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Unser Rundschreiben 2/2004 in Ausschnitten:

Sie können unsere kompletten Rundschreiben (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 37.- Euro erhalten Sie neben den Rundschreiben und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
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Inhalt:

Editorial

Neu im BDEF: Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter
ADAC empfiehlt die Bahn Neu im BDEF: Modellbahnclub Saal-Unstrut-Bahn
Prignitzer Eisenbahn verkauft Neu im BDEF: Modell-Eisenbahn-Club Wilster
Höhere Versicherungssumme ohne Mehrkosten Neues Fördermitglied: Eisenbahn-Treffpunkt Schweickhardt
Klasse Kohlen AG: Schüler liefern Ladegut Modelle des Jahres 2003
AKV: Im Gespräch mit Abgeordneten des Bundestages  Was wird aus Lima, Rivarossi, Jouef, Pocher und Arnold?
40 Jahre Modell-Eisenbahn-Club Oberallgäu-Kempten MOROP wird 50 und feiert seinen 51. Kongress
30. Jubiläum der Rostocker Eisenbahnfreunde Mitfahrzentrale für Eisenbahnfahrzeuge
25 Jahre Eisenbahnfreunde Lengerich BDEF zu Gast beim VOEMEC
25 Jahre Westallgäuer Eisenbahnfreunde und Modellbahner Faszination Modellbau Sinsheim 4. - 7. März 2004

 

Editorial:

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Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!
Modelleisenbahn ist ein weltumspannendes Hobby. Klar, dass es in der Sahelzone bestimmt wenig Modelleisenbahner gibt, aber in den sogenannten Kulturstaaten finden sich dafür um so mehr. Einer der größten Märkte - oder der größte ? - sind die USA. Für uns im "alten Europa" ist es also ganz interessant, was man dort im Land der unbegrenzten (?) Möglichkeiten über das Modellbahnhobby in Deutschland denkt. 
Terry Thompson, der smarte, fast zwei Meter große Herausgeber des "model railroader", der auflagengrößten Fachzeitschrift der Welt, hat seine Gedanken dazu im Editorial der neuesten Ausgabe des MR veröffentlicht. Terry besuchte im Februar wieder einmal die Nürnberger Spielwarenmesse und nahm dies zum Anlass, kurz das Modelleisenbahnwesen in "Germany" zu analysieren und seine Eindrücke von der Spielwarenmesse zu skizzieren. So zeigt er sich zum Beispiel sehr erstaunt, dass in Nürnberg viele Hersteller mit Schau-Anlagen mit einer Größe von bis zu 25 Quadratmetern kommen und die meisten wohldurchdachte Messestände haben, die sogar kleine Büros, Besprechungsräume und - besonders erwähnenswert - Küchen haben. 
Nach diesen Betrachtungen zur Nürnberger Spielwarenmesse kommt er auf die Fachpresse zu sprechen und erklärt seinen Lesern, dass es in Deutschland rund ein Dutzend Fachzeitschriften gäbe, die sich im Bereich kleiner Publikationen für spezielle Spurweiten bis zu den bekannten mit allgemein interessantem Inhalt tummeln. 
Besondere Herausforderungen für den deutschen Markt führt Terry Thompson darauf zurück, dass es hier zwei nicht miteinander kompatible Systeme für H0 gibt, das Mittelleiter-Punktkontaktsystem von Märklin und das Zweischienensystem, wie es auch in Amerika verwendet wird. Außerdem seien in Europa die Wohnungen kleiner als in USA, weswegen auch die heimischen Modellbahnanlagen kleiner ausfallen. Und letztendlich habe die in Deutschland herrschende Rezession einen erheblichen Einfluss auf das Modellbahnhobby, was zu seiner Auslegung führt, dass der Modellbahnmarkt in Amerika gesünder ist als in Europa. 
Die besonderen Neuheiten des Jahres 2004 streift er nur am Rande mit dem Hinweis, dass interessante Neuerungen ohnehin nach ein bis zwei Jahren den Weg nach USA finden. Vor diesem Hintergrund sollten wir in Deutschland einmal darüber nachdenken, ob es tatsächlich so wichtig ist, den alljährlichen Neuheitenreigen in Nürnberg persönlich in Augenschein zu nehmen. Etwas mehr Gelassenheit täte sicher allen gut. 
Dem Schlusssatz von Terry, mit dem ich mich beim alba-Empfang im Verkehrsmuseum übrigens sehr nett unterhalten konnte, stimme ich voll zu: Europäer und Amerikaner betreiben ihr Modellbahnhobby vielleicht auf verschiedenen Wegen. Spaß daran haben alle. Weltweit!.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Gerhard A. Bayer, BDEF-Vorsitzender

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ADAC empfiehlt die Bahn

In einem Newsletter vom 6. April 2004 teilt der Allgemeine Deutsche Automobil Club e. V. (ADAC) mit, dass seine Mitglieder im April 2004 gleichzeitig Bahn-Card-25-Inhaber sind. Damit können die organisierten Autofahrer einen Monat lang die Vorteile einer BahnCard kennen lernen und 25 Prozent Ermäßigung auf Normal- und Sparpreise genießen. Auch an die Wege von und zum Bahnhof haben die Verhandlungspartner gedacht: Das City-Ticket für über 40 deutsche Städte ist ebenfalls eingeschlossen. Eigentlich eine gute Idee der Deutschen Bahn, einen im Verkehrswesen konkurrierenden Verband für sich werben zu lassen. Das tut der auch und empfiehlt: "Nehmen Sie doch Ihren Partner oder Ihre Freunde mit, die bezahlen sowieso nur 50 Prozent. Kinder unter 15 Jahren sogar gar nichts." Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Autofahrer mit der Bahn in die Osterferien fahren - und dann bei diesem Verkehrsmittel bleiben.

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Prignitzer Eisenbahn verkauft

Am 3. April meldete die "Märkische Allgemeine Zeitung" den Verkauf der Prignitzer Eisenbahn (PEG). Die britische Unternehmensgruppe Arriva habe eine 90-prozentige Beteiligung an der märkischen Bahngesellschaft gekauft. Ursprünglich sollte das Prignitzer Kleinst-Unternehmen ab 1995 mit einem gebrauchten Schienenbus den Personenverkehr auf den Gleisen in der Prignitz aufrecht erhalten, den die große Deutsche Bahn nicht mehr für rentabel gehalten hatte. Firmengründer Thomas Becken schaffte, was kaum jemand für möglich gehalten hatte: Die PEG wuchs auf 250 Beschäftigte heran und betreibt heute auch Eisenbahnstrecken außerhalb ihres "Heimatgebietes", in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, zum Teil über Beteiligungen. 
Wenn ab 2005 der PEG-Betrieb zwischen Dortmund und Münster bis Gronau erweitert wird, will die PEG im Bahnhof Lünen den Bahn-Service übernehmen und beispielsweise auch Fahrkarten der DB ausgeben. Dies berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am 6. April. 
Nach Beckens Aussage habe die PEG nicht mehr allein expandieren können und deshalb einen Partner gesucht. Für die britische Unternehmensgruppe bedeute die Verflechtung den "Eintritt in den größten europäischen Markt im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs", zitiert die Märkische den Arriva-Vorstandschef Bob Davies. Arriva betreibe bisher mit insgesamt 30.000 Beschäftigten Schienenverkehr in Großbritannien und Dänemark, Hauptgeschäft sei jedoch der Busverkehr in verschiedenen europäischen Ländern.

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Höhere Versicherungssumme ohne Mehrkosten

Einer unserer Mitgliedsvereine fragte den Versicherungsbeauftragten des BDEF, ob es möglich sei, Haftpflicht-Versicherungssumme auf 3 Millionen zu erhöhen, da sein neuer Vermieter der Vereinsräume auf dieser Summe bestehe. Eine Nachfrage bei unserem Haftpflichtversicherer DEVK förderte ein überraschendes und erfreuliches Ergebnis zu Tage: Auf Grund unserer sehr positiven Schadenslage wurde die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden ohne zusätzliche Kosten - rückwirkend zum 1. Januar 2004 - generell auf 3 Millionen Euro erhöht. Bisher lag die Versicherungssumme bei 2.556.460 Euro. Die "krumme Summe" war durch die Umrechnung von 5.000.000,- DM entstanden.

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Klasse Kohlen AG: Schüler liefern Ladegut

Unser früherer Pressereferent Thomas Pohl fand, dass die folgende Mitteilung einen Hinweis in unserem Rundschreiben wert ist, und so lassen wir die Schüler selbst zu Wort kommen: 
Liebe Modelleisenbahner, 
wir Schüler der Klasse M10 der Hauptschule Peißenberg bieten im Rahmen eines Arbeitslehreprojektes, echte Steinkohle in verschiedenen Größen für Modelleisenbahnen an. Sie eignet sich vorzüglich zum Bestücken von Tendern, als Ladegut für Kohlewagen, Loren etc., zum Befüllen von Bekohlungsanlagen. 
Unsere Angebote: 
- Korngröße 1,0 mm - 1,5 mm 250 g brutto / 1 Euro für N, H0 
- Korngröße 2 mm - 3 mm 250 g brutto / 1 Euro für H0 
- Korngröße 3 mm - 5 mm 250 g brutto / 1 Euro für H0, 1 
- Korngröße 8 mm - 16 mm 250 g brutto / 1 Euro für Spur 1, IIm 
Als Kosten für Verpackung und Versand berechnen wir: 
bis 500 g brutto à 1,50 Euro (Großbrief) 
bis 1000 g brutto à 2,25 Euro (Maxibrief) 
bis 2000 g brutto à 4,10 Euro (Päckchen) 
bis 5000 g brutto à 6,70 Euro (Paket) 
5 kg - 10 kg brutto à 9,70 Euro (Paket) 
über 10 kg brutto à 13,00 Euro (Paket) 
Zum Kennerlernen verschicken wir auch ein Probeset mit den vier verschiedenen Körnungen zum Preis von 2,50 Euro (incl. Versandkosten). Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Projekt unterstützen würden, insbesondere, da in Deutschland kaum ein günstigerer Anbieter zu finden ist. Mit freundlichen Grüßen, Glück auf Ihre M10 Kontakt: Klasse Kohlen AG, Klasse M10, Hauptschule Peißenberg, Pestalozzistr. 2, 82380 Peißenberg, Tel.: 08803 3332, E-mail: klasse-kohlen@gmx.de , Internet, Homepage mit online-shop: www.klasse-kohlen.de  
Bleibt noch nachzutragen, dass Peißenberg in einem Gebiet liegt, in dem in früheren Zeiten Steinkohle gefördert wurde

