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Unser Rundschreiben 2/2003 in Ausschnitten:

Sie können unsere kompletten Rundschreiben (mit Bildern) auch direkt bekommen. Soweit Sie nicht Mitglied eines unserer Mitgliedsvereine sind, werden Sie "Einzelmitglied" im BDEF! Bei einem Jahresbeitrag von nur 37.- € erhalten Sie neben den Rundschreiben und sonstigen Informationen auch ein Exemplar des jährlich erscheinenden BDEF-Jahrbuches.
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Inhalt:

Editorial

10 Jahre Bergedorfer Eisenbahnfreunde e. V.

"BDEF-Jahrbuch 2003 - neu im Eigenverlag" Neues Fördermitglied: Kibri
Die geschenkte Stunde Neu im BDEF: ESV Bischofsheim e. V.
Messen, Messen, Messen ... Liliput-Hersteller mit neuem Namen
ROCO-Modellbahn-Report für BDEF-Mitgliedsvereinigungen Neubau der Messe Stuttgart
Modelle des Jahres 2002 50. MOROP-Kongress in Dresden
NMRA-Siegeranlage reiste nach Deutschland Internetseite zu Fahrgastrechten
70 Jahre Modelleisenbahn Club München Europäischer Fahrgastverband EPF
30 Jahre Eisenbahnmuseum in Weiden Aufruf zum 2. MOROP- und 5. SMV- Modellbahnwettbewerb

Editorial:

Liebe Freunde der großen und kleinen Eisenbahn!

War die Eisenbahn, speziell die Deutsche Bahn, in früheren Jahren eher selten in den Schlagzeilen, so gibt es seit einigen Monaten beinahe täglich neue Nachrichten. Dabei handelt es sich in der überwiegenden Zahl der Fälle um Unzufriedenheit der Kunden mit der Bahn, seien es Zug-Verspätungen, der Umgang mit Informationen an die Reisenden oder die Preisgestaltung, oder, oder, oder . . . . 
Es geht sogar schon so weit, dass Sätze zu hören sind wie: "Wenn ich Eisenbahn fahren will, dann nur noch mit eigenen Fahrzeugen." Gemeint sind in diesem Falle Fahrzeuge eines Betreibers historischer Bahnen. Oder ein Lokführer der DB-Cargo verkündet: "Ich fahre nur noch dienstlich mit der Bahn!" Die Deutsche Bahn selbst klagt inzwischen über einen Rückgang der Fahrgastzahlen. 
Wer der Bahn erklärt, woran es liegen könnte, wer Kritik übt, wird von der Bahn - teilweise sogar von Bahnchef Hartmut Mehdorn persönlich - abgewatscht. Wo in unserem Wirtschaftsleben sonst gibt es das noch, dass eine mangelhaft erbrachte Leistung nicht angeprangert werden darf? Wer dagegen die Bahn kritisiert, riskiert üble Beschimpfungen und eine Schadensersatzklage wie der Fahrgastverband Pro Bahn. Aber nicht nur solche schlagzeilenträchtigen Vorgänge sind es, die den Unwillen der Fahrgäste hervorrufen. Es ist der Umgang, den die Bahn mit Ihren Kunden übt. Wurden Reisende früher zu Amtsbahnzeiten als lästige Beförderungsfälle angesehen, so traut man sich heute, dem Geld liefernden Umsatzvieh unabhängig vom Wahrheitsgehalt irgendwelche Behauptungen aufzutischen. (siehe S. 3) Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass sich das nicht an die Mitarbeiter vor Ort richtet, die den direkten Kundenkontakt haben. Gemeint sind die prinzipiellen, vom Management der Bahn gesetzten Maßstäbe. Die Bahn ist scheinbar nicht mehr für die Reisenden da, sondern der Reisende hat gefälligst die Angebote der Bahn so zu nutzen, wie sie angeboten werden. Sonst verhalten sich die Verantwortlichen wie ein trotziges Kind. 
Deshalb ist es besonders ärgerlich, wenn sich auf der anderen Seite die Kritiker im Ton vergreifen. In einem Artikel über das neue Preissystem der Bahn nannte "Die Tageszeitung" vom 31. März 2003 den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, den "Rumsfeld des deutschen Schienenverkehrs". Donald Rumsfeld, amerikanischer US-Verteidigungsminister, hatte alle diejenigen unflätig beschimpft, die seiner Ansicht nach nicht zu den "Willigen" für einen Krieg gegen den Irak zählten. Obwohl selbst wir als Freunde der Eisenbahn manchmal etwas erstaunt über die Aussagekraft von Hartmut Mehdorn sind, schießt unseres Erachtens dieser von der Tageszeitung gewählte Vergleich über das Ziel hinaus . . . . . 

Mit herzlichen Grüßen 
Dieter Eikhoff

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BDEF-Jahrbuch 2003 - neu im Eigenverlag

Manche Ideen trägt man jahrelang mit sich herum und glaubt, nie eine Chance zur Realisierung zu bekommen. So war es auch bei der Herausgabe unseres BDEF-Jahrbuches - seit 27 Jahren. Es gab zwar immer wieder die Idee, das Jahrbuch im sogenannten Eigenverlag zu publizieren. Aber dem standen auch überzeugend viele Gründe entgegen.

Im Frühsommer 2002 sprachen wir im Vorstand wieder einmal über dieses Thema - und siehe da, plötzlich waren alle Hinderungsgründe gegenstandslos. Bei genauerer Betrachtung durften wir sogar feststellen, dass die Herausgabe im Eigenverlag erhebliche Vorteile für uns und vor allem für unsere Mitglieder bringen würde. Hatten wir jahrelang falsch gedacht? Ich denke, moderne Verfahren und Weiterentwicklungen in der Druckvorstufe und bei der Gestaltung auf Computer-Arbeitsplätzen machten nun etwas möglich, was bisher als unmöglich galt.

Durch Auswahl einer preisgünstigen Druckerei und durch ein respektables Anzeigenaufkommen ist es uns möglich, künftig nicht nur jeweils ein Jahrbuch pro Mitgliedsvereinigung kostenlos zu verteilen, sondern im Durchschnitt eines für je fünf Vereinsmitglieder. Ein Verein mit 20 Mitgliedern wird also z. B. vier Jahrbücher erhalten - kostenlos! Die Anzahl dieser kostenlos übergebenen Jahrbücher ist an die Anzahl der Stimmrechte gebunden - pro Stimmrecht gibt es vier Jahrbücher. Zur Erinnerung: bis 100 Vereinsmitglieder hat der Verein je angefangener 20 ein Stimmrecht. Über 100 dann je angefangener 50 Vereinsmitglieder - maximal gibt es neun Stimmrechte.

Um die erheblichen Kosten zu reduzieren, die der Versand an die Mitgliedsvereine mit sich bringt, werden wir den Besuchern des Verbandstages in Kaufbeuren, die ihrem Verein zugedachte Anzahl von Jahrbüchern mitgeben.

Weitere Exemplare können selbstverständlich auch in Zukunft hinzugekauft werden. Nachdem wir leider die letzten Jahre nicht ohne Preiserhöhungen ausgekommen sind, können wir nun voller Freude berichten, dass der künftige Preis um mehr als die Hälfte gesunken ist! Anstelle von bisher 9,- EUR kostet das BDEF-Jahrbuch 2003 nur noch 4,- EUR zuzüglich Versandkosten.

"Eisenbahn-Freunde unterwegs - BDEF Jahrbuch 2003" enthält neben mehreren Artikeln zum Bahnwesen rund um Kaufbeuren, dem Austragungsort des Bundesverbandstages 2003, wieder das große Adressverzeichnis deutscher (und einiger österreichischer) Modelleisenbahn- und Eisenbahn-Freunde-Clubs.

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Die geschenkte Stunde
Ganz persönliche Eindrücke einer Eisenbahnfahrt

Der folgende Text stellt die Zusammenfassung ganz persönlicher Erlebnisse und Gedanken während einer einzigen Eisenbahnfahrt von Bochum nach Augsburg dar. Er gibt nicht unbedingt die Meinung des BDEF wieder. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass andere Mitglieder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Bochum Hauptbahnhof, 6.35 Uhr. Es ist ein kalter aber sonniger Samstag im März. Vor mir liegt eine Fahrt nach Füssen zu einem Besprechungstermin. Fahrt und Termin sollen am gleichen Tag stattfinden, daher ist eine möglichst kurze Fahrzeit erwünscht. Als ausgesprochener Eisenbahnfreund fahre ich natürlich mit der Bahn. Die Fahrplanauskunft im Internet hat als schnellste Verbindung ("Wir schenken Ihnen eine Stunde.") einen ICE über die Neubaustrecke Rhein/Main nach Augsburg angegeben, weiter soll es per RegionalExpress gehen. Die Ankunft in Füssen ist für 13.57 Uhr vorgesehen, Abfahrt ist um 6.48 Uhr in Bochum. Ich freue mich auf eine schnelle und bequeme Fahrt in einem modernen Zug. Aber für heute sind Warnstreiks der Eisenbahner angekündigt. Wenn das mal gut geht! Am Vorabend im WDR-Fernsehen Stimmen von Reisenden zum Streik: "Verspätungen bin ich aus dem Alltagsbetrieb gewohnt. Da kann mich kein Streik mehr schocken."

Ich begebe mich zeitig zum Bahnhof und bekomme noch mit, dass früher fahrende Züge fahrplanabweichend nicht in Essen und Duisburg halten. Als Grund wird ein Unfall mit Personenschaden im Raum Duisburg/Düsseldorf angegeben. Das klingt nicht gut, aber: weil die Bahn informiert, empfinde ich den Unfall schlimmer als eine Verspätung. Sie haben also etwas gelernt. Nur gut, dass ich nicht ab Essen fahren will. Mein Zug kommt mit + 3 Minuten, hält dann aber auch in Essen und Duisburg, und erereicht den Kölner Hauptbahnhof mit + 8. Kopf machen, und mit + 14 geht es endlich daran, eine Stunde zu sparen. Aber das wird der ICE 3 schon wieder reinholen. Vorher hält der Zug noch einmal in Siegburg. Da kündigt der Lokführer (oder ist es der Zugführer?) an, dass wir einen anderen ICE überholen lassen müssen. Mein Kopf produziert Fragezeichen. Da kommt schon die Erklärung: "Wegen technischer Probleme können wir nur mit Tempo 220 fahren", da müssen wir aus der Spur. So war die Wirkung der Wirbelstrombremse wohl nicht geplant.

