. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht: Es wurde mit dem Bau einer Modulanlage begonnen. Als Thema wurde die 1968 stillgelegte Nebenbahn von Rohrbach-Steinweiler nach Klingenmünster gewählt.
Der Kellerraum erwies sich als sehr feucht, beim starkem Regen wurde der Raum regelmäßig mehr oder weniger überflutet. Als 1994 die Landauer Signalmeisterei aufgelöst wurde, konnte der MEC in deren Räume am ehemaligen Ablaufberg einziehen. Hier war man zwar vom Hochwasser sicher, dafür musste das Dach erst einmal abgedichtet werden. Jeder Versuch, etwas Geeigneteres, aber auch zugleich Finanzierbares zu finden, ist bis heute gescheitert.
In der Signalmeisterei stehen dem MEC zwei Räume zur Verfügung: ein Clubraum und eine Werkstatt. In der Werkstatt entsteht derzeit ein stationäre H0-Anlage in L-Form von 5,50 m x 4,50 m mit einer zweigleisigen, elektrifizierten Paradestrecke und einer eingleisigen nicht elektrifizierten Stichbahn. Der Endbahnhof ist dem Bahnhof von Bad Bergzabern im Jahr 1953 nachgebildet.
Als Gleismaterial wurde das Märklin-K-Gleis gewählt, wobei die Weichen umgebaut wurden. So ist es möglich, sowohl mit 3L ~ als auch mit 2L = zu fahren. Zur Zeit wird mit einer Computersteuerung experimentiert mit dem Ziel, mit Fahrzeugen beider Systeme gleichzeitig zu fahren.
Die 1991 begonnene Modulanlage ist in ihrem jeweiligen Ausbau seit 1993 häufig auf Ausstellungen in Verbindung mit Weihnachtsmärkten gezeigt worden.
In Form einer Paradestrecke durchfahren Züge der Strecke Landau - Winden den Bahnhof Rohrbach-Steinweiler. Ein großer Schattenbahnhof sichert einen abwechslungsreichen Zugbetrieb. Dieser Teil der Anlage wird voll- oder halbautomatisch mit Computersteuerung (selbst entwickelte Software) betrieben. Für die Strecke nach Klingenmünster sind zwei "Fahrdienstleiter" notwendig: einer für den Abschnitt Rohrbach-Steinweiler bis Billigheim-Appenhofen, der zweite von dort bis Klingenmünster.
Die Anlage kommt beim Publikum gut an, obwohl durch die zahlreichen Fernsehberichte vom "Wunderland" in Hamburg oft auch vergleichbare Gags erwartet werden. Auch werden ICE und andere moderne Fahrzeuge vermisst, denn die Epoche 3 wird vom MEC ernst genommen.
Der MEC als Modell- und Eisenbahnclub befasst sich aber nicht nur mit der kleinen Bahn. Regelmäßig werden Bereisungen interessanter Bahnstrecken oder Besuche historischer Bahnen organisiert. Einmal jährlich gibt es eine gemeinsame Wanderung, An- und Abfahrt natürlich mit der Bahn.
Ein Problem des MEC ist die relative Überalterung, nur 7 der derzeit 26 Mitglieder sind jünger als 50 Jahre. Vor 20 Jahren gab es im MEC noch eine starke Jugendgruppe, inzwischen scheint sich die Jugend immer weniger für die Eisenbahn zu interessieren. Aber damit steht der MEC im BDEF wohl nicht allein da.
homepage: mec-landau.de

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40 Jahre: Modelleisenbahnclub Freiberg am Neckar e.V.

