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Unser Rundschreiben 4/2003 in Ausschnitten:

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Inhalt:

Editorial

Horber Schienen-Tage vom 19. bis 22.11.2003

100. Geburtstag: Prof. Dr. Heinz Maria Oeftering Die "Große Rundfahrt" beim Verbandstag 2003
Jubiläumsfeier der Eisenbahnfreunde Friesland e.V. Solidarität der Eisenbahnfreunde
NEU: Die Ehrennadel des BDEF Modellbahntreff in Göppingen
Goldene Ehrennadel für Wolfgang Topp Fachhandels-Präsentation der Fa. Lenz
"REGIOTRANS 2003" - das Nachschlagewerk für den ÖPNV Neue Mitglieder im Bundesverband
Neu im BDEF: Sankt Augustiner Modellbahner Die MIGA wird 55

 

Editorial:

Liebe Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn!

Dreiundachtzig sogenannte Tropentage in Deutschland. Der größte Black-out aller Zeiten in New York. Alle U-Bahnen stehen fast eine Stunde ohne Strom in London. Kein Wunder, wenn sich nun die Deutsche Bahn mit der Mitteilung beeilt, ein Stillstand der S-Bahnen sei in Deutschland äußerst unwahrscheinlich. Wörtlich verlautet der Bereich Konzernkommunikation:

„Zu einer Agenturmeldung über einen möglichen Stromausfall in Deutschland und daraus resultierenden Folgen für den S-Bahn-Verkehr stellt die Deutsche Bahn klar:

Der weitaus überwiegende Teil der S-Bahnen in Deutschland wird aus dem 16,7-Hz-Bahnstrom­netz gespeist, das von der öffentlichen 50-Hz-Energieversorgung unabhängig ist. Lediglich in den Städten Berlin und Hamburg werden die S-Bahnen mit Strom aus diesem 50-Hz-Netz betrieben. Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass diese Städte vom europäischen 50-Hz-Verbund­netz abgeschnitten sind, die ganze Stadt also ohne Strom ist, könnten auch diese beiden S-Bahnen nicht mehr fahren, wie auch alle anderen elektrisch betriebenen Verkehre. Unproblematisch für den Betrieb der S-Bahnen ist aber ein sogenannter Teilnetzausfall, der nur einen Stadtteil betrifft.

Bei einem vergleichbaren Szenario - beispielsweise in Frankfurt - würde die mit 16,7-Hz-Strom betriebene S-Bahn weiter fahren können. Nichtbetroffen von einem Totalausfall der 50-Hz-Versorgung wären außerdem Nah- und Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn, da sie über eine eigene Stromversorgung verfügen.“

Abgesehen davon, dass in Deutschland, bzw. sogar ganz Europa, durch die großzügig angelegten Verbundsysteme derartige Total-Stromausfälle eher unwahrscheinlich sein dürften, ist es beruhigend, so eine Nachricht zu erhalten. Ein klitzekleines Problem bleibt zumindest in München, wo die S-Bahn durch viele Kilometer Innenstadt-Tunnel fährt. Die Triebwagen haben ja vielleicht noch Strom, bloß die Bahnsteigbeleuchtung, die Rolltreppen, die Zuganzeigen usw., dies alles ist am 50-Hz-Netz angeschlossen.......!? Auch bin ich nicht so sehr davon überzeugt, dass die Computer der elektronischen Stellwerke, die Lichtsignale und Weichenantriebe und letztendlich die Zugbahnfunktsysteme und anderen Kommunikationssysteme alle aus dem 16,7-Hz-Netz gespeist werden. Und dann gibt es – oder ist das Geschichte? – noch die stationären oder fahrbaren Umformer, deren Aufgabe es ist, aus dem allgemeinen 50-Hz-Netz bahntauglichen 16,7-Hz-Strom herzustellen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Gerhard A. Bayer, BDEF-Vorsitzender

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100. Geburtstag: Prof. Dr. Heinz Maria Oeftering

Ende August feierte der erste Vorstandsvorsitzer der Deutschen Bundesbahn, Prof. Dr Heinz Maria Oeftering, seinen einhundertsten Geburtstag. Die Gründung des BDEF vor vierzig Jahren hatte Oeftering in einem Brief an die Versammlung ausdrücklich begrüßt, da der Bundesbahn daran gelegen sei, „die Kenntnis vom Wesen und von der technischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Eisenbahn in der Öffentlichkeit zu verbreiten und zu vertiefen“. Wir hatten diesen Brief im letzten Rundschreiben abgedruckt.

Die 15 Jahre, in denen Oeftering die Bundesbahn leitete, standen unter dem Zeichnen der Umstellung von der Dampf- auf die Diesel-Traktion, der Elektrifizierung und der Neugestaltung der Stellwerke. Nach eigenen Worten war auch diese Zelt bereits geprägt vom Versuch, das System DB trotz mancher gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen auf mehr unter­nehme­risches Denken auszurichten.

Prof. Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinz Maria Oeftering war 15 Jahre lang Vorsitzer des Vorstands (kein Schreibfehler! Damals sprach man vom „Vorsitzer“ und nicht vom Vorsitzenden!) und Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn. Nach seinem Studium in München und Heidelberg wurde er 1926 Referendar und 1929 Regierungsassessor. Sein weiterer Weg führte ihn als Regierungsrat und schließlich als Oberregierungsrat vom Reichsfinanzhof zum ehemaligen Reichsfinanzministerium. Nach dem 2. Weltkrieg war Oeftering Ministerialdirektor und Stellvertreter des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, bis er schließlich Vorsitzer des Vorstands und Präsident des Verwaltungsrates der DB wurde.

Seine Verdienste wurden vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband geehrt. Eine weitere – von vielen ‑ Ehrung war die Ernennung zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion.

Musik, Historie und sein Garten sind die bevorzugten Hobbys von Prof. Dr. Oeftering.

Der BDEF-Vorstand gratuliert im Namen des Verbandes dem Jubilar herzlich – verbunden mit dem Dank für die langjährige beachtenswerte Unterstützung ‑ und wünscht ihm weiterhin beste Gesundheit!

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Jubiläumsfeier der Eisenbahnfreunde Friesland e.V.

Bereits im letzten Rundschreiben würdigten wir die 25-jährige Geschichte der Eisenbahnfreunde Friesland mit Sitz in Wilhelmshaven. Der Festabend der Jubiläumsfeierlichkeiten fand nun am 15. August in Wilhelmshaven-Voslapp statt. In der dortigen Sporthalle hatten die EFF – wie sich der Verein abgekürzt nennt – eine beachtenswerte Modellbahn-Ausstellung aufgeboten. Zusammen mit den befreundeten Vereinigungen „Modelleisenbahnfreunde Rhede/Ems e.V.“, „Modell-Eisenbahn-Club Stuhr e.V.“ und dem Partnerverein „Friese Modellbaanclub“ aus dem niederländischen Leeuwarden hatte man eine riesige H0-Modulanlage aufgebaut. Hätten die Modul-Seitenteile nicht unterschiedli­che Farben gehabt, wäre es kaum möglich gewesen, die Module der einzelnen Teilnahmevereine zu identifizieren. Alle Module genügten höchsten Qualitätsstandards. Auch die aufgebaute N-Modulanlage der EFF konnte begeistern. Ein echtes Pralinenstück war auch die H0e-Segmentanlage von Udo König, die eine nahezu maßstäbliche Nachbildung des Westanlegers der Wangerooger Inselbahn darstellt. Fast alle Fahrzeuge und Gebäude sind vorbildgetreu selbst gebaut worden.

Moderiert von Rainer Klanke, dem Pressesprecher der EFF wurden die Gäste zu Ihren Festansprachen und Grußworten zum Jubiläum aufgerufen. Der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Eberhard Menzel, hob bei seiner Grußadresse hervor, dass die Eisenbahnfreunde Friesland für die Stadt und die Umgebung eine echte Bereicherung sind, weil sie u.a. Menschen zusammenführen. Auch der BDEF-Vorsitzende Gerhard A. Bayer hob in seiner Ansprache die Erfolge der EFF hervor und gab seiner Freude über die Einladung zum Festabend Ausdruck. Jürgen Rode, der Vorsitzende der EFF bedankte sich bei den Festrednern und begrüßte all die weiteren Gäste, darunter auch die Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer.

