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Unser Rundschreiben 5/2004 in Ausschnitten:

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Ältere Rundschreiben finden Sie unter "Dies und Das"

Inhalt:

Editorial

47. Bundesverbandstag in STUTTGART
Die Bahn und die Bahnfreunde Offene Türen beim MEC Stuttgart
AKV zu Besuch bei der Nordwestbahn Eröffnung und Forum "Schienenverkehr und Verkehrspolitik"
125 Jahre elektrische Lokomotiven Rundfahrt auf Schienen
Dampflokfreunde Berlin e.V.
zum 25-jährigen Gründungsjubiläum neu im BDEF
Modellbahn-Hopper
10 Jahre Eisenbahnfreunde Bensheim Große Rundfahrt
25 Jahre Eisenbahnfreunde Taunus e.V. Historischer Dampfzug Amstetten - Gerstetten
20 Jahre MEC 01 220 Treuchtlingen e.V. LUX-Modellbau - neues Fördermitglied im BDEF
Modell-Eisenbahn-Club Bremen e.V. Gotthard-Nordrampe - wie lange noch?
Drei Jahre Miniatur Wunderland Hamburg DB Museum öffnet Fahrzeugdepot
"Einsteigen bitte!" Das ist die Höhe!
Littfinski umgezogen Kundencharta der Deutschen Bahn AG
Ende für Fuchstalbahn ? BRAWA S 2/6 - "ein Star wurde geboren"
Neu bei Viessmann InnoTrans 2004, Berlin 21. - 24. September 2004
  51. MOROP-Kongress in Brig CH

   
 

Editorial:

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Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn! 
Nun ist es also soweit: der Bäcker will nun doch seine Brötchenpreise erhöhen. Ob das gut geht, müssen wir abwarten. Aber damit haben wir auch schon das Ende des im vorigen Editorial begonnenen Vergleichs erreicht. Denn dass ein kleiner Bäcker mit seinem Betrieb an die Börse geht, kommt einfach nicht vor. Die DB AG ist aber kein kleiner Handwerksbetrieb, sondern ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Einzelunternehmen, die jeweils einen Teilbereich bewirtschaften. Gemeinsam stellen sie das dar, was wir als "Die Eisenbahn" bezeichnen. So wie wir auch "Das Fernsehen" sagen. Das stammt noch aus einer Zeit, als es nur ein Programm gab und nur eine Bahngesellschaft, jedenfalls für Fernfahrten.
Heute fahren aber, wenn auch nicht in dem Umfang, in dem es weitere Fernsehprogramme gibt, auch mehrere Bahngesellschaften auf den Gleisen. Das ist auch so gewollt, denn es soll ja Wettbewerb auf den Schienen geben. Die Fernsehsender stehen ja auch im Wettbewerb um die Gunst des Zuschauers.
Und wie funktioniert das dort? Die Programme der Fernsehgesellschaften werden durch die allen gehörende Luft oder über ein Kabel oder einen Satelliten transportiert. Damit alle Sender gleiche Chancen haben, gehören Kabel und Satelliten separaten Gesellschaften, die sich ihre Kosten bezahlen lassen. Die Eisenbahnen brauchen für ihren Betrieb Schienen, und die gehören der DB Netz, also einem Bestandteil der DB AG. Man benötigt nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass das über kurz oder lang zu Schwierigkeiten führt. Auch wenn die Beteiligten beteuern, dass die Zusammenarbeit zwischen DB und anderen Schienenverkehrsunternehmen im Alltag gut funktioniert: Es kann und darf einfach nicht sein, dass die Infrastruktur einer der Gesellschaften gehört, die untereinander im Wettbewerb stehen. Übertragen auf den Straßenverkehr hieße das: Alle Straßen, vor allem die Autobahnen, gehören einer der Lkw-Speditionen oder einem Busunternehmen.
Bei der geplanten Privatisierung soll der gesamte Konzern DB AG als Ganzes an der Börse gehandelt werden. Nun musste der ursprünglich geplante Termin für die Privatisierung der DB verschoben werden. Ich will hier nicht die Gründe für diesen Aufschub diskutieren. Aber aus meiner Sicht ist damit eine günstige, vielleicht die letzte Gelegenheit gegeben, die Weichen anders zu stellen. Denn genau genommen dürften die Gleise eigentlich gar nicht in privater Hand sein. Der Bund als Eigentümer sollte dafür sorgen, dass die gesamte Infrastruktur, also Gleise, Sicherungstechnik (Signale), Bahnhöfe, usw. aus dem Börsenangebot herausgelöst werden und in staatlichem Besitz bleiben. Die DB AG kann dann als reines Betriebsunternehmen in beliebiger Form bestehen, also auch ein börsennotiertes Unternehmen werden.
Auf keinen Fall dürfen die Verantwortlichen dann aber der Versuchung unterliegen, die Infrastruktur ebenfalls zu privatisieren. Das sollten die Erfahrungen in Großbritannien lehren. Dort musste das Gleisnetz aus privatem wieder in Staatseigentum zurückgeführt werden. Das hat ein Mehrfaches dessen gekostet, was die Privatisierung ursprünglich in die Staatskassen gespült hatte. Denkbar ist, ein unabhängiges Unternehmen mit der Verwaltung und Instandhaltung der Infrastruktur, die in Staatsbesitz bleibt, zu beauftragen. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten: Toll Collect lässt grüßen!

Mit herzlichen Grüßen Ihr

Dieter Eikhoff

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Die Bahn und die Bahnfreunde - ein beachtenswerter Leserbrief

Ja, die Bahn hat fast nur Fans, absolut korrekt.
Tausende stehen an den Strecken der Republik und knipsen für sich selbst oder irgendwelche Hobbyseiten im Internet oder in Zeitschriften, bis der Auslöser glüht, doch was bringt das der Bahn?
Hunderte stehen an den Strecken und schreiben sich Loknummern und Revisionsdaten auf, entwickeln daraus Umlaufpläne und machen die Arbeit, die eigentlich gut bezahlte Bahn-Mitarbeiter schon machen und aus unbekannten Gründen nicht an die Öffentlichkeit geben wollen. Was bringt's? Nicht wirklich viel.
Viele Tausend verdingen sich in sogenannten "Eisenbahnfreunde"-Vereinen und versetzen sich dabei in eine Traumwelt längst vergangener Zeiten, indem sie zum Beispiel Dampfloks oder Schienenbusse sanieren, vorhalten und in seltenen Fällen damit fahren. Damit ist aber kein einziger Meter Betriebsgleis gerettet.
Hunderttausende fahren jedes Jahr auf Dampflok-Sonderfahrten mit, Leute, die sonst die Bahn verfluchen, ohne je mit ihr gefahren zu sein, die die moderne Bahn gar nicht kennen, sich aber über die alte Bundesbahn schon aufgeregt haben, zahlen bereitwillig hohe Preise, um sich mit großem Aufwand in genau die Zeit zurückversetzen zu lassen, die sie selbst verachten. Fahrgäste für die moderne Eisenbahn? Wohl kaum, denn am Bahnhof steht ja schon der Volvo-Kombi, in den man die Kinder hinten reinsetzt und mit dem man auch weiterhin über die Autobahn zur Arbeit fährt, gleichzeitig aber über Kürzungen der Pendlerpauschale oder Verteuerung des Benzins meckert.
Hunderttausende haben Modellbahnen im Keller oder Speicher stehen, versetzen sich auch damit in die gute alte Dampflokzeit, in der noch alles in Ordnung zu sein schien. Diese Leute fahren vermutlich zur Mehrzahl auch nicht mit der Bahn, weil die ja heute so kalt und unpersönlich oder so teuer geworden ist.
Hingegen kümmern sich um die Bahn von heute nur Wenige, arbeiten sich in neue Stellwerkstechniken oder Loktechniken ein. Es ist ja viel leichter, auf Ks-Signale zu schimpfen und daheim im Keller den Formsignalflügel an die Modelleisenbahn zu kleben.
Auch wenn das alles sehr polemisch klingt: man muss eigentlich nur die Augen aufmachen und sieht dieses Bild des Schreckens. Viele Freunde der Eisenbahn leben in einer blumigen Vergangenheit, die Nutzer der Eisenbahn hingegen leben in der grauen Gegenwart. Folge: die Nutzer sind nicht die Freunde, die Freunde oft nicht die Nutzer der Eisenbahn.
Wenn sich daran nichts Grundlegendes ändert, wenn weiterhin viele Ressourcen auf die Erhaltung von Sachen verbraucht werden, die längst Vergangenheit sind, die niemals mehr wiederkommen werden, wenn weiterhin so viele Leute ihre Zeit für ziemlich unnötige Sachen verbrauchen, dann wird die Bahn tatsächlich an die Wand gefahren.
Jemand muss gegen die wirre Politik zu Felde ziehen, Paroli bieten, eigene Konzepte entwickeln und auf Umsetzung drängen. Und was passiert? Hunderttausende "Eisenbahnfreunde" verschwinden im Keller oder im Ex-AW zu ihrer Dampflok oder stellen sich schulterzuckend mit der Fotokamera an die Strecke, um lieber den "letzten Zug" zu fotografieren, als die Einstellung des Verkehrs durch kontinuierliches Arbeiten zu verhindern.
Jetzt habe ich sicher ganz viel Porzellan zerschlagen, ein Haufen Leute wird sich jetzt angegriffen fühlen. Aber vielleicht packen sich ja ein paar mutige Bahnfreunde an die eigene Nase und organisieren sich in Vereinen oder Vereinigungen mit pragmatischen, zukunftsweisenden Zielsetzungen.
Sigurd Kain, Köln

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AKV zu Besuch bei der Nordwestbahn

Die AKV-Sitzung am 4./5. November 2000 in Bad Rothenfelde fiel zusammen mit dem Start der Nordwestbahn (NWB). Am 14. August 2004 besuchte der BDEF-Arbeitskreis Verkehrspolitik die NWB erneut an ihrem Sitz in Osnabrück. Gesellschafter dieser Bahngesellschaft sind die Stadtwerke Osnabrück, die Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg sowie die Connex Regiobahn GmbH. Sie betreibt den Verkehr auf einem Netz im Westen Niedersachsens und im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Am 14. August empfingen Ulf Middelberg, Leiter der Abteilung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Prokurist, und Katrin Hofmann von der Öffentlichkeitsarbeit den AKV auf dem Gelände der NWB in Osnabrück.
Die Vorstellung des Unternehmens durch Ulf Middelberg ging nahtlos über in ein lockeres Gespräch in angenehmer Atmosphäre. Die NWB verzeichnet seit ihrem Start beachtliche Erfolge. Im Gesamtnetz verdoppelten sich die Fahrgastzahlen, auf einzelnen Strecken wuchsen sie auf das Fünffache. Ulf Middelberg sieht den Erfolg im Konzept der Mischung aus Connex und regionalen Unternehmen. Ihren regionalen Bezug unterstreicht die NWB beispielsweise durch Zusammenarbeit mit 26 Tourismuszweckverbänden aus ihrem Einzugsgebiet. Auch in der Sprache macht sich dies bemerkbar: In allen Veröffentlichungen verzichtet die NWB auf die Verwendung englischer Begriffe, nicht wegen eines "linguistischen Reinheitsgebots" sondern aus Nähe zu ihren Fahrgästen.
Ihre Wettbewerbsvorteile bezieht die NWB laut Middelberg nicht aus Dumpinglöhnen für die Mitarbeiter, sondern aus Synergien im Overhead, sprich schlankem Management.
Insgesamt ließ die Diskussion über verschiedene Themen des Regionalverkehrs eine gemeinsame Wellenlänge erkennen: Der Fahrgast steht im Brennpunkt der Aktivitäten.