Vor 40 Jahren fanden sich in Ludwigsburg einige Hobby-Modelleisenbahner zusammen und gründeten am 7.12.1964 den Modelleisenbahnclub Ludwigsburg (MECL). Schon nach kurzer Zeit gelang es den Mitgliedern von der DB einen ausgemusterten Hecht D-Zugwagen auszuleihen. Natürlich musste darin die Modellbahnanlage des Vereins eingebaut werden. Doch weder in Ludwigsburg, noch an verschiedenen anderen Standorten um Ludwigsburg fanden die Schienenstrangtüftler auf Dauer eine Bleibe für ihren Wagen.
Dank der Unterstützung der Stadt Freiberg am Neckar fand der Verein mit Übernahme des dortigen Stellwerks eine neue Heimat. Zum Einen konnte das vom Abbruch bedrohte Stellwerk im letzten Moment gerettet werden, zum Anderen fand der Verein dadurch eine ortsfeste Bleibe. Die Modelleisenbahner betätigten sich nun als Dachdecker, Maurer, Bodenleger und Installateure, um das ehemalige Stellwerk in ein Vereinsheim umzubauen. Mit der neuen Heimat des Vereins änderte der Club im Mai 1982 auch seinen Namen in Modelleisenbahnclub Freiberg am Neckar e.V. (MECF) um.
Nachdem der Hecht D-Zugwagen zwischenzeitlich wegen des schlechten Zustands nicht mehr erhalten werden konnte wurde er verschrottet. Da das Vereinsheims fertiggestellt war, aber keinen Platz für eine ortsfeste Modellanlage bieten konnte, beschlossen die Modellbahner ihre neue Clubanlage in Modulbauweise zu errichten. Seit 1986 baut und betreibt der MECF nun eine Modulanlage in der Baugröße H0 im Zweileiter-Gleichstrom-System.
Um das Glück der Vereinsmitglieder vollkommen zu machen hat der Verein im Jahr 1992 einen Bahnpostwagen gekauft, der unweit des Stellwerkes aufgestellt wurde. Der Wagen dient vorwiegend als Lagerraum für die Vereinsanlage, aber auch als Werkstatt für die Elektronikabteilung und zum Aufbau von Versuchsanlagen. Die ersten zehn Normal-Module, die bis auf den Modulunterbau bei verschiedenen Vereinsmitgliedern zuhause gefertigt wurden, sind 60 cm breit und 2 m lang und damit zur Not gerade noch auf dem Autodach zu transportieren. Die Eck- und Wendemodule sind 1,40 x 1,40 m groß und wurden wie alle weiteren Module an den Bastelabenden im Stellwerk von mehreren Mitgliedern gemeinsam gebaut. Die Bauzeit der landschaftlich komplett durchgestaltet Gesamtanlage dauerte rund 12 Jahre. Wenn sie vollständig aufgebaut ist, bildet Sie mit ihren 30 Modulen ein ineinanderliegendes doppeltes U. Die maximalen Außenmaße betragen etwa 9 mal 13 Meter mit einer Abwicklungslänge von rund 60 Metern.
Das Thema der Anlage ist eine zweigleisige Hauptbahnstrecke in unserer württembergischen Heimat. Auf den Modulen des inneren U wurde vom Einheits-Modulübergang abgewichen, um die Landschaft abwechslungsreicher zu gestalten und mit geschwungener Trassenführung der Bahn, sowohl in der Lage, als auch in der Höhe mehr gestalterische Freiheit zu erhalten. So konnte auf einem Teilstück auch eine schwäbische Schmalspurbahn (H0e) mit einem Übergabebahnhof (mit Rollbockgrube) dargestellt werden. Im "Untergrund" der Schmalspurbahn wurde ein Schattenbahnhof für weitere Zuggarnituren der Hauptbahn eingerichtet. Viele Attraktionen wie eine Fabrikanlage, ein großer Kirmesplatz, ein Bahnbetriebswerk, ein großer vorbildgerechter Steinbruch und...und...und lassen für kleine und große Besucher den Rundgang um unsere Modellanlage kurzweilig werden.
Bei der Gestaltung der Module wurde darauf geachtet, dass der Eindruck einer natürlich wirkenden, großzügige Landschaft im Sommer bis Frühherbst entsteht. Die Gebäude entstanden größtenteils aus Bausätzen bekannter Firmen, wurden aber immer abgewandelt oder überarbeitet. Wenn es keine Bausätze gab, wurde das Gebäude selbst gebaut. Der Schwerpunkt beim Bau der Modulanlage wurde auf eine saubere vorbild- und detailgetreue Durchgestaltung einzelner Szenen und Landschaftsausschnitte gelegt.
Im Sommer 2001 wurde die H0-Anlage von der elektronischen Steuerung mit Blockabschnitten auf digitalisierte PC-Steuerung umgestellt. Dies hatte zur Folge, dass auch alle Zuggarnituren des Vereins auf Digitalbetrieb umgestellt werden mussten. Gleichzeitig mit dem Einzug der neuen elektronischen Welt wurden die ersten Module erneuert beziehungsweise ausgetauscht - der Transport, Auf- und Abbau einer transportablen Schauanlage zollt eben seinen Tribut.
Im Jubiläumsjahr wird die Modulanlage zum 16. Mal in Freiberg am Neckar gezeigt. Darüber hinaus wurde die Anlage auch in anderen Städten, bei anderen Vereinen und auf Messen präsentiert.
Seit dem 1. Juni 1966 ist der Modelleisenbahnclub Freiberg am Neckar (vormals Modelleisenbahnclub Ludwigsburg) Mitglied im Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF) und trägt die Mitgliedsnummer 72.
Der Verein hat zur Zeit 46 Mitglieder, die sich in unterschiedlicher Form am Vereinsleben beteiligen. Ob Elektroniker, Landschaftsbauer oder Fahrzeugbauer, ob Fahrplansammler, Filmer, Fotograf, Fahrzeugsammler oder Hausmeisterdienst, jeder trägt zum gelungenen und harmonischen Vereinsleben bei.
Unser 40-jähriges Vereinsjubiläum feiern wir im Rahmen einer großen Jubiläumsveranstaltung. Neben unserer Modulanlage werden dort Modellbahnanlagen der Spurweiten IIm, 0e, eine Märklin Spur 0-Blech-Eisenbahn und vieles mehr gezeigt.
Die Ausstellung findet statt vom 11. bis 12. Dezember 2004, jeweils 10 bis 18 Uhr im PRISMA am Marktplatz in 71691 Freiberg am Neckar. Nähere Auskünfte erteilt der Vorstand, siehe Internet
www.mec-freiberg.de .

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Tag der offenen Tür beim MEV Lehrte

Wie in den vergangenen Jahren auch schon hatte der Modelleisenbahnverein Lehrte e.V. auch dieses Jahr wieder am zweiten September-Sonntag, dem 12. September, zu seinem "Tag der offenen Tür" eingeladen. Zwischen 10 und 17 Uhr konnten sich die interessierten Besuchern im Obergeschoss des Museumsstellwerks "Lpf" die seit der Außerdienststellung 1986 komplett erhaltenen Technik ansehen und auch unter fachkundiger Anleitung bedienen. In Untergeschoss, dem ehemaligen Spannwerksraum, wartete dann die Modellbahnanlage auf die Besucher. Hier wird der Personenbahnhof Lehrte im Zustand des Jahres 1960 nachgebaut und auch dieses Jahr konnte wieder ein weiteres Ausstattungsdetail der Anlage hinzugefügt werden. Viele Besucher kamen ins Schwärmen ob der längst abgerissenen Gebäude und viele jüngere waren erstaunt, wo früher überall Gebäude standen - heute sind dort zum Teil Freiflächen. Im Außenbereich warteten neben eine LGB-Anlage auch ein Modellbahnflohmarkt und eine Spielecke auf die Besucher.
Die Mitglieder des Modelleisenbahnverein Lehrte e.V. treffen sich immer donnerstags ab 19 Uhr im Stellwerk Lpf. An jedem 4. Sonntag im Monat ist das Stellwerk Lpf für einen Besucher- und Fahrtag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Infos auch unter
www.mev-lehrte.de  .