Bei meiner kurzfristigen Sitzplatzreservierung hat man mir einen Fensterplatz versprochen. Mein Platz 45 im Wagen 22 liegt aber genau hinter einem Fensterstiel. Damit hat er die Bezeichnung Fensterplatz eigentlich nicht verdient.

Über dem Durchgang am Wagenende befindet sich ein Display, mit dem der Fahrgast informiert werden soll. Die Uhr in dieser Anzeige geht sechs Minuten nach. Wohl, damit der Fahrgast die Verspätung nicht so bemerkt. "Eine Übersicht des Audio/Videoprogramms entnehmen Sie dem Faltblatt ,Ihr Reiseplan' an ihrem Sitzplatz". Ich habe Kopfhörer dabei und stöpsele mich an. Das abgespielte Programm stimmt aber nicht mit dem überein, was im Faltblatt abgedruckt ist. Trotzig wünscht die Bahn (per Display) "eine angenehme Reise".

Die "Schleichfahrt" spart nicht die in der Werbung versprochene eine Stunde, sondern beschert den Fahrgästen in "Frankfurt am Main Flughafen (Fernbahnhof)" - wer ist eigentlich für diesen Namen verantwortlich? - eine Verspätung von 28 Minuten. Auch wenn die Durchsage nur 25 Minuten erwähnt, sind die Anschlüsse hier weg.

In Mannheim ist geschickt am Ende des Hausbahnsteigs ein Kleinwagen geparkt - bedruckt mit Werbung für eben dieses Modell. Ob die DB AG ein Zeichen setzen will?

Personalwechsel in Mannheim, "Die Fahrscheine bitte". Ein freundlicher junger Mitarbeiter hat viele Anfragen verstimmter Reisender zu beantworten, ist dabei sichtlich bemüht. Aufhalten kann er die Anschlusszüge aber auch nicht.

Sein Kollege macht eine Durchsage: "Wegen eines Unfalls mit Personenschaden bei Düsseldorf haben wir leider 27 Minuten Verspätung." Unverschämte Lüge! "Das ist die Information, die wir von unseren Kollegen erhalten haben."

Und er fügt noch hinzu: "Wir leiden auch darunter. Es ist traurig, wenn der Traumjob zum Alptraum wird. Ein anderes Management muss her."

Ich denke noch, dass zu modernem Management auch Mitarbeitermotivation gehört, da wechselt das Display das Thema: "Helfen Sie mit! Trennen Sie mit! Ein System für Abfalltrennung finden Sie in Ihrem Wagen." Wenn Sie zufällig einen Mitarbeiter der Bahnreinigung sehen, schauen Sie ihm nicht über die Schulter. Er entleert alle drei getrennten Abfallbehälter in ein und denselben Müllsack, mit der blanken Hand!

Aus den Zuglautsprechern ertönt: "In Kürze erreichen wir Stuttgart Hauptbahnhof, planmäßige Ankunft zehn Uhr acht." Tatsächliche Ankunft: 10.24 Uhr, also nur noch + 16 Minuten. Dann ein unplanmäßiger Halt in Esslingen, wieder ein paar Minuten drauf.

Am Himmel fliegen vier Wildgänse - die haben es gut, können ankommen, wann sie wollen. Unsere Gesellschaft dagegen verlangt Flexibilität und Mobilität. Aber wie?

"Informationen zum Fahrplan des Zuges, den Anschlüssen und zum Service finden Sie im Faltblatt ,Ihr Reiseplan'". Alles Makulatur!

"In Kürze erreichen wir Augsburg Hauptbahnhof, Ausstieg rechts." Sie haben es erraten, der Bahnsteig ist links! In Augsburg Hbf ist es 12.17 Uhr, genau + 30. Folge: Ich werde eine volle Stunde später in Füssen ankommen.

Etwas anderes stimmt aber, Herr Mehdorn, Bahn fahren wird ab vier Stunden zu einer Tortur! "Kurz nach dem Interview (in dem er genau das behauptet hatte) ist der einmal Bahn gefahren. Da hat er auch dafür gesorgt, dass ihn jeder sieht." sagte mein Zugbegleiter. Meine Fahrt bis Augsburg dauerte länger als vier Stunden und geriet somit in den Torturbereich.

Das Display wünscht noch "einen angenehmen Aufenthalt. Wir werden uns freuen, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen."

Glauben die wirklich, was Sie schreiben? Ich jedenfalls fühle mich nach Strich und Faden belogen. So geht man nicht mit Freunden um, Herr Mehdorn! Dieter Eikhoff

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Messen, Messen, Messen ...
Hintergründliches von Gerhard A. Bayer

Wenn man ein Produkt verkaufen will, muss man dieses seinen möglichen Kunden anbieten, besser gesagt anpreisen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann die Ware in ein Schaufenster stellen und auf diesem Weg allen, die vorbeikommen, das Produkt in seinen schönsten Farben zeigen. Wer nicht zufällig durch diese Straße geht, sieht das tolle Produkt dennoch nicht und wird auch keine Kauflust entwickeln.

Man kann regional oder sogar überregional in der Zeitung (oder im Radio) Werbung machen, dass der eventuelle Kunde doch unbedingt mal vorbeikommen solle, um sich das Erzeugnis anzusehen. Wenn mal gesehen, wird er es schon kaufen.

Eine besondere Form der überregionalen Werbung sind Messen, wo meist die Hersteller selbst ihre Produkte präsentieren und so ihren Fachhändlern Verkaufshilfe bieten.

Das Problem der Werbung in der Zeitung oder auf Messen ist jedoch, dass man es schaffen muss, den Kunden zu überreden, sich zur Produktpräsentation zu bemühen. Der häufig zu beobachtende Kauf eines Produktes ohne vorherige Kaufabsicht - "ich konnte einfach nicht anders, als zu kaufen..." - wird damit nicht unterstützt.

Gute Verkaufserfolge hat man, wenn man das Produkt sozusagen zum Kunden bringt, und nicht, wenn man darauf wartet, dass der Kunde zum Produkt kommt. Nach dieser schlauen Erkenntnis wäre es optimal, wenn z. B. unsere Modellbahn- und Zubehörhersteller auf mindestens 50 Messen und Ausstellungen jährlich - in Groß-, Mittel- und Kleinstädten, verteilt in der ganzen Republik - ihre Neuheiten und das laufende Programm attraktiv präsentieren würden. Leider gibt es keinen einzigen Hersteller, der sich dies auch nur annähernd leisten könnte, weder vom Personal, noch von den Messekosten. Was bleibt, ist der Messeauftritt auf einigen wenigen sogenannten "Leitmessen", die wohl allen bekannt sind. Würde man beispielsweise in Köln, Dortmund, Leipzig, Sinsheim usw. Namenslisten der Besucher führen können, würde man voraussichtlich mit Erstaunen feststellen, dass ein erstaunlich hoher Prozentsatz der Besucher immer die gleichen sind, nämlich die 150-prozentigen, die eben einfach immer dabei sein müssen und einen regelrechten Messetourismus an den Tag legen. Um es ganz böse zu sagen, für die Hersteller rechnet es sich wohl kaum, für diese Messetouristen an mehreren Messestandorten präsent zu sein. Man will eigentlich neue Kunden animieren und an neue Interessenten die Produkte verkaufen. Selbst in Großstädten wird aber nach einigen Jahren das Interesse der Bewohner der Region nachlassen, wenn nicht durch zusätzliche Attraktionen - z. B. interessante Ausstellungsanlagen von Vereinen - Anreize zum erneuten Besuch bieten. Wichtig natürlich, dass jedes mal andere Anlagen gezeigt werden. Wenn auf einer Messe zum vierten Male in Folge die gleich Superanlage des bekannten Teams aus Musterhausen gezeigt wird, werden die Messebesucher nur mit einem müden Gähnen vorbeigehen.

Aber auch diese großen Modellbahnmessen haben in den letzten Jahren eine Anzahl erreicht, die vielen Herstellern nicht mal mehr die Teilnahme an allen diesen Leitmessen ermöglicht. Viele Hersteller gehen dazu über, auf bestimmten Messen nur noch alle zwei Jahre mit einem Stand aufzutreten. Um hier Ordnung in eine vermeintliche Unordnung zu bringen, kümmert sich die Interessengemeinschaft der Modellbahn-Aussteller darum, wer wann auf welche Messe geht. Dies ergibt dann z. B., dass in geraden Jahren alle großen Hersteller in Stuttgart anwesend sind und in ungeraden Jahren kein einziger. Ordnung muss sein!

Nicht bedacht ist bei dieser Lösung, dass ein Besucher, der diese Messe zufällig in einem ungeraden Jahr besuchte, voraussichtlich das erste und letzte Mal da war. Unseres Erachtens wäre es viel logischer - wenn schon zentralistische Regelung - in einem Jahr sind vielleicht Faller und Märklin da und im darauf folgenden Jahr Fleischmann und Kibri. So bekämen die Besucher, egal wann sie kommen, wenigstens konstante 50 Prozent der Aussteller zu sehen.

Diese Interessengemeinschaft der Modellbahn-Aussteller war auch der Entscheider für die neue Regelung bei der Standortwahl der "Internationalen Modellbahnausstellung". Viele Jahre war "die Internationale" alle zwei Jahre in Köln und dazwischen irgendwo in Deutschland. Also genau nach dem anfangs erwähnten Marketinggrundsatz "das Produkt muss zum Kunden kommen". Nach der ab 2003 geltenden Festlegung wird das Jahr zwischen Köln künftig immer München sein!

Also, ihr Modellbahn-Interessierten aus dem Norden oder aus dem Osten - aus Berlin oder aus Hannover oder aus . . . , wenn ihr die größte Modellbahnschau sehen wollt, könnt ihr wählen, ob ihr in ungeraden Jahren nach München oder in geraden Jahren nach Köln fahren wollt. Zu den ohnehin teueren Messe-Eintrittsgebühren kommen dann halt noch zwei Übernachtungen in einer teuren Messestadt und die Fahrt mit der DB AG (mit neuem Preissystem) hinzu. Ach ja, und die Superanlage des bekannten Teams aus Musterhausen seht ihr bestimmt da und dort.