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AKV: Im Gespräch mit Abgeordneten des Bundestages

Der Arbeitskreis Verkehrspolitik traf sich am 10. und 11. März 2004 in Berlin mit Bundestagsabgeordneten (MdB) der CDU und der FDP und führte Gespräche zum Thema „10 Jahre Bahnreform“. Am 10. März 2004 fand das Gespräch mit MdB Franz Romer und MdB Georg Brunnhuber, beide aus Baden-Württemberg, statt.
Der BDEF wurde als kompetenter Gesprächspartner begrüßt. Beide Vertreter des Bundestages sahen weitgehende Übereinstimmung unserer Auffassung mit der der CDU/CSU-Fraktion. Sie baten um Einbeziehung in unseren Informationskreislauf  und boten weitere Gesprächen an.
Die vollständige Trennung von Infrastruktur und Betrieb wird als unbedingt notwendig erachtet, falls der Börsengang der DB kommen sollte. Von Seiten der MdBs wird die Frage der Sinnhaftigkeit mancher Großprojekte gestellt. Wäre nicht eine Investition in das Bestandsnetz mit weitaus geringeren Mitteln dazu geeignet, um flächenhaft größere Effekte zu erreichen? Diese Frage stellte der AKV ebenso, wobei zwischen den einzelnen Großvorhaben zu unterscheiden ist. Viele davon machen Sinn, weil sie der Bahn einen Innovationsschub versetzen, jedoch nicht alle, daher sollten diese Vorhaben kritisch begleitet werden.
Am 11. März 2004 wurden die Gespräche mit dem MdB Horst Friedrich von der FDP und seinem Referenten Thomas Neuhoff fortgesetzt. Neuhoff hatte vor seiner Stellung bei der Fraktion verschiedene Aufgaben bei der DB und in der ÖBB-Zentrale wahrgenommen und gilt deshalb als absoluter Bahn-Insider und Kenner der Materie. Horst Friedrich stellte weitgehende Übereinstimmung unseres Positionspapiers mit der Auffassung der FDP-Fraktion fest.
Der AKV wird eine Stellungnahme des BDEF/AKV zum vorliegenden FDP-Thesenpapier zur Bahnreform in Aussicht erarbeiten. Nach FDP-Ansicht gilt es einen Börsengang der Bahn bisherigen Zuschnittes zu verhindern. Mindestens dürfe es keinen Börsengang unter Einschluss der Infrastruktur geben, gleich nach welchem Modell.
Thomas Neuhoff bot weitere Kontakte an. Die Vertreter der FDP wünschten dringend einen weiteren Austausch mit uns.
Anschließend fand ein Gespräch mit den MdB Dirk Fischer, Eduard Lintner, Enak Ferlemann sowie Ministerialrat a. D. Michael Odenwald (alle CDU) statt.
Nachdem wir unsere Position dargelegt hatten, erklärten die Vertreter der CDU, dass nach ihrer Auffassung die Infrastruktur in staatliche Hand gehöre, denkbar auch als DB, aber nur mit strikter Trennung von dem Verkehrsunternehmen der DB.
Sie stellten uns die Frage, wo die Konzeption von „Netz 21“ geblieben sei. Sie gaben uns als Zielvorgaben an die Hand:
-           auf die Bahngewerkschaften einwirken
-           die ordnungspolitischen Maßnahmen (Trennung von Infrastruktur und Betrieb) einfordern
-           die nötige Finanzausstattung der Bahnen einfordern
-           ihnen selbst Hinweise auf Entwicklungen in der Bahnlandschaft geben.
Die Vertreter der CDU wiesen auf eine Anhörung zum AEG-Änderungsgestz (AEG = Allgemeines Eisenbahn-Gesetz) am 29. März 2004 hin. Unsere Position hierzu wird von der Allianz pro Schiene vertreten.
Bei allen diesen Gesprächen wurde weitgehende Übereinstimmung der Position des AKV mit den angesprochenen MdBs festgestellt. Auf beiden Seiten besteht der Wunsch nach Fortsetzung des Dialogs.
Nach diesen aufschlussreichen Gesprächen mit den Vertretern der CDU und der FDP in Berlin will der AKV auch mit Vertretern der anderen im Bundestag vertretenen Parteien ins Gespräch kommen und sich in den nächsten Monaten darum bemühen..

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Jubiläum: 40 Jahre Modell-Eisenbahn-Club Oberallgäu-Kempten e. V.