Nach genügend Zeit zur Besichtigung der ausgestellten Anlagen und für manches interessante Gespräch mit den Erbauern, den Politikern oder den Veranstaltern begab man sich gemeinsam in die Flurstraße, wo die Feier im dortigen Vereinsheim der EFF fortgesetzt wurde.

Besonders Interesse fand natürlich die stationäre Clubanlage der EFF, die als Zungenanlage in Form des Buchstabens E aufgebaut ist. Von der ehemaligen Anlage in Jever konnte der maßstäblich nachgebaute Bahnhof Jever als Mittelzunge der neuen Anlage in Voslapp eingebaut werden.

Die linke Zunge der Anlage stellt ein großstädtisches Motiv dar, mit dem Hauptbahnhof der (erfundenen) Stadt „Wilhelmsburg“. Eine nachahmenswerte Idee setzten die Eisenbahnfreunde Friesland vor einiger Zeit bei der Einweihung dieser Anlage um. Sie ernannten den echten Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Eberhard Menzel, auch zum Oberbürgermeister der (Modellbahn-)Stadt Wilhelmsburg. Da ein Oberbürgermeister – trotz aller Finanzprobleme – seine Stadt finanzieren muss, nimmt es nicht Wunder, dass Herr Menzel als Jubiläumsgeschenk ein verschlossenes, längliches Kuvert überreichte....

Ausgerüstet mit leckeren, belegten Brötchen, Hackwürstchen vom Grill und etwas Trinkbarem konnte man die Details der Anlage und das hervorragend hergerichtete Clubheim ausgiebig diskutieren. Der gemütliche Aufenthaltsraum mit Theke und Bier vom Fass war wohl noch mehrere Stunden beliebter Ankerplatz für alle Eisenbahnfreunde.

Die Eisenbahnfreunde Friesland e.V. haben zu ihrem 25-jährigen Jubiläum eine sehr gut gestaltete Festschrift aufgelegt. Auf 48 Seiten werden nicht nur die Geschichte der EFF, die Anlage im Clubheim und verschiedene Vereinsausflüge beschrieben, sondern auch über diverse Vorbildsituationen in und um Wilhelmshaven berichtet – mit sehr guten Vorbildfotos garniert. Auch der von den EFF gehaltene Weltrekord, mit 250 H0-Lokomotiven einen Hafenschlepper zu bewegen, findet seinen Platz in der Jubiläumsschrift. Eine wirklich lesenswerte Schrift.

Die Jubiläumsschrift kann bei den Eisenbahnfreunde Friesland e.V., Herrn Jürgen Rode, Glettkauer Weg 8, 26388 Wilhelmshaven, Tel. 04421 569652, Fax 04421 56502, e-Mail juergen.rode[at]eisenbahnfreunde-friesland.de  zum Preis von 6,50 € bezogen werden.

Jubiläumsfeier, Modellbahn-Ausstellung, Clubanlage, Festschrift – alles „EFF – EFF“ !

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NEU: Die Ehrennadel des BDEF

Bei der Delegiertenversammlung 2003 in Kaufbeuren wurde den Delegierten ein Vorschlag unterbreitet, der die Möglichkeiten zur Ehrung verdienter Verbandsmitglieder regelt. Der Vorschlag wurde angenommen und in der Zwischenzeit umgesetzt. Das Ergebnis ist in Form eines „Grünen Blattes“ diesem Rundschreiben beigefügt.

Auslöser für diese „Ehrenordnung“ war der mehrfach an uns herangetragene Wunsch, bzw. die Frage, ob der Bundesverband Ehrungen für verdiente Mitglieder in den Mitgliedsvereinigungen anbietet.

Ab sofort können nun die Angebote der Ehrenordnung abgerufen werden.

Für die Ehrung verdienter Verbandsangehöriger, Mitglieder und Außenstehender, die sich im Sinne der Satzung des BDEF für das Eisenbahnwesen oder den Eisenbahn-Modell­bau verdient gemacht haben, bietet der BDEF mehrere Möglichkeiten der Ehrung. Eine Ehrung kann erfolgen durch Verleihung der BDEF-Ehrennadel in Silber oder Gold oder der BDEF-Wandplakette. Die Regeln für die Verleihung sind in dem Grünen Blatt „Ehrungen“ festgelegt.

Anträge auf Verleihung einer Ehrennadel (Silber oder Gold) können von Vereinsvorständen und Mitgliedern des Verbandes gestellt werden. Sie müssen ausreichend begründet werden und den Namen, Vornamen und das Geburtsdatum des zu Ehrenden enthalten. Über diese Anträge auf Ehrungen entscheidet der Bundesvorstand. Ein Recht auf Ehrung besteht nicht. Anträge auf Ehrungen werden in einer folgenden Vorstandssitzung behandelt, um eine ausreichende Meinungsbildung zu gewährleisten.

Die Besonderheit besteht darin, dass diese Ehrungen immer vom Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde verliehen werden. Die Ehrennadeln können also nicht „bestellt“ werden wie die bekannten Pins. Nur auf begründeten Antrag werden die Ehrennadeln mit einer ansprechenden persönlichen Urkunde für den zu Ehrenden ausgeliefert. Die Übergabe kann dann z.B. in einer Feierstunde im Verein vom Vorsitzenden vorgenommen werden. Auf Wunsch übernimmt auch der Vorstand des BDEF bei Regionaltreffen oder auch bei der Delegiertenversammlung die Übergabe an den zu Ehrenden.

Die Kosten für die Ehrennadel trägt der Antragsteller, also z.B. der beantragende Verein. Die in 925er Silber hergestellte Silberne Ehrennadel wird mit 20,- €, die Goldene Ehrennadel aus 333er Gold mit 40,-€ berechnet. In diesem Preis ist die Urkunde und der Versand enthalten.

Die Ehrennadeln zeigen ein etwa 12 mm breites Halbrelief einer T3-Lokomotive – dem Logo des BDEF. Die Nadel selbst wird – versehen mit einem Sicherheitsverschluss ‑ in einer kleinen Sichtbox ausgeliefert. Von den bekannten T3-Pins ist sie in Größe und Detaillierung deutlich unterscheidbar. Das Urmodell für den Feinguss der Nadeln in Pforzheim wurde dem BDEF von Günter Saller (Saller Modelle, Neugablonz) angefertigt.

Der Vorstand des BDEF freut sich, wenn dieses Angebot zahlreich angenommen wird. In heutigen Zeiten sind jahrzehntelange Vereinszugehörigkeiten und besonderes Engagement im Ehrenamt beileibe nicht mehr selbstverständlich. Zeigen Sie Ihren verdienten Mitgliedern und Vorständen, dass ihr Wirken Anerkennung findet. Beantragen Sie die Verleihung einer Ehrennadel mit Urkunde durch den BDEF!

Noch eines: Laden Sie zur Verleihung die örtliche Presse ein, die – wenn’s nicht gerade ein Großstadt ist – gerne über solche Ereignisse berichtet. Und Ihr Verein steht wieder mal in der Zeitung....

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Goldene Ehrennadel für Wolfgang Topp

Als erstem Nicht-Verbandsangehörigen verlieh der BDEF-Vorstand eine Ehrennadel an Wolfgang Topp für seine Verdienste um das Modellbahnwesen. Anlässlich seines Ausscheidens aus dem Unternehmen Märklin verlieh der BDEF-Vorstand dem ehemaligen verantwortlichen Geschäftsführer der Göppinger Firma die goldene Ehrennadel des Verbands. Topp war 17 Jahre bei Märklin tätig, davon zehn Jahre als verantwortlicher Geschäftsführer. Nachdem er bereits 2001 den Vorsitz der Geschäftsführung an Paul Adams abgegeben hatte, schied er zum 31. Juli dieses Jahres aus dem Unternehmen aus. In der Wirkungszelt Topps erhielt die Modellbahnszene so wichtige Impulse wie neue Marketingkonzepte (Märklin-Händler-Initiative), die Integration der Marke Trix unter das Unternehmensdach oder auch die Entwicklung zu neuen Maßstäben in der Modellbahntechnik wie z.B. mit der Baureihe 55. Kurz vor seinem endgültigen Weggang von Märklin besuchten Vertreter des BDEF am 18. Juli 2003 Wolfgang Topp. Bei dieser Gelegenheit verlieh ihm BDEF-Vorsitzender Gerhard A. Bayer die goldene Ehrennadel und überreichte die zugehörige Urkunde.