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10. Korntaler Modellbahntage

Am 7. und 8. Januar 2005 finden nun schon zum 10. Male die Korntaler Modellbahntage statt. Wer hätte das gedacht vor 10 Jahren, dass dieses jährliche Modellbahnertreffen einmal solche Bedeutung in der Stuttgarter Region bekommt. Das Konzept ist auch einladend: in jedem Jahr gibt es Neues zu sehen.
Die I.M.O Korntal (Interessengemeinschaft Modellbahn) hat bis jetzt keine Club-Anlage - außer der Möglichkeit, mit Modulen auf Messen präsent zu sein. Viele I.M.O-Freunde stellen in Korntal ihre neuesten Schöpfungen aus, ein buntes Rahmenprogramm erfreut die Besucher zusätzlich. Zum 10-jährigen wird Michael Fuchs seine Kohlenmine mitbringen - wir kennen ihn von der Stuttgarter BDEF-Tagung als begabten Hintergrund-Maler.
Weitere sechs bis acht Anlagen in allen Spurweiten werden zu sehen sein und der Hauptsponsor und jährliche Stifter der Tombola-Preise, das Stuttgarter Modelleisenbahn-Center Schüler, beginnt seine Festfolge zum 50-jährigen Bestehen mit einer Sonderschau in Korntal.
Weitere Infos unter:
www.imo-korntal.de.vu 

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Gedanken zum Nachwuchs für Modelleisenbahn und Vorbild

Da läuft so im Hintergrund der Fernseher und es kommt eine Ansage etwa folgenden Inhalts: Im nächsten Beitrag geht es um die Eisenbahn, nein nicht um die kleine Eisenbahn mit der man so spielen kann. Es geht um die grosse Eisenbahn, genauer um die Erfindung des elektrischen Antriebes der Lokomotive. Ah, alles stehen und liegen lassen und gebannt sehen und lauschen. Dass Werner von Siemens der Erfinder war, ist ja bekannt, aber dass der elektrische Antrieb erst bei Straßenbahnen und etwa erst ab 1928 bei der Bahn eingesetzt war, überraschte dann doch. Und schliesslich, die ersten richtigen Einsätze kamen nach dem zweiten Weltkrieg und führten zu dem heutigem Traktionssystem.
Wenn ich dem obigen Beitrag Glauben schenken würde, dann gäbe es bei mir keine Modelle der E69, E06, u.a. Beschäftigt man sich dem Aspekt der Modelleisenbahn, dann gehört sicherlich auch die Beschäftigung mit der richtigen Eisenbahn dazu. Modell ist ein Abbild der Wirklichkeit. Also gehen wir in die Geschichte der technischen Entwicklung von Fahrzeugen und Einrichtungen, der Entwicklung des Gleisbaus und von Eisenbahnnetzen, eignen uns Kenntnisse über Hochbau und Tiefbau an, und werden in die Elektrik, Elektronik und Digitaltechnik eintauchen. Je nach Fähigkeit setzt der (die) Moderbahner(in) diese Kenntnisse für seine (ihre) Anlage um.
Meine Schwiegertochter kauft Ihren beiden Töchtern jede Menge Spielzeug und darunter gibt es auch Spieleisenbahnen aus Holz und Plastik. Meine Modelleisenbahn und die damit zusammenhängenden Aktivitäten reiht sie in die Kategorie "Spielen" ein.
Um für Nachwuchs im Modellbahnbau zu sorgen, genügt es nicht eine Anfangspackung unter den Weihnachtsbaum zu legen. Passende Literatur sollte nicht fehlen, um den Spielenden spannend in die Wirklichkeit des schienengebundenen Transportsystems einzuführen bzw. weiter zu bilden. Also liebe Eltern und Großeltern: Haben Sie eine wie auch immer geartete Liebe zur Eisenbahn, dann unterstützen Sie Ihren Nachwuchs, denn es gibt viel Faszinierendes von der großen Bahn zu lernen. Möglicherweise könnten daraus Berufswünsche zu Architektur, Hoch- und Tiefbau, Maschinenbau, Mechatronik, Starkstromtechnik, Elektronik, Informatik entstehen.

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Repräsentative BDEF-Modellbahn-Branchenstudie

In Kooperation mit den Betreibern der Internetseite www.modellbahn-links.de  erstellt der BDEF eine Marktforschungsstudie für die Modellbahn-Branche. Die Umfrage wird im Internet und auch mit herkömmlichen Fragebögen durchgeführt. Nach der Auswertung sollen die Ergebnisse auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt und den unterstützenden Unternehmen als Ergebnisstudie überreicht werden.
Die aktuelle wirtschaftliche Lage ist auch an der Modellbahnindustrie nicht spurlos vorüber gegangen. In den letzten beiden Jahren gab es weniger Modellneuheiten, immer mehr Fachhändler müssen aufgeben, die Umsätze sind rückläufig. Auf der anderen Seite traten neue Kleinserienhersteller mit innovativen Produkten in den Markt, die Digitalisierung schritt weiter voran und neue Absatzwege, insbesondere im Internet, wurden erschlossen. Kurzum: die Modellbahnbranche befindet sich in einer turbulenten Phase.
Das Portal modellbahn-links.de und der BDEF haben hier als neutrale Parteien die Möglichkeit, unabhängig wertvolle Informationen zu sammeln und allen interessierten Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Nur wenige Unternehmen hätten wohl die Möglichkeit, eine solche Umfrage alleine oder im Auftrag durchführen zu lassen.
Aussagefähige und aktuelle Daten über die Modellbahner und ihre Einstellungen hat es länger nicht gegeben. Künftig soll die Befragung jährlich wiederholt werden, um Trends frühzeitig aufzudecken.
Mit dieser Studie verfolgen wir verschiedene Zielsetzungen. Die Ergebnisse sollen zu Diskussionen über die Zukunft der Modellbahnbranche anregen. Ebenso soll ein zielorientierteres Miteinander zwischen Herstellern, Händlern und Modellbahnern gefördert werden.
Das Projekt sammelt wichtige Informationen und stärkt alle interessierten Unternehmen und internationalen Verbände und somit auch das Modellbahn-Hobby.
In der Umfrage stellen wir Fragen zur Nenngröße, Anlagengröße, Alter, regionalen Herkunft, weiteren Hobbies usw. Daneben gibt es auch speziellere Modellbahn-Fragen, z.B. wie Modellbahner das aktuelle Marktangebot beurteilen, welche Modellbahn-Themen sie aktuell interessieren, wo und wie sie sich mit Informationen versorgen, ihre Meinung zu verschiedenen Aussagen usw. Für Fachhändler wird in einer parallelen Aktion ein spezieller Fragebogen angeboten.
Bereits mehrere bekannte Unternehmen haben ihre Unterstützung zugesagt.
Bei der professionellen Auswertung der knapp 30 Fragen werden wir von anerkannten Marketing- und Unternehmensberatern unterstützt.
Diesem Rundschreiben ist ein Fragebogen beigeheftet und weitere Fragebogen liegen bei.