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125 Jahre elektrische Lokomotiven

Es scheint, dass dieses Jubiläum kaum zur Kenntnis genommen wird. Nur ganz vereinzelt findet man in der Presse überhaupt einen Hinweis, dass sich vor genau 125 Jahren die erste Ellok der Welt in Bewegung setzte. Weder vom Hersteller Siemens, noch von der Bahn selbst sind größere Feierlichkeiten bekannt - so wollen wenigstens wir ein wenig nostalgisch werden:
Die erste brauchbare Elektrolokomotive der Welt fuhr 1879 in Berlin. Es gab zwar schon vorher Versuche mit elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen, richtig funktioniert hatte aber keine. Auf einer Gewerbeausstellung, einer Art Messe, führte die Firma Siemens & Halske auf einer etwa 300 Meter langen Kreisbahn eine kleine Elektrolokomotive vor, die eindrucksvoll das von Werner von Siemens entdeckte elektrodynamische Prinzip vorführte. Die Lokomotive leistete knapp 3 PS und konnte mit ihren drei Wagen "stolze" 7 km/h schnell fahren. Die maximal 18 Fahrgäste saßen ungeschützt auf den "Sitzbänken mit Rädern", der Lokführer saß direkt über dem Elektromotor. Trotzdem waren die Besucher von der neuen Technik begeistert. Die Gewerbeausstellung dauerte fünf Monate und in dieser Zeit fuhren über 80.000 Menschen mit dem neuartigen Fahrzeug mit.
Alle elektrischen Lokomotiven sind technisch im Prinzip bis heute genauso aufgebaut wie dieses kleine Fahrzeug. Das Original kann im Deutschen Museum in München oder als Nachbau im DB Museum in Nürnberg betrachtet werden. Der Strom wurde damals noch auf einer Stromschiene zwischen den Schienen zur Lok geleitet (war wohl das Vorbild für die viele Jahre später entwickelten Märklin-Gleise?).

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Dampflokfreunde Berlin e.V.
zum 25-jährigen Gründungsjubiläum neu im BDEF

Der am 1.8.1979 in Berlin gegründeter Verein hat sich dem Erhalt und der Pflege von Eisenbahnfahrzeugen und Anlagen vergangener Epochen der Eisenbahngeschichte verschrieben. Das damit im Zusammenhang stehende Wissen und die praktischen Erfahrungen werden gerne an interessierte Menschen weiter gegeben. Vor allem jüngeren Generationen soll ein lebendiges Stück Eisenbahnerlebnis vermittelt werden.
Der Vereinssitz befindet sich im ehemaligen Bahnbetriebswerk Berlin-Schöneweide. Dort sind auch die Fahrzeuge untergestellt. Neben der Dampflok 52 8177 verfügt der Verein über einen Eisenbahndrehkran, einige Kleinlokomotiven und einige historische Waggons.
Inzwischen kann auf eine stattliche Zahl von Einsätzen mit den vereinseigenen Lokomotive zurückgeblickt werden. Neben Sonderzügen nach Lutherstadt Wittenberg, Templin und Niederfinow bespannte die 52 8177 auch planmäßige Reisezüge zwischen Königs-Wusterhausen und Frankfurt (Oder), zwischen Berlin-Lichtenberg und Rheinsberg, sowie einige Fotogüterzüge nach Kiez-Küstrin und Cottbus. Im Jahr 1997 erhielt sie eine Hauptuntersuchung im Ausbesserungswerk Meiningen und ist seitdem häufig mit dem Traditionszug Berlin in und um Berlin unterwegs gewesen. Auch zukünftig stehen immer wieder interessante Fahrten auf dem Programm.
Die Lokomotive 52 6666 wurde unter der Fabriknummer 1492 in den Skoda Werken Pilsen gebaut und am 27.10.1943 im RAW Chemnitz an die Deutsche Reichsbahn übergeben. Ihr erstes Heimat-Bahnbetriebswerk (Bw) war Nossen. 1947 erfolgte die Umbeheimatung zum Bw Berlin-Lichtenberg. Nach mehreren Zwischenstationen in Berliner Bahnbetriebswerken wurde die 52 6666 im Jahre 1959 in Jüterbog stationiert.
Seit 1971 ist die Lok im Bw Berlin-Schöneweide untergebracht. Anfang der achtziger Jahre wurde verfügt, die Lokomotive 52 6666-3 als betriebsfähige Traditionslokomotive der Nachwelt zu erhalten. Vor unzähligen Sonderzügen war sie seither im Einsatz. Bei ihrem RAW Aufenthalt im Jahre 1990 wurde sie weitestgehend in den Anlieferungszustand versetzt. 1991 konnte sie mit einem Steifrahmentender gekuppelt werden.
Die Lokomotive wird durch den Verein "Dampflokfreunde Berlin e.V. in Schöneweide gepflegt und betreut. Leider kann sie seit Ablauf der Kesselfrist 1994 nicht mehr mit eigener Kraft fahren.
Bei entsprechenden Veranstaltungen wird diese Museumslokomotive der Deutschen Bahn AG der Öffentlichkeit gezeigt.
Die Lokomotive 52 8177-9 wurde im März 1944 von der Firma "Maschinenbau und Bahnbedarf AG, Zweigniederlassung Werk Babelsberg" unter der Nummer 52 4996 an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Zunächst in Seddin beheimatet, kam sie später zum Bahnbetriebswerk (Bw) Stendal. Von dort wurde sie nach dem Krieg als sogenannte Kolonnenlokomotive im Verkehr Deutschland - Sowjetunion eingesetzt.
Weitere Stationierungsorte waren Chemnitz, Frankfurt/Oder und Berlin-Schöneweide. Da die Lokomotiven der BR 52 bei der Deutschen Reichsbahn auf lange Sicht nicht zu entbehren waren, wurden ab 1960 zweihundert Exemplare rekonstruiert. Sie erhielten dabei neue geschweißte Kessel und ein verbessertes Fahrwerk und wurden nach der Rekonstruktion als BR 52.8 bezeichnet. Die 52 4996 wurde im Jahr 1966 im Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) Stendal rekonstruiert und erhielt dabei ihre heutige Betriebsnummer 52 8177.
Bis zu ihrer Ausmusterung wurde die 52 8177 vom Bahnbetriebswerk Berlin-Schöneweide überwiegend im Güterzugdienst eingesetzt. Mit einem Triebwerksschaden wurde sie 1991 abgestellt, nachdem sie zuletzt vorrangig als Heizlok diente.
Nach der Ausmusterung konnte die 52 8177 vom Verein "Dampflokfreunde Berlin e.V." erworben werden. Bis 1994 erfolgte die betriebsfähige Instandsetzung der Lok durch die Mitglieder des Vereins. Vor zahlreichen Sonderzügen im Berliner Raum sowie den bekannten Ausflugszügen nach Rheinsberg konnte die 52 8177 in den letzten Jahren bestaunt werden.
Ende 1996 lief die gesetzliche Frist zum Betreiben des Lokomotivkessels ab. Dank einer großzügigen Zuwendung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und Spenden von Eisenbahnfreunden konnte die vorgeschriebene Hauptuntersuchung an der 52 8177 im Sommer 1998 im Dampflokwerk Meiningen der DBAG ausgeführt werden. Dabei wurden alle Teile der Lokomotive zerlegt und einer gründlichen Aufarbeitung unterzogen. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt vorwärts 80 km/h und rückwärts 50 km/h.
Seit November 1999 steht die 52 8177, unter der Obhut des Vereins Dampflokfreunde Berlin e.V., wieder für Traditions- und Sonderfahrten zur Verfügung und soll auch zukünftig als lebendiges Exponat ein Stück Technikgeschichte vergangener Jahre vermitteln.

Kindergarten ? Schule ? Universität ? Verein ?
Kein Problem! Für Gruppen ab 10 Personen organisieren wir gerne eine Führung durch Lokschuppen und Werkstätten des Vereins. Oder Sie suchen im Rahmen Ihrer Bildungseinrichtung ( z.B. Kindergarten, Schule, Universität etc.) einen Referenten zu verschiedenen Themen rund um die historische Eisenbahn mit dem Schwerpunkt Dampflokzeit?
Schicken Sie uns Ihre schriftliche Anfrage unter Angabe des Ansprechpartners einfach per E-Mail oder an unser Postanschrift. Da die Betreuung solcher Aktionen durch ehrenamtliche Mitglieder erfolgt, bitten wir um rechtzeitige und langfristige Anmeldung. Vielen Dank.
Dampflokfreunde Berlin e.V., Postfach 90 02 11, 12402 Berlin, e-Mail:
info[at]dampflokfreunde-berlin.de, Internet: http://www.dampflokfreunde-berlin.de 

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10 Jahre Eisenbahnfreunde Bensheim

Alles begann mit einem Bahnwärterhäuschen. Im August 1994 beschloss der Magistrat der Stadt Bensheim, dass das Bahnwärterhäuschen an der Fehlheimer Straße erhalten bleiben soll und gegebenenfalls an die Stadt abgetreten werden könnte. "Vielleicht gründet sich in Bensheim mal ein Eisenbahnfanclub, der das kleine Haus dann als Mini-Museum betreuen könnte", meinte damals ein Stadtrat. Und am 12. Oktober 1994 fanden sich tatsächlich genügend Eisenbahnfans, die den Verein Eisenbahnfreunde Bensheim gründeten. Ihren Bemühungen, das Bahnwärterhaus - den Posten 47 - vor dem Abriss zu bewahren, war leider ohne Erfolg. Nachdem sich am 13. August 1994, kurz vor 13 Uhr am Posten 47 die Schranken für immer geschlossen hatten, verschwand das Häuschen im Februar 1995 in einer Nacht- und Nebelaktion.
Der Abriss des Postens 47 konnte aber das Wachsen des Vereins nicht aufhalten. Viele Aktionen in Bensheim und in näherer und fernerer Umgebung machten die Eisenbahnfreunde bekannt. An erster Stelle sind es aber die Bensheimer Eisenbahntage, die die Eisenbahnfreunde im 10. Jahr seit ihrer Gründung im Mai in der Weststadthalle Bensheim zum achten Mal durchführten.
Für den Modelleisenbahnbauer dürfte der Nachbau der Nibelungenbahn, Teilstrecke Bahnhof Bensheim - Riedrode, interessant sein. Der Verein bemüht sich, die Geschichte der Bahn in der Region wach zu halten und für nachfolgenden Generationen zu bewahren. Ausgediente Gegenstände aus dem Bahnalltag finden im vereinseigenen Museum ihren Platz und sind dort zu besichtigen. Jeden Donnerstag treffen sich die Mitglieder im Vereinsheim in der Friedrichstraße 23 zum gemütlichen Beisammensein. Die Modellbahnbauer arbeiten an der Dokumentationsanlage Nibelungenbahn. Auch gibt es im Vereinsheim selbst immer etwas zu tun: Umräumen, um Platz für Neues zu schaffen, oder Ausstellungsgegenstände für das Museum zu platzieren, usw. "Sauere" Wochen werden durch frohe Vereinsfeste versüßt. Die Mitglieder unternehmen Ausflüge, Fahrten zu Ausstellungen und -museen, besprechen technische Probleme und tauschen Gedanken rund um die Eisenbahn aus.
Eisenbahnfreunde Bensheim e.V.: Internet
www.ebfb.de , e-Mail mail[at]ebfb.de.
Besucher sind den Eisenbahnfreunden Bensheim donnerstags ab 19 Uhr herzlich willkommen.

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25 Jahre Eisenbahnfreunde Taunus e.V.