Bei der Vorstellung unseres Clubs ist es erforderlich, etwas weiter auszuholen. Der MEC Oberallgäu-Kempten ist entstanden aus dem MEC Kempten, dem MEC Oberallgäu aus Sonthofen und dem MEC Immenstadt. Der älteste und sicher bekannteste Verein war der MEC Kempten, der im Januar 1964 durch acht echte Eisenbahner im „Silbersaal“ des alten Hauptbahnhofes gegründet worden war. Vereinsprämisse war, eine mobile 2-Leiter-H0-Anlage zu bauen und zu betreiben, da dies damals den meisten Modellbahnern aus räumlichen und finanziellen Gründen nicht möglich war. Die zweite Anlage, die heute noch bei unserem Partnerverein, dem MEC Chemnitz/Sachsen e. V. zu bewundern ist, war, was die elektronische Steuerung betrifft, damals sicher wegweisend und einzigartig in Europa. Weit über 600 Ausstellungen wurden von 1976 bis 1993 in ganz Deutschland und Österreich durchgeführt.
Schon bald danach sammelten sich im benachbarten Sonthofen einige Modellbahner und gründeten 1966, mit der Unterstützung des Vorsitzenden des MEC Kempten, Anton Schorer, den Modelleisenbahnclub Oberallgäu. Die beiden Vereine waren sich freundschaftlich gewogen, stellten sie doch keine gegenseitige Konkurrenz dar. Der MEC Oberallgäu war ein „stationärer“ Verein, mit hervorragenden Individualisten, nicht nur in der Nenngröße H0 sondern auch in großen Spuren. Die eigentliche Clubanlage war eine H0-2-Leiter-Anlage, die in einem nicht lauffähigen Eisenbahnwagen untergebracht war.
Etwas anders war es mit dem MEC Immenstadt, der 1974 gegründet worden war. Das Vereinskonzept des MEC Immenstadt entsprach dem des MEC Kempten. Also ebenfalls eine mobile Anlage. Einziger Unterschied war, dass es sich hier um eine N-Anlage handelte. Dem MEC Kempten war hiermit in nächster Nachbarschaft ein großer Konkurrent entstanden, das führte in der Zukunft leider zu vielen unschönen Rivalitäten. Unbestritten war allerdings, dass die Anlage des MEC Immenstadt, in vielen Belangen die des MEC Kempten übertraf. Dies verwundert nicht, war die Anlage doch mit mehr Technik und spezieller Elektronik ausgerüstet. Durch den Gleisrückbau im Bahnhof Immenstadt im Jahr 1987 war die Existenz des MEC Immenstadt bedroht. So kam es im Januar 1988 zu einer Fusion mit dem MEC Oberallgäu in Sonthofen. Der neue Verein bekam den Namen MEC Oberallgäu. Gleichwohl war das Jahr 1988 auch für den MEC Kempten als schicksalhaft zu bezeichnen. Auf Grund eines Vorstandswechsels – es war der erste in der Geschichte des Vereins – tauten die eisigen Beziehungen zum Nachbarverein, dem MEC Oberallgäu, auf. Schon ein Jahr später wurden „gemeinsame Veranstaltungen“ geplant und 1990 mit den Allgäuer-Eisenbahntagen `90 auch durchgeführt. Beide Vereine waren gleichzeitig Freizeitgruppen im BSW Bezirk München (Der MEC Kempten seit April 1966).
Zufällig erhielten beide Vereine im Jahr 1989 die Zuschrift einer Arbeitsgemeinschaft aus Adorf im Erzgebirge, die Kontakte zu Gleichgesinnten in der Bundesrepublik suchte. Möglich wurde dies nur durch die friedvolle Revolution in der DDR. Schon fünf Monate später schloss der MEC Kempten mit der in der Zwischenzeit umbenannten AG 3/87 Adorf, nun MEC Chemnitz, eine Vereinspartnerschaft. Selbstverständlich waren unsere Freunde vom MEC Oberallgäu mit von der Partie. In diesen Stunden wurde über eine erste deutsch-deutsche Modellbahnausstellung in der Noch-DDR diskutiert. Als Termin wurde schon im März 1990 unter abenteuerlichen Begleitumständen die erste Oktoberwoche 1990 für das Großereignis festgelegt. Niemand konnte damals ahnen, dass wir zum Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober 1990 in Chemnitz sein sollten. Unter dem Eindruck der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes, fand am 29. September 1990 der Gemeinschaftsabend der drei Vereine im Bahnhof Chemnitz-Hilbersdorf statt. Hier fiel dann zu vorgerückter Stunde die Entscheidung über die Fusion der beiden Allgäuer Traditionsvereine. Schon längst waren die Verantwortungsträger der beiden Modellbahnclubs echte Freunde geworden, über die alten Fehden konnte nur noch geschmunzelt werden. Am gleichen Abend fiel auch der endgültige Entschluss zum Kauf von zwei ausgemusterten Postwagen, da die beiden Anlagewagen von der DB, aus Altersgründen, nicht mehr hauptuntersucht werden können. Schon im Mai 1990 hatte die Mitgliederversammlung des MEC Kempten entschieden, ihre Anlagewagen mit der kompletten Modellbahnanlage, seinem Partnerverein, dem MEC Chemnitz, nach Ablauf der Betriebsgenehmigung im Jahr 1994, zu schenken.
Wie in den Mitgliederversammlungen der beiden Vereine einstimmig beschlossen fand die Fusion der beiden Vereine am 14. Juni 1991 statt. An dem großem Festakt war auch der gesamte geschäftsführende Vorstand des BDEF e. V. bei uns. Aus formalen Gründen wurde der MEC Kempten umbenannt in MEC Oberallgäu-Kempten e. V., und die Mitglieder des MEC Oberallgäu wurden in den MEC Oberallgäu-Kempten aufgenommen. Schon im Herbst des Jahres 1991 wurde der Begleitwagen der H0-Anlage im Bf Dresden-Neustadt an den MEC Chemnitz übergeben. Der Anlagenwagen, der nur noch bis März 1994 lauffähig war, wurde im Rahmen einer Modellbahnausstellung vom 22. bis 24. Oktober 1993 in Chemnitz, ebenfalls dem MEC Chemnitz (Sachsen) e. V. übereignet. Der gesamte Vorstand des MEC Oberallgäu-Kempten und vierzehn Aktive waren bei dieser denkwürdigen Feierstunde in Chemnitz-Hilbersdorf. Wir hoffen, dass unsere Freunde aus Sachsen noch lange Jahre Freude an der Anlage haben werden. Seit einigen Monaten sind die Wagen der einzige Ort der Clubaktivitäten, da der Verein zum wiederholten Mal „obdachlos“ geworden ist.
Die Restaurierung des neuen Anlagenwagens begann im Winter 1991 und konnte im Herbst 1992 abgeschlossen werden. Im März 1993 hat der Innenausbau begonnen, und im März 1994 wurde der Wagen von der DB AG hauptuntersucht. Der neue Wagen enthält u. a. einen Aufenthalts- und Schlafraum, eine Nasszelle, ein WC, einen kleinen Kassenraum und einen Abstellraum. Kern ist natürlich die ca. 15 m lange und 1,8 m breite H0-Modellanlage mit über 110 elektrischen Weichen, ca. 140 Signalen bei einer Gleislänge von ungefähr 320 m. Die Schattenbahnhöfe werden durch Monitore überwacht, die auch teilweise dem Betrachter zugänglich gemacht werden können. Die Elektronik ist eine Eigenentwicklung und wird selbst hergestellt. Zum Glück verfügt der Club über ca. 15 aktive Mitglieder, die bereit sind, an der Anlage zu arbeiten. Bei 115 Mitgliedern ist der Anteil der Aktiven ohnehin sehr hoch. Im Oktober 1994 wurde die neue Anlage (im Bauzustand) zur Regionaltagung Süd des BDEF in Kempten vorgestellt. In diesem Jahr feierte unser Club auch sein 30-jähriges Vereinsjubiläum.
Die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn zum 1. Januar 1994 blieb auch für unseren Verein nicht ohne Folgen. So wurde uns der alte „Einstellungsvertrag“ für unseren Wagen, ohne den ein Fahren auf dem Netz der DB nicht möglich ist, gekündigt. Die neuen Bedingungen, Einstellungsvertrag und Versicherung, für den Transport unseres Wagens konnten von uns nicht mehr erfüllt werden. Das finanzielle Risiko war zu hoch, da ja auch durch die wirtschaftliche Situation in Deutschland der Besucherstrom merklich zurück ging. Wir haben uns deshalb schweren Herzens entschieden, unsere fahrbare Anlage „still zu legen“. Wir bauen nun „Großmodule“ Marke Eigenbau, die dann auch in verschiedenen Variationen in einem Kfz transportiert werden können. Dies schafft uns auch die Möglichkeit, was früher nicht ging, an Veranstaltungen in festen Räumlichkeiten teilzunehmen. Die ersten drei Module werden zu unserer Jubiläumsausstellung im September 2004 dem Publikum vorgestellt. Außer dieser großen Veränderungen wurden in den letzten Jahren das Clubheim total renoviert und die Außenanlagen neu gestaltet.
Auch die N-Anlage, die in einem ehemaligen Bahnpostwagen untergebracht ist, kann heute noch bei unseren Freunden in Linz (Österreich) bewundert werden, da eine Hauptuntersuchung für dieses Fahrzeug nicht mehr möglich war. Dort  steht der Wagen im Bereich der TS Linz (Technische Services).
Weiterhin betreibt unser Verein, der im ehemaligen Bf Kempten-Hegge untergebracht ist, noch zwei 5-Zoll-Eisenbahnanlagen, eine komplette Anlage mit Weichen, Signalen und Bäumen ist transportabel. Wir verfügen über drei Lokomotiven eine E 69, eine V 36 und eine echte Dampflok. Eine weitere Dampflok ist im Bau. Gerne nehmen wir Einladungen anderer Vereine an und helfen bei der Durchführung von großen Veranstaltungen. Der Verein verfügt auch über eine H0e-Modulanlage und über Großmodule einer LGB-Bahn. Gleichzeitig sind wir Partner der Deutschen Bahn AG und der gesamten Modellbahnindustrie. Unser Clubmagazin erscheint ein- bis zweimal im Jahr und berichtet über die Aktivitäten unseres Vereins und über Neuigkeiten bei unserem großen Bruder, der DB AG. Auch werben wir für unsere schöne Allgäuer Heimat, die bei der Landschaftsgestaltung Pate stand. Modellbahnfans sind mittwochs ab 18.00 Uhr immer herzlich willkommen.
Vereinsziel sind nicht nur der Bau von Modellbahnanlagen sämtlicher Baugrößen, sondern auch Begegnungen mit Gleichgesinnten in Deutschland und anderen europäischen Ländern. So bestehen schon seit vielen Jahren „echte“ Freundschaften nach St. Valentin/Österreich, zum Freundeskreis Eisenbahn Köln e. V., und wie schon gesagt nach Chemnitz (Sachsen). Auf diese Freundschaften sind wir stolz. Wir freuen uns schon sehr, alle Freunde im September 2004 zur 40-Jahrfeier es MEC Oberallgäu-Kempten e. V. begrüßen zu können. An dieser Stelle allen Dank, die den MEC Oberallgäu-Kempten e. V. zu dem gemacht haben, was er heute ist.
Kontakt: MEC Oberallgäu-Kempten e. V., Postfach 20 10, 87410 Kempten, Tel.: 0831 28443,
e-Mail: mec.oa.ke@gmx.de 

Internet: http://people.freenet.de/mec_oa_ke

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30. Jubiläum der Rostocker Eisenbahnfreunde e. V.

Im April 2004 blicken die Rostocker Eisenbahnfreunde auf eine erfolgreiche 30-jährige Vereinstätigkeit zurück. Am 24. April 1974 trafen sich alle Interessenten, die in einer neuen Arbeitsgemeinschaft „Freunde der Eisenbahn“ des Deutschen Modelleisenbahn-Verbandes der DDR entsprechend ihrer Interessenlage tätig sein wollten. Neu, weil zwar seit 1968 eine Arbeitsgemeinschaft unter dieser Bezeichnung existierte, aber deren Engagement gegen Null ging. Die Interessenten wählten Lothar Schultz zu ihrem Vorsitzenden, der schon Erfahrungen in der Vereinstätigkeit und bei der Organisation von Veranstaltungen aus dem Greifswalder Gebiet mitbrachte. Erste Aktivitäten der neu organisierten Arbeitsgemeinschaft waren die Vorbereitung des 125. Eisenbahnjubiläums von Rostock im Mai 1975. Dazu wurde eine große Fahrzeugschau der Deutschen Reichsbahn mit dem Verkehrsmuseum Dresden auf dem Güterbahnhof Rostock vorbereitet. Sonderfahrten mit der Lok 89 6009 nach Tessin und mit der 62 015 nach Warnemünde rundeten den Veranstaltungsbogen ab. In der Folgezeit widmeten sich die Mitglieder der Geschichtsforschung und Wahrung von Sachzeugen der Eisenbahngeschichte. Mit der Wagenaufarbeitung, Mitwirkung beim Denkmalschutz und bei der Erarbeitung von Publikationen und Postern zur Eisenbahn profilierte sich diese Arbeitsgemeinschaft und setzte damit Zeichen im Norden der damaligen DDR. Durch die zielgerichtete Arbeit des Vorstandes erreichte die Arbeitsgemeinschaft hohes Ansehen in der DDR und konnte auf jeden Fall auf eine gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn und den staatlichen Organen verweisen. An der unter Denkmalschutz-Stellung der beiden Schmalspurbahnen „Rasender Roland“ und „Molli“ im Jahr 1976 hat der Vorsitzende maßgeblichen Anteil gehabt. Auch das Vereinsleben kam nicht zu kurz, jährlich durchgeführte Exkursionen zu Betriebsstellen der Deutschen Reichsbahn und Jahresveranstaltungen mit den Angehörigen gehörten ebenfalls zu den vielfältigen Jahresplänen der Mitglieder. Die Gemeinschaft wuchs bis auf 45 Mitglieder 1988/89 an. Die Leistungen wurden seitens des Präsidiums des DMV mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel an den Vorsitzenden und Ehrennadeln in Silber und Bronze an weitere Mitglieder gewürdigt. Leider brach die AG mit der politischen Wende an den Interessenlagen und persönlichen Situationen einzelner Mitglieder teilweise auseinander. Bei der Neugründung als eingetragener Verein 1991 hatte sich die Mitgliederzahl etwa halbiert, aber der „Kern“ des Vereins ist weiterhin aktiv. Es war für uns vorteilhaft, auch Mitglied im BDEF zu werden.
Äußere Umstände erschweren die Vereinsarbeit heute gegenüber früher erheblich, da heute nur noch Geld und Lobby zählen. Wir müssen auch der Tatsache entgegen sehen, dass die DB AG der Tradition keinen großen Stellenwert beimisst. Ein Höhepunkt in der Vereinsarbeit war die Vorbereitung und Ausrichtung des 43. Bundesverbahndstages des BDEF im Jahr 2000 zeitgleich mit dem 150. Eisenbahnjubiläum von Rostock. Der erfolgreiche und zufrieden stellende Abschluss dieses Verbandstages war dann auch der Höhepunkt für den seit 26 Jahren als Vorsitzenden agierenden Lothar Schultz. Fortan übergab er die Geschäfte an seinen bisherigen Stellvertreter Dietmar Bürger. Der Verein betreut im stillgelegten Rostocker Stadthafen dei Güterwagen und eine Rangierlok Köf als Denkmalsobjekte sowie einen Ci-Personenwagen von 1895 als Clubwagen im Bahnhofsbereich von Rostock.