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"REGIOTRANS 2003" - das Nachschlagewerk für den ÖPNV

Auch heuer liegt uns das ÖPNV-Jahrbuch „RegioTrans 2003“ vor. Wie bisher veröffentlicht der Verlag Hermann Kuhn, Villingen - Schwenningen, das Jahrbuch jeweils im Frühsommer, um aktuell auf die führenden Branchen-Messen reagieren zu können.

Für den Hobby-ÖPNV-Interessierten ist es ein umfangreiches Kompendium mit Informationen rund um den Verkehr mit Bahnen und Bussen.

Das – bei unverändertem Preis ! – auf 312 Seiten angewachsene Buch im Format A4 ist in sieben Kategorien eingeteilt:

§         Omnibusse im Linienverkehr,

§         Straßenbahnen, U- und S-Bahnen, Triebwagen,

§         Bahnbaumaschinen, Sonderfahrzeuge, Verkehrstechnik und Streckenbau,

§         Fahrzeug-Ausrüstungen und Zubehör,

§         Telematik, Informations- und Zahlsysteme,

§         Bahnhöfe, Haltestellen und Mobiliar,

§         Service, Wartung und Pflege, ÖPNV-Consulting,

Sehr ausführlich ist wieder das anschließende Verzeichnis über Messen, Inserenten, Bahnhersteller, Bushersteller und sonstige Adressen aus der Branche.

Für Eisenbahn- und Straßenbahnfreunde bringt „Regio­Trans“ eine Vielzahl von Fahrzeugvorstellungen – fast wie ein Katalog aller modernen Straßenbahnfahrzeuge und Regionalverkehrstriebwagen. Ein Sonderkapitel beschäftigt sich mit der ursprünglich etwas zögerlichen Einführung von S-Bahnen in der Schweiz. Aber die Schweiz müsste nicht das Bahnland Nr. 1 sein, um nicht nun mit vehementen Schritten leistungsfähige S-Bahn-Netze einzuführen. Im Abschnitt Bahnbaumaschinen beschäftigt sich „RegioTrans“ mit den Besonderheiten aller Arten von Zweiwegefahrzeugen, den Zwittern aus Straßen- und Bahnfahrzeugen, sowie den neuesten Entwicklungen der Bahnbau- und Gleispflegemaschinen.

Auch für die fünfte Ausgabe des Jahrbuchs gilt unser Eindruck – sehr empfehlenswert!

„RegioTrans 2003“, Verlag Hermann Kuhn GmbH & Co KG; Bert-Brecht-Straße 15‑19; 78054 Villingen-Schwenningen, eMail: kataloge[at]kuhnverlag.de  –

Bestellung über Herrn Michael Kuhne:             

17,- € bei einmaligem Bezug, 12,- € bei Abonnement (jeweils plus Versand und MWSt).

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Neu im BDEF: Sankt Augustiner Modellbahner

Es geschah aus Frust! Zwei Modelleisenbahner fanden in einem großen Verein nicht ihre Vorstellungen von gemeinsamen Aktivitäten an einer Clubanlage vor. Einige werkelten an der Clubanlage und ließen keinen Außenstehenden an das „Heiligtum“ heran. Dann wurden auch noch seitens der DB die Räumlichkeiten gekündigt und das Ergebnis dieser Frustbewältigung war die „Gründung“ eines Stammtisches. Von nun an traf man sich regelmäßig in den Ratsstuben von Sankt Augustin zum Fachsimpeln und dachte über das weitere Vorgehen nach. Beide hatten Material für die Spurweite N, zusammengenommen reichte es zum Baubeginn einer N-Modulanlage. Nach dem ersten Baurausch wurde der vorhandene Platz knapp. Wir hatten noch nie alles zusammen aufgebaut. Notgedrungen schlossen wir uns einem N-Bahnverein an. Beim Versuch beide Anlagen miteinander zu verbinden traten vor allem bei der Elektrik größere Probleme auf. Als letzte und einzige Lösung wurde über die Digitalisierung gesprochen. Für uns war es aber aus Kostengründen indiskutabel über 100 Lokomotiven umzurüsten.

Man saß eines Abends wieder zusammen und fachsimpelte und dann kam es wie es kommen musste: Der Stammtisch Sankt Augustiner Modellbahner hatte ja nie aufgehört zu bestehen. Von nun an traf man sich jeden zweiten Dienstag im Monat in den „Ratsstuben“ von Sankt Augustin. Das fehlende Clubheim gleicht der Wirt aus, in dem er Räumlichkeiten für Aktivitäten kostenlos zur Verfügung stellt.

Inzwischen sind fast 30 Meter N-Module entstanden und sie haben schon so manchen Auf- und Abbau bestens überstanden. Am 28./29.09.2003 werden neue Module in die bestehende Anlage integriert und im Betrieb getestet. An beiden Tagen können uns Interessenten im Restaurant Ratsstuben, Karl Gatzweiler Platz 1, in 53757 Sankt Augustin besuchen. Weitere Infos im Internet: www.st-augustiner-modellbahner-sam.de . Oder bei Frank Schmitz, Tel.: 02241 806044.

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Horber Schienen-Tage vom 19. bis 22.11.2003

Seit nunmehr 20 Jahren treffen sich Verkehrspolitiker in der mittelalterlichen Stadt Horb am Neckar. Etwa 200 Teilnehmer sowie 40 Vortragende schaffen eine Diskussionsplattform, auf der beruflich oder ehrenamtlich in der Verkehrspolitik Tätige auf „gleicher Augenhöhe“ miteinander sprechen können. Die von Kurt Bielecki 1983 gegründeten Horber Schienen-Tage (HST) wurden auch vom BDEF Arbeitskreises Verkehrspolitik (AKV) maßgeblich mitgestaltet. Stellvertretend sei hier Adolf Heinrich von Arnim genannt. Bereits 1983 erkannten man, dass es um die damalige DB nicht zum Besten bestellt war. Man kämpfte vor allem gegen die begonnenen Stilllegungen von Bahnstrecken abseits der Ballungsräume. Bei den zehnten HST kam ihr Initiator Kurt Bielecki zu der treffenden Feststellung: „In den vergangenen zehn Jahren haben wir gerufen, gefordert, ja geschrien. Wir haben hier und da gestört…..Wichtig aber war und ist immer noch, dass es diese Veranstaltung überhaupt gab und das sie weiterlebt, weiter aufpasst und vor allem weiter fordert“. Nach dem plötzlichen Tod von Kurt Bielecki wurden die Horber Schienen-Tage von einem Team in seinem Sinne weitergeführt.

Als eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis entwickelten sich die Exkursionen im Programm. Die von Gerhard Schnaitmann mit großem Sachverstand organisierten Fahrten, Besichtigungen oder Fahrzeugausstellungen sowie Vorstellungen neuer Betriebskonzepte bieten Erholung zwischen den Vorträgen und geben Gelegenheit zu zwanglosen Diskussionen am Rande der Tagung bei der Vertreter der Bahnen, der Industrie, der Politik und leidenschaftliche, wie kompetente Bahnfreunde auf einer Ebene teilnehmen.

Seit drei Jahren wird das Organisationsteam von einem Förderkreis unterstützt, der aus verkehrs- und umweltpolitisch aktiven Verbänden sowie aus Einzelpersonen besteht. Besonders hervorzuheben sind hier die Stadt Horb und der Landkreis Freudenstadt. Auch der BDEF steht im Rahmen seiner Möglichkeiten dem Förderkreis zur Verfügung.

