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Unser Rundschreiben 5/2003 in Ausschnitten:

Sie können unsere kompletten Rundschreiben (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 37.- € erhalten Sie neben den Rundschreiben und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
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Inhalt:

Editorial

50. MOROP-Kongress in Dresden
Erinnerung: Neue BDEF-Mitgliedsausweise Vorschau auf MOROP 2004
Kommentar: „Optimierung der Leistungsfähigkeit“ Spenden für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn

Klaus Baumann - im Ruhestand?

Dreister Diebstahl ...

CONRAD Modellbahnwelt 2004 Die Delegiertenversammlung 2003
Vivat Viadukt: 150 Jahre Eisenbahnviadukt Altenbeken 25 Jahre Passauer Eisenbahnfreunde
Joachim Stichnoth verstorben 25 Jahre MEC- Stetten a.k.M.
Wieder im BDEF: N-Bahn-Club Rhein-Neckar 1. Modellbahntage in Rhede/Ems
Neu im BDEF:
Private Modellbahnvereinigung Bodensee-Oberschwaben
Modellbahnsteuerungen sollen besser werden. 
Helfen Sie mit!
Werler Eisenbahntage 2003 Festschrift: 150 Jahre Ludwigs-Westbahn Bamberg - Schweinfurt
Thüringer Bahnhöfe ROCO’s neuer Weg
Pressestimmen zum BDEF-Jahrbuch  

 

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!

Seit vielen Jahren gibt es die NEM, die Normen Europäischer Modellbahnen. Sie sind Garant für Modellbahnprodukte, die zueinander passen. Gäbe es keine NEM, hätten wir bestimmt noch Gleise und Weichen, auf denen nur Produkte eines einzigen Herstellers fahren können, oder wir hätten weiterhin noch den berüchtigten „Kupplungssalat“ vergangener Jahrzehnte. Es gibt viele Beispiele, die man hier aufführen könnte, zumindest so viele, wie es entsprechende Normen gibt. All diese Normung - das muss man fairer Weise sagen - wäre vergeblich gewesen, wenn nicht die Hersteller den Sinn verstanden hätten und die Maße und Vorgaben der NEM anwenden würden. Leider passiert es dennoch vereinzelt, dass die Tester der Fachpresse geringe Abweichungen feststellen.
Damit man sich künftig voll auf den Grundsatz „was drauf steht, ist auch drin“ verlassen kann, wird es ein „MOROP-Siegel“ geben, das sozusagen „amtlich“ die Einhaltung aller relevanten Normen bescheinigt. Dieses Siegel bekommt auf Antrag jedes Industrie- und Kleinserienmodell, das in jeder Hinsicht den Normen entspricht. Es soll dem Endverbraucher erlauben, die Erzeugnisse zu erkennen, die mit anderen, nach den NEM produzierten Erzeugnissen gleicher Nenngröße kompatibel und problemlos mit diesen gemeinsam einsetzbar sind. Fraglich erscheint uns, ob der vorgesehene „Instanzenweg“ beim MOROP zur Erteilung eines Siegels effektiv und schnell genug sein wird, damit auf der Schachtel des ersten ausgelieferten Serienexemplars bereits das Siegel aufgedruckt sein kann. Vielleicht noch nicht zu Beginn, aber im Laufe der Zeit sicherlich. 
Was in Europa die NEM, sind in den USA entsprechende Normen und Empfehlungen des dortigen Verbandes NMRA (National Model Railroad Association). Mit dem Hinweis auf die weltweiten Informationsmöglichkeiten, z.B. durch das Internet, hat die NMRA in ihren neuesten Entwürfen für die Überarbeitung der Normen zum Thema Maßstäbe, Spurweiten und Nenngrößen nur noch „typisch amerikanische“ Systeme angegeben. So werden bei der NMRA z.B. die Nenngrößen „H0n2“ und „H0n3“ genormt. Für die „typisch europäische“ Größe „H0m“ hingegen empfiehlt die NMRA einfach die Internetseiten des MOROP. So stellen auch wir uns praktizierte, internationale Zusammenarbeit vor. Thank you, NMRA! 
Damit der MOROP diesem weltweiten Informationsbedarf gerecht werden kann, sollen die bisher nur in Deutsch und Französisch existierenden NEM nun auch ins Englische übersetzt werden. Apropos, wenn Sie als geprüfter Übersetzer hierbei ehrenamtlich helfen möchten - Anruf beim BDEF genügt!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Gerhard A. Bayer, BDEF-Vorsitzender

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Erinnerung: Neue BDEF-Mitgliedsausweise

Wie im letzten Rundschreiben vorgestellt, werden wir ab 2004 neue Mitgliedsausweise in Scheckkartenformat ausgeben. Auf jedem Ausweis ist die Mitgliedsnummer der Vereinigung, der Name der Vereinigung (evtl. abgekürzt) und die Gültigkeitsdauer eingeprägt.

Den zusätzlichen Eindruck von Vorname und Name des Inhabers können wir nur anbieten, wenn Sie uns bis spätestens 30.11.2003 eine
Liste Ihrer Mitglieder mit NAME und VORNAME
übergeben. Diese „Liste“ soll auf jeden Fall als Daten übergeben werden. Die Formate .xls (Excel), .doc (Word), .dbf (dBase), .eml (e-Mail), .txt, .rtf, .p65, .qxd, .pdf sowie .html (Internet) können verarbeitet werden. Nicht akzeptiert werden Schreibmaschinenseiten oder Bilddateien (jpg, gif, bmp usw.). In Sonderfällen akzeptieren wir auch ps-Dateien.

Senden Sie uns die Daten möglichst per e-Mail an bdef@bdef.de oder als Datenträger (Diskette, CD-ROM) an die Geschäftsstelle.

Nach dem 30. November eingehende Meldungen können erst bei der nächsten Ausgabe - also Ende 2005 - berücksichtigt werden. Vereine, die bis zum 30.11.2003 keine Namensliste abgegeben haben, erhalten Anfang 2004 automatisch die entsprechende Anzahl nicht-personalisierter Ausweise. Für neue Mitgliedsvereinigungen, die unter dem Jahr eingetreten sind - oder auch für neu eingetretene Mitglieder einer Vereinigung -, besteht zum Ende des Eintrittsjahres (z.B. Ende 2004) die Möglichkeit, personalisierte Ausweise anzufordern.

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Kommentar: „Optimierung der Leistungsfähigkeit“

Es ist nicht zu fassen: da muss die DB Netz AG gleich reihenweise Fahrplanwünsche der Eisenbahnverkehrsunternehmen mangels geeigneter Fahrplantrassen auf bestimmten Strecken ablehnen, da die vorhandene Kapazität erschöpft ist, und gleichzeitig geht das Unternehmen im Rahmen von „Netz 21 - Optimierung des Bestandsnetzes“ hin und wandelt unter dem Stichwort „Optimierung der Leistungsfähigkeit der Strecke“ z.B. verschiedene Bahnhöfe in Haltepunkte um. Gleichzeitig werden Ausweich-, Überhol- und Abstellgleise durch Ausbau von Weichen oder gar Rückbau unbefahrbar gemacht.

Die Frage ist zu stellen, was das Unternehmen DB Netz AG unter Optimierung der Leistungsfähigkeit einer Strecke versteht. Für mich ist dieses Verfahren ausschließlich ein Verfahren zur Optimierung der Kosten bei gleichzeitiger Reduzierung der Leistungsfähigkeit einer Strecke. Eine gewollte Erhöhung des Leistungsvolumens einer Strecke ist durch diese Strategie nicht mehr möglich. Verspätungsanfälligkeiten und Zugausfälle sind vorprogrammiert. Da nützen auch propagandawirksame „Verspätungsmanager“ keinesfalls, sondern sie kaschieren die Problematik.

Wir stellen fest: Ausbau bei Straßen bedeutet immer Zuwachs (Umgehungsstraßen, Verbreiterung, usw.) und damit Vergrößerung der Kapazität, Ausbau bei der DB bedeutet wohl oftmals Rückbau, einhergehend mit Verminderung der Leistungsfähigkeit. Die Folgen erleben wir tagtäglich. Es fallen Halte weg oder können nicht mehr eingerichtet werden, da der Fahrplan sonst nicht mehr zu halten ist, oder keine Fahrplantrassen frei sind. Für zusätzliche Züge finden sich kaum Trassen, da keine Ausweichstellen oder Überholmöglichkeiten mehr vorhanden sind.

Reine wirtschaftliche Betrachtungsweisen ohne Sicht auf die Gesamtzusammenhänge führen zu dieser Entwicklung, die es im Sinne der Erhaltung eines hoch leistungsfähigen Bahnnetzes umzukehren gilt. Dazu müssen die politischen Voraussetzungen geschaffen werden. Hierzu gehören die gleichmäßige Besteuerung der Verkehrsträger, die rigorose Trennung von Infrastruktur und Verkehrsunternehmen und die Betreuung aller Verkehrswege durch staatliche Institutionen bei gleichen Bedingungen.

Norbert Huppert, Arbeitskreis Verkehrspolitik

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Klaus Baumann - im Ruhestand?

Klaus Baumann wurde 1974 als Vertriebsleiter für die erfolgreich gestartete Lehmann-Gross-Bahn engagiert. Seine Aufgabe war es, die Geschäftsbeziehungen zum Fachhandel, zu Kaufhäusern und zu Einkaufsverbänden zu verstärken. Er engagierte sich über seine Arbeit als Vertriebsleiter hinaus auch in verschiedenen Branchengremien. Er wurde Vorstandsmitglied im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie, Vorstandsmitglied im Deutschen Spielzeuginstitut, Gründungsmitglied der IGEMA und Mitglied in mehreren Messefachbeiräten.