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25 Jahre Geschichte und noch viele Jahre Zukunft: Eisenbahnfreunde Lengerich e.V.

Die Eisenbahnfreunde Lengerich können in diesen Tagen auf ein 25-jähriges Vereinsbestehen zurückblicken. Im Herbst des Jahres 1978 hatten drei „Hohner Jungs“ im Alter von 17 – 19 Jahren die Idee zu einem Eisenbahnclub in Lengerich. Diese Idee konnte mit den geplanten Verlagerungen des Stellwerksdienstes von den ehemaligen Stellwerken Lengerich-Nord (Ln) und Lengerich Fahrdienstleiter (Lf) auf das neue Stellwerk im Bahnhofsfeld vereint werden. Die Vereinsgründung erfolgte am 19. Mai 1979. Zwischenzeitlich war der Kreis der begeisterten Eisenbahnfans aus Lengerich und Umgebung auf zwölf Mitglieder angewachsen. Nach kurzen Verhandlungen konnte Einigung mit der damaligen Generaldirektion Münster der Deutschen Bundesbahn für das Stellwerk Lengerich-Nord an der Lienener Straße getroffen werden. Die Übernahme des Gebäudes durch die Eisenbahnfreunde erfolgte im April 1980. Unmittelbar nach Übernahme wurde mit den für den Vereinszweck notwendigen Umbauarbeiten begonnen. Der untere Stellwerksraum, der als Spannraum für die Seile zur Weichen- und Stellwerksbedienung gedient hatte, wurde zum Clubraum umgebaut. Der obere Raum, der bislang den Stellwerksbeamten vorbehalten war, sollte Vorführraum für eine geplante Modellbahnanlage werden. Auf Grund der Umbauarbeiten wurden die ersten Vereinstreffen im oberen Stellwerksraum mit toller Perspektive auf die Bahnstrecke Wanne – Hamburg (Münster – Osnabrück) durchgeführt. Nach umfangreicher Umbauleistung konnte nach ca. zwei Jahren der untere Stellwerksraum als Clubraum genutzt werden. Gleichzeitig kamen Gedanken zur Nutzung des Stellwerkes im oberen Teil auf. Die Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) vor der Haustür sollte Motiv und Grundlage für die Umsetzung ins Modell im Maßstab 1:87 H0 werden. Jedoch erkannte man bald, dass dieses umfangreiche Gleisnetz nicht realistisch nachzubilden war. Die Modellbahner machten eine schöpferische Pause. Zeitgleich wurde im Sommer 1981 die erste Feldbahnlokomotive einer ostfriesischen Ziegelei zu den Eisenbahnfreunden Lengerich geholt. Sie sollte zunächst zum Denkmal werden. Doch bald darauf wurde sie auf den ersten Metern Gleis in Betrieb genommen und restauriert. Der Grundstein für die Sammlung des Westfälischen Feldbahnmuseums war gelegt.
Auch die Modellbahner bei den Eisenbahnfreunden hatten ihren Spaß an dem großen Modell. Tatkräftig wurden weitere Feldbahnfahrzeuge gesammelt, restauriert und in Betrieb genommen. Am Stellwerk entstand ein zwischenzeitlich auf ca. 400 Meter angewachsenes Gleisnetz von Feldbahngleisen mit 600 mm Spurweite. Zwei Lokschuppen, Drehscheiben und Schiebebühnen bilden die feldbahntypische Infrastruktur. Zwischenzeitlich ist die Feldbahnsammlung auf 50 Lokomotiven und über 130 Loren und andere Feldbahnwagen angewachsen.
Im Jahre 1989 begannen die bis in 1990 andauernden Restaurierungsarbeiten am Vereinsgebäude aus dem Jahre 1900. Eine völlig neue und zeitgemäße Aufarbeitung der Gebäudefassade nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wurde in überwiegender Eigenleistung der Eisenbahnfreunde durchgeführt. Auch diese erforderlichen Arbeiten lähmten die eigentlichen Interessen der Hobbyisten.
Nach Abschluss dieser Arbeiten im Winter 1990 wurde dann von vier Modellbahnern doch die eigentliche Vereinsidee umgesetzt. Eine Modellbahnanlage wurde geplant und mit dem Bau begonnen. Die Anlage ist zwischenzeitlich regelmäßig bei Tagen der offenen Tür im Betrieb zu bewundern. Auf ca. 400 Metern Gleis können auf zwei Ebenen Modellbahnzüge bis zu ca. sieben Metern Länge verkehren. Die untere Ebene bildet ein ca. acht Meter langer Kopfbahnhof, verbunden über eine ca. zwei Meter höher führende Gleiswendel zum Schattenbahnhof und der darüber befindlichen Paradestrecke.
Das jüngste Projekt der Modellbahner ist der Aufbau einer Kleinstadt auf ca. vier Quadratmetern. Die Gebäude sind fast vollständig erstellt. Der eigentliche Stadtbau kann nun kurzfristig beginnen.
Das Projekt Westfälisches Feldbahnmuseum hat durch den positiven Förderbescheid der Nordrhein-Westfalen-Stiftung weiteren Auftrieb bekommen. Mit diesen Mitteln soll ein neuer größerer Lokschuppen gebaut werden und somit die Basis für eine nachhaltige Museumsstruktur darstellen.
Die Eisenbahnfreunde Lengerich werden das diesjährige 25-jährige Vereinsjubiläum durch umfangreiche Vereinsaktivitäten im Bereich der Feldbahn und der Modellbahn feiern. Konkrete und aktuelle Veranstaltungshinweise der Eisenbahnfreunde Lengerich e. V. werden kurzfristig veröffentlicht bzw. sind unter www.eisenbahnfreunde-lengerich.de  auf der Homepage nachzulesen.
Viele immer wieder einkehrende Stammgäste sind ebenso wie unsere neuen Gäste herzlich willkommen, Eisenbahnen in vielen Facetten kennen zu lernen. Die Eisenbahnfreunde Lengerich treffen sich jeden Donnerstag ab ca. 19 Uhr im ehemaligen Stellwerk Lengerich-Nord an der Lienener Straße.

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25 Jahre bestehen die Westallgäuer Eisenbahnfreunde und Modellbahner e.V.

Am 15. Mai 1979 trafen sich zehn eisenbahnbegeisterte Allgäuer am Bahnhof Röthenbach und gründeten einen Verein.
Dieser Verein erhielt den Namen „Westallgäuer Eisenbahnfreunde und Modellbahner e. V.“, und weil das doch etwas lang schien, nannten sie sich in der Folgezeit kurz „WEF“. Bereits im September des gleichen Jahres gelang der Ankauf eines ausrangierten vierachsigen Postwagens vom Typ Postm-a/26. Nach dem notwendigen Innenausbau das Wagens ging man an den Bau einer H0-Anlage mit den beachtlichen Maßen von 17 x 2 m. Das Thema indes stand schon lange fest: Röthenbach/Allgäu sollte es sein, denn Röthenbach/Allgäu ist im Grunde ein idealer, auf eine Modellbahn umsetzbarer Bahnhof. Es ist ein „Dorfbahnhof mit Schnellzughalt“!
Röthenbach liegt an der Fernstrecke München – Kempten – Immenstadt – Lindau zwischen km 113,3 und km 115,0 auf  705 Meter über Meereshöhe in der hügeligen Allgäuer Voralpenlandschaft. Der Bahnhof selber ist ca. 1,5 km vom Ortskern entfernt und liegt auf einem hohen Bahndamm. Dieser Damm war übrigens bei Eröffnung der Strecke 1853 und noch lange danach mit 525 m Länge, 53 m Höhe und 280 m Basisbreite der größte Eisenbahndamm der Welt! Wozu, wird man nun fragen, braucht so ein Dorf eine D-Zug- Station? Nun, von diesem Dorfbahnhof zweigen zwei Nebenbahnen ab (exsistieren heute nicht mehr), die 1893 gebaute 6 km lange Strecke nach Weiler im Allgäu und die 1901 eröffnete 12 km lange Linie über Lindenberg nach Scheidegg. Und dank dieser Nebenstrecken halten in Röthenbach eben D-Züge.
Mittlerweile hat der WEF 36 Miglieder der unterschiedlichsten Altersgruppen. Fast jeder besitzt selbst eine Anlage zu Hause, wobei die Baugrößen von Z bis zur LGB reichen. 1987 wurde ein weiterer Wagen, ein Post2-a/14,5, erworben und zu einem Vereinsheim, im doppelten Sinn des Wortes „Lokalbahnstüble“ genannt, ausgebaut. Das rege Vereinsleben umfasst unter anderem „Tage der offenen Tür“, die jährlich am 1. Advent stattfinden und bei denen dem interessierten Publikum von nah und fern die neuesten Um- und Anbauten auf der Anlage vorgeführt werden.
Längst sind natürlich die Zeiten vorbei, da in Röthenbach noch Hochbetrieb herrschte. Die Allgäustrecke ist verdieselt und wird mit Neigezugtechnik und Dieselloks der Baureihe 218 befahren. Früher fuhren hier stolze Dampflokomotiven der Baureihe G10, die 50er, die ersten 23er, die P 8 und P 10 und allen voran die bayerische S 3/6 aus dem Hause Maffei. Die Nebenstrecken nach Weiler und Lindenberg/Scheidegg existieren wie gesagt nicht mehr. Inzwischen dienen die alten Strecken als Fuß- und Fahrradwege.
Die ECs Bavaria, Schweizerland und Gottfried Keller rauschen mit 218-Doppeltraktion am Bahnhof Röthenbach vorbei.
Die Modellbahnanlage des WEF wird von den Vereinsmitgliedern jedes Jahr aufs neue verbessert und technisch modernisiert. Die Bahnhöfe Röthenbach, Lindenberg und Scheidegg wurden nach Originalplänen aus den fünfziger Jahren nachgebaut, während man den Bahnhof in Weiler in einer Kehrschleife enden ließ. Auch die Bahnhofsgebäude sind Originale in Miniaturformat, und bei der Gestaltung des Umfeldes und der Landschaft hat man sich so weit wie möglich an das Vorbild gehalten. Sogar die Hintergrundkulisse ist getreu nach Fotoaufnahmen der Allgäuer Landschaft gemalt!
Den Anschluss an die große Welt signalisiert auf der Anlage der originalgetreue Inselbahnhof Lindau mit Bahnbetriebswerk und einer langen elekrifizierten Fernstrecke. Geschaltet wird die Anlage mit einem DB-Drucktastenstellwerk, das alle Steuerfunktionen der Anlage übernimmt.
Die Röthenbacher Modellbahner sind ein Geheimtip für Besichtigungstouren an verregneten Urlaubstagen im Allgäu.
Öffnungszeiten donnerstags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, sonntags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
Die Clubwagen stehen gleich neben dem Bahnhof Röthenbach, gegenüber dem Altenheim.
Gerne hilft Ihnen auch der Fahrdienstleiter am Bahnhof Röthenbach weiter.
Im Clubwagen des WEF kann man die alte Zeit  wiederaufleben lassen, wenn D 96 „Isar-Rhone“ mit zwei Loks der Baureihe 18.6 durch den Modellbahnhof donnert, während auf Gleis 1 eine 98.8 (bay. GtL 4/4) mit dem GmP 9374 aufs Ausfahrsignal wartet, auf der kleinen Drehscheibe am Bahnsteig Richtung Weiler eine 98.6 (bay. D VIII) umsetzt und obendrein vor den Güterschuppen die 89.6 (bay. R3/3) einige Güterwagen aus Lindenberg für den mit einer P 8 auf Gleis 4 stehenden Ng 5219 rangiert.
Kommen Sie mal vorbei – es lohnt sich.
www.beepworld.de/members67/wefroethenbachallgaeu/index.htm 