Einem völlig eigenen Prinzip unterliegt die "Internationale Spielwarenmesse, Nürnberg", dem Begierdeobjekt fast aller Modellbahnbegeisterten. Restriktive Maßnahmen der Messeleitung haben in den vergangenen Jahren den Zutritt für Besucher immer schwieriger gemacht. Es sollten nur Wiederverkäufer und Presseleute rein dürfen. Viele von uns haben sich nicht entmutigen lassen und es trotzdem geschafft. Aber leider nicht genügend viele, um das Wegbleiben all der kleinen Firmen zu verhindern, die nur im sogenannten Direktvertrieb, also vom Hersteller direkt zum Kunden, verkaufen. Wenn die Endverbraucher in Nürnberg ausgesperrt werden, ergibt es keinen Sinn mehr z. B. für eine Firma Hübner, einen teuren Messstand zu mieten.

Nach jüngsten Erkenntnissen besinnt man sich bei der Messeleitung in Nürnberg nun eines Besseren. Laut Nachrichten des Bayerischen Rundfunks soll ab nächstem Jahr an einem oder zwei Messetagen das "einfache" Publikum - also die Endverbraucher - Zutritt bekommen.. An diesem Umdenken ist auch der BDEF nicht ganz unschuldig, hat er doch über mehrere Jahre die Messeleitung auf diese Forderung aufmerksam gemacht.

Wenn nun alles gut läuft, kommen in Nürnberg wieder Endverbraucher rein, und die Kleinserienhersteller mit Direktvertrieb dürften nach Nürnberg zurückkehren, da nun ihr Publikum zurückgekehrt ist. Dann wären in Nürnberg wirklich ALLE vertreten.

Für die Messe "Faszination Modellbau" in Sinsheim dürfte dann der Boden etwas dünn werden. Die Werbung, die erste Messe nach Nürnberg zu sein, auf der der Endverbraucher die Neuheitenankündigungen des Jahres sehen kann, ist dann die Basis entzogen. Warum sollte ich künftig nach Sinsheim fahren - wo z. B. wie heuer Fleischmann, Preiser und Vollmer fehlten - wenn ich in Nürnberg ALLE finde?

Ein eigenes Kapitel soll noch dem Bereich der ideellen Aussteller gewidmet sein. Gemeint sind damit die ausstellenden Vereine und Privatpersonen, die für viele Besucher das eigentliche Salz in der Messesuppe sind. Diese Aussteller müssen im Gegensatz zu den kommerziellen Ausstellern nicht für die Standfläche zahlen, sondern bekommen diese von der Messegesellschaft kostenlos. Transport- und Übernachtungskosten usw. werden auch ersetzt. Es gibt Messen, die sich der Hilfe von Verbänden bedienen, um eine optimale Auswahl an Ausstellungsanlagen zu bekommen. Der mögliche Etat wird dann dem betreffenden Verband zur Verfügung gestellt, um die Kosten für die eingeladenen Gäste zu ersetzen. Für den BDEF ist es dabei eine Selbstverständlichkeit, nahezu den gesamten Etat für ausstellende Vereine oder Personen zu investieren. Lediglich die unmittelbaren Kosten des BDEF-Standpersonals werden aus dem Messeetat bestritten. Dies ist nicht in allen Fällen so. Wir wissen von anderen ideellen Trägern, die nur einen kleinen Teil für Ausstellungsobjekte ausschütten und einen bedenklich großen Anteil in die Verbandskasse umleiten.

Andre Messen sind der Meinung, diese Auswahl der ideellen Aussteller selbst vornehmen zu können, und tun dies direkt oder durch Beauftragung eines Subunternehmers. Leider entstehen dabei manchmal "Mogelpackungen". Nicht immer ist der im Rampenlicht stehende Verband auch wirklich Ausrichter; er nutzt nur die Chance, dass der von der Messegesellschaft als Subunternehmer engagierte Macher auch Mitglied im betreffenden Verband ist.

Wie schon erwähnt, ist es besonders wichtig, bei der Auswahl der ideellen Aussteller immer wieder für neue Highlights zu sorgen. So super kann keine Ausstellungsanlage sein, dass sie nicht nach der x-ten Wiederholung für die Besucher langweilig wird. Optimal ist eine Mischung aus vielen Qualitätsstufen. Die ausgestellten Anlagen sollen die Besucher möglichst dazu animieren, zu Hause auch eine Anlage zu bauen. Wenn man auf den Messen nur Monumentalanlagen mit perfekter Detaillierung zu sehen bekommt, könnte der eine oder andere Interessent mit der (falschen) Erkenntnis "das kann ich nie" aussteigen und sich ein anderes Hobby suchen. Also ruhig mal eine kleine Heimanlage dazwischen, bei der man noch sieht, wie die Landschaft gemacht wird. Damit meine ich aber nicht die manchmal zu "bewundernden" Modulanlagen, die mehr als 50 Prozent nackte Holzmodule aufweisen, aber in der Werbung sagen, dass die Modulstrecke soundsoviele zig-Meter lang ist.

Zu guter Letzt bleibt noch die Frage, warum ich dies alles niedergeschrieben habe. Wir wollen das Verständnis für die zum Teil sehr komplexen Zusammenhänge des Messegeschehens fördern und unseren Mitgliedern die Hintergründe erklären.

Wir wollen das Verständnis dafür erhöhen, dass es falsch ist, einer Messe fernzubleiben, weil nicht alle erwarteten Hersteller anwesend waren. Wenn nämlich die Besucherzahlen zurückgehen, werden nächstes Jahr noch weniger Aussteller kommen und damit wieder weniger Besucher - die Spirale dreht sich nach unten! Dies wollen wir doch alle vermeiden, da die Messen für uns die Tempel unseres Hobbys sind und bleiben sollen. Wo sonst haben wir die Möglichkeit, umfassend über das Produktspektrum eines Herstellers informiert zu werden und gar mit Firmenvertretern zu diskutieren. Und sollte der gewünschte Hersteller nicht anwesend sein - auf der nächsten Messe in einer anderen Stadt oder im nächsten Jahr wird er da sein.

In diesem Sinne auf ein frohes Wiedersehen auf der nächsten Modellbahnmesse!

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ROCO-Modellbahn-Report für BDEF-Mitgliedsvereinigungen

Als Ergebnis entsprechender Gespräche des BDEF-Vorstandes auf der Nürnberger Spielwarenmesse wird künftig jede BDEF-Mitgliedsvereinigung von jeder Ausgabe des ROCO-Reports ein Exemplar kostenlos erhalten.

Bereits diesem Rundschreiben liegt die jüngste Ausgabe des "Modellbahn-Report - Roco" bei. Der "ROCO-Report" hat sich in im Laufe der Jahre von einer einfachen Firmeninformation zu einer hochwertigen Fachzeitschrift entwickelt, die eine Fülle interessanter Informationen bietet. Seit Kurzem hat der ehemalige Chefredakteur des eisenbahn magazin, Hans-Joachim Gilbert, die Chefredaktion des Modellbahn-Report übernommen, was bestimmt zu einer weiteren Qualitätssteigerung führen wird.

Wir freuen uns über diesen neuen Service des BDEF für seine Mitgliedsvereinigungen sehr und danken dem Hause ROCO sehr für seine großzügige Spende.

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Modelle des Jahres 2002

Wie alle Jahre, so hat auch Ende 2002 unser Verbandsorgan "eisenbahn magazin" seine Leser zur Wahl der "Modelle des Jahres 2002" aufgerufen. Mit einer Beteiligung von über 7000 eingesandten Stimmpostkarten wurden die Besten aus einer Vorschlagsliste von insgesamt 164 Modellen gewählt.
Besonders freuen wir uns, dass eine große Anzahl von Modellen unserer Fördermitglieder bei den Siegern oder Platzierten zu finden ist.
Folgende Modelle unserer Fördermitglieder waren erfolgreich:

Auhagen   Bf Krakow Platz 1, Kategorie H0-Ausstattung
Auhagen  Güterschuppen  Platz 3, Kategorie N-Ausstattung
Brawa   E 77 Platz 2, Kategorie N-Loks
Fleischmann  BR 24  Platz 1, Kategorie N-Loks
Fleischmann  BR 81 DB  Platz 2, Kategorie H0-Dampfloks
Fleischmann  Fakultativwagen  Platz 3, Kategorie N-Wagen
Fleischmann  Rungenwagen 0e  Platz 1, Kategorie 0-Fahrzeuge
Hübner  Muldenkippwagen  Platz 2, Kategorie 1-Fahrzeuge
Lenz   V 36 DB Platz 2, Kategorie H0-Diesel-/Elloks
LGB  ÖBB 2091  Platz 2, Kategorie 2/2m-Fahrzeuge
Liliput  ETA 177 DB  Platz 2, Kategorie H0-Triebwagen
Märklin  bay. S 3/6  Platz 1, Kategorie 1-Fahrzeuge
Märklin  De 6/6 SBB  Platz 3, Kategorie H0-Diesel-/Elloks
Märklin  H0 BR 45 DB  Platz 1 Zusatzwahl
Märklin/Trix  Tunnelrettungszug  Platz 3, Kategorie Technik
Märklin/Trix  VT 11.5  Platz 1, Kategorie H0-Triebwagen
Micro-Metakit  T18 DRG  Platz 3, Kategorie H0-Kleinserien
Noch  Modellwasser  Platz 2, Kategorie Ausstattung
Piko  Eilzug-Schürzenwagen  Platz 3, Kategorie H0-Wagen
Piko  H0 E 63 BBC  Platz 2 Zusatzwahl
Roco  BR 44 Öl DR  Platz 3, Kategorie H0-Dampfloks
Roco  ET 423 DB AG  Platz 3, Kategorie H0-Triebwagen
Roco  V 80 DB  Platz 1, Kategorie H0-Diesel-/Elloks
Tillig  BR 62 DR  Platz 1, Kategorie TT-Loks
Trix  bay. S 3/6  Platz 3, Kategorie N-Loks
Trix Kokerei/Zeche  Platz 2, Kategorie H0-Ausstattung
Trix  Torpedowagen  Platz 1, Kategorie N-Wagen
Trix  Tragschnabelwagen  Platz 2, Kategorie H0-Wagen
Trix-Fine Art  H45 DR  Platz 2, Kategorie H0-Kleinserien
Uhlenbrock Fahrpult  Platz 2, Kategorie Technik

Wir gratulieren den erfolgreichen Firmen herzlich und wünschen weiterhin dieses "Gute Händchen" für siegreiche Modelle bei der Wahl zum Modell des Jahres und damit sicherlich auch Erfolg auf dem Markt.