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Regionaltreffen 2004

(GB): Im Oktober fanden insgesamt sechs Regionaltreffen des Bundesverbandes statt. Für die Region Süd war der MEC München mit seiner Spur-0-Modulanlage (siehe Bilder) Gastgeber, in der Region Ost stellten sich die Modelleisenbahn- und Eisenbahnfreunde Halle-Stadtmitte zur Verfügung, und für das Treffen im Norden hatten die Eisenbahnfreunde Hannover eingeladen. Das DB-Museum in Koblenz empfing die Teilnehmer aus der Mitte mit der Vorabbesichtigung der restaurierten preuß. T3. In Karlsruhe fanden sich die Gäste des MEC Karlsruhe zum Regionaltreffen Südwest und beim MEC Neuss trafen sich die BDEF-Mitglieder aus dem Westen.
Die Treffen waren unterschiedlich stark besucht. Einige wiesen sogar außerordentlich hohe Teilnehmerzahlen auf. Bei allen Zusammenkünften fanden die in lockerer Atmosphäre geführten Gespräche großen Anklang.

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Bildkalender Gartenbahn 2005

Mit "Gartenbahn 2005" erscheint wieder der großformatige Bildkalender mit zwölf Fotos - plus Titelbild - aus dem Alltag der Gartenbahn. Verwendet wurden Fotos, die von Lesern der Zeitschrift "GartenBahn" eingesandt wurden.
Der Kalender ist im Modellbahnhandel (mit Gartenbahn im Angebot) und direkt von Manfred R. Meliset, Postfach 14 0102 - D-67021 Ludwigshafen, zum Preis von 8,- € (in Europa incl. Porto) erhältlich. Bestellung per Fax: +49 (0)621 633 9745, oder per E-Mail:
office[at]gartenbahn.de Neu-Abonnenten der Zeitschrift GartenBahn erhalten den Kalender kostenlos zur Begrüßung.
Das Kalendarium ist dreisprachig, so dass der empfehlenswerte Kalender auch international verwendbar ist.

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Restaurierte Dampflokomotive T 3

Am Samstag, dem 30. Oktober 2004 öffnete das DB Museum Koblenz seine Tore, um pünktlich zum 100. Wiegenfest die preußische Dampflokomotive T 3 (89 7462), die von ehrenamtlichen Mitarbeitern des DB Museums Koblenz über vier Jahre restauriert wurde, im alten Glanz erstrahlen zu lassen.
Mit dem Modellprojekt der Restaurierung der preußischen Rangierlokomotive 89 7462 hat das DB Museum Neuland betreten. Erstmals wurde eine Restaurierung ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt, die unter professioneller Leitung des Restaurators Kornelius Götz standen. Außerdem wurden in der Metallrestaurierung erprobte und anerkannte, bisher im Eisenbahnbereich aber nicht angewandte Restaurierungstechniken eingesetzt. So wurden beispielsweise Rostlöcher nicht verschweißt, sondern mit einem wieder entfernbaren Füllmaterial geschlossen.
Ziel der Restaurierung war, die Spuren der Zeit weiter sichtbar zu lassen. Dementsprechend wurde auch in der Farbgebung Wert auf eine behutsame und nicht deckende Lackierung gelegt, welche die Patina der alten Maschine nicht übertüncht. Die heute 100 Jahre alte Dampflokomotive wurde 1904 von der Firma Hagans gebaut und war bis 1960 bei der Deutschen Bundesbahn im Einsatz. Anschließend wurde die Lokomotive dem Kölner Zoo geschenkt, wo sie bis 1999 als Klettergerüst auf einem Spielplatz stand. Nach ihrem Transport in das DB Museum Koblenz begannen die ehrenamtlichen Mitarbeiter schließlich 2001 mit der vorsichtigen Restaurierung des Fahrzeuges.
Der Einsatz von ehrenamtlichen Helfern unter Anleitung eines professionellen Restaurators stellt eine in deutschen Museen bisher kaum genutzte Alternative zu den sonst sehr kostspieligen Restaurierungen technischer Kulturgüter dar. Durch Wegfall der Arbeitskosten können methodisch anspruchsvolle Restaurierungen auch mit den limitierten Budgets der Gegenwart durchgeführt werden.
Die nicht allzu vielen Teilnehmer des BDEF-Regionaltreffens Mitte hatten bereits eine Woche vor der öffentlichen Vorstellung Gelegenheit die restaurierte T3 eingehend zu besichtigen.
Weitere Infos zum DB Museum gibt es unter 0 180 4 - 44 22 33 (0,24 Euro pro Anruf) und unter
www.bahn.de/museum .