Schwergewichtig an Seiten (2002: 350 Seiten) und Inhalten ist der seit 1994 erscheinende Tagungsband mit allen Beiträgen und Arbeitsergebnissen. Die Tagungsbände der letzten fünf Jahre können bei u.a. Kontaktadressen bestellt werden.

Alle BDEF-Mitglieder, die sich für verkehrspolitische Fragen interessieren, sind aufrufen sich für die HST anzumelden. Die HST sind seit 1994 von der „Bundeszentrale für politische Bildung“ als Bildungsveranstaltung anerkannt. Besonders zu erwähnen gilt es, dass die gesamte Organisation sowie alle Referate ehrenamtlich geleistet werden. Informationen über das aktuelle Programm gibt es ab Mitte Oktober im Tagungsbüro der HST; Schwanthaler Straße 74, in 80336 München (Fax: 089 64280267) e-Mail: horber[at]schienen-tage.de , Internet: http://www.schienen-tage.de  

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Bundesverbandstag 2003 in KAUFBEUREN: 
Die "Große Rundfahrt"

Als ersten Bericht über den Verbandstag in Kaufbeuren bringen wir eine ausführliche Beschreibung der „Großen Rundfahrt“ am 31. Mai 2003. Der Bericht wurde von Dietmar Kiele von der Interessengemeinschaft Schienenverkehr Rheinland in seiner unverwechselbaren, gekonnten Art verfasst: Eine detaillierte Fahrtbeschreibung mit geschichtlichen und touristischen Erklärungen. Weitere Berichte über die einzelnen Veranstaltungen des Verbandstages folgen.

Die Allgäubahn

Am 25. August 1843 unterzeichnete König Ludwig I. von Bayern das Gesetz zur Ausführung eines Bahnbaues von Hof nach Lindau im Bodensee. Neben Baden und Württemberg war Bayern der dritte deutsche Staat, der dem Bodensee zustrebte. Von vornherein war der Bau der Bahn auf Staatskosten vorgesehen, Die Planungsarbeiten für die „Ludwigs-Süd-Nord-Bahn“ begannen 1844. Für den südlichen Abschnitt zwischen Augsburg und Lindau standen anfangs noch mehrere Trassenvarianten zur Diskussion. Dieses 192 Kilometer lange Teilstück der „Ludwigs-Süd-Nord-Bahn“ bildet heute die Allgäubahn.

Kürzeste und problemlosest zu trassierende Variante wäre die Linie von Buchloe über Memmingen, lsny und Wangen gewesen, Diese Linie schied aber für den bayerischen Staat von vornherein aus, da sie über ausländisches württembergisches Gebiet geführt hätte. Auch wäre wohl kaum eine Zustimmung Württembergs für einen Bahnbau des bayrischen Konkurrenten über eigenes Terrain wahrscheinlich gewesen. Bayern blieb somit für die Trassierung zwischen Kempten und Lindau nur ein schmaler Streifen zwischen Württemberg im Westen und Österreich im Osten zur Verfügung.

Trassenprobleme und Unruhen im Gefolge der bürgerlichen Revolution von 1848 bedingten eine eher schleppende Inbetriebnahme der Allgäubahn.

Die Eröffnung der Teilstrecke Augsburg - Buchloe - Kaufbeuren erfolgte bereits am 1. September 1847, Doch fast fünf Jahre dauerte es noch, bis am 1. April 1852 Kempten erreicht wurde. Fünf Monate später ging die Strecke bis Oberstaufen in Betrieb. Große Trassierungsprobleme auf dem restlichen Stück Oberstaufen - Lindau verzögerten immer wieder die geplante Eröffnung. Hinzu kamen noch eine Staatskrise, die sich bereits in den Revolutionsjahren 1848/49 und der Abdankung König Ludwig I. wegen seiner Affäre mit der Tänzerin Lola Montez angebahnt hatte. Probleme bereiteten die Trassierung von Röthenbach bis zum Ufer des Bodensees. So musste die Bahn von 709 m üNN in Röthenbach bis nach Lindau auf 399 m üNN fallen. Nach erheblichen Schwierigkeiten konnte dann endlich am 12. Oktober 1853 die Strecke bis nach Lindau-Aeschach eröffnet werden.

Ein weiteres Problem bereitete die Auffüllung des 550 m langen Bodenseedammes, über den die Bahn auf die Insel gelangen sollte. Am 1. März 1854 war auch diese Aufgabe gemeistert, der erste Zug konnte den neuen Inselbahnhof anfahren, Die offizielle Eröffnung des letzten Abschnitts der „Ludwigs-Süd-Nord-Bahn“ erfolgte am 13. Juli 1854 durch König Maximilian II., der eigens per Kutsche von Füssen angereist kam.

Abfahrt in Kaufbeuren

Unsere Sonderfahrt zum Bodensee erfolgt mit der ölgefeuerten Dampflok 41 018, der V 80 002 und Wagen aus dem Bestand des Nürnberger Verkehrsmuseums.

Die 41 018 wurde 1939 bei Henschel in Kassel gebaut. Eigentümer dieser Dampflokomotive ist heute die Dampflok-Gesellschaft Bayern e.V.. Die V 80 002 (DB 180 002-4) erblickte unter der Fabriknummer 17717 in der Lokomotivfabrik Krauss-Maffei 1952 das Licht der Eisenbahnwelt.

Pünktlich um 8.35 Uhr setzt sich unser Sonderzug im Bahnhof Kaufbeuren in Bewegung. Etwa 700 m weiter in Fahrtrichtung links die beiden ehemaligen Bahnpostwagen, die unseren Kaufbeurer Eisenbahnfreunden als Domizil dienen.

Die Fahrt führt zunächst nach Biessenhofen. Den Bahnhof Biessenhofen durchfahren wir nach 5,4 km. Zwei Kilometer weiter zweigt die Localbahn nach Füssen ab. Diese 37,1 km lange Nebenbahn wurde zwischen Biessenhofen und Marktoberdorf am 1. Juni 1876 eröffnet. Auf dem Tag genau dreizehn Jahre später wurde die Reststrecke bis Füssen eröffnet.

In Marktoberdorf zweigte einst die weitere Localbahn nach Lechbruck ab. Diese 22,3 km lange Bahn wurde am 1. Juli 1899 eröffnet. Der Personenverkehr wurde am 26. Mai 1963, der Güterverkehr zum 1. März 1971 eingestellt. Bald darauf wurden die Gleise abgebaut, der Bahndamm geteert und dient heute noch als beliebter Rad-Wanderweg.

Über Aitrang führt unsere Reise weiter nach Günzach. Kurz vor dem auf 801 m üNN gelegenen Bahnhof Günzach passieren wir mit 817 m üNN den Scheitelpunkt der Allgäubahn. Weiter geht die Fahrt über Betzigau Kempten entgegen.

Kempten/Allgäu

Vor Kempten treffen wir am östlichen Stadtrand auf die eingleisige Illertalbahn, die seit 1863 Ulm mit Kempten verbindet. Gleich darauf mündet links die 1895 als Localbahn nach Pfronten ein. Sie stellt seit 1913 die Verbindung über Tirol (Außerfern) mit Garmisch-Partenkirchen her. Dann rollt unser Zug über die Illerbrücke. Eine dieser Doppelbrücken dient heute dem Autoverkehr. Mit seinen Bögen von 64,5 m Stützweite gehören sie zu den weitest gespannten Eisenbahnbrücken Europas. Nach insgesamt 42,2 zurückgelegten Fahrtkilometern erreichen wir dann Kempten Hbf.

Bahnhof und Betriebswerk Kempten

Die KBS 970 kommt von München über Buchloe und Kaufbeuren herein und führt weiter über Immenstadt nach Lindau. Von Memmingen kommt die KBS 975 nach Kempten und führt weiter über Immenstadt und Sonthofen nach Oberstdorf. Und die Außerfernbahn (KBS 976) führt ab Kempten über Reutte in Tirol nach Garmisch-Partenkirchen.