Die LGB war mittlerweile für Klaus Baumann völlig zum Inhalt seines Arbeitslebens geworden. Er erkannte früh, dass es nicht nur darum ging, ein Produkt zu verkaufen, vielmehr müsse man es auch durch zahllose Aktionen einem breiten Publikum bekannt machen. Er plante die attraktiven und innovativen Messestände der Firma Lehmann, was bald dazu führte, dass die Vorbilder von LGB-Modellen in Form richtiger Lokomotiven als Blickfang auf den Messeständen standen. Ihm gelang es, die LGB schon frühzeitig im damals noch jungen Fernsehen zu etablieren. Er hat sogar an zahlreichen Fernsehsendungen aktiv mitgewirkt, etwa bei „Dalli-Dalli“, „Musik ist Trumpf“, „Rate mal“ (Rosenthal), „Ihr Einsatz bitte“ (Heck) und der ZDF-Weihnachtsgala.

Oft fand auf der Nürnberger Spielwarenmesse die Moderation für Berichte des Bayerischen Fernsehens auf dem LGB-Stand statt. LGB-Züge liefen auf Theater- und Musicalbühnen, und die LGB fand Eingang in Hochglanzmagazinen.

Bedeutend waren auch seine Kontakte zu den Vereinigungen von LGB-Freunden. Gross-Bahner-Treffen ohne ihn wurden undenkbar. Es gibt LGB-Clubs, die ihm bestätigen, daß ihre Gründung ohne sein Zutun nicht stattgefunden hätte. Er war stets Mittler zwischen den LGB-Freunden und dem LGB-Werk. Gab es Probleme, wurden sie gelöst. „Geht nicht, gibt´s nicht!“, das war sein Motto.

Klaus Baumann ging in den wohlverdienten Ruhestand. Ab 1. Juli 2003 hat Herr Günter Kopp im Hause E.P.LEHMANN die Leitung der PR-Abteilung übernommen.

Zum Trost können wir den LGB-Freunden aber verraten, dass es sich bei Herrn Baumann nur um einen Unruhestand handelt. Für die Betreuung von Clubs, Verbänden und Fachgruppen wird er auch weiterhin im Auftrag der Firma Lehmann als freier Mitarbeiter tätig sein.

Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde dankt Herrn Baumann für viele Jahre unverzichtbare und gute Zusammenarbeit und wünschen ihm von Herzen alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt. Wir freuen uns, dass er für uns weiterhin als Bindeglied zu LGB zur Verfügung steht. Bis zum Redaktionsschluss dieses Rundschreibens hatte sich leider noch kein Termin gefunden, bei dem wir Herrn Baumann die wohlverdiente Goldene Ehrennadel des BDEF hätten überreichen können. Da auch bei uns gilt „Geht nicht, gibt´s nicht!“ freuen wir uns auf ein baldiges Treffen und die Übergabe der Ehrennadel. Bis bald, lieber Herr Baumann!

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CONRAD Modellbahnwelt 2004

Bereits eine lieb gewonnene Tradition ist es, dass unser Fördermitglied CONRAD Electronic für alle Mitgliedsvereinigungen je ein Exemplar des aktuellen Modellbahnkataloges zur Verfügung stellt. Der neue Katalog „Modellbahnwelt 2004“ nennt sich sicherlich zu Recht „Europas größter herstellerunabhängiger Modellbahnkatalog“, bietet er doch - wie gewohnt - eine umfassende Übersicht der wichtigsten Herstellerprogramme für die Nenngrößen Z, N, TT, H0 und IIm. Auf den nunmehr 324 Seiten findet man nicht nur in die bei Conrad lieferbaren Artikeln, sondern erspart sich das Kaufen und Sammeln der Kataloge von immerhin fast 50 Herstellern. Interessant sind auch die über 200 Artikel, die von den jeweiligen Herstellern exklusiv für den Vertrieb bei CONRAD angeboten werden, also Produkte, die man sonst nirgends erhält.
Wir freuen uns, unseren Mitgliedern dieses umfangreiche Werk wieder kostenlos zur Verfügung stellen zu können.

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Vivat Viadukt: 150 Jahre Eisenbahnviadukt Altenbeken.

Oder das La-Traviata-Syndrom: „Freunde, verkehret in vollen Zügen...“

Dass es am 13. Juli 2003 in Altenbeken hoch hergehen würde, war allen Beteiligten klar, vielleicht mit Ausnahme von DB-Regio.
Das Westfalen-Blatt schrieb beispielsweise am 9. Juli 2003: „Das Eisenbahn-Event des Jahres 2003 kommt..., ..strotzt voller Höhepunkte in der Woche vom 11. bis zum 21. Juli..., Höhepunkt ist natürlich der Eisenbahnaktionstag am 13. 07., wenn am Vormittag 15 Züge (meist mit Dampfloks) die Eggegemeinde ansteuern...“. Ganz abgesehen davon, dass praktisch alle Zeitschriften, die sich an „Eisenbahnliebhaber“ wenden, über das „Größe Eisenbahn-Event 2003 in Deutschland“ ausführlich berichtet hatten!
Kurz und schlecht: Nach der Stornierung des Dampfzugs aus Hannover (mit der 24 083, die dann ab Rinteln anreiste), machten sich viele (HAFAS sei Dank) daran, nach alternativen Fahrmöglichkeiten zu suchen: Und siehe da, die S-Bahn (08:55 ab Hannover nach Hameln und dortiges Umsteigen auf die (NRW-) RE 83-Linie nach Paderborn) war eine sinnvolle (an Sonntagen 2-stündig verkehrende) Alternative zum Dampfzug, die Ankunft in Altenbeken um 10:32 war genau richtig für einen Eisenbahnaktionstag!
Als ich in Hannover die beängstigenden Menschenmassen auf dem S-Bahnsteig sah, überkam mich mal wieder meine hellseherische Gabe: „Wie ich die DB kenne, setzt sie gerade jetzt eine einzige Garnitur des ET 424 ein, das Oktoberfest in München kommt schließlich auch immer so überraschend“ (Zeugen für diese Aussage sind vorhanden!). Meine Worte in DB-Regios Mund: Natürlich kam ein Solo-ET vom Flughafen nach Hameln: Nachkriegs-Hamsterfahrt-Ambiente machte sich breit, nur die Trittbretter fehlten, auf denen man noch mitfahren konnte. Zumindest konnte ich die Stimmung ein wenig aufheitern, indem ich Passagen aus den „Städteverbindungen Hannover“ vorlas (S. 21, Nahverkehr: „Eine neue Generation von Zügen bietet im Nahverkehr der DB höheren Komfort und kürzere Reisezeiten... Der Integrale Taktverkehr mit abgestimmten Anschlüssen macht das Reisen im Nahverkehr ..... einfach und angenehm“). Gelächter. Ende der Durchsage.
Angespanntes Erwarten des Umsteigens in Hameln: Jawohl, auch hier wartet ein einsam und verloren dastehender einzelner ET 425 auf die „wenigen“ Anschluss-Reisenden aus Hannover, „business as usual on a Sunday morning“ eben. Platz gab es nach kürzester Zeit selbst in der ersten Klasse nicht mehr. In Bad Pyrmont kreuzten wir den Gegenzug. Natürlich ein Doppelzug aus zwei ET 425 mit nicht allzu vielen Fahrgästen. Man konnte neidisch werden. In Steinheim ging dann gar nichts mehr, weil die Türen einfach nicht mehr zugehen wollten. Und der Fahrer bat flehentlich, auch die erste Klasse hinten zu benutzen. Aber hier konnte man schon seit Hameln keine Stecknadel mehr fallen lassen. Aber irgend wie sind wir dann doch nach Altenbeken gekommen.
Hier war wirklich der Bär los, Polizisten, die auf Grund ihrer Erfahrung ein Auge dafür haben, schätzten auf Nachfrage die Besucherzahl auf 40.000 bis 50.000, sicher eine sehr realistische Größenordnung.
Vielleicht kann man hieraus einen Attraktivitäts-Kennwert zur Abschätzung des Besucherzustroms zu zukünftigen „Eisenbahn-Events mit Dampfloks“ ableiten: ca. 4.000 Besucher pro Dampflok! (sog. Eschenauer’scher Dampflokattraktivitätskoeffizient).
Ich habe auch mal kurz abgeschätzt, wie viele Leute auf das Gelände der westfälischen Almetalbahn gegangen sind (früher BW Altenbeken): ca. 15.000 (ca. 40 Pers/min über 6 Stunden). Ergibt bei 5 EUR Eintritt Einnahmen von 75.000 EUR, ich schätze mal, mehr als der Güterverkehr an Jahresgewinn für die westfälische Almetalbahn einbringt! Vivat Viadukt!