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NMRA-Siegeranlage reiste nach Deutschland

Nicht alle Tage nimmt ein NMRA-Mitglied an einer deutschen Modellbahnausstellung teil. Noch seltener dürfte es sein, dass gleich zwei NMRA-Mitglieder eine in Nordamerika siegreiche Modellbahnanlage auf einer deutschen Modellbahnausstellungen zeigen.

Aber genau dieses passierte im März 2002 bei der "Faszination Modellbau" in Sinsheim (Heidelberg), Deutschland, zu der ich eingeladen war, meine in drei Koffern eingebaute Z-Anlage "Val Ease Central Railroad" auszustellen. Für die Dauer einer aufregenden Woche konnten sich meine Clubkameradin Terry Sutfin aus Vancouver und ich aus Toronto an einer Traumreise für Modellbahner freuen.

Terry und ich waren Gäste des BDEF, der sein zweites - im Abstand von zwei Jahren stattfindende - Treffen von US-Modellbahnfreunden anlässlich der "Faszination Modellbau" veranstaltete. Als etwa ein Jahr zuvor die Planung begann, suchte der BDEF eine Z-Anlage nach amerikanischem Vorbild. Es war das erste Mal, dass eine Anlage nach Deutschland sollte und erst das zweite Mal, dass Module nach Europa reisten. Allem Anschein nach gibt es in Deutschland nur wenige Z-Anlagen nach US-Vorbild.

In der Zwischenzeit erzielte die "Val Ease Central Railroad" bei der National Train Show 2001 der NMRA in St. Louis die Krone als "beste Anlage der Ausstellung". Dies war ein glücklicher Umstand, da dadurch das Interesse an der VECRR für die Organisatoren und für die 44.800 Besucher der Ausstellung - trotz teilweise stürmischem Wetter - stieg.

Die Ausstellung war ein riesiger Erfolg für alle Beteiligten und eine einmalige Erfahrung für zwei glückliche Modelleisenbahner aus USA und Canada.

Wir wurden vom Moment der Ankunft in Sinsheim bis zum Abheben unseres Flugzeuges zwei Wochen später wie VIPs behandelt. Zusätzlich zum Erlebnis der "Faszination Modellbau" in Sinsheim wurden wir in der folgenden Woche zu einer individuellen Besichtigung der Märklin-Fertigung und des Märklin-Museums in Göppingen und zu Treffen mit Spur-Z-Clubs in München eingeladen.

Modelleisenbahn ist ein tolles Hobby und war für mich aus verschiedenen Gründen stets sehr positiv. Besonders genieße ich meine Rolle als "Z-Botschafter" und Moderator des

Z-Forums der NMRA. Schön wäre, wenn mein Einsatz andere amerikanische Modellbahner überzeugen könnte, ihre Anlage in Europa auszustellen. Es ist wirklich möglich und ist die notwendige Zeit eindeutig wert.

Neben dem BDEF waren meine Sponsoren die Firma Micro-Trains Line Inc., Märklin Inc. und der Kalmbach-Verlag, die dieses einmalige Erlebnis großzügig unterstützten. Eine komplette Zusammenfassung der Reise (The Sinsheim Chronicles) findet sich auf der VECRR-Internetseite http://www.val-ease-central.com 

Dieser Artikel erschien im Original im NMRA-Bulletin vom November 2002.'
NMRA = National Model Railroad Association of America

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70 Jahre Modelleisenbahn Club München

Am 19. Mai 1933 wurde der Modelleisenbahnclub München (MECM) von einigen wenigen Eisenbahnbegeisterten gegründet. Die erste Clubanlage entstand in der Baugröße 0 auf dem Dachboden der Münchner Tumblingerschule. Diese Anlage bestand zum größten Teil aus Industriematerial der Firma Märklin in der damals üblichen Blechausführung. Durch die Ausstellung einer für die damalige Zeit großen Spur-0-Anlage im Hirschgarten wurde der Club im Jahre 1936 erstmalig dem Münchner Publikum bekannt.

Der Zweite Weltkrieg beendete die Clubarbeit bis ins Jahr 1947, in dem erst einmal wieder regelmäßige Treffen möglich waren. Mit mehreren Ausstellungen einer Spur-1-Anlage, u. a. im Haus der Kunst, machte sich der Club wieder bekannt. Im Jahre 1949 fand die offizielle Wiedergründung statt. Zu Clubabenden traf man sich 14-tägig im Hotel ,,Roter Hahn", neben dem heutigen Spielwaren-Obletter am Stachus.

1950 fand in München die Elektromesse statt. Im Rahmen dieser Ausstellung trat der MECM zum ersten Male in seiner Geschichte mit einer Clubanlage in H0 an die breite Öffentlichkeit. Diese Anlage wurde von einem damals neuartigen Original-Gleisbildstellwerk gesteuert, das der MECM in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbahn erstellt hatte und das die DB als technische Neuerung einem interessierten Publikum vorstellte. Alles - Gleismaterial, Rollmaterial und Gebäude - war in Eigenfertigung erstellt worden. In einer ehemaligen Kaserne in der Lazarettstraße konnte der Club sein erstes Vereinsheim beziehen.

Die zweite Clubanlage entstand wieder in Spur 0. 1951 trat die DB mit der Bitte an den Club heran, für die Verkehrsausstellung 1953 eine Modellbahnanlage mit den Ausmaßen 60 x 10 m zu bauen. Auch bei dieser Anlage wurde das Gleismaterial - mangels Liefermöglichkeiten der Industrie - selbst gebaut. 1,3 km Gleise und 140 Weichen mussten in Tag- und Nachtstunden erstellt werden, 75 km Kabel wurden verlegt. Auch die Fahrzeuge wurden wieder in Eigenarbeit erstellt. Die ausgestellte Anlage erntete von allen Seiten viel Lob. Als Belohnung gab es von der DB eine Fahrt mit dem Tages-Gliedertriebzug VT 10 501, genannt ,,Senator", nach Berchtesgaden.

1954 musste der Club aus den Räumen in der Lazarettstraße ausziehen und konnte im so genannten "Krauss-Gebäude" an der Ecke Arnulf-/Helmholtzstraße neue Clubräume beziehen. Ein Jahr dauerten die Sanierungsarbeiten, ehe mit der dritten Clubanlage, diesmal in H0, begonnen werden konnte. Eine Jugendanlage und eine Spur-0-Fahrstrecke kamen hinzu.

Im Jahre 1958 feierte der MECM sein 25-jähriges Jubiläum. Von Seiten der DB wurde eine Karwendelrundfahrt mit dem ,,Gläsernen Zug" spendiert.

1962 wurde der Club gebeten, für kurze Zeit die Clubräume wegen einer Dachrenovierung zu verlassen, um danach zu erfahren, dass die DB Eigennutzung angemeldet hatte. In der Fahrkartenausgabestelle des Haltepunktes Donnersberger Brücke, einem Gebäude der ehemaligen Kgl. Bay. Sts. B., erhielt der Club 1963 eine freie Dachwohnung. Hier konnte man 1964 mit dem Bau der vierten Anlage in H0 beginnen. Bereits 1966 war der erste durchgehende Fahrbetrieb möglich.

Durch den Ausbau des Mittleren Rings Ende der sechziger Jahre war es dann wieder einmal so weit - auch dieses Vereinsheim musste geräumt werden. Auf der Weihnachtsfeier bekamen die Mitglieder - nach langem Suchen im Laufe des Jahres - als Geschenk ein neues Clubheim. Es war ein ehemaliges Dienstgebäude auf der so genannten Harritschrampe des ehemaligen Containerbahnhofs an der Arnulfstraße. Auch hier waren umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Aber bereits 1971 lagen wieder erste H0-Gleis und Ostern 1972 konnte die fünfte Anlage vollständig durchfahren werden. 1972 - 1982 wurde diese Anlage weiter ausgebaut. Ein Bw, ein Containerbahnhof, vier Durchgangsbahnhöfe und zwei große Abstellbahnhöfe entstanden. Auch eine Schmalspuranlage in H0e und H0m wurde begonnen. Im Jahre 1984 wurde mit dem Bau einer zweiten Anlage, einer Spur-0-Modulanlage begonnen.

1983 - das 50-jährige Bestehen des Clubs - stand vor der Tür. Es sollte aber auf Wunsch der Mitgliederversammlung nur eine interne Feier geben.

Anfang 1992 drohte erneut Ausweisung, die auch Ende 1992 Wirklichkeit werden sollte. Der Umzug in das neue, gefundene Clubheim im Ausbesserungswerk Neuaubing konnte reibungslos durchgeführt werden. Nicht zu früh, wie sich erweisen sollte, denn schon Anfang 1993 waren die Bagger auf der Rampe mit dem Abriss des alten Clubheims beschäftigt.

1993 wurde öffentlich nachgeholt, was 1983 nur intern gewünscht war - es wurde ein Jubiläum gefeiert. Der 60. Geburtstag unseres Clubs stand an, und man feierte im Rahmen eines ,,Tags der offenen Tür" mit dem AW Neuaubing dieses Jubiläum. Es war ein toller Erfolg für den Club, denn es kamen mehrere tausend Besucher zu dieser Veranstaltung. Inzwischen gingen die Arbeiten an der sechsten Clubanlage in H0 zügig weiter, auch die Spur-0- Modulanlage wurde weiter ausgebaut.

1996, 1998 und 2000 knüpften wir an eine lange ruhende Tradition wieder an, der Club präsentierte die Spur-0-Modulanlage auf der Obletter-Ausstellung in München, auf der Messe Heim & Handwerk in München und auf der Intermodellbau in Dortmund. Alle drei Veranstaltungen waren ein großer Erfolg, der auch in der Presse gebührend gewürdigt wurde.