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Neu im BDEF: Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter

Der Verein wurde am 1. Juli 1999 von einigen „Eisenbahnverrückten“ gegründet. Im Moment haben wir 14 aktive Mitglieder, darunter drei Jugendliche. Diese sind weder verwandt noch verschwägert mit anderen Vereinsmitgliedern.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Modellbahn. Wir betreiben eine LGB-Modulanlage in der Spur „IIg“ (nach NEM IIm, die Redaktion). Mit ihr beteiligen wir uns seit 2002 an regionalen Veranstaltungen und auch an der Aktion „HSB on Tour“ der Harzer Schmalspurbahnen.
Großen Raum nimmt bei uns die Beschäftigung mit der Regelspur, in Geschichte und Gegenwart, ein. Weiterhin beschäftigen wir uns mit der regionalen Eisenbahngeschichte, hier arbeiten wir insbesondere mit dem „Arbeitskreis Eisenbahngeschichte Süd-Ostniedersachsen“ eng zusammen.
Ganz besonders liegt uns die Jugendarbeit am Herzen. Seit 2001 betreuen wir eine Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft an der Hauptschule in Königslutter. Mit den Schülern bauen wir eine H0-Modulanlage in einer angenäherten „Fremo-Norm“ nach dem System Märklin Digital. Die Zusammenarbeit mit Schule und Schülern wirkt sich auch sehr positiv auf unseren Verein aus, drei Schüler sind schon zu Mitgliedern geworden.
Im Kaffeegarten des „Cafe- Restaurant Margarete“, Helmstedterstraße 20 in Königslutter, betreiben wir eine LGB-Außenanlage, die ständig erweitert wird. Dort treffen wir uns immer am ersten Dienstag im Monat zum „Vereinsabend“. Am dritten Dienstag im Monat veranstalten wir gemeinsam mit dem Arbeitskreis Eisenbahngeschichte Süd-Ostniedersachsen im Landgasthof und Hotel „Lindenhof“, Im Winkel 23, in Königslutter/Bornum einen vereinsübergreifenden Eisenbahnstammtisch. Im Winterhalbjahr finden hier überwiegend Dia- und Filmabende statt.
Besuche bei anderen Modellbahnvereinen, Museumseisenbahnen, den Harzer Schmalspurbahnen und Modellbahnmessen runden unsere Vereinsarbeit ab.
Kontakt: Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn Königslutter,
c/o Hans-Georg Saffert, Tel.: 05353 9109322 oder per e-Mail: H-G.Saffert@t-online.de 

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Neu im BDEF: Modellbanclub Saal-Unstrut-Bahn e. V.

Unsere Vereinsräume befinden sich im Güterschuppen des Bhf. Sömmerda. Sömmerda ist eine Stadt in Thüringen, unweit der Landeshauptstadt Erfurt. Zur Zeit besteht der Verein aus 14 Mitgliedern und 13 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Treffpunkt ist jeden Mittwoch im Güterschuppen ab 18.00 Uhr. 
Wir bauen in der Spurweite HO, verwendet wird das Gleissystem Pilz Elite im sichtbaren Teil der Anlage und im Schattenbahnhof Rocoline.
Der Hauptteil der Modellbahnanlage ist 11,00 m lang und 1,70 m breit, der neu hinzugefügte Teil 12,00 m lang und zwischen 1,20 m und 0,50 m breit. Die gesamte Gleislänge beträgt ca. 190 m, und wir haben 75 Weichen verbaut. Das Motiv der Modelbahnanlage ist eine Zweigleisige Strecke im Mittelgebirge mit Nebenbahn und Schmalspur.
Vorgesehen ist für einen späteren Zeitpunkt die Elektrifizierung des neuen Teiles. Die Epoche sind die siebziger Jahre der Deutschen Reichsbahnzeit. Wir können zur Zeit bis zu 15 Züge mit einer Zuglänge bis 3,50 m fahren.
Unser Club hat eine Geschichte die sehr weit zurück reicht. Es begann Weihnachten 1964, Modellbahnfreunde aus Sömmerda gestalteten eine Modellbahnausstellung für die Kinder des damaligen Büromaschinenwerkes. Ein Jahr später am 28. Oktober 1965 gründeten diese Modellbahnfreunde unseren Modellbahnclub in Sömmerda. Am 1. Januar 1966 wurde unser Verein als AG 4/27 in den Deutschen Modellbahnverband der DDR aufgenommen.
Weihnachten 1966 wurde unsere erste Gemeinschaftsanlage vorgestellt. Sie hatte für die damaligen Verhältnisse eine beachtliche Größe von 4,00 m mal 2,00 m. Nun begann auch die Suche nach einem passenden Clubraum für unseren Verein. Mit Hilfe des damaligen Bahnhofvorstehers von Sömmerda fanden wir einen Raum im Güterschuppen des örtlichen Bahnhofs, in dem wir noch heute sind. Im Herbst 1971 begannen die Bauarbeiten für unseren Clubraum. Am 24. Mai 1972 waren unsere Clubräume fertiggestellt und wurden feierlich eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt zählte unser Verein schon 18 Mitglieder. Im Sommer 1972 begannen wir mit dem Bau unserer zweiten und größeren Clubanlage, die auch schon bald zu einem großen Jubiläum vorgeführt werden sollte.
Am 14. August 1974 sind wir der Ausrichter des Jubiläums „100 Jahre Pfefferminzbahn von Straußfurt nach Großheringen“. Es war eine Veranstaltung, die eine große Resonanz in der Bevölkerung fand. Mitglieder unseres Clubs helfen 1975 auf der Selketalbahn im Harz, um die Bahn auf Vordermann zu bringen. Ende 1986 war die zweite Gemeinschaftsanlage des Vereins in die Jahre gekommen und musste Platz für eine neue Anlage machen, die bis heute noch besteht.

Mit der Wende 1989 kam das Ende des DMV der DDR. Schon 1990 gründen wir den Modellbahnclub Saal-Unstrut-Bahn e. V. Gleichzeitig haben wir den größten Mitgliederschwund in unserer Geschichte. Aber es geht trotzdem weiter!
Im September 1990 helfen Mitglieder unseres Clubs auf der Furkabahn. Unsere größte Herausforderung nach der Wende ist im August 1994 die Ausrichtung des Jubiläums „120 Jahre Pfefferminzbahn“, die wir mit Hilfe der Deutschen Bahn und der Stadt Sömmerda mit großen Erfolg bewältigten.
Auf der Mitgliederversammlung am 16. Januar 2002 wird beschlossen, dass wir unsere Steuerung auf Digitaltechnik umstellen werden.
Am 9. Mai 2002 beginnt das digitale Zeitalter auf unserer Anlage, die ersten Züge werden von Digitalloks gezogen.
22. August 2002: Der neue Rechner steht.
Kontakt: Modellbahnclub Saal-Unstrut-Bahn e. V., c/o Axel Stadelmann, Kantstraße 2, 99610 Sömmerda,
eMail: axel-stadel@web.de,
Internet: http://www.modellbahnclub-soem.de

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Neu im BDEF: Modell-Eisenbahn-Club Wilster

Am 2. Februar 2004 trafen sich vier Eisenbahnfreunde in Wilster, um ihr gemeinsames Hobby zu vertiefen, indem sie über die Gründung eines Clubs diskutierten. Dabei stand im Vordergrund, dass eine gemeinsame Modellbahn-Anlage aufgebaut werden soll, an der alle Mitglieder mitarbeiten können. In Folge dessen wurde eine Anzeige in der Lokalzeitung aufgegeben, um Mitglieder anzuwerben. Die Resonanz war sehr positiv, denn in Wilster (Schleswig-Holstein) gab es bis dato keinen Modelleisenbahnclub oder ähnliches. 
Nachdem sich eine solch positive Resonanz ergeben hatte, wurde ein Termin für den 1. März 2004 vereinbart, an dem sich erstmals die Interessenten und die vier Gründer trafen. Es sind acht Interessenten erschienen, die auch in den Club eintraten. Sie einigten sich darauf, sich zweimal im Monat zu treffen, um an der Anlage zu arbeiten und weitere Themen zu besprechen. Und einen Aufnahme-Antrag für den größten europäischen Modellbahnverband haben sie auch gleich gestellt. Herzlich Willkommen! 
Kontakt: Modell-Eisenbahn-Club Wilster, Peter Ollrogge, Rathausstraße 10, 25554 Wilster, Tel. 04823 750229, Fax 04823 920968, e-mail: MECwilster@aol.com .