Es braucht wohl kaum erwähnt zu werden, dass die Infrastruktur des Bahnhofs Altenbeken mit diesem Andrang hoffnungslos überfordert war (was man natürlich keinem ankreiden kann!). Der Bahnhof Altenbeken ist nämlich ein Keilbahnhof, dessen Bahnhofsgebäude und Bahnsteige für Fahrgäste nur über eine Unterführung in Standardbreite erreichbar sind. Der Weg von der Stadt über das ehemalige BW zum Bahnhof bedingt einen Umweg von ca. 15 Minuten und fast bergsteigerische Fähigkeiten! Trotz zeitweiliger „Einbahnregelung“ (Zugang zum Bahnhof durch die Unterführung und Abgang zur Stadt über die BW-Zufahrt) spielte sich in der Unterführung ein beängstigendes Massengedränge ab. Gott sei Dank kam es zu keiner Panik in der Unterführung, obwohl es mindestens eine Viertelstunde dauerte, bis man vom Eingang der Unterführung bis zum Bahnsteig gekommen war. Dass die Fahrgäste ihre Regelzüge nicht mehr erreichten, versteht sich dabei fast von selbst.
Unsere Flucht in die Stadt und zur Modellbahnausstellung in den Eggelandhallen brachte allerdings nur geringfügige Entlastung: Auch hier war der Bär los!
So galt es, die Rückfahrt geschickt zu planen, damit man nicht bis Hameln/Hannover stehen muss: 17:27 ab Altenbeken bedeutet 17:14 ab Paderborn und 16:32 ab Altenbeken (mit Wenden der RE 83 in Paderborn, kaufen von Getränkevorräten und Beschlagnahme von 1 ½ Abteilen zwecks Sitzplätzen zumindest bis Hameln!). Gesagt, getan, aber wenn die RE 83 nach Paderborn nicht massiv zu spät gewesen wäre, hätten wir das bei den Zugangsmöglichkeiten zum Bahnsteig niemals geschafft (siehe oben). Und siehe da, die RE 83 fuhr sogar als Doppelzug aus ET 425! Und zweimal die Fahrt über das Jubiläumsviadukt genossen!
Und in Altenbeken hatten sich viele wohl bei dem schönen Wetter auf die Abfahrt um 19:27 Uhr eingerichtet, der 17:27-Zug fuhr jedenfalls ohne unangenehme Überfüllungssymptome nach Hameln. Und was wartete hier: Natürlich ein einzelner ET 424 der S-Bahn Hannover. Sofort war das Hamsterfahrt-Ambiente wieder allgegenwärtig. Bis jemand bemerkte, dass der erste 425 des Zuges aus Paderborn abgekuppelt worden war. Jawohl, ein kräftiger Ruck zeigte mir an, dass er sogar an unsere S-Bahn angekuppelt worden war! Hic Rhodos, hic salta! Schnell jemand in die Tür des 424 gestellt, damit diese nicht mehr zugeht. Zum 425 gespurtet, sich in die Tür des 425 gestellt, damit diese nicht mehr zugeht. Dem Rest der Gruppe gewunken, in den 425 zu spurten. Fazit: wir hatten für 6 Personen einen ganzen 425 für uns, der Rest der Fahrgäste aus der Paderborner Doppeleinheit trat sich im Solo-424 der S-Bahn Hannover gegenseitig auf die Füße! Dumm gelaufen (für die anderen). Und sicherlich nicht unbedingt ein Beweis für die organisatorischen Fähigkeiten der Verantwortlichen bei DB-Regio. Hier wurde nach dem Motto gehandelt: „was der eine nicht schafft, lässt der andere liegen“. Oder anders: „Der Fahrgast steht im Mittelpunkt und damit Allen im Weg“. Die erste menschliche Information (Haltestellenansagen auf Knopfdruck zähle ich nicht dazu) kam bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Hannover als Reaktion des Lokführers auf eine falsche automatisierte Ansage des ET 425: „Der erste Wagen geht in die Werkstatt, der zweite Wagen fährt zum Flughafen“. Reparaturmanagement von unten.
So, und bevor man mir vorwirft, ich würde nur meckern, hier meine Anmerkungen zur intelligenteren Bewältigung eines derartigen Transportproblems:

1. Wenn mit mehr als 10 Dampflokomotiven zu einem Eisenbahnaktionstag angereist wird, müssten erfahrungsgemäß bei allen Verantwortlichen alle Alarmglocken läuten, was das Publikumsinteresse betrifft! Warum nicht bei DB-Regio???

2. Es müsste einen Menschen im Transportunternehmen DB-Regio geben, der weiß, was um ihn herum abgeht! Im Fall Altenbeken wäre es bei etwas intelligenterer innerbetrieblichen Kommunikation sicherlich offenkundig geworden, dass da, wo sich die DB mit großem Aufwand an einem Stadtfest beteiligt, Teilnehmer zu befürchten sind! Und der Schritt, darüber nachzudenken, wie die Leute dorthin kommen, dürfte doch so abwegig nicht sein!! HAFAS lässt grüßen!!!

3. Die Vorgehensweise nach 1) und 2) vorausgesetzt, hätte es eine pragmatische und kostengünstige Lösung gegeben:

Man fährt zu einem solchen Ereignis die zwei zeitgünstigen S-Bahnzüge ab Hannover (8:55 und 10:55) in folgender Konfiguration: ET 425 +ET 425 nach Altenbeken/Paderborn (ab Hannover Hbf) plus ET 424 (regulärer S-Bahnzug vom Flughafen nach Hameln, kuppelt in Hannover Hbf an und in Hameln wieder ab als Rückfahrt S5 zum Flughafen).
Die Rückfahrt funktionierte ja schon fast nach diesem Muster, von der Fahrgastinformation mal abgesehen!
Was daran ist so problematisch?? Man müsste nur daran interessiert sein was läuft! Und daran scheint es wohl zu fehlen!
Ach ja, die Strecke von Hannover nach Altenbeken war ja nur das persönlich erlebte Beispiel. Auf den anderen Zulaufstrecken nach Altenbeken soll es nicht anders gewesen sein, wie mir verschiedene Besucher erzählt haben.
Wie gesagt, La Traviata auf allen Linien!

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Joachim Stichnoth verstorben

Am 19. August 2003 verschied in Bergisch Gladbach-Bensberg Joachim Stichnoth, Gründer und Vorsitzender des „Kölner Eisenbahn-Clubs“ (KEC). Joachim Stichnoth war dem BDEF aber auch von vielen Sonderfahrten her bekannt, an denen er als Fahrgast teilgenommen oder die er mit seinem KEC organisiert hatte, nicht zuletzt auch beim BDEF-Verbandstag 1995 in der Region Köln/Bonn.

Schon Mitte der sechziger Jahre befasste er sich mit der Organisation von Dampfsonderfahrten, als dies noch eine große Besonderheit war. Mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit realisierte er Veranstaltungen, die als undurchführbar oder zumindest als absolut sensationell galten. Dabei bestachen gleichermaßen Streckenwahl, Reiseziele, die unterschiedlichen Dampflokomotiven und nicht zuletzt der ausgewählte Wagenpark, z.B. Länderbahnfahrzeuge, ehemals polnische Schnellzugwagen oder „Donnerbüchsen“ in ihren letzten Betriebsjahren. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den von Joachim Stichnoth organisierten einmaligen Besuch der DB-Schnell­zuglok 03 111 auf den Gleisen der Kölner Hafenbahn, oder sein nachhaltiges Bemühen um die Rettung der KFBE-Dampflok 21. Noch heute im Einsatz befindlich ist ein zweiachsiger Bayerischer Plattformwagen, den er als Eigentum erwarb, betriebsfähig herrichten ließ und dem großen Kreis reiselustiger Eisenbahnfreunde selbstlos zur Verfügung stellte.

Früher noch als seiner Begeisterung für die Eisenbahn widmete sich Joachim Stichnoth der Geschichte und dem Fahrzeugpark der Kölner Straßen- und Vorortbahnen. Zu Fuß, per Fahrrad, mit Notizblock und Fotoapparat verbrachte er unzählige Stunden an den Gleisen der „Elektrischen“ zwischen Benzelrath, Bensberg, Rodenkirchen und Rudolfplatz. Was er dabei dokumentierte kann zu Recht als wertvoller Bestandteil der Stadtgeschichte angesehen werden.

Vieles von dem, was Joachim Stichnoth beobachtet und zusammengetragen hat, fand seinen publizistischen Niederschlag in den von ihm gestalteten und herausgegebenen KEC-Blättern und Broschüren, in denen nicht zuletzt umfangreiche Bestands- und Stationierungslisten festgehalten sind. Nur wenige können heute ermessen, unter welch’ schwierigen Bedingungen diese Arbeit geleistet wurde. Dafür sei ihm an dieser Stelle noch einmal besonderer Dank gesagt.

Wir werden Joachim Stichnoth in guter und dankbarer Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

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Wieder im BDEF: N-Bahn-Club Rhein-Neckar

Nach fast 10 Jahren kehrte unser ehemaliges Mitglied Nr. 155, der N-Bahn-Club Rhein-Neckar wieder in den Dachverband zurück. Selbstverständlich hatten wir die Mitgliedsnummer noch frei, so dass die Freunde aus Mannheim wieder an „alter Stelle“ im Mitgliederverzeichnis geführt werden. So ein Wiedereintritt freut natürlich besonders, da er überdeutlich zeigt, dass sich der heutige Bundesverband von dem vor vielen Jahren sehr positiv unterscheidet. Der heutige BDEF ist eine schlagkräftige, moderne Organisation mit voller Kompetenz und entsprechender Akzeptanz.

Das herzliche „Willkommen zuhause“ wollen wir mit einer kurzen Schilderung der Ziele und Erfolge des 1974 gegründeten Clubs verbinden, dessen erste Idee jedoch schon auf das Jahr 1971 zurückgeht. Doch lassen wir den NBC-RN selbst zu Wort kommen:

Satzungsgemäß ist die Werbung für die Bahn und das Aufzeigen der Bedeutung dieses Verkehrsmittels - verbunden mit der Information über die Geschichte und die Technik - Auftrag des Vereins. Mit Original Exponaten und der öffentlichen Vorführung von Modellbahnanlagen wollen wir dieses Ziel erreichen. Der Aufbau und Betrieb einer vereinseigenen Clubanlage im Maßstab 1:160 ist eines unserer Ziele. An den Vorführtagen stellen Mitglieder die notwendigen Zuggarnituren der verschiedenen Epochen für Ausstellung und Fahrbetrieb zur Verfügung. Aus dem Privatbesitz der Mitglieder wird das Ziel einer vollständigen Dokumentation aller zu Zeiten der Reichsbahn und Bundesbahn vorhandenen Lokomotivbaureihen und Wagenarten sichergestellt.

Durch Spenden, Leihgaben und eigene Anschaffungen baut sich der NBC eine eigene kleine Bibliothek zum Thema Eisenbahn auf. In den Vereinsräumen sind derzeit etwa 1000 Publikationen zugänglich. Das älteste Buch datiert aus dem Jahre 1897 und ist als Faksimileausgabe Bestandteil der Bibliothek.

Ebenfalls durch Spenden, Leihgaben und aus eigener Anschaffung besitzen wir interessante Original-Exponate. Das größte Stück ist zur Zeit ein Gleisbildstellpult der BASF. Dieses Pult war jahrelang am Ablaufberg der BASF im Einsatz. Wir wollen dieses Stück vor der Verschrottung bewahren und der Öffentlichkeit erhalten. Weitere Exponate sind Signalflügel, Weichenlaternen, Lokschilder, Zuglaufschilder, etc.