Seit nunmehr 25 Jahren besteht in Eschborn ein Verein, der durch seine Modellbahn-Tauschmärkte in der ganzen Region bekannt ist. Die Eisenbahnfreunde Taunus formierten sich durch ein Inserat in einer Lokalzeitung des Main-Taunus-Kreises im Februar 1979. Zwölf Männer trafen sich zu Informations- und Austauschabenden in einer örtlichen Gaststätte zu einem Eisenbahnerstammtisch. Aus diesem Stammtisch ging am 13. September 1979 die Gründung der Eisenbahnfreunde Taunus e.V. hervor.
Bei der Suche nach einem geeigneten Vereinsheim entstand die Idee, einen ausgedienten Schnellzugwagen der Deutschen Bundesbahn zu erwerben und ihn als Clubheim auszubauen. Ein Tanzwagen stand zwar zur Verfügung, aber kein entsprechendes Abstellgleis auf den umliegenden Bahnhöfen Eschborn, Kronberg, Königstein oder Frankfurt-Rödelheim.
In Verhandlungen mit der Stadt Eschborn konnte unser Stammtisch nur jeden zweiten Donnerstag in einem städtischen Raum abgehalten werden. Weiter auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten konnten von der Deutschen Bundesbahn die ehemaligen Güterabfertigungsräume in Frankfurt-Rödelheim ab 1. Dezember 1980 angemietet werden. Nach Umbau und Renovierung entstand ein mit Eisenbahnutensilien ausgestatteter Aufenthaltsraum, eine kleine Werkstatt sowie der entsprechende Raum zum Bau der Gemeinschaftsanlage in Spur H0 von etwa 7 m x 4 m mit dem klassischen Thema "2-gleisige Hauptstrecke mit abgehender Nebenbahn". Die Anlage sollte nach Motiven von Bahnhöfen aus dem Taunus und den Frankfurter Vororten gestaltet werden.
Daneben entstand die Idee, bei einem Modellbahn-Tauschmarkt allen Eisenbahnfreunden der Region die Möglichkeit zu eröffnen, ihr überzähliges Modellbahnmaterial anderen Interessierten kostengünstig anzubieten. Diese Idee wurde ab 1980 zweimal im Jahr in die Tat umgesetzt. Man trifft sich noch heute im März und im Dezember in der Stadthalle von Eschborn, um mit gleichgesinnten Modelleisenbahnfreunden auch zu fachsimpeln. Ab der Vorweihnachtszeit 1985 konnte in regelmäßigen Abständen im Rahmen des Tages der offenen Tür allen Modellbahnfreunden der Fortgang unserer Gemeinschaftsanlage präsentiert werden. Der erste gesellschaftliche Höhepunkt war im Rahmen der 10-Jahres-Feier am 29. Oktober 1989 eine große Modellbahnschau.
Ende 1993 wurde unserem Verein von der Stadtverwaltung Eschborn mitgeteilt, dass sie uns neue, größere Räumlichkeiten im Vereinshaus Hauptstraße 14 zur Verfügung stellen können; diese konnten ab Mai 1995 bezogen werden. Nach einem internen Wettbewerb entschloss man sich, eine computer-unterstützte Anlage mit Kopfbahnhof, Groß-Bw sowie abgehender Nebenbahn zu bauen.
Ab 1998 wurde im Rahmen einer Modellbahn-Ausstellung die im Bau befindliche Anlage jährlich der Öffentlichkeit präsentiert. Natürlich wurde das eigentliche Vereinsleben nicht klein geschrieben, sondern man veranstaltete in den Wintermonaten Film- und Diaabende. Vereinsausflüge zu Museumseisenbahnen, Draisinenfahrten und sonstigen besonderen Bahnveranstaltungen zählen mit zu den jährlichen Highlights. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 25 Jahre Eisenbahnfreunde Taunus e.V. veranstalteten diese Anfang September 2004 eine Modellbahn-Ausstellung im Vereinshaus Eschborn Hauptstraße 14.
Gäste sind an unseren Clubabenden dienstags und freitags ab 19:30 Uhr jederzeit herzlich willkommen.
Kontakt: Eisenbahnfreunde Taunus e. V., Postfach 1366, 65743 Eschborn, Tel. und Fax 06196 464 66,
Internet:
www.eisenbahnfreunde-taunus.de ,
e-Mail:
info[at]eisenbahnfreunde-taunus.de

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20 Jahre MEC 01 220 Treuchtlingen e.V.

Unser kleiner Verein wird diese Jahr 20 Jahre alt und so haben wir uns entschlossen unsere Modellbahnanlage öffentlich zu zeigen.
Am Sonntag, 31.10.04, wird von 10 bis 15 Uhr die Anlage, die einen Nachbau des ehemaligen Bahnbetriebswerks Treuchtlingen im Maßstab 1:87 - Stand 1960 - darstellt, im Kath. Pfarrheim in der Bahnhofstraße (neben der Kirche) gezeigt. Viele Gebäude sind Eigenbauten, die unter wertvollen Hinweisen von Zeitzeugen, gebaut wurden. Die Anlage ist kein "Spielanlage" im klassischen Sinne, sondern ein Beitrag zur Geschichte unserer Heimatstadt (natürlich voll funktionsfähig/digitalisiert). Diese Anlage ist aus 8 Modulen (je 2m x 1m) aufgebaut und sonst nicht öffentlich zugänglich. Verhandelt wird zur Zeit über die Aufnahme ins Volkskundemuseum Treuchtlingen als Dauerleihgabe.
Am Sonntag, 07.11.04, findet schließlich der 20. Modeleisenbahnbasar des MEC Treuchtlingen 01 220 e.V. statt. Getauscht und verkauft wird von privat an privat in der Stadthalle an der Jahnstraße von 10 - 15 Uhr.
Kontakt/Tischreservierung:
Tel: 09142/1827, Uhlbergstr. 28, 91757 Treuchtlingen
E-mail:
joerg.tf[at]t-online.de

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Modell-Eisenbahn-Club Bremen e.V.

Nach einigen Jahren Abwesenheit vom Bundesverband entschloss sich der Modell-Eisenbahn-Club Bremen dem BDEF wieder beizutreten. Wir freuen uns über diesen Schritt sehr und konnten den Freunden aus Bremen wieder die ursprüngliche Mitgliedsnummer 004 zuordnen. Der Vorsitzende des MEC Bremen berichtet im Folgenden aus dem Clubleben und von der Anlage:
Der Verein
Der M.E.C. Bremen wurde 1961 als eingetragener Verein gegründet. Er ging aus der Modellbaugruppe der (inzwischen nicht mehr existierenden) Eisenbahnfreunde Bremen e. V. hervor. Neben anderen Aktivitäten bauten die Mitglieder des Vereins im Lauf der Jahre einige Modellbahnanlagen, von denen eine 1965 auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München den Betrieb einer Hafenbahn darstellte und den Verein über die Region hinaus bekannt machte.
Nach mehreren Umzügen hat der M.E.C. seit 1994 sein Domizil in einem ehemaligen Kuhstall in Bremen-Oberneuland, den die Mitglieder als Clubraum herrichteten. Nach dem Umbau begann der Aufbau einer neuen Anlage, der zur Zeit noch nicht abgeschlossen ist.
Derzeit hat der M.E.C. Bremen gut 20 Mitglieder zwischen 10 und 75 Jahren, die aus verschiedensten, bei weitem nicht nur technischen Berufen kommen (es ist z. Z. kein Berufseisenbahner dabei). Interessenten sind stets willkommen.
Die Anlage
In einem 150 m2 großen Raum befindet sich eine 70 m2 große durch Mittelkulissen geteilte U-förmige H0/H0m-Anlage (Zweileiter-Gleichstrom nach NEM). Außer dem unverzichtbaren Schattenbahnhof mit 52 Gleisen gibt es eine unverkürzte Darstellung des Bahnhofs Bremen-Oberneuland im Zustand Mitte der 60er Jahre, einige Streckenabschnitte, eine Abzweigstelle in landschaftlich interessanter Umgebung (John-Allen-Schlucht) und einen größeren Bahnhof mit Dampf-Bw und abzweigender Kleinbahn. Eine maßstäbliche Darstellung des Bahnhofs Bruchhausen-Vilsen (Normalspur und Meterspur) im Planungszustand ab 2005 mit Meterspur-Drehscheibe ist noch im Entstehen.
Für den Gleisbau wurde überwiegend Roco-Line ohne Bettung (10°-Weichen) verwendet, die maßstäblichen Weichen und EKW im Bf. Oberneuland entstanden im Eigenbau, im Bf. Bruchhausen-Vilsen kommen Produkte von Roco, Tillig und Bemo sowie Eigenbauten der Dreischienenweichen zum Einsatz. Im Schattenbahnhof wurde älteres Roco-Material (2,5 mm) verwendet.
Steuerung
Eine Modelleisenbahn dieser Größe erfordert einen gewissen Steuerungsaufwand. Wir haben die "Modellbahnsteuerung per Computer (MpC)" von Gahler & Ringstmeier installiert, mit der wir ein sehr vorbildähnliches Fahrverhalten in Verbindung mit einer sehr hohen Betriebssicherheit erreichen. Dabei kann im Endzustand jeder Grad der Automatisierung (von der rein manuellen Lokführung und Fahrdienstleitung bis zur Vollautomatik) gefahren werden, der gerade gewünscht ist. Auch etwas abseitige Wünsche (z. B. eine vollautomatische Drehscheibe) sind mit der MpC machbar. Gleisseitig ist die MpC eine klassische Impulsbreitensteuerung mit Block-Überwachung und automatisierbarer Fahrstraßenschaltung. Momentan fehlen uns noch die Stelltische, sodass vorläufig nur der automatische Selbststellbetrieb möglich ist.
Gestaltung
Während der Gleisbau und die Elektronik weit fortgeschritten sind, nimmt jetzt die Anlage auch optisch Gestalt an. Dabei wird je nach Eignung alles verbaut, was geeignet erscheint: Gips, Drahtgitter, Papier, Styropor, Matten, Flocken, Steinschotter, selbstgefertigte und gekaufte Modellbotanik, die ggfs. noch eine Nachbehandlung über sich ergehen lassen muss. Gebäude gibt es aus dem Handel wie auch selbstgemacht, wenn z. B. ein bestimmtes Bahnhofsgebäude nachzubilden ist. Signale und bahntypische Ausstattungen kommen z. B. von Viessmann, Weinert, Conrad und anderen.
Eine annähernd maßstäbliche Fahrleitung ohne Funktion ist in Planung. Dabei wird voraussichtlich eine Kombination von Sommerfeldt-, Viessmann- und Eigenkonstruktionen zum Einsatz kommen.
Fahrzeuge
Gefahren wird alles, was Räder hat und die einschlägigen Normen erfüllt. Intercity-Züge mit 16 Waggons sind ebenso zu sehen wie Güterzüge von mehr als 9 Metern Länge. Z. Z. wird im Club noch über "Motto-Parties" (z. B. ein Fahrtag nur Ep. IIIa, vielleicht 23. Mai 1952 von 16:05 bis 18:05) diskutiert.
Aktivitäten
Es gibt neben dem großen öffentlichen Fahrtag im November - dieses Jahr am 20. und 21. November in Bremen, Rockwinkeler Heerstr. 123 (Klattes Hoff), jeweils 11 bis 18 Uhr. - noch die vereinstypischen Aktionen wie Messebesuche, Grillen bei der Kleinbahn, Weihnachtsfeier, Kohlfahrt (im Nordwesten ein Muss!). Das alles findet ohne Stress und mit den Frauen statt. Jeden Donnerstag wird an der Anlage gebaut, der 1. Donnerstag im Monat ist als Fahrtag vorgesehen.
Kontakt
Modell-Eisenbahn-Club Bremen e.V., Vors. Jochen Vörtmann-Rusch, Am Bredenkamp 23, 28203 Bremen, Tel. 0421 71128, e-Mail:
mec[at]nord-com.net