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Neues Fördermitglied: Eisenbahn-Treffpunkt Schweickhardt

Seit 1957 steht der Kunde beim Eisenbahn-Treffpunkt Schweickhardt im Mittelpunkt. "ETS" ist ein mittelständisches Familienunternehmen und hat sich auf den Vertrieb von Modelleisenbahnen und Zubehör spezialisiert. Die angebotenen Produkte können sowohl in den Laden-Geschäfte als auch über den Versandweg bezogen werden. ETS ist Partner, Dienstleister und Lieferant rund um das Hobby, der Modelleisenbahnen und Zubehör in einer Riesenauswahl zu günstigen Preisen anbietet. Im Sortiment sind nicht nur Loks, sondern auch die "vielen kleinen Dinge" für die Modelleisenbahn. So sind über 40.000 Artikel (u. a. ständig auch über 2500 Second-Hand-Angebote) im Sortiment. Man kann sich bei ETS die gesamte Modelleisenbahn-Welt in aller Ruhe anschauen und sich kompetent beraten lassen. 
ETS tut alles, damit zufriedene Kunden ihr Hobby buchstäblich in vollen Zügen genießen können. 
Kontakt: ETS / EISENBAHN - Treffpunkt - Schweickhardt Beinstein, Biegelwiesenstr. 31, D-71334 Waiblingen Tel.: 07151 93793-1, 
e-Mail: ets@modelleisenbahn.com  Internet: www.modelleisenbahn.com .

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Modelle des Jahres 2003

Alljährlich ruft das „eisenbahn magazin“ seine Leser zur Wahl der „Modelle des Jahres“ auf. Erstmals waren auch die Leser des N-Bahn Magazin nach ihrer Meinung gefragt. Insgesamt 146 Modelle oder Technik-Lösungen standen in 16 Kategorien zur Wahl, wieder brachte die Post über 7000 Stimmpostkarten ausgefüllt zum Verlag zurück. Jeweils die Besten einer Kategorie werden zum „Modell des Jahres“ gekürt. In 13 der 16 Kategorien fiel die Wahl auf ein Produkt eines unserer Fördermitglieder, auch auf den Plätzen zwei und drei sind diese Firmen zahlreich vertreten.

Folgende Modelle unserer Fördermitglieder waren erfolgreich:

Auhagen pr. Güterschuppen (Platz 2, Kateg. H0-Ausstattung);

Auhagen Vorstadthäuser (Platz 3, Kategorie N-Ausstattung);

Aster/LGB wü. Tssd 2m (Platz 2, Kategorie 2-Fahrzeuge);

Brawa V 320 DB (Platz 2, Kategorie H0-Diesel-/Elloks);

Brawa ET 65/ ES 65 DB (Platz 1, Kateg. H0-Triebwagen/-züge);

Brawa pr. D-Zugwagen (Platz 1, Kategorie H0-Wagen);

Fleischmann BR 41 DR (Platz 3, Kategorie H0-Dampfloks);

Fleischmann E 19 12 DB (Platz 1, Kategorie H0-Diesel-/Elloks);

Fleischmann Umbau-Dreiachser DB (Platz 2, Kateg. H0-Wagen);

Fleischmann Schnellzugwagen DB (Platz 2, Kateg. N-Wagen);

Fleischmann V 200.1 DB (Platz 1, Kategorie N-Triebfahrzeuge);

Fleischmann Kö 8112 0e (Platz 2, Kategorie 0-Fahrzeuge);

Hübner Säuretopfwagen (Platz 2, Kategorie 1-Fahrzeuge);

Kibri Claas-Mähdrescher (Platz 1, N-Ausstattung);

Lenz Weichendecoder15150 (Platz 3, Zusatzwahl Technik);

LGB Schienentraktor Tm 2 RHB 2m (Platz 1, Kateg. 2-Fahrzeuge);

Märklin pr. P 8 / BR 38.10-40 (Platz 2, Kategorie H0-Dampfloks);

Märklin E 44 Maxi (Platz 1, Kategorie 1-Fahrzeuge);

Märklin Lichtsignale H0 (Platz 1, Kateg. Bemerkenswerte Technik);

Märklin ET 87 H0 (Platz 3, Zusatzwahl Fahrzeuge);

Märklin Piezo-Pantograf H0 (Platz 2, Zusatzwahl Technik);

Micro-Metakit BR 03.10 DB (Platz 1, Kategorie H0-Kleinserien);

Noch Sexy Scenes H0 (Platz 3, Zusatzwahl Zubehör);

Piko „Desiro“ 642 DBAG (Platz 3, Kategorie H0-Triebwagen/-züge);

Piko sä. Abteilwagen Zweiachser (Platz 1, Zusatzwahl Fahrzeuge);

Roco BR 01.5 (Platz 1, H0-Dampfloks);

Roco Dm3 LKAB (Platz 3, H0-Diesel-/Elloks);

Roco NOHAB-Diesellok H0 (Platz 2, Zusatzwahl Fahrzeuge);

Tillig Autotransportwagen (Platz 1, Kategorie TT-Fahrzeuge);

Trix Speicherstadt Hamburg (Platz 1, Kategorie H0-Ausstattung);

Trix BR 45 DB (Platz 2, Kategorie N-Triebfahrzeuge);

Trix E 52 DRG (Platz 3, Kategorie N-Triebfahrzeuge);

Trix Rheingoldzug 1928 (Platz 1, Kategorie N-Wagen);

Trix Getreidespeicher m. Silo (Platz 2, Kategorie N-Ausstattung);

Trix Rübenkampagne (Platz 2, Kateg. Bemerkenswerte Ausstattung);

Trix Bahnhof Dammtor H0 (Platz 1, Zusatzwahl Zubehör);

Uhlenbrock Infrarot-Fernsteuerung IRIS (Platz 1, Zusatzwahl Technik).

Wir gratulieren den erfolgreichen Firmen herzlich und wünschen weiterhin dieses „Gute Händchen“ für siegreiche Modelle bei der Wahl zum Modell des Jahres und damit sicherlich auch Erfolg auf dem Markt.

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Was wird aus Lima, Rivarossi, Jouef, Pocher und Arnold?

Die Eisenbahn-Pressevereinigung ferpress gab uns zwei Pressemitteilungen aus der Modellbahnindustrie weiter.

Wie die Firma LIMA S.p.A. mit Schreiben vom 31. März 2004 ihren Zulieferern und Partnern mitteilte, endete die im Juli 2003 begonnene Liquidation (nach italienischem Recht) nunmehr mit der sofortigen Einstellung der Produktion und Tätigkeit, um einen genauen wirtschaftlichen Abschluss zu bekommen. Der nächste Schritt ist der Verkauf des Unternehmens. Das Gericht von Brescia hat zur Abwicklung Herrn Giulio Ferretti ernannt.

Bis zum 19. März 2005 waren alle Mitarbeiter „beurlaubt“ und erhielten eine Art „Ausfallgeld“ vom Staat. Nur eine „Ein-Personen-Notbesatzung“ hielt die Büroaktivitäten aufrecht.

Natürlich kann sich diese Regelung durch einen eventuellen Eigentümerwechsel rasch ändern.

LIMA ist derzeit brieflich, telefonisch und per Fax weiter unter der bekannten Anschrift erreichbar. E-Mails können nur noch an info@limamodel.com gesandt werden. Andere

e-Mail-Anschriften sind abgeschaltet. Das Lima-Team wünschte in dem Schreiben allen eine erfolgreiche Arbeit und viel Glück in der Zukunft, unterschrieben von Stefano Infanti und Chiara Soncina.

Nach uns weiter vorliegenden Informationen wird Lima wohl durch den Britischen Hersteller „Hornby“ aufgekauft. Es wird gemunkelt, dass die Produktionsanlagen, den Spuren Marco Polos folgend, von Italien nach China wandern.

Zur gleichen Zeit findet sich auf der Homepage von Hornby unter www.hornbyrailways.com eine Erklärung, die hier in Übersetzung wiedergegeben ist:

„Hornby PLC freut sich, mitteilen zu können, das Geschäft und die Aktiva von Electrotren für 7,9 Millionen Euro (rund 5,3 Millionen engl. Pfund) übernommen zu haben. Die Übernahme wird Hornby’s Position in seinen europäischen Schlüsselmärkten, Modelleisenbahnen und Autorennbahnen, stärken.“

Die in der Nähe von Madrid beheimatete Firma Electrotren ist in Spanien Marktführer im Bereich Modellbahnen und hatte in den vergangenen drei Jahren in diesem Land den Exklusivvertrieb für die „Superslot“-Autorennbahn von Hornby.

Die 1951 gegründete spanische Firma verblieb, bis zu der Übernahme durch Hornby, im Eigentum der Gründerfamilie Gonzales. Electrotren ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von H0- und N-Modellbahnlokomotiven, Wagen und Zubehör.