Neben all diesem unternehmen wir auch gemeinsame Exkursionen zu interessanten Punkten der großen Eisenbahn, machen Besuche bei anderen Vereinen und pflegen ein recht geselliges eigenes Vereinsleben mit vielerlei gemeinsamen Aktivitäten

Unsere Modellbahnanlage wird im Maßstab 1:160 gebaut. Mit dem Bau wurde im Jahre 1974 in unseren ehemaligen Vereinsräumen im Schmalspurmuseum der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) in Viernheim begonnen. Dort wurden auch die, in die neue Anlage integrierten, Landschaftsteile um den Bahnhof Klaustal, sowie die weiter verwendete Vitrine zum Abstellen kompletter Zuggarnituren (Schattenbahnhöfe), in der heute sichtbaren Form erstellt. Durch die damaligen Räumlichkeiten war ein großzügigerer Aufbau nicht möglich. Trotzdem wurde das Motto „Eisenbahn in der Landschaft“ verwirklicht. Platznot des Museums war letztendlich auch der Grund für unseren Umzug nach Mannheim. Mit dem Aufbau der neuen Anlage wurde sofort nach dem Umzug im Herbst 1987 begonnen. 

Die gesamte Anlage wird mit zwei PC's gesteuert. Hard- und Software sind von Gahler + Ringstmeier. Die einzelnen Baugruppen im Europakartenformat werden als Bausatz bezogen und selber bestückt und verlötet. Teile der Nebenbahn werden zur Zeit in diese Steuerung einbezogen. Auch der Bahnhof Klaustal mit seinen Weichenstraßen und Blöcken wird in Betrieb genommen.

Kontakt: 
N-Bahn-Club Rhein-Neckar e.V., Vorsitzender Werner Kleber, Friesenheimer Str. 18, 68169 Mannheim, 
Internet: http://www.nbc-rn.de , eMail: werner.kleber@nbc-rn.de

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Neu im BDEF: 
Private Modellbahnvereinigung Bodensee-Oberschwaben PMV B-O

Es begann im Jahre 2002. Da fanden sich drei Reservisten mit dem Hobby Modellbahn durch Zufall auf dem Bahngelände in Mengen. Nach kurzer Diskussion wurde man sich einig eine Reservistenarbeitsgemeinschaft Modellbahn zu gründen. Unter dem damaligen und heutigen Kreisvorsitzenden der Reservisten im VdRBW e.V. Richard Gentner wurden Aktivitäten angegangen. Man suchte nach weiteren Interessenten. Dies gelang, aber nicht im Reservistenkreis, sondern unter der „normalen“ Bevölkerung. Man wuchs auf sieben Mitglieder an. Danach wurde nach einer Unterkunft gesucht. Schnell konnte man Erfolge vermelden. Durch die Beziehungen von Richard Gentner zum Landratsamt, wurde auf dem Flugplatzgelände Mengen, ein Gebäude mit zwei Räumen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im ersten Raum mit ca. 25 Quadratmeter, wurde der Boden gerichtet und ein Bastel- und Besprechungsraum eingerichtet. Beim zweiten Raum mit ca. 35 Quadratmeter, wird ebenfalls der Boden gerichtet und dort wird dann die Modellbahnanlage entstehen. Offiziell gründeten wir uns dann am 01.06.2003 in Mengen. Es wird auch angestrebt im Freigelände eine LGB mit ca. 400 Quadratmeter aufzubauen. Die Genehmigung dafür liegt vom Grundeigentümer schon vor.
Wir treffen uns alle 14 Tage mittwochs um 20 Uhr im Clubraum Mengen, andere Zusammenkünfte nach Absprache. Für unsere geplante Modellbahnanlage ist kein Motiv vorgegeben. Das Fahrmaterial ist quer durch die Modellbahnlandschaft. Wir fahren auf Märklin-K-Gleis, sowohl Gleichstrom wie Wechselstrom, Analog und Digital. Geplant ist eine Anlagengröße von ca. 25 m².

Kontakt: Richard Gentner, Tel. 07581 8818 oder 0172 7429464.

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Werler Eisenbahntage 2003

Auch in diesem Jahr veranstalten die- Eisenbahnfreunde Werl e.V. wieder die traditionellen „Werler Eisenbahntage“, und zwar am 22. und 23. November.

Der Verein präsentiert in seinen Räumen im Bahnhof WERL seine gerade digitalisierte H0-Anlage, die bekannte N-Anlage und die Harzbahnmodule in H0m. Auch die neu gegründete Jugendgruppe wird ihre ersten H0-Module vorstellen. Tombola, Büchertisch, Cafeteria, Vorführungen im Landschaftsbau und vor allem die LGB-Anlage für die kleinen Besucher sind weitere Attraktionen.

Info: 02938 2656
oder www.eisenbahnfreunde-werl.de 

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Thüringer Bahnhöfe

„Verborgene Spuren - Begegnungen mit der Eisenbahngeschichte in Thüringen“ ist eine Buch-Neuerscheinung, die sich von vielen anderen deutlich abhebt. Das Buch ist herausgegeben von der Sparkassen-Kultur­stiftung Hessen-Thüringen und dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege. Autor ist kein Geringerer als der bekannte Dr. Franz Rittig.

In dem rund 120 Seiten starken Buch in höchster Druckqualität wird den Bahnhofsbauten von Großstädten, Kleinstädten und selbst Dörfern in Thüringen ein geschichtlich fundiertes Denkmal gesetzt. Hier wird der Prachtbau in Erfurt genauso behandelt, wie die kleinen Bahnhöfe von Nebenbahnen. Viele Abbildung - bis auf wenige Ausnahmen nicht allzu groß - geben einen interessanten Überblick über die unterschiedlichen Stile und Bauweisen der „Kathedralen des Industriezeitalters“ - wie die Bahnhöfe auch gerne bezeichnet werden - im Herzen Deutschlands.

„Verborgene Spuren“ ist kein Buch für Modellbahner, die auf Architektur- oder Gleispläne zum Nachbau scharf sind. Es ist ein Buch voller Geschichtswissen und Architekturverständnis, das in dieser Form ziemlich einmalig sein dürfte. Unser Urteil: SEHR EMPFEHLENSWERT.

„Verborgene Spuren - Begegnungen mit der Eisenbahngeschichte in Thüringen“, Autor: Dr. Franz Rittig, erschienen 9/2003, Format 18 cm x 24 cm, 112 Seiten

Schutzgebühr: 8,- €, ISBN: 3-910166-88-1

Erhältlich ist das Buch bei der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen oder im Buchhandel.

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Pressestimmen zum BDEF-Jahrbuch

Es ist wirklich interessant in den verschiedenen Publikationen der Fachpresse die Buchbesprechungen zu unserem BDEF-Jahrbuch 2003 zu verfolgen. Insgesamt hat unser aktuelles Jahrbuch viel Lob bekommen und Besprechungen, wie „ein preiswertes Buch als Nachschlagewerk fürs gesamte Jahr“ oder „angesichts Umfang und Inhalt des Gebotenen ein echtes Schnäppchen!“ zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wie eine alte Weisheit besagt, ist bei viel Licht auch Schatten zu finden. Ein Redakteur einer Fachzeitschrift meinte besonderes Profil zeigen zu müssen, indem er einen totalen „Verriss“ formulierte. Seiner Meinung nach ist zum Beispiel die Druckqualität nicht edel genug. Vielleicht hat er damit sogar Recht. Man könnte edelste Papiersorten verwenden und von allen Bilder sogenannte Lithos herstellen lassen, was einer Kunstdruckbroschüre dann schon sehr nahe käme. Was unser „Freund“ nicht beachtete ist der Preis von lediglich 4,- Euro, der bei Erfüllung seiner Idee schnell auf das fünffache und mehr steigen könnte.

Um den Rundschlag zu vollenden profiliert sich der besagte Redakteur ferner mit der Aussage, dass die Inhalte nur für Menschen zu verstehen wären, die selbst beim Verbandstag in Kaufbeuren waren. Das erinnert doch sehr an die Probleme der visuellen Gesellschaft, die Inhalte nicht mehr durch Lesen sondern nur durch (Fern-)sehen aufnehmen können - „PISA“ lässt grüßen. Ob diese angeblich nötige Anwesenheit beim Verbandstag zum Verstehen förderlich wäre, bleibt zweifelhaft. Da Geschichte stets die Darstellung von Vergangenem bedeutet, dürfte eine Anwesenheit in der Gegenwart nicht viel nützen. Oder kann man den 1. Weltkrieg nur verstehen, wenn man heute die Felder von Verdun besucht?

Es könnte natürlich auch eine ganz andere Motivation für den Verriss gegolten haben: Wenn ich eine Veröffentlichung, in der Anzeigen von fast allen bekannten, großen Fachverlagen enthalten sind, bei meinen eigenen Lesern schlecht rede, besteht keine große Gefahr, dass meine Leser die Anzeigen der Konkurrenz zu sehen bekommen .....! War’s das, was zu der veröffentlichten Beurteilung „nicht empfehlenswert“ führte?

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50. MOROP-Kongress in Dresden
17. bis 22. August 2003

Der 50. Kongress des Verbandes der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas MOROP wurde im Jahr 2003 auf Einladung der Sächsischen Modellbahner Vereinigung SMV in Dresden ausgerichtet. Sicherlich die wenigsten Teilnehmer konnten Vergleiche anstellen zum Jahr 1971, wo der 18. MOROP-Kongress schon mal in Dresden tagte - damals noch DDR - und vom DMV ausgerichtet wurde. Während damals die Freunde von fahrplanmäßigen Dampfloks noch voll auf ihre Kosten kamen, mussten heuer sogar die mit viel Aufwand organisierten Dampf-Sonderfahrten von Dieselfahrzeugen übernommen werden - es herrschte durch den heißen und trockenen Sommer Waldbrand-Gefahrenstufe 5 (also die höchstmögliche). Die Besonderheiten der sächsischen Eisenbahnen, die Stadt Dresden mit ihren unzähligen Kunst- und Bauschätzen und letztendlich die Menschen sorgten jedoch dafür, dass der Kongress seiner Jubiläumszahl 50 gerecht und besonders schön wurde.