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Drei Jahre Miniatur Wunderland Hamburg

Als vor drei Jahren, am 16.8.2001 das Miniatur-Wunderland Hamburg eröffnete, hoffte man auf ca. 150.000 Gäste pro Jahr - es wurden aber über 300.000 Besucher. Im zweiten Jahr waren es schon sagenhafte 500.000 Besucher und im dritten Jahr sind es 800.000 Besucher geworden, so dass nunmehr bereits über 1,5 Millionen Besucher die einmalige Anlage in Hamburg besichtigt haben.
Das MiWuLa ist zur größten Tourismusattraktion Hamburgs geworden; jeder dritte Gast kommt wegen dieser Modellbahnanlage nach Hamburg und nimmt eine Anreise von durchschnittlich 400 km in Kauf. Fast 200.000 Übernachtungen entstehen unmittelbar durch das Miniatur Wunderland für Hamburg.
Bei der Statistik des bisher Geleisteten können selbst große und größte Modellbahnclubs - geschweige denn "normale" Modelleisenbahner - nur noch staunen:
Mietfläche 3.500 qm
Modellfläche ca. 1.000 qm
Bauabschnitte 5 Bauabschnitte
Gleislänge 7.000 Meter
Züge 550
Waggons 7.400
Längster Zug 14,51 Meter lang
Signale + Weichen 1.900
Computer 26
Lichter 120.000
Häuser und Brücken 2.300
Figuren 60.000
Bäume 60.000
Bauzeit 135.000 Stunden
Kosten ca. 4.000.000,- Euro
Aber, wie gesagt, dies sind die Daten von den derzeit bestehenden fünf Bauabschnitten - geplant bis 2008 sind weitere vier Bauabschnitte!

Bauabschnitt Skandinavien gestartet
Ursprünglich sollte nach der Vollendung des Amerikaabschnittes Schluss sein. Aber erstens macht der Modellbau süchtig, zweitens wollen so viele perfekte Künstler gerne weiterhin beschäftigen werden, drittens ist es für die Gäste fantastisch, wenn sie bei jedem Besuch etwas Neues erkunden können, und viertens könne wir vom BDEF immer wieder Interessantes aus Hamburg berichten.
Anfang des Jahres 2004 entschloss man sich, den gesamten 3. Stock zusätzlich anzumieten. Damit wird die Ausstellungsfläche auf 5.000 qm erhöht. Seit kurzen ist dort der neue Eingang samt großem Restaurant fertiggestellt, so dass nun reichlich Platz für die weiteren Bauabschnitte vorhanden ist. Begonnen wurde bereits mit dem bisher größten Abschnitt: SKANDINAVIEN. Es wird natürlich schöne Landschaften geben. Fjorde, Dünen, Wälder und glitzernde Schneelandschaften werden entstehen. Themen wie Erzbau, Feriensiedlungen, Lachszucht, Bohrinseln, große Wetterstationen, Weihnachtsmann und viel Landwirtschaft werden nur ein paar der vielen markanten Highlights des nördlichsten Bauabschnittes werden. Natürlich werden gigantische Brücken mit Längen bis zu 8 Metern wie immer im kompletten Eigenbau entstehen.
Der absolute Höhepunkt wird allerdings das Thema Wasser sein. Nach der erfolgreichen Entwicklung der wie von Geisterhand fahrenden Autos im Jahr 2001 hat die MiWuLa-Entwicklungsabteilung um Gerrit Braun wie von Geisterhand fahrende Schiffe entwickelt. Zwanzig Tonnen echtes Wasser werden für die authentische Skandinavienstimmung sorgen. Dabei werden die Schiffe vom Computer gesteuert. Es wird kleine und große Schiffe geben, Tanker, Frachter und die berühmten großen Fährschiffe. Dabei sollen die Schiffe realistische Abläufe wie Anlegen, Be- und Entladen, Schleusenverkehr usw. durchlaufen.
Schon fertig entwickelt und demnächst im Einsatz werden Flugzeuge in allen Größen sein, die sich mit der Car-System Technik über einen riesigen Flughafen bewegen. Sie starten und landen (simuliert) mit lautem Getöse und werden am Terminal mit vielen fahrenden Fahrzeugen abgefertigt. Der Bau des großen Flughafens hat sich aus Platzgründen seit 2001 immer wieder verzögert und kann aber nun Ende diese Jahres 2004 beginnen.

Zur Vorab-Information - oder zum nochmaligen Ansehen nach einem Besuch in Hamburg - ist das neue, dritte Sonderheft über das Miniatur Wunderland Hamburg beim EK-Verlag erschienen und aus der DVD-Edition von Spiegel-TV steht die neue DVD über MiWuLa mit einer (abendfüllenden) Laufzeit von 1 ¾ Stunden zur Verfügung.

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"Einsteigen bitte!"

Es müssen nicht immer die großen, bekannten Buchverlage sein, die Spitzenprodukte auf den Markt bringen. Dem BDEF wurde von einem Heimatpflegeverein im Taunus ein Buch zur Rezension vorgelegt, das sich unseres Erachtens voll dem Vergleich mit etablierten Fachverlagen stellen kann.
Winfried Ott vom "Heimatpflegeverein Blaues Ländchen" hat das Buch "Einsteigen bitte! Erinnerungen an die Nassauische Kleinbahn" veröffentlicht, das auf 248 Seiten mit ausgewähltem historischen Bildmaterial in kurzweiliger aber fundierter Form die Geschichte der NKAG erzählt.
Als die Nassauische Kleinbahn zu Beginn des 19. Jahrhunderts den nordwestlichen Taunus zwischen Rhein, Lahn und Aar für Verkehr und Wirtschaft erschloss, bewunderte man die NKAG als technische Meisterleistung und "nassauische Gebirgsbahn". In der Wirtschaftswunderzeit lösten Busse, Lastzüge und private Motorisierung nach und nach den "feurigen Elias" ab, doch für den öffentlichen Personennahverkehr sind die damals geschaffenen Linien bis heute unentbehrlich.
Besonders gefiel uns, dass in vielen Beiträge dieses empfehlenswerten Buchs Zeitzeugen ihre Erfahrungen und Erlebnisse schildern, was zudem mit zahlreichen - teils bisher unveröffentlichten - Bilddokumenten untermauert wird.
Die Darstellung alter Technik ist stets interessant - so richtig lesenswert wird sie erst durch die Verbindung zu den Menschen. So bleibt uns nur die Empfehlung "Einsteigen bitte!"

"Einsteigen bitte! Erinnerungen an die Nassauische Kleinbahn", Format 20,5 x 21,5 cm, Hard-Cover, 248 Seiten. Preis 19,80 Euro. Herausgegeben und zu beziehen vom Heimatpflegeverein Blaues Ländchen, 56355 Nastätten, Am Bürgerhaus, Tel. 06772 2978, Fax 06772 969758, e-Mail info[at]museum-leben-und-arbeiten.de

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Littfinski umgezogen

Unser Fördermitglied Littfinski Daten Technik (LDT) hat bereits zum 1.7.2004 neue Räumlichkeiten bezogen. Die neue Adresse lautet:
Littfinski Daten Technik (LDT)
25492 Heist, Kleiner Ring 9,
Telefon 04122 977381,
Telefax 04122 977382
Internet: http://www.ldt-infocenter.com 
eMail:
info[at]ldt-infocenter.com

LDT beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Microcontroller gestützten Systemen. Im Segment Modellbahnelektronik bieten LDT z.Zt. neben Produkten zu Digitalsystemen aus der Digital-Profi-Serie, das Modellbahn-Geschwindigkeitsmessgerät TrainSpeed an.
Die zu den Digitalsystemen Märklin-Digital~ und NMRA DCC kompatiblen Produkte sind nicht nur als sofort einsatzbereite Fertigmodule und Fertiggeräte im Gehäuse erhältlich, sondern auch als preiswerte und leicht zu montierende Bausätze. Jedem Bausatz liegt eine ausführliche Bauanleitung bei. Grundsätzlich werden zu allen integrierten Schaltungen (IC) Sockel mitgeliefert, um auch dem wenig geübten Elektronik-Bastler den problemlosen Aufbau zu ermöglichen.

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Ende für Fuchstalbahn ?

Beim BDEF-Verbandstag 2003 in Kaufbeuren wurde als "Verkehrspolitische Exkursion" die Fuchstalbahn bereist. In Landsberg und in Schongau hielten die jeweiligen Bürgermeister Ansprachen, die noch voller Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Streck im Personenverkehr waren.
DB Netz hat nun jedoch zum 17.11.2004 die Strecke Landsberg - Schongau zur Abgabe an ein privates Eisenbahninfrastrukturunternehmen ausgeschrieben.
Sollte sich kein Interessent melden, dürfte das wohl zur endgültigen Stilllegung der Fuchstalbahn führen. Die Augsburger Localbahn die heute noch Güterzüge von Augsburg über die Fuchstalbahn nach Schongau befördert, müsste ihre Güterzüge dann über die Ammerseebahn (Mering-Geltendorf-Weilheim) nach Schongau schicken.

Mehr dazu auf der Homepage der DB: http://www.db.de  oder bei der "Initiative Fuchstal-Bahn e.V.", www.fuchstalbahn.de 

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Neu bei Viessmann

Von unserem Fördermitglied Viessmann Modellspielwaren sind wieder einige interessante Neuheiten ausgeliefert worden, die wir hier kurz vorstellen wollen:.
Digital-Form-Hauptsignale:
Das einflügelige Digital-Form-Hauptsignal (4700) ist mit einer wartungsfreien LED, sowie einem integrierten Digitaldecoder für das Märklin- (Motorola-) und DCC- (NMRA-) Format ausgestattet. Dieses Signal zeichnet sich, wie bei allen Viessmann Signalen, durch seine langsame Flügelbewegung und sehr filigranen Metallmasten aus. Mit einer Höhe von 103 mm ist das Digital-Form-Hauptsignal für die Nenngröße H0 geeignet.
Das zweiflügelige Digital-Form-Hauptsignal (4701) verfügt über die gleichen Leistungsmerkmale wie 4700, ist jedoch mit zwei gekoppelten Flügeln ausgestattet.
5251 Lokdecoder Micro-DHL 055 für SELECTRIX®
Der absolut kleinste Lokdecoder der Welt! Bei Abmessungen von lediglich 6,8 mm x 13,6 mm x 2,0 mm bietet er einen bis 500 mA belastbaren Motorausgang mit der bewährten SELECTRIX®-Lastregelung, sowie zwei richtungsabhängige Lichtausgänge für Glühlampen (je 100 mA belastbar). Speziell für Spur Z und kleine N-Lokomotiven geeignet. Der Decoder verfügt über 6 farbige Anschlussdrähte nach NEM.
5257 Lokdecoder DHL 212 für SELECTRIX®
Der stärkste Decoder in unserer SELECTRIX-Reihe. Er hat eine Größe von 12,5 mm x 25 mm x 3,3 mm und liefert einen Motorstrom von 2 A. Neben zwei Lichtausgängen für je 300 mA hat er außerdem einen Ausgang für die Ansteuerung einer Zusatzfunktion mit einer Belastbarkeit von max. 500 mA. Der Decoder ist mit einem 8-poligen NEM 652-Schnittstellenstecker ausgestattet.
Gemeinsame Eigenschaften der SELECTRIX® - Lokdecoder von Viessmann:
Super-Soft-Drive (SSD)® , d.h. sehr weiches Regelverhalten,
Motorregelung durch Soll- / Istwert-Vergleich,
Mehrere verschiedene Regelvarianten zur optimalen Anpassung an den Motor, 31 Fahrstufen, intern 127 Fahrstufen;
Blockstreckenbetrieb mit einfachen Dioden; Kurzschlusssicherung der Motorausgänge; Überlastsicherung der Lichtausgänge bzw. Zusatzfunktionen; Elektronische Vertauschbarkeit der Motor-, Licht- und Gleisanschlüsse (zur Korrektur einer falschen Verdrahtung); Ausgabe der Fahrzeugnummer (Lokadresse) während des Betriebes; Einsetzbar auf digitalen Anlagen mit System SELECTRIX® und bei analogem Gleichstrombetrieb; 111 Adressen; Höchstgeschwindigkeit, Anfahr- und Bremsverzögerung und Motor-Ansteuerfrequenz einstellbar; Aufbau der Signal-Halteabschnitte wählbar.