In Sichtweite das Drucktastenstellwerk. Hier zweigte einst die 36,9 km lange Nebenbahn nach Leutkirch über lsny ab. Sie wurde am 15. Oktober 1909 eröffnet. Zum 1. Juni 1986 erfolgte ihre Stilllegung. Sie führte über Buchenberg und Sibratshofen in den Kopfbahnhof lsny. Weiter ging es dann nach Richtungswechsel über Urlau und Leutkrich, wo die Strecke auf die KBS 971 stieß. Die Trasse zwischen Kempten und Urlau ist zwischenzeitlich abgebaut; zwischen Urlau und Leutkirch stillgelegt.

Neben dem Kemptener Hauptbahnhof das Areal des Betriebshofes Kempten. Überwiegend sind hier Diesellokomotiven der Baureihe 218 beheimatet. Im Bestand aber auch Dieseltriebwagen der Baureihen 512, 628 und 643.

Hauptträger des Verkehrs auf den Fernverbindungen ist die Baureihe 218. Die 2500 PS starken Zwölfzylinder-Dieselmotoren erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.

Ein besonders ulkiges Fahrzeug ist ein Triebwagen der Baureihe 628. Er ist bis zur Fensterhöhe bunt bemalt. Liest man die einzelnen Buchstaben an den Fensterholmen hintereinander, so ergibt sich „Ausserferner Künstlerzug“.

Das ehemalige Bw geht bis zur Eröffnung des Bahnbetriebes in Kempten am 1. April 1852 zurück. Für die „Loknachschau“ gab es eine „Wechselstelle“. Als Mittelpunkt der schwierigen Strecke zwischen Kaufbeuren und Lindau errichtete hier in der Folgezeit die Königlich-Bayerische Staatsbahn für die Unterhaltung und Pflege der Fahrzeuge umfangreiche Gebäude. So entstanden je eine Remise für die Lokomotiven, und eine für Transport- und Personenwagen. Zwei große Torfmagazine bargen den Brennstoff für die Lokomotiven, der in der Anfangszeit verfeuert wurde.

Nachdem Kempten zum Knotenpunkt mehrerer Bahnlinien geworden war entstand zwischen 1904 und 1906 die neue Bahnbetriebswerkstätte. Es entstanden ein 29-ständiger Ringlokschuppen, ein Verwaltungsgebäude mit Wohnungen, Lok- und Wagenwerkstatt, Dreherei, Schmiede und Kesselhaus. Für die Speisung der Wasserkräne wurde ein Wasserturm errichtet. Das auswärtige Personal erhielt ein Übernachtungsgebäude. Bald wird der vorhandene Lokschuppen zu klein, so dass ein zweiter 16-ständiger Ringlokschuppen hinzu kommt.

Ab 1934 fahren dann die ersten Triebwagen durchs Allgäu. Eine große Triebwagenhalle wird gebaut.

Mehrere Gebäude fallen 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.

Nach Einstellung des Dampfbetriebes bei der DB werden beide Lokschuppen abgerissen. Das freigewordene Gelände wird zur Zentralen Güterabfertigung. Und dies ist nun auch bereits Vergangenheit. Die Lagerhallen sind verschlossen, das Verwaltungsgebäude steht leer.

Südlich vom Betriebshof und Bahnhof in einer Gleisgruppe einige Triebzüge der Baureihe 627, die aus dem Betriebsdienst z-gestellt sind. Darunter der stark verunfallte Triebwagen 627 103-5. Die Aufarbeitung dieser Fahrzeuge ist nicht mehr vorgesehen. An der nördlichen Bahnhofseinfahrt stehen ‑ durch eine Straße vom Bw getrennt ‑ drei Schneeschleudern. Eines dieser Fahrzeuge ist selbstfahrend. Über die Straße hinweg im Betriebshof die Drehscheibe, dahinter einige Diesellokomotiven der Baureihe 218.

Zum Fotohalt nach Röthenbach

Bei der Ausfahrt aus dem Kemptener Hauptbahnhof rechtsseitig das Drucktastenstellwerk. Kurz darauf passieren wir die aufgelassene Station Kempten - Hegge. Bis 1969 hielten hier die Schnellzüge, um den zeitraubenden Umweg über den damals im Stadtinneren gelegenen Kopfbahnhof zu vermeiden. Die Verbindung Kempten-Hegge und Kempten Hbf (alt) stellten zeitweise Akkutriebwagen der Baureihe 179 her.

Über Martinzell und Seifen (Schwaben) führt unsere Fahrt weiter nach Immenstadt. Kurz vor Immenstadt passieren wir die Einfädelung der eingleisigen Bahnlinie nach Oberstdorf. Hier ereignete sich am 18. Februar 1999 ein tragisches Zugunglück, bei dem ein IR einem IC in die Flanke fuhr.

Diese 20,4 km lange Nebenbahn wurde zwischen Immendorf und Sonthofen am 16. November 1873 eröffnet. Die weitere Strecke über Altstätten, Fischen, Langenwang nach Oberstdorf erfolgte rund fünfzehn Jahre später am 29. Juli 1888.

Fast siebzehn Kilometer sind es von Immenstadt nach Ober­staufen. Kurz vor Oberstaufen durchfahren wir den einzigen noch heute befahrenen Tunnel im Alpenvorland ‑ den 124 m langen Oberstaufener Tunnel.

Von Oberstaufen aus sind es nur 28 km Luftlinie bis nach Lindau. Die Geländeformationen zwangen aber zum Bau von weit ausholenden Schleifen, um eine Abfahrt zum 390 m tiefer gelegenen Bodensee zu ermöglichen. So verlängerte sich die Bahnstrecke um fast das Doppelte auf 51 km.

Nächste Station ist Röthenbach, wo ein längerer Aufenthalt durch drei Zugkreuzungen erfolgt. Zwei Stichbahnen nahmen einst hier ihren Anfang. Kurz vor der Bahnhofseinfahrt in Fahrtrichtung links kam die Localbahn Röthenbach - Weiler herein, links hinter dem Bahnhof zweigte die Localbahn nach Scheidegg ab. Bei der Localbahn Röthenbach - Weiler handelte es sich um eine besondere Kuriosität. Das unbedeutende Dörfchen Röthenbach erhielt damals entgegen dem Bestreben der reichen Gemeinde Weiler den Bahnanschluss. Die Bürger von Weiler setzten nun alle Hebel in Bewegung, um wenigstens eine Stichbahn zu erhalten. Sie hatten Erfolg. Auf Kosten der Gemeinde Weiler wurde die 5,7 km lange Localbahn dann von der Bayerischen Staatsbahn gebaut und am 22. Juli 1893 eröffnet.

Ein weiterer Nutznießer diese Bahnlinie war das Dorf Auers. Bis 1904 betrieb die Gemeinde Weiler die Bahn in Eigenregie. Nach Übernahme der Strecke durch die K.Bay.St.E. wurde der Betrieb von dieser gegen eine Pauschale weitergeführt. Am 1. Dezember 1960 verkehrte der letzte Personenzug. Für den Güterverkehr und damit für die gesamte Strecke kam am 1. Mai 1991 das Aus.

Die Localbahn Röthenbach - Lindenberg - Scheidegg wurde am 1. Oktober 1901 eröffnet. Mit einer Länge von 9,9 km bediente sie die Dörfer Auers-Riedhirsch, Großholz, Lindenberg, Waldsee und Scheidegg. Am 25. September 1965 endete hier der Personenverkehr. Zwischen Lindenberg und Scheidegg wurde dann zehn Jahre später am 30. Mai 1976 auch der Güterverkehr eingestellt. Das Ende für die verbliebene Strecke bis Lichtenberg kam am 31. Dezember 1993.

Unser Sonderzug setzte hier zwischen den Zugkreuzungen zurück für eine Scheinanfahrt. Leider war eine für Videofreunde interessante Bahnhofsdurchfahrt nicht möglich, da die Ausfahrtsignale und Weichen dies im Kreuzungsbahnhof nicht zuließen.