In diesem Rundschreiben berichten wir vorab über die Arbeitstagung und die Delegiertenversammlung:

Tagung der Technischen Kommission

Zum offiziellen Teil des MOROP-Kongresses in Dresden, gehörte auch die Tagung der Technischen Kommission (TK) am 17. und 18. August. Die Technische Kommission berät über technische, aber auch organisatorische, gestalterische und ideelle Fragen des Modellbahnwesens. Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden dann vor allem Niederschlag in den Normen Europäischer Modellbahnen (NEM). Die Mitglieder der TK sind Vertreter der einzelnen Mitgliedsverbände des MOROP und werden durch diese in die Kommission berufen.

Bereits zur MOROP-Zwischentagung am 9. und 10. Mai 2003 in Bratislava wurden durch die TK eine Reihe von Normen, deren Überarbeitung notwendig erschien, zur Diskussion gestellt, bereits überarbeitete Entwürfe vorgestellt und auf dieser Grundlage Aufträge an die Kommissionsmitglieder zur Überarbeitung vergeben. Diese gute Vorbereitung zahlte sich aus. So konnten in Dresden trotz einer reichhaltigen Tagesordnung die vorgelegten Entwürfe abschließend beraten, ggf. noch redaktionell überarbeitet und abschließend darüber abgestimmt werden. Die abgestimmten Entwürfe wurden dann als Entschlussempfehlung der Vollversammlung vorgelegt und durch diese dann formal in Kraft gesetzt. Einige der zur Abstimmung stehenden Entwürfe wurden aber auch von der Technischen Kommission für eine gründlichere Bearbeitung zurückgestellt.

Kritisch muss angemerkt werden, dass sich leider auch einige Privatpersonen, die nicht das Mandat eines Mitgliedsverbandes besitzen, berufen fühlten, sich mit einer Vielzahl von Traktaten und Einwendungen in der Sitzung der TK nicht gerade förderlich zu Wort meldeten. Die Arbeit der TK ist zwar öffentlich, im Interesse einer konzentrierten Arbeit sollten Externe aber nur auf Anforderung eines Mitgliedsverbandes tätig sein.

Folgende neue bzw. überarbeitete NEM wurden beschlossen:

NEM 002 - Ordnung für die Ausarbeitung von NEM

Die Norm wurde als verbindliche Norm als Ersatz zur Ausgabe von 1997 neu gefasst. In einer dazugehörigen internen Richtlinie wird ein verbindliches Layout für NEM festgelegt.

NEM 004 - MOROP-Siegel

Neu ist die NEM 004 „MOROP Siegel“. Das Siegel bekommt auf Antrag jedes Industrie- und Kleinserienmodell, das in jeder Hinsicht den jeweilig relevanten Normen entspricht. Es soll dem Endverbraucher erlauben, die Erzeugnisse zu erkennen, die mit andern, nach den NEM produzierten Erzeugnissen gleicher Nenngröße kompatibel und problemlos mit diesen gemeinsam einsetzbar sind. Das MOROP-Siegel stellt somit künftig ein wichtiges und sicherlich begehrtes Qualitätsmerkmal dar.

NEM 102 - Umgrenzung des lichten Raumes bei gerader Gleisführung. Die NEM 102 wurde durch Maße für die Nenngröße II ergänzt. Sie ersetzt die Ausgabe von 1979.

NEM 301 - Begrenzung der Fahrzeuge. Analog zur NEM 102 wurde nun auch in die NEM 301 die Nenngröße II aufgenommen. Die Neuausgabe ersetzt die Ausgabe von 1979.

NEM 655 - Elektrische Schnittstelle Kupplungsaufnahme, innere Anordnung. Mit dieser Neufassung der NEM 655, die die Ausgabe von 1997 ersetzt, wurde die Norm inhaltlich präziser gefasst, eine Beschränkung auf die Nenngröße H0 ist nicht mehr gegeben.

NEM 800 - Eisenbahn-Epochen

Die Revision dieser Empfehlung (Ausgabe 1990) ging die Diskussion voraus, in wie weit die dort festgelegten Epochen-Einteilungen noch zeitgemäß sind. Letztendlich erfolgte dann nur eine redaktionelle Überarbeitung. Die Epochenübersicht ist nun als ein Balkendiagramm dargestellt, wobei die sich überlappenden Zeiträume von jeweils fünf Jahren teilweise verändert wurden. Die NEM 800 wurde zur verbindlichen Norm aufgewertet.

NEM 806 D - Eisenbahn-Epochen in Deutschland

Folgerichtig musste dann auch hier die Epochen-Einteilung der revidierten NEM 800 angepasst werden. Darüber hinaus erfolgte auch hier nur eine redaktionelle Überarbeitung. Die Unterteilung der Epoche IV in drei Perioden (a, b, und c) berücksichtig die sich mehrfach verändernden Farbkonzepte bei der DB.

Die revidierte Fassung wurde ebenfalls von einer Dokumentation (Ausgabe 1996) zur Empfehlung aufgewertet.

Vertagt bzw. zurückgestellt wurden u.a. folgende Überarbeitungsentwürfe:

NEM 010 - Maßstäbe, Nenngrößen, Spurweiten

Bei dieser Norm ging es vor allem um die Berücksichtigung noch kleinerer Spurweiten. Eine Arbeitsgruppe legt nun bis zur nächsten Tagung einen neuen Entwurf vor.

NEM 103 - Umgrenzung des lichten Raumes bei Gleisführung im Bogen.

Infolge der Revision der NEM 102 ist eine neue Maßtabelle für die NEM 103 zu erarbeiten. Ein überarbeiteter Entwurf wird zur nächsten Tagung vorgelegt.

Die Revision weiterer Normen wurde erörtert, es ergab sich aber noch weiterer Klärungsbedarf.

Die Normen Europäischer Modellbahnen sind jeweils in der neusten Fassung komplett zum Preis von 18,- € (+ Versandkosten) - entweder als gedruckte Loseblatt-Sammlung oder digitalisiert auf CD-Rom - über die Geschäftsstelle, Postfach 1140, 30011 Hannover, zu beziehen, aber auch auf Messen, auf denen der BDEF vertreten ist, erhältlich. Für bereits vorhanden Normensammlungen bietet der BDEF Nachträge, die alle geänderten Normen eines Jahrgangs enthalten..

Vorschläge und Hinweise zu den Normen Europäischer Modellbahnen werden gern entgegengenommen. Entweder direkt an den BDEF oder über E-Mail an den MOROP-Beauf­tragten hw.buerkner@bdef.de.

Des Weiteren werden noch immer interessierte Modellbahnfreunde zur Mitarbeit in den Arbeitskreisen Modellbahn und Elektrik gesucht. Meldungen bitte direkt an die Geschäftsstelle oder per E-Mail an bdef.@bdef.de.

50. Mitgliederversammlung des MOROP

Am Montag, dem 18. August 2003 fand im Hotel „Elbflorenz“ in Dresden die 50. Mitgliederversammlung des Europäischen Verbandes MOROP statt. Pünktlich um 14 Uhr begrüßte Michel Broigniez, der Präsident des MOROP, die anwesenden Vertreter der Landesverbände. Von 23 Mitgliedsverbänden waren 19 durch ihre Delegierten vertreten. Der BDEF war durch den Vorsitzenden Gerhard A. Bayer, den Stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Werner Bürkner und den Arbeitskreisleiter Claus Dahl vertreten.

In seltener Einmütigkeit und damit Einstimmigkeit wurden die Tagesordnungspunkte Protokoll der DV 2002, die Jahresberichte des Präsidenten, des Leiters der Technischen Kommission, des MOROP-Inform-Redakteurs und des Schatz­meisters akzeptiert. Auch der Budget-Vorschlag für das Geschäftsjahr 2004 fand uneingeschränkte Zustimmung.

Routinemäßig standen für einen großen Teil des Präsidiums Neuwahlen an. Neu - bzw. wieder - zu besetzen waren die Ämter des Präsidenten, zweier Vizepräsidenten und des Schatzmeisters. Außer dem bisherigen Vizepräsidenten Ryszard Pyssa aus Polen stellten sich die bisherigen Amtsinhaber der Wiederwahl, die ebenfalls durchwegs einstimmig erfolgte. Als neuer Vizepräsident wurde Jürgen Berghäuser, Vorsitzender der Sächsischen Modellbahner Vereinigung SMV, vorgeschlagen. Nach einer kurzen programmatischen Vorstellung des Kandidaten wurde auch er einstimmig in das Präsidium gewählt.

Mit Jürgen Berghäuser ist nun wieder ein deutschsprachiger Vizepräsident im MOROP, der aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen SMV und BDEF bestimmt auch die Interessen des BDEF hervorragend vertreten wird. Wir gratulieren Jürgen Berghäuser zu dieser Wahl und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit - nun auch auf europäischer Ebene

Durch einen Flüchtigkeitsfehler bei der letztjährigen Mitgliederversammlung wurden die 2002 anstehenden Wahlen für den Leiter der Technischen Kommission, Hermann Heless (A) und für den Redakteur von MOROP-Inform, Claude Graince (F), vergessen. Beide wurden heuer in ihren Ämtern rückwirkend bestätigt.

Als Ergebnis der intensiven Arbeit der Vertreter in der Technischen Kommission TK konnte den Delegierten der Mitgliedsverbände mehrere neue, bzw. geänderte NEM zur endgültigen Freigabe vorgelegt werden. Die Mitgliederversammlung beschloss die weiter oben erwähnten Normen in Kraft zu setzen:

Nächstes Jahr wird der MOROP-Kongress bekanntlich in Brig, in der Schweiz, stattfinden, und zwar vom 4. bis zum 11. September 2004. Ein vorläufiges Programm wurde von den Ausrichtern - dem Schweizer Verband Eisenbahn-Amateur - bereits ausgehändigt.