Weitere Informationen: Viessmann Modellspielwaren GmbH, Internet: http://www.viessmann-modell.de 

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47. Bundesverbandstag in STUTTGART - der große Rückblick
19. bis 23. Mai 2004

Offene Türen beim MEC Stuttgart

Von erwartungsgemäß vielen Teilnehmern des Verbandstages wurde das Angebot wahrgenommen, die Clubräume des Modelleisenbahnclubs Stuttgart - MECS - zu besuchen. Der MECS hatte am Mittwochabend und am Donnerstag die Gelegenheit geboten, sich von der attraktiven H0-Modellbahnanlage in den beachtenswerten Clubräumen im Zwischengeschoss der S-Bahn-Station Universität verzaubern zu lassen. Am Abend trafen sich dann auch etwa 85 Gäste beim MECS zum Essen, Trinken, Schauen, Klönen...
In seinem Bericht über diesen Abend schrieb Herman Hoyer, in den Hamburger Blättern "Man traf Freunde und Bekannte wieder und konnte die Atmosphäre einer betriebsfähigen und gut konzipierten, aber noch nicht fertigen H0-Großanlage genießen". Dem ist nichts hinzuzufügen!
Deutlich ruhiger ging es tags darauf in den Räumen des MECS zu, hatten doch viele Tagungsteilnehmer bereits den Mittwochabend genutzt, um dann donnerstags andere Tagungsprogrammpunkte buchen zu können.
Die Gastfreundschaft und das Engagement der Mitglieder des MECS begeisterten wieder einmal alle Gäste.

Eröffnung und Forum "Schienenverkehr und Verkehrspolitik"

Bereits am Donnerstag, 20. Mai 2004 (Himmelfahrt) fand am späteren Nachmittag die offizielle Eröffnung des 47. Bundesverbandstages statt. Bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG konnten wir sehr günstig das Veranstaltungszentrum Waldaupark - in nächster Nähe zum bekannten Stuttgarter Fernsehturm - anmieten, ein sehr attraktiver Saalbau mit bester Ausstattung.
Pünktlich um 17.30 Uhr begann die Eröffnung mit einem musikalischen Beitrag des Ehepaars Trapp, das mit zwei Keyboards angetreten war. Nach diesem "Opener" begrüßte der Vorsitzende des BDEF, Gerhard A. Bayer, die anwesenden Teilnehmer und Gäste. Er übergab dann das Mikrofon an Otto Blaschke, den Vorsitzenden der Verkehrsfreunde Stuttgart e.V., der die Anwesenden im Namen der Verkehrsfreunde und im Namen des Modelleisenbahnclubs Stuttgart e.V. begrüßte, die beide für die Organisation des Bundesverbandstages verantwortlich zeichneten.
Als Hausherr des Veranstaltungszentrums und auch im Auftrag des Oberbürgermeisters, Herrn Dr. Schuster, erfreute dann Reinhold Bauer, der Vorstandssprecher der Stuttgarter Straßenbahnen AG, mit seiner Rede, in der er - wie auch seine Vorredner - darauf hinwies, dass dieser dritte BDEF-Verbandstag in Stuttgart im Raster von 20 Jahren, nach 1964 und 1984, eine besondere Anerkennung für Stuttgart sei. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, künftig den Abstand auf zehn Jahre zu verkürzen.
Im Anschluss daran überbrachten Andreas Schilling - Leiter und Sprecher des Verkehrsbetriebs der S-Bahn Stuttgart - die Grüße der Deutschen Bahn. Für die NVBW, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, nahm letztendlich Gerhard Schnaitmann das Mikrofon und begrüßte die Anwesenden und überbrachte die Grüße des Geschäftsführers der NVBW, Herrn Dr. Gerstner. Herr Schnaitmann ist außerdem Ehrenmitglied der Verkehrsfreunde Stuttgart und war - wie sich im Laufe des weiteren Verbandstages zeigte - maßgeblich am Erfolg einiger wichtiger Veranstaltungen beteiligt.
Anschließend moderierte der BDEF-Vorsitzende die Grußworte der anwesenden Gäste aus der Verbandswelt: Karl-Peter Naumann vom bekannten deutschen Fahrgastverband "Pro Bahn", Michel Broigniez vom europäischen Verband MOROP und Urban Rüegger vom Schweizer Verband SVEA. Von den Nachbar-Verbänden aus Dänemark und Österreich konnte Bayer die besten Grüße und Wünsche für den Verbandstag ausrichten.
Nach einer musikalischen Einlage erklärte der BDEF-Vorsitzende den 47. BDEF-Verbandstag für eröffnet.
Das bekannte Volkslied "Auf der Schwäb'schen Eisenbahn" beendete die Eröffnungsveranstaltung.

Nach einer kurzen Pause, die reichlich zum gegenseitigen Begrüßen und Unterhalten genutzt wurde, versorgte die sehr gute Küche des Veranstaltungszentrums Waldaupark die Anwesenden mit den vorbestellten Abendessen.

Nahezu pünktlich um 20 Uhr begann dann das Forum "Schienenverkehr und Verkehrspolitik", eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr".
Otto Blaschke begrüßte kurz die Teilnehmer auf dem Podium und übergab dann die Diskussionsleitung an Professor Dr.-Ing. Dr. eh. Gerhard Heimerl, der den Podiumsgästen zu Beginn viel Zeit für deren eigene Vorstellung einräumte. Mit Interesse verfolgten die Anwesenden die sehr interessanten Lebenswege von:
Stefan Mappus, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg,
Dipl.-Ing. Dr. eh. Dieter Ludwig, Geschäftsführer der Albtal-Verkehrsgesellschaft mbH, Geschäftsführer des Verbandes der Verkehrsunternehmen,
Dipl.-Volkswirt Reinhold Bauer, Vorstandssprecher der Stuttgarter Straßenbahnen AG,
Dipl.-Kfm. Andreas Schilling, DB Regio, Leiter und Sprecher Verkehrsbetrieb S-Bahn Stuttgart,
Dr. Bernd Steinacher, Regionaldirektor Verband Region Stuttgart, Aufgabenträger S-Bahn, und
Wolf-Dieter Deuschle, Geschäftsführer der EuroThurbo GmbH.
Die folgende "Diskussion" dieses hochkarätigen Podiums zeigte, dass eigentlich alle eine nahezu einheitliche Meinung hatten, die sich schlicht als "Pro Schiene" darstellen lässt. Lediglich in den Wegen das gemeinsame Ziel zu erreichen, unterschieden sich teilweise die Meinungen.
Fast pünktlich endete der interessante Abend gegen 22 Uhr.

In der Stuttgarter Zeitung erschien am folgenden Tag ein Bericht, in dem Staatssekretär Mappus zitiert wurde mit der Aussage, dass rückblickend gesehen die Bahnreform ein "Segen" für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewesen sei. "Der ÖPNV ist eine Erfolgsstory", sagte Mappus. In Baden-Württemberg werde fast ein Viertel des Personennahverkehrs auf der Schiene nicht mehr von der Deutschen Bahn abgewickelt. 22 Prozent des gesamten Verkehrs würden von "nichtbundeseigenen Eisenbahnen" erbracht. Baden-Württemberg habe von Anfang an auf Wettbewerb gesetzt und bei vielen Projekten nicht nur ein Angebot der Deutschen Bahn eingeholt, betonte der Staatssekretär.
Konsequent habe das Land alle bestehenden Chancen bei der Vergabe von Nahverkehrsleistungen genutzt. Beste Beispiele seien die Zollernbahn, die Breisgau-S-Bahn, der "Seehas" im Raum Konstanz, die Regionalverkehre um Ulm und ihn jüngster Zeit die Vergabe der S-Bahn Rhein-Neckar und der Schwarzwaldbahn Karlsruhe-Konstanz.

Die Deutsche Presseagentur verbreitete folgende Meldung: "Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF) wird sich die Zahl der privaten Eisenbahnunternehmen in den kommenden Jahren vor allem in den Regionen erhöhen. "Die Nachfrage ist da, und die Anbieter wird es auch bald geben", sagte der BDEF-Vorsitzende Gerhard Bayer. Es sei nicht zuletzt den privaten Anbietern zu verdanken, dass die Bahn als System attraktiv bleibe. "Wenn man es richtig macht, ist der Schienenverkehr ein von den Menschen geliebtes Transportmittel." Das Erfolgsrezept der privaten Anbieter, die unter anderem stillgelegte oder marode Strecken pachten oder kaufen, bleibe für den Regionalverkehr eine große Chance, sagte Bayer."

Rundfahrt auf Schienen

Eines der Angebote für den 21. Mai 2004 war die "Rundfahrt auf Schienen", womit die Schienen der Stuttgarter Straßenbahn gemeint waren. Der erste Teil galt der Stuttgarter Zahnradbahn. Er begann mit einer Besichtigung des alten Zahnradbahnhofs und der dortigen Abstellanlage an der Filderstraße unweit des jetzigen Endpunkts. Dort stand der TW 1002 auf der Schiebebühne für die Fahrt zum Zahnradbahnhof Degerloch bereit. Diese wurde lediglich durch einen - kreuzungsbedingt längeren - Fotohalt etwa in Streckenmitte in der Ausweiche Wielandshöhe unterbrochen.
Im zweiten Teil wurde mit dem Stadtbahnwagen 3349/3350 ein größerer Teil des normalspurigen Netzes bereist. Dieser Wagen gehört zu der damals in Ablieferung befindlichen Serie DT 8/11. Zunächst führte die Fahrt auf die östlich von Stuttgart gelegene Filderhochebene, unterbrochen durch einen Fotohalt an der Haltestelle "Scharnhauser Platz", die sich im Bereich eines ehemaligen Militärgeländes befindet. Wendepunkt dieses Abschnittes war die Endhaltestelle in Nellingen, einem Stadtteil der Gemeinde Ostfildern, der bis 1978 von der legendären Straßenbahn Esslingen - Nellingen - Denkendorf erreicht wurde und seit dem Jahr 2000 - jetzt von Westen - mit der Stadtbahn erschlossen wird. Zurück ging es - unterbrochen von einem Fotohalt an der Haltestelle Ruhbank (mit der meterspurigen Straßenbahn im Hintergrund) - dann am Hauptbahnhof vorbei, über die Heilbronner Straße und den Pragsattel nach Feuerbach, Weilimdorf und bis zum westlichen Wendepunkt in Giebel. Von hier aus wurde dann nach einem weiteren Fotohalt zunächst wieder über den Pragsattel, dann aber in flotter Fahrt vorbei am Autostau in der Pragstraße, vorbei an den Mineralbädern und vorbei an dem Betriebshof Heslach nach Vaihingen gefahren. Nach dem Wenden in der Kehranlage des dortigen Bahnhofs erreichte der Sonderwagen die Haltestelle SSB-Zentrum, von der aus ein kurzer Fußweg zur SSB-Hauptwerkstätte führte.
Dort schloss sich das Mittagsessen an, an dem unpragmatisch auch diejenigen kurzfristig teilnehmen konnten, die die Anmeldung versäumt hatten. Danach begann als dritter Teil dieser Rundfahrt die Besichtigung der Hauptwerkstätte mit fachkundiger Begleitung. Dabei wurden nicht nur die einzelnen Arbeitsstationen der Instandhaltung der schmalspurigen Straßenbahn, der normalspurigen Stadtbahn und der Zahnradbahn gezeigt, sondern auch die in Aufarbeitung befindlichen Wagenkästen der Standseilbahn. Höhepunkt und Abschluss bildete die Bereitstellung des in der Inbetriebnahme befindlichen, neuesten DT 8/11 Nr. 3361/3362, der für die Teilnehmer auf das Freigelände der Werkstatthalle herausgefahren wurde. 