Zum „Schwäbischen Meer“

Weiter geht es dem Bodensee zu. Kurz vor dem Bahnhof Hergatz mündet rechterhand die Bahnlinie über Wangen, Kißlegg, Leutkirch, Memmingen, Mindelheim und Buchloe nach Augsburg ein. Das Bahnhofsgebäude von Hergatz ist das älteste an der Allgäubahn. Schon vor dem Bahnbau wurde es errichtet und seit 1853 als Bahnhofsgebäude genutzt.

Immer näher geht die Fahrt dem Bodensee entgegen. Die Trasse senkt sich mit starken Gefälle in einigen weiten Kehren abwärts. Kurz vor Lindau-Aeschach treffen wir auf die Bodenseegürtelbahn. Sie verläuft von Bregenz (Österreich) über Lindau und Friedrichshafen nach Radolfzell, wo sie ihre Fortsetzung in der Bahnverbindung Konstanz - Singen (Hohentwiel) findet.

Über den Seedamm erreichen wir dann Lindau Hbf. Dieser am 1. März 1854 eröffnete Damm vom Festland zur Insel gehört zu den bedeutendsten Kunstbauten der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn. Viergleisig ist der Damm; die beiden elektrifizierten Gleise gehören zur Bahnlinie nach Bregenz. Das heutige Empfangsgebäude Lindau Hbf wurde 1923 im Jugendstil errichtet. Vor einigen Jahren wurde es grundlegend renoviert. Mit Eröffnung des Inselbahnhofs 1854 wurden in Lindau umfangreiche Lokomotiv- und Wagenwerkstätten eingerichtet. Nach der Jahrhundertwende kam ein 16-ständiger Ringlokschuppen hinzu. Die ursprüngliche 18-Meter-Drehscheibe zum Wenden der Dampflokomotiven wurde später durch eine 23-Meter-Drehscheibe ersetzt. Mit Abgabe der letzten Triebfahrzeuge endete am 1. Januar 1969 die Geschichte des Bw Lindau.

Eine für Eisenbahnfreunde bis dahin besondere Attraktion war sicher die Beobachtung des Ringlokschuppens mit seinen bayerischen S 3/6-Lokomotiven vom Bahnsteig aus oder von einem der Fensterplätze der Bahnhofsgaststätte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Lindau zur französischen Besatzungszone. So kam Lindau vorübergehend zur Direktion Karlsruhe. Erst zum 1. Januar 1953 wurde Lindau wieder der Direktion Augsburg zugeordnet.

Am Lindauer Hauptbahnhof befindet sich in zwei ehemaligen Bahnpostwagen das Clubheim der BSW-Modell­bahn­gruppe Lindau im Bodensee. Auf einer 14,5 m x 1,8 m großen Spur-N-Anlage wird Lindau mit den angrenzenden Bahnstrecken dargestellt.

Während der BDEF-Tagung 1998 in Rosenheim waren die Wagen dort am Bahnhof abgestellt und luden die Teilnehmer und Gäste zum Besuch der Anlage ein.

Eine Seefahrt, ....

Ab Lindau teilt sich unsere Reisegruppe. Gruppe Eins überquert das „Schwäbische Meer“ ‑ wie der Bodensee auch genannt wird ‑ per Schiff nach Bregenz und von dort zurück per Sonderzug nach Lindau; Gruppe Zwei fährt mit dem Sonderzug nach Bregenz und von dort per Schiff zurück nach Lindau.

Seit 1854 betrieben die damaligen Deutschen Staatsbahnen den Dampfschiffbetrieb auf dem Bodensee. Dadurch war es ihnen möglich, den auf ihren Bahnen ankommenden Verkehr ohne Zeitverluste über den Bodensee weiterzuleiten. In ähnlicher Weise sind auch die österreichischen und schweizerischen Bahnen vorgegangen. Immer schneller werdende Lokomotiven und neue internationale Streckenverbindungen um den Bodensee herum machten schließlich den Trajektverkehr überflüssig.

Pünktlich um 12 Uhr besteigen wir im Lindauer Hafen das Königlich Württembergische Dampfschiff HOHENTWIEL, Das elegante Schiff sowie die prunkvolle Inneneinrichtung erregte bei seiner Indienststellung 1913 ebenso Aufsehen wie heute. Der von Escher-Wyss, Zürich erbaute Schaufelraddampfer verfügte über eine Zweizylinder-Heißdampf-Verbundmaschine der die HOHENTWIEL damals zum schnellsten Schiff auf dem Bodensee werden ließ.

Außer im Kursdienst wurde das Schiff auf Grund der luxuriösen Ausstattung für Repräsentationsfahrten des württembergischen Königshauses eingesetzt.

Seine Länge beträgt 58,84 m, die Breite am Hauptspant 6,52 m und über Alles genau 13 m. Die Maschinenleistung beträgt 950 PS bei 62 UpM. Mit 16,7 kn (31 km/h) war sie 1913 der schnellste Dampfer auf dem Bodensee. Heimathafen war von 1913 bis 1980 Friedrichshafen (Württemberg). Danach war sie bis zur Außerdienststellung 1962 in Konstanz beheimatet. Anschließend ging sie im Segelhafen von Bregenz vor Anker, wo sie dem Segelclub Bregenz bis 1984 als Clubheim diente und langsam verrostete. Der Verein Internationales Bodensee-Schifffahrtsmuseum e.V. kaufte schließlich den ruinös verrosteten Kahn. In mühevoller Arbeit wurde das Schiff nach nahezu 25 Jahren Stillstand vom Verein restauriert und in den Originalzustand von 1913 zurückversetzt. Am 7. Mai 1990 konnte dann die feierliche Wiederindienststellung der HOHENTWIEL erfolgen. Seit 1986 ist nun Hard/Österreich der Heimathafen. Heutiger Eigner ist die „Dampfschiff-Hohentwiel-Schiffahrtsgesellschaft mbH“ (HSG).

Die gesamte Schiffstour dauert etwa 1 ½ Stunden. Eine bereits im Zug mitgereiste Kapelle sorgt für Stimmung an Deck. Und für das leibliche Wohl an Bord sorgen kühle Getränke und Speisen vom Buffet. In Bregenz wechselt dann die Gruppe der Seereisenden mit der der Sehreisenden. Wir verlassen das Schiff und begeben uns entlang dem Bodenseeufer zum Bahnhof Bregenz. Leider reicht die Zeit nicht mehr aus bis zur vorgesehenen Rückfahrt nach Lindau, so dass ein Besuch des „Linie 7 Cafe“ am Rheindamm unterbleiben muss. Das Cafe besteht aus den ehemaligen Beiwagen 108 und 106 der Überlandstraßenbahn Innsbruck – Hall, sowie dem Wagenkasten des Basler Triebwagen 30.

Pünktlich um 14 Uhr verlässt unser Sonderzug gezogen von der V 80 002 Bregenz. Über Bregenz-Hafen und Lochau-Hörbranz kommen wir wieder auf Bundesgebiet. Nach insgesamt 10 Minuten Fahrzeit erreichen wir über Lindau-Reutin unser Ziel Lindau Hbf. Hier erwartet uns bereits die 41 018, die nachher wieder als Zuglok auf unserer Rückfahrt dient. Bis zum Eintreffen der HOHENTWIEL dauert es noch eine gute Stunde; Rückfahrt ist für 15.24 Uhr angesetzt.

Die Heimreise

Die Rückfahrt erfolgt auf gleicher Strecke wie die Hinfahrt. In Röthenbach ist wieder eine lange Pause vorgesehen. Diesmal kreuzen gleich vier Züge, und zwar die REs nach Ulm, Lindau, Kempten und München. Dieser Aufenthalt ermöglicht uns den Besuch in der Bahnhofsgaststätte zur Flüssigkeitsaufnahme.

Die Weiterfahrt bis Kempten meistert unsere 41 018 bestens, leider verlässt sie uns in Kempten. Hier wird sie im Betriebshof neu mit Öl betankt und abgeschmiert. Am morgigen Sonntag ist sie bereits mit einem neuen Sonderzug am Haken wieder unterwegs.