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BDEF bei der Einweihung des Rangierbahnhofs Seelze

Am 2.1 1.2004 haben der Verkehrsminister des Landes Niedersachsen Walter Hirche und der DB-Konzernbevollmächtigte Niedersachsen/Bremen Hans-Jürgen Meyer die Inbetriebnahme des östlichen Teils im Rangierbahnhof Seelze bei Hannover vollzogen. Der BDEF war zusammen mit anderen Institutionen eingeladen und wurde durch seinen früheren Vorsitzenden Wolfgang Schacht vertreten.
Mehr als 23 Millionen € hat die DB in den vergangenen zwei Jahren investiert, um die Zugbildungsanlage Seelze auf den neuesten Stand zu bringen, Im sogenannten "Ost/West-System" werden die neu eingebauten Gleisbremsen und Förderanlage für die 18 Richtungsgleise künftig per Mausklick durch einen Rechner gesteuert. Dabei werden u.a. das Gewicht der ablaufenden Güterwagen, spezielle Laufeigenschaften und jeweils mögliche Witterungseinflüsse gespeichert und damit der zielgenaue Laufweg der Wagen durch den ganzen Güterbahnhof errechnet, wobei die Weichen automatisch gestellt und die Wirkungsweise der Brems- und Förderanlagen reguliert werden. Hemmschuhe werden nun nicht mehr benötigt, so dass diese gefährliche Arbeit, bei der es immer wieder zu Unfällen gekommen war, entfällt. Durch die moderne Ausstattung der Anlage erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Ost/West-Systems von 140 auf rund 200 Wagen pro Stunde.
In ihren Ansprachen wiesen die Vertreter des Landes und der DB darauf hin, dass der Ausbau in Seelze Bestandteil eines bundesweiten Investitionsprogramms ist, bei dem auch die anderen Rangierbahnhöfe zu wichtigen Drehscheiben für den effizienten Güterverkehr auf der Schiene ausgebaut werden.
In Kürze beginnt in Seelze nun auch der Ausbau des West/Ost-Systems, dessen seit 1970 in Betrieb befindliche Technik bis zum Jahr 2006 ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht wird. Davon sind dann 34 Richtungsgleise mit den neuen Brems- und Steuerungsanlagen betroffen. Nach Abschluss aller Arbeiten in einem der wichtigsten Rangierbahnhöfe Norddeutschlands werden dort 65 Millionen € investiert sein.

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Internationale Modellbahnausstellung Köln, 4. - 7.11.2004

Das große Glück dieser Erde lag für rund 79.000 Modellbahnfans vom 04. bis zum 07. November 2004 auf Tausenden von Kilometern Schiene in den Kölner Messehallen - bei der 11. Modellbahn, der weltweit größten internationalen Messe für Modellbahn und Zubehör, Spielzeug und Hobby. 200 Aussteller und Vereine aus 12 Ländern präsentierten auf der Modellbahn ein lückenloses Angebot in allen Spurweiten. Zeitgleich zogen Dampfmodelle alle Freunde des Dampfmodellbaus beim 3. Kölner Echtdampf-Treffen in ihren Bann. Die Hallen waren reich gefüllt an Faszination um die große Welt für kleine Züge.
462 Millionen Euro haben Modellbahnfans allein im vergangenen Jahr in ihr Hobby investiert und die Modellbahn zur stärksten Warengruppe beim traditionellen Spielzeug gemacht. Was später im Fachhandel zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes gekauft wird, gab es auf der Modellbahn zu Entdecken und zu Bestaunen. Und es zeichnet sich ab, dass gerade der Zubehörbereich profitieren wird.
Die Besucher, darunter besonders viele aus dem Ausland, verweilten entsprechend lange an den 19 Modellbahnanlagen, die zum Teil aus dem Ausland kamen.. Für die eigene Anlage gab es so auch praktische Tipps und viel Insiderwissen.
Die Aussteller hatten extra zahlreiche Bahnanlagen für Kinder aufgebaut. Außerdem kümmerte sich die Branche und die Modellbahn unter Federführung des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie e.V. und unter Schirmherrschaft von Ute Schäfer, der Ministerin für Schule, Jugend und Kinder in NRW, auch noch in anderer Weise um den Nachwuchs - denn die Modellbahn für Väter und Großväter hätte sonst keine Zukunft. So fand erneut der Schülerwettbewerb "Modellbau und Schule" statt, an dem sich 55 Schulen aus ganz Deutschland beteiligten.
Auch die Messe Sinsheim, Veranstalterin des 3. Kölner Echtdampf-Treffens zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Das große Interesse, das der Dampfmodellbau im In- und Ausland genießt, veranlasste die Koelnmesse Ausstellungen und die Messe Sinsheim zur erstmaligen Zusammenarbeit beim 3. Kölner Echtdampf-Treffen. Über 155 private Teilnehmer aus Europa zeigten stolz ihre Exponate, die sie in vielen Arbeitsstunden liebevoll gebaut und restauriert haben. Große Faszination übte auch die doppelgleisige 5 Zoll-Anlage aus, die in der Halle auf 1.500 m Gesamtlänge verlegt wurde. Bereits in der Vorbereitung wurde der Fahrspaß für die Teilnehmer mitgeplant. So drehten die ‚Lokführer' auf den ordentlich rauchenden und zischenden Echtdampf-Lokomotiven auf der Anlage mit Schiebebühne, Drehscheibe und einem Container-Terminal ihre Runden. Und sogar mitfahren konnten die Kinder und Erwachsenen auf der kombinierten 7 ¼ und 5 Zoll-Anlage. Mit großen Erwartungen ist die Messe Sinsheim in Köln "angetreten", um den Erfolg ihrer Modellbaumessen und des weltgrößten Echtdampf-Hallentreffens fortzusetzen. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Fortsetzung folgt.
Die nächste Modellbahn und das 4. Kölner Echtdampf-Treffen finden vom 09. bis 12. November 2006 statt.
Auch der BDEF - der Bundesverband der deutschen Eisenbahnfreunde - war in Köln mit einem repräsentativen Informationsstand vertreten und bot Hilfestellung zu allen Fragen rund um das Thema Eisenbahnen. Zu Gast waren auf dem BDEF-Stand unser Mitgliedsverein Freunde der Eisenbahn Köln FEK mit Informationen zu ihrem Rheingold-Zug und Werner Knopf mit einigen Freunden, die eine besonders detaillierte Schmalspuranlage zeigten, bei der sogar ein Dackel (motorisch) mit dem Schwanz wedelte.