Modellbahn-Hopper

Der Freitag stand für die Modellbahner ganz im Zeichen des ‚Modellbahn-Hopper', einer Besuchsfahrt zu mehreren Modellbahnanlagen, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die 50 Teilnehmer besuchten zuerst die Räume der "modellbahn '65", wo ein reibungsloser Betrieb auf der fürs Auge wohltuend zurückhaltend ausgestalteten Clubanlage und spezielle Einblicke hinter die Hintergrundkulissen in die Tiefen der Bereitstellungs- und Werkstatträume gewährt wurden. Anschließend ging es zur "moebac" nach Filderstadt, die uns überaus nett mit einer eigens zum BDEF-Verbandstag herausgegebenen "moebac-Sonderinfo" und der großen Vielfalt an präsentierten Schauobjekten empfing.
Besonders beeindruckte die Größe der Spur-1-Modulanlage im Foyer, aber auch die von Jugendlichen souverän vorgeführte H0-Selbstbaugleisanlage (hier wurde wirklichkeitsnah langsam gefahren, rangiert und umgesetzt), was die besondere Anerkennung der Teilnehmer fand. Auf dem Rückweg ging es dann noch zu den "Modellbahnern der SSB", die freundlicherweise äußerst kurzfristig in den Reigen mit eingesprungen waren und einen abwechslungsreichen, internationalen Fahrbetrieb auf Ihrer Märklin-Clubanlage demonstrierten. Hier hatte der große Kopfbahnhof nach Stuttgarter Vorbild mit seinen in jedem der 16 Gleise installierten Entkupplungsautomaten ebenso beeindruckt wie die funktionstüchtigen Abfertigungsbeamten auf dessen Bahnsteigen.

Große Rundfahrt

Eines Traditionell fand am Samstag die "Große Rundfahrt" statt, die unwidersprochen der Höhepunkt dieser BDEF-Tagung war. Hierfür wurde der von den Mitgliedern der SVG Stuttgart wieder mustergültig restaurierte historische Triebwagen ET25 um 07.45h auf Gleis 6 bereitgestellt, um dann ohne Halt nach Bietigheim-Ellental (Fotohalt), Pforzheim (Aufnahme des Lotsen), Neuenbürg (Fotohalt mit Scheineinfahrt), Calmbach (Kreuzung) nach Bad Wildbad-Hbf zu fahren. Hier gab es für die Teilnehmer Anschluss mit einer vom Chef der AVG - Dr. Dieter Ludwig - höchstpersönlich gesteuerten Sonderstadtbahn zur Endhaltestelle Wildbad-Kurpark und wieder zurück.
Weiter ging es (zurück) nach Pforzheim und dann ohne Halt(!) durch Karlsruhe Hbf. über Rastatt bis nach Forbach (Kreuzung), Schönmünzach (Fotohalt), Baiersbronn (Vorspann der Steilstrecken-Diesellok V213) zur späten Mittagspause in Freudenstadt. Erst zwei Tage zuvor war auf dem letzten Teilstück von Freudenstadt/Stadt nach Freudenstadt/Hbf der Fahrdraht fertig gestellt worden. Im Schlepp der V213 wurde der ET25 dann nach Eutingen gebracht und von dort ging es wieder mit eigener Kraft über die Gäubahn zurück nach Stuttgart, wo der Sonderzug nach siebeneinhalb Stunden Fahrt wieder pünktlich (+ 3 Minuten) eintraf!
Es war ein herrlicher Tag bei bestem Fotografierwetter und einer super Stimmung an Bord.

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Historischer Dampfzug Amstetten - Gerstetten

Nach den vielen großen Veranstaltungen machten sich die meisten Teilnehmer am Sonntag auf den Helmweg. Wer sich noch einen schönen Abschluss gönnen wollte, reiste am Morgen mit dem Regionalexpress über Plochingen - Geislingen und die eisenbahntechnisch noch immer eindrucksvolle Geislinger Steige nach Amstetten auf dem Hochplateau der Schwäbischen Alb. Von dort führen die Ulmer Eisenbahnfreunde auf der 20 km langen Strecke nach Gerstetten einen Museumsbahn-Betrieb durch. Ein reizvoll zusammengestellter Kleinbahnzug mit Büfettwagen, gezogen von der gepflegten Dampflok 75.1118, brachte die immer noch stattliche Gruppe von Verbandstagsteilnehmern zum Endbahnhof Gerstetten, dem Betriebssitz. Unterwegs waren gut organisierte Fotohalte eingeplant, reizvolle Motive gaben die Kreuzungen mit dem hier an bestimmten Wochenenden verkehrenden, aus Ulm kommenden Triebwagen 628 340-2. Während des Aufenthaltes konnten der Lokschuppen und ein liebevoll ausgestattetes Museum besichtigt werden. Aber auch der Büfettwagen, in dem Vereinsmitglieder leckeren Imbiss und natürlich mehr oder weniger hochprozentige Getränke feilboten, erfreute sich großen Zuspruchs. Als nach der Rückfahrt die 75.118 schnaufend zum Stehen gekommen war, gab es im Bahnhof Amstetten vielfachen Abschied nach dem sehr gelungenen Bundesverbandstag 2004.

Wir danken den Ausrichtern des Verbandstages in Stuttgart - den Verkehrsfreunden Stuttgart e.V. und dem MEC Stuttgart e.V. - für Ihren großen Einsatz und die perfekte Organisation.

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LUX-Modellbau - neues Fördermitglied im BDEF

Mit Freude begrüßen wir unser neues Fördermitglied - die Firma LUX-Modellbau. Die Lux-Reinigungsfahrzeuge - z.B. der bekannte Gleis-Staubsauger - werden seit ca. 10 Jahren hergestellt und haben nicht nur hierzulande große Anerkennung gefunden. Unter anderem sind sie auf einer großen Anzahl von bekannten Schauanlagen zu sehen. Der LUX-vacuum-cleaner ist der erste fahrbare, vollfunktionsfähige Schienenstaubsauger für alle H0-Modellbahnsysteme (Märklin, Fleischmann, Trix-Expreß).
Dieses Fahrzeug wurde speziell für die Beseitigung der losen Staub- und Schmutzpartikel auf den Modellgleisen geschaffen. Erfahrungsgemäß sind es gerade diese Schmutzablagerungen aus der Umluft und dem Geländebau, die eine sichere Funktion beeinträchtigen. Die angesaugten Schmutzpartikel werden einem mitgeführten Sammelbehälter zugeführt. Der LUX- Schienenstaubsauger wird über die Fahrspannung mit Strom versorgt und kann von handelsüblichen Triebfahrzeugen gezogen oder geschoben werden. Die Lux-Produkte bieten Hightech für die Sauberkeit von Modellbahn-Anlagen und sind für die Spurweiten H0 und N erhältlich (in Vorbereitung auch für weitere Modellbahn-Maßstäbe). Der Vertrieb der Produkte erfolgt über Modellbahn-Fachgeschäfte.
Neben den bekannten Reinigungsfahrzeugen bietet die Fa. Lux auch motorische Weichenantrieb, um vorbildgerecht und betriebssicher die Weichen aller namhaften Klein- und Großserienhersteller zu steuern. Der ausreichend dimensionierte Stellweg garantiert dabei einen optimalen Andruck der Weichenzunge bei Nenngrößen zwischen N und 2. Alle mechanischen Stellelemente sind aus Messing oder Edelstahl gefertigt und garantieren Langlebigkeit.
Ein Oberleitungs-Befestigungssystem für den Schattenbereich und Reinigungs- und Lackentfernungsmittel, sowie Reinigungs- und Lackpolituren ergänzen das Produktspektrum der Fa. Lux.
Kontakt: LUX-Modellbau, Anton-Schlecker-Straße 5, 49324 Melle, Telefon 05422 43491, Fax: 05422 44998
Internet:
http://www.lux-modellbau.de  
e-Mail:
lux-modellbau[at]web.de

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Gotthard-Nordrampe - wie lange noch?

Gurtnellen ist die flächenmäßig größte Gemeinde an der Gotthard-Nordrampe, und die letzte fahrdienstlich noch täglich rund um die Uhr bediente Station zwischen Erstfeld im Talboden und Göschenen am Nordportal des Gotthardtunnels. So ist Gurtnellen auch ein zentraler Treffpunkt für alle Eisenbahnfreunde, welche die wilde Landschaft, aber auch die großartigen Bauwerke und die Technik, die Züge und die Verkehrsabwicklung am Gotthard immer wieder faszinieren. Nicht nur aus dem fahrenden Zug erlebt man die dreimalige Sicht auf die Kirche von Wassen, von Gurtnellen und dem gegenüberliegenden Wanderweg sieht man nebst der berühmten Kirche auch die Züge und kann sie mit den Blicken verfolgen, wie sie vom Pfaffensprung-Kehrtunnel her dreimal an der Kirche vorbeifahren.
Man kann die schweren Güterzüge mit zwei Zugloks und Schiebelok am Schluss, wie sie die 26-‰-Steigung der Nordrampe in Angriff nehmen, beobachten und fotografieren. Oberhalb Amsteg dann der Blick auf die imposante Kärstelenbachbrücke, wo die Züge hoch über dem Dorf das Maderanertal überqueren, um gleich etwas weiter oben die höchste Brücke, die Intschireuss-Brücke, zu überqueren. Auf der Höhe des Fellitals hat man den guten Blick auf die engste Stelle des Reusstales, aber auch auf die schönen Gotthardbahn-Bauwerke, wie die Fellibrücke.
Die Frage heißt "wie lange noch?". Was geschieht mit dieser schönen Strecke, wenn der neue Tunnel tief unter der schönen Landschaft des Reusstals und dem Gotthardpass, fertig ist? Die großen Güterzüge, die schnellen Cisalpino's und die bunten internationalen Schnellzüge werden dann verschwunden sein. Was passiert mit den Bauwerken der Gotthardbahn? Wo wird das Leben auf diesen weltberühmten Gleisen bleiben? Was wird dann noch eine Fotowanderung wert sein für einen Eisenbahnfreak? - Sicher wissen wir nur, dass der Gotthard heute noch lebt, und dass Gurtnellen heute noch ein für die Eisenbahn wichtiger Ort ist.
Der Verfasser dieser Zeilen - selbst ein begeisterter Eisbahnfreund - vermittelt für Clubs und Vereine, aber auch für interessierte Einzelpersonen, gerne Führungen oder Beratung in der Gestaltung von Aufenthalten zum Besuch der Sehenswürdigkeiten rund um Gurtnellen und die Gotthardbahn. Fragen sie einfach per e-Mail an. Günstige, kinder- und tierfreundliche Unterkunft ist in Gurtnellen genauso zu finden wie gutes und reichhaltiges Essen zu vernünftigen Preisen.
Kontakt: Ernst Triet, Fabrikstrasse, CH-6482 Gurtnellen, Telefon: 0041 41 885 18 18, Telefax: 0041 41 885 18 28,
e-Mail: ernst.triet@pelzli.ch , Internet:
www.pelzli.ch  

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DB Museum öffnet Fahrzeugdepot

Seit Mitte September verfügt das DB Museum Nürnberg über ein neues Angebot -Führungen, durch die Fahrzeughalle am DB Museum und durch das normalerweise nicht zugängliche Fahrzeugdepot in Nürnberg-Gostenhof.
Die Führung startet jeden Samstag um 14 Uhr an der Kasse am Haupteingang des DB Museums in der Lessingstraße 6 und endet gegen 16.15 Uhr. Die Führungsgebühr inkl. Transfer zum Lokschuppen beträgt 4,- Euro pro Person, zuzüglich dem Museumseintritt von 3,- Euro pro Person.
Da die Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt ist, wird um telefonische Voranmeldung unter Tel.: 01804 442233 (0,24 Euro/Anruf im Inland) gebeten. Restkarten sind am Tag der Veranstaltung an der Museumskasse erhältlich. Aus Sicherheitsgründen ist die Führung für Kinder unter 10 Jahren ungeeignet.
Im Fahrzeugdepot des DB Museums sind momentan acht Dampflokomotiven, vier Elektrolokomotiven und sechs Diesellokomotiven zu sehen. Unter fachkundiger Führung werden zu jedem Fahrzeug nicht nur technische Details, sondern auch Besonderheiten erklärt. Ein besonderes Fahrzeug, die "Nordgau" gibt es im Museumsdepot zu bestaunen. Die "Nordgau" wurde 1853 von der Firma Maffei gebaut und ist die älteste erhaltene Lokomotive im Bestand des DB Museums. Zu Schulungszwecken wurde diese Lokomotive aufgeschnitten, so dass die Funktionsweise einer Dampflok gezeigt werden kann.