Nun muss die V 80 002 zeigen, was in ihr steckt. Soll sie uns doch nun allein zurück nach Kaufbeuren bringen. Tatsächlich meistert die kleine Diesellokomotive diese Aufgabe zur besten Zufriedenheit – auch die lange Steigung nach Günzach. Und unser BDEF-Boss Gerhard A. Bayer erzählte mir am Abend bei der Abschlussfeier freudig „... in der Ebene hat sie sogar 102 km/h geschafft!“.

Mit dieser Fahrt endete das touristische Programm des 46. Bundesverbandstages des BDEF in Kaufbeuren. Den Organisatoren von den Kaufbeurer Eisenbahnfreunden recht herzlichen Dank für das tolle Programm.

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Solidarität der Eisenbahnfreunde

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF), Gerhard Bayer, und der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Museums- und Touristikbahnen (VDMT), Heimo Echensperger, übergaben am 7. Juli 2003 den Passauer Eisenbahnfreunden einen Scheck aus der gemeinsamen Spendenaktion von BDEF, VDMT, der Sächsisches Modellbahnvereinigung SMV und der Stiftung Bahnsozialwerk.

Im Zuge der großen Hochwasser des Sommers 2002 waren auch die Nebenbahnen um Passau, die von den Passauer Eisenbahnfreunden betrieben werden, schwer beschädigt worden. Mit der nun übergebenen Spende ist neben der kleinen Wiederaufbauhilfe auch die Anerkennung für die überwiegend ehrenamtliche Arbeit zum Erhalt der Strecken verbunden, wie beide Verbandsvertreter betonten. Gerade mit den Passauer Eisenbahnfreunden sei vom Hochwasser auch ein Verein betroffen, der sich neben dem Erhalt der historischen Eisenbahn seit jeher auch um die aktuelle Entwicklung der Eisenbahn in seiner Region bemüht hat.

Die vier Initiatoren der Spendenaktion haben beschlossen, den Spendenbetrag zwischen den beiden Hauptgeschädigten aus ihrem Bereich aufzuteilen. Eine zweite, gleich hohe Spende ging an die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn und wurde im Rahmen des MOROP Kongresses im August 2003 übergeben (Bericht folgt).

Die großen Verbände für Modellbahner, Eisenbahn-Freunde und Museumsbahner:
EINE Solidargemeinschaft bei der Hilfe für die Flutopfer

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Modellbahntreff in Göppingen

Zum vierten Mal stand Göppingen, der Stammsitz der Fa. Gebr. Märklin, am 3. und 4. Mai 2003 ganz im Zeichen der kleinen und großen Eisenbahn. Von Samstagmorgen 9 Uhr bis Sonntag 17 Uhr waren ca. 40.000 Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde im Filstal unterwegs. Die Beförderung der vielen Besucher von einer zur anderen Veranstaltungshalle mit Sonderbussen erfolgte reibungslos. Dreihundert Mitarbeiter der Fa. Märklin hatten sich diesmal für die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen noch die Mitarbeiter der vielen zusätzlich ausstellenden Firmen aus der näheren Umgebung von Göppingen, sowie von den Zubehör-Herstellern und den Fachverlagen.

Die Modelleisenbahnen der Nenngrößen 1, H0, N und Z waren den verschiedenen Ausstellungshallen (Stadthalle, Hohenstaufenhalle, Altes E-Werk und Eissporthalle) zugeordnet. Exponate aus der 144-jährigen Firmen-Geschichte konnten im Märklin-Museum betrachtet werden. Die Modelleisenbahnfreunde, gleich welchem System, welcher Nenngröße oder welcher Spurweite sie zugetan sind, waren aus ganz Europa, den USA und Japan angereist. Dieses beweist, dass das Hobby Modelleisenbahn weltweit nach wie vor einen großen Beliebtheitsgrad genießt.

Auf dem Göppinger Bahnhof waren einige der großen Vorbilder der aktuellen Modellbahnfahrzeuge aufgefahren. Neben einer BR 18 (ex bay. S 3/6), die extra zum 75-jährigen Rheingoldzug-Jubiläum in violett-elfenbein lackiert wurde, war es beispielsweise auch eine BR 38 (ex preuß. P 8) in braun-grüner Reichsbahn-Lackierung, welche die Blicke auf sich zogen. Die moderne Bahn war unter anderem mit einer BR 103 und einem ICE der dritten Generation vertreten.

Während des Rundgangs traf man auf manch bekannte Gesichter. So hatte unser Freund Norbert Huppert vom BDEF-Arbeitskreis Verkehrspolitik und Chef des Rheingoldzuges alle Hände voll zu tun, um die Gäste im Rheingold-Speisewagen mit Kaffee und Erdbeertorte zu versorgen.

Unsere BDEF-Vertreter Bernd Waterholter und Hans Zschaler hatten viele konstruktive Gespräche mit den Mitarbeitern der Fa. Märklin und Trix, sowie den Modellbahn-Zubehör-Firmen. So wurde auch hier die weitere gute Zusammenarbeit zu unseren Förder-Mitgliedern unter Beweis gestellt. Manche Gespräche weiteten sich so aus, das auch der ein oder andere Bus verpasst wurde.

Sehenswert in der mit den „großen Spuren“ belegten Eissporthalle war zweifelsohne die neue 2`C1`- Schnellzugdampflok der Baureihe 01 (01 067) in Nenngröße 1 von Märklin, die in serienreifer Ausführung zu bewundern war, und ihren Schöpfern großes Lob einbrachte. Neben den vielen Aktivitäten wie beispielsweise dem Diorama-Wettbewerb fand auch der Geschwindigkeits-Wettbewerb mit Spur-1-Fahrzeugen wieder rege Teilnahme. Sieger mit 74,6 km/h war diesmal das Team der Porsche-Lehrwerkstatt mit ihrem „Cayenne“-Prototyp.

So manches extra für die Modellbahntage angefertigte Sonderwagen-Modell wurde am Ende von vielen zur Erinnerung an eine gelungene Großveranstaltung mit nach Hause genommen.

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Fachhandels-Präsentation der Fa. Lenz

Für das Wochenende 31. März/1. April 2003 hatte die Fa. Lenz Elektronik GmbH zu einer Fachhandels-Präsentation nach Gohrisch bei Bad Schandau eingeladen. Der BDEF-Modellbahn-Referent Bernd Waterholter und der Referatsleiter Hans Zschaler waren erfreulicherweise auch eingeladen. Etwas über „Lenz Digital“ zu sagen, dürfte sich an dieser Stelle erübrigen, schließlich ist das von der Fa. Lenz entwickelte DCC-System weltweit in Anwendung. Auf der Veranstaltung wurde von den beiden Geschäftsführern Bernd Lenz und Peter Rapp die Führungsmannschaft und die Entwicklung des Unternehmens auf dem Weltmarkt vorgestellt.

Ausführliche Information gab es zum System „Digital plus“ einschließlich der neuesten Komponenten sowie der neuen Technologie „USP“ (Uninterruptable Signal Processing). Dies galt auch für die seit 2002 mit Erfolg aufgenommenen H0-Triebfahrzeug-Fertigung mit ihren technischen Vorzügen.

Gespannt waren die Teilnehmer auch auf Detail-Infor­ma­tionen über den neuen Produktzweig der Fa. Lenz, den Einstieg als Modellbahn-Hersteller für Nenngröße 0 (M 1:45). Triebfahrzeuge, Wagen, Gleise und Weichen sowie ein spezielles Fahrgerät befinden sich derzeit in der Entwicklung bzw. bereits in der Fertigung. Einen Komplett-Einstieg über den Fachhandel wird es zur Spielwarenmesse 2004 geben. Gleichzeitig hat Lenz auch den Vertrieb der 0-Modelle des amerikanischen Herstellers „Atlas“ übernommen. Die Gleisfertigung erfolgt zusammen mit Atlas, wobei beispielsweise die europäischen Abweichungen gegenüber den amerikanischen Weichen berücksichtigt werden sollen.

Zu allen Themen gab es eine für beide Seiten anregende Diskussion. Dabei fiel auf, dass auch die anwesenden Damen über das Thema Digital sehr gut Bescheid wussten. Als Überraschung der Fa. Lenz war im Programm eine Busfahrt zu einem der schönsten Aussichtspunkte Deutschlands, dem Bastei-Felsen in der Sächsischen Schweiz und nach Sebnitz zum Modellbahn-Hersteller Tillig integriert.