Für die Ausrichtung des Kongresses im Jahre 2005 bewarb sich erfolgreich der Norwegische Verband „Modelljernbane Foreningen i Norge MJF“.

Neue Ehrenmitglieder des MOROP

In einem gesonderten Tagesordnungspunkt wurde vom MOROP-Vorstand vorgeschlagen, zwei verdiente Verbandsmitarbeiter zu Ehrenmitgliedern zu ernennen: Sowohl für den bisherigen Vizepräsidenten Ryszard Pyssa, als auch für den bisherigen Sekretär der technischen Kommission und BDEF-Vorstandsmitglied Olaf Herfen wurde die Ernennung einstimmig angenommen. Nach den vielen Jahren intensiver Mitarbeit im MOROP begrüßt der BDEF die Ernennung von Olaf Herfen ganz besonders und freut sich für und mit ihm über diese Ehrenmitgliedschaft. Herzlichen Glückwunsch, lieber Olaf !

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Vorschau auf MOROP 2004

(GB): Die Delegation des Schweizer Verbandes Eisenbahn Amateur SVEA verteilte beim MOROP - Kongress in Dresden bereits die ersten Entwürfe für den MOROP-Kongress 2004, der bekanntlich in Brig / CH stattfindet.

Wie dieses „Programme provisoire“ zeigt, versprechen die Tage im September 2004 ein besonders Erlebnis zu werden.

Alle Reisen auf Basis „Swiss Flexi Pass“ - freie Fahrt gültig fünf Tage, 2. Klasse: Fr. 300,-

Samstag 4. Sept.

Sitzungen TK + VV

 

Sonntag 5. Sept.

Sitzungen TK + VV; Stadtbesichtigung; Raclette-Abend, Raclette mit Dessert

Fr. 6,-- Fr. 25,--

Montag 6. Sept.

Morgen: Sitzungen; Nachmittag: Delegiertenversammlung Ausflüge auf eigene Faust; Abend: Kongresseröffnung

 

Dienstag 7. Sept.

Ausflug: Brig - Montreux - Le Bouveret - Aigle* - Brig (* Fahrt nach Wunsch)

Fr. 22,--

Mittwoch 8. Sept.

Ausflug: Brig - Visp - Zermatt - Brig, mit fakultativen Ausflugsmöglichkeiten

Fr. 30,--

Donnerstag 9. Sept.

Ausflug: (Simplon) - Domodossola - Centovalli -Locarno - (Gotthard) - Göschenen - Andermatt - (Furka) - Brig

Fr. 30,--

Freitag 10. Sept.

Besuch: Baustelle BLS Alp-Transit in Raron Abend: Abschlussessen

Fr. 40,-- Fr. 45,--

Hotels

3* Doppelzimmer, pro Person

Fr. 49,--

 

3*++ Doppelzimmer, pro Person

Fr. 67,--

 

Zuschlag für Einzelperson

Fr. 28,--

 

4- und 8-Bett-Zimmer auf Anfrage

 

Infos: MOROP-Kongress 2004, p.a. Pierre Blattner,
Route de Chesselaz 1, CH-1867 Ollon VD
Tel. 0041 (0)24499 1042

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Spenden für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn

Im Rahmen des 50. MOROP-Kongresses vom 16. bis 23.8.2003 in Dresden stand am Abschlusstag auch ein Besuch der Weißeritztalbahn zwischen Kipsdorf und Freital auf dem Programm. Die Strecke ist bekanntlich durch das Hochwasser im August 2002 so stark beschädigt worden, dass zu Zeit nur Sonderfahrten zwischen Dippoldiswalde und Seifersdorf möglich sind. So machten sich die rund 200 Teilnehmer des MOROP-Kongresses mit Bussen auf den Weg, um zumindest das betriebsbereite Teilstück zu bereisen.

Nach Ende der Fahrt versammelten sich die Teilnehmer vor der Dampflok 99 1715, weil von verschiedenen Gruppierungen Schecks im Gesamtwert von über 30.000 € an die „Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn e.V.“ übergeben werden sollten, wobei eine Spende von Schweizer Vereinigungen den Löwenanteil bildete. Der frühere BDEF-Vorsitzende Wolfgang Schacht überreichte einen Scheck im Namen von BDEF, SMV, VDMT und der BSW-Gruppen. In seiner, Ansprache hob er hervor, welcher Beliebtheit sich die romantische Schmalspurbahn im Tal der Weißeritz auch bei Fans in den alten Bundesländern erfreut. Der Redner, mahnte aber auch beim Freistaat Sachsen und bei der DB AG an, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen, welche Körperschaft denn nun mit dem Wiederaufbau und der Betriebsführung der Weißeritztalbahn betraut werden solle. Schließlich habe das Sächsische Wirtschaftsministerium am 11.6.2003 mitgeteilt, dass die Bahn wieder aufgebaut würde, und dass dafür 20 Millionen € aus dem Hochwasserhilfsfond zur Verfügung stünden.

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Dreister Diebstahl ...

Am 04. September 2003, morgens in der Zeit zwischen 1 und 3 Uhr wurden die Vereinsräume der Eisenbahn-Modellbaufreunde „Flügelrad 79“ in Paderborn von Unbekannten heimgesucht. Die Täter, es müssen mehrere gewesen sein, sind mit aller Dreistigkeit vorgegangen. Das gesamte Schienenmaterial der Gartenbahn, bis auf wenige Gleise wurde abgebaut. Über 100 m LGB-Gleis, aber nur 6 Weichen, 4 rechte und 2 linke. Aus dem auf dem Gelände stehenden echten Schienenbus wurde fast das gesamte N-Bahn-Material entwendet. Im Vereinsraum selbst wurde eine Vitrine geöffnet und H0-Material mitgenommen. Hierbei müssen die Täter gestört worden sein, denn es fehlen überwiegend Loks. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis:

Alle H0-Fahrzeuge, auch die älteren, sind unten mit einer silbernen, handgeschriebenen Nummer versehen. Sicherlich lässt sich diese Kennzeichnung nicht immer restlos entfernen. Außerdem bitten wir, auf größere Mengen LGB-Gleis, aus einer Außenanlage, aber nur wenige Weichen, zu achten.

An LGB-Loks wurden zwei grüne „Stainz“ ohne Verpackung, eine V 100, nur in der Styroporkiste, eine fast neue Schienenreinigungslok Art-Nr 20670 in OVP aber ohne Bedienungsanleitung, eine neue Sächs. K, Art.-Nr 21842 ohne Karton, nur in der Styroporkiste (so etwas müsste eigentlich auffallen) und eine Feldbahnlok Art.-Nr. 23140 in OVP entwendet.

Sollte jemand ein H0-Fahrzeug sehen, an dessen Unterseite sich eine Nummer befindet, bzw. gewesen sein könnte, oder oben erwähntes LGB-Material vielleicht noch in Verbindung der in der Liste befindlichen N-Fahrzeuge, so ist doch bitte die Nummer 0177 7428603 oder die nächste Polizeidienstelle zu informieren.

Wir hoffen auf die Mithilfe vieler Modellbahner, damit die Täter keinen weiteren Schaden anrichten können und auch zukünftige Diebstähle vielleicht vermieden werden können, wenn die Täter merken, dass man geklaute Ware nur sehr schwer oder gar nicht absetzen kann!

Sicherlich haben die Täter versucht die Nummern unter den Fahrzeugen zu entfernen, aber vielleicht sind noch Spuren der Nummer zu erkennen!

Kontakt: Eisenbahn-Modellbaufreunde „Flügelrad 79“
Hermann-Kirchhoff-Str.4, 33102 Paderborn,
Tel.: 05251 407964, e-Mail: webmaster@emf-fluegelrad79.de

... und ein guter Rat

 Wie kann man seine Sammlungen schützen oder zumindest eine Wiedererkennbarkeit nach einem Diebstahl erreichen? Wie die Erfahrung zeigt, helfen aufgemalte Kennzeichnungen nicht allzu viel, den Dieben den Verkauf zu erschweren. Ein Tipp: Eine Lochkombination mit einem dünnen Bohrer in die Bodenplatte einbohren! Und noch ein Tipp. Nicht zuviel Fotos mit rollendem Material ins Internet stellen. Mehr Fotos mit Ausschnitten von Anlagen oder von den arbeitenden Mitgliedern. Auch dies ist ein Schutz, denn es braucht nach außen hin nicht jeder zu wissen, wie hoch das Kapital an Lokomotiven und Wagons ist.

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Die Delegiertenversammlung 2003

Am Freitag, dem 30. Mai um 15 Uhr begann im „Stadtsaal“ Kaufbeuren die diesjährige Delegiertenversammlung mit der Begrüßung der Anwesenden, Delegierten und Gäste durch Manfred Bachmann, dem Vorsitzender des gastgebenden Vereins Eisenbahnfreunde Kaufbeuren. Es folgten die Grußworte der Ehrengäste.

Die fachlich fundierte und dennoch launige Rede von Ludwig Schmidt, Regierungspräsident von Schwaben und Schirmherr des Verbandstages, bringt ihm das Angebot des BDEF-Vorsitzenden ein, ob er nicht Spaß an der ehrenamtlichen Mitarbeit im BDEF-Vorstand hätte.

Der zweite Schirmherr des Verbandstages, der Konzernbevollmächtigte der DB AG für Bayern war leider verhindert, wurde jedoch gut von Anton Ambs, DB Station und Service AG, Bahnhofsmanager Kempten - und zuständig für insgesamt 67 Stationen im Allgäu - vertreten.

Es folgten Andreas Knie, Oberbürgermeister von Kaufbeuren, der auf die Bedeutung der Eisenbahn in der Geschichte seiner Stadt hinwies und Karl-Peter Naumann, der Vorsitzende von PRO BAHN. Von befreundeten Verbänden grüßten: Urban Rüegger, Vorsitzender des SVEA; Jürgen Berghäuser, Vorsitzender des SMV; Ib Damm, Präsident des Dänischen Verbands Dansk Model-Jernbane Union, Michel Broigniez, Präsident des MOROP, und Bernd Dohrmann, Pressereferent des VDMT.