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MODELL & HOBBY 2004, Leipzig 8. - 10. Oktober 2004

Wieder einmal war die Messe MODELL & HOBBY in Leipzig eines der Highlights des Jahres. Mit einem neuen Hallenkonzept reagierte die Messegesellschaft in Leipzig auf den großen Besucheransturm von 2003: die Messe wurde in 4 statt bisher 3 Hallen veranstaltet. 530 zufriedene Aussteller aus 14 Ländern, 95.000 Besucher sowie rund 7.000 Kinder unter 6 Jahren - das ist das Ergebnis der MODELL & HOBBY 2004 auf dem Leipziger Messegelände. Damit wurde das Top-Resultat des Jahres 2003 mit 403 Aussteller und 93.000 Besucher deutlich übertroffen. Unter der Schirmherrschaft des BDEF, Europas größtem Dachverband für Eisenbahn- und Modellbahnfreunde, stellten Modelleisenbahn-Clubs aus Deutschland, Polen, Großbritannien und den Niederlanden detailgetreu gestaltete Anlagen zur Schau.
Das Modelteam Meijerij aus den Niederlanden brachte die Sodumb & Gamorra Lumber Co., ein vorbildgetreues Abbild einer Waldbahn, wie sie einst an der Westküste Amerikas zu finden war. Hingucker bei der H0-Anlage sind die für die Region typischen Mammutbäume, die - im Modell (!) - bis zu 90 Zentimeter hoch sind.
Die Yeovil Model Railway Group aus Großbritannien zeigte eine Gaswerk-Szenerie, die die verschiedenen Erzeugungsstufen von Koksgas sehr realistisch veranschaulicht.
Der Lausitzer MEV Großräschen zeigte auf seiner N-Anlage "Ansichten aus der Niederlausitz" Landschaftsansichten rund um den Senftenberger Braunkohletagebau.
In diesem Jahr feierte die Strecke Ilmenau - Schleusingen ihr 100-jähriges Bestehen. Das nahm Christoph Romann aus Riedstadt zum Anlass, den Spitzkehrenbahnhof Rennsteig in eine originalgetreue H0-Anlage umzusetzen. Eine besondere Note erhält das Diorama durch die malerische Winterlandschaft.
Die Polski Zwiazek Modelarzy Kolejowych - der polnische Dachverband der Modellbahnfreunde - brachte mit der Clubanlage aus Lodz erwartungsgemäß wieder ein Highlight nach Leipzig. Unsere polnischen Freunde sind stets für neue Höchstleistungen in der Modellbaukunst gut.
Die EF Dillingen, haben ihre stark an das ortsansässige Hüttenwerk angelehnte H0-Anlage grundlegend überarbeitet, erweitert und mit zahlreichen weiteren Details angereichert. In dieser Konstellation wurde die Anlage in Leipzig erstmalig präsentiert. Welche Faszination diese technische Anlage auf die Besucher ausübte, konnte man an den sich in Viererreihen um die Anlage herum drängenden Interessenten ablesen.
Die MEF Bernburg e.V. stellten erstmalig in Leipzig ihre aus 88 Modulen bestehende H0, H0m, H0e -Anlage aus, die mit vielen besonderen Effekten bestückt war. Diese Anlage ohne konkrete Vorbildsituation übte ihren besonderen Reiz auf die Zuschauer aus, da sie auch noch viele bewegte Hingucker wie Straßenbahn, Kirmes und Faller-Car-System aufwies.
Die EMF Siebengebirge zeigten Ihre Modulanlage mit Schmalspurbahnen in der Baugröße H0, die mit beachtlichen Dimensionen aufwartete. Bahngesellschaften der rheinischen Heimat, die zum Beispiel Rhein-Sieg-Eisenbahn, Heisterbacher Talbahn oder Brohltal-Eisenbahn heißen bzw. hießen, sind die Vorbilder, die ins Modell umgesetzt wurden. Durch das Andocken an die H0-Regelspur-Anlage der MG Siegkreis ergab sich ein besonderer Reiz. Diese wiederum beeindruckte durch ihre enormen Abmessungen vor allem aber auch dadurch, dass alle Module sehr gut durchdetailliert war, beileibe keine Selbstverständlichkeit sondern eher die Ausnahme bei weitläufigen Modulanlagen. Nicht zu Unrecht konnten diese Anlage schon mehrere Auszeichnungen einheimsen. Die Kombination dieser beiden Anlagen in Leipzig war die Attraktion.
Auf einer Grundfläche von 6,5 x 15 m ließ die Kindervereinigung Leipzig eine Bodenanlage in Spur IIm entstehen, die durch die Ausgestaltung mit Naturmaterial eine für Gartenbahnen prädestinierte Umgebung hatte.
Die seit 1999 existierende Arbeitsgemeinschaft Modellbahn mit Mitgliedern aus den Klassen 5 bis 12 des Heinrich-Heine-Gymnasiums Bottrop, widmet sich der schuleigenen Modelleisenbahnanlage in H0. Themen der "Centrop-Anlage" sind die Darstellung von Sehenswürdigkeiten, typischer Landschaft und Verkehrsinfrastruktur aus der Nähe von Bottrop, Essen und Oberhausen, wie z.B. des Tetraeders von 1995, des Alpin-Centers, der mit 640 m längsten Kunstschneeskihalle der Welt, und typischer Zechengebäude, die meist nach Fotos, eigenen Skizzen oder Originalplänen nachgebildet wurden.
Der Eisenbahnclub Leinefelde e.V. setzte mit dem fast maßstäblichen Nachbau der Bahnhöfe Worbis und Dingestädt im Maßstab TT gekonnt Motive seiner Heimat - dem Eichsfeld - in die Modellbahnszenerie um.
Aus Markranstädt - vor den Toren Leipzigs - hatte der TT-Modellbahnverein "Gotthardbahn" seine berühmte Groß-Anlage der Gotthardbahn im Maßstab 1:120 in das Messegelände gebracht. Diese stets dicht umlagere Anlage erstaunte die Besucher durch ihre realistische Darstellung und ihre Größe. Beachtet man, dass diese Anlage zu DDR-Zeiten entstand, als kein einziger der Erbauer die Chance hatte, das Vorbild in der Schweiz selbst zu besuchen, wird die Leistung der Markranstädter umso beachtenswerter.
Harald Wiehn aus Würzburg ließ sich von den Büchern und der Zeichentrickserie "Jim Knopf" zu einer Fantasie-Anlage inspirieren, die vor allem die jüngeren Besucher ansprach.
Mit ihrem weitläufigen, unglaublich fein detailliertem Dampflok-BW mit zwei Drehscheiben und Ringlokschuppen setzte die AG Modellbahn Neupertershain, längst vergangenen Zeiten ein Denkmal. Die H0-Anlage war genau das richtige für alle Freunde der Dampflokzeit, die nicht mit anerkennenden Worten sparten.
Lothar Böhmel aus Taucha, beglückte die Senioren mit seiner Tin Plate-Anlage in Spur 0. So wurden den Besuchern lebhaft die Anfangszeit der Modellbahn vor Augen geführt.
Für die Modellbahn-Jugend wurde wieder das bekannte "Junior College Europa®" veranstaltet, bei dem Kinder und Jugendliche spielerisch an das Hobby herangeführt werden. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Veranstaltungen in Leipzig wurde das "JCE 2004" von unseren Freunden der Sächsischen Modellbahner Vereinigung - SMV - organisiert und betreut, wobei der BDEF Hilfestellung gab.
Die nächste MODELL & HOBBY mit Leipziger Spielfest findet vom 30. September bis 3. Oktober 2005 statt und präsentiert sich dann mit einem neuen Logo.