Hornby’s Hauptgeschäftsführer, Frank Martin, teilte mit: „Wir sind erfreut die Übernahme von Electrotren bekannt geben zu können, dies wird uns eine Plattform schaffen, um den Verkauf unserer Autorennbahnartikel steigern zu können, deren Speerspitze unsere derzeit angebotenen MotoGP-Produkte sind. Zusätzlich wird die Marktführerstellung von Electrotren im spanischen Modellbahnmarkt eine signifikante Plattform für Verkaufszuwächse nach der vollständigen Verlagerung (der Electrotren-) Produktion nach China sein.

Die vorgeschlagene Übernahme von bestimmten Aktiva der Lima S.p.A, geht weiter voran. Es wird erwartet, dass wir nach Übernahme von Lima-Aktiva im Laufe des späteren Jahres eine Spitzenposition im Modellbahnbereich in Spanien (Electrotren), Frankreich (Jouef), Italien (Lima/Rivarossi) und natürlich im Vereinigten Königreich (Homby) haben werden.

Wenn Lima mit Hornby und Electrotren zusammengeschlossen sein wird, wird dies künftig auch unsere Präsenz auf dem Kontinent stärken. Während wir davon ausgehen, dass Lima erst in einigen Monaten nach der Übernahme zu den Einnahmen beitragen wird, erwarten wir von Electrotren, von der Übernahme an dazu beizutragen.“

Anmerkung von FERPRESS: Und was geschieht mit ARNOLD N ?

Anmerkung der Redaktion: Zusammenbrüche von Modellbahnherstellern hat es auch früher gegeben. Noch in guter Erinnerung sind das Ende von Liliput (Wien) oder der DDR-Modellbahnproduktion. Jedesmal fürchten die Modellbahner um die Verfügbarkeit bestimmter Modelle. Doch stellen die Formen einen wichtigen Posten in der Konkursabwicklung dar. Über kurz oder lang tauchen die Modelle auf dem Markt wieder auf. Im Fall Liliput zunächst bei Herpa, später bei Liliput (Bachman), ehemalige DDR-Modelle unter dem Firmennamen Sachsenmodelle, Tillig oder bei der privatisierten Firma Piko. Die Angst war also überflüssig. Ähnliches scheint sich ja nun für Lima zu entwickeln. Anders jedoch steht es um die Marke Arnold. Es bleibt die Frage, ob der N-Sektor genug blüht, um einen Investor zur Übernahme (eines Teils) des Programms zu reizen. Hoffen wir für unsere Freunde von der N-Fraktion, dass sich eine Möglichkeit findet. Ohne Arnold ist das Angebot im Maßstab 1:160 um eine Reihe attraktiver Fahrzeugtypen ärmer.

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MOROP wird 50 und feiert seinen 51. Kongress

Der Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas lädt zum diesjährigen 51. MOROP-Kongress vom 4. bis 11. September nach Brig im Oberwallis ein. Das genaue Programm sowie die Anmeldeformulare sind im Internet unter www.morop.org abzurufen oder können in der Geschäftsstelle des BDEF per Post angefordert werden.

1954 fanden sich engagierte Modelleisenbahner aus mehreren europäischen Ländern zusammen mit dem Ziel, einheitliche Normen für Modelleisenbahnen zu schaffen, damit die Lokomotiven der Firma „X“ auf Gleisen von „Y“ mit Wagen von „Z“ betrieben werden können. Die daraus entstandenen heutigen NEM umfassen 95 Normblätter, nach denen nicht nur in allen europäischen Ländern sondern auch im fernen Japan und China produziert wird. Jährliche Kongresse förderten die Verständigung und Freundschaft der Eisenbahnfreunde sowie die Kenntnis über die Eisenbahnen und Menschen der verschiedenen Länder.

Nach dem sehr gelungenen 50. Kongress, den die SMV 2003 in und um Dresden perfekt organisiert hatte, laden nun die Freunde des SVEA in das Land der interessanten Eisenbahnen ein. Der Tagungsort Brig und das Programm versprechen Tage voller Erlebnisse in einer fantastischen Landschaft. Brig als Kreuzung alter Handelswege über die Alpen wird überragt von dem weithin sichtbaren, im 17. Jahrhundert erbauten Stockalper-Palast, ein Zeichen der alten Handelsmacht.

Heute treffen sich in Brig bedeutende Schienenwege, so die bekannte Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn BLS als Nord-Süd-Verbindung nach Italien, die SBB-Strecke durch das Rhône-Tal über Montreux nach Genf, sowie die ehemaligen 1000-mm-Schmalspurbahnen Furka-Oberalp FO und Brig-Visp-Zermatt-Bahn BVZ. Beide Schmalspurbahnen fusionierten 2003 zur heute einheitlichen Matterhorn-Gotthard-Bahn. Im September 1993 wurde Brig nach sintflutartigen Regenfällen von einer gewaltigen Überschwemmung heimgesucht, die auch die Gleise und Bahnsteige der BVZ und FO in einer tiefen Schlammschicht versenkte.

Sicher war es für die Freunde des SVEA schwierig, ein Exkursionsprogramm für eine knappe Woche zusammenzustellen, bieten doch Brig und seine Umgebung interessanten Stoff für mindestens drei Wochen.

Von den geplanten Exkursionen seien nur einige besondere Leckerbissen genannt.

So führt uns der Weg am 7. September durch das breite Tal der Rhône abwärts zum und auf den Genfer See in eine subtropische Vegetation. Nach dem Besuch der Dampfeisenbahn des Swiss-Vapeur-Park in Bouveret folgt in Aigle eine schwierige Entscheidung, mit welcher der drei gleichzeitig angebotenen interessanten Schmalspurbahnen man einen der umliegenden Berge erklimmen soll. Da es bei der Gründung der Schmalspurstrecken noch keine verbindliche NEM gab, verkehrt jede mit einem anderen Stromsystem und anderem Zahnstangensystem mit dem Nachteil, dass die Fahrzeuge untereinander nicht austauschbar sind !

Der 8. September führt zum Berg der Berge, dem Matterhorn. Von Visp aus klettert unser Extrazug gezogen von einem „Krokodil“ durch das enge wilde Vispertal, teilweise an der Zahnstange, hinauf zum bekannten Kurort Zermatt, in den Autos keinen Zutritt haben. Bei Randa benutzen wir eine 1991 neu gebaute Umgehungsstrecke, nachdem am 18. April 1991 ein gewaltiger Bergsturz die alte Strecke und die Strasse unter sich begraben hatte. Ein besonderes Erlebnis ist dann die Fahrt mit der Gornergratbahn zum 3089 m hoch gelegenen Gornergrat, einem Aussichtspunkt inmitten solch beeindruckender 4000er wie Monte Rosa, Zwillinge, Breithorn,  Matterhorn, Weisshorn, Dom und vieleer anderer.

Die für den 9. September angekündigte „Tunnelfahrt“ findet natürlich nicht nur in „finsteren Löchern“ statt. Gleich nach der Abfahrt in Brig unterqueren wir in einem fast 20 km langen Tunnel das Simplonmassiv – und erblicken das Tageslicht in Italien wieder. In Domodossola steigen wir wieder in eine moderne 1000-mm-Schmalspurbahn, die in das Schweizerische Tessin führt. Wer das nötige Vertrauen in die Führungssicherheit des Spurkranzes mitbringt, den erwartet eine wunderbare Fahrt auf besonders kühner Trassenführung über tiefe Schluchten, mutige Hangbrücken und durch kleine Tunnel das Centovalli, das „Tal der 100 Täler“ hinab nach Locarno auf 205 m Seehöhe. Obwohl der SBB-Bahnhof unmittelbar über dem Bahnhof der Centovali-Bahn liegt, sollte man sich die Zeit nehmen für einen Zehn-Minuten-Spaziergang zum Lago Maggiore. Mit der SBB heisst es dann wieder klettern, bis der mit 1140 m höchste SBB-Bahnhof Airolo am Eingang zum Gotthard-Tunnel erreicht ist. Die grossen Höhenunterschiede werden durch mehrere Kehrtunnel, in der Bianscina in drei Etagen übereinander, bewältigt. In Airolo erinnert eine Gedenktafel an die Arbeiter, die in harter zehnjähriger Arbeit im Mai 1882 die erste Alpenquerung der Schweiz geschaffen hatten. Unmittelbar nach dem 15 km langen Gotthardtunnel steigen wir in Göschenen um auf 1000 mm. Durch die wilde Schöllenenschlucht klettert die Schöllenenbahn an der Zahnstange nach Andermatt, von wo aus uns die Zermatt-Gotthard-Bahn durch das Usurental und das Goms im breiten Rhônetal abwärts nach Brig bringt. Dabei müssen sich Lok und Wagen an steilen Abstiegen wieder an der Zahnstange festhalten.
Welchen Eisenbahnfreund reizt es nicht, am 10. September die Baustelle eines der grossen Schweizer Vorhaben zur Unterquerung des Lötschberg in Raron zu besichtigen. Bei diesem gewaltigen Vorhaben, das Gotthardmassiv und den Lötschberg mit Eisenbahntunneln an der Massivbasis zu unterfahren, zeigt sich die ökologische und volkswirtschaftliche Klugheit der Schweizer. Die Schweiz hat eben keine Lkw-Industrie mit der entsprechenden Lobby!
Auch wenn es keine grossen Dampfspektakel geben wird, dürfte das Programm des 51. MOROP-Kongresses eine erlebnisreiche Woche und das immer wieder schöne Treffen mit Freunden aus vielen Ländern Europas garantieren.