Anschließend hält Dr. Martin Vieregg vom Beratungsbüro Vieregg & Rössler einen Festvortrag zum Thema Entwicklung im Schienenpersonenverkehr. Seine Thesen stoßen jedoch bei einem Teil der Zuhörer auf Widerspruch.

Nach dem Vortrag wird die eigentliche Tagesordnung der Delegiertenversammlung abgearbeitet. Ein ausführliches Protokoll wurde bereits veröffentlicht.

Wie üblich, stellt sich der Ausrichter des nächstjährigen Verbandstages bei der Delegiertenversammlung mit seinem Programm vor. Otto Blaschke von den Verkehrsfreunden Stuttgart erläutert den Vorschlag für das Verbandstagsprogramm und stellt seine Heimatstadt mit einem Film von Dieter Schlipf vor.

Die Versammlung endete kurz nach 18 Uhr.

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25 Jahre Passauer Eisenbahnfreunde

„Passau Macht Dampf“ - unter diesem Mottostand die Jubiläumsveranstaltung der PEF vom 19. bis 21. September 2003. In einer glanzvollen Festveranstaltung - musikalisch umrahmt von der Salonmusik Putzleinsdorf - überbrachte der stellvertretende Vorsitzende des BDEF, Dieter Hohmann die Glückwünsche des Bundesverbandes. Er schloss sich den anerkennenden Worten der Vertreter von Bund, Land, Kreis, der Stadt Passau und der Partnerverbände ÖGEG sowie VDMT für die vielfältigen Aktivitäten der Passauer Eisenbahnfreunde an.

Der Verein restauriert, pflegt und betreut 21 verschiedene Fahrzeuge, Strecken, sowie Gebäude im ehemaligen BW Passau. Die Passauer Eisenbahnfreunde organisierten auch die unvergesslichen Bundesverbandstage des BDEF in den Jahren 1987 und 1992.

Mit ihren Fahrzeugen bereiste der Verein 17 Europäische Länder. Es bleibt zu wünschen, dass unter der rührigen „Präsidentschaft“ des Vereinsvorsitzenden Werner Kummer noch weitere Länder hinzukommen.

Kontakt: Passauer Eisenbahnfreunde e.V., Haitzinger Straße 12, 94032 Passau, Internet: www.passauer-eisenbahn.de ,

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25 Jahre MEC- Stetten a.k.M.

Der MEC Stetten am kalten Markt hat seit seiner Gründungs am 14. Februar 1978 schon manche Höhen und Tiefen durchlebt. So zählte der MEC zu Beginn etwa 35 Mitglieder. Zehn Jahre später waren es gerade mal noch sieben; heute sind es 15.

Das Gründungsjahr 1978 war gleichzeitig auch eines der stärksten und erfolgreichsten Jahre in der Geschichte. Bei der Gründung des Vereins wurde beschlossen ein Vereinsheim auf Schienen zu errichten. Das Vereinsheim, ein ausgemusterter 1. Klasse D-Zugwagen traf bereits im Sommer 1978 ein. Die Abteil-Einrichtungen wurde an Liebhaber für Ihrer Kellerbars verkauft. Nur 2 Abteile verblieben im Wagen.

Bereits im Herbst `78 stand ein großes Jubiläum an. Die Bahnstrecke Tübingen-Sigmaringen feierte ihr 100-jähriges Bestehen. Der MEC hat hierzu am Bahnhof und im Gemeindehaus Weckenstein ein erstes großes Fest ausgerichtet. Diesem war ein außergewöhnlicher Erfolg beschieden. Mit dem Erlös konnte das neue Vereinheim, - soweit noch bekannt hatte der Wagen DM 6.000,-- gekostet - bezahlt werden und es blieb noch eine ordentliche Summe übrig. Daraufhin wurde 1980 ein zweiter Eisenbahnwagen angeschafft: Die so genannte „Donnerbüchse“, ein zu einem Werkstattwagen umgebauter Perso­nenwagen.

Im D-Zugwagen wurde der Bau einer 11 m langen und 1,80 m breiten Anlage in Spur N begonnen. Ein schöner Plan mit interessanter Streckenführung wurde erstellt. Leider musste jedoch die halbfertige Anlage wieder abgerissen werden, da in den D-Zugwagen eine Heizung installiert werden musste. Dazu kam noch dass die Eisenbahnwagen vor sich hin rosteten und gestrichen und gewartet sein wollten.

Zu schaffen machte uns ein zusätzlicher Minuspunkt der romantischen Vereinsbleibe: Das Raumklima in den Wagen war zum Teil unerträglich. Im Sommer schwitzte man, im Winter fror man. Kurz gesagt, es war nicht immer die reine Freude.

Die Einstellung der Bahn zu Ihren Eisenbahnfans war in jenen Jahren im Wandel begriffen. Sie erhöhten laufend die Miete und erfanden immer neue Mittel um den Druck auf die Besitzer von Eisenbahnwagen zu erhöhen, auf dass diese endlich und gerne den Gleiskörper verlassen mögen.

Der Verein stand vor der Zerreißprobe. Am 22.09.1989 war es dann so weit. Mit 6 zu einer Gegenstimme wurde beschlossen, die einst mal so geliebten Wagen an die EFZ (Eisenbahnfreunde Zollernbahn) zu verkaufen. Auch aus heutiger Sicht kann man sagen, es war die richtige Entscheidung. Kurze Zeit später hätten wir unsere Wagen teuer entsorgen müssen. Der Verein wäre daran finanziell zugrunde gegangen.

Der Neuanfang war getan und man begann wieder mit neuem Schwung und ganz klein am 01. Juli 1990 im sogenannten „Fabrikle “ in Storzingen, einer ehemaligen Trikotagenfirma. Auch dort war es im Winter nicht immer lustig. Trotzdem empfand man den Wechsel als Befreiung von einer schweren Bürde.

Als zu Beginn des Jahres 1992 der Kindergarten Storzingen in neue Räume umzog, sah dies der MEC als Chance, zu geordneten Verhältnissen zu kommen. Außerdem war die Besitzerin des „Fabrikle“ gestorben und so reisten das „Fabrikle“ und wir einer ungewissen Zukunft entgegen. Aber erst am 29.06.1993 bewilligte der Gemeinderat uns die jetzigen Räume im alten Kindergarten.

Im Jahr 2001 fassten wir den Entschluss, die Satzung zu überarbeiten und den Club neu zu beleben.

Nach einer langen Zeit beteiligte sich der MEC im Okt. 2001 an einer Festveranstaltung, den Nahverkehrstagen, die in diesem Jahr entlang der Bahnstrecke von Tübingen nach Aulendorf begangen wurden. Diese Veranstaltung hat uns Glück gebracht. Sie hat uns quasi über Nacht eine komplette Jugendgruppe beschert. Besonders erfreulich daran ist, dass die Jungs so sehr bei der Stange bleiben. Dies ist nicht zuletzt dem Engagement unseres Jugendleiters zu verdanken.

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1. Modellbahntage in Rhede/Ems

Zwei Jahre nach Vereinsgründung veranstalten die Modelleisenbahnfreunde Rhede/Ems

am 8. und 9. November 2003

ihre ersten Modellbahntage mit nationaler (Wilhelmshaven, Bremen-Stuhr) und internationaler Beteiligung (Leeuwarden / Niederlande). Neben der großen gemeinsam konzipierten Nord-Modul-Anlage in H0 werden Anlagen aus längst vergangener Zeit (Fleischmann Spur 0 und H0-alt) sowie eine Jugendanlage zum „Mitspielen“ und weitere Modellbahnaktivitäten geboten. Veranstaltungsort ist der Saal der Gaststätte Conens in Rhede. Weitere Informationen unter: MEF Rhede, Dr. Brockmeyer (1. Vors.), Tel.: 04964 1857 oder e-Mail info@dr-brockmeyer.com.

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Modellbahnsteuerungen sollen besser werden. - Helfen Sie mit!

Modellbahnsteuerungen sollen noch besser werden! Der Europäische Verband MOROP und seine Mitgliedsverbände, wie der BDEF, arbeiten daran: Ein Katalog mit Forderungen an künftige Systeme soll entstehen.

Wir alle sind der Meinung, dass ein wirklich durchentwickeltes Systemkonzept unter Einbeziehung moderner Steuerungen fehlt. Unnötiger Variantenreichtum und unzureichender Einsatz moderner Sensortechnik hemmen heute die Entwicklung effektiverer Steuerungstechniken, die „state of the art“ sind.

Wer kann besser formulieren, was benötigt wird, als der Betroffene! Deshalb richtet der BDEF an Sie die Bitte, diesen Forderungskatalog mitzugestalten.

Wie können Sie mitarbeiten?

Ganz einfach. Der Forderungskatalog wird eine umfangreiche Sammlung von Modellbahnobjekten enthalten. Helfen Sie uns, in der Aufzählungen keine zu vergessen. Modelbahnobjekte sind alle beweglichen und unbeweglichen Objekte der Modellbahn. Die „typischen“ Eisenbahnobjekte wie Gleise, Signale, Loks und Wagen gehören dazu, aber auch Gebäude und Ausschmückungsobjekte - eben alles was die Modellbahn interessanter und vielseitiger macht.

Schreiben Sie also alle Objekte auf, die Ihnen zur Gestaltung des Modellbahnbetriebes einfallen und, das ist wichtig, die eine Funktion besitzen. Die Figur eines Weichenwärters an einem Wärterhaus macht sicher eine Modellbahnanlage interessanter. Wenn er aber bei der Vorbeifahrt eines Zuges aus dem Haus tritt und dem Lokführer zuwinkt, so ist das eine Funktion im Sinn des Forderungs­kataloges.