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3. Modellbau Bodensee, Friedrichshafen 19. - 21.11.2004

Erst zum dritten Mal öffnete in diesem Jahr die Messe "Modellbau Bodensee" ihre Pforten in dem attraktiven, modernen Messegelände am Rande von Friedrichshafen am Bodensee.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Macher dieser Ausstellung - die Damen und Herren der Messe Sinsheim - auch die Modellbau Bodensee zu einer ähnlich erfolgreichen Veranstaltung führen, wie sie es in Sinsheim geschafft haben. Die hohe Besucherzahl und die Anwesenheit von Herstellern, die Friedrichshafen anderen Messen am gleichen Wochenende vorzogen, dürften diesen Eindruck untermauern.

Die Projektleitung hatte im Bereich Modelleisenbahnen eine durchwegs hervorragende Auswahl an Modellbahnanlagen präsentiert, von denen vor allem die meisten nicht schon unendlich oft auf anderen Messen zu sehen waren. Nicht ganz der statistischen Verteilung der Nenngrößen folgend war ein starkes Übergewicht großer Spuren (1 und 2m) zu verzeichnen, was jedoch einen ganz besonderen Reiz hatte. Aufgewogen wurde dies zudem durch eine relativ riesige Z-Anlage der MBF Würmtal, wo ein Zug bis zu 20 Minuten unterwegs war, bis er wieder an der gleichen Stelle erschien.
Als Highlight in Halle 4 wurde allgemein die große Modulanlage in Nenngröße 1 der Spur-1-Freunde Südbaden betrachtet, die nicht nur Trassenbretter hatte sondern viel Tiefe und liebevoll ausgestattet war mit vielen Details. Als am Sonntag kurz nach Ausstellungseröffnung die Sonne durch die großzügigen Glasflächen der Halle auf den Ringlokschuppen der Anlage schien, flippten die Fotografen regelrecht aus.
Der IBM Club Böblingen hatte eine amerikanische Anlage in Gartenbahnmaßstab aufgebaut. Mit zwei Großanlagen war der Modelleisenbahnclub St. Ingbert vertreten, und die Freunde vom MEC Waiblingen zeigten ihre besonders gut durchgestaltete H0-Anlage. Großes Interesse fanden neben weiteren Anlagen auch die Anlagen der MEF Bernburg und die bekannte Spur-0-Anlage von Peter Urban.
Für den BDEF enthielt der Messeauftritt eine besondere Premiere: Erstmals hatten sich die Verbände BDEF, VOEMEC (Österreich) und SVEA (Schweiz) zu einem Gemeinschaftsstand entschlossen und sogar die optische Darstellung angeglichen. Das Ergebnis war eine Standfront, die allseits große Beachtung fand und von vielen Besuchern sehr erfreut aufgenommen wurde, konnte man doch zu "seinem" Dachverband Verbindung aufnehmen, egal ob man vom Nord-, vom Ost- oder vom Südufer des Bodensees kam. Das internationale Flair des Dreistaatensees Bodensee war auch bei den Modellbahnverbänden präsent.
Der österreichische Verband VOEMEC wurde vom Stellvertretenden Vorsitzenden Wieland Zimmer vertreten. Der Schweizer Verband Eisenbahn-Amateur SVEA hatte Walter Ruch und Dieter Portmann als Gesprächspartner entsendet. Und weitere SVEA-Verantwortliche waren im Laufe der Messe zu Besuch gekommen.
BDEF, SVEA und VOEMEC hatten im Dreiländereck am Bodensee erfolgreich ein wenig Europa demonstriert und waren sich schnell einig, dass dies zur ständigen Einrichtung werden solle.