Im Jahre 2001 erhielt der Club erneut eine Hiobsbotschaft: Das AW Neuaubing sollte stillgelegt werden, damit wurde die Quartiersuche wieder einmal wichtig. Aber Mitte des Jahres 2002 trugen die Bemühungen der Mitglieder Früchte, und der Club konnte in das Dachgeschoss des ehemaligen Metzlergebäudes des Münchner Gewerbehofes an der Donnersberger Brücke umziehen.

Damit verbunden sind extrem umfangreiche Ausbauarbeiten - der gesamte Raum muss isoliert und mit Gipskartonplatten brandschutzgerecht ausgekleidet werden -, die bis zum heutigen Tage andauern. Aber die Planungen für die mittlerweile siebte Anlage in H0 sind schon im Gange, ferner besteht nun die einmalige Möglichkeit, die Spur 0 Modulanlage, die bisher immer in zerlegtem Zustande gelagert werden musste, dauerhaft aufzustellen.

Nachwort vom BDEF-Vorsitzenden:
Ich war damals mehrfach auf der Verkehrsausstellung 1953 in München und von der dortigen 0-Anlage so begeistert. dass ich als 13-jähriger in den MEC München eintrat (Mutti hatte es erlaubt!). An der Jugendanlage in der Helmholtzstraße durfte ich meinen ersten Meter Gleis verlegen. Damals noch mit echten Holzschwellen und mit richtig genagelten Profilen. Bei der Karwendelfahrt zum 25-jährigen Jubiläum war ich auch dabei und erinnere mich noch gerne an diese schöne Fahrt mit Einkaufsmöglichkeit in Innsbruck, wo die sonst eher seltenen Modelle einer Fa. Liliput zu bekommen waren. Für die weitere Zukunft wünsche ich "meinem" MEC München viel Glück und Erfolg, und vielleicht ist zur Zeit wieder ein Jugendlicher Mitglied, der in einigen Jahren BDEF-Vorsitzender wird. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

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30 Jahre Eisenbahnmuseum in Weiden

Bereits ein Jahr nach der Gründung des Modelleisenbahnclub Weiden beschlossen die Mitglieder, auch die Öffentlichkeit am Aufbau und Fortschritt der großen Modellbahnanlage teilhaben zu lassen. Das Interesse der Bevölkerung der ehemaligen Eisenbahnerstadt Weiden war so groß, dass man sich bald entschloss, mehrere Besuchstage im Jahr durchzuführen.

Durch einen glücklichen Zufall konnte der neu gegründete Verein von der DB die zum Abbruch anstehende, alte Bahnmeisterei von 1898 anmieten und sie so lange kostenlos nutzen, wie er sie mit eigenen Mitteln für seine Zwecke und vor dem Verfall erhalten konnte. Aus mehreren aneinander liegenden Räumen wurden die Wände entfernt und daraus zunächst vier große Ausstellungsräume geschaffen.

Im ersten Raum entstanden eine zweigleisige Hauptstrecke mit Durchgangsbahnhof, Inselbahnhof, Güterbahnhof mit Ablaufberg und ein Bw mit Schiebebühne, Lichtsignalen und Oberleitung in der Epoche 5. Der zweite Raum erhielt einen Schattenbahnhof, darüber einen Kopfbahnhof mit zehn Bahnsteiggleisen, ein Dampflok-Bw mit Drehscheibe und Formsignalen der Epoche 4. Der Fahrbetrieb wurde mit einem selbst entwickelten elektronischen Blockstreckensystem bewältigt, der die 22 Züge automatisch steuert.

Die restlichen Räume wurden mit Originalteilen aus dem Bahnbetrieb und mit einer großen Lokomotivsammlung eines Clubmitgliedes ausgestattet. Und nachdem noch eine Wohnung im Obergeschoss frei geworden war, konnten dort ein großer Mehrzweckraum für Sonderausstellungen, Unterricht und Versammlungen, ein "königlich bayerisches Bahnvorsteherbüro mit kleiner Stellwerkseinrichtung" und einige Sozialräume entstehen.

So wurde 1973 das vereinseigene Eisenbahnmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Anlässlich der Museumseinweihung luden die Eisenbahnfreunde Weiden die Mitglieder des BDEF zum ersten BDEF-Regionaltag Süd nach Weiden ein.

Auf Grund der bisher geleisteten Arbeit und dem weitreichenden Aufgabengebiet wurden 1978 dem Verein die Gemeinnützigkeit und besondere Förderungswürdigkeit durch das Finanzamt zuerkannt.

Im Jubiläumsjahr der DB 1985 lud das Weidener Museum die in- und ausländischen Eisenbahnfreunde zu einem der größten BDEF-Bundesverbandstage nach Weiden ein. Unter den über 800 Teilnehmern waren Gäste aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und der damaligen Tschechoslowakei.

Die Aktivitäten des MEC beschränkten sich aber nicht auf sein internes Clubleben und den Museumsbetrieb, sondern kamen auch noch mit Dampflok- und Gesellschafts-Sonderfahrten und mit jährlich bis zu drei Sonderausstellungen außer Haus.

Großes Augenmerk wird auch der Aus- und Weiterbildung in der Eisenbahn- und Modellbahntechnik und dem Unterricht in Schulen über Bahngeschichte, Bahngeometrie und der Unfallverhütung auf Bahngelände gewidmet. Durchschnittlich alle drei Jahre wird anlässlich der Weidener Literaturtage in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schulamt, eine publikums- und pressewirksame Aktion "Schule am Bahnhof" durchgeführt, an der bis zu 250 Schüler alle Weidener Bahn-Dienststellen besuchen und darüber vielfältige künstlerische und praktische Abhandlungen ausarbeiten.

Zudem sind jährlich mehrere Sonderführungen für Kindergärten, Schulklassen, Vereine und Urlaubsgäste, sowie zehn öffentliche Ausstellungstage anberaumt. Weitere Sonderführungen ab fünf Personen sind jederzeit herzlich willkommen.

Das Weidener Eisenbahnmuseum war schon des öfteren im Hörfunk und fünf mal im Fernsehen und hatte schon vier mal den BDEF-Regionaltag Süd zu Gast. Es arbeitet in städtischen Arbeitskreisen, im Stadt-Marketing und im Kultur- und Tourismusverband mit, es beteiligt sich am jährlichen "Internationalen Museumstag", am Weidener "Kultur- und Kunst-Genuss bis Mitternacht" und bei den "Weidener Literaturtagen" mit themenbezogenen Eisenbahnausstellungen und Vorträgen.

Als besondere Anerkennung für diese vereinseigene, ehrenamtliche Tätigkeit wurde 1997 dem Museumsleiter das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten verliehen.

Dem Namen und der Satzung getreu sind im Eisenbahnmuseum Weiden fast alle Bereiche des Eisenbahnwesens im Modell und zahlreiche Demonstrations- und Funktionsmodelle sowie Original-Exponate auf etwa 300 m² ausgestellt. Dem Museum angegliedert ist ein wertvolles Archiv mit Originalunterlagen ab 1862, eine umfangreiche Bild- und Plakat-Sammlung und eine Eisenbahnbibliothek, die eine wissenschaftliche und schulische Bearbeitung des Themas Eisenbahn erlaubt und auch Lehrern und Studenten zur Verfügung steht.

Zur Zeit sind in 120 Vitrinen 1996 Modellokomotiven (vom "Berliner Dampfwagen von Blenkinshop bis zum TGV-Duplex), über 2000 Modellwagen (vom Adler-Coupewagen bis zum 32-achsigen Tragschnabelwagen) und weitere 2000 Exponate und Archivalien vorhanden.

Im Jubiläumsjahr entsteht noch ein kleines Freigelände mit Original-Gleisoberbau verschiedener Epochen, ein Stellwerksanbau mit alter und neuer Stellwerkstechnik, zwei begehbare Vitrinen in Güterwagen (G 20 und G 10) und ein Museums-Shop. Außerdem lädt das EMW alle Interessenten jeden ersten Freitag im Monat (außer an Feiertagen) zur Museumsnacht von 19.30 bis 24.00 Uhr ein.

Obwohl sich die Besucherzahlen (seit der Gründung weit mehr als 200 000) noch konstant halten, kann der laufende Museumsbetrieb von den moderaten Eintrittsgeldern nicht mehr abgedeckt werden. Große Probleme bereiten den Betreibern der Hausunterhalt und die von der DB-Immobilie geforderte Miete, da Zuschüsse und Unterstützung aus den zur Zeit leeren Säckeln im Kulturbereich der Kommunen und bei Sponsoren zunehmend ausfallen.

Kontakt: Eisenbahnmuseum und Modelleisenbahnclub Weiden e. V., Bahnhofstr. 28, D-92637 Weiden
1.Vorstand und Leiter des Museums Horst Scheiner
Postanschrift: Algunderweg 27, D-92694 Etzenricht
Tel: (09 61) 4 01 76 51, Fax: (09 61) 4 01 76 52,
e-mail: eisenbahnmuseum@gmx.de 

http: www.eisenbahnmuseum-weiden.de 

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10 Jahre Bergedorfer Eisenbahnfreunde e. V.
Chronik von 1993 bis 2003

Im Jahre 1992 fand das 150-jährige Jubiläum der Strecke Hamburg - Bergedorf statt, und im Rahmen der Feierlichkeiten wurde von einigen Eisenbahnfreunden in Bergedorf eine Modellbahnausstellung organisiert. Gezeigt wurde eine Modulanlage unter Beteiligung von Vereinen aus Lübeck, Barsinghausen, Wolfsburg und verschiedener Einzelpersonen. Schnell kam der Gedanke auf, Gleichgesinnte im Heimatgebiet zu finden, um evtuell auch in Bergedorf einen Modelleisenbahnverein zu gründen. Am 27. Januar 1993 fanden sich dann Interessierte im Kultur- und Geschichtskontor zusammen. Man war sich schnell einig, was man wollte. Da einige Freunde bereits Modulerfahrungen in anderen Vereinen gesammelt hatten, entschied man sich für das NORD-MODUL, entwickelt vom MEC Barsinghausen, d. h. eine zweigleisige Hauptstrecke in H0 und Gleichstrom. Bereits vorhandene Module wurden ausgebaut und neue entstanden, so dass bereits 1993 mit einer eigenen Anlage an den 1. Hamburger Modellbautagen teilgenommen werden konnte. Da nicht jeder soviel Fantasie hat, sich Situationen vorzustellen, andererseits aber auch der Wunsch nach konkreten Vorbildern geäußert wurde, haben wir uns für den abschnittsweisen Nachbau unserer Hausstrecke Hamburg - Berlin entschieden.