Dabei ist es ohne Bedeutung, ob die von Ihnen beschriebene Funktion durch heutige Steuerungen bereits realisiert werden kann oder ob erst zukünftige technische Lösungen Ihren Vorschlag ermöglichen. Die Art der von Ihnen gewählten Bereiche der Modellbahntechnik ist völlig frei. Sie können aus allen Gebieten, ob bewegliche oder unbewegliche Objekte des Modellbahnbetriebes, auswählen und Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Ob historische, klassische, moderne oder zukünftige Objekte, alles was der Modellbahn zugeordnet werden kann und steuerbare Eigenschaften besitzt oder besitzen sollte, alles das möchten wir im Forderungskatalog einfügen.

Jede Anregung, selbst wenn sie auf den ersten Blick bedeutungslos erscheint, trägt zur Vervollständigung des Katalogs bei und hilft, zukünftige Entwicklungen der Modellbahntechnik nach den Vorstellungen der Anwender, d.h. der Modellbahner selbst zu lenken.

Wie und wo können Sie Ihre Anregungen abgeben?

Senden Sie uns einen Brief, eine e-Mail, ein Fax oder einen Datenträger. Wir werden damit zurecht kommen. Wenn Sie einigermaßen lesbar schreiben, kann’s auch handschriftlich sein.

Ihre Zusendungen sollten neben Ihrem Namen und Ihrer Adresse, gegebenenfalls auch Name und Adresse Ihres Clubs, ein oder mehrere Modellbahnobjekte mit der Beschreibung der gewünschten Funktionen enthalten.

Sollten Sie noch an weiteren Informationen interessiert sein, senden wir Ihnen gerne eine e-Mail mit näheren Einzelheiten und einem Kommentar zum „Katalog der elementaren Modellbahnfunktionen“ zu. Eine kurze e-Mail an uns reicht hierzu!

Ihre Einsendungen richten Sie bitte an:

MOROP-Arbeitskreis Steuerbus
z. H. Claus Dahl
Wilhelm-Kuhr-Straße 9d
D-39288 Burg
e-Mail: ake@bdef.de

oder an die Geschäftsstelle.

Interessenten für die Mitarbeit in unserem Arbeitskreis oder für zusätzliche Informationen wenden sich bitte auch an obige Adresse.

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Festschrift: 150 Jahre Ludwigs-Westbahn Bamberg - Schweinfurt

Zum Streckenjubiläum „150 Jahre Ludwigs-Westbahn“ von Bamberg über Haßfurt nach Schweinfurt (und später weiter bis Würzburg) am 10. Mai 2003 haben die Bamberger Eisenbahnfreunde e.V. eine umfangreiche Festschrift auf die Beine gestellt. In acht vorzüglich recherchierten und ausgearbeiteten Kapiteln wird nicht nur die Ge­schich­te der historischen Bahnstrecke aufgezeigt, sondern auch der Wiederaufbau des Bw Schweinfurt und das Bw Bamberg ausführlich behandelt. Ferner ist den Nebenbahnlinien Schweinfurt Hbf - Kitzingen Etwashausen und Schweinfurt - Meiningen, der sogenannten Rhönbahn, sowie den Städten und Gemeinden entlang der Bahnlinie reichlich Platz gewidmet. Ausgeschmückt wird die Festschrift durch viel historisches Bildmaterial. Eigentlich hätte man ja bereits das 150 Jahre + 1ste Jubiläum feiern müssen, denn bereits im November 1852 wurde die Bahnlinie von Bamberg bis Schweinfurt freigegeben. Wegen diverser Baustellen und weiterer bahninterner Gründe konnten jedoch die Feierlichkeiten erst ein Jahr später als geplant durchgeführt werden.

Die Jubiläums-Festschrift kann Bahnfans und Geschichtsinteressierten gleichermaßen empfohlen werden.

„Jubiläums-Festschrift 150 Jahre Ludwigs-Westbahn Bamberg - Schweinfurt“,
Herausgeber: Bamberger Eisenbahnfreunde e.V.,
Bezug über Oliver Kaschel - Mater Rosalie Weg 67 -
91074 Herzogenaurach, Format DIN A5, geheftet,
112 Seiten, 62 Abbildungen, Preis: 10,- € (inkl. Versand).

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ROCO’s neuer Weg

Drei Monate lang fand sich am angestammten Platz der Fachzeitschriften keine ROCO-Anzeige. Die letzte Umschlagseite von MIBA, eisenbahn-magazin, Eisenbahn-Journal, Eisenbahn-Kurier usw. wurde von einer „anonymen“ Anzeige - also ohne Firmennamen - eingenommen und beinhaltete lediglich Hinweise, wie „...da kommt was auf Sie zu!“ WAS und von WEM blieb weitestgehend verborgen, es sei denn, man identifizierte das abgebildete Gesicht einer Dampflok der Baureihe 01.5 (DDR) als Modell der Firma ROCO.

Leider gingen wilde Gerüchte um, dass Roco nun doch an die Chinesen verkauft worden sei, oder zumindest mit anderen Modellbahnfirmen fusioniert hätte - was hätte es sonst für Gründe gegeben, den Firmennamen zu verschweigen?

Seit 15. September ist nun das Rätsel gelöst. Mit Hilfe einer Werbeagentur hat ROCO eine neue Vermarktungsstrategie aufgelegt. Ein neues Erscheinungsbild, neue Kennfarben und ein neues Firmen-Logo werden uns künftig die anerkannt guten Produkte in den Fachgeschäften schmackhaft machen.

Bisher gab es drei Produktlinien. Die höchstwertigen Produkte hatten den Zusatz „Exclusive“, die günstigen Jugendangebote nannten sich „Hobby-Line“ und alles dazwischen war „Standard“. Neu ist, dass es nun drei Produktlinien gibt. Die höchstwertigen Produkte heißen „Platin“, die günstigen Jugendangebote nennen sich „Playtime“ und alles dazwischen ist „Professional“.

Doch lassen wir die Marketingabteilung von ROCO selbst zu Wort kommen:

Neues Corporate Design bei Roco.

Seit 15. September zeigt sich Roco in einem neuen Outfit. Angefangen vom Logo, über die Verpackung, den Printmedien, bis hin zur Website erstrahlt Roco im neuen Licht. Konsequent, hochwertig und wie alle Roco-Produkte mit viel Liebe zum Detail, so stellt sich der neue Auftritt von Roco dar.

Warum aber geht Roco neue Wege?

Nach umfangreichen Marktanalysen und Händlerbefragungen Ende 2002 kam man zu dem Ergebnis, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, alle Modellbahn-Zielgruppen (Kinder/ Jugendliche, Neu-/Wiedereinsteiger, Betriebsbahner und Sammler) gleich anzusprechen, sondern dass die jeweils unterschiedlichen Interessen dieser Zielgruppen in der Sortimentsgestaltung und im Markenauftritt zu berücksichtigen sind. Das Stammpublikum mit einem hohen Fachwissen wird immer älter, dagegen finden Kinder und Jugendliche kaum noch zur Modellbahn. Hier sind virtuelle Spiele und künstliche Welten zur Zeit angesagt. Außerdem ist für viele Einsteiger in das Hobby das Preisniveau zu hoch.

Wir haben es uns zum Ziel gesteckt, Kinder und Jugendliche verstärkt für die Modellbahn zu begeistern, die Attraktivität der Modellbahn zu erhöhen und preisbewusste Neueinsteiger zu gewinnen. Roco hat das Problem erkannt und die Weichen neu gestellt, damit in Zukunft noch besser die Bedürfnisse aller Modellbahninteressierten befriedigt werden können. Dazu gibt es künftig drei Produktlinien:

Platin - Eine Auswahl von edlen Sammlerstücken

Einzigartige Modelle, die Rocos Leidenschaft für Modellbau in Vollendung eindrucksvoll widerspiegeln. Mit diesen Modellen sollen insbesondere die Modellbahnspezialisten und Sammler angesprochen werden, die das Besondere lieben und die den Wert dieser Modelle zu schätzen wissen. Modelle, die dieser höchsten Kategorie entsprechen, sind in einer aufwendig gestalteten bedruckten Verpackung aufbewahrt. Das wertvolle und edle Erscheinungsbild dieser Erlebniswelt wird durch die Leitfarbe Platinsilber besonders untermalt.

Professional -
Die Produktlinie für den ambitionierten Modellbahner

Lokomotiven, Waggons und Zubehör mit höchster Detaillierung, Qualität und wegweisender Technologie. Für alle, die sich intensiv mit der Modellbahn beschäftigen und die reale Eisenbahnwelt wirklichkeitsnah in ihr Haus holen möchten. Ein elegantes Blau kennzeichnet alle jene Produkte, die der Professional-Erlebniswelt entsprechen.

Playtime -
Der preiswerte Einstieg in ein faszinierendes Hobby

Robuste Loks, Waggons und Gleise für wenig Geld, die einem kreativen Spielvergnügen neue Wege und Perspektiven eröffnen. Zielgruppe sind Neueinsteiger, Kinder und Jugendliche, die auf diesem Weg den preiswerten Einstieg in das Hobby finden. Alle Roco-Produkte, die dieser Produktgruppe zugeordnet werden, so wie die gesamte Playtime Erlebniswelt, sind an der Leitfarbe Orange leicht erkennbar.

Die neuen Kataloge

Auch der neue H0-Katalog ist konsequent unterteilt in die neuen Produktlinien Platin (Kennfarbe Silber), Professional (Blau) und Playtime (Orange). Danach folgen Schienen, Digital und Zubehör mit der Kennfarbe Grau. Der 344 Seiten starke Katalog dokumentiert auch die neue Bildsprache, die speziell auf die Produktlinien abgestimmt wurde. Der Katalog ist in Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch, Italienisch und - neu - Spanisch erhältlich.

Das N-Programm wurde ausgegliedert und wird in einem eigenen Prospekt vorgestellt. Um dem steigenden Informationsbedarf im Bereich Digital zu entsprechen gibt es neu einen Digitalprospekt mit detaillierten Daten, Fakten und Grafiken. Schon traditionell stellen wir parallel zum Katalog den Freunden des Mittelleiter-Wechselstromsystems einen Auszug unseres Angebotes in einem gesonderten Prospekt vor.

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Letzte Änderung: 28. August 2005 (
GB)