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Das ist die Höhe!

In einem Beitrag in MIBA 9/2004 über die besonders attraktive Modellbahnanlage "Pacific Coast" - die der BDEF bei "American Railroads 2004" in Sinsheim präsentierte - schreibt der Erbauer Rudolf Müller: "Bei einer Stellhöhe von 1,30 Metern ... ist es für einen Erwachsenen möglich, die Anlage fast in Augenhöhe zu betrachten, Kinder müssen hochgehoben werden." Punkt. Ende des Zitats. - Für Kinder im Vorschulalter bestimmt eine praktikable Lösung. Bei 8 bis 14 Jährigen wohl eine ziemliche Zumutung für den Vater (oder die Mutter?), den Kindern die Besichtigung einer über 16 Meter langen Modellbahnanlage durch "Hochheben" zu ermöglichen. Die Enttäuschung dieser "untragbaren" Kinder konnten wir bei der Präsentation der Anlage im Frühjahr 2004 in Sinsheim mehrfach beobachten.
Noch mehr unter die Haut ging jedoch die Beobachtung von diversen Rollstuhlfahrern! Diese reagierten dann auch durchwegs unzufrieden. Während einige einfach schimpfend weiterfuhren, konnte auch ein Rollstuhlfahrer beobachtet werden, der lange Zeit vor - oder besser gesagt unterhalb - der Anlage stand und dann mit Tränen in den Augen weiterfuhr zur nächsten Anlage. Pech, dass dies "Somewhere West" von Lucien Wiss war, die noch höher stand !
Vielleicht sollten Modellbahner, die ihre Anlagen öffentlich auf Messen präsentieren, auch an "untragbare" Kinder und an Rollstuhlfahrer denken. Bestimmt ist es für einen gesunden Erwachsenen einfacher in die Hocke zu gehen, um einen besonders guten Eindruck einer Anlage zu bekommen, als von einem Querschnittgelähmten das Aufstehen zu erwarten.

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Kundencharta der Deutschen Bahn AG

Ab 1. Oktober tritt die neue Kundencharta für den Fernverkehr der Deutschen Bahn in Kraft. Im Falle von Zugverspätungen oder dem Ausfall von Zügen im Fernverkehr (!) haben Kunden der DB AG ab einer Stunde Verspätung einen Rechtsanspruch auf Entschädigung. Diese beträgt 20 Prozent des Fahrpreises und kann notfalls eingeklagt werden. Bislang gab es lediglich eine Kulanzregelung, die der Bahn einen großen Ermessensspielraum einräumte. Bei Verspätungen unter einer Stunde gilt wie bisher, dass Reisende "im Einzelfall und auf Kulanzbasis" Ticket-Gutscheine erhalten.
Ein Vergleich der neuen Entschädigungsleistungen im europäischen Rahmen ist schwierig, zumal die Rahmenbedingungen recht unterschiedlich sind. In Frankreich beispielsweise werden im Fernverkehr zwar bereits ab 30 Minuten Verspätung ein drittel des Fahrpreises erstattet. In den Niederlanden bekommen Fahrgäste sogar 100 Prozent ab 60 Minuten Verspätung erstattet. Die ansonsten im Schienenverkehr als vorbildlich geltende SBB (Schweiz) hat ebenso wie die ÖBB (Österreich) bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember nur eine Kulanzregelung vorgesehen, die in etwa der bisher geltenden alten Regelung bei der DB gleicht.
Der Fahrgastverband ProBahn hält die "Kundencharta" für völlig unzureichend, da diese nur für Fernverkehrszüge gilt. Zahlreiche Fahrgäste benutzen aber im Anschluss wichtige Regionalexpresszüge und gehen auch künftig leer aus, wenn sie einen Anschluss verpassen.
Fragwürdig sei auch das Gutschein-Verfahren, so ProBahn. Fahrgäste müssen sich beim Zugpersonal einen Gutschein holen (!), den sie in Reisezentren oder bei Reisebüros einlösen müssen. Dies ist ein gewisser Widerspruch zu immer weniger Fahrkartenschaltern und der Präferenz der DB für Internetbuchungen.
ProBahn hält die in den Niederlanden übliche Erstattungssystem für vorbildlich: dort wird bei einer Stunde Verspätung der gesamte Reisepreis erstattet, bei einer halben Stunde der halbe Reisepreis. Das gilt ausnahmslos für alle Züge - und gezahlt wird auf Antrag durch Überweisung auf das Konto. Bescheinigungen muss man in Holland nicht sammeln.
In einem Kommentar vergleicht ProBahn die nun gültige Regelung der DB AG mit eine fiktiven, großen Lebensmittel-Handelskette, die werbewirksam verkündigt, dass es künftig 20 Prozent Rückerstattung für verdorbene Lebensmittel gäbe, worauf auch ein Rechtsanspruch bestehe. Doch das gelte nur für die Waren aus der Delikatessen-Abteilung. Für täglich Brot, Butter und Wurst gibt es auch weiterhin keine Gewährleistung.
Die jetzt eingegangene Selbstverpflichtung kann der Vorstand der DB übrigens jederzeit wieder aufheben, so dass einer gesetzliche Regelung der Vorzug zu geben wäre.

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BRAWA S 2/6 - "ein Star wurde geboren"

Mit dem kürzlich ausgelieferten H0-Modell der Schnellfahr-Lokomotive S 2/6 der Kgl.Bay.Sts.B. ist der Firma Brawa wieder ein besonderes Meisterstück geglückt. Normalerweise haben Fahrzeuge, die es nur als Einzelexemplar gab - und dies noch vor 100 Jahren - kaum eine Chance, je als Modell verwirklicht zu werden. Anders ist dies beim Modell der S 2/6, die durch glückliche Umstände noch existiert und eines der besonderen Ausstellungsstücke des Nürnberger DB Museums ist. Und es ist nun mal eine bekannte Tatsache, dass Modellbahner eher Fahrzeuge kaufen, die sie höchstpersönlich schon gesehen haben. Sollte jemand die Original-Lokomotive noch nicht gesehen haben, hat er bei Kauf des Modells die Möglichkeit, dies nachzuholen: In der Verpackung liegt eine Freikarte für das DB Museum bei!
Die Königlich Bayerische Staatsbahn ließ 1905 für Schnellfahrversuche eine Lokomotive beim "Hauslieferanten" Maffei in München bauen zu lassen. Zu dieser Zeit war Maffei sicher die erste Adresse in Deutschland, wenn es darum ging, schnellfahrende Lokomotiven zu bauen. Der geniale Konstrukteur Anton Hammel schuf Lokomotiven, die von einer hinreißenden Eleganz und in höchstem Maße erfolgreich zugleich waren. Konstruktion und Bau der neuen Schnellfahrlokomotive wurden in bemerkenswert kurzer Zeit durchgeführt: bestellt im Dezember 1905 stand die Neue am 30. April 1906 erstmals unter Dampf.
Schon die ersten Fahrten zeigten, dass die neue Lok alle Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern auch übertraf. Der Lauf der Lok war auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr ruhig, der Kessel lieferte immer genügend Dampf für das ausgeglichene Vierzylindertriebwerk. Im Juli 1907 wurde schließlich bei Versuchsfahrten zwischen München und Augsburg die Rekordgeschwindigkeit von 154,4 km/h erreicht. Schneller war noch keine Dampflok auf dem europäischen Festland gefahren.
Nach den Rekordfahrten wurde die S 2/6 im normalen Schnellzugdienst von München aus eingesetzt, meistens auf der Augsburger Strecke. Im Jahr 1910 wurde die Lok an das Pfälzer Netz abgegeben. Auch im täglichen Schnellzugdienst zeigte die S 2/6 hervorragende Laufeigenschaften.
1925 wurde die S 2/6 ausgemustert. Sie wurde jedoch nicht verschrottet, sondern im Herstellerwerk Maffei aufgearbeitet und danach konnte sie auf der Verkehrsausstellung in München bewundert werden. Nach Ende der Ausstellung in München ging die S 2/6 an das Verkehrsmuseum in Nürnberg, wo sie heute noch zu bestaunen ist, als Leistungsbeweis der Bayerischen Lokomotivindustrie vor 100 Jahren.
Zur Zeit der Indienststellung und der aufsehenerregenden Rekordfahrten von 1906 trug die S 2/6 ein elegantes graues Farbkleid. Der Kessel war mit "russischen Glanzblechen" verkleidet, damals gerade der letzte Schrei des Lokomotivdesigns.
In DB-Museum steht die Lok in der bekannten grünen Farbgebung der Bayerischen Staatsbahn.
Die zum Teil sehr komplizierten Formen der Lokomotive - wie z.B. die Frontschürze - hat Brawa hervorragend wiedergegeben. Als Material verwendete Brawa für das Fahrwerk und für große Teile des Gehäuses Zinkdruckguss. Ein besonders typisches Merkmal der S 2/6, nämlich ihre Riesenräder, sind von beachtlicher Feinheit. Ein echter Augenschmaus ist es, die Lok in Augenhöhe vorbeifahren zu lassen, wenn die feinen Speichen zu einem transparenten Nebel verschwimmen, der den Durchblick durch den Barrenrahmen bis auf die gegenüberliegende Seite freigibt.
Wir wollen an dieser Stelle nicht den etablierten Fachzeitschriften Konkurrenz machen und einen detaillierten Testbericht verfassen. Auch die Anzahl der Schrauben, die zur Demontage gelöst werden müssen, interessierten uns nicht besonders. Wichtig war uns der Gesamteindruck und das Fahrverhalten dieser besonderen Epoche-I-Lokomotive, die für jeden, der die Modelle der Bayerischen Staatsbahn liebt, absolut unverzichtbar ist.
Der Detailreichtum ist riesig und kann durch die Montage von einigen Zusatzteilen noch erhöht werden, wobei dann allerdings das Modell zu einem Vitrinenmodell wird, das auf normalen Anlagen nicht mehr fahren sollte (es sei denn der Mindestradius beträgt über 2 Meter). Auch die Fahreigenschaften können überzeugen, zumindest in Vorwärtsfahrt. Mit dem praktisch unhörbaren Motor setzt sich die Lok langsam in Bewegung, um dann ihrer Aufgabe einer Schnellfahrlok durchaus gerecht zu werden. Die Zugkraft ist dabei bestimmt ausreichend auch einen kompletten Zug der schwersten Bayerischen Schnellzugwagen mühelos wegzuziehen. Einerseits dürfte das hohe Gewicht der Lok für die hohe Zugkraft verantwortlich sein, andrerseits auch die außergewöhnlich hohe Haftung der Haftreifen auf der zweiten Kuppelachse. Ein Verschieben der Lok mit der Hand im Stand ist fast nicht möglich, so "klebt" sie an den Schienen.
Obwohl der Motor mit zwei Schwungmassen ausgestattet ist, blieb mein Exemplar praktisch sofort stehen. Von Auslauf ist kaum etwas zu bemerken. Leider ist die Gewichtsverteilung etwas ungleichmäßig ist. Vorne ist die Lokomotive deutlich leichter, als im Bereich von Stehkessel und Führerhaus, was dazu führt, dass das Abbremsen aus Rückwärtsfahrt selbst bei kleinen Geschwindigkeit mit einem heftigen Ruck beantwortet wird, wobei die Vorderseite deutlich nach oben geht.
Insgesamt ist die S 2/5 von Brawa ein wirklich beachtenswert schönes Modell mit ansonsten guten Fahreigenschaften, das sicherlich Anspruch auf einen guten - oder den ersten - Platz bei der Wahl zum Modell des Jahres 2004 haben wird. Und für die Zukunft können wir uns noch viele interessante Vorbilder vorstellen, die auf eine Modellrealisierung dieser Qualität durch Brawa warten.