Somit haben wir viele Module gebaut, welche mit Hilfe von Fotografien, alten Bildern und Zeichnungen aus den Archiven der verschiedenen Bahnverwaltungen und der Stadt detailgenau gestaltet werden konnten. So entstanden im Verlaufe der folgenden Jahre u. a. die Bahnhöfe Hamburg-Bergedorf und Aumühle um 1930, die neue Eisenbahnbrücke von 1996 über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Büchen, die Bahnunterführung "Krim" bei Friedrichsruh, der Übergang "Stangenteich" im Sachsensenwald und der Feuerwehrübergang "Loddenallee" in Reinbek.

1996 organisierten wir anlässlich des 150. Jubiläums der Strecke Berlin - Hamburg eine Modellbahnausstellung im Bergedorfer Lichtwarkhaus und 1998 haben wir anlässlich unseres fünfjährigen Jubiläums in größerem Rahmen eine große Ausstellung mit Rahmenprogramm im Bildungszentrum Nord der Telekom in Bergedorf ausgerichtet.

Im Jahre 2000 folgte dann die Eintragung der gut funktionierenden Interessengemeinschaft als gemeinnütziger Verein, um das ganze Hobby für die Zukunft auf eine eindeutige, rechtliche Basis zu stellen.

Im gleichen Jahr nahmen einige Mitglieder im Rahmen der EXPO an einer großen Modellbahnausstellung in Wilhelmshaven teil, und 2001 folgten Teilnahmen in Sinsheim und Hamburg sowie 2002 in Bremen.

Seit 2000 sind wir in der Lage, 55 Meter eigene Module aufzubauen und haben durch verschiedene Spezialmodule, z. B. Kurven oder Wendeschleifen, die Möglichkeit auf unterschiedliche Flächenangebote planerisch individuell und flexibel zu reagieren. Mit der Wahl unseres Streckenvorbildes sind wir bei Ausstellungen zudem in der Lage, nahezu sämtliches existierendes rollendes Material laufen zu lassen. Von der BR 01 über die Ludmilla bis zum ICE sind fast alle Züge schon einmal auf "unserer" Strecke gelaufen und von den Vereinsmitgliedern im Bild festgehalten worden.

Jedes Mitglied hat seine persönlichen Fähigkeiten, die er in die Gemeinschaft mit einbringt. Im Laufe der Zeit sind auch verschiedene neue Konzeptionen und Regeln erarbeitet worden, die dann den neuen Mitgliedern als Hilfe gegeben werden.

In der Ausgabe Nr. 1/2003 des "ModellEisenBahner" wurde unser Verein unter der Rubrik "Szene" in einem ausführlichen, bebilderten Bericht vorgestellt.

Seit 2002 ist der Verein mit mittlerweile 19 Mitgliedern auch Mitglied im BDEF. Leider fehlt uns der Nachwuchs. In dieser Hinsicht haben wir im Jahre 2000 eine Kooperation mit dem Gymnasium Lohbrügge gestartet, wo heute eine Modellbahn-AG unter der Leitung des Vereins existiert.

Wir arbeiten zudem aktiv in verschiedenen Foren, Projekten und Arbeitsgruppen mit und besuchen gemeinsam Messen oder ähnliche Veranstaltungen.

Am 8. und 9. November 2003 werden wir unser zehnjähriges Jubiläum mit einer grossen Veranstaltung (Modelleisenbahnanlagen und umfangreiches Rahmenprogramm mit Fahrplantauschtag, Tombola, Cafeteria, Flohmarkt, ÖPNV-Info-Ständen und Lifemusik) in der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ehemals Fachhochschule Hamburg Naturwissenschaftliche Technik in Lohbrügge/Bergedorf begehen.

Wir treffen uns in der Regel jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr in der Gaststätte "Zum Gewerkschaftshaus" Ecke Am Pool 41/Vierlandenstrasse gegenüber dem Hotel Ramada-Treff zum Gedankenaustausch. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

Kontakt: Bergedorfer Eisenbahnfreunde e. V.
Postfach 80 09 26, 21009 Hamburg
Klaus-Schaumann-Str. 45A, 1035 Hamburg
Telefon: (0 40) 7 35 49 78, Telefax: (0 40) 79 41 81 60
e-Mail: gerald.glanz@t-online.de 

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Neues Fördermitglied: Kibri

Von den württembergischen Spielzeugherstellern aus dem 19. Jahrhundert haben bis heute nur ganz wenige überlebt. Die Firma Kibri aus Böblingen gehört dazu. Wenn man die Produktpalette des Herstellers für Modellbahnzubehör in den Baugrößen H0, N und Z betrachtet, so kann davon ausgegangen werden, dass die Firma auch im 21. Jahrhundert erfolgreich tätig sein wird. Ihr Sortiment als führender Hersteller weist heute umfangreiche Artikelgruppen aus: Ausgestaltungsmaterial, Fertiggelände und Zubehör, Dorf- und Stadthäuser, Stadteckhäuser, Kirchen, Gewerbe- und Industriegelände, bahntechnische Anlagen, Bahnhöfe und Brücken mit Zubehör, Nutzfahrzeuge und schienengebundene Fahrzeuge.

Bereits 1995 konnte Kibri auf eine 100-jährige Tätigkeit mit einer wechselvollen Firmengeschichte zurückblicken. Die Eintragung in das Handelsregister 1895 besagt, dass man vom Gründungsjahr an Spielwaren herstellen wollte. Bereits 1905 war Kibri zu einem leistungsfähigen Betrieb gediehen. Bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts fertigte man im eigenen Haus ausschließlich Artikel aus Metall. Spielwaren aus Holz wurden von Zulieferern bezogen. In den dreißiger Jahren wuchs der Anteil des Eisenbahnzubehörs besonders an Bahnhofsgebäuden. Bis 1939 brachte Kibri eine Reihe neuer Artikel auf den Spielzeugmarkt, die von zeitgeschichtlichem Wert sind. 1929 machten Kibris Raketenspielzeuge von sich reden.

Persönlicher Einsatz und Geschick waren erforderlich, um nach den beiden Weltkriegen wieder neu zu beginnen. So war z. B. viel Phantasie nötig, um 1948 aus einer gebrauchten Konservendose eine Tankstelle herzustellen. Dabei liegt der Hauptakzent der Spielzeugproduktion bis in die sechziger Jahre auf dem Gebiet der Zubehörteile für die Modelleisenbahn, gefolgt von guten Holzspielsachen und den Artikeln für Sommer und Freizeit.

1973 erleidet die Firma einen herben Rückschlag. Die gesamten Fabrikationsanlagen in Böblingen fallen einem Brandanschlag zum Opfer. Übrig bleiben Gesamtschäden in Millionenhöhe und 150 arbeitslose Beschäftigte. Der Firmenleiter Rudolf Gußmann, der bereits 1941 in die Geschäftsleitung eintritt, entwickelt die Initiative zum Wiederaufbau. Mit modernem Maschinenpark und neuen Technologien wird die Produktion 1975 in einem Neubau auf der Hulb in Böblingen wieder begonnen. Zugunsten des Modellbahnzubehörs wird das Sortiment erheblich gestrafft. Zahlreiche Teile werden in Schopfloch gefertigt. Die Abteilungen des Formenbaus und der Kunststoffspritzerei befinden sich in dem kleinen Ort im Schwarzwald. Durch den Umzug des Warenlagers ist das Werk wesentlich erweitert worden.

Bei diesen historischen Akzenten ist festzuhalten, dass die Geschichte des an Beliebtheit gewachsenen Modellbahzubehörs in vielen Teilen während der letzten 100 Jahre von Kibri geschrieben wurden.

Kibris Eisenbahnzubehör der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts sind heute geschätzte Kostbarkeiten und gesuchte Sammlerobjekte. Bahnsteigsperren, Bahnschranken, Stellwerksgebäude mit Signalen, Lokomotivschuppen oder Bahnhofsgebäude sind aus Blech und weisen feinste Handlackierungen auf. Der erst nach 1935 langsam einsetzende Siegeszug des sogenannte Maßstabmodells, besonders beim technischen Spielzeug und seinen Ausstattungsstücken sowie die Verarbeitung von synthetischen Massen, die bei Kibri 1957 einsetzte, erzwang ein neues Design. Als geeignetes Material bot sich Kunststoff an. Bis heute stellt Kibri maßstabgerechtes Modellbahnspielzeug her als eine besondere Leistung, die als industrielle Parallele zum mehr handwerklich orientierten Spielzeug aus Blech oder Holz der früheren Jahre den Vergleich nicht zu scheuen braucht. Der Hersteller hat sich dabei seit jeher auf Objekte beschränkt, von denen es in Wirklichkeit Originale gibt.

Kibri gehört zu den Pionieren der Maßstäblichkeit, vor allem bei Gebäudemodellen. An vorhandenen, nicht mehr zählbaren Bausätzen - die ersten Bahnhöfe modernster Bauart aus Kunststoff wurden als Fertigmodelle geliefert - des Kibriprogramms lässt sich die Richtung der nachempfundenen Originalgetreue des Modells aufzeigen.

Seit 1960 hat sich die Technik der Kunststoff-Verarbeitung fortentwickelt, die Modelle werden immer besser detailliert und die Vorbildwahl immer differenzierter. Anfangs dominierten süddeutsche Originale, im Laufe der Zeit entdeckte man die nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands. Heute kann der Miniaturbahner mit Hilfe von Kibri-Modellen nahezu alle Landschaften mit Gebäudemodellen in den drei Baugrößen nachbauen. Mit ihrem Erscheinen haben die Modelle neue Maßstäbe gesetzt. Wirklichkeitsadäquate Modelle stellt Kibri z. B. im Bereich der Fachwerk- und Bauernhäuser her, genauso im Bereich eisenbahntechnischer Anlagen (Portalkran, Bekohlungsanlage, Bahnbetriebswerk, Brücken u. a.).