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Mitfahrzentrale für Eisenbahnfahrzeuge

Im Museumsbahnbetrieb kommt es immer wieder aus betrieblichen Gründen zu Leerfahrten von Lokomotiven oder dem Bedarf, Wagen von einem Ort zum andern zu transportieren. Sei es, um die Fahrzeuge zu einem neuen Einsatzort zu bringen, oder auch von oder zur Werkstatt. In diesem Zusammenhang ist ein erhebliches Kosteneinsparungspotenzial gegeben, wenn die Bahnen diese Transporte mit gleichartigen kombinieren können. Diese Möglichkeit ist auch deshalb oft gegeben, weil die Fahrten nicht zwingend zu einem bestimmten Termin erfolgen müssen.
Um die Kooperation auf diesem Gebiet zu erleichtern hat der VDMT auf seiner Website eine Mitfahrzentrale für Eisenbahnfahrzeuge eingerichtet. Dort können Eisenbahnen notwendige Betriebsfahrten zum Transport von anderen Fahrzeuge anbieten, bzw. Bahnen mit einem Transportbedarf nach einer geeigneten Leerfahrt einer Lok suchen. Es steht auch nichts entgegen, hier Leerfahrten von Tiefladern für Schmalspurfahrzeuge anzubieten. Die Nutzung dieses Dienstes steht allen Bahnen offen und ist kostenfrei. Auch wird ein elektronisches Formular angeboten, mit dem die Daten der Mitfahrgelegenheiten direkt übermittelt werden können. Ferner wird die Möglichkeit geboten, sich über Änderungen der Angebote per Email benachrichtigen zu lassen. Die Mitfahrzentrale ist unter www.vdmt.de -> Aktuell -> Mitfahrgelegenheit zu erreichen.

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BDEF zu Gast beim VOEMEC

Freitag, 19. März 2004 – der Taurus 1116 der ÖBB zieht seinen 13-Wagen-Zug EC 113 „Mimara“ sanft aber kraftvoll aus Gleis 11 des Münchner Hauptbahnhofs. Vor mir liegt eine Fahrt durch drei Klimazonen. Während im bayerischen Voralpenland gerade die ersten Boten eines nahenden Frühlings sichtbar werden, geht die Fahrt quer durch und über die Alpen erneut in tiefverschneite Landschaften des Alpenhauptkamms, um letztendlich im fast schon mediterranen, frühlingshaften Graz in der Steiermark pünktlich nach gut sechs Stunden zu enden.

Auf Einladung des MEC Graz findet die Jahreshauptversammlung 2004 des Verbandes der Österreichischen Modelleisenbahnclubs VOEMEC hier in Graz statt. Das Pogramm beginnt am Samstag Morgen mit der Besichtigung der – leider (!) – stationären Anlage des MEC Graz. Trotz des beachtlichen Alters von 45 Jahren ist die Anlage ein echter Hingucker, der es mit manch jüngerer Anlage voll aufnehmen kann. Wildromantische Berge mit einer Höhe von fast vier Metern und eine beachtenswerte Hintergrundmalerei bieten die Kulisse für alpine Strecken, auf die eine bunte Vielfalt von Zügen aus dem im Nebenraum liegenden Schattenbahnhof mit seinen fast 40 Gleisen geschickt wird. Gesteuert von altehrwürdigen Postrelais und einfachen Fahrreglern wird ein Betrieb geboten, der von vielen modernen Digitalanlagen nur schwer überboten werden könnte. Kurz: die Anlage des MEC Graz ist in allen Elementen sehenswert!

Die Mitglieder des MEC Graz sind aber nicht nur gute Anlagenbauer sondern auch hervorragende Organisatoren. Durch Nichteinhalten von Versprechen des vorgesehenen Tagungslokals mussten die Organisatoren um den Vorsitzenden Gerhard Schöberl kurzfristig für einen neuen Saal sorgen, was mit Erfolg bewerkstelligt wurde. Um die den zum Teil großen Entfernungen in Graz schnell und bequem überbrücken zu können, hatte der MEC Graz sogar einen Shuttle-Dienst organisiert: zwei MEC-Mitglieder fuhren mit gemieteten Kleinbussen die Tagungsteilnehmer zwischen Bahnhof, Clubheim, Tagungslokal, Hotel und Rathaus – kostenlos!

Die um 14 Uhr begonnene JHV des VOEMEC – unter Leitung des VOEMEC-Präsidenten Franz Binder – zog sich leider durch einige langatmige, nicht sehr zielführende Diskussionen aus Delegiertenkreisen, über 4 Stunden hin. Letztendlich konnten jedoch bei allen Diskussionspunkten deutliche Abstimmmehrheiten erreicht werden.

Für 19 Uhr war für die Teilnehmer des Verbandstages ein Empfang im Rathaus der Stadt Graz angesagt. Sogar die kurze Wartezeit auf dem hervorragend illuminierten Hauptplatz mit seinen gepflegten Patrizierhäusern und dem Blick auf den berühmten Uhrenturm dürfte manche neue Liebe für die Stadt Graz entfacht haben. Dieses Ambiente und diese Ausblicke allein hätten schon die lange Fahrt nach Graz rentiert.

Der Bürgermeister Mag. Nagl konnte uns leider nicht selbst empfangen, wurde jedoch von Herrn Gemeinderat Trummer bestens vertreten. Es war schon ein besonderes Gefühl im Sitzungssaal – besser gesagt im Prunk-Sitzungssaal – der Stadt Graz nochmals einige Gruß- und Dankesworte an die Organisatoren, an den VOEMEC-Vorstand und seine Mitglieder und natürlich an den Vertreter der Stadt richten zu dürfen.

Aus terminlichen Gründen konnte ich leider am Ausflugsprogramm am Sonntag nicht teilnehmen. Dem Vernehmen nach war aber auch dieses Programm – u.a. mit einer Fahrt nach Stainz und dem Besuch des Grazer Tramwaymuseums – an einem strahlenden Frühlingstag ein besonderes Erlebnis.

Der VOEMEC-Verbandstag wird 2005 nicht weit von Graz entfernt, in Bruck an der Murr stattfinden.

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Faszination Modellbau Sinsheim 4. - 7. März 2004

Erstmals wurde vom BDEF bei der Messe „Faszination Modellbau“ in Sinsheim das bekannte Junior College Europa(c) veranstaltet. Die jungen und jüngsten Besucher konnten sich dabei spielerisch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in die Grundlagen der Modellbahntechnik und des Modellbahnhobbys einarbeiten, was mit großer Begeisterung angenommen wurde. Geduldig harrten einige Eltern neben ihren Jüngsten stundenlang aus, während diese sich durch die einzelnen Stationen arbeiteten.
Für jede Aktivität an einer der rund 20 Stationen wurden Punkte vergeben. Wer die höchsten Punktzahlen erreichte, dem winkten attraktive Preise. Viele Gewinner konnten es einfach nicht glauben, dass sie solch wertvolle Preise geschenkt erhielten.
Aber auch wer nicht mit einer Spitzenpunktzahl die Stationen durchlaufen hatte, wurde mit kleineren Geschenken und einer Urkunde belohnt. So gab es keine enttäuschten Gesichter und alle Teilnehmer gingen mit großer Begeisterung nach Hause.
Besonders positiv viel der mit etwa 30 Prozent hohe Anteil an Mädchen auf, die am Junior College teilnahmen und besonders viele Preise abräumten.
Nicht nur wir waren von dem Ansturm und dem Ausmaß der Resonanz überwältigt. Vor allem die Vertreter der Modellbahn- und Zubehörindustrie und nicht zuletzt auch der Messe, die alle das Sponsoring dieser Aktion übernommen hatten, äußerten sich über das Junior College Europa(c) begeistert.
An den vier Tagen der Messe besuchten über 400 Kinder und Jugendliche das JCE und nutzten die frei wählbare Anzahl von Stationen nach folgender Verteilung:
79 % Bäume bauen
76 % Gegenstände ertasten
72 % Gleise schottern
70 % Figuren anmalen
67 % KunststoffHausbausatz bauen
65 % Zielbremsen
62 % Schotter mit Kran verladen
61 % Elektrische Modellbahnkomponenten verschalten

58 % Wagonbausatz TT oder H0 bauen

58 % Rangierspiel mit Schienenkran

55 % Anfangspackung aufbauen und in Betrieb nehmen

48 % Play Street (Faller Car System)aufbauen

38 % Ladegut anfertigen

32 % Airbrush (Wagen, Häuserbausatz farblich gestalten)

29 % Fahrplanauskunft

25 % Eisenbahnsimulator

20 % Gleisplan am PC

19 % Löten

13 % Firmensuchspiel.

Ein besonderer Dank gebührt – neben der Messegesellschaft Sinsheim – der großen Anzahl von Sponsoren, die mit ihren großzügigen Sachspenden den überwältigenden Erfolg des JCE sicherstellten. Unser Dank geht somit an die Firmen: Auhagen, alba-Verlag, Bachmann, Conrad, DB AG, EK-Verlag, Erbert, Faller, Fleischmann, GeraNova, Heki, Herpa, Kibri, Märklin, VGB-Miba, Noch, Piko, Preiser, Revell, Roco, Sommerfeldt, Tams, Tillig-Sachsenmodelle, Viessmann und Vollmer.

Das Junior College Europa(c) basiert auf einer intensiven Betreuung der Kinder und Jugendlichen durch Fachleute an den einzelnen Stationen und ist damit sehr personalintensiv. Durchgeführt kann das JCE somit nur, wenn diese große Anzahl von Betreuern zur Verfügung steht. Unser bewährter ICE-Chef Dieter Hohmann konnten wieder mehrere Vereine aus der Region gewinnen, Betreuer für die vier Tage der Messe zu stellen. Herzlichen Dank möchten wir in diesem Zusammenhang den örtlichen Eisenbahnfreunden Kraichgau, den Eisenbahnfreunden Pforzheim, dem MEC Karlsruhe und den Eisenbahnfreunde Heidelberg sagen.
Nur 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben zu Hause schon eine Modelleisenbahn. So können wir hoffen, dass beim Junior College Europa© in Sinsheim etwa 150 „neue“ Modelleisenbahner für die Zukunft „infiziert“ wurden. Die nachfolgend notwendige Vertiefung allerdings ist dann Sache einer konzertierten Aktion von Familie, Fachgeschäft und Vereinen, um die Bindung zu unserem Hobby Modelleisenbahn zu stabilisieren.

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Letzte Änderung: 28. August 2005 (
GB)