Neben dem Tillig-Werksmuseum konnten in der zweiten Schicht Teile der Modellbahn-Fertigung sowie der Formen- und Werkzeugbau besichtigt werden. Dies geschah unter der Führung von Herrn Hanno Gelfert, dem technischen Leiter der Fa. Tillig. Trotz vorgerückter Stunde lies es sich Chef Hans-Jürgen Tillig nicht nehmen, alle Teilnehmer der Exkursion einzeln zu begrüßen.

Alles in allem zwei hoch interessante Tage zum Thema Modellbahn-Technik, die durch die Teilnahme von Bernd Waterholter und Hans Zschaler auch die Verbundenheit des BDEF zu seinen Fördermitgliedern dokumentiert.

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Neue Mitglieder im Bundesverband

Herzlich begrüßen wir folgende neue Verbandsmitglieder und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit:

Eisenbahnfreunde Enztal e.V.

75323 Bad Wildbad, Calwer Str. 79,            

Vors. Ralf Wohlfarth, Stellv. Michael Andrä, Gf. Hardy Hartmann

Internet: http://www.eisenbahnfreunde-enztal.de.vu 
eMail:
bevefeflo[at]freenet.de 

Modellbahninteressengemeinschaft Vallendar

56179 Vallendar, In der Freiheit 9a,

Vors. Michael Rössler, Stellv. Dirk Mogendorf

eMail: valla4[at]surfee.de 

Die Mitglieder betreiben verschiedene Spuren, LGB, Märklin H0, Schmalspur und Gleichstrom H0 sowie N. Unsere Treffen sind einmal monatlich auf dem Landgasthof „Wüstenhof“ in Vallendar, um über das Thema Modelleisenbahn sowie über die Eisenbahn im Maßstab 1:1 zu sprechen.

Für die Zukunft ist geplant, dass wir andere Vereine besuchen und Fahrten zu Herstellern durchführen. Das Fernziel ist eine Vereinsanlage im Maßstab 1:87. Motiv soll der Knoten­punkt Koblenz sein. Die Anlage soll als fest­installierte Anlage aufgebaut werden, wenn eine ent­sprechende Infrastruktur zur Verfügung steht. Sehr wichtig ist für uns die Kinder- und Jugendförderung.

Modell-Eisenbahn-Club Frickenhausen e.V.

72636 Frickenhausen, Blumenstr. 9/1,

Vors. Thomas Hägele, Stellv. Gunther Brodbeck

Internet: http://www.mec-frickenhausen.de 

eMail: Thomas.Haegele[at]MEC-Frickenhausen.de 

Zusammenkünfte: zweimal monatlich am Donnerstag um 20.30 Uhr im Jugendhaus auf dem Berg (siehe Internet).

Modellbahnanlage: Es ist eine 3-Leiter Wechselstrom Anlage in der Spur H0 (Maßstab 1:87) geplant. Diese Anlage wird zunächst mit einer analogen Steuerung ausgestattet sein, wird aber so gebaut, dass man später Stück für Stück auf digitale Steuerung umbauen kann. Der nächste Schritt wäre dann, die Computer gesteuerte Anlage.

Private Modellbahnvereinigung Bodensee-Oberschwaben PMV B-O

88348 Bad Saulgau, Sießener Str 2,

Vors. Richard Gentner, Stellv. Manfred Bühler

eMail: PMVBO[at]gmx.de 

St. Augustiner Modellbahner -SAM-

53840 Troisdorf, Brunnenstraße 12,

Vors. Frank Schmitz, Stellv. Walter Bürling, Engelbert Malcher, Jürgen Kroll

Internet: http://www.st-augustiner-modellbahner-sam.de 

eMail: info[at]st-augustiner-modellbahner-sam.de 

Zusammenkünfte: jeden 2. Dienstag im Monat ab 19.30 Uhr im Restaurant Ratsstuben St. Augustin, Karl-Gatzweiler-Platz 1

Modellbahnanlage: N-Module mit etwa 50 m Gesamt-Streckenlänge.

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Die MIGA wird 55

Die Modellbahn-Interessen-Gemeinschaft Augsburg e.V. – kurz MIGA ‑ ist ein Kreis von über 50 Modelleisenbahnern aller Alters- und Berufsgruppen. Unsere Vereinigung besteht seit 1948, ist Gründungsmitglied im BDEF (Mitgliedsnummer 1 !) und pflegt bis heute einen engen Kontakt zur Deutschen Bahn.

Der Bahnhof Augsburg-Hochzoll mit der imposanten Lechbrücke bildet das Zentrum unserer großen, stationären H0-Anlage, welche im 2-Leiter-Gleichstrom-System betrieben wird. Die Steuerung des Bahnhofsbereiches erfolgt vorbildgetreu über ein Drucktastenstellwerk, das mit Originalteilen der „großen“ Eisenbahn erbaut wurde. Weitere Attraktionen sind ein Güterbahnhof mit Ablaufberg, zwölf Richtungsgleisen und sechsgleisiger Einfahrgruppe. Ein Betriebswerk für Dampf- und Dieselloks mit 24-ständigem Ringlokschuppen und einem E-Lok-Bw sind Blickfang im ausgedehnten Bahn-Gelände.

Diese und viele weitere Anlagendetails werden durch über 450 Meter Gleis und ca. 120 Weichen miteinander verbunden. Damit auf der etwa 46 m2 großen Anlagenfläche ein inter­essanter Betrieb stattfinden kann, ist die rund 70 Meter lange zweigleisige Hauptstrecke in 36 Blockabschnitte unterteilt. Ein Schattenbahnhof mit acht Gleisen sorgt für zusätzliche Abwechslung bei den 25 bis 30 eingesetzten Zuggarnituren.

Unsere digital gesteuerte Märklin-H0-Anlage, die aus 23 landschaftlich reizvoll gestalteten Modulen besteht, hat schon vor vielen Jahren, als die Modul-Bauweise aus den USA zu uns kam, die Besucher auf verschiedenen Ausstellungen begeistert.

Ebenfalls weit herumgekommen ist unsere große Roco-Modulanlage, welche schon bei zahlreichen Anlässen zu bewundern war und derzeit aus 54 Modulen besteht. Bei dieser Anlage, die laufend durch neue Module erweitert wird, haben wir besonders darauf geachtet, dass die Landschaft nicht nur in die verbleibenden Lücken zwischen den Gleisen „hinein gepresst“ wird, sondern dass sich die Bahn harmonisch in eine möglichst realistische Umgebung einfügt. Gerade diese ausgewogene und liebevolle Landschaftsgestaltung findet immer wieder große Beachtung.

Auch die Sammler kommen bei uns nicht zu kurz. Ein Teil unserer Mitglieder zählt zur Spezies der sogenannten „Vitrinen-Modellbahner“, denen das Fahren nicht so wichtig ist. Die Sammelleidenschaft und die Analyse der angebotenen Modelle stehen bei ihnen im Vordergrund.

Neben der Miniatureisenbahn steht bei uns natürlich auch das Vorbild hoch im Kurs. Wie wohl der Großteil aller Modellbahner sind auch wir waschechte Eisenbahnfans, die sich der Faszination des Verkehrsmittels Eisenbahn auch nach vielen Jahren nicht entziehen können. So trifft man unsere Mitglieder auch des öfteren an Bahnhöfen, in Zügen und auf freier Strecke bei der Jagd nach lohnenden Fotomotiven.

Herzlich laden wir Sie zu einem Besuch bei uns ein.

Anlässlich unseres 55. „Geburtstages“ veranstalten wir vom 3. – 5.10. und vom 10. – 12.10. unsere Modellbahntage mit Tombola, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Am 4. und 5.10. findet zusätzlich ein Flohmarkt statt.

Sie finden unser Clubheim in Augsburg/Hochfeld in der Firnhaberstraße 10a.

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© BDEF 2003
Letzte Änderung: 28. August 2005 (
GB)