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InnoTrans 2004, Berlin 21. - 24. September 2004

Wo man hinblickt erfährt man von sinkenden Werten und Zahlen. Da tut es so richtig wohl von einer Steigerung von über 35 % zu hören. So geschehen bei der Eröffnungsveranstaltung der InnoTrans 2004 - der großen (oder größten?) internationalen Fachmesse für Schienen-Verkehrstechnik vom 21. bis 24.9. in Berlin - wo zu erfahren war, dass nach rund 1000 Ausstellern bei der InnoTrans 2002 nun 1360 Aussteller zu verzeichnen sind. Der Präsident der Messe Berlin, Raimund Hosch, präsentierte noch weitere interessante Zahlen über die Anteile der ausländischen Aussteller und die wirtschaftliche Entwicklung der InnoTrans. Nach den Grußworten des Wirtschaftssenators und Bürgermeisters von Berlin, Harald Wolf, folgte eine Podiumsdiskussion mit den "Großen des Schienenverkehrs". Die bekannte Fernesehjournalistin Ursula Heller (BR) leitete diese Diskussion in erfrischend frecher Weise, wobei Sie es charmant verstand bei allen Teilnehmern den Finger in die berühmte "Wunde" zu legen. Teilnehmer waren der Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, Günter Elste, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, der Bahnchef Hartmut Mehdorn und die Vorstandsvorsitzenden der Firmen Siemens Transportation -Hans M. Schabert, Alstom Transport SA - Philippe Mellier und Bombardier Transportation - André Navarri. Bei der Diskussion ging es beileibe nicht nur um die InnoTrans und ihr Umfeld sondern sehr wohl auch um zu knappe Bundesmittel für den Schienenverkehr und damit fehlende Investitionen bei der DB AG, um das Dilemma mit den Siemens Combino-Straßenbahnen, um die Wertschöpfung in Deutschland durch ausländische Konzerne und ähnliche Reizthemen. Alles in allem erfrischend, interessant und erlebenswert.

Wie schon 2002 hatte der BDEF einen attraktiven Stand - diesmal in Halle 4.1 des stark erweiterten Hallenangebots. Gesponsert von der Firma ROCO konnten wir wieder eine hübsche Modellbahnanlage auf unserem Stand präsentieren, was uns hundertfach am Tag strahlende Gesichter ansonsten gestresster Manager einbrachte. In den Vitrinen präsentierten wir eine Übersicht moderner Triebfahrzeuge im Modell, so dass die Vorbild-Hersteller - und auch die Besucher - erkennen konnten, wie aktuell die Modellbahnindustrie auch diese Sparte bedient. Der BDEF-Stand war die einzige Stelle der ganzen Messe, wo nicht nur Eisenbahn im Maßstab 1:1 das primäre Thema war. Selbstverständlich konnten sich die Besucher auch intensiv über unsere Aktivitäten auf verkehrspolitischem Gebiet informieren und der BDEF somit wieder einmal eindrucksvoll seinen Aussage "BDEF ... eine runde Sache!" beweisen.
Erwartungsgemäß wurde uns auch von Herstellern echter Bahnfahrzeuge mehrfach die Frage vorgelegt, bei welchem Modellhersteller Modelle dieser Fahrzeuge für Werbezwecke in Auftrag gegeben werden könnten.
Das umfassende Angebot der 1360 Aussteller lässt sich an dieser Stelle kaum beschreiben. Vom Druckknopf für die Türbetätigung bis zu kompletten Zügen gab's einfach alles!
Vielleicht können die Bilder auf dieser und der nächsten Seite einen kleinen Eindruck von der InnoTrans 2004 vermitteln!

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51. MOROP-Kongress in Brig CH, 4. bis 11. September 2004

Tagung der Technischen Kommission
Zum offiziellen Teil des jeweiligen MOROP-Kongresses gehörte auch die Tagung der Technischen Kommission (TK). Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden dann Niederschlag in den Normen Europäischer Modellbahnen NEM.
Bereits zur MOROP-Zwischentagung im Mai 2004 in La Spezia wurden durch die TK eine Reihe von Normen zur Diskussion gestellt, überarbeitete Entwürfe vorgestellt und Aufträge an die Kommissionsmitglieder zur Überarbeitung vergeben. In der zwischenzeitlich innerhalb des BDEF gegründeten neuen Arbeitsgruppe Basisnormen unter Leitung von Bernhard Rieger und Mitwirkung von Gerhard Krauth wurde hierzu ein erheblicher Beitrag geleistet, was zu einer reichhaltigen Tagesordnung in Brig führte. Die im Vorfeld vom BDEF im Internet durchgeführte Publikumsbefragung zu einigen Fragen war ein wertvolles Mittel zur Beurteilung.
Die abgestimmten Entwürfe wurden dann als Entschlussempfehlung der Vollversammlung vorgelegt und durch diese formal in Kraft gesetzt. Einige der zur Abstimmung stehenden Entwürfe wurden aber auch von der Technischen Kommission für eine gründlichere Bearbeitung zurückgestellt.
Der BDEF wurde in der TK durch den Stellvertretenden BDEF-Vorsitzenden und MOROP-Beauftragten Hans-Werner Bürkner vertreten
Folgende Ergebnisse des Kongresses sind zu berichten:
NEM 004 MOROP Siegel:
Über den Entwurf der Prüfanleitung (Antrag, Ablauf, Protokolle) wurde noch nicht endgültig abgestimmt.
NEM 010 Maßstäbe, Nenngrößen, Spurweiten
Der Entwurf mit der neuen Tabellendarstellung wird angenommen- ebenso die Aufnahme der Spurweite 4,5 mm. Der Antrag des BDEF zur Änderung der Bezeichnung der großen Spurweiten in arabische Ziffern wird abgelehnt. Lediglich eine Fußnote enthält den Hinweis "Für die Nenngröße I und größer sind auch Bezeichnungen in arabischen Zahlen gebräuchlich.".
NEM 103 Umgrenzung des lichten Raumes bei Gleisführung im Bogen und NEM 112 Gleisabstände:
Der endgültigen Verabschiedung wird zugestimmt.
Die NEM 124 und 127 werden erst weiter bearbeitet, wenn NEM 310 abgeschlossen ist.
NEM 310 / 311 Radsatz und Gleis und Radreifenprofile:
Hierzu liegt ein vom BDEF unterstützter Revisionsvorschlag vor, der in einer internationalen Arbeitsgruppe weiter beraten werden soll.
NEM 362 Aufnahme für austauschbare Kupplungsköpfe:
Der Entwurf wird bei gleichzeitiger Aufhebung der NEM 364 endgültig angenommen.
NEM 314 Wagenradsatz für Spitzenlager:
Weitere Beratung wurde auf die nächste Sitzung verschoben.
NEM 600/1 Diese ehemals geplante Dokumentation wird nicht weiter verfolgt. Hinweise darauf werden aus den betroffenen NEM entfernt.
NEM 651 Elektrische Schnittstelle - Ausführung klein (S):
Eine erforderliche Ergänzung wird angenommen.
NEM 656 Elektrische Schnittstelle, Kupplungsaufnahme, äußere Anordnung:
Die vorliegende Fassung wird abschließend bestätigt.
Die Revision weiterer Normen wurde erörtert, es ergab sich aber noch weiterer Klärungsbedarf.

Die Normen Europäischer Modellbahnen NEM sind jeweils in der neusten Fassung (ab Jahresende) komplett zum Preis von 18,- Euro (+ Versandkosten) ? entweder als gedruckte Loseblatt-Sammlung oder digitalisiert auf CD-Rom ? über die Geschäftsstelle, Postfach 1140, 30011 Hannover, zu beziehen, aber auch auf Messen, auf denen der BDEF vertreten ist, erhältlich. Für bereits vorhanden Normensammlungen bietet der BDEF Nachträge, die alle geänderten Normen eines Jahrgangs enthalten..
Vorschläge und Hinweise zu den Normen Europäischer Modellbahnen werden gern entgegengenommen. Entweder direkt an die BDEF-Geschäftsstelle oder über e-Mail an bdef@bdef.de.
Über Meldungen von interessierten Modellbahnfreunden zur Mitarbeit in den Arbeitskreisen Basisnormen und Elektrik freuen wir uns. Meldungen bitte direkt an die Geschäftsstelle oder per e-Mail an bdef@bdef.de.

51. Mitgliederversammlung des MOROP
Am Montag, dem 6. September 2004 fand in BRIG die 51. Mitgliederversammlung des Europäischen Verbandes MOROP statt. Michel Broigniez, der Präsident des MOROP, begrüßte die anwesenden Vertreter der Landesverbände. Von den Mitgliedsverbänden waren 19 durch ihre Delegierten oder durch Stimmrechtsübertragung vertreten. Für den BDEF war der Stellvertr. Vorsitzende Hans-Werner Bürkner anwesend.
Neben den üblichen Formalien nach Tagesordnung ergaben sich folgende Ergebnisse:
Der bisherige Generalsekretär Marcel Broennle steht nicht mehr zur Verfügung. Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden die Aufgaben vom Gesamtvorstand übernommen. Dringend gesucht wird ein zweisprachiger Nachfolger im Amt des Generalsekretärs (Deutsch + Französisch).
Die offizielle Archivierung innerhalb des MOROP soll ausschließlich in elektronischer Form erfolgen. Die ständige Verfügbarkeit der Daten wird sicher gestellt.
Der niederländische Verband NMF wird per 31.12.2004 austreten. Die belgische Vereinigung "0-Forum" ist dem MOROP beigetreten und wird die Frühjahrstagung 2005 in Mechelen (B) vom 20. - 22.05.2005 ausrichten.
Nächstes Jahr wird der MOROP-Kongress vom 20. - 26.8.2005 in Hönefoss (Norwegen) stattfinden.
Die Frühjahrstagung 2006 ist in Bone (F) vorgesehen. Der MOROP-Kongress 2006 in Košice (SK).

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© BDEF 2004
Letzte Änderung: 28. August 2005 (
GB)