Bisher hat jede Spielwarenmesse in Nürnberg den Besuchern immer wieder neue und ungeahnte Überraschungen auf dem Sektor Modellbahnzubehör gebracht. In den letzten Jahren sind es vierzig und mehr Neuheiten, die der Öffentlichkeit getreu dem Leitgedanken "Unser Vorbild ist das Original" von Kibri präsentiert werden.

Die Produktgeschichte des Herstellers weist nach, dass vor 25 Jahren eine neue Generation von Nutz- und Straßenfahrzeugen im H0-Maßstab vorgestellt wurden. Die Palette reicht inzwischen bis zum Schwerlasttransporter, Bagger und Kran sowie zu Fahrzeugen und Geräten aus dem Bereich der Landwirtschaft. Sechs Modelle dieser Nutzlastfahrzeuge machten 1976 den Anfang. Der Slogan "Kibri hat die Besonderen" zeigt den behutsamen Wandel in der Modellpolitik. Über 250 Nutzfahrzeuge sind heute im Programm. Durch gute Vorbildwahl und Qualität, durch Maßstäblichkeit und Detailtreue ist der hohe Standard dieser Produkte unverkennbar.

Das gilt auch für eine weitere Generation von Fahrzeugen, die Kibri seit 1998 anbietet. Schienengebundene Spezialfahrzeuge in Form eines Eisenbahn-Teleskopkranes oder eines Schienenstopfexpresses erscheinen 1998.

Kibris Formenbauer sind in der Lage, bei der Konzeption dieser Neuschöpfungen Baugruppen zu genauen Bauteilen zusammenzufassen. Durch übersichtliche Steckverbindungen ist der Einsatz von Klebstoffen auf ein Minimum reduziert. Die vermehrten Gedanken von Kibri in den zurückliegenden Jahren, wie sich der Zusammenbau von Modellbausätzen einfacher gestalten lässt, ohne dabei an Perfektion der Modelle oder deren Detaillierungsgrad zu sparen, kommen diesen interessanten Fahrzeugen zugute. Die Bausätze erhalten an den zusammengehörenden Bauteilen korrespondierende Bohrungen und Zapfen, mit denen eine gute Steckverbindung ermöglicht wird.

Die neuen Modelle markieren nicht nur für den Hersteller einen weiteren Höhepunkt einer Entwicklung, die beispielgebend mit dem Einsatz von modernen Maschinen und Werkzeugkonzepten im Bereich der Spritzgießtechnik beginnt. Spritzgießteile im Zweifarben- oder Zweikomponentenverfahren herzustellen ist heute Stand der Technik bei Kibri. Die der Wirklichkeit nachempfundenen Modelle halten höchsten Ansprüchen hinsichtlich Form, Proportion, Detail oder Farbe stand. Die Kunststoffverarbeitung zur Herstellung von Bekohlungsanlagen, Kränen, Fachwerkhäusern, Brücken, Schwertransportfahrzeugen mit Zugmaschinen oder schienengebundenen Spezialfahrzeugen ist ohne moderne Spritzgießmaschinen nicht mehr denkbar. Die Kibri-Modelle sind gelungene Artikel für jede Modellbahnanlage, die dem Stand der Modellbahntechnik entsprechen im Zusammenhang mit aktuellen Vorbildern.

Kontakt: kibri Spielwarenfabrik GmbH
Otto-Lilienthal-Straße 40, 71034 Böblingen,
Tel. (0 70 31) 4 16 18-0, Fax (0 70 31) 4 16 18-70,
Internet: http://www.kibri.de
eMail: info@kibri.de 

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Neu im BDEF: ESV Bischofsheim e. V.

Die Geschichte beginnt an einem Abend im Juni des Jahres 1997. Nach der Arbeit sitzen einige Sportfreunde gemütlich bei einem Glas Gerstensaft im Vereinsheim. Man spricht über die erfreulichen und unerfreulichen Ereignisse des Tages. Irgendwann an diesem Abend sprechen sie auch über ihre Hobbys. Und siehe da, einige sind mit Leib und Seele Modellbahner. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn jetzt kommt die Idee für eine neue Abteilung, eine Abteilung für die Bahn im kleinen Maßstab. Alle sind begeistert, und schon geht es los mit der Fachsimpelei. An diesem Abend ist es schon sehr spät, als man auseinander geht. Dies ist die Geburtsstunde einer Modellbahnabteilung. Wir schreiben den 5. Juni 1997.

Einige Wochen später. Zu den Initiatoren gesellen sich weitere Modellbahner. Grundlagen für den geplanten Bau einer Anlage müssen entwickelt werden. Ein Themenkatalog wird erstellt und diskutiert. Neue Gesichter erscheinen im Clubraum und werden sofort eingeklinkt in die notwendigen Entscheidungen. Einer aus der Runde geht nach Hause und baut einen Modulkasten als Prototyp zum Anfassen. Das ist der Durchbruch und die Entscheidung. Wir bauen jetzt eine H0-Modulanlage im 2-Leiter-Gleichstromsystem als zweigleisige Hauptstrecke.

Für die Module wird jetzt das Holz angeschafft und nach Angaben bearbeitet. Schablonen werden angefertigt für einen exakten Übergang zu den Nachbarmodulen. Aus der Werkstatt dröhnt der Lärm vieler Maschinen vom Sägen und Bohren der Holztafeln. Viele Hände finden ebenfalls eine Beschäftigung beim Hämmern und Schrauben für den Zusammenbau der Modulkästen. Der nächste Schritt ist die Verlegung der Gleisbettung und der Roco-Line-Gleise. Schritt für Schritt geht es dann weiter Eine Menge Arbeit ist dabei zu bewältigen, bis auch das allerletzte Bäumchen auf den Modulen seinen Platz gefunden hat.

Heute schreiben wir das Jahr 2003. Viele Jahre sind bereits vergangen und immer noch schauen wir positiv in die Zukunft. Diese Arbeit hat sich gelohnt. Ständig ist die Modulanlage weiter gewachsen. Mit insgesamt 25 Modulen machen wir heute konventionellen und digitalen Fahrbetrieb. Weitere Module sind im Bau. Mit der Modulanlage reisen wir zu befreundeten Vereinen oder zeigen sie vor heimischem Publikum auf unseren ESV-Modellbahntagen oder beim Adventsfahren auf dem Bischofsheimer Weihnachtsmarkt.

Bei allen Aktionen ist auch unsere Jugendgruppe präsent. Eine Segmentanlage wird von ihnen nach vorgegebenem Plan unter Aufsicht der Jugendbetreuer gebaut.

Treffpunkt der Modellbahner ist jeden ersten Donnerstag, in ungeraden Monaten ab 20 Uhr zum "Babbeltag", in geraden Monaten ab 19.30 Uhr zum Fahrtag auf der Modulanlage. An den restlichen Donnerstagen wird ab 19.30 Uhr an den Modulen gebaut. Alle Aktivitäten finden im Vereinsheim in 65474 Bischofsheim statt. Die Jugendgruppe baut jeden Donnerstag ab 18 Uhr im Werkraum der Georg-Mangold-Schule in 65474 Bischofsheim.

Kontakt: 
ESV Bischofsheim e. V., Abt. Modellbahn/ Modellbau 
c/o Herbert Lang, Im Reil 3 C, 
Tel: (0 61 32) 54 44 
Internet: http://www.modulbahn.de 

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Liliput-Hersteller mit neuem Namen

Von der "Bachmann Industries Europe Ltd. Niederlassung Deutschland" kommt die Meldung, dass das Unternehmen ab sofort unter dem Namen "Bachmann Europe Plc, Niederlassung Deutschland" firmiert. Hintergrund ist eine Änderung der Muttergesellschaft, die vereinfacht ausgedrückt, von einer GmbH in eine AG umgewandelt wurde. Unter dem Dach Bachmann sind die Marken Liliput, Aristo Craft, Bachmann Spectrum, Branch Line, Woodlands Scenics und Design Preservation Models DPM vereinigt.

Internet: http://www.liliput.de 

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Neubau der Messe Stuttgart

Eine große Hürde sei genommen, teilt die Stuttgarter Messegesellschaft mit. Das Regierungspräsidium Stuttgart habe den Planfeststellungsbeschluss für die neue Landesmesse Baden-Württemberg erlassen. Damit ist verfahrenstechnisch der Weg geebnet zum Neubau der Stuttgarter Messe auf den Fildern, direkt am Flughafen, mit modernster Infrastruktur und einer europaweit einmaligen Anbindung an alle relevanten Verkehrsträger.

Die Messeleitung rechnet mit dem Baubeginn für das 800-Mio-Euro-Projekt im Frühjahr 2004 und mit der Fertigstellung im Herbst 2006. Damit verfüge die innovationsfreudigste und exportstärkste Region Deutschlands dann endlich über ein international konkurrenzfähiges Messegelände mit 100.000 m2 Hallenfläche und einem hoch modernen Kongresszentrum.

Bis es so weit ist, soll auch am gewohnten Standort auf dem Stuttgarter Killesberg den Ausstellern und Besuchern der bestmögliche Service geboten werden. "Die nun deutlich näher gerückte Landesmesse eröffnet uns mitten im Markt Chancen, die wir nutzen werden." äußerte sich Messesprecher Kromer. Soweit die positive Seite.

Über die Kehrseite der Medaille berichteten die Stuttgarter Nachrichten am 13. März. Demnach fehlten der Neue Messe GmbH, die in diesem Jahr mit dem Bau beginnen will, noch 60 Hektar Land. Dazu wolle sie, so die Stuttgarter Nachrichten, eventuell widerstrebende, also nicht verkaufswillige Landwirte, enteignen lassen. Dies im Dezember beim Regierungspräsidentern zu beantragen, dazu liefere der Planfeststellungsbeschluss die rechtliche Grundlage.

Das wiederum wolle die Schutzgemeinschaft Filder - darunter sechs in ihrer Existenz bedrohte Landwirte - sowie die Stadt Leinfelden-Echterdingen mit allen rechtlichen Möglichkeiten verhindern. Notfalls müsse der Rechtsweg bis zum Bundesverfassungsgericht beschritten werden. Doch der Regierungspräsident Udo Andriof bezeichnete die vorgebrachten Lärm- und Verkehrsprobleme, die der Messeneubau für seine künftigen Nachbarn mit sich bringt, als "handhabbar".