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Lippisches Feldbahntreffen

Nach der sehr guten Resonanz des Treffens vor zwei Jahren haben sich die Feldbahnfreunde der Eisenbahnfreunde Lippe entschlossen, diese Veranstaltung im Ziegelei-Museum Lage nun im 2-Jahres-Rhythmus durchzuführen.
Nach umfangreicher Vorarbeit war es am Wochenende 25. und 26. September 2004 endlich wieder soweit. Trotz des unbeständigen und kühlen Wetters kamen an beiden Tagen über 500 Besucher, um Feldbahn-Nostalgie zu erleben. Feldbahnfreunde aus näheren und weiteren Regionen (Bielefeld, Hagen, Osnabrück, Kassel, Hof) waren gekommen, um mit dem mitgebrachten Schätzchen einige Runden auf unserem, über 1000 m langen Streckennetz zu drehen, und um sich die zahlreichen Exponate anzusehen. Einige wollten einfach nur mal ein paar Runden mitfahren.
Die Werbeaktion im Vorfeld für diese Veranstaltung führte dazu, dass uns im September vor dem Treffen Feldbahnfreunde aus Frankfurt/Main, der Schweiz und aus Lippstadt besuchten. Diese Feldbahnfreunde bekamen natürlich eine "Sonderführung". Ebenso eine Gruppe von fast 50 Personen, die zu einer "Schildersammlungstagung" eingeladen wurde.
Der Höhepunkt an beiden Tagen war die "Lok- und Zugparade". Zehn Diesellokomotiven und drei Schienenkulis wurden gezeigt. Daneben noch die zahlreichen Loren, Güter- und Personenwagen und Exponate der Marke "Eigenbau". Besonders vorgestellt wurde natürlich unsere schöne Lok "Lothar", eine Diema DS 28 mit 37 PS, die wir Feldbahner von den EF Rheine als "beweglichen Schrotthaufen" vor gut einem Jahr gekauft haben. Die Restaurierung hat über ein Jahr gedauert. Neben unseren Bastelabenden haben wir noch reichlich Überstunden gemacht und Sonderschichten eingelegt.
Vorgestellt wurde auch unser "Neubauwagen" für die Personenbeförderung. Max. zwölf Personen sitzen in seitlich gesicherten Abteilen. Ein sogenanntes "Tonnendach" schützt vor Sonne und Regen. Ein größeres Abteil wurde mit schwenkbarer Tür und gesicherter Rampenauffahrt für Rollstuhlfahrer bzw. Kinderwagen integriert. Die Bauzeit betrug sechs Monate mit vielen Überstunden, die unsere "Feldbahn-Rentner-Band" absolvierten. Als Vorlage diente unsere "Eigenkonstruktion" aus dem Vorjahr, so dass wir jetzt über einen überdachten Abteilzug für 24 Personen verfügen.
Erstmalig haben wir eine Rahmenprogramm für Besucher, die nicht nur an der Feldbahn interessiert sind, mit aufgenommen. Der "Shanty-Chor Vahlhausen" unter Leitung von unserem Vereinsfreund Walter Tiedemann gestaltete einen wunderschönen Nachmittag im großen Saal des Museums. Hier konnten wir zusätzlich ca. 100 Gäste begrüßen.
Viele Besucher haben uns zu unserer Gesamtveranstaltung an diesem Wochenende beglückwünscht. Auch die Presse (LZ, Lippe aktuell, Postillon) und das Regionalfernsehen haben äußerst positiv über uns berichtet. Von mehreren Seiten erhielten die Feldbahnakteuren für die gelungene Veranstaltung im Ziegelei-Museum Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Kontakt: EF Lippe, Hellmeyerstraße 19, 32791 Lage/Lippe. Internet:
http://www.eisenbahnfreunde-lippe.de 

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Gute Zensuren in Renchen

Am 6./7. November fanden die ersten Modellbahntage in Renchen statt. Über 1500 Besucher waren gekommen. Für die Modellbahnbau-AG und die Realschulklasse 9a der Grimmelshausenschule in Renchen sowie für den AG-Leiter und Klassenlehrer Dr. Reinhard Klotz war das ein riesiger Erfolg. Die 34 AG-Mitglieder bauten schon seit einem Jahr an den Bahnen und Landschaften, bevor sie am Mittwoch in der Festhalle mit dem Aufbau der vier AG-Anlagen begannen. Zu Gast waren auch die Modellbahnclubs Achem und Oberkirch. Es gab sogar Echtdampfloks, die mit Kohle beheizt ihre Runden drehten. Die eingeladenen Modellbahnclubs zwischen Freiburg und Karlsruhe waren überrascht von der professionellen Arbeit der Modellbahn-AG. Spontan wurde die Renchener AG vom Modellbahn-Club aus Lichtenau zu deren Modellbahntagen eine Woche später eingeladen. Von weiteren Vereinen liegen Einladungen vor. Auch Schulleiter Ludwig Huber und Bürgermeister Bernd Siefermann waren von der Leistung der Schüler begeistert.
Den organisatorischen Ablauf der Veranstaltung hatte die Klasse R9a übernommen. Im Rahmen eines WVR-Projekts (Wirtschaft, Verwalten, Recht) wurde dazu vor einem knappen Jahr eine Art "Klassenfirma" mit verschiedenen Abteilungen gegründet. Die Abteilungen bestanden aus dem Bewirtungsteam, das sich um Essen und Trinken für die Besucher gekümmert hatte, das Werbungsteam, dass in Renchen und Umgebung viele Plakate anbrachte und Informationstexte in verschiedenen Zeitungen zur Veröffentlichung brachte. Die Schüler hatten mit ihrem Anliegen sogar bei dem Offenburger Radiosender Erfolg. Die Buchhalter achteten darauf, dass nicht mehr Geld ausgegeben als eingenommen wurde. Das Leitungsteam war Ansprechpartner in allen Bereichen.
Bereits am ersten Ausstellungstag war die Zahl der Besucher extrem hoch. Am zweiten Tag war der Besucherandrang überwältigend. Trotzdem hatte das Bewirtungsteam der Klasse die Situation jederzeit voll im Griff. Von den 40 Kuchen, die fürs Wochenende gebacken wurden, blieb am Ende nichts mehr übrig. Am Sonntag veranstalteten die Neuntklässler am Eingang der Festhalle noch einen Flohmarkt rund um die Welt der Modelleisenbahnen. Die Modellbahntage hatten ausschließlich die 27 Schüler der R9a organisiert. Unterstützt wurden sie jedoch von den Lehrern. In zwei Jahren sollen die "Zweiten Modellbahntage Renchen" stattfinden.

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© BDEF 2004
Letzte Änderung: 28. August 2005 (
GB)