Im Beschluss zur Planfeststellung würden der Projektgesellschaft Neue Messe vielfältige Auflagen erteilt. Sie müsse 2,5 Millionen Euro Ausgleichsabgabe zahlen, nächtliche Bauarbeiten würden aus Lärmschutzgründen beschränkt, berichtete die Zeitung abschließend.

In seinem Kommentar in der gleichen Ausgabe befürchtet der Redakteur Konstantin Schwarz, dass die Stuttgarter Messe bis zur endgültigen Klärung in letzter Instanz in Bedeutungslosigkeit versinke. Bei einem Scheitern des Projekts stünde die Landeshauptstatt sogar ganz ohne alternativen Messe-Standort da. Daher sei die Planfeststellung, von der Messeleitung als entscheidender Schritt zum Messebau gewertet, letztlich nur ein kleiner.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel, der sich in kleinem Kreis gegen Enteignungen geäußert habe, sei nun am Zug.

Vorerst bleibt die Modellbau Süd also noch am bisherigen Standort auf dem Killesberg.

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50. MOROP-Kongress in Dresden 
16. bis 23. August 2003

Unter dem Motto "Schmalspurdampf in Sachsen" findet in diesem Jahr der 50. Kongress des MOROP (Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas) statt. Als Veranstalter lädt die Sächsische Modellbahner-Vereinigung e. V. (SMV) nach Sachsen in die Kultur- und Kunststadt Dresden ein. Für die Gäste aus ganz Europa ist ein anspruchsvolles Rahmenprogramm vorbereitet.

An fünf Tagen können mehr als zehn Dampfloks während der Exkursionen zu den schönsten Schmalspurbahnen Sachsens im Einsatz erlebt werden. Die Exkursion zur Muskauer Waldeisenbahn wird bereits auf der Hinfahrt zu einem Höhepunkt. Für den Sonderzug von Dresden nach Weißwasser ist die Dampflok 03 204 des Lausitzer Dampflok Club (LDC) als Zuglok vorgesehen. Außerdem stehen Exkursionen zur Pressnitztalbahn, zur Fichtelbergbahn und zum Lößnitzdackel auf dem Programm. Eine Fahrt mit der vom Hochwasser im August 2002 stark in Mitleidenschaft gezogenen Weißeritztalbahn sollte für alle Eisenbahnfreunde ein Muss sein, zumal vom Fahrpreis je Fahrtteilnehmer 10 Euro der IG Weißeritztalbahn als Spende direkt zukommen werden.

Auch an die Freunde des städtischen Nahverkehrs ist gedacht: Eine Stadtrundfahrt mit historischen Straßenbahnen durch Dresden, eine Besichtigung des Straßenbahnmuseums in Dresden-Trachenberge und ein Besuch der Loschwitzer Schwebebahn, sowie eine Fahrt mit der Parkeisenbahn in Dresden stehen auf dem Programm.

Die Modelleisenbahner dürfen sich am 19. August auf einen Besuch der Sebnitzer Modellbahnfirma Tillig freuen. Die Fahrt durch die Sächsische Schweiz nach Sebnitz erfolgt mit einem Sonderzug, gezogen von der Dampflok der Baureihe 52 der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde (OSE). Mit einer Modellbahnausstellung auf über 1.500 m2 Ausstellungsfläche präsentieren sich 15 SMV-Mitgliedsvereine und weitere Gastaussteller. Ob große Vereinsanlagen, lange Modulketten oder sehenswerte Heimanlagen, für jeden Geschmack wird etwas dabei sein. Hier werden auch die Exponate des 2. MOROP-Modellbau-Wettbewerbes ausgestellt, deren Bewertung unmittelbar vor dem Kongress erfolgen wird. Näheres über die Ausschreibung ist auf der Website www.smv-aktuell.de/morop zu erfahren.

Das detaillierte Programm mit Anmeldeformular kann beim
MOROP-Orgbüro der SMV
Dr.-Külz-Str. 4
D-01445 Radebeul
Telefon/Fax: +49/0351/8387096
eMail: morop@smv-aktuell.de 

Internet: www.smv-aktuell.de/morop 

angefordert werden. Neben den Delegierten der MOROP-Mitgliedsverbände sind auch Tagesgäste, die am Rahmenprogramm teilnehmen möchten, herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist in jedem Falle erforderlich, um die Kapazitäten planen zu können.

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Internetseite zu Fahrgastrechten

Fahrgäste und Kunden von öffentlichen Verkehrsmitteln können sich jetzt besser über ihre Rechte informieren. Die neue Internet-Seite www.fahrgast-rechte.de  weist Fahrgäste auf ihre Rechte und Beschwerdemöglichkeiten gegenüber Unternehmen hin. Auf den Seiten finden sich Adressen der Verkehrsunternehmen, wichtige Informationen über bestehende Kundenrechte und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Die Internetseiten www.fahrgast-rechte.de  sind Teil des Projektes "Fahrgastrechte", das der verbesserten Verbraucherinformation dient und durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) gefördert wird.

Das Projekt "Fahrgastrechte" zur besseren Information der Verbraucher über ihre Rechte wird durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) gefördert.

Mit einem Infoblatt informieren der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Fahrgastverband PRO BAHN über die wichtigsten Kundenrechte bei Bahn und Bus. In vielen Fällen ist der Kunde auf die Kulanz des Unternehmens angewiesen. Es gibt aber in den Beförderungsbedingungen Kundenrechte, die oft nur wenig bekannt sind. Das Infoblatt fasst die wichtigsten Kundenrechte zusammen, gibt Tipps und informiert über die bestehenden Rechte. Das Infoblatt steht zum Download unter www.fahrgast-rechte.de bereit.

Zusätzlich wird PRO BAHN die wichtigsten Inhalte in die eigenen Internetseiten unter www.pro-bahn.de  übernehmen. Besonders seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2002 sind viele Züge der Deutschen Bahn verspätet. Kunden im öffentlichen Nah- oder Fernverkehr sind derzeit in fast allen Fällen auf die Kulanz des Verkehrsunternehmens angewiesen. So schließt die seit 1938 gültige "Eisenbahnverkehrsordnung" eine Haftung bei Verspätung oder Ausfall eines Zuges aus. Die neuen Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn (seit 15. Dezember 2002 in Kraft) helfen nur Fahrgästen, die in der Nacht ihre Reise nicht mehr fortsetzen können. Und auch das nur mit Einschränkungen.

Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv)
Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin,

http://
www.vzbv.de 

Pro Bahn e. V.,
Schwanthalerstr. 74, 80336 München,

http://www.pro-bahn.de
 

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Europäischer Fahrgastverband EPF

Die Fahrgast- und Kundenrechte in Europa und ein attraktives Zugangebot im grenzüberschreitenden Fernverkehr auf der Schiene werden die Arbeitsschwerpunkte des Europäischen Fahrgastverbandes (EPF) in den nächsten Monaten sein. "Wir werden die konstruktive Diskussion mit der EU-Kommission ebenso fortsetzen wie die Gespräche mit dem Dachverband der Europäischen Bahn (CER)", so Josef Schneider, Vorstandsmitglied des Europäischen Fahrgastverbandes (EPF) anlässlich der Jahrehauptversammlung des neuen Verbandes in Namur (Belgien).

Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einem Entwurf für eine Verordnung, um Fahrgastrechte im grenzüberschreitenden Verkehr zu verbessern. Demnach sollen Fahrgäste in Europa bessere Rechte beim Service, bei Informationen und bei Verspätungen oder sonstigen Störungen erhalten. Schneider: "Wir begrüßen die Pläne der Kommission, sie sind auf einem guten Weg." Auch die Pläne des Dachverbandes der Europäischen Bahnen (CER), mit einer Passagiercharta die Kundenrechte auf freiwilliger Basis zu verbessern, stießen bei der EPF-Jahresversammlung auf Zustimmung. Der Verband wird sich in weiteren Gesprächen mit dem CER für bessere Fahrgastrechte auf freiwilliger Basis einsetzen. Dem Europäischen Fahrgastverband gehören 14 Organisationn aus acht EU-Ländern sowie der Schweiz an. Der Verband wurde im Herbst 2002 neu gegründet. Der Verband bündelt europaweit die Interessen der Kunden und Fahrgäste. Pro Bahn vertritt im EPF in enger Zusammenarbeit mit dem vzbv und dem Dachverband BEUC die Interessen der Fahrgäste und Verbraucher aus Deutschland.

Kontakt: Josef Schneider, PRO BAHN-Abt. Europa
0160-7025154 oder über die PRO BAHN-Geschäftsstelle

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Aufruf zum 2. MOROP- und 5. SMV- Modellbahnwettbewerb

Die Sächsische Modellbahner-Vereinigung e. V. mit Sitz in Radebeul ruft alle Modellbahnfreunde in Deutschland und Europa zum 5. Sächsischen Modellbahnwettbewerb und 2. MOROP-Wettbewerb auf. Der Anmeldeschluss ist der 8. August 2003. Die Auswertung findet am 15. August 2003 und die Ausstellung der Wettbewerbsmodelle findet im Rahmen der Modellbahnausstellung anlässlich des 50. MOROP-Kongresses vom 16. bis 24. August 2003 in Dresden im Siemens-Technopark statt (Anschrift: Siemens-Technopark, Washington Str. 16 und 16/A, 01139 Dresden).

Eingereicht werden können die Modelle bei:

SMV-Geschäftsstelle, Vereinshaus, Dr.-Külz-Str. 4, 01445 Radebeul, per Post oder persönlich nach telefonischer Absprache (03 51) 8 38 70 96. oder: MBC Zwickau, Haus der Modellbahn, Chrimmitschauer Str. 76, 08056 Zwickau, Dienstags und Samstags von 14 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Absprache (03 75) 21 50 66.

Fragen beantwortet: Rudolf Heinrich, Ossietzkystr. 37 A, 01662 Meißen, Tel: (0 35 21) 4 63 56 78, Fax: (0 35 21) 4 63 56 79, Mail: info@praezisionsmodellbau-heinrich.de 

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Letzte Änderung: 28. August 2